1827 / 72 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

den, daß eine förmlihe Verpflihcung bestehe, den Aus- s{<uß zu einer gewissen Zeic zu beendigen, nachdem vor- her. (our< Hrm, Brougham) aufgestellt gewesen, daß Jhre Herrl, eine Untersuchung uicht eher veranstalten würden, als bis dorten die Bill passirt sein würde. Er aber sei es si<- vollkommen bewußt, daß gar keine Ver. pflihtung in dieser Hinsicht übernommen worden und jeder edle Lord im Hause begreifen werde, daß es auch nicht habe geschehen fönnen, daher er darüber erstaunen müsse, daß irgend einer derselben hies aufstehen und den- Unsinn wiederholen fönnen, der anderswo durch Personen , die ni<hts davon wissen fönnteu, ausgebracht worden. Graf v. Malmesbury erklärte, er habe- die Ehre, zu dem Untersuchungs- Ausschuß von seinem edlen Freunde hinzugezogeu zu“ sein und habe veruommen, ‘daß derselbe in Hinsiche des zu untersuchenden Gegen]tandes beschränkt sei, allein unter keinec Verpflichtung. sehe, feine Arbeiten zu irgênd einer bestimmten Zeit geendigt zu haben. Lord King äußecte darauf: Das habe er eben wissen wollen, obwohl es faum noch eines Geständ- nisses bedurft hätte. Er habe übrigens das, was er übèr das Bestehen einer solchen Verpflichtung gesagt habe aus sehr guter Quelle, die erx je6c uur nicht nen;- nen wolle. i

Die neusten Veränderungen der von Hrn, Canning in Vorschlag gebrachten Destimmungen über die „Zu- lassutig fremden Getreides habn großen Widerspruch gefunden, Last fúr die gewerbfleißige Bevölkerung Großbrittan, niens, als cine schreiende Abiveichung von der ursprün gs lihen Bill/‘/ an. Gerste ist bekanntli ein Haupt: Jus gredienz des Brods, das die Armen (n Nord - Eaugland essen. Es wird, mit Weizen gemischt, verfauft und selóst gebaut, so daß die Erhdhung des Zolls recht ci- gentlih eine Erhöhung der Armen: Brodtaxe ist. Allein sie hat nicht bloß auf das Brod, sondern auey auf das Getränk des Armen Einfluß. Weun auch die Brauer nicht gleih den Preis des Biers erhöhen, so werden sie es doch s{<wächer machen und tis zu einer Zeit, wo bei der Wohlfeilheit des Braunteweins die V-rsúzrung, sih zu diesem zu wenden, so groß 1, Jn Schoteland wird Hafer zum Brod gebraucht. Der Arme wird also dieses sein ohnehin grob¿s Brod faum ers<hwvingen fön- nen, Besser würde es gewesen sein, wenn das Brod der Reichen theurer geworden wäre !“

Nachrichten aus Mexico zufolge, hat daselbs am 10. Dez. ein blutiger Streit zwischen einem Miliz-ZRe: gimente und der Stadt,-Garde oder Gendarmerie Statt gehabt. Der im Senate von Mexico von einem Prie ster Namens Cevallas gemachte Antrag, die Freimaurer- Logen aufzuheben, deren Beamten zu bestrafen und alle Mitglieder auf 4 Jahre ihrer politischen Rechte zu ent; seßen, fand nur zwei beitretende Stimmen. Der Con- greß von Mexico hat beschlossen, seine S'!zungen nah Tezesco zu verlegen. Die reguläâre Mexicaniiche Land. macht besteht aus 1178 Mann Attillerie, 10 769 Mann Junfanterie und 10/684 Mann Kavallerie, zusammen 22,638 Mann ; die active Miliz aus 65 157 Mann, von welher 15,433 im Dienste sind.

London, 15. März. Gestern Nachmittag na 2 Uhr: trafen Se. Maj. der Köôntg, vou Windsor fom- mend, im Pallast von Sc. James ein, Se. Maj. sa- hen etwas blaß und unwohl aus, Bald nach Jdrer An; funfe hielten Se. Maj. Cour, wobei, da es die erste Cour nach des Herzogs von Yotk Tode war, auf aus. drücklich hôchsteu Befehl, alle Personen in tiefer Trauer ershienen, Nächstdem hilten Se. Maj. Geheimen Rath und ertzeilten sodann dem Staats. Secretair Peel, dem Grafen Harrowby, dem Herzog von Wellington und dem Lord Beresford Audienz. Nach 6 Uhr verlicßen Se, Maj. untex dem Zuruf des vor dem Pallast ver-

j Cons. fielen von 82 auf 815

Einige sehen sle als eiue „höchst drückende

sammelten Volks, London wieder und kehrten Windsor zurück.

