1827 / 175 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

heute Abend:

Ereigniß dargestellt.

wartet.

worin man darzuthuen sucht, Recht auf die Regentschaft habe.

zu unternehmen.

gerichtet.

führen.

von Assianti einr neues weites Feld für den Sclaven: handel eröffnet hade, und derselbe bis zu einem unge- heuern, durch die geringe Englische Macht auf keine Weise zu steuernden- Grade betrieben werde. „„Die K. Fregatte Maidstone hat allein, seit Capitain Bullen mit derselben auf dieser Küste anfam, 1460 menscchliche We- 4 sen befreit, nit gerechnet, was die übrigen Schiffe des h Geschwaders geleistet, und doch steht zu glaubeù, daß

/ für ein Sclavenhändlershis, das genommen worden, hundert der Wachsamkeit der kreuzenden Britten ent- gangen sind.// Besonders durch alle Europäischen Nie- derlassungen in Atkkra werde dieses verhaßte Geschäft j} bt befördert. „Man läßt uns,'/- schließt der Biief, bald ein Schiff aus England erwarten, dem wir mit Spannung entgegensehen, da- es Nachrichten von den Absichten der Regierung mit dieser Colonie bringen dürfte. Jch meinerseits din- darin nicht sehr sanguinisch, denn man scheint sie gern ganz los. werden zu wollen,‘/ J Brüssel, 25. Juli. Nachdem am 21. d. M. das 1 Wettrennen inländisher Pferde hieselbst statt gesunden : hatte, erfolgte vorgestern das Wettrennen ausländischer Pferde, d. h. wo alle Pferde. zugelassen werden. Eine sehr große Menge Zuschauer waren zu diesem Schau, spiel herbeigestrômt ; leider ist es bei dem dadurch ent. standene Gedränge nicht ganz ohne Unglucksfälle abge gangen. - /

S. K, H. der Prinz Friedrih ist am 21. d. v1

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gegründete Hoffoung, daß das Resultat den heißesten Wänschen des Publikums entsprehen und somit den theuersten Jateressen des Landes günstig sein werde. Mit Bezug auf diesen und einen ähnlichen Artikel in einem andern Blatte von gestern, sagt der Courier von ¿Diejenigen unterer-Mitbrüder, welche der Regierung entgegen sind, lassen sihs sehr angelegen sein, alle Umstände, selbst die natürlichsten, zum. Vor- theile der Parthei zu drehen, in deren Dienste sie ste hen, So wird die Aufwartung, welche der Herzog von Wellington am Donnerstag dem König abgestattet: hat, in einem gestrigen und in einem heutigen Blatte als ein auf ausdrücklichen Befehl. Str. Maj. gemachter Be- such und als ein an wichtigen Resultaten fruchtbares Daß der Herzog von Wellington für augemessen befunden hat, dem Könige am Jahres- tage der Krônung Sr. Maj. seine Aufwartung zu ma- chen, ist etwas sehr Einfaches; aber wahrheitswidrig ist es, zu behaupten, der König habe seinen Besuch. er-

Die Times enthalten einen Brief aus Lissabon, daß Don Miguel kein Dann wird darin versichert, die Freunde der Consticution wünschten, daß Don Pedro nach Europa fomme, um die Königl. Wärde wieder zu übernehmen, die Ruhe im Lande herzustellen, die Verfassung zu befestigen und demnächst zu Gunsten des D. Miguel zu entsagen, nachdem dieser sich eidlich verpflichtet haben werde, nichts gegen die Coaustitution

Unser, vou -M’xico mit dem K. Schiff Primrose zurückgekommener Gesandter, Hr. Ward, war, während dieses Sch:ff auf der Herreise in Neuyork eingelaufen. war, nah Washington, um eine Unterredung mit un, serm K. Gesandten zu haben. Die Mexicanische Re- gierung hatte vor seiner Abreise sowohl’ an ihn, als an unsern dort zurückgebliebenen Geschäftsträger, Hrn. Pa- kenham, eine schriftlihe- Anerfennuug ihrer Verdienste

Jn Cork lagen na den leßten. Berichten 5 Stiffe und wurden ungefähr noch einmal soviel erwartet, um Jrische Familien: zum Laudbau nah Südamerika abzus

