1827 / 152 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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deren Nähe gegeben würde. Diese Zwecke ließen sich nur ; und Bäumen beladen, {n däs Thal der Neisse, g erreichen, wenn das Seiten Gedäude, welches durch Re- | (hwemmte Schreibdendorf, Neisbach, Bodi¡chau, S 5 paratur bis zum vorigen Sommet erhalten worden ist } nau, einen Theil von Mittelwalde, Herzogwalde, j und baufállig wár, Lng Und erweitert aufge- | feld, Oder» und Nieder - Langenau, und richrete ‘5 baue und mit dem Haupt - Gebäude verbunden wurde. | solche Verwüstungen an, wie jêne Fluth. Man sa: Bis jeht ist es unter Dach gebracht, kostet 2700 Rihir. | dieser Schlammmaasse. Menschen, Viey, Balken, Bâ: und wird in diesem Jahre völlig ausgebaut werden. etten, Wiegen und Hausgeräthe allec Art dahc Bei der ‘abgehaltenen Prüfung haben dit Zöglinge | wälzt konimen; an Rettung wär bei der außerdrde : ihre Fortschritte in dem Religtous : Uaterricht, in der |hea Schnelligkeit der Scrômung gar nicht zu dei: :; Musik, im Schreiben zwijchen erhabenen Linieo, im Le f wer sein Leben retten wollte, mußte auf alles ai: sen durhitohener Stachelschrist, in der Ge1hichre und Geographie nachgewiesen, auch wurde dargezeigtr, was * fie an Handárdeiten zu- fertigen vermögen: Der Eotrag aus den verfauften Handardeiten, welhe hauptjächltch ín Tuch, Stroh: und Schilfsdecken, geflohtenen Su- “hen, Scrohtellern, Rohrstählen 1c. bestehen, gewährte ei nen teinen Gewinn voa 76. Thir. 21 Sgr, 11 Pf. Die Einnahmen betrugen im vorigen Jahre 5421 Thir. 19 Sgr. à Pf. (worunter 114 Thlr. baarer Be: stand vom vorhergegangenen Jahre.) Die Ausgaden betrugen 5095 Thir. 8 Sar. 8 Pf. Ao Kapitalien wa- ren Ende des Jahres 1826 vorhanden: 19,450 Thir., mithin 2525 Thir. mehr als zu Ende des vorzyergegan- genen Jahres. : Mittelwalde, 15. Juni. Am 11. d. M. kreuz ten mehrere Gewitter auf dem südwesilihen Abhange des Gläßer Schneegebirges in der Nähe -der Stadc Mit telwalde; um 2 Uhr Rachmittags stießen eiuige derfel den zusammen und entladeten sich mit zwei heftigen Donnerschlägen; wan hörte sogleih ein starkes Rau schen, und auf der Thanndöôrfer Hochebene wurde eiu Luftgedilde sihibar, welches die Form zweier breiten Wände oder Säulen hatte, die sih aus den Wolken zur Erde senkten, und diese Stellung über eine Viecte!stunde beidehielten ; während dec Zeit wurden" die Berge um das Dorf Lauterbach mit eiuer sclchen Menge Schloss sen dedeckt, daß sie auf manchen Stellen úber zine Elle hoch lagen, dabei vermehrte sih das Rauschen in farcht- barer Weise, indeß dachté Niemand an eine Wasserfluth, weil hier nur wenig Regen gefallen war, allein um 3 Uhr fameu schon Boten. von den nahen Neißdörfern, und verfkündigten tie Anfuuft eines großeu Wassers, was si auch bald bestätigte, Die eine dieser Wasser. sáulen hatte sich in den Bergkessel, da wo dié Lauter- bach entspringt, ergossen, fie riß eine Menge Bäume aus den Wäldern, und wälzte solche mut sammte der Erde und losgerissenen Felsstücken in einem Nu in das * enge, aber starf bewohnte Thal der Lauterbach, wodurch gleich die ‘ersten Häuser, mit allem, was ‘darinnen war, fortgerissen wurden; die Fluth - vermehrte ich nun von Haus zu Haus, und wurde durch das Holzwerf der zertrümmerten Häujer, Felsstüke und Bäume immer verheerender, und es founte diese shreckliche Fluth jeßr niht mehr eine Wasser: , sondern eine Sclamm, und Srteinfluth genannt werden, aus welcher ein stinfender Nebel entwih. Das schône große Dorf Lauterdach, wo es feinen Bettler gate war in einer halben. Stunde vernichtet; die armen Leute haben nicht allein ihre Häu; : i ser, V v fs alles, was zur Lrtles Mibruas us Königliche Schauspiele. Bedeckung gehört, verloren, soudern auch den Bodea, Dienstag, 3. Juli, Jm Schauspielhause: : wo ihre Häuser und Gärten standen. Jm Oberdorfe delföpfchen „“ Lustjpiel on M0 ale S. sicht man jeßt ftatt Gärten und Wiesen, ein Chaos von | Th. Hell. Hierauf; „Laßt die Todten ruhen,‘ Lustsp E mel Die S N sind nun zeimaths, stu 3 Abtheilungen, von E. Raupach, x los, denn Jahrhunderte gehören dazu, ehe diese Felsen Mittwoch, 4, ei n massen wiedèr mit Erde bedeckt und bewohnt werden f Oper tin 2 “ark gas e R C: zin fénnen. Die ¡weite Wasserhose entladete sih an dem | Clemenza di Tito, Musik von Mozart, (Mlle "Hei Berge, wo die Quellen der Neisse entspringen, Und | fetcer, vom Hof Theater zu Cassel: Sextus, als Gastro