Herr Cannings Gesundheitszustand ist in

BessLüng. und standen Mj 2-Udr auf 812 7. f A Brüssel, 20, März. Der seit etlichen Tag aufhdrlih gefallene Regen hat mehrfältige Uebers mungen zu Folge gehabt. Die Ebeùe von - An) ist dur< das Austreten der Senne zu einer Wasserfläche- gemacht; und nach den gestern aus dern eingegangenen Nachrichten ist die Stadt Gy von einem weiten Meere umgeben. Briefen aus tray zufolge wäre det Verlust für den Landbau seh _ Hannover, 20. März. Der hohe Wassserst der Elbe hat auch den Bewohnern des H altigzoy Elbufers mannichfahen Schaden zugefügt. Di dieser Schaten in Verhältniß der drohenden ( nicht so beccächtlih gewesen, als man zu befürcht sache hatte. Die Elbdeiche haben überall Stand ten und nur hin Und wieder sind leichte Deich gungen eingetreten. Durch das Aufstauen mehrer ner Flüsse, - vorzüglih der Jeßel und Luhe, ist abi Ueders<hwemmung vieler Felomarfen veranlaßt, wahrscheinlich den Verlust der Wintersaat zur Fol ben wird; auch waren ein Theil der Stadr Hi und die Vorstadt von Dannenberg unter Wasscr ( Der. Postenlauf von hier ab und hierher ist, ün des mehrere Tage lang gefallenen Schnees, des A tens der Flússe und Bäche und der hiedur< vera Ueberstrômungeu, in verschiedenen Richtungen the! stört, theils unterbrochen. Insbesondere i na Weserseite zu, in Folge der Uebers<vemmungei Verbindung sehr erschwert. Vom Maín, 20, März, Zu Würzburg am 14. d. Vormittags in der 1lten Stunde, bi heftigem Sturm, ein ziemli< starker Erdstoß, Richtung von Süden nah Norden ging, ver)púürt __— Der Sturm am .17. d. hat éin Mainz Unglück angerichtet, Drei Mühlen wurden [osget und mit 13 auf denselben befindlih gewesenen Mw von den Wellen verschlungen ; andere Múhlen m den Strom hitiunter geführt. Bei diesem fürchte! Sturm wurde die Briefpost nichr ohne Gefahr úb Schiffbrücke befördert, auf welcher sonst Niemai gehen wagte, Die Eilwagen konnten jede< nicht dielclbe fahren, da die Wellen die Schiffe 6 bis 8 hoh hoben und niederwarfen, daß es ein Wunder wie die Bande zusammen hielten, Nach -den geste Franffurt eingelaufenen Nachrichten, hat jedod Scurm am Nachmittage des 17, sich, ohne weitern den anzurihten, gelegt, Vorgestern hat es in f furt Eis gefroren, und gestern hatte mau 3 Zoll | Schnee; auch sind die Gebirge wieder gauz wetß, Zu München werden, zum Besten der Gri von hohen Herrschaften, französilche Vorstellungen ben werdon ; zum Behufe dersclben, hat der dasige gistrat den Rathhaussaal hergegeben, woselbst das Theater errichtet wird. : Aus der Schweiz, 17. März. In Bern am 12. März die jährlihe Konferenz der am M! fordat theilnehmenden Kantone der westlichen S| eröffnet. Die Aufnahme Luzerns in das Konkord ein Gegenstand ihrer Berathungen. Zu Srein am- Rhein hatte man am 9. d. ein!