Die (gestern fürzlih erwähnten) Nachrichten aus Cape-Coast besagen, daß sich seit dem Tode des Königs

Mastricht in Lüttich eingetroffen und hat daselb Kanonengießerei so wie das Artillerie - Corps - besig S K. H. gedachte au 23. Abeads nach Koblenz j gehen. __ Ein österreichischer. Kabinets - Kourier ist vorge mit Depeschen von Wien nach London hier dur

Beim Graben“ an dem Kanal von Gent nag „neusen hat man vor furzem mehrere Alterthümer y den, namentli) Waffen aus dem 15cen und 16ten hundert. :

Amerika, Neu. Yotker Blätter enthalten foh auf den Mittheilungen eines [so eben aus Peru | zurückgekommeaen Neuss Yorkers beruhende Nacht Über die (schon mehreremale erwähnte) leßte Umni in Peru, die wenigstens eine zusammenhängende 1h sit dieses Ereianisses- geben. R

Seit dem Zeitpunkte der Auflösung des, ny tiellen Congresses Jahr 1825, welcher die Di von Peru für Bolivar beibehalten hatte, sah dai ‘auf die Ecfúllung der Versprechungen hiuaus, di reine und vollständige Volksvertretung zusammenky und die dicratozishe Gewalt niedergelegt werden | Endlich ergingen Befehle zur Wahl von Repräs ten durch ganz Peru, die, nachdem sie gewählt mw im Anfange des J. 1826 in Lima sich versamn Es fanden einige Prâliminar- Sißzungen satt, e sih für den Coagreß von Peru erkláren konnten, es wurden in diesen Sißungzen so freie und voa ( der abweichende Meinungeu über die Fortdauer das Aufhören der unbeschräuften Gewalt des Ge geäußert, daß die Versammlung bald fär gut fa wie es allgemein hieß, theils durch Decohungen, | durch V:rsprechungen voti seiner Seite bewogen selbs aufzulösen. 52 Mitglieder unterzeichneten Bittschrift an Bolivar, um Fortseßung seiner Y tur, was’ er annahm, und- zugleich dem- Volke einen dern Congreß versprac, Die übrigen dreizehu- nah nicht Theil an der Bitte und eines dersclben, D. Fr( Javier- Luna de Pizarro, wegen Patriotismus wnd ienten sehr belobt, ward verbaunt.. Das längst ge Mißtrauen über die fortdauernde Anwesenheit eine ßen Columbischeu Heeres im Linde, so wie üb muthmaßlichewm End: Absichten Bolivars begann nul zuzunehmen, und man glaubte, darüber nicht läng Zweifel zu sein, als bald darauf der Entwurf zu Verfassung für Peru (gauz nach dem Zuschnitte di livischen) fundgemache wurde, wovon Bolivar ( ständlih der Verfasser-war. Die Hauptzüge dei waren: ein Präsident auf Lebenszcit, ohne Verant lichkeit, mit der Besugniß, scinea Nachfolger zu len, dem Oberbefedl der Land- und Seemacht, de! fügung über die Staats: Casse und der Ernennu! Civil- und Militair Beamten, : Am 26, Juli, kurz vor Gen. Bolivars Abreis} Guayaquil, wurden alle Argentinischen, Chilenisch! viele Peruanische Offiziere, die fich in Lima befand u ter ihnen Gen, Nicochea, ein Peruaner, der si F Schlacht bei Junin später unter Gen. Alvear ge Brasilier ausgezeichnet), in Einer Nacht festgeno! und die Verhastnéhmung aller Argentinischen un! lenishen Bärger im Julande, um innerhalb 24 den nah- der Hauptstadt gebracht zu werden, bt! Die einflußreihsten derselben wurden verbannt, de! gen, gegen Bürgschaftsstellung füc ihr Benehmd bleiben gestatte. Als Grund für diese Verfúz! ward eiue Vecshwörung wider das Leben des DiY angeführt, es ist aber nichts dergleichen je erwiescl den, noch hat irgend eine geri tlihe Verhandlun über stactgefunden. Nach -Bolivar's Abreise ers!

