1827 / 61 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

242

Nationalität in den Briefen aus Syra, welche dieses Ereigniß melden, nicht angegeben wird) sind unlängst von diesen Piraten angegriffen ¿{uad ihrer ganzen La- dung beraubt worden. y -

Die Besaßung von Karabusa lite Mangel an Le-

bensmitteln und wendete sih deshalb vor einiger Zeit an „die Regierung zu Nauplia, Diese sendete eine La- dung Medol auf dem jonischen Schooner, die beiden Brüder, Capitain Spiridion Ronchiz dieses Fahrzeug wurde ader von den Mainotten aufgebracht, und die Ladung unter einige Häuptlinze diejes sehr tapfern, aber stets zum Raube geneigten Volksstammes, vertheilt. - Karaiskaki scheint sih nah dem leßteu Gefechte bei Velikßa, entweder, weil er, bei weiterem Vorrücken noxd- wärts, auf bedeutendere Screitfräste der Türken (unter Qmer-:Pascha von Negroponte, und Osman-Pascha), als bisher, gestoßen, oder um sih mit einem andern -Jnisjue- genten Häuptling, Makri, der in den leßten Tagen des Januars einen Streifzug indie von den Türken uur jhwach beseßte Gegend von “Messolongi unternommen hatte, nah Westgriechenland gewendet zu haben. Nach Briefen aus Prevesa vom 3. d, M. soll Karaiskaki vou Veli Bei und Suleiman Tschogador bei Kravari (zwi- shen Solona und Lepanto) angegrissen und geschlägen worden sein.

Da M'essolongi Mangel an Lebensmitteln leidet, wurden zu Prevesa in den ersten Tagen dieses Monats mehrere „Batken mit Getreide zur Verproviantirung die ses Plaßes besrachtet. Am 9, d. M. war ein Offizier von R:schid Pascha mit dem Befehl in Prevesa ange: langt, die drei im Hafen befindlihen Schiffe in segelfer- tigen Stand zu seßen, um jene Getreideladungen nach

Messolongi zu convoyiren. " Gedachter Offizier war von

dem Kiaja des Chaßnadar Aga von Janina begleitet, welcher das erforderliche Geld zur s<leunigen Ausrüstung jener Schiffe mitbrachte, Gleichzeitig sind zwei Tacarn des Serasfiers eingetroffen, welche allen Befehlshaäbern in der Nähe von Messolongi die Ordre überbrachten, eiligst Lebensmittel ha<h Messolongi und Lepanto zu schaffen. Auch sind vom Seraskier gesendete Offiziere in Ärta angelangt, welche dem Ali Pascha 50,000 Pia: )ster nach Lepanto bringen, um den rückstäucizen Sold der Besaßung dieses Plaßes zu berichtigen,

Am 1. d. M. griff der Capitain Zonga (einer der ehemaligen Jnsurgentewu- Häuptlinge, der sih nach M-e}- solongi’s Fall dem Seraskier unterworfen hatte) die Ráuber an, welche den District von Xeromero (nôrdlich vön Messolongi) beunruhigen , und sendete. den Kopf ihres Anführers, Kussuri, nach Prevesa. Dieses Gefecht war in der Nacht vorgefallen; am folgenden Morgen fand man eine bedeutende Zahl von blutigen Mäuteln, welche die Räuber in eiliger- Flucht von sich geworfen hatten. Unter den gefangenen Räubern b2fand sth auch Kussuri’s Neffe, shwer verwundet, der vom Gouver, neur von-Prevesa Begnadigung erflehte, mit der Ver- heißung, daß er seine sämmtlichen Verwandten bewegen werde, sich zu unterwerfen. Der Gouverneur |chi>te sogleich seinen Leibarzt zu dem Gefangenen, um ihn vou seinen Wunden zu heilen,

Mit einer andern Räuberbande, unter Racho, traf der bekannte Georg Varnachiotti (der \<ou seit langer Zeit die Partei der Griechen verlassen, und sich zu den Túrken geschlagen hat) bei Dragomesire zusammen, und schlúg sie indie Flucht, Diese Räuderbanden in West Griechenland, die zum Theil aus denjenigen Griechen bestehen, welche sit einiger Zeit ihren Zufluchtsort auf “der fleinen, zum jonishen Gebiet gehörigen, Jnsel Cas: aimo verlassen haben, sind ziemlich zahßlrei<h. Uebrigens machen dicse Klephten mit ihren insurgirten Landsleu-

Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

S K S E S E E S A É T E T E E O I E N E i E N E Ee M R Ä L L E e R à P it e Eis A s I T Ti teR L hit 4E ac aa% oru y D E a inan 4 2 N M Eb 1e E i, Rb ad E

ten s3 wenig gemeinschaftlihe Sache, daß sie au< di, berauben und ctôdteu. Makri seldst s<ien die Abs zu haben, sih mit dem Räuberhauptmann Racho Dragomes\tre zu vereinigen.