Der ín den Hofrhurm- zu

ein heftiges Gewitter. Während man mi!

bera fahrende Strahl zündet*e,

ser her. Ein Badisches Schiff, von. Scurm und gedrängt, stand in großer Gefahr, unterzugeheu.

tene Erscheinung, näulich bei no< halb gefrornem| schung beschäftigt war, erôtöônte Hülfsgeschrei vom A

eben diesem mit Schnee, Riesel und Hagel begleil

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úrdigen Gewitter, fuhr der Bliß vielfältig zur im Kanton Zürich traf er dena Kirchthurm von lang, im Köntvn Aargau den der Gemeinde Suhr. Türkei, Der Oesterreichische Beobachter e'zthält N ¿1 im 28. Februar hatte man zu Konstantinopel, über na, die Bestätigung der Vorthetle erhalten, welche b erasfier, Neschid Pascha, bei Athenüber die Grie; rrungen hatte *). Folgendes ist der ZJnhalt der nten Nachrichten aus Smyrna: 11Die Griechen in den ersten Tagen des Februars zwei Erpeditio- ine zur See, die andre zu Lande, zum Entsaß der olis ausgerüstet. Die See - Expeditionen, deren g der Philhellenen Oberst Gordon übernommen ging, mit 2000 Mann Truppen, am 5. Februar Sornenuntergang von Salamis abz landete in der- Nacht im Piräus, dêm Hafen von Athen, und : vershiedene Posten am Uter, die nur s{<wach idigt worden waren. Einige Tage früher war ein Corps Griechen, 2500 Mann stark, unter Vasso urbahi von Eleusis gegen Achen aufgebrochen, n dieser Seite eine Diversion zu Gunsten dés ehmens auszuführen; aber der Serasfkiec warf 1 9, Februar unverlehens auf dieses Cotps, und ihm eine vollständige Niederlage bei. Burbachi, )0 Maun, wurde gefangen, und, nebst ‘zwei fran- n und einem teutschen Philhellenen, enthauptet, diesem Siege“ wandte si< der Serabkier- gegen 1 Piräus gelandete Corps, vertrieb es, mit be- ihem Verluste, aus mehreren Posten und Ver- ngen, welche die Griechen beseßt hatten, und bei g der neuesten Nachrichten aus Salamis, am 15. r, erwartete man die Uebergabe der legten Ver- ngen am Ufer, welche die Griechen noch behaup- Bei dem im Piräus gelandeten Corps befand < der Oberst von Heidegger mit feinen bairischen

ten. ‘4 : Jn dem Blatte vom 19. März enthält der Oe-

hishe Beobachter Nacl stehendes aus Constantino- m 26. Februar : i L Ged russishe Gesandte Hr. von Ribeaus welcher am 11. Abends in Bujukdere eingetrossen at am 14, d. M,, und an den folgenden Tagen plomatishen Corps seine Besuche, ohne Ceremo- abgestattet, und die Gegenbesuche der fremden nen empfangen. Gleichfalls am 14, ließ er durch esandtschafts Secretair Freiherrn von Rückmann, leitung des ersten Do!metsches, Hrn. Franchini, Alufunft in dieser Hauptstadt dem Ministerium orte auf die gewöhnliche Weise notificiren, und sogleich, anstatt der sonst üblichen Ehren - Wache anitsharen Orta, vier Chavaßen des Großwesirs. erhielt Hr. von Ribeaupiere den feierlichen Be- s von dem túcfishen Ministerium zu seiner Be- mnung abgeschi>ten Pforten: Dolmetsches und

Minister seines Ranges hergebrachten Geschenke men, Conficuren und Früchten. Sonntags den Jab sich derselbe, in Begleitung seines Gesandte» Personals, nach der griehis{hen Kirche in Pera, ihm dir griechischen Bewohner dteses Quartters, er Auzahl folgten. Am 20. hatte Hr. v. Ribeaus- tine freundschaftlihe Zusammenkunst mit dem fendi in der Wohuung des leßtern, wo er nur nem Dolmitsch begleitet, erschien. :

18. d. M. wurde der Broßherr durch die Ge nes Prinzen, des zweiten gegenwärtig am Leben hen erfreut, wel<hem der Name seines Großva- bdulhamid, beigelegt wurde. Dieses Ereigniß den Bewohnern der Hauptstade dur<h Herolde eimalizge Kanonen Salven, sleben Tage hinterein..

rgl. Nx, 66. dieser Zeitung.

