1827 / 93 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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möglich bleibt, und daher auch nie mit gedeihlichem Er.

nachtherligen Täuschungen führen würde.

Der Gang des Handels hängt übrigens im Kreise größtentheils mit dem Schi>kjal der Fabrikation zu: sammen ; indem wenige Häuser den einen oÿne die andere in irgend einer größern Ausdehnung treiben, wechalb dann auch hier für den Kaufmann selbst, o wie für die Verwaltung, gar vieljeitige Rücksichten ein treten, die nur durch rein -detliche aber hohwichtige Ver- hálcnisse si motiviren und beurtheilen lassen, und mit- unter die sorgsamste Beachtang der scheinbar unbedeu- c.ndsten Umstände erhei\chen.

Nach diesen furzea Andeutungen unserer verschiede- nen E werbszweige, ihrer Stufenfolge und ihres bedeut- samen Jueinandergreifens, würde eine Darstellung des baaren Ectrags an ihrem Orte sein, welchen etne viel seitige Jndustrie in Umlauf seßt.

Man kann indessen für dieses shwierige Datum nur gewagte Berechnungen aufstellen, deren einzelne

Mittheilung vielleicht bei einer andern Gelegenhett e" N, folgen soll. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit läßt sich jedo< das im Kreise umlaufende Kapital auf etwa 3 Millionen Thaler annehmen, wovon vielleiczt mehr als 2 allein dur< die Fabrifen, Manufakturen und sonstige Gewerbe, in Circulation erhaltea werden, wie sich durch annáheride Berehnungen s<hon ‘aus der Zahl ergeben wird, mit welcher solche nah der votherigeu Andeutung sih vorfinden. Jene Summe giebt indessen auf jede Haushaltung nur wenig über 300 Thlr., und auf jedzn Kopf der Bevölkerung kaum 63 Thir. ; ein Resultat, das für denjenigen weniger ausfzlend unwahr |<heinli< bleiden wird, dem der innere Zustand unserer metsten bárgerlichen und lándlihen Hauehaltungen aus eigenet Aaschauung und Prüfung befannt geworden ist, unter denen Viele stud, wo eine- kleine Hâcte mit wenigem x Grundbesiß und die physische -:perckraft der Jud ivi duen oft die alleinige Subsistenz - Mittel einer Familie ausmachen, die derx baoren Bedürjuisse nur weutge fennt, und durch Genügsamfeit, Gewohnheit oder Noty wendigkeit „- auszureihen gelernt hat, wo man unker gleihen Verhältn:ssen anderwärts darben würde, wäh rend von der zunächst [tehenden höhecn Klasse der Ge- sellshaft ihr durch ledyastes tägliches Verkehr, das De. dürfniß des Tages zugeführt wird, dessen sle genießt, ohne ängsilihe Sorge tär den Folgenden nöôrhtig zu ha ben, wo sich die nämlichen oder ähuiichen Quellen ueuer dings ôffnen, : So erjelzt stufenweise und verhältußmáä ßig durch alle Klassen der Gewerbe und des bürgerlichen Lebens ein ungemein rascher Umtrieb und Verkehr die beziehungsweise nur geringe Geldmassez indem Lebte durch mannichfaltigen unermúdeten Fleiß mit unglaud licher Schnelligkeit von Hand zu Hand getrieben, tn stätem sih unausgeseßt erneuerndem Umlaufe, überall wechselseitige und sichere Hülfe bringet,

Auf diesem Wege und unter folhen Freiheit, Friede und Betriedsamkeit begünstigenden Umstán- den, ist das Land groß geworden und-in dem sch ônen Kranze vaterländisher Provinzen etne der shônsten Blúthen. Durch solche Mittel, nichr von Zeit und Zu: fall allein herbeigeführt, söadern durch eigene Umhcht bej<affr und benußt, dur< weise und milde Ge|elz zes bung, häufig nur in negativer Weise bejdrdert, ist es gelungen, e4uen Zustand zu erreichen, der mancher dro henden Zerstörung zu widerstehen und immer wieder in sich selbt Srüße gegen theilweise Erschütterungen zu finden wußte /

Wir dúrfen unter solchen wohlbegründeten Verhält- nissen mit Rahm und Dank der Voizeic gedenken , der Gegenwart uns in Thätigkeit freuen, und “ohne Besorg-

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y | niß der Zukunft entgegen sehen. Wir dütfen zufrit folg vorausgeseßt werden darf, was vielmehr nur zu| und genugsam die Worte des Dichters auf unsere math anwenden, wenn er singt:

_

Allge

reußishe St

Wohl von größern Leben mag es rauschen, Wo vier Welten ihre Schäße tauschen, An der Themse, auf dem Markt der Welt, Tausend Schiffe landen an und gehen, 1st jedes Köstliche zu sehen,

E E E 2 X 2 E L E FEWN

meine 66

aats - Zeitungs.