Mit der projectirten National - Versammlung Aegina steh?s noch immer deim Alten, Die Zwistigi ten, jelb|î unter den Regiecungs- Mitgliedern, Uuaha tägli) mehre überhand; mehrere derjeloen jcheinen } gina verlassen und si< na< Kastri (dem alten Her

Allgem C TUS 2

reußishe Staats-Zeitung.

one) gezogen zu haben, wohiu Colocotront's ‘Partei | S16 der Nationalversammlung verlegt zu seheu wüns Theodor Colocotroni hat zwar das Uedergewicht der hen Gewalc, durch deren Mißdrauch er sich auch bet wieder ge}¿chwächt hat, Was von dem Sextin¡Uutars: Ci

O

_—- E annd

01.

“C

sich in Kàstri befindet, ist durch die neuerlich erf Hinrichtung eines (oder einiger) Zantioten aus das cigste gegen Coloçcorroñi, die dieje Execution angeor| haben joll, aufgebracht.

Ein Schreiden aus Constantinopel vom 8 F (in der Allgemeine Zeitung meldet; Dec engli]che x haftet, Hr. Stratfoct Cannmng, hat jeine Auträg Pacifikation Geciecheulands erneuert, und mittelst e dteser Tage übergebenen-Note an die Pforte die láufize Eiustelluug aller Feindseligkeiten zu Wasser zu. Land dbegehre. Man t sehr begierig; wilche wort die Pjorte auf dieje ote ertheilen wird, dem bisher alle múndlichen Verhandlungen über | Frage, jowol vou Seite des Hrn. v, Minciaky als Seite des engli,hen Botschafters, zu keinem Resu [ührcen. Manu versichert indessen, England und F laud #nschten ernjilich dem Blutvergießen im O eln Ende zu machen, und es läßt sich oaher erwai daß Hr, v. Ribeaupierre, der |<hon zu Adrtanopel getroffen sein joll, uno am 11. d. hier erwartet 1 obigen englischen Autrag nachorückiih uaterstüßen we

Brajilien. Die neuesten Zeitungen. uud Y aus Rîio - Jaueiro (vis zul 5, Januar), welche 0 Márxz in London angelangt sind, enthalten die tral Nachricht von dem am 11, December erfolgten Ab| Jhrer Maj. der Kaijerin. Jhre Maj. litt {on dem Anfange Novembers, wie es |<eiut an einer len » Krankheit, die durch den Zustand der Schwai schaft, worin die Kaiserin sich besaad, gefahrvoller dez am 1. Dec. erfolgte eine unzeitige Niederkunst von da ab vershlimmerte sich) das Béefiaden Jhrer Ÿ mehr und mehr, bis endlih der Tod erfolgte. F Bülleiin, worin dieses traurige Ereigniß betann/F macht ward, lautet wie folgt:

Siebenzehntes und leßtes Bülletin. U ECL Am 11. December, Morgen

Vicrtel auf 11 Uhr.

Das Publ:fum wird benachrichtigt, daß un} licher Weise die Krankheit Jhrer Maj. der Kai) allen, mir unabläßizgem Eiser von sämmtlichen At des Kaiserlichen Hauses angewandten Bemühunge! derstanden hat, Es hat Gott gefallen, Sie uw Uyr zu sich zu berufen. l

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages

Seine Majestät der König haben dem Oserstall: rvon Knobelsdorff den rothen Adler: Orden er Kiass)se mit dem Eichenlaube zu verleihen geruhet.

Des Königs Majestät haben dem Bürgermeister lien zu Thorn das Prädikat Oberbürgermeister znádigst beizulegen geruhet. ge

Im Bezirk der Königl. Regierung

zu Merseburg ist der Pfarrer zu Neuß, Fried- Heinrih Karl Nicolai, als Pfarrer nah Os- de, erste Ephorie Halle; derx Pfarrer zu’ Weißen mbach, Heinrich Gottlieb Cramer, als Pfarrer Wáähliß, Ephorie Weißenfels; der Pfarrer zu Uebi- M, Gottlied Adolph Fle >, als Pfarrer nach El- Ephorie Zahua ; und der Pfarrer zu Wähliß, Jo- n Ludwig Ehrhardt, als Pastor und Superin- ent nach Eilenburg verseßt worden.