stürzte mit eben solcher Macht, wie die erstere auf Thanu Hr. Sctuhlwúller dorf, tobte von da, mit Häusertrümmwmern , Felsstúckeu | pieria S 7 vom Hoftheater zu Stuttgart, w

es giedr Menschen -oyne Oddàch, ohne Nahrung, .

Kleidung, furz ohne Alles; es giedt S ode y dek und Kinder ohne Elteru, einer hat sein Weib, -j andere ihren Manu vétrloren, Folgende Zusammen è lung giebt eine, jedoch noch lange nicht volstänè

U?becsicht des großen Unglücks, was die hiesige Ge: - betroffen hat. Ja Lauterbach, - Thanudorf, Neißd | Sriibendoif, Bodishau, Schduau, Herzogw: d Shdufeld, Ober- ‘und Nieder Langenau sind einige si ¿zig Menschen erctraufen, gegen 40 Häujer gauz w:

|chwemmt, und über 120 ganz unbrauchbar gewor auch in Lauterbah und mehrecen andern Dörferu à Feldfrüchte uud Grüafutter durch die Shlossen vert: tet. «Jn Schdufeld wurde die Schmiede mit 8 N: [chen fortgeführt, welche alle Ihren Tod in den Flut fanden; in Niederlangenau ein Bauerchof mit allen 2? wohnern, rur éine Tochter wurde, auf einem Som häuschen sibend, erhalten. Ja Thänndorf befauden ( in einem Hause die Mutter. mit 2 Kindern, ihre St j ser und des Mannes Mutter, dec Manu war auf d anderes Dorf auf Acbeic, eilte aber sciner Familie- b zu Hülfe, dvch wer vermag seine Gefühle zu fchilder ass er hinfommt und das Haus mit alles den Sein utcht mehr fiadet; alle hatte der Tod verschlungen. Lauterbach rettete sich eine Mutter mat 3 Kindern, Häucchèn wurde vor ihren Augen fortgerissen, der V

aber au diesen sahen die Aermst:n nicht wieder; a! ihn hatte die Fluth ereilt. : i : Da unsre ganze Gegend so sehr gelitten hat, so fôn! die Uaterstüßungen für die Unglüiichen, die dur | traurige Ereigniß ihrer Habe beraubt sind, nicht y Bedeutung sein, und es hat sih daher hier ein Ve:1 gedildet,. welcher die edle Gesinnung unserer Lands[:1 in entlegenen, von solchem. Unglucke nicht betroffen Gegenden vertrauensvoll in Anspruch mmmt. M4 ihm recht reichliche Gaben zufließen, y Colberg, 25. Juni. Zu dem diesjährigen » 18. bis zum 22. d. M. hier abgehaltenen Wollma: sind berhaupt 70 Centner 3 Stein Wolle zum Verk anhero gedraht uud davon 52 Cer. 3 Stein fur Dacchschaittepreis voa 26 Thir. 7 Sgr. 6 Pf.

Centner verkauft, 18 Cer. abet wieder zuruck genom: worden.

T S S Narr —-- —-

Sedruckt bei Feister und Eisersdorff. Redacteur Joh 1.

verzichten. Das Unglück ist in det-Thyac unbeschreid

ter war in Schönfeld auf Ardeit, als Zinmermaiß

« Allgemeine

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Berlin, Mittwoch, den 4ten Juli 1827,

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d : “Georg Karl Heinrih Stemler, dem Former Adolph

: Amtliche Nachrichten. E S Ee dem Steinm- 6 Pi Séébtee Viiio “M g Gilockengießer George Bachmann, dem Former Hein- Kronik des T q G _fF rich David Villeneuve, dem Ciseleur Heinri Lad,

Seine Majestät der König haben den Adelstand f August Ohrdorf, dem Gürtler Franz Heinrih S ch u-