Und es herrscht der Erde-Gott, das Geld. “Aber nicht in trüber Fluth der Bäche,

93.

Die von wilden Regengüssen s{<hwillt, Auf des stillen Stromes stär?ger Fläche, : e N Spiegelt sich das Sonnenbild! i - uf

Königlihe Schauspiele

Freitag, 20. April. Jm - Opernhause:

Juan,‘ Oper in 2 Abtheilungen, mit Tanz. Y voi Mozart,

Sonnabend, 21. April. Jm Schauspielhause: vigo,‘/ Trauerspiel in 5 Abcheil., von Göthe, einstudirt.) -(Hr. Julius, vom Hoftheater zu Dr den Beaumarchais, als Gastrolle.) Hierauf : „Di stamentsklaujel,// Lustspiel in 1 Aufzug, nach dems zösischen : Le Legs, von Costenoble.

Sountag, 22. April. _Jm- Opernhause: M Quadrat,‘ Lustspiel un 1 Aujzug, nach dem Fray C, Blum. Hierauf : ¿„Drittes und leßtes Vochi JInstrumental - Concert,‘ worin Mad, Catalani u Gesangstúcke vortragen wird. Juhalt. Erster F 1) Ouvertüre. 2) Arie, „la di marte,“ von lachi, gesungen von Mad. Catalani, 3) Adagi Polonaise fúr Violorcel, vou Romberg, vorge vou dem Königl. Kammermusikus Hrn, Julius Gt 4) Arie, „Ombra adorata aspetta,“ voa Bing gesungen von Madame Catalan- 5) Heiliges Lid Mathisson, cowponirt vou J. Þ. Schmidt, ausgt| von den Königl. Sängerinnen Demoiselles Carl, 4 mann und Ferber, den Königl. Sänzeru Heiren 4 und Busolr, und dem Theoter-Chor-Perjouale, b) Begehren : Arie mit odluzater Violine, „De mal ( bo,“ von Cianchettint, gesungen von Mao, Cata begleiter von M. D. Möler« Zweiter Tyeil: 7) Ö cúre. 8) Arie von Rojsini, gesungey „von Mad, | lani. 9) Concertino¡úr Oboi, vorgetragin und com von cem Königl. Kammermusikus Hru. Heiatr ich Gi 10) Arie aus Figaros Hochzeit, z„non Piu andra1,“ Iiozart, gesungen von Mad. Cactalaui. 11) Au] langen: ,, Rule brittania,“ gesuugen von Mi Catalani.

Billets zu dieser Vorstellung - sind im Billet: faufs Búreau zu haben.

Preile der Pläve: Ein Plaß in einer Log Kdaigl. Riunges 2 Rchlr. 20 Sgr. Ein P!aß Parquet Loge 2 Rehlr. Ein Plaß ‘in einer Loy zweiten Ranges 1 Rthlr, 10 Sgr. Ein Plak in Loge des dritten Ranges 1 Rthlr, Ein Plas im quet 2 Rihlr, Ein Plakz im Parterre 1 Rehlr. 10 Im Bezirk der Königl, Regierung

Etn Plaß auf dem Amphitheater 20 Sgr. : ; x Die On Entreen und Abounements si) E des T usnahimne nicht gúitig. Gemei E ; i

So ear 7 2 emeinde zu Lünen, einstimmig zu deren dritten be wt 140: AIEEE N weRN sich aber bis f iger und zum Lehrer an der dortigen höhern Bür- Ie 00 AE April, Bana ‘Uhr, im Billetvy ulè erwählt und von der Königl. Regierung be: Büreau -üoder die: etwantge Beidehaltung der adet. die erledigte Pfarrstelle bei der reformirten Ge- Pláßze gefállig erflèten, bevor Úber deren weiter" e in Schwerte is dem Candidaten J. C. Niep G y S + y , . ae Pf atel: Et B E vos n aus Elberfeld von dem Patron verliehen und Gy H A PAMEE «P : Verleihung ebenfalls landesherrlich bestätigt worden ; ronn, großes Ritter)chauspiel in 5 Adtheilunge"/ W34y Fran ffurt a, O. sind von der Königl. Re- einem Vor piel in 1 Auszug, genauut : „Das hei ng berufen niordelt : Der Diakonus Krüger zu Gericht,“ vou Heinrich v. Kleist ; sür die B10)u bel zum evongelishen Prediger in Möbiskruge, der

Amtlihe Nachrichten.