E itc

Bei dem Königl. Ober - Landesgericht C dslin sind die Ober-Landesgerichts-Auscultatoren Kahlden-Normann, Müller und v. Damniß Referendaxien ; } zu Königsberg ist der Ober-Landesgerichts - Aus- ator Ludivig Amadeus Steiner zum Referenda- s ernannt worden.

j Abgegangen. Der Herzogl. Anhalt - Köthen sché (gez.) Baron v. JnhomerWMutenane, v. Muschwiß, als Kourier nach Köthen, JFhre Maj. war 29 Jayr und 10 Monate alt i im Jahre 1817 mit dem Kronprinzen, nunme) Kaiser von Brasilien vermählr.

Nach den leßten in Rio - Janeiro eingegan Nachrichten von Sr. Maj. dem Kaiser, wär d( glúckli<h in Santa Catharina angelaugt. J

A

Zeitungs-Nachrichten. A usland.

Paris, 6. März, Vorgestern las der Präsident r- Deputirten-Kammer einen Brief des Hrn. Bonnet r, in welchem dieser anzeigt, er werde Krankheits egen an den Berathungen der Kammer einige Tage lang inen Antheil nehmen können. . Da Hr. Bonnet Be-

Königliche Shauspvele Montag, 12. März. Jm Schauspielhause : nilworth,// Schauspiel in 5 Abcheil,, von. Lember!

: L | | Berlin, Dienstag, den 13ten Mâärz 1827.

ist dieser Vorfall sehr unangeuehm, besonders da die Ver- handlungen in Betresf dieses Gegenstandes, ohne dies so langsam ‘und män muß es sagen, mit so wenig Ord- nung von Statten gehn.

Der Abbé Montaaillard, welcher eine Geschichte Franfk- reichs seit Ludwig XVI. bis 1825 herausgiebt, jagt, in einer Note, der Graf Deseze (der rúhmlich bekannte und allgemein geachtete Vertheidiger Ludwigs XVI, vor dem revolutiannairen Blatgericht) habe si< unter Buo- naparte s<riftli< um eine Anstellung, welche es auch sei, beworbeu, Der Graf Deseze erklärt gegenwärtig dffentlih, er habe einen solchen Schritt - nie gethan, er habe-wáhrend Napoleons Regierung stets in der größe ten Unabhängigkeit von der Regierung gelebt, an Na- poleon niemals geschrieben, und diesen so gar nicht ein einziges mal gesehn. :

Die Kommission zur Ausführung des Gesehes wes gen Entschädigung der Emigrirten hatte am 1. März d. J. bereits ihre Arbeiten so weit geführt, daß die Ein\chreibung von ungefähr 14x Millionen Fr. Renten bewilligt, mithin beinahe die Hälste des ganzen Ges schäfts in weniger als zwei Jahren (zum Ganzen sind 5 Jahr bestimmt) beendigt worden ist,

Das vor 3 Tagen in Havre angelangte Schiff Emis lieane, hat Nachrichten von Haiti bis- zum 24. Decbr, mitgebracht. Alles war vollfommen ruhig, und man ers wartete mit Ungeduld die Antwvrt auf die Depeschen des französischen Generalconsuls, die mit dem Staats- hi} La Fleche expedirt worden sind, Bekanntlich ist diese Antwort von Toulon aus mit einem Staatsschisfe vom 10. oder 15, Decdr. abgegangen, welches zwischen dem 20. und 30, Jan. in Hauti angelangt sein fany, und vermuthlich wetden wir gegen Ende März das Res- sultac erfahren. (Briefe aus Haiti vom námlichen Das tum zeigen bereits die Expedition des Schisses Minerva an, welches von der Regierung ganz mit Waaren zur Consignation des Hrn. Laffitte befrachtet ist.) :

Einem Briefe aus St. Tropez vom 23, Febr, zus folge, ist am nämlichen Tage Lord Cochrane aus diesem Hafen am Bord einer vom Griechenverein in Paris be- frachteten Brigg nach Griechenland abgegangen. Er scheint dermalen ziemli ansehnliche Mittel zu seiner Verfügung: zu habea, Von der andern Seite versichert man, laut Briefen aus Alexandrien, der Pascha von Eaypten sei daselbst angekommen, und wolle si<h mit 12,000 Mann nach Griechenland einschiffen :

Fünfprocentige Rente 101 Fr. 35 C. Dreipro- ceutige 69 Fr. :

London, 3. März. (Schluß der gestern abgebro- henen Rede des Ministers Canning.) M

Alle, die fúr die Zulassung ausländischen Getrei- des stimmen, geben zu, daß unser inländischer Ackerbau

<terstatter der Commijsion fúr das Preßgeseß i 0 Redacteur Jof s Commilsi f Preßgeseß ist, s

E E E R S A

Schuß verdient (lauter Beifall), obgleich sie hinsicht-