1827 / 137 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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, Beschlússe und erlassenen Verordnungen nur in E E Uns cine rehtlihe Verdindluchkeit zu produ- ciren vermögen, als m<t dadurch üder wohlerworbene Regenten» und Eigenthums - Rechte disponirt worden ; als daß Wir landesgrundge]eßlih und namentlih nach dem Successionevertrage der Herzöge Heinrih uno Wil helm von Braunschweig vom Jahre 1535, mit Unserm chtzehnten Lebensjahre Regierungsmündtg geworden und frafe jenes Vertrags die. Regierung Unjcec Erdlande überfommen wodurch deun von selbsi sih ergiebt, daß alle Verordnungen und Jystitutionen, welche in dem Zeitraume vom 30. Oct. 1822 dis dahin 1823 gemacht Und von der uugesehmäßig verlängerten Regierung ec- lassen worden, zu threr bléibenden ReGtsgültigfeit und Aaweudbarkeit Unserer speziellen Auerkennung bedürfen, so machen Wir in diejer Maaße Uosern Landesherrli, <en und Landesväterlichen Willen Unsern getreuén Ua thanen hiemit fund, und wenn Wir gleich befohlen ha: ben und befehlen, daß -lle und jedë Verordnungen und Bestimmungen der Vocmundschaftlichen Regiecung ohne Rúcksicht auf die Zeitperiode, in welche 1h72 Entlassuug

fállc, provisorisch fernerweit in den hiezu geeigneten Fäl

len in Auwendung gebracht werden, so beyalteu Wir es Uns doch ausdrückiih hiemit vor, nach socyfáltiger Prü fung und mit besonderer Berücksichtigung desjeuigen, was das Wohl Unserer getreuen Unterthanen erheischen dúrfce, úber die Anweuddbarkeit und Rechts qülcigkeit der von der bestandenen Vormundschastliczenj Regiecung er- lassenen Verordnungen und gemachten Zustitutionen- die desfalls erforderlichen géscßlihen Bestimmuagen zu tref- fen, Uckundlich u, s. w: Pran I meta, nt 10, Mai 1827.

arl s j Be v: Stleiniß.“ Aus dem K. Hannödverschen Kabinets: Ministerium ist nunmehr foigende Bekanntmachung etgangea:

Se. Durchl. der regierende Hert Herzog von Braun. schweig hat es, unter dem Schuße, deu ‘die Bundes-

Akte allen Deatschen Fürsten gewährt, für- angemessu:

gehalten, in einer von Jhnen Seldst vollzogenen Be- fanntmmahung vom 10. Mai d. J- sich über die Ver, bindlichkeirt der während der vormundschaftlihen. Regie. rung Jhro Königl. Maj. erlassenen Anordnungen und Vorschristen auf eine Weise zu äußeru, welche Sÿro Maj. mit gere<htem Unwillen erfüllet ein Gejúdl, welches all? Hdfe ‘theilen werden, denen das wahre Sach-

Verhältniß bekannt ist,

Jn jener Bekanntmachung. ist die Rede von Be- s{<lü}en und Verordnungen, durch welche über wohler, worbene Regierungs- und Eigenthums-Rechte disponirt sein fônnte ; ja, das leßte vormund)|chaftliche Regie- rungs-Jaÿr- des Königs wird für ungeseßmáßig ecflárt, wonach si<h von selbst ergeben soll, daß alle Verordnun-

en und Justitutionen, welche in dem Zeitraume vom 30. Ofc. 1822 bis dahin 1823 erlassen worden, zu ihrer Rechrsgültigkeit des Herzogs spezielle Auerkeunung be- dürfen würden! di L

Fhro Majestät haben, in Ansehung der Dauer der Vormundschaft, sih aach der sorgfältig erwogenen An;- ficht der ersten Herzogl. Braunschweigschen Staatsdie-

ner und beivährtec Rechtslehrer gericter , und ganz in |

Uebereinstimmung mit den von Allect,öc<hstdenselden freunt- schaftlich zu Rathe gezogenen Höfen von Oesterreich und Preußen gehandelt. ; ; 428 Fhro vormundschaftlihe Regierung ist von den Brauuschweigi|hen Behörden und Unterthanen mit rüh- rendem Dauke erkannt worden. / - " Fhro Majestár behalten sich wegen der obigen Be-

kanntmachung die Schricte zu thun vor, die Jhro Wärde- erfordert.

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Gedrukt bei Feister und Eisersdorff.

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“Die Wollpreise waren: per Centner, ecn<Ü: ige | extcafeine 120 bis 140 Thlr., desgl. feine 90

-Thlr., einshüriger polnischer Wolle, feiuste & ‘bis 35 Thlr., desgl. mittelfeine 50 bis 55 „Thlr,

blieben: 9650 Ctr.; davon sind ohngefähr bei t

| Auizug, nah Etienne, von Th. Hell.