Wähler- Versammlungen zur Genehmigung des V

Befehle an die Prâäfecten der verschiedenen Prov!

ungs - Eutwurfs uud zur Erneunung des lebeneli! 7

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denten einzuberufen. Es heißt, daß alle mög: ' O i Mars 4 worden sind, das Volk zur ung: nyr solcher Wähler zu bringen, die den Zivek- ves Gen, Bolivar günstig wären, Die Wähler der t Lima versammelten sich im September in jener ptstadt, wo ein Freund Bolivars im Sißungssaal (ben die Versammlung bedrohte; genehmigten den zurf und. ernannten Simon Bolivar zum Präsiden- Jun den Provinzen giag es eben so und in Are: 1 befam einer. der Wähler, der einige Aenderungeu m Entwurf in Vorschlag bringen wollte, die Wei- , er werde - seiner Sicherheit halber besser thun, er shweige, Die Verfassung wurde schließlich am ecbr. , dem Jahrestage der Schlacht bei Ayacucho, ven meisten der Angestellten der Régierung durch Peru öôffentlich proclamirt und béshworen. Jn war auf dem großen Plaße eine Rednerbühne er» t, von wo herab sle verlesen ward. Es war ein r Volks - Zasammenlauf, alleia uur wenige Viva's

vernehmen. N M wollte man das Ganze der Zwecke Bo- s durch das Benehmea seiner Anhänger in Guas {, Cuenza und Quito einsehen tfônnen. Jaudem leich den weiter abgelezenen Departementen Zulia, 1caibe u. s. w. von den, in Venezuela ausgedroche- Unruhen Veranlassung nahmen, ließen sle klar die t blicken, Columdbiens Vetfassung nach jeuer, welche eru befommen hatte, umzumodeln, mit Bolivar ebenslánglihem Präsidenten. Ja Peru geriethen Bein icher durch diefe, theils flar vorliegenden, theils sgeseßten Pläne in eine unbdeschreibliche Gährung ; ar vorauszusehen, daß es, troß der Anwejeuheit mbischer Waffenmacht, bald zu einem Ausbruch kom- mußte, allein er fam von einer völlig unerwarteten te. Die Nacht vom 26. Jan. dieses Jahres wur- die Oberbefehlshaber der Columbischeu Trappen, Generale Lara und Sands, nebst allen Obersten und Clieutenanten, die im Verdachr standen, Boltvars cke zu begünstigen, durch einen Subaltera - Offizier etwa: 50 Columb. Soldaten festgenommen, früh am sten Morgen sicher im Fort von Callao verwahrt etwa ahr Tage später nah Buenaventura in der vinz Choco geschickt. Die Stade. Lima kam in gro- Aufregungz feiner wußte, welche Personen verhaf orden, feiner, wer es gethan, noch wie das euden de, jeder fürchtete die Ausschweifungeu einer, nun, es hien, herrenlosen Soldatesfe, es war allës in Sache dunkel; alletn im Laufe des Tages erschtieu Proclamation eines Columbischen Offiziers (des amente) Namens seiner und seiner Helker, worin ein Volke anzeigten, däß sie so fär das Wohl ihres es (Columbiens) gehaudelt hätten und die Bäiger ’s nichts zu fürchten brauchten. Dieser Protlama- folgte eine zweite, wodurch eben dieselben et:klär-

x hin aufrecht zu- erhalten; geschreckc dur die drohende Lage, in welche jene Republik ducch die

techerishen Handlungen des Gen. Paez und der

dtráthe von Guayaquil, Cuenza, Quito, Cartagena Panama, wider die Verfassung und bestehende Ne- ng, und: zu Gunstezn eines Diccators und- unbekaun- elebuches, gebracht worden, werde es ihnen unmö z: ohne sich des Verraths an Columbien ‘schuldig zu ma- , gleichgültig in einer Angelegenheit zu bleiben, diz Wohl Aller betreffe und hättea sie ihrer Regierung 5 hieß also dem General Santander) ihre Uater- ung wider die Unternehmung irgead eines Neuerers eboten.// Zugleich erklärten sie den Peruanern, sich

jt der Annahme irgend einer Regierungsform, die sie

wählen möchten, entgegenlegen zu wollen. (Schluß folct.)

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| ¿¿Den Geseßèn und dexr Verfassung Columbiens zlich unterworfen, seien fle entschlossen, diese auf je:e

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u E R E E

Stettin, 26. Juli. Se. Königl. H der Prinz August von- Preußen sind gestern Abend zuc Jaspektion der Actillerie