1827 / 110 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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hat in einer Audienz, von der ih so eben zurückehre, ] practish nach gnädigst geruht, mir den Befehl zu erkennen zu geben, f vernements geleitet werden könnte, daß es allgemein Sr. Maj., mit so wenig Zeitverlust als möglich. einen | für ‘arïigesehea werden, oder daß“es im Stande Plan zur Wiederzusaummense6ung- der Administration | möchte, den uns “entgegenstehenden Schwietigkéiten vorzulégen. “Jn Ausführung“ dieses Besehls wird es} einer für den König befriedigenden und ‘den ällgeme “eben so sehr mein eigner Wunsch sein, als es meine | Jateresscn des Landes förderlichen Weise zu begeg Schuldigkeit gegen Se. Maj. ist, des Principièn anzu- | Da ich jedoch überzeugt bin, daß man eventuell | hängen, nah denen Lord Liverpools Gouvernement so | Grundsäße fahren lassen muß, daß alle unsere Mad lange zusammengewirkt hat. Jch darf nicht hinzufügen, | geln," voa denen die die Regierung gewöhnlich unters wie wesent'ih die Erfullung davon abhángt, daß Ew. | zen, mi Argwohn angesehen werden würden, daß Gnaden fernerhin Mitglied des Kabinets bleiben.,: - » | nichts Gutes im Kabinee bewirken könnte und daß zuleßt. genöthigt sein würde, mich von demselben zu| Ew. Guaden aufcichtiger und treuer Diener. | deru, in einem Augenblick, wo eine solche Sonde

Stets mein theuerer Herzog von Wellington

den Grundsäßen des Liverpoolschen @

die edlen und sehr“ ehretiwerthen Ausgeschiedenen tei auf das: Feierlihste die Anschuldigung“ ab, in Ein- ándaiß gehandelt, Und versucht oder zewünscht zu en, ihrem Souverain bei der Wahl eines Premier nisters Vorschriften zu machen, Wir. fiud höflicher; se verpflichtet, ihnen zu glauben und somit zuzugeben, das, was so sehr als ein vorbedachter Act erschien, ein außerordentliches Zusammeutreffen war. Es t zuweilen ein zufälliges Zasammeutressen vou Um: den, das so sehr das Anseyu eines Plans Zat, daß behutsamste Verstand irre geleitet werden fann.

Ausgeschiedenen begründen ihre Vertheidigung zweierlei: Erstens, daß sie consequenter Weise

Seiner Gnaden, dem Herzoge (gez.) George Canniùug. | für den Königl. Dienst ungelegener sein -würde, aleFüt in einer Verwaltung bleiben fonnten, an de-

von Wellington -+ j : i London, 10, April 1827.

Mein theurer Hr. Canning. Jch hade Jhr Schreis: ben von heute Abend erhalten, welhes mir Nachriche

Maij. einen Einrichcungsplan zur Wiederzusammensebung

es gegeawärtig sein fkany, fo bicte-ih Sie, Seiné Y für mich um Entlässung aus dem Kabinec zu bit Stets, mein theurer- Her Canning, aufrichtigst der Jhrige.“ (gez.) Wellingtou giebt, daß der König von Jhnen veclangt hade, Sr. | Dem séyr ehrenwerthen George Canning. În seitier Rede: äußerte der Herzog, in der Administration vorzulegen, und daß bei Ausführung f das ecste Schreiben des dieser Befehle es Jr Wunsch sei, den Principien an- j allein keine nähere Auskunfce üher die Formation zuhängen, nah denen Lord Ltverpools Gouvernement so j Kabinets und dèn fänftigen Premiec - Minister geg lavge zusammengewirkt hat. Jh wünsche sehnlichst worden sei; seine übrigen Collegen wären en(tD-*der, | (anxiously) im Stande zu sein, Sr. Maj. wie bisher, | hufs weiterer Erläuterungen, za Hrn. Canüing ei

