1827 / 67 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

268

die von dem Xebtgenannte* ¿Nkdner gemachte Darstellung von dem fcuherhin im Päflament statt gehabten Einlei tungen zur Emaiäpation der Kathvliken> uüd den mét ‘ihnen deshalb gepflogenen Unterhanudlungeu, welche aber von den Katholiken selbst vereitelt worden wären, indem sie nicht auf die geforderte Sicherheiteleistung hätten eingehen wollen, sagte Hr. Canning: Nach der Rede des sehr geehrten Herrn müßte jedermann annehmen, daß die Bill vom J1hre 1813 von den Römisch, Katho- lischen selbs, wegen der darin enthaltenen Sicherheiten abgelehnt worden wäre; dies ist jedoch feineswegs- der Fall, sondern lediglih deshzlb ward sle von den Katho- . lifen abgelehnt, weil es Jyrem (des Master of the Rolls) Amtsvorgänger, der an den desfallsigen Verhand- lungen des Ausschusses des Hauses Theíl nahm, gelun- gea war, die Verwerfuug des in jener Bill enthaltenen Punktes wegen Zulassung der Kacholifen im Pariament zu bewirfen. Seiner Rede und der Verwerfung jenes Punkts haben wir das Fehl\<hlagen der ganzeu Maßre- gel und somit das fostbare Vermáchtniß, cas jeßt unsere Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, zu danten, Wenn die Katholiln in Jrland damals, in der V'rzweifelung an dem Gelingen ihrer Wünschs, für dieulih fanden, die Miene anzunehmen, als sei ihnen gar nichts an demjenigen gelegen, was sie zu erlangen aufgebea muß- ten, so thaten sie! uichts weiter, als was ejn Kauflusti ger wohl zu thun pflege, weun der Verkäufer plôblich von dem Geschäst abspringt. Hr. Canning erinnerte dabei daran, wie er von jeher sich bestimme dergestalt ausgesprochen und die Meinung im Hause gelten zu machen bemüht gewesen sei: daß diz deu Katholiken zu macheuden Bewilligungen: nicht zum Gegenstand einer Unterhandlung mic ihnen, eines Handelsgeschäfts ge- macht werden dürften, sondern daß das Parlament das für weise und dienlich zu erachtende Verfahren ermitteln, darüber berathen und beschließ:n und demnächst nicht etiva die Katholiken zur Annahme- (oder Verwerfung des Beschlossenen einladen, sondera sie zur Folgeleijtung auffordern músse. Er erwähnte demnächst des seltsamen Widerspruhs, in welhewm das Unterhaus-in der Frag: lichen Angelegenheit mit dem Oberhause stehe, indem man im ersteren immer vou den, Setten der Katholiken zu leisteiden Sicherheiten sprehe, das Oberhaus dage- gegen der Meinung wäre, daß Sicherheiten keinen Werch hätten oder nicht verlangt werden dürften: Er verbrei tele sich: demnächst weiter über das Kapitel der Sicher, heiten, welhe nah dem- Vorschlage im Jahte 1813 in der Mitwirkung der Kione bei der Erneunung der Bi s<öôfe und einer Beaufsichtigung der Privat - Correspon- denz der Karholiken mit dem Pabste bestehen follcen und da der Master of the Rolls in ersterer Hinsicht b'merfc hatte, daß in andern europäischen Ländern die NRegierungen eine desfallsige Autorität ausübten, welche die irländi’chen Katholiken nicht hätten zugeben wollen ; so machte Hr. Canning dagegen bemerklich, daß în jes nen Ländern die fraglihen Verhältnisse dadurch festge: stellt wären, daß die Negierung sich mit dem Pabst in Correspondenz geseßt habe, was in England die bestes henden Gesetße nicht gestatteten. Bald nach seinem Ein- tritt in seinen jeßigen Posten sei ein Schreiden des Pabstes an den Kömg, worin jener scine Gelangung zum pábstlichen Scuhl gemeldet, nebst einem au ihn (Hra. Canning) selbi geri{hteten Höflichfeits. Schreiben des päbdstlihen Staats-Secretairs eingelaufen. Er hade sich bei den Kron- Anwalten erkundigt, in wie fern eine Beantwortung dieser Schreiben statt finden Eônne, und dar- auf die Antwort erhalten (welche er zu großem Geläch: ter: des Hauses ausführlich mittheilte) daß er dadurch ein Praemunire auf sih lade, und ein Nachichlageu in Burns Justiz - Handbuch hade ihn weiter belehrt, daß

