1827 / 100 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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vorigen Minister - gepriesen werden, und Hr. Canning als der passeadste- Minister in der gegenwärtigen Lage der Dinge bezeichnet tsk. t

Lord Downes, General - Juspektor (Surveyor-Ge- neral), Sir Henry Hzirdinge, Secretair des Geniewe- sens (Clerk of thè ordnance), und Lord Fibroy So- Ge See des Oer Ram L haben ihre

Stellen niedergelegt, so wie der Münze Hr. / mas Wallace. I 1 z E A

Dem Vernehmen na<h wird Hr. Lushington seine Stelle als Secretair des Schaßamtes dieser Tage nie-

. derlegen. /

Jo Leeds haben die Wollenweber ín großer Anzahl dio Arbeit niedergelegt; so wie solches in.Liverpool von deùû Schiffszimmerleuten geschehen ist.

Dem Leizester Journal zufolge, wollen die Wollen- Manufacturisten eine Bittschrift gegen fernere Ausfuhr von Schaafen und Schaafwolle beim Parlamente eins keien, weil sehr viele langwollige Schaafe bloß um ih» res Vließes willen nah Fc-cankreih verschikc werden, woraus für den inländischen Handel ein bedeutender Nachtheil erwächst.

-- Vor einigen Wochen entlief ein Tiger aus einer Menagerie in Nottinghamshire, und ricete große Ver- heerungen unter den Schaafen an; die Pächter brachten daher eine bedeutende Summe Geldes zur Belohnung dessen zusammen, der ihu tödten würde, worauf sieben rústige Lanèleute gegen ihn ausrückten und ihn endlich erschossen.

Es is bekannt, daß im Jahre 1735 den, der Grad- messung balber na<h Peru gesandten Französishen Ge- lehrten Bouguer, Gudin und la Condamnine zwei Spa,

_ nische Offiziere von Seite ihrer Regierung mitgegeben worden, die sih neun Jahre in allen Theilen Südame-

. rifas aufgehalten; abcr ni<ht eben- so sehr, daß ein Theil ihrer Berichte, in den Madrider Archiven verbor- gen gehalten, bisher noch nicht das Licht gesehen hatte, Ein in Spanien erzogener Engländer, Hr. Barry, will sich denselben vershaffc haben und hat ihn hier unter dem Titel: Noticias secretas de America por D.

Jorge Juan y D, Ant. de Ulloa erscheinen lassen. Der- selbe liefert au<h merkwürdige Auf'chlüsse über dea da- maligen sittlichen und politijhen Zastand jener Länder, welcher die heutige Umwälzung vocbereitet. ;

London, 21. April. Gestern hatten Hr. Canning und der Marquis von Anglesea Audienz bei Sr. Maj. Ersterer empfing darauf Besuche von den meisten gegeu- wärtigen Ministern z so wie der Herzog von Rutcland, der Graf Bathurst, Marquis v. Londouderry uud viele andere Adliche Hrn. Peel besuchten, und- dieser, nebst Hrn. Goulburn eine Zusammenkunft mit dem Spre- cher des Unterhauses haiten.

Wir sind, sagt der heutige Courier, no<h ni<t im Stande, etwas Weiteres über die definitive Beseßung des Kabinets zu melden. Es ist Vieles im Vorschrei- ten, jedoch noch nichts hinlänglich vorgerückt, um es be- Ten machen. i | r. Canning ist für Seaford einstim i ins Parlament gewählt E E E

Hr. Robinson wird, dem Vernehmen nach, unter N Titel eines Lords Strathearn ins Oberhaus ein-

en.

Die Times enthalten einen sehr bitteren Artikel gegen den gewesenen Minister der Colonieen, Grafen Bathurst, besonders wegen der dem Statthalter des Vorgebirges der guten Hoffnung, Lord Sommerset, ge- statteten Mißbräuche, die eist neulih dur<h den Unter- statthalter der gedachten Colonie, Sir Rufane Donkin, in einem „Schreiben an Graf Bathurst‘/ aufgedect wurden, dem der König dafür danfte.

Zu der dur< Ernennung des Sir John Copley

zum Lordkanzler erledigten Stelle eines Parlaments.

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mitglieds für die Universitäe Camb N. C. Tindil melden. G ¿o

auf denjelben höchst fläglih, bei weitem nicht den voriges Jahr abgegangenen , Perserverance (Ka Capt. Hastings, gleih, und muß es fich haupiji auf Segel und Steuer verlassen.