Kronik des Tages.

des Königs Majestät haben den bisherigén Ober- ungs: Kammer, Assessor J orf zum Regierungsrath Regierung zu Gumbinnen allergnädigst zu er- h, und die Bestallung in dieser Eigenschaft für ihn d<st| Seldst zu vollziehen geruhet. des Königs Majestät haben dem bisherigen Pro- dèr Rechte an der Universität zu Rosto, Pr. hfe, zum ordentlichen Professor in der juristischen tát der Unáversität in Breslau zu ernennen, Und r ihn ausgefertigte Bestallung Allerhöchstselbst zu hen geruht. Des Königs Majestät haben die bisherigen außer- tlihen Professoren bei der Universität in Greifs- Dr. Barkow, Dr. Horn sc<huc< und Dr. S <oe- n, zu ordentliheu Professoren, und zwar den erste: n der juristischen, die beiden leßtern in der philoso: jen Fakultät der gedachten Universität zu ernenne, die A nageo für selbige Allerhöchsiselbst zu voll- 1 geruht.

Der Königl. Hof legt Morgen den 21. d, M. die r auf drei Tage an, für J. D. die verwittwete V zu Anhalt-Zerbst , geborne Fürstin zu Anhalt, urg.

erlin, den 20. April 1827. : v. Buch, Oder Ceremonien-Meister.

Bt, Durchl. der regierende Herzog von Braun eig ist von Braunschweig hier angekommen,

Gedruckt bei Feister und Lisersdorf.

beitet von Holbein, idat Bin ner zum evangelischen Prediger in Spechts der Candidat Stauch zum evangelischen Predi-

Redacteur J}

@:

Berlin, Sonnabend,-den 21ten April 1827.

ger in Buckow bei Beeskow; ferner - ist der Candidat des Predigtamts, - Rektor Krüger zu Cottbus, als

evangelisher Prediger zu Hornow, der Candidat Hufs

nagel als evangelisher Pfarr- Adjunkt zu Klein-Rade, der Candidat Hofmann als evangelischer Prediger zu Königewalde, (in die Stelle des von dort nah Muskau als Superintendent und Oberprediger berufenen Predie gers Peßold) bestätigt-worden.

Zu Köln ist der Geistliche Joh. Mathias Abels zum Vikar zu Brühl, Landkreis Köln, und der vormas- lige Klostergeistliche Johann Heinrih Kuß, genaunt V o ß, an die Stelle des mit Tode abgegangenen Vika- rius Vit. Franz Botté zum Vikar bei der Minoritens- Kirche zu Köln ernannt worden. |

- Zu M inden ist der Pastor Müller zu Wettesins gen als Pfarrer der Filialkirhe zu Herlinghausen bes stätigt wotden.

Angekommen. Der Kaiserlih Oesterreichische Ka- binets - Kourier Nagy, von Wien,

Zeitungs-Nachrichten.

Ausland.

Paris, 14. April. Vorgestern fand die Feierlichs feit der Fußwaschung in den Tuilerien statt, Der Köô- nig hat den, die Apostel vorstellenden, Kindern die Füße beneßt und jedem dreizehn Silberstücke geschenkt. Die Kinder haben hierauf an einem Tische Plak genommen, auf welchen der Dauphin mit Hülfe der Großwürdens tcáger Brodt und Speisen geseße hat, Die ganze Kös niglihe Familie wohnte hierauf der Messe bei.

Das erste Dampfboot auf der Saone von der Ges sells haft Chur<h und Mathiecu, hat am 9. d, seine Pros befahrt gemacht; es fuhr von Lyon nach Chalons in 15; Stunden. Man hat anerkannt, daß es später feine 14 Stunden brauchen werde, Alle Uferbewohner staunten úber die rasche Fahrt. Der Versuch ist vollkommen ge- lungen, Künftig könnten die Einwohner von Chalons nach der Börse in Lyon kommen, ihre Geschäfte machen, ins Schauspiel gehen und den andern Tag wieder zu Hause sein.

So eben erscheint das Manuscript von 1812, das nun mit den Manuscripten von 1813 und 1814 erst cin Ganzes ausmacht. Hr. Fain giebt in einer zusammen-

hängenden, raschen und getreuen Erzählung die Reihe der großen Begebenheiten - welche Napoleon von dem Krewlin nach der Junsel Elba führten. Der Mann, der viese Erzählung giebt, war Napoleons Sekretair.

E E Z R R Et Ee e H E C Me E Ed e C E E, 4 H Ci: A O E t a E T E Go f q E T A Me p E E A S ed Si Gi Ste

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