Herrn Canning, daß nur

Spibe Herè Canning stehen _ sollte ; zweitens, sie ein unbezweifeltes Recht besaßen 7 nach jener erzeugung sih zurückzuziehen, Das Recht- bestreiten nicht, die Ueberzeugung können wir nicht bestreiten, das müssen“ sie mit il/&m eignen Gewin aus- hen. Was war aber das practishè Resultat ihres schlu}ses ? Gerade die Folge, welche sie jeßt zu befla- sich angelegen sein lassen. Sie versekten Hrn. Can- z in eine Lage, wo ihm fast keine Wahl blieb ; und stellef*zsie ih um ihn, um ihm eine von ihnen erzeugte Nothwendigkeit vorzuwerfen.//

im Kadbinec und. mit denselben Collegen zu dienen. Be- j laden, oder von ihm seldst oder von Freunden desse Der Hammer, desseu ih der Herzog ¡von Sussex

vor ih aber Jhren verbiadlihen Vorschlag beantworten fin seinem Auftrage besucht worden; hinsichtlich fanu, würde ih zu wissen wünschen, wer derjenige ist, | zweiten Schreidens von. | den Sie Sr. Maj. als Hapt-des Gouvernements vor: | solches gewiß keinen sehr ernsten Wansch- enthalte,

Heu. Canning bemerfce er,

der (gestern erwähnten) Grundsteinlegung zum neuea versicäcsgebäude bediente, war eiu Gegenstaäd der meinen, mit einem Gefühl von Ehrfurcht verbunde-

gzuschlagen beabsichtigen. (en Herzog) fernerhin im Kabinet zu sehen, Er [M Aufmerksamkeit ; ‘denn es war derselbe Hammer, der

Stets, mein theuerer Hr. Canning, ausrichtigst

Dem fehr ehrenwerthen George Canning. é Auswärtiges Amt, den 11. April 1827.

Mein theurer Herzog von Wellington. Jch glaubte, | leßterer stehe, und mithin vou den Mitgliedern die

es werde so allgemein anerkannt, daß der König gewöhn- | rige Unterstüßung zu fordern berechtigt jei, habe h ¿Darauf kaun (fuhr er forc) nicht e viduum anvertraut, welches Sr. Maj. an deren Spiße | dert werden, daß die jeßige Administration auf ‘diesel zu seßen in Gnaden beabsichtigen, daß es mir nicht ein- | Grundjáße gegründet werdea sollte, bie die Liverpo fiel, als ih Ew. Gnaden gestern die so eben von Sk. | he. Beide Administcationen sind wesenclich - ver\d Máj. empfangenen Befehle mittheilte, hiozuzufügen, | den. Diejenigea, welche an Lord Liverpools Kabi daß in dem gegenwärtigen Falle Se. Maj. nicht. von | Theil nahmen, wüßten wohl, wozu sie sih verpflichta dem bei solhen Gelégenheiten üblichen Gang, abzugehen | denn sie wußten, daß Se. Herrlichkeit gewtsseuhast gedenken. len Aenderungen in der besteheuden Regiérungsfocm t. Diejenigen aber, welche sich mit dem | einige Stunden ver,dgert zu haben ; aber bei der Natur | ehrenwerthen Herrn verbanden, hatten feine Vo:( des Gegenstandes mochte ich dieselbe nicht abgehen las, | lung, wie weit ihre Vecbindung sie führen fôunute ; di sen, ohne sie vorher (zugleich mtc Ew. Gaaden Sqhrei- [der sehr ehrenwerthe Herr i| der ge\hickteste, thâti und eifrigste Anhänger jeaer Veränderungen, von de | das Land jeßt bedroht wird. Ew. Gnaden aufcichtiger und treuer Diener, | Grafen waren so, - daß Jedermann dabei sicher blei (gez-) George Canning konnte; die Grundsäße des sehr ehrenwerthea He : täglich und beruhen auf vorübergehen! London, den 11. April 1827. Gründen temporeller Dienlichkeit ‘/ Weiterhin stellte

Mein theuerer He. Canning. Jch habe Jhr heuti- | Herzog den ihm in dffeutlihen Blättecn gemachcen V