Nach dem heutigek Morntng- Herald ist die hin gemeldete) Verzichtleistuag Bolivars auf die h dentenstelle von Columbien eine bloße Erfiadan süchtiger Spefulantet.. (Dies würde den in Ha direft eingelaufenen Briefen aus Laguayra vom (, entspre<hèn, denen zufolge, wie der Hamburgische tespondent meldet, Bolivar sich in Bogota befan) dort alles ruhig war.) F

Das von Falmouth nach Veracruz bestimmt: fetbootr wird, wie es heißt, mehrere wichtige Dey des Mexicanischen Ministers, Hrn. Camacho, mi men, der sich gegenwärtig in Paris aufhält. Dieß zösische Regierung soll den Mexicanischen Freisui gut als anerfannt haben; wie man gewisser sj

Hrn. Camacho’s Weigerung, ohné den Titel ein ßerordentlichen Botschafters und Bevollmächtizul Repubtik Mexico/‘/ nach Paris, zu gehen, diese in s:inen Paß aufgenommen wurte. Auch die lh neuen Americanisheu Staaten, Peru und Chili ausgenommen, die nicht einmal in Eugland fi anerfannt sind, haben bedeutende Vergüaustigung halten; unter andern ist ihren Agenten das Re( theilt worden, Pässe auszugeben, sie mögen als Ü oder unter andern Namen in Paris residiren.

“Nachrichten aus Bombay zufolge, war ein zwischen, dem Jman von Maskat und dem Scheid Buschier ausgebrochen; doh war noch kein sdru Treffen ‘geliefert worden. Dem Vernehmen nah i Jman durch die bloße Anwesenheit des Residetit Brittisch-Ostindischen Compagnie zu“ Bujschir von Angriff auf diese Stadt abgehalten worden, Dod er eine Fregatte zur Blokirung des Euphrats abs um den Scheich von Buschir zur Bezahlung von| Laf und 20,000 Piastera zu zwingen z europäische s sollen indessen verschont bleiben.

Der Courier enthält einen langen mit vil lehrten Belegen- begleiteten Dialog, Aristides (!) l zeichnet, zwischen einem Westindier und einem äu| der Abschaffung der Sclaverei (abolitionist), wol sterer -das lebte Wort behält. :

Consols 83,

___ St. Petersburg, 21. April. Se, Mij Kaiser haben dem Ober- Hofmeister, Baron v. A dem Geh. Rath und Senator Neltdof und den Rath und Senator Fürsten Dolgorucki den St-) der Newsky Orden und dem General-Lieut. Kniaji) Ober - Polizei - Meister von Petersburg, ingleihu Staats - Secretair, Geh. Rath Murawief die l tenen Jnsignien des St. Annen- Okdens Uster Kis verleihen geruht. i

__ Dem*“General Pasfewith, welcher, wie [ebt meldet worden, an die Stelle des Generals Y! zum Befehlshaber des detaschirten Armee, Korps Caucasus ernannt worden, ist mittels eines an rigirenden Senat ergangenen Kaiserlichen Ukas v0! März (9. April) auch die oberste Leitung der E waltung und der Grenzangelegenheiten in Georgi wie in den Gouvernements Astrechan und voin d \us, mit denselben Rechten und Vorrechteun, dit

Vorgänger genoß, übertragen worden. Mittels gu

wird

Endlich hat- von den berüchtigten Ga

Dampfschissen für die Griechen das, Eik ferti dene, Enterprize, dée Themse verlassen und dies nah Griechenland am 183. d. antreten föônnen, 4 nach allen Berichten ist die Wirkung der Danyî

im voraus aus dem Umstande ahnen konnte,

Bar A, "e

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vom selbigen Tage ist ‘der zum Militair:

