1827 / 100 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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der bereits mit so allgemeinem Beifall ‘und so einwen, dungslos in Bezug auf das Heer angenommenen Ver: waltungsgrundsäße, auf die theuersten Jnreressen des Reichs erscheinen wird. Das Abtreten des Lords Mel- ville war ein Ereigniß, welhes von dem Publikum, wenn auch niht mit dem größten Bedauern, doch mit der größten Verwunderung aufgenommen wurde. Der Vater des Lords war der erste miuisterielle Verfechter der fatholishen Ansprüche, und man war stets der Meinung, daß er viel dazu beigetragen habe, Hrn. Pire zu derselben Ansicht zu bringen. Sein Sohn, der jeßige Lord, ist zu allen Zeiten “in die väterlichen «Fußftapfen getreten uúd hat sowohl im Unter- als im . Döderhause stets für die Katholiken gestimmt; man durfte daher, áus ‘politischen Gründen, keineswegs erwarten, daß er gemeine Sache mit protestantischen Kabinetsglie- dern. machen werde, welche (wie wir zwar gewiß glau, ben?.mit Unrecht, aber vielleicht nicht unnatürlicherweise) adgeneigt sein mochten, einen Unaterstüßer der katholi

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Das Ausscheiden Sr. Herrlichkeit |<h1ea den Resigna 4 tionen im Ganzen einen anderen Charafter zu geben, j als der Fall gewesen sein würde, wenn blos Protestan ten dabei gewesen wären, und es-scheint einen Verdacht zu begründen, daß einige persönliche Beweggründe bei dem plôblihen Abfall von nicht minder als 7 Glie- - dern des vormaligen Kabinets im Spiele gewesen. Wie dem aber auch sein mag, und bei aller Achtung gegen Lord Melville, so kônnen wir nur die Glückwünsche gegen das Land wiederholen, daß die sreiwillige Resignation Sr. Herrlichkeit der Ernennung des Herzogs von Cla- rence Bahn gemacht hat, eine Erneunung, die unter allen dieselbe begleiteaden Umständen, freudig begrüßt werden wird, von der Marine, a!s Einführung eines Systems, das si<h bereits für das Heer so wohlthätig erwiesen hat, und vou dem Publikum überhaupt als ein f Beweis sowohl des festen Entschlusses Sr. Maß, seine Admiaistration aufrecht zu halten, als des Verclangens, in der wohlthuendsten und verfassungsmäßigsten Weise die Königl. Familie dem Dienste des Souverains und der Nation zu vereinbaren. B Madrid, 10. April. Die hier anwesenden spani- schen Granden, welche als frühere Anhänger der Consti: tutioa Üch jeßt selten auf dem Schlosse sehn lassen, sind aufzefordert worden, S. M. bei den Prozeisionen der stillen Woche zu begleiten, Andere Granden, die aus derselden Ursache sich im A islande aufhalten, und be; reits mehceremale vergebens zur Rückkehr ah Spanien aufgefordert worden sind, erhalten gegenwärtig dieselbe Wetjung, wobei sie damit bedroht werden, daß ihnen die Einkünfte, welche sie aus etnigen Zweigen der Ver waltung genießen, entzogen werden sollen, Dieje schon früher geschehene Drohung is bereits gegen den Grafen Ouare, der bedeutende Einfküuste aus dem Ertrage der Posten bezieht, in Ausfúhrung gebracht, und die Be; zahlung der Rückstände seit 1820 bis dahin aufgeschoben worden, daß er na< Spanien zurücffehre, Der Oderbefehlshaber der Beobachtungsarmee hatte (wie die deutshe pariser Zeitung weldet) in aller Eile drei außerordentliche Couriere geschi>t, worauf die Mi- nister plôblih zu'ammenberufen wurden ; nachher fer tigte man eben so geshwind einen Courier an den Ge: neral Sarsfield ab, Dieser Vorfall iebt zu manchen Vermuthunea Anlaß, Der General soll eine Ver|ch.vd rung entdeckt haben, die mit der ín Catalonien verzweigt “sei, und hierauf sollen zwei bis drei Regimenter, die dabei mit im Soitle gewesen, sh nah Portugal ge flüchtet haben, Nach einer anderu Sage ist ein Theil der- Armee in zwei Partheien getheilt, nämlich die eine

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« schen Ansprüche an der Spike der Regierung zu sehen.

4 400

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Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

für König Ferdinand, und die andere für den Don Carlos.» Etwas vernünftigere Menschen der Mangel an Geld bei der Armee, der Eagländer an die Grenzen soll den General y, laßt haben, die Regierung davon zu benachriqti Mit der nächsten gewöhnlichen Post aus E stramat werden wir ohne Zweifel das Nähere erfahren.

