1827 / 38 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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wenigsten so viel ein, daß die Kosten gede>t würden. Als nun über das Amendement des Hcn, v. Thury ab-

gestimmt werden sollte, verlangte Hr. Mechin, daß

das Wort. Litteraturzeitungen mit eingeschaltet würde ; auf die Bewerfung des Finanzministers, day er sich dieser Aenderung widerseße, weil diese Rubrik zu Mißbräuchen führen würde, entstand großer Lárm auf den Oppositionsbánfen und nur mir Múhé founñce- das Ergebniß der Abstimmung ermittelt werden; das Amenzs

dement des Hrn. v. Thury wurde s<ließli< unverän-

dert angenommen. Später entstand no< ein Streit zwischen dem Finanzminister und Hr. C. Perier, der eine Ermáßigung des ohnehia hon sehr niedrigen Portos für Geldjendungen an Seldateu verlangte. Der Autrag des Hrn. Perier wurde indessen verzpöorfen, vnd das ganze Geseß durch ein geheimes Sfrutinium mit 292 Stimmen gegen 218 (Mehrgeit 74) auge-

nommen. i | Die neuesten in Havre angekommenen Briefe“ aus

-Havanng, melden, daß das dort befindliche spanische Ge-

schwader in den ersten Tagen Januars abzusegeln bes stimmt, und, mit Ausnahme der Fregatte Caselda, auch schon segelfertig war. Es hieß, daß 10000 Mann zu einer unbekannten Expedition eingeschisst werden sollten,

Das hiesige Tribunal erster Junstanz hat gesiern in einer merk vürdigen Sache eine Entscheidung erlassen, welcher weitiäufige Vorträge vorangegangen waren. Hr. Vanlerberghe, bekannt durch seine großen Unternehmun» gen in Lieferungsgeschäften, haite im Jahr 8 die Ehe- scheiduug erwirft, und seine Gattiu hierauf Verzicht auf die Gütergemeinschaft geleistet: der CEhescheidungs- ausspru< war indessen dem Handlungstribunal nicht publizirt worden. Ec starb 1819, und Herr Seguin, sein Gläubiger, trat mit einer Klage auf Nichcigkeits- etflärung der Ehescheidung auf, die er auf jzeuen Man» gel der Verkündigung, und auf den Umstand stüßte, daß seit der Scheitung die Gatten stets beijammen ge- wohnt hätten, Der Schaß behauptet au<h, Gläubiger des Hen, Vanlerberghe zu sein, und war ebenfalls ein- geschritten, Der Gerichtshof erklärt nun die Ehescheis dung vom Jahr 8 dem Hrn, Seguin und dem Schaß allein gegenüber nichtig und ohne Wirkung, und verord- net, daß ungeachtet der Verzichtleistung der Ehefrau Vanlerberghe die Gütergemeinschaft als bis zum Tode ihres Ehemannes fortgesebt angesehen werden solle.

; Fünfprocent. Rente 101 Fr. Dreiproceut. 68 Fr.

0 C. i

Fraufkffurth a. M., 6. Febr. Jn der am 25. Januar statt gehabten ersten diesjährigen Sißung der Bundesversammlung überreichte der Groph rzogl. und Herzogl. Sächische G-sandte, Grafvon Beust, das „G. meinschaf«liche Patent der Herzoge von Sachse Hildburghausen, Sachlen-Coburg und Sachjen:- Meiningen, betressend die Vollziehung ihrer zu Hild- burg*ausen am 12. Novemder 1826 geichlossenen Ver- gleichs úber die Sachsen-Gotha-Altenbüurgische Staats-Succesiion//*),

Decselve Hr. Gesandte zeigte auch an, daß die seit dem Jahre 1818 bei der Bundesversammlung verhan- deite Streitsache zwichen der Herzogl. Häusern Sachs sen: Meiningen und Sachsen Coburg über die Ausglei- <ung derx Sach!en-Coburg-Eisenberg, und Röm hildischen Succe\sionen dur<h den vorgedachten Hauptvergleich vom 12. November v. J. cbenfalls bei gelegt und somit erledigt worden sei.