ander, vetfkändiget, reihlihe Gaben. an- die Armen gee spendet, und an den folgenden Tagen die Minister und Großen des Reichs zur Darbriugung ihxer Glückwünsche empfangen, aber auch diesmal die joust bei Geburtsfäl- len in der faiserlihen Familie gewöhnlichen Geschenke nachgéèlassen, E e Se welche einige Zeit hindurch wegen der eingetretenen üblen Witterung, eingestelle worden waren, haben seitdem wieder begonnen, wobei auch schon einige kleine Abtheilungen der neuen regu- láren Kavallerie erschienen sind. j

Seit der bei der Admiralität vorgegangenen Ver- äuderung (der Ernennung eines andern Kapudan Pascha) werden. die Arbeiten im Arfenale mit verdoppelter Thâär tigkeit betrieben,“ und der Großwesir begiebt sich häufig dahin, um dig Arbeiter zu ermuntern, und ‘mit „dem neuen Kapudan- Pascha, Jzzet- Mehmed, über die zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe sowohl, als: zur Aus- rústung- der Flotte dienlihen Maaßregeln zu berathsc<hla- gen, Dte Vermuthung, deß der neue Kapudan. Pascha im diesjährigen Feldzuge die Hauptstadt nicht verlassen, sondern das Commando dèr Flotte dem Kapudan- Beg, Tahir: Pascha , welcher zu engem Einverständniß mit Jbrahim. Pascha ünd dessen Vater, dem Vice: König von“ Aegyoten angewiesen ist, überlassen werde, bestätigt si immer mehr. Auch {eint die neuerliche Absendung Ahmed: Bei's, Sohnes des Redschib-Efendi, Agenten des gedachten Vice-Königs bei der Pforte, nach Aegypten auf die wegen Micwickung desselben zu dem bevorstehen- den Feldzuge zu treffenden Vorkehrungen Bezug zu has ben. Eben dahin ij{ auch der Oder Mauth- Direktor vou Smyrna, Suleiman- Aga, welcher hierher berufen worden war, beceits vor einiger Zeir abgegangen.

Ueber Corfu sind uns so eben (sagt der Oester- reichische Beobachter) vier neue Blätter der allgemeinen Zeitung von Griechenland, Nr. 21. bis 24. (Nr. 20, jehlt) vom 31. Januar bis 10. Februar, neuen Sty!s, zugekommen. Das Wichtigste in diesen Blättern sind die Angaben über die beiden, zur See und zu Lande, zum Entsaß der Akropolis ausgerüsteten Expeditionen, welche, den neuesten aus Konstantinopel eingegangenen Berichten zufolge, gänzlich mißglüc>c zu sein scheinen. Ueber daß Mißlingen der Land-Expedition, unter Va so, Panajoti Notara, und Burbachi, giebt selbst die neueste Nammer der Srieeh Ben ARUBELIEN Zeitung vom 10. jebruar schon vorläufige Kunde. - G N in diesen griechischen Blättern, über die im westlichen Livadien Statt gesunden Kriegs-Ereignisss enthaltenen Nachrichten ergiebt sih, daß Karaisfaki, der in der Mitte Jänners seine „Streifzüge bis in die Nähe von Lepanto fortgeseßt hatte, auf die Nachricht, daß die Türken, nämlich Omer , Pascha von Negroponte und noh andere türfishe und albanische Chefs wit be- deutenden Streitfcäften vou Turfkochori über Daulia herabrücften, um die bei den Gefechten im December verlornen Positionen wieder zu beseßen, eiligst nach dies ser Gegend zurückgekehrt und am 1. Febr, in Doms eingetroffen war, bei welchem Orte seit mehreren LV gen hartnäcig gefämpft wurde, wie aus nachstehendem Artikel, in Nr. 23. der griechischen allgemeinén Zeitung

7. Febr. hervorgeht: y n “fm 30, ets e 7 Uhr des Tages (zwischen und 2 Uhr Nachmittags) erschienen die. Feinde plôblich bei Distomo, außerhalb des Dorses, in den Weingärten angeführt von Omer:Pascha von Karysto, Und Sen andern Gegischen Pascha ( Osman - Pascha) und Ly Bruder des bei Rachova gefallenen Mustabei, Kartofil- dei *). Vor der Mengé der Feinde, an 2500 Mann,

*) Der sich, na< Karaiskaki?s Bericht aus Nachova vom 8.

ich falls y L n haite. ecember gkeichfalls unter den Todten befunden jd E (Anmerk. des Oesterretch. Beobachters.)