fi es Tiflis ernannte General-Adjutant Si-

uverneur von guine mit der ung des Bef 4 Kaukasus, beauftragt worden. Brüssel, 23. April. Heute wird die zweite Kam' » der Generalstaatet! Si6ung halten, um den Bericht Central Section in Betreff des Geseßesentwurfs r die Vertheilung der Grundsteuer zu vernehmen. Der von Mons hierher gehende Postwagen ist, wie heißt, gestern Nacht von 5 Leuten angefallen worden, selben jedo<h durch die GeiFesgegeuwart des Postil. s, der ras zugefahren ist, glücklich entgangen. ‘annover, 25. April. Se. Excell. der Königl. eußische Grand Maître de la Garderobe und Ge dte, Graf v. Grote, ist von Hamburg, und der K. ¡sische Major und Geschäftsträger am hiesigen Hofe, ih. v. Lükerode, von Cassel hieselbst eingetroffen. * Vom Ende Lieses Monats an wird der Cours der st: Kutschen zwischen hier und Bremen, auf der jeßt z chaussirten Route üder Nienburg und Syke be- leunigt und verdoppelt, und hat die Abfertigung der ischen, hier und in Bremen, an vier Tagen in der oche Statt, Durch die Stellung von Beichaijen wird h auf dieser Route, gleichwie auf den andern Haupt- ursen im Lande, für die Fortschaffung derjenigen Nei. den gesorgt, denen, wegen bereits erfolgter Beschung

Pláb6e, ein solcher in der Kutsche nicht mehr zuge-.

Von eben diesem Zèitpuncte an, und in Bremen, täglich na< genannten beiden Städten abgefertigt und findet

< zwischen Hannover und Osnabrück, he<hsmal wd- ntlih eine Gelegenheit zur Versendung der Brief rrespoudenz Stätt. Die, in Folge der Ueberstrôömung der Weser in der ¿he von Bremen, fúr die Communication dorthin ein- tretenen Hindernisse sind größtentheils beseitigt, und ird an der Herstellung der, dur< das Wasser au ver K iedenen Stellen eingerissenen Straße, thätig gearbei- . Durh Schlagung von Nothbrücken ist, sobald das asser von der Chaussee abgelaufen war, für die Passage

siweilen gesorgt. s Vom Main, 24. April. Am 19. d. M. wurde rúcéwärts

München im Beisein Sr, Maj. des Königs, 7 Maxburg am Kanal, der Plaß zum Bau einer neuen otestantischen Kirche ausgeste>t , wozu, dem Vérneh- en nah, der Plan des Architekten Hru. Overbauraths erts<h ‘angenommen worden. Die Abreise Sr. Maj. s. Königs, wie ein Münchner Blatt berichtet, nach talien, ist bestimmt auf den 26. d. M. festgeseßt. gs zuvor treten J. Maj. die Königin Jhre Bejuchs' ise zu Jhren hohen Verwandten na< Altenburg über golstadt und Neumarkt an, in welchem leßtern Oct lerbd<stdieselben mit Jhrem Herrn Bruder, dem Prin-

Eduard von Altenburg Durchl. zusammentressen, der

re Kdnigl. Maj. auf der Weiterreise begleitet.

Am 16. d, trafen Se. Durchl. der Fücst von Thuxn

d Taxis mit Sr. K. Hoh. dem Prinzen Paul von Bürtemberg aus Regeneburg in Schloß Taxis ein, orauf am 17, die Vermählung des Leßtern mit der r<lau<tigen Prinzessin Sophie gefeiert wucde. Dem ernehmen nach begeben sih die hohen Neuvermählten f fürze Zeit an das Hoflager Sr. Maj. des Königs n Würtemberg, und dann in Gesellschaft der durch utiasten fürsil, Eltern nah Regensburg zu den-da- lbst vorbereiteten Festlichkeiten.

Am 19. d. hielt die wúrtembergishe Kammer der bgeordneten ihre erste Sißung nah der Vertagung. nter Anderm nurde ein K. geheimer Raths Erlaß vou "räsidenten verlesen, wonach die Fürstl. Colloredo Mauns ldishe Standesherrshaft Limpurg»- Gröningen, laut Bertrags vom 2. Jan, d, J, in das Siaatseigenthum