Der Her.ogl. Oloenburatice Gesandte gab Nach- ri<t von der am 31, Juli 1826 erfolgten Uebergabe der Herrschaft Weighauseu an den Grafen van Beñtink, und übecreichte zugleich das, in Betreff der Verhälcnisse dieser Herr chafe und des in Bezichung

F O. Num. 278. dieser Zeitung vom vorigen Jahre.

mit selbiger abgeshlo}senen Abkommens unterm 10.94 o, J- erlassenen Herzogl. Oidenburgischen Patent, Außerdem famen mehrere Préivatre klamat nen zum Vortrag. ; -0 Der K. Baiershe Gesandte zeigte an, daß Krone Baiern den Antheil an dem Pensionsrüstg des ehemaligen Comictialgesandten von M olleuh wegen der Grafschaft Vieneburg und wegen des Fi lich Löôwenstein|hen Surrogats für dieselbe mit 192 39 fr. übernommen und Zahlung angewiesen habe, Auf ein erneuertes Gesuch der Erdeu des Obe nische Kreismajors, Freiherrn von Frayß, n Berichtigung eines von demselben geforderten Geh rúcfstandes, wurde bes<lossen, zuvor den von der & delegations-Commission für das Kur- und-Oberrheinj Kreisschulden, und Pensionswesen nächstens zu erstat den Vericht abzuwarten,

Wegen einer von dem ehemaligen ersten Raths sulenten und Syndicus der vormaligen Reichts Gmünd, J. G. Roell, auf: den Grund des Reichsde tations|<lusses von 1803 gzgen die Krone Wäürten gerichteten Pénsionsforderung, ward der Königl, tensbergishe Gésandte um die nöthigen Auftliw üder diesen Anspruch ersucht.

Es sind in dieser Sißung noch zwei Separhr folle aufgenommen worden. a

München, 8. Febr. Das Königl. Regieru blatt Num. 5. vom 3, Febr. macht 1) die neue Fo tion der General- Zoll „Administration und \ámmtilii Zoll - Verwaltungsdehörden uad 2) die Ausstellung beritteuen Grenz Zoil Juspectorea und deren Ernen befaunt. Danach ist die Gen. Zoll: Administrätion oberste Zollverwaltungestelle und dem Staatsmiuistui der Ziuanzen unmittelvar untergeordnet. Sie bis aus einem Vorstand, 4 Räthen, 4 Assessoren und Unterpersonále, dann vorläufig noch- aus drei Obet speftoren. Das gesammte Personale ‘tvird dem Königl. Kreisregierungen gleichgestellr. Die bishei 6 Ovberzollinspeftionen werden aufgehoben, Dagegd die Verwaltung der äußern Behörden von Zzit 1 mittelst Abordnung von Näthen oder Assessocen terjuchen. Die Juspizirung der Grenzzollbehördu schieht dur<h 17 berittene Grenzzollinspefcoren , wil auch die Aussicht über die zu Bewachung der Gra aufgestellte Mannschaft. übertragen is. Diese bes tänstig bloß aus K. Gendarmerie. Der Generalzol ministration siud die Oderzoll- wad die Hallämter inittelbar untergeordnet. Den-Oberzollämrern sind Beizollämter und die Grenzzollstationen, den Hall lern die Weggeldstationen untergeordnet... Die (1 erfolgte Personalernenuung tritt mit 1. Febr, in Y kung. Den ftüher angestellten, ohne Besföcderuug ieten, Beamten bleibt der bisherige Titel, Rang ihre defretmáßige Besoldung. Alle neuen Ernenuut sind blos prooijorij<h. Allè im Personaalstacus nid grisfenen Bediensteten treten tut 41. Febr. in trenipdl Qaleszenz, Ueber den Geschästösgang bei sámmili Z-U, V.rvaltuugsbehörden erfolgen besondere Jus tionen, T

Stockholm, 2. Febr. Am 30. v. M. su Maj«: der König zu Lioköping eingetro}en.

Einem Gerüchte zufolge, ist unser Gesandte Französlichen Hofe, Graf v. Löwendhjelm, zum R statthalter in No. wegen ausersehen.

Die Regirerang hac dem Landshöfding in Dal 90.000 Rihlr. Bco. augewiejen, um dieselden zum kauf voa Getreide fär die Acmen dieser Provin veriv-nden.

Der ehemalige Secretair unsers. Consulats |/ gier, Freiherr von Wetterstedt, çin Bruder des sters der auswärtigen Auzgelegenheiten, hat ein* jhüúre úberx Verwayrungsmittel gegen das gelbe

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ausgegeben. Diese Mittel wurden auf der Fregatte apmann im Hafen von Cárthagena angewandt und ten den guten Erfolg, daß dié Besaßung derselben s ges"nd blieb, während die“ Maanschaft mehrerer dern Europäischen Schiffe in jenem Hafen von dem

her angeste>t wurde.

