1827 / 36 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

ck ith 25 s cng ao 2 G t R E E E G S E d

6 144

Einrichtung mehr fosten wird? dis Regierung glaubt es nicht, nund dies ist die Frage, über welhe die Kammer zu entscheiden hat, Hr. Casimir Peréer entgegnete

em Minister in der darauf folgenden Sißung, daß die von ihm angeführte Zeitung nichct 750, sondern ‘nur 375 tausend Fr. im vergangenen Jahre gewonnen hätte ; diese leßtere Angabe sei aus den Rechnungen der Eigen; thämer dieses Blattes geschöpft, und also unwiderleglich; erwäge man nun, daß. die erhöhte Porto: und Stevel- Kosten (denn letztere würden in wenigen Tagen zur Sprache fommen) eine Mehrausgabe von 47 0000 Fr. veranlassén würden, so habe dieses- Blatt die Aussicht, künftig init einem Verlust vou 95,000 F». abzuschließen, Und, fußr der Redner fort, es darf nicht vergessen werden, daß dieses Blatt dasjenige ist, was am meisten Abonnenten hat, und folglich noch am besten im Stande ist neue Lasten zu tragen, Nun eutgegnet man ¿zwat, daß die Eigenthümer die Befugniß behalten, den Preis der Abonnements zu erhöhn, allein es ist eine befannte Sache, daß alsdann díe Zahl der Lebßtern nothwendig abnehmen muß, Hr. Mech in äußerte, daß das Mini sterium eine gewaltige Fehlrechnung mache, wenn es glaube, daß das Porto der Zeitungen einen im Vechälr- niß der Portoerhôyung grögern Ertrag liefern würde; ihre Zahl würde nothwendig abnehmen, und ein bedeu- tender Ausfall das Jrrige der Spekulation beweisen ; es sei nur ein Erfolg gewiß, der nämlich, daß eine große Anzahl Zeitungen, und namentlich alle Provinzial- blâtter eingehn würden. Jn diesem Sinne haben noch mehrere Mitglieder der Opposition gesprochen, und ge: flagt, es sei der Tod der jeriodishen Presse der be- ¿weckt und erreiht werden würde. Nichts desto weni- ger wurde der fragliche Aatifkel des Geseßentwurfs mit großer Stimmenmehrheit angenommen.

A Das brasilianische Schiff Johann VI. is von Rio Janeiro in Brest angekommen, Am Bord desselben befanden sich Don J, von Roche: Pinto, Hofcavalier der Kaiserin und funfzehn andere angesehene Personen, wel- che das Gefolge des Infanten Don Miguel bilden sol- len, Sie werden ehestens in Paris erwartet. Folgendes ist (nach einem unserer Blätter) das Verzeichniß dèr Kollegien: und Lehranstalten der Jesuiten mit der beiläufigen Zahl ihrer Zöglinge. Namen der Orte Zahl St. Acheul (bei Amiens) . , 900 Dol (Jura-Departement) « OUO Bellone (Puy: de-Dome) 500 Ste. Anne (Morbihan) , 30 Mont Morillon (Vienne) .…. 8300 Ea an L A0 Aix (Rhonemündungen), , 350 Forcalquier (Niederalpen) . . 4150 REPE a1 Aa S E R j 3030 und da sh diese Zahl seit der Aufnahme täglich ver- mehrt -hat, so fann man annehmen, daß in diesem Au: genblicke schon 4000 Zöglinge unter der Leitung der Je- juiten stehen.

_Die im Havre angekomme Brigg Casimir, hat Briefe aus Haiti mitgebracht, die ‘bis zum 12. Decbr. gehen, und worin fein Wort von dem Aufrahr stehe, der uns von England aus berichtet worden ist. Die ganze Jusel war ruhig. Papiergeld war ausgegeben, aber nur für einen geringeu Betrag, zur Zahlung des Soldes der Truppen. Jm Augenbli, wo die Post von A O R man die Ankunft eines von

aiti kommenden isses, welches also Nachrichten überbringen kann. y 2. o C __ Briefe aus Buenos- Ayres und Brasilien bringen die Proclamation, welche der Dr. Francia bei Wieder- ergreifung der Zügel der Regierung an die Einwohner