‘s Referendarius Friedrich Wilhelm Dietrichsmaun, dem Former Karl Heinrih Lorenb, dem Tôp- )cisler und der beiden Schwestern desselben, der Ju | fer Joh. Friedr Gürthner, sämmtlih in Berlin; dem ¡ane Friederike Elisabeth und der Elisabeth] Zimmermann Ferd. Morave, dem Zimmerminti Karl harlotte Magdalene z14 erneuern geruhet, i Reichelt, dem Zimmermann Joh. Daniel Zimmer- Seine Königliche Mzjeftäe haben den bisherigen] mann, dem Zimmermann Gottl. Borsig, dem Zim- ammergerihts - Assessor Uhden zum Justizrath bei} mermann Karl Heiber, dem Mäurer Hoseus, dem ¿m hiesiges Stadtgerichte zu ernennen geruhet. “Zimmermann Helmich, dem Maurer Kremser, dem | Müller Karl Wecke, dem Maurer J. Errel, sämmt-

lih in Breslau ; dem Drechsler Karl Lepper, dem

Se. Hoheit der General der Jnfänterie und fkom- Zimmermann Ernst Wiederhold, dem Mäurer Fried-

F andirende General des Garde-Korps, Herzog Carl rich Reichmann, dem Fnstrumentenmacher B d sthe,

i ; : ; lis | dem Zimmermann Ferdinand Hennuiges, dem Maurer E s M E S R Wilh Grube, -dem Tischler Friedr. Hahn, dem Ti jchs

ler Friedrich Schwabedal, sämmetlich in Magdeburg, dem Zimmermann Albert Scharre, dem Tischler Ferd, Die Königliche Akademie-der Künste hat sich |Weißel, dem Drehsjer Joh. Christian Glück, sämmes-

2ch der lehten Beurtheilung der Probearbeiten aus der lich. in Halle, und dem Töpfer Jgnaß Wessety in Kd- #

iesigen Kunst, und Gewerk, Schule und den Provin aigsberg. : 2

al ; Kunst - Schulen bewogen gefunden, dem Professor Berlin, den 27. Zuni 1827. :

c. Prange in Halle, weil derselbe durch Leitung und | : | (gez) Schadow, Direktox. weckmáßigen Unterricht, als Direktor ‘und einziger Leh: | : er dieser Anstalt, dieselbe in nüßlihèm Staade erhal Abc ore: Sé. Exrell, ‘der Genet Nenimeia,

en ;¿ und dem Architekten Kerger in Breslau wegen Ch i i 3 e A L, ef der Gendarmerie und Commandant von Beclin, :sonders guter und zweckmäßiger Leicung der Schüler ves Etudetr tre! tat Cüstrin.

ei Anfertigung der Zeichnungen aus der dfonomischen La : a j y aufen nis ka Apt v ,„- ihren Beifall dadurch}. Der De G ear Iu Kabinets-Kourier Ne t- uf eine dauernde Weise zu erfennen zu geben, daß sle ig, nah Di, ‘Pt g- hnen Medaillen mit der Umschrift: Die Königl. Aka emie der Kunste als ehrende Auszeichnung dem (Na len und Stand des Empfängers eingeschnitten) zuge- andt hat, :

Es me naci ges dier FORON D annt A usland. . di ewd0dhn e große jlibderne Prets: Mee: 5 i E E Formstecher Karl Heinrich S-chley, dem Paris, 27, Juni. Jun dem gestrigen Ste des Zürtler August Ludwig Held, dem Steinmeß Addölph | Moniteurs befindet sich folgender, dem Anscheine nach Heiurih Wimmel, dem Tischler Joh. Aug. Hermann | aus amtlicher Quelle geflossener Artikel über die von Herold, sámmtlih in Berlin, dem Tischler Wilhelm | Sr- Maj. verfügte Wiedereinführung der Censur: „Seit

Zeitungs- Nachrichten.

Wi ager in Magdeburg, und dem Husschmidt Friedrich | einem Monate verkündigten die Oppositionsblätter ihren lbelm Krimmer in Halle,

Lejera, daß die Censur unverzüglich wieder eingeführt B, die fleine silberne Medaille: dem Form: | werden würde; seit drei Jahren (denn den Preßunfug secher Pet.- Karl Meißer, dem Stellmacher Friedrich | müssen wir vom Monate Junîï 1524 herleiten) geben

Heinrich Hesse, dem Seidenwirker Johann Karl | sie sich alle Mühe, die Annahme diejer Maßregel unver-

Schulz, dem Eisengußformer Friedrih Wilhelm Karl | meidlih zu machen. Noch hatten sie das Wort nicht Schröder, dem Klempner Karl Julias Ferd, Zobel, | ausgesprochen, als es bereits in ihrem Gewissen geschrie dem Wagen - Lackirer Simon P iß, dem chirurgischen | ben stand, Die Kinder zittern vor idrem Vater, schon Justrumentenmacher Wilh. Ad, Rutte, dem Tischler s in dem Bewußtsein eines Vergehens uud noch ehe man Joh.- Aug. Rieser, dem Seidenwirker Fr, Aug. Kom- | ihnen dasselbe vorgehalten hat. Eben so hätte die mer, dem Formsteher Franz Ferd, Gilf, dem Tischler | terliche Regierung des Königs gerechte Vorwürfe den

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