1827 / 122 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Lebensziel - haben érreiht und sind an Entkräftung und Alterschwäche gestorben 1180, unter dieseú 23 männlichen und. 21 weiblichen Gelchlechrs, nach Üderichrittenem 90|ten Jahre. Durch Selbstmord endeten 19 mánnlihe und I weiblihe Personen, zusammen 21 und dur< mancher léi Unalúcksfäle sind umg«fommen 103 Judividuev mánili<hèn uno 32 weitlihen Geichledts. Bei dec Nie- derfu-ft und im Kinddette fanden 164 den Tod. An der Wasserscheu- is kein Mensch gestorden; dagegen ha. den die Menschenblattérn 5 Paas hingero}t.” Porsdam, 25. Mai. Eine Befanutmachung der Kdnig'ichen Regierung hieselbst im heutigen Amtsblatte enthält úber die Verwaltung des diesseitigen Landarmen: Fonts und der aus demwselden unterhaltenen Landarmen» und Jnoalidenanstale zu Strausberg und Jrrenanstalt zuN.u Ruppin tür das Jayr 1826 olgende Nachrät ten : 1) Jm Jahre 1826 ind wiederum 3183 oagabuündti: “rende Bettlec in das Landarmenhaus ju Strausberg eing:liefert, und außerdem65 ‘deu Kommunen abgenom- mene Arme und Kinder. Am Schlusse des Jahres wa- ren verhaupt 405 Häuelinge in diejer Anstalt, worun ter 210 Bettler, 58 BidÂesinnige, 31 andere Arme und 406 Kinoer. Von den im Laufe des Jahres abgegänae nen 346 Perionen sind 30 gestorden, 3 entwichen, als Auclánder über die Grenze gebracht, 124 in - ihre “Heimath, sowohl noch diesseitigen. Orten, NRegterungsbezirken entlassen, 11 in onudere Anstalten óbgeliefert, 91 als Handwerker zur Forts:ung der Wan: der <ft entlassen, und: 40' aus der Anjtalt in Diensten untergeb-abt. Die tägliche Darchinmittszahl dec im

J rhre 1826 in der Anstalt gewesenen Personen hat 335.

Köpfe betragen, worunter 39 Kranke, 36 Hausdomejti ken und O-fonomtegéhzÜlfen, und 11 in den Werkstäcten der Anstalt als Schaeider, Schuhmawer 1c. deichäftigte Hadwerker. Die nach Adzuz der übrigeu arbeitsuufà bigen Armen und Kinder verbliebenen Ardeiter haben b:i der Lantwollen : Majchinenspinnerei 3874 Tälr. 18 Sar. 3 Pf, bei der Hand'pimuerei 543 Tylr. 18 Sar. uad fàc Tuchwveben und Rohrfl-<ten 412 Thir. 9 Sgr. 7 Pf., zasan: men 4830 Thlr. 15 Sar. 10 Pf. baaren - Arbdeitsverdien fr die Anstalt e: worben. Le

2) Der Bestánd der im Strausderger Junvaliden- hause unterhaltenen Jnvaltden belief sich am S{lusse des Jihres 1826 auf 50 Personen, und der B.staud der pensionircen Juvaliden auf 135. An Fnvaltdenpen sionen aus dem Landarmenfonds -sind im Jahre 1826 außerhalb der Austale 5209 Thaler 10 - Sgr. bezahlt worden, 3) An der Jrrenanstalt Jahre 1826 durch1<nittswei"e

zu Neu Ruppin sind im 122 Häuslinge gewesen,

wovon 86 dem dtesseitigen Laudarmen - VecbandeE ange.

hörten, und 36 als fremde Kostqgänger geaen volle Be zahlung aufgenommen waren. Unter den im Laufe des ihres abgegangenen 23 Personen sind 16 gestorbeu, H als geheilt entlass-n, und 2 als unshäèclih 1n das Landarmenhaus versest. Von den vorhandenen 122 Pfl-alingen waren 47 zu aller Beschäftigung unfähig, 6 nur nußlos zu beschäftigen, 69 aber tonnten pzerioden- weise mit ertragbringenden Ardeiten bei<ä!tigt werden, und haben an baarem Arbzitelohn’ 643 Thlr. 1 Sar. und an ersparten Verwaltungskosten der Anstalt 543 Talr, 3 Sar. 4 Pf., zusammen also 1186 Thle. 4 Sgr. 4 Pf. verdiene.

4) Die sämmtelichen Unterhaltungsfosten der Land- atmén und Jaoalidenanstalt zu Strausberg haden im Jahre 1826 überhaupt 26369 Thile. 12 Sr, 10 Pf, die der - Jrrenanstalt zu Neu - Ruppin 8623 Thlr. 21 Szr. 2 Pf. betragen.

" Die jährlichen, sowohl individuellen als allgemeinen

raten T tamen

Gedru>t bei Feister und Eisersdorff

als ohnderu

‘eiten Kapellmeister, Ritter Spo k ut. „Kdnial. Balletmeister Titus.