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Nach det von Allerhdchstdenenselbén erhaltenen drücklichen Anweisungen, wird das Vorstchende 6

v. Bremer.

d : | y i: P öffentlich bekannt gemacht. Hannover, den 7. Juni S i | L | n enr e mre UPls<he Staats - Zeitung.

und Geheimeräcthe.

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Breslau, 11. Juni. Die hiesige (privil Schlesi1che)- Z-:itung enthält heute folgendes : Als Requltatre des eben geschlossenen Wollm fônnen wir unjern Lesern folgende Angaben mitih Die Schur im Allgemeinen soll rücksichtlich der d citát Ht die beste gewesen sein. Unter den 4j Markt gebrachten feinen Wollen sind als die vor lten Sorteu zu bemerken: die des Dominiums dorf, Oberhütten.Rath Kdnig; des Dominiun theuau, Kammerherr Baron v. Rothktirchz des aiums Poluisch : Schildern, geheime Ober --Regi rath Graf v. Hardenberg; des “Dominiums (j geheime Finanzrath v. Prittwiß, —- Mach wäh lichen, ‘jedo<h unverbürgten Angaben sind zu bracht worden: a) aus Schlesien preuß. 43 b) aus Schlesien österreichis< 20 Crtur., c) w| men 230 Ctnur., - à) aus dem G oßherzogthuni 8700 Ctar. und e) aus Pohlen 2200 Ctur. Wil sammen 54,450 Ctiur,z“ hierzu. vem vorigen Ju gelagerte 1500 Ctr, also úberhaupt 55,250 Ctr,

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“Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Seine Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm von geu ist von Schwedt hier eingetroffen.

agefommen. Se. Excell. der wirklihe Gehzime (8s, und Finanz Minister, von Mo, vou Kolno ¡roßherzogthum Posen. ,

Der General-Major und Kommandeur der 6. Land- Brizade von Thile L, von Neu-Ruppin, Udgereist, Se. Durchl. der General Major und nandeur der 5. Kavallerie-Brigade, Prinz Georg ¿[sen Cassel, nah Frauffurt a. O.

De, Excell. der Ober, Marschall, Geheime Staats. ster, Gcaf von der Golb6, nah Schlesien,

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Thlr., desgl. mitiler 60 bis 80 Thlr., desgl. “eti ringer 50 bis 55 Thlr, desg!. ordinaire 30 bis i ¿¡weischüriger Wolle feinste 60 bis 100 Thlr., des 45 und 55 Thlr. , desgleichen weniger fein 6

ordinaire 30 bis 40 Thlr. |

Die feinen Wollen wurden um 10, 15 bie/ cheurer verkauft wie voriges Jahr. Die miu ordinairen Sorten haben nicht viel mehr iy Jahr gegolten, ader auh nicht weniger. Bei dil der anwesend gewesenen Käufer, hatten die Y bessere Preise erwarcet, Von der auf dem A wesenen Quantität Wolle per 55,950 ‘Ctr. dürft verfaust worden sein: 46,300 Ctr., als unvetli

Zeitungs-Nachrichten. 2 Ausland. Paris, 9, Juni. Dêèr König witd sehr wahr»

Hfen von Dünkircden besuchen ; Se. Maj. haben gîens dem General Direktor der Wege und Brücken: ten, Herrn Becquey, bei einer frühern Gelegenheit (t, Sie würden diese Gelegenheit wahrnehmen, um Bauten in Dünkirchen zu besichtigen,

Der Abt é Mouchy, welcher am 6. v. M. im Ver einer in Mantes gehaltenen Predigt gesagt hatte : it für den König und fár Feranfreih fein Heil vaiten , wenn die Charte nicht abgeshafft wird, \drigem Mittwoch vor dem dortigen Zuchtpolizei- de erschienen, um si< wegen dieser Aeußerung verantworten, Der. Thatbestand wurde durch die iage mehrerer Zeugen und durh das Geständniß Angeschuldigten festgestelle. Auf die Anfrage des sidenten, ob er die Ablcht gehabt habe, Unru- [zu stiften, antwortete er: Jch hatte die Wir 9 der Worte, welche mir entshlúpft siwd, nicht issen, Sie waren blos der Ausdru> des tiefen merzes, welchen mir das an verschiedenen Orten ge: die Geistlichfeit und gegen die Minister erhobene Yrei eingeflößt hatte. Sämmtliche abgehörte Zeu defundeten die sonstigen guten Eigenschasten des tschuldigten und ihre Achtung vor demselben. Der 0ats : Profurator erhob sich nah beendigter Zeugen: nehmung. und sagte: Das bezeichnete Vergehn ist Redacteur 5 d die Aussagen der von Jhnen gehörten Zeugen

yandlung 2500 Crer., bei der Landschaft 1000 Ci nirt worden und also 6150 Cer. für den nächste verblieben. Die vortherlhaftesten Verkäufe 4 schon einige Tage vor dem eigentlichen Ans Marktes. Es ist jedoch war|cheinlih, daß im Li ser Woche noch manches verkauft werden wird,