oberste Stelle nur bis zur Zurückfunft des Mamachern zu Hülfe gefommen wäre. Derselbe sprach Guarxany bekleiden zu wollen. f Math Sr E ie sie möglihst vor Kälte, und Fünfprocentige Rente 100 Fr. 60 C. Di qte sle mit sih fort, er ließ auch durch die Weg- cent. 68 Fr. 40 C. jer das in Schnee eingegrabene Zugvieh herausar- London, 1. Febr. (über Paris). Détr Fürst Mien, und mit Zurücflassung der Schlitten voraustrei- Polignac ist vorgestern Morgens in Dover an gelan Auf solche Weise gelangte er endlih mittelst aller _ Wie es heißt, wird der Graf von Offalig als Mst - Anstrengungen mit den Geretteten im Wirths- nisher Gesandter unverzüglich hier eintreffen. ise zu Untertauern in später Nacht an. Die Times widersprechen wiederholt den aufs Aus Str. Michael wird vom 21 Januar gemeldet : verbreiteten Gerüchten von einem Ministerwechsel, Ms,ic Montag den 15. d. M. lag der Tauern wi der _Das Stif Hecla, das bekanntlich zur EntdeciuW.lich zu, und die Briefpost fam vom Mittwoch und reise nah Spibbergen bestimmc, liegt vollständig Minabend erst heute mit einander hier an. Auch hat gerüstet und bemannt in Bereitschaft. E 1 gest-e;n Abends spät die Anzeige erhalten, daß eine Die Fonds sind, aller Gegenbemühungen ung(unsperson auf den Tauern unterhatb dem Schaid- tet, im Steigen, Consols gitig heute von 797 auf 5( r Wirthshau]e erfroren gefunden rvurde. Heute er- Brüssel, 6. Febr. Die zweite Kammer der i man auch aus der Muhr bestimmte und nähere neral-Staaten hat in der Sißung vom 3. und das jrihten. Jn diesem Thale oder Winkel gingen vom seß wegen der Communal-Garden mit 57 Stimmen Mis zum 18. d. M. zwöls Wind- oder Schneelawinen gen 39 angenommen. verschiedener Größe von dem hohen Felsengebirge In Gröningen hat die Zahl der Gestorbenen iy jas enge Thal herab. Hierdurch wurde nicht nur der der beiden leßten Wochen wieder 42 betragen, manchen Orten der Muhrfluß gehemmt, welcher im „St, Petersburg, 1. Febr. Se. Maj. der Mgbrechen große Verwüstungen drohte, sondery es ser haben der Äfademie der Wissenschaften die BistMi.n auch mehrere Heushupfen, Viebställe und Häu, der Kaiserin Elisabeth 1I., Katharina IL, und dw K idershoben,!] beshädigt oder gar zertrúmmert in das sers Paul I. zustelleu lassen. : [und in die Muhr geworfen, ohne daß jedoch ein Die Staatsräthe Heinr. v. Struve, Bun bisdy oder ein Stuck Vieh verunglückte, Die bedeu: Moltke und v. Obreskow- im Collegio der auswiri (jen hiervon sind die vom s. d. -M. Nachts, Um Angelegenheizen sind zu wirklichen Staateräthen der stürzten fast zu gleicher Zeit bei dem Blaßner- dert worden. - : mhause zwei Schneelawinen herab, wovon eine das Mittels Tagsbefehls vom 24. Jañ, ist der ina /úberschüttete und auch iu das Haus drang, und General Major Jeltouchine 2, wieder in Activitit fjeleute und die Kinder in den Betten ver]chüttete, treten und der Suite Sr. Maj. zugesellt worden hr Leben nur noch mit vieler Múhe retten konnten Der General-Major Gurgoli, Mitglied des C ) die andere Lawine-an dem Nebengebäude vielen seils für die Landstraßen unb Communikationen hat Muden anrichtete. Am 10, d. M. Mittags um 11 Großkreuz des St Annen Ordens erhalten. stürzte bei Jedl eine Lawine herab, zerstôcte am Wien, 3, Febr. Se. èajestät der Kaiser heMneider - Bauernhause die halbe Dachung, zer|chlug Allerhdhstihrem wirklihem Kämmerer, Ritter des (Mien Nifl- und Kiliandauerabäusern