Kosten für jede Person auf ihren Durhschnittsanthej famen im Landarmenhause, nah Abzug des Ardeitsye dienstes, auf 47 Thlr. 11 Sgr, 10 Pf, im Jyvalidez hause auf 66 Thlr. 27 Sgr., uno “im Jrrenhause ay

95 Thlc. 17 Sgr. 2 Pf zu stehen.

5) An Armenunterstüßungen und erstatteten Ki; kosten 2c. nach andern Orten und Anstolten , sind jj Jahre 1826 wiederum 3243 Thlr. 25 Sgr. 5 Pf. a cem Lanodarmen-Fonds gezahlr worden. Gleichwohl si du-< Ersparvisse in“ der Verwaitung auch im Jay 1826 wieder 4162 Thlr. 26 Sgr. 7 Pf. beim Laud menfonds gegen den Etat erübriat wurden, und du Aufauf aus dem disponidlen Bestande in diesem Jay 6000 Thir. Staats|\huloscheine dum Kapitalvermdzeu d Landarmenvecbandes zugewachsen, lo daß der Veh geusdejtand überhaupt am Schlusse des Jahres 18) ohne den Werth der Anstalts- Juventarien, auf 345! Thir. 20 Sgr. 2" Pf. gestiegeu war.

Ködöntglihe Schauspiele.

Montag, 28. Mat. Jm Operuhause: Zum Ers male: „„Amphion,// anuakreontizches Divertissuneut 1 Aufzug, vom Königlichen Balletmeistec Titus. (Hi Samengo, erster Tänzer am K. K. Theater _au h Wien, und am Theater zu Neapel: Apouo. Mlle. Fu ci y, erste Tánzerin der Königl, Akademie der A zu ‘Paris: Terpsichore.) “Hierauf: Zum Ersten „Agnes von- Hoyenstaufen,-/ lycishes Diama iu Aufzügen, von E. Raupaw. (Erster Aufzug.) Ju Y îE-geseßt von dem Köntgl. Geuecal Musik Direkcor | Ballets ü Ja Scene ge (ebt u Regisseur Baron von Lichtenstein N |

Za diesec Vorstellung siud nur no< Billets j dritten Ring zu 15 Sgr. und zum Amphitheater 10 Sgr. im Billets Verkaufs: Bureau zu haben, Tagevfasse fiudet Heute nicht statt.

Jm Schauspotelhauje: „Minna von Barnhel Lustspiel in 5 Abdiheil., von G. E. Lessing. i

Dienstag, 29. Mai. Jim Schauspielhause: Z Erst nmale: „„Der Fürst über Alle,// Lastjpiel wn 5 (heilungen, von E. Raupach :

Jm Opernhause: Auf Allerhöchsten Befehl: „F Redoute. ‘‘

Bei der am 29, Mai auf Allertd4sst n Befe/! Königl. Opernhauje zu gebeuden Frer-: Redoute \ cen vorzüglich ar ständige Charakter: Masken gewüt Bunte Chauve-souris und bunte Domino’s sind g cet. Alle 1<h.varze Domino's und Chauve-souris il den, so wie das Eisheiven in- Stiéselu, verbeten. sondere Billets zu cen Logen werden nicht ausgegt| sondern es steht den Masken frei, Überall ungehu Plaß zu nehmen. Während des Aufenthalts in del gea steht es Jedem frei, _fih zu demaskzren ; wäh der Anwesenheit im Saale nur eri von Etn Ugr Die im Saale selbst angebotenen E-frihungen wt unentgeldlih gereih, Da die eingehenden Billets nihtet und Contre- Marken an den Ausgängen 1 gegeben werden, so ist die Einrichtnng getieffen y die Herrschaften von ihrer Bedienung in den u! Fluren erwartet werden kônnen, so wie außerden| den Ausgangsrhüren einige Leute angestellt sind, die Kutscher zum Vorfahren anzurufen, Der Einl ist sowohl durch die dem Universicäts-Gedäu de ges ber als au< durch die nah dem Operuplaß gebl Thâr. Der Eiugaug von der Wasse:leite bleibt fü: Königl. und Hof Equipagen. Die E: öffnung des Ÿ ses geschieht um 8 Uyr, Anfang der Redoute 9 Ende 3 Uhr. ; ; ;

Redacteur oh!

Allge

meine

reußishe Staats-Zeitung.

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Ne

>.

123.

Berlin, Dienstag, den 29sten- Mai. 1827.

Amtlihe Nachrichten. Kronik des Tages. :

Seine Majestät dexr König haben den seitherigen or Havenstein in Hirschberg zum Consistorialrath er Nezgierung zu Liegnild -allergnädigst zu ernennen, das desfallsige Patent für denselben Allerhöchstselbst llzichen geruhr. 3B ; ) Des Königs Majestät haben den- bisherigen außer: lichen Professor in der philosophischen Fakultät nivérsicät zu Breslau, Dr Stenzel, zum or- lichen Professor in der gedachten Fakultät zu ernen- und die für ihn ausgefertigte Bestallung Aller- stseibst zu vollziehen geruht. Des Königs Majestät haben dem Lehrer der Ma- jatif am Gymnasio in Zeil, Dr. Junge, das Prä- als Professor beizulegen, und das für ihn ausge- gte Patent Allerhöch stselbst zu vollziehen geruht.