ges Schreiben erhalten; und. das von gestera Abend | wurf, daß ér selbst nah der Würde des Premiermi hatte ih nicht in der Art verstanden, wie Sie es mir | sters gestrebt habe, und dáß zwijchen ihm und den úl nun erláutert haben. Ich erfuhr von Jhnen selbst, daß | gen ausgeschiedenen Kabtnetsgliedern etne Verschwör! Sie eine andere Einrichtung imi Auge gehabt, und ih | bestanden habe, um den König iu Verlegenheit zu | glaube nicht, daß die Praxis, auf welhe Sie sih be- | zen, als absurd und lügenhaft dar. ziehn, [0 unverändert gewesen, daß sie mich hätte in den gedacht, Premierminister zu werden, wozu er, wi Stand seßen können, Jhrem Schreiben einen Sinn bet: wohl wisse, unfähig wäre. zulegen, welcher, nach meiner Meinung, in den Worten | daß, bei der steten vielfältigen Verbindung, in well nicht enthalten war. J hoffe, daß Jhnen feine Unge- | seine Functionen, als Oberbefehlshaber des Heeres, i legenheit aus der Verzögerung dieser Antwort entstan- | mit dem Ministerium erhalten haben wärden, ers den sein wird, die, wie ih Sie versichere, dur | am den daraus, unter den obwaltenden Umständen, | den Wunsch veranlaßt worden ist, eine Art und Weise | ergebenden Juconvenientien zu entgehen sh veranll zu entdecken, wie ih mit meinen neuen Collegea in f gefunden habe, auch von diesem Posten abzutreten. Verein bleiben könnte. Jch wünsche aufrichtig, ih könnte ck Jn Bezug auf die, im Paclament von den alf NEueu Sinn zu der Ueberzeugung bringen, daß bei der | Jeshiedenen Kabinetszliedern, zur Erläuterung ih! esten Absicht von Jyrer Seite Jhr Gouvernement Benehmens, gehaltenen Reden, bemertt der Couril!

lih die Bildung einer Administration demjenigen Jnudi- | den können,

Jch bedauere, diese Antwort auf Ew. Gnaden Brief | gegeuständ.

ben) Sr. Maj. vorgelege zu haden. Stets, mein theurer Herzog -von Wellington,

Sr. Guaden dem Herzog von Wellington. schwanken

läcte jodann- ausführlicher ,

A M E U C T1 Aa E E EA L

ivie er,

Die Grundsábe des ed

Er habe nie dal!

Sodann stellte er noch d

) seiner UebeeM Legung des Geundsteins zur St. Pauls - Kirche ge-

der Jhrige. gung nah, bei seinem, in einem so wesentliMücht und von dereu berühmten Baumeister, Christoph (‘gez.) Wellington. | Punkte (dec katholischen Angelegenheit) den Ansi(en, der Freimaurer-Loge, deren Mitglied diesec war,

4 des Hrn. Canning “entschieden ganz eutgezengese(Wgeben worden. :

Meinungen, nicht in einem Kadinet, an dessin S Am 2. d. wurde in der Fréimaurer-Halle die Jah,

Versammlung der brictiichen und auswäctigen-Bidel- ellschaft gehalten. Das allgemeine Jateresse des blifums an ‘diesem Gegenstand war_so groß, daß n lange vor dem Beginn der Sibung alle Räume großen Saals gefüllt waren. Ueber die statt gehab- Verhaudluagen versprechen unsere: (jeßt wieder größ: heils mit den Parlaments - Verhandoluugeu augefäll- Tagblätter, weitere Mittheilung. E

Vorgestern wurde dem Publifum die neue Biblio- im brictishen Museum erdffnee. Sie besteht der: en aus 165,000. gedructen und 20,000 handschrist- n Bänden. Jn der hinzugesügten Bibliothek des igs befinden sich 65 000 Bände und die Bibliothek Sir Joseph Bauks, weiche eventuell durch Ver- )tniß Eigenthum des Museums werden wird, ent- 16,000 Bände ; dies sind álso zusammen 246,000 de mit Ausschluß der Manuscripte. :

Vor kurzem gerieth ein Austershi, bei der Rücf- nah Gorey auf der Juiel Jersey, zur Nachtzeit einen Felsen und ging unter. Die Manaschafe fand ch, bei der Ebbe, auf einem Felsen einstweilige Zu- jt und da sie auch etwas Pulver aus dem Schisse ttet hatte, so zündete sie von Zeit zu Zeit kleine antitáten davon an und ließ zugleih lautes Geschrei jallen, um wo mödglich Hälfe von der Küste her zu ugen. Fischer, die zur, selbigen Zeit am Ufer beschäf: waren, bemerfcen auch die Feuerzeichen und höôrcen Geschrei, jeèzoh in dem abergläáudisheu Wahne, daß was sie hö:ten und sahen, von den Geistern verun fter Seefahrer herrühre, eilten sle nah ihren Woh- gen, und so mußten die Ungläcklichen, die jo leicht en gereiter werden fôunen bei wieder eintretender th zu Grunde aehen.