lifen aufgestellten annte” She Mit Hinsicht auf

Wéiteres_ todtgeschlagen werden könne. Er hab, demnach wohl gehüter, Sr. Päbstlichen Heiligkeit einer Zeile zu antworten und eben so wenig Sr, | dem Könige„zu ejuer Antwort gerathea., „Und oj (fuhr er fort) es ‘mir bis je6t nicht möglich gey Sr. Heiligkeit. eine Erläuterung meines anschein Mangels an gehöriger Achtung und Höflichkeit ben, so darf ih do< wohl hoffen, daß mein B, grund nunmehr in einem gese6mäßigeren Wege ohne Furcht vor einem Pcaemunire (Gelächte ‘feinen Ohren gelangen werde, und in diejer Absig greife ih die Gelegenheit , jene ehrwürdige Perso versichern, daß die Unterlassung in jenem Falle dur< einen absihtli<en Mangel an Hochachtung anlaßt’ war.’ Hr. Canning beme: fté demnächst daß nach der jeßt bestehenden Verfassung ein Ka unsere Land: und Seemacht befehligen könne; als man dies bewilligt, sei seltsam genug, nicht von deshalb erfo <enSicherheiten die Rede gewesen wohingegen man dürchaus* nôthig erachte, der Sicherheit des Lande “gen, die Briefe zu controliren, in denen ein Kd einen Fastew-Dispens öder dergl. ven Pabste nad Weiterhin ertlärte Hr. Canning: man föônne dat malige System gegen die Katholiken wohl no<h Jahr zu Jahr eine Weile aufrecht erhaltén, lange tôónne es gewiß nicht dauern. Der Antrag des werthen Barouets (Sir Fr. Burdet) gehe úbrigens l lih dohin, daß das Haus erfláren solle, der Rus

"Jrlands und der rômisch. Katholischen erheische die (

gung des Hauses, und daß es somit die Bescilüss ner Vorgänger (im frühern Parlamént) annehme,

hiefür stimme erz sollte der Antrag, wie dessen Gi

wollten, vetneint werden, und das Haus somit ent den, daß der Zustand Jrlatds feine Erwägung verd dann“ sei das Unterhaus in dec That verändert u schaudere vor der Betrachtung der Folgen, welch einer solhen Veränderung entstehen könnten.

Als Graf Bathurst a1a 6. d. im Oberhause Petition ; daß. den Röômisch - Katholischen nichts n eingeräumt werden môge, von Seite der ganzen versicäát Oxford, einbrachte, wollte Graf Lauderdale, folhe- wegeu eines Mangels in der Form ‘nit nommen- würde, indem das Bitten in derselben è beseech und implore anstatt des allein herfÖ mumlif Pray ausgedrücke sei, Vergeblich stellten mehrere l vor, daß der Sinn derselbe sei, er gab nicht ebet id ats bis der Lordfkanzler versichert hatte, er lasse in) As für soviel als dringend biccen (earnestly praji gelten. : London, 10. März (über Paris.) Lord Livery

Befinden ist heute eben so gut, wie es gestern war.

Nacht ist gut gewesen: Das Befinden des H! Huskissons ist ebenfalls besser. - : Heute hat man, sagt der Globe und Traveller der City mit, vieler Bestimmtheit davon gesprochen, Canning werde sih zurückziehn. -

Die Times sagen: Wir kennen Niemand, de Stande wäre, die Fäden der von Hrn. Canning ti leiteten Unterhandlungen auszuspiunen ; deren eint wichtigsten die Unterhandlungen mit Amerika ist. cin Feind der Emancipation, Lord Colchester BP das Ministerium treten, so würde der Einfluß des| Canning sehr abnehmen und sein Ansehn gewaltig promittirc sein, Sollte er beim Ministerio bleiben; müßte es ihm jedenfalls sehr peinlih sein, sich En und weniger fähigern Menschen vorgezoge" ehen.

von- Norfolk gehabt, um darüber zu berathen, wat

ein mit dem Praemunire beladener von Jedermann ohne

|

-

zisterium gebildet ist.

/ : | der fallen sollte, auf 50 Shill., un ise dis Abgabe auf 20 Shill. festzuseßen. Der An-

Die angesehensten Katholiken, die hier anwe! sind, haben eine Versammlung im Hause des Her)!