25 n.40. 0: D. Königsberg, 21, Avril. Nach dem in der gen Zeitung heute enthaltenen Monatsbericht vom Y sind in diesem Zeitrau in Pillau 10 Schiffe «j laufen, 9 mit Ballast und 1 mit Stückgut; auszy

Infey glau oder das Vortj

: reußische Staats - Zeitung.

Allgemeine

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gen sind 8 mit Scü>kgüter uud 1 mit Getreide, Memel famen an 49“ Schiffe mit Ballast und ? Kohlen ; ausgelaufen daseld|i sind 8 Schiffe,

Berlin; Montag, den 30sten April 1827.

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4 mit Saat, 3 mit Holz und 1 mic Hafer, Waarenumsaß war während des abgewichenen

nats sehr gering und die gúnstizgen Aussichten zu eh lebhaften Verkehr mit Großbrittanien sind auch ges den, seitdem auf feine günstige Abänderung dec bill und auf eine Herabseßung Wr Holzeingangs,} den zu rechnen ist. Die Getreidepreise echalteu sid durch den inländischen Bedarf und durch die zur Y psl¿gung der Truppen- und zur Unterstußung du um Unterthanen verordneten Ankäufe. Am 24. Nachniy gerieth das von Hull mit Ballast beladene, auf Y beitimmte Englische Sch!ff, genaunt Brothers of Scuh geführt vom Kapitain Richardson, dei sehr diet lihter, mic vielem Schnee begleiteter Lufc, beim h kommen unweit dem Leuchtthurme, auf den Str Die Schisfsmaunschast hat sich dur< eigne Böte Land gebrachte , auch hoffc man, das Schiff selbs Lande abzubringen,

Königliche Schauspiele. Sonnabend, 28. April. Jm Schauspielhause: mann und Dorethea,‘/ idylli)hes Faiiliengemälde | Abtheilungen, vom" Der. C. Töpfer. Vorher: „Mag Quadrat,‘ Lustspiel in 1 Aufzug. Zu dieser Vorstellung werden Schauspielhaus - lets verkauft, welche mit Sonntag bezeichaet sind, Wegen eingetretener Hindernisse, kann die 0 ¡Die Hochzeit tes Gamacho,‘/ an diesem Tage nit

des Schullehrer Seminars zu [rathe bei der Regierung zu

hándig zu vollziehen geruhr.

Se. K. H. der Prinz Carl Weimar hier angekommen.

nar. Adgegangen.

lesien.

Amtliche Nachrichten.

Kronik. des Tages. Des Königs Majestät haben

und das desfallsige Patent für denselben Allerhöchst

Des Königs Majestät haben dem bei der Justiz- mer zu Schwedt angestellten Assessor Müller den racter als Justizrath zu ertheilen geruhet.

Angekommen. Der Großherzogl. Sachsen - Wei- [he General. Major, Freiherr v. Egloffstein, von

Se. Exc. der Ober-Erb- Kämmerer erzogthum Schlesien, Graf v. Maltzahn, nach

täglihen Verläumdungen. eine unverzeihlihe Schwäche, und. es sei durchaus nothwendig, diejem Unwesen ein Ziel zu sében. Hr. Agier sagte, der Vorschlag hätte, wie das Preßgeseß, zurückgenommen werden sollen, wo- von es nur ein Anfang war. Der Graf Rougé ver- theidigte nahdrücflih den Vorschlag; er bemerkte, die Angriffe auf die gegenwärtige Kammer fänden besonders mit Rücksicht auf die bevorstehenden neuen Wahlen statt; um so nôthiger sei es, daß die jezigen Mitglieder nicht täglich verläumdet, und die Aeußerung ihrer Ansichten verunstaltet,-um so nothwendiger also, daß Maaßregeln ergriffen würden, um dieses zu vérhüten. Vorgestern wurde, nachdem no< mehrere Redner gehört worden waren, die Verhandlung über das Ganze geschlossen. An demselben Tage wurde die Zulassung des Herrn Laf- fitte eutshieden, und fand eine Vereidigung statt.