Venedig, 24. Jan, Wir sind Zeugen einer at: sphäárischen Krise von der Art gèworden, daß sich áltesten Leute feiner ähnlichen erinnern. Am 22. d, 0rgens um 4 Uhr fing es bei einem frishen Ostwinde shneien an, was diesen ganzen Tag fortdauerte. An gen Orten ist der vom Wind aufgehäufte Schnee ere Schuh tief; mitunter regnete es auch cin we- , Das Wasser hat ‘mehrere Orte in der Stadt üder- immt. Jun den Gebirgen von Belluno und Ca- jo fiel so viel Schnee, daß er in den leßtern Ge- in in drei Tagen an manchen Stellen eine, Höhe 11 Schuh erreichte. |

Genua, 27. Jan. Der Bliß, welcher beim leb. Ungewitter in den ersten Tagen dieses Monats auf hiesigen Faro oder Laterne niederfuhr, hat den jtrhurm in ‘etwas beschädigt, ungeachtet er mit ei | Blizableiter versehen war; die Ursache davouKag in, daß man den Konduftor des Faro in eine kleine (bendigen Felsea gehauene Vertiefung, statt in eine he oder tief in ein feuchtes. Erdreih ausgeleitet

(0, Rom, 31. Jan. Se. Heiligkeit haben dem Bi: hon Tivoli, Mousignor Francesco Canalí, das Amt scretair der heiligen Congregation der Bischöfe lagen. im 11. d. starb hier im Klostèr St. Maria Mad- a beim Quirinal die Schwester Anna Vittctoria, dem Orden der Dominikanerinnen, eiue geborne ca, im 73. Jahre ihres Alters. Siè, war einze Dichterin uud Porträtmalerin. Pius VIL. und X, beehrten sle öfters mit ihrem Besuche, und sie ihre Portráts gemalt, Türkei. Süddeutsche Blätter enthalten folgende theilungen : i : ' mnstantinopel, 10. Jan. Die AngelezeunHeiten (hulands sheinen nach den neuesten, uber Smyrua (angenen Nachrichten vom Kriegs|<haupläße, die jm 2, Januar reichen, eine Weudung zu nehmen, st den Hoffuungen der Griechenfreunde mehr, als dem leßten Feldzuge zu erwarten sand, entspricht. ¡ Livadien, das ôsttiche und westlihe Griechenland, wieder in vollem Aufstande. Die schetnbare Unter-

ung dieser Provinzeu hat aufgehört, und bis nach“

na und Vólo stehen alle Landesein\bohner unter Waffen, - Die griechischen Kapitäne- vertheilen Überall n'ülid Munition, Die griechishe Negierung m 10. Novbr. zu Aegina angekommen, und hatte ags darauf unter Kanonendonner Fonstituirt. Kon- n Nifomedas crhiele bei dieser Gelegenheit das mando in der Scadt, und deu Jpsarioten wurde Dewvachung der Nationalversammlung anvertrauc, Rezierung beschäftigte sih fdyleih mit den öôsfzur- Angelegenheirteu, uad ecließ am 12. (24) Novb-. vfret, das jedem Bewaffneten verbietet, sich Aegina ihern, so wie Üderhaupt Niemanden vom Wehr

persdulicher Zutritt gestatter wird. Alle Aufragin |

Veg-:hren von diesem Stande sollen schrifcli< vor- ht werden. Am 15. (27.) Ndödo. ward. eine dent De! steigerung aller Eintünstè. der Nition für das 1827 beshlo}eu. Am 17. (29) Nov. erschien eiù it, das die Seeräubere! „uts Strengste untersagt. ber die friege i\<-n Ereiguiss: in Livadien selb|t 1 die Nich ichten fr die Türken sehr nachtheilig. l, D-z. (f Musta Bey bei Arachova von Karais ufs Haupt gel<hlagen worden. Einige Tage frü