4 / D:r bisherige Oberlandesgerichts8- Referendarius e> ist zum YJustiz-Commissarius im Bezirk des Land: Stadtnerichts zu Graudenz, mit Anweisung seines hnorts in Graudenz, bestellt worden,

Das dem Kausmann C. Harnack und Schlosser

cer Theile hieselbst unter dem 7. November 1823

illigte Patent auf ihnen eigenthümliche Maschinen Darstellung von Holzichrauden ist annullirt, dagegen detiselden ein neues, mehrere in der Zwischenzeit den qu, Maschinen angebrachte Abänderungen und desserungen enthaltendes Patent auf die auss{ließlihe Ausführung und Benußung der von ihnen angegebenen, durch mehrere zu den Acten des Ministeriums des Junern - eingereichte Zeichnungen und Beschreibungen erläuterten Holz- \hrauben - Schneide - Maschinen, als ; :

1) einer Maschine zum Abdrehen der Köpfe,

2) einer Maschine zum Aus|chneiden der Gewinde,

3) einer Maschine zum Einstreichen der Köpfe in

ihrer ganzen Zusammenseßung, insbejondere aber u l,

a) auf die Einrichtung der Fraisen 1// Figur 4. in Verbindung mit der Stange h‘/, den Mei ßeln g‘, und den zu ihrer Befestigung dienen- den Tyeilen d, g, h, i, 1‘, Figur 1, bis 5. des Blattes III,

b) auf die Stange a, welche alle Gänge zutück

drücke, wenn die Schrauben mit den fertigen

Köpfen herautgenommen und .neue eingelegt werden, : i c) auf die Federn 2. wel<è jeden Gang zum Ab- drehen der Köpfe anziehen, d) auf die Stange. p.

zu 2., | / : auf die Blatt IL, Figur 1. bis 4, mit k be- zeihnete Stange, die zum Scellen der Backen : dient, i : ¡u 3, z auf das, auf dem Blatte I. in 4 Figuren dar- gestellte Kreuz wit der Einrichtung zum Ein- seßen der Schrauben in Verbindung mit der Kreisságe und tiesec Maschine, : ohne Beichränkuug Anderer in der Ausführung und Anwendung einzelaet , hier nicht als eigeathümlich angeführten Theile und ganzer Schrauben-Schueide- Maschinen anderer Art, interm 5. Mai 4827 auf Acht nah einander folgende Fahre und sür den ganzen Umfang des Staats ertheile worden. : y

Bei der am 25. und 26. d. M. fortgeseßten Zie- hung der Sten Klasse 55sstter Königlicher Klassen-Lotterie fiel der 2te Haupigewinn von 80,000 Thaler auf Nr, 88733 nah Stettin bei Rolin; 1 Hauptgewinn von 10 000 Thaler auf Nr. 8520 in Berlin bei Maßdorff ; 2 Gewinne zu 5000 Thaler fielen auf Nr. 9497 und 55997 nah Bunzlau bei Appun und ‘nah Coblenz beé Seligmann ; 6 Gewinne zu 2000 Thlr. auf Nr. 1465, 31746, 37649, 73670, 73906 uud 81159 na< Breslau dei Schreiber, Frankfurt a. d. Oder bei Baßwiß, Lieg- niß bei Leitgebel, Lissa bei Hirschfeld, Oppeln bei Ben» der und nah Potsdam bei Bacher; 9 Gewinne zu 1500 Thaler auf Nr. 17795, 22111, 29445, 62163, 65180, 74634, 74892, 76124 und 79472 in Berlin bei Bleichrdder und bei Seeger, nah Barmen bei Holz- \<uher, Breslau bei Leubuscher und bei Schreiber, Brieg bei Böhm, Düsseldorf bei Wolff, Neiße bei Schúck und nach Torgau bei Schubart; 19 Gewinne zu 1000 Thlr. auf Nr. 98, 4696, 21368, 22433, 23918, 24285, 94373, 30077, 86014, 37554, 38297, 69081, 70208, 73099, 73447, 74152, 81607, 86599 und 89545 in Berlin bei Alevin, bei Baller, dei Burg, bei Gronau, bei Hirschberg, bei Mabdorff und bei Moser, nach Breslau 2 mal bei Schreiber, Coblenz bei Stephan, Côln bei Reimbold, Danzig bei Reinhardt: und bei Rotoll, -Dússeldor f -bei Spab, Liegniß 2 mal“ bei Leits gebel, Naumburg an der Saale bei Kayser, Neiße bei Schúck und nah Poseù dei Pape; 39 Gewinne zu 500 Thlr. auf Nr. 1934, 3448, 3722, 8234, 897A, 11634, 21049, 21720, 21977, 24595, 25403, 25956, 37472, 39979, 40630, 42469, 42833, 44674, 45159,