die Fenster, und reihisch-kaiserlichen Leopold: Ordens, Jahaber des sil) shúttete diese Häuser dergestalt mit Schnee, daß nen Cioil- Ehren: Kreuzes, und Vice - Präsidente n deaselben -so dunkel wie in fiasterer Nachc war. Königl. Böhmischen Landes-Guberniums, Aloys Gus sjrchterlichste Schneelawine ging am 18. d. M. von und zu Ugarte, in huldvoller Auerfennuog Wid um 2 Udr hinter dem Schneider, BaueruhaU)e ausgezeichneten Dienstleistung, die wirklihe K. K. ( Diese überschüttete niht bloß den Muhrbach,, sou heime Rathswúrde, mit Nachsicht der Taxen zu vai uh das Mühlwasser bei vier Klafter hoh, derge: hen geruht. , daß solche auf beiden Seiten weit auf den Berg Die aus dem Salzburgschen Gebirge über den SiFufreichten. Das auf solhe Art aufgehaltene Wasser von Schneelawinen- eingelaufenen Nachcichten lauten (Mitt einen See von einem Berge zum andern, wel immer sehr ungúnstig. So meldet die Salzburger Zam fommenden Morgen schon eine Viertel|tunde fung aus Radstadt vom 25 Januar: „Am 22. d. ires und einwärts reihte. Alle an dem Muhr- an welchem Tage nah Wiederöffaung der sei eini liegenden Häuser, bei vierzig an der Zahl, schioeb- Tagen gesperrten Passage mehrere Reisende und Win der höchsten Gefahr, bei dem schnellen Ausbruche Fuhrwerk den Radstadter Tauern pajsirten, erhob M Sees übershwemimnt oder gar weggerissen zu wer. auf der Hôhe desselben ein so gewaltiger Sturmwi Doch durch die thätige und \chnelle Veranstaltung daß die Lawinen an verschiedenen Stellen losdrahMWemeindeporstands Nicolaus Lahnschúßer am Bauern- und die bereits verwehete Straße ganz überschüttWund unter thätiger Mitwirkang der Gemetnde ge der vom Sturm im Wirbel aufgehobene Swnee ficl (Md es denselben bei eigener Lebensgefahr und ‘unter auf dem Wege befiadlichen Menschen “und. Zugvieh m - und Schneegestôber gegen 3 Uhr Nachmittag solcher Hefcigkeit in die Augen, daß man weder 1 Mühlbache einz Oefsuung zu verschaffen, wodurch noch rückwärts sehen fonnte, und auf solche Weise Vasser allmählich abzog, ohne weitern Schaden zu Richtung der ganz verschueiten Straße verlieren mi sachen, Durch eben diese Lawine wurde cie Bri Ein Theil des Fuhrwerks erreichte mittelst angestregeusche beshädiget und dergestalt ver chüttet, daß Vorarbeiten der Wegmacher glücklich das Tauern Wi! Fb Schuh tief graben mußte, um in selbe gelangen haus, indeß noch einige Fuhrschlitten mic fünf Persinen. nen zurück waren, und si gerade an der ge{ährlchs reßburg, 30. Jan, Das Resultat der am 21, Stelle oberhalb dem Nößlergraben befanden, wo d begonnenen und bis den 24. fortgeseßten Circu- Sturmwind schrecklich wüthete, und das Durchbre)Mathungen zur Ecmittlung der Milderungen, die unmöglich machte. Diese súnf Menschen konnten sil lusgleihung der Privat. Geldverhältnisse eintreten und das bereits im Schnee eingegrabene Zugvich "en, ist in Form eines Nunciums in dret, bloß mehr retten, und würden alle erfroren, oder dur Wischen Reichstagzsißungen, der 172sten, 173sten und herabstürzenden Lawinen vershüttet worden sein, wen, vom 26., 27. und 29, d. M. aufgenommen, nicht glückliher Weise der Postwagens Conducteur ViFin lebterer auch beendigt worden. ser mit zwei Postschlitten vom Odbertauern herabgefaMTro6 der bedeutenden Kälte, die am 22, d. M. eín- ren, und diesen Unglücklichen mit den ihn begleiteudc} hat es doh auch schon wieder geregnet, und zwar