Madrid, 23. April. Es scheint, die auf der enze stehenden portugiesischen und englischen Truppen hen im Ganzen e(ya 18000 Mann ausz sie steh.u

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Deswegen sind unsere Truppen ebenfalls vorgerücft und unsere Grenzpläße verstärfke worden

Maa spriht von 165-poctugiesishen Jnsurgenten, die sh’ nach Spanien in der Gegend von Alcanizes ge- flúchtet haben, aber sogleih entwäffnet und ins Junere -geschickt worden sind. Es scheint, es seien in Portugal noch Soldaten vou Silveira und Chaves, die sih zu Räuberdanden vereinigt haben; wahrscheinlih werden sie sich dore nicht halten können und nach Spanien her über flüchten. E

Man hat hier einen catalonischen Priester vethaf- tet, der die Correspondenz der dortigen Rebellen mit “den hiesigen hin und her trug. Bei dieser Gelegenheit sind auch einige? Glieder vom Jesuitenkloster in Verhaft gei nommen worden, Der Herzog von San Carlos, der von Paris nah Madrid geht, wird unterwegs in Ca- talonien den Zustand selber ansehen ; auch ist aus dem Justizministeruum jemand zur Untersuchung dahin gee 4chickt worden. Die ausgezeichnetsten Verhafteten sollen hiecher gebracht und in Gegenwart des. Hrn. Recachs verhört werdén. : /

Seit der Ernennung des Hrn. Canning ‘zum Prei mier - Minister kômmt das Gerücht von einer Ministe- rialveränderung wieder in Gang, und die Hauptperfso- nen der gemäßigten Parthei, z+ B. Hr. Ginjalba im Pallast uad die Geuerále Costanos und Apodaca im Staatsrath werden alle Tage sehr gnädig aufgenommen.

Deè General Longa is in Aranjuez und hat nach und nach ‘drei Audienzen beim Kdaig gehabt; man er- wartet seine baldige Abreise nach der General - Capital uerie von Valencia, wozu er. schon seit einiger Zeit be- stimme zu sein scheint. :

Jm Kriegöwministeriuum fommen von Zeit zu Zeit

| Berichre von der Desertion unserer Truppen cis; der

Geueral Eguia ‘hat an 500 Mann verloren, die mit Ober- und Untergewehr davon gegangen sind. Unerachtec- aller Aufmerksamkeit der Polizei auf dis neuen Umtciebe der apostolishen Junta behauptet man nun dennoch (wie die Pariser deutihe Zeitung meldet) daß sie je6t eine Armee von 20,000 Mann in vier Bri» gaden ocganisirt, nämlich die 1. in Burgos unter den Befehlen. des Cuevillas, die 2. in Valladolid unter Za- balaz die 3, in Zamoru uuter Guergue, und die 4. in Salamauca unter Zamolacarreguy. Der Generalissimus davon jei der Pfarrer Mecino. : E Der Staatsrath hat Sr, Maj. vorgeschlagen, etne Commission von Rechtskundigen nicderzuseßen, um eine neue Gecichtsocdnung zu entwerfen. Dieser Vorschlag ist von dex größten Wichtigkeit, indem unser Codex weitichweifiger ist, als der Rômische vor Justinian , und er enthält jo widerspreheude Verfügungen, daß die Er- ledigung der Sachen hierdurch ungemein ershwert- wird. Li sa bon, 18. April. Unsere Regierung läßt die

| Telegrapheulinie aus den nôrdlichen Provinzen und aus

Alent.jo in Stand segen, um von Allem, was in Spa- nien vorgehc, sogleich unterrichtet zu sein. |

Der Antrag wegen einer Amnestie, der einst in der Pairskammer von mehreren Mitgliedern gemacht, aber damals verworfen worden war, hat nun dennoch eine gün(tige Wirkung hervorgebraht. So eben erscheint in der Hofzeituag ein ausführlihes Amnestiedekret vom 13. d. M. Jur der Einleitung. ist geiagt,- daß zwar die Sraatsverrätherei, das größte aller Verbrechen, in den vorzüglichen Werkzeugen der Jusurrektion niht unbes strafe bleiben könne, aber doch auch nicht dieselbe Strafe gegen shwache, betrogene odet -verführte Menschen mdg- lih fei, Die: Regentin ertheile aiso vermöge ihrer cons jtitutionellen Macht Amnestie und allaemeine volle Ver: zethung allen Portugiesen, die seit dem 21. Juli 1826 ots jet durch politische Meinungen 0er durch) aufrügy« rerische Handlungen strafbar geworden. Jun der Aus

Viseu bis Castelblanço, gerade über von Alcäntara,

nahme jeien hingegen folgende begrissen: 1) Die Genues-

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