Position von Dobrena zu behaupten gewußt, wobei die Griechen den tapfecn General Fannackfi Sultani verlo- rea; allein na<< Karaiskaf;i's Sieg mußten sie auch diese Posicion- verlassen, Wegen dieser Ereignisse ward zu Aegina ein Dauksest gefetect, Die Nationalversamm- lung hat Negroponte in Blokadestaud ertlärt, und man vermuthet, daß eine gleihe Maßregel gegen Kandia ge- nommen werden dürfte. Auf dieser Jusel hat sich dic Empdrung gegen die Türken neuerdings wieder sehr verbreitet, und die griehishe Besaßung von Karaäbusa gewährt den Jusurgenten eiuen Anhaltspunkt. Konstantinopel, 12, Januar, Die Regierung, meldet die allgemeine Zeitung, hat dieser Tage, dur<h | eine aufsgefangene Korrespondenz der hiesigen Unzus friedenen mit den fluchtigen. Janitscharen auf - der aflatisc}en Seite, abecmals eine Vershwdrung ents decft.} “Die Rädelsführer wurden sogleih bei Nacht- zeit festgenommen, und eben so schnell hingerichtet; -nur einigen wenigen gelang es, zu entkommen. YJudessen dehauptet sich das System der neuen Reformen nicht nur hier, sondern auch in den meisten Provivzen, mit Ausnahme Natoliens, Allein der Sultan’ hat so eben mehrere Verseßungen von Paschas verfügt, welche auch dort- guten Erfolg versprechen. Der Pascha von Das mask ist abgeseßr, uud Veli Pascha nah Brussa vers wiesen, der grausame Abolubut Pascha hat dagegen die Paschaliks Damask und Ourfa erhalten. Man verspricht sich von Abolubut Pascha blutige Strenge und durch- greifende Maaßregelu zu Befestigung des seßt. einzufüh? renden Systems. Die Nachrichten aus Griechenland sind so niedershlageud für die Pforte, daß ste Anfangs nicht geglaubt wurden. Allein es ist nuit feinem Zwei- fel mehr unterworfen, daß mehrere Distrikte im Norden des Jsthmus wieder im vollen Aufstande sind, nachdem ein Tyeil von Reschid Pascha's Heere von Karaisfkafki aufs Haupt geschlagen worden ist. Der Opezerations- plan der Griechen war von fränkishen Offiziers vorge- schlagen, und 1 glü>la< gelungen; der Seraskier ist, auf die Defensive zurúckzebrache, —. Miauly war auf ‘der Fregatte Hellas in Aegina angekommen, die Verhals- tungösdefehle der dort eingejesten Regierung in Empfang zu uehmen. Bei Volo uad bis zu den Thermopylen i das Volk ia Ausstaud, Mau erwartet nun wieder Lord- Cochrane im Laufe des F:bruars. Diese unerwartete Weadung der Angelegenheiten macht hier einen tiefen Etudruck. Jbrahim Pascha stand während der leßten für die Geiecheu so günstigen Ereignisse ruhig bei Ga- stuny, uad scheint außer Stand, etwas zu unternehmen. Neu angekommene- europäishe Offiziere organisiren“ seit dem 15. Dec. ein Fceikorps auf eigene Kosten in. Napoli di Roniania. : A Südamerika. Nachstehendes ist der vollständige Inhalc des (gostera erwähnten) von dem Präsidenten Bolivar unterm 23, Novbr. etilassenen Decrets: : Simon Bolivar, Besreier, Präsident Columbiens; Ju Berccachr 1) des unruhigen Zustandes der Republik jeit doa Vorgängen iu Venezuela, wegen der Verschies deiheit der Meinungen ber die Form der. Regierung und wegen der Bejorgnuiß eines bürgerlichen Krieges, und um Columbien sowohl vou dem innerlichen als fremden „Kriege zu retten; auch wegen der Furcht vor einem Einfall unjerer eigenen gemeinschastlihen Feinde; 2) Jn Betrachc, daß der größte. Theil der Departemente . die Meinung ausgedrúckr hat, dem Präsidenteu der Rer publik jollte auperordeutlihe Vollmacht gegeben werden, w:lhe zur Wiederherstellung der Einigkeit und der Un- cheilbarfeict der Republik nöthig sein möchten; 3) ends lich, weil der Vollziehungsrath erklärt hat, der Fall des ärcifels 128 der Constitution sei eingetreten, und yut derselbe etuen Congreß zusammenberufen hat, der sid náchstens versammeln soll; und da anderseits es mír

etten zwar ‘die Türken mit vielem Verluste dic

obliegt, das iu mich gejeßte Zutrauen des Voiks zun