Folge der Verwerfung des Antrags von Sir Fran! Burdetc zu thun ist ;-man hat sich dahin vereinigt,

/

269

definitiven Beschluß zu fassen, ehe nicht das ne.

n dem Uüterhause machte Hr. Whitmore den An-

I n Preis, von wo aus der Zoll Zes Getreides Den NES/ 4 bei solchem

rourde jedo<h mit 335 Stimmen gegen 50 ver-

en, l ss 821, S l ttaita, 2. März. (Schluß des gestern abgebro:

n Art.) In der 3. Proposition schlagen Se. Maij. vor, die $$. 82„und 92 des Grundgeseßes folgenderma- verándert werden sollen : $. 82. Die Saukcion des gs ist nicht erforderlih zu den Beschlüssen des Stor- j6, wodurch er sih a) der Constitution gemäß, als ching, für organisirt erflärt ; b) seine innere Poli estimmt ; c) die Völlmachten der anwesenden Mit er annimmt odex verwirft; . d) die Erkenntnisse Wauhlstreitigfkeiten bestätigt oder verwirft ; (hier sind n dem Articl dek Constitution aufgeführten Worce : slánder naturalisire// ausgelassen), e) und endlich m’ Beschlusse, wodur<h der Odelsthing Staatsrä- der audre vor Gericht belangen läßt. Ju ‘dem $. itt, e, der Constitution heißt es hinsichtlich der Vér- igen von Staatsämtern, daß die von dem Stor; nacuralisirten Judividuen solche Aemter bekleiden en, Der Vorschlag verändert diese Worte aber da- ‘die von dem Storthing mit Königlicher Sanc- (raturalisirt worden,“ : Ÿ tus der K. Proposition hinsiheli< der Bestimmung ährlihen E:nuahme und Ausgabe des R iches für rei Jahre vom 1. Juli 1827 bis 1. Juli 1830 er- man Folgendes : ‘Die jährliche Einnahme in Silber auf 639.975 Sþecthlr. ange|<lagen, wozu die Zoll aden allein 600,000 Specthlr. liefern; die Aus6ga- n Silber belaufen sh auf 345,981 Specthlr. 15 ll, worunter für den Hof|taat Sr. Maj. des Kd, 64,000- Specthlr. und júr die Apanage Sr. K. H. Kronprinzen 32,000 Specthle. Die Einnahme in ln wird auf 1 829,339 Specthlr. 62 Schill. und usgaben auf 1,809 173 Specthlir. 1157 Schill. an, lagen. : : Madrid, 1. März. Ein neuerdings bekaput ge- nes Defret der Regierung beweist den Eifer, wo- man die Organisation der föôniglichen Freiwilligen ibt. Es heißt darin, daß, in Folge der Beschwer- welche der General-Jnspektor dieser Miliz darüber hrt hac, daß das- D.frer vom 24. August v. J-, ffend die Erhebung und Verwendung gewisser, zur pirung und Bewaffnung der Freiwilligen ‘bestunm- Abgaben, niht- ordentlich befolgt würde, die Înten- n der Provinzen, bei Gefahr ihrer Abseßung, zur hrung, jener Abgaben zu sh:eiten , und binuen atsfrist dem Finanzméinisterio ein ausführlicjes Ecat ber einzureiden 4aben. Die Municipal: und an; Behörden, welche sich der Ausführung dieses De: widerseßen möchten, werden deshalb streng bestraft en. Auch ist der Geueral- Juspektor befugt, vom ande diejenigen Waffen abgabefrei einzuführen, de, r für die Freiwilligen bedürftig sein möchte, und e er sich in den inländischen Fabriken niht würde )affen föônnèen. Das Capitel von Toledo hat bei Gelegenheit des ifestes vom 11. Januar, eine Adresse an den Ks zerihtet, welche in den heftigsten Ausdrücken abge ist. „Wenn, heißt es am Schlusse derselben, Ew. » ih entschließen, den Kriegsruf ertônen zu [assen, ird das Capitel- die Bande der Liebe, welche es an Thron kaüpfen, no< enger schließen, weil die Re- n, die es bekennt, mit dem Bestehn des Thrones Maj. in ihrem Wesen auf das engste verbunden und wenn die Verpflichtungen, welche ihm diese