Fünfprocentige Rente 100: Fr. 55 C. Dreiproc. 71 Fe: ‘à ;

London, 20. April. Die Ernennung Sr. K. H, des Herzogs von Clarence zum Groß - Admiral ist nunse mehr in der Hofzeitung erschienen, Se. K. H. wird dem Vernehmen nah im Admiralitätsgebäáude residiren. Einige Morgenblätter hatten gemeldet, daß Depes shen an Se. K. H. den Herzog von Cambridge nach Hannover abgegangen wären, worin demjelben der Pos-

den seitherigen Direk : Côslin, Runge, zum Bromberg zu ernej-

von Preußen sind

geben werdenz “die dazu bereits gekauften, mic © abend bezeihueten Schauspielhaus - Billets, sind mehro für Sontag gültig; auch werden die zu ! Oper noch zu verkaufenden Billets, ebenfalls mit @ abend bezeichnet sein, : Sonntag, 29. April, Jm Schauspielhause: Erstenmale: „Die Hochzeit des Gamacho,‘/ kou Oper in 2 Abcheilungen, mit Baller; dem Roma Cervantes: Don Quixote de la Mancha, nachge Ju Musik geseßt vou Felix Meudelsjohn - Bari! Für die Königliche Bühne umgearbeitet und in geseßt vom Regisseur Hru. Baron v, Lichtenstein. let von dem Königl. Balletmeister Herrn Telle, Za dieser Oper werden Schausptelhaus B illeti fauft, welche mit Sonnabend bez ihnzt sind. Im Opernhause: Auf Begehren: ,„„Kabal Liebe‘/ Trauerspiel in 5 Adtheilungen, von Schill Montag 80, April. Im Schauspielyauie: voa Barnhelm,‘/ oder: „Das Soldatenglück,// L in H Abtheilungen, von Lessing, (Herr Julius: B von Tellheim, als leßte Gastrolle). | Freitag, 4, Mai. Jm Opernhause: „Ol imp! große Oper in 3 Abtheil, mit Ballets, vou Spo! Der Billec - Verfauf zu dieser Oper, wird Mittwoch früh anfangen,

Par is, 23. April.

bewies, daß eine solche gar res behauptete, oder sih lächerli<h machen; , alle Tagsblätter und Zeitung

jialblätter ausdehnèn, sonst t der Straflosigfkeit genießen ; de sle unnúb oder,

Redacteur Joh} wäre die fernere M cedacte L

Zeitungs-Nachrichten. A usland.

Jn der- Sißbung der Deputir- mnmer vom 20, wurde über den Vorschlag des Hrn, 1 Boissiere, wegen Niederseßung einer Commission Beaufsichrigung de? dffentlihen Blätter, rücksich clic Berichte über die Kammersibungen, berathen. Meh- Mitglieder suchten die ganze Debatte dur< Beru ) auf eine angebliche Verleßung des Reglements zu ertreiben, der Präsident erwiederte aber nahdrüc>lic<

auf denn die Berathung begann, die niederzuseßende Commission. de nothwendig Quälereien- und Zänkereien veranlas-

( en streng durhzusehn, die etwan vorkommenden Unrichtigkeiten aufzustöbern ; e Jnquisition müsse sih übrigens auch auf die Pro- würden diese das Vor; unter allen Umständen | wie es frühere permanente Com- sllonen s<on gewesen, gefähti lich sein. amens vertheidigte den Vorschlag. Nachsicht der Kammer gegen die

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sten als Obervefehlöohaber des Heeres angeboten werde. Wir sind, sagt der vorgestrige Courier, in den Stand gejeßt, dem zu widerspreheu ; die Leitung der Armee wird in derselden Weise fortgeführt werden, wie es in früheren Fällen, wo kein Oberbefehlshaber ernannt war, geschehen if, i

Ja gewöhnlichen Zeiten (sagt der gestrige Courier) gehört ein Ministerial , Diner nur zu den gewöhulichen Gastereien des Tages; aber in einem Augenblicke, wie der jeßige, ivird es gewissermaßen eine Anzeige von dem, was ist und was wohl werden könnte, Deshalb melden wir in einer Art, wie es soust nicht geshehen würde, daß Hr, Cauning gestern die Chre hatte, Se. K. H. den Herzog von Clarence zum Mittagsmahl in Daw- ning, Street zu empfangen, wo sich die Mitglieder der Königl. Regierung zusammenfanden, Der Marquíis von Anglesea, der Graf v, Härrowby, Lord Bexley, der Master of the Rolls (Sir Copley), Hr, Robinson, Hr. Huskisson, Lord Granville, Hr. Wynn und Lord Pal, merston speisten bei Hrn. Canning; auch waren anwe- send; Lord Howard de Walden ; Lord Mount» Charles, Lord Clanriçarde, Sir“ G. Cockburn, Hr. Herriers, Hr. Plantá und Hr, Croker. :

Die Bewohner von Westminster gedenken Sr. Maj. eine Dank, Addresse wegen der Ernennung des Hrn, Canning zum Premtermiuister zu überreihen, in wel, cher die Entschlossenheit des Königs und sein beharrli- cher Widerstand gegen die unbefugten Anmaßungen der

nicht vorhanden sei, Hr, v. Lezar-

sie würde verpflichtet

Hr. von Ste. Seiner Ansicht

S E T ad Es V U A La il Aga Ih L LUSES: Mis Mas

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