vert werden fann. d die Briespost hier

Civilverwaltung in Georgien, unter, ehlshabers des detaschirten Armee-Corps

4 mie Baiern durch einen

übergegangen und der Fürst v. ColloredoMannsfeld dem- nah aus der Reihe der Standesherrn ausgetreten ist, Die Tages darauf erfolgte siebenzehnte Sißung der ge- nannten Kammer wurde mit einem Vortrage des Fi nanzministers erôffnet, in welchem derselbe 1) anführt, daß zu Ausführung der in der Erössnungsrede des Kô- nigs angedeuteten Herstellung eines dauernden Gletchge? wichts zwischen den Staats- Einnahmen und Ausgaben der Finanzkommission bereits ein Etat fúr das Jahr 1829 1830 übergeben wqrden sei, der nun der Ver- abschiedung unterliegt; 2) vorläufige Nachricht giebt, daß- gegründete Hessaung vorliege, die Zollverhältnisse Vertrag auf eine wünschens- werthe Weise zu ordnen, worüber die Regierung sich die weitere Mittheilung an die Stände vourbehalte; 3) äu? ßert, daß die-Regierung, geneigt den Ständen Zeic zu

Berathung der vorliegenden wichtigen Gegenstände zu

sie nah Verabschiedung des Finanz- Etats zu vertagen, und zu Erledigung der übré- gen Gegenstände nah dem Herbst wieder einzuberujen. Die Berathung. des Rechenschaftsberichts - ward be- gonnen. Ju der Sißung vom 21. d. wurden vorerst mehrere Motionen entwickelt, worunter auch die des Fret- herrn von Varnbüler wegen Befreiung des Waldeigen- thums von den zeitherigen: Beschränkungen ; sodann ward die Berathung des Rechenschasts- Berichts fortgeseßt.

Wien, 24. April, Zhre Kaiserl. Hoheit die Erzs herzogin Henriette, Gemahlin Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzherzogs Carl, sind am 91..d. M., =um ein Viertel nach 12 Uhr Nachmittags, von einem. Erzherzoge glück- li< entbunden worden. Am 22., um die Mittagsstunde, hatte “die feierliche Taufe des neugebornen Erzherzogs, in Gegenwatt JZhrer -Majestäten des Kaisers und der Kaiserin, der jämmtlichen hier anwesenden Erzherzoge und Erzherzoginnen KK. HH., und des Herzogs von Reichstadt Durchlaucht, im Hause Sr. Kaiserl. Hoheit des Erzherzugs Carl Statt. Taufpathe waren Se. K. Hoheit der Erzherzog Franz Carl, und der Fürsterzbis- schof zu Wien verrichtete die Taufhandlung, in welber dem neugzbornen Erzherzdge die Namen Wilhelm Franz Carl beigelegt wurden. :

Nach dem ärztlichen Berichte vom 22. April haben Fhre Kaiserliche Hoheit die Erzherzogin "Henriette die Nacht nach der Entbindung ruhig geschlafen, und befins den sih nebst dem neugebornen Erzherzoge mit Rücks sicht auf die Umstände, dei erwünschtem Wohlsein.

Zu Gräßz erfolgte am 19. d., als am Geburtstage Sr. Kaiserl. Hoh. des durchlauchtigsten Kronprinzen, Erzherzogs. Ferdinand, die feierli<he Eröfsnung der von Sr. Moaj. dem Kaiser huldreichst wieder eingeseßten (im 16ten Jahrhundert vom Erzherzog Carl, Herzog von

Steiermark gestifieten) Universicät. i Einem üder London hier angekommenen Beriste

des K. K. außerordentlichen Gesandten und bevollmächs tigten Ministers am brasitianishen Hofe, Freiherrn von Marschall, zufolge, war die Königl. großbrittanishe Fres gatte Forte, an deren Bord sih der mit einer auperors- dentlichen Sendung na< Brasilien beauftragte K. K- Botschaftsrath, Hr. v. Neumann, nebst dem Fürsten Felix v. Schwarzenberg und dem Grafen v. Fries, be- finden, nah einer sehr glücklichen Fahrt von 46 Tagen am 7. Febr. Mittags zu Rio de Janeiro eingelaufen. Preßburg, 20. April. Das seit dem 10. d. M. in einigen Circularsißungen entworfene dritte ständische Nuncium auf die von der Magnatentafel über die Aus gleichung der Privat Geldverhältuisse gemachten Bemer» tungen, fam am 17. d. M. in der 213. Reichstagssize zung zur Verhandlung. Nach lángern, über die Annä- herung an die Meinung der Magnaten sich erhobenen Debatten entschied sih die Mehrzahl für die bereits im ersten Nuncium geäuyerten Giuni säße, und mit diejem

gönnen, die Absicht habe,

Beschluß ging nua auch dieses dritte an die Magnaten-

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