von Paraguay erlassen, und worin er erklärt hat, die |

145

am 26. fas den garen Tag; seit vorgestern Abend aßer ist wieder Kälte eingetreten. Die Passage über ‘die Do? nau ist durch das gestern Nachmittag erfolgte Stilste- hen des zwar vielen, jedoch nur-schwachen Eises, das sobald feinen benußbaren Fahrweg bilden ‘dürfte, noch shwieriger gemacht worden.

Aus Jtalien, 29. Jan. Der Pabst hat mittels Breve einem neuen Orden, der sich die Congregation der Geweihien der seligen Jungfrau Matia nennt und durch Pius Bruno Cantieri und Johann Reynaudi, Minister in Piemont, gestiftet ist, die Bestätigung ers theile und die Eidesformel, ganz nah der biecher úblis chen Weise, bestimmt. Die Regel des neuzn Ordens schreibt vier Gelüdde vor: Armuth,. Keuschzeit, Gehors sam und beständiges Verharren in der Verbindung- Der Schubpatron des Ordens ist St. Peter. p,

Die- Tiber, welche (wie leßthin gemeldet worden) an verschiedenen Stellen in Rom gusgetreten war, ist bereits am 26. wieder in ihre Ufer zurücgetreten.

Madrid, 25. Jan. Nach den neuerdêngs über das Gefecht bei Coruches-da- Beira eingegangenen Nachs rihtea belief sich die Zahl der dabei ‘begriffenen Aufs rú9rer àuf .11 000 während die Truppen der Regierung nur 7,000 Mann stark waren, Allein es hatte {ch uns ter erstere das falsche Gerüchr verbteitet, die Eng'änder seien im Anmar]ch; dieses erzeugte einen so gewaltigen pauijchen Schreck, daß die Unordnung sih verbreitete und die Truppen schließlich auseinander liefen und zum großen Theil zu den Truppen der Regierung übergint- gen. Bei Almeida fingen die Flúchtliuge erst wieder an, slch zu sammeln; als aber die von der Regentin versprochene Amnestie dort bekannt wurde seßte -sihch beis nahe das ganze Corps des Brigadier Magessi in Bes wegutng-um zu dem Grafen Villa-Flor zu stoßen, und sich zu seiner Verfügung zu stellen. Die übrigen Ems pôrer zogèn sich, vom Schrecken noch immer ergriffen zurück und flúchteten bis ins spanishe Gebiet, wo Cha- ves in einer sehr stürmischen Versammlung abgeseßt, und das Commando dem Vicomte Montealegro úbers tragen wurde. Leßterer konnte jedoch kaum tausend: Mann zusammenbringeu, mit denen er in Portugal wieder einrúcte. Der Rest zerthcilte sich in kleine Bans- den, welche vermuthlich nach Portugal zurückgekehrt sein werden, wohin sich auch der Marquis von Chaves bes- geben haben soll. ; :

Briefe aus Lissabon melden die Abreise des Hrn von Gabriac nach Rio Jaueiro.

Türkei. Der Oestarreichische Beobachter giebt fol: gendes aus Bukurest vom 20. Jan:: :

Donnerstag den 18. d, M. Nachmittags ist der. faiserl. russische Gesandte Hr. v. Rideaupierre von

“Jassy hier eingetroffen, und mit den seinem Range ges

búhrenden Ehrenbezeigungen von Kolentina aus, (einem Landute des regierenden Fürsten) in die Stadt einges führt worden, wo er in dem russischen Consulatsgedäude abgestiegen ist. Noch am Tage der Ankunft diejes Mis nisters hat ihm Fárst Ghika einen Besuch abgestattet, welchen Hr. v. Nibeaupierre gestern Frúh im stens Hofe mit den gewöhnlichen-Ceremonien erwiederte, nach- dem er zuvor die Aufwartung sämmelicher Bojoren ir- halten hatte. Wie lange sich Hr. v. Ribeaupierre hier aufhalten werde, ist noch ungewiß; es scheint jedoch, daß es unter aht Tagen kaum möglich scin dürfte, die Anstalten zur Weiterreise in diefer Jahreszeit zu beens den. Sein Gepáck und das Gesandr|chafts- Archiv sind gestern, unter Begleitung des Hrn. Anton Fonton, hier angelangt. Der Winter ist hier nun in seiner gans zen Strenge eingetreten. Tiefer Schnee. deckt seit eint- gen Tagen das Land, und eine Kälte von 7 bis 8 Gra» den wirft so vortheilhaft auf den allgemeinen Gezhund, heitsstand, daß man seit geraumer Zeit gar nihts mehr