Königliche Schauspiel Fr:itag, 15. Juni, Jm Opernhause: „Di auf Schloß Aveuel „‘/ Oper in 3 Abtheil. M! Boyeldiéu. (Mlle. Schechner, Königl, Baieris sángerin: Anna, als Gastrolle.) Ja Potsdam: ¿Der Lügner und sein? Poss? in 1 Aufzug, Hierauf: „„Der flatterhasfte Sonnzabeud, 16. Juni, Im Schauspielhaus Fürst über Alle,‘ Lustspiel in 5 Abtheilungen Raupach. Hierauf t „Strudelfköpfchen,/ Lustspk

Allgemeine

lich, von dem Uebungslager von St;, Omer -aus,-

M 138.

Berlin, Sonnabend, den 16eten Juni 1827.

und durch das Geständniß des Angeschuldigten erwiesen z wir tragen demnach - darauf an, daß der Art. 201 des peinlichen dex auf ihn angewendet und daß ec in-die Kosten verurtheilt werde. Hierauf erhielt dec Abbé Mouchy, welcher die. Ernennung eines Advokaten von Amtswegen abgelehnt hatte, das Wort> um sich zu re<ts fertigen, „Jch kann, sagte er, nur tief bettûbe über die Thatsache sein, welhe mih vor Sie geführr hat, und déren Folgen t ch nit berechnet hatte, da ih, weit entfernt davon, Un-uhen „stiften zu wollen, lieder fau)endmal- mein: Leben lassen möchte, als dazu Veran- lassang zu geben. Wiewohl “metne Anhäuglichkeit an den König und an seine Regierung hinreichend defannte sind, so ist es in feiner Art weine Absicht , mich wegen eines an si< nur zu großen Fehlers zu ents ‘huldigen; i<h fann nur meinen festen Entschiuß be- theuern, nie wieder zu Aergernissen, Aulaß zu geben, welche mich. mit Schmerz erfüllen, und die ih auf jede mögliche Weite wieder gut zu m:chen bereit bin. Wenn diejes öffentliche Bekenntniß meiner Reue nicht hinteihe, um der menschlichen Gerechtigkeit zu genügen, so über- gebe. ih mein Schicksal in Jyre Hände.‘‘ Der Gcrichts- hof erließ nra< einer Berathung, die eine Stunde dausz erte, ein Urtheil, wodur der Abbé Moacby, mit Rúc{, sicht auf die erleihtcrten Umstände und auf seinen Wie- derruf vor Gerichr,-nur zu 100 Fr. Geldbußs verurtheilte wurde. (Der oben erwähnte Art. 201 set eine Ge- fángnißstrafe von 3 Monat bis zu 2 Jahr fest.)

Briefe aus Marseille vom 31. Mai erzählen nah Briefen aus Algier folgendes über die Ursache der Mis- helligfeiten mit dem Dey, die sogar die Verhaftung des französischen Konsuls zur Folge gehabt haben sollen. Der Dey hatte die Auslieferung eines gewisseu Nathan Bacry gefordert, eines Juden von Geburt, ehedem Uns certhan von Algier, später naturalisire in Frankreich, und der jest ein Handelshaus in Livorno hat. Von diesem Kaufmann verlangt der Dey für si< und für mehrere seiner Unterthanen eine - gewisse Summe als Rest des Kaufpreises eznet Partie Getretde, die der Va- ter des Bacry in den Jahren 1793 und 1794 fâr Rech» nung von Franfreih dort aufgekauft hatte. Diese Fors- derung war zwar bereits früher anerkannt worden, wurde jedoch erst uuter dem- Ministerium des Herrn Pasquier definitiv liquidirt und von den Kammern genehmigt. Bacry Über)chi>re auch dem Dey und den übrigen Ver- käufern ihren Antheil ‘an dem Ertrag ; allein er zog da- von ihre Rate der enormen Liquidationsfkosten ad, Die Gläubiger verweigerten die Aunohme des Gelees, indem sie sih diesen Abzug nicht gefallen lessen wollten. Dex Dey ließ hierauf einen Oheim des Bac:y verhaften und verlangte dessen Auslieferung vom Konful, èer die- les verweigerte. Bereits sind zwei Fregatten von Toulon abgesegelt, um vor Algier zu kreuzen, und meh-

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