,

Religion auferlegt, ihm auch nicht gestatten, bei dem

Donner der Kanonen lTbeizueilen, so wird es wenige stens seine Bitten und sei@Hpfer an den Gott: des Sieges vervtelfältizen, damit er Ewe-Mäj. den Triumph über. Jhre-Feinde und den Ruhm gewähre, sie wie.Rauch vershwinden zu sehen ; er wird Alles, was es besißt, und worüber es Macht hat, zu: Verfügung Ew. Maj. und zuni Besten Jhrer Sache und der Sache der Kirche

stellen.“ s Der General Saarsfield besteht darauf, - daß

[man ihm seinen Abschied geben solle. Die Gründe, die

er dabei haven soll, giebt man auf zweierlei Art anz er joll ‘wegen des Krieges mit Portugal eine andere Mei- aung haben, als der Kriegswinister, und dann „scheint

“es, habe er die allershle<teste Meinung von seiner

Armee. Die Kriegsrüstangen werden no<h immer mit sder

g dßten Thätigkeit betrieben ; zu dieser fehlt es nicht «n- Geld. L E “Der Minister, Hr. Calomarde, hat dem Rathe von Castilien einen Befehl des Königs gegen eine Schrift ettigeschi>t, in welcher viele persdiliche Angriffe auf S, May. selder enthalten sind, Sie -ist im Xuslande. ges. druckt, unter dem Titel : „Manifest an das spanische Volt, von einem- Vereine reiner Noyalisten , -úber den Zustand -der Nation und úber die Nothwendigkeit, den durchlauchtizsten Jafanten Don Carlos zum König ause zurujen.“/ Es ist vom 1, November ‘1825 dadirt. L Lissabon, 24, Febr. Das 10te Regiment englic scher Hujaren ist am 13. d,-in Coimbèa, und Pr uáchher der General Clintou mit seinem Generalstaade dort angefommen, Man bemerkt, daß die englischen Truppen langsame Bewegungen machen, und- man ers flárt- dieses dadurch, daß sie wahrscheinlih noch mehrere Truppen erwarten, Jn Coimbra hat man den Englän-

dern mis als Dank und Freuden bezeugt. - Die Desertion unter den Jusurgenten ist stark,

Mouates eine Tcuppenaushebung von 100 ‘Mann in jes ‘denx Kirchspiel Unter Todesstrafe für die Widersp-nstigen

ausgeichrieben,

Dotirung der Königlichen Familie angenommen. -Die Dotationen sind- folgende : für die Krone éin Contos de: Reis (ungefähr 1650 Rehlr.) täglich; für die Jufautin Regeutia 40 Contos jáhrlih und auf ihre Lebenszeit:z für die verwittwete Kaiserin 3 Contos monätlich, ate ihrem Witithum; für den Jnfanten Don Miguél

Conto€, außer jeiner Apanage, für jede der übrigen Ine fantinuen nur 20 Contos. Das Geseß wurde mit i Stimmen gegen 2 angenommen. Jun einer nachfol genden Sißuang wurden jedo<h der Dotation der ver- wittweten Kaiserin no<h“ 3 Contos mönatlih hinzuges fügt, weil die früher bestimmre Dotation geringer aus gefallen sei, als der verstorbene Monarch es in seinem

Testamente verfügt habe.

F l’ > n: d, | Breslau, 14. März. Am 4. gingen von Oppeln

daß die Cisdecfe Wachsen sei. < hinlängliche

| und Cosel die ersten Nachrichten ein, da der Oder gebrochen und der Strom im

Diese Beuachrichtigung gewährte hier no

: G f; Damm - Bauten noch nicht genugsam gesicherten Puu t die etforderlihen Noth - Vorkehrungen zu me Am nemlichen Tage war die Hdhe des Wassers am sich sigen Ober-- Pegel 14 Fuß 10 Zoll. Sie etgene E am 5. allmáhligz erst am 6. begann hier der M shnellerer Progression zu wachsen. Eine Mere Le ging jenseits der Stadt durch die alte Oder ab,

Man sagt, die Jusurgentenanführer haben in Tras- 0s:

Die Kamme? der Deputirten hat ein Geseß wegen

Zeit, um auf allen dur<h die bisherigen Ufer- und

E TIE Uj E E Er T E I E E E R T E P Et r E E E hn R T i E E T S: H E Lt UUT T C S U E E E R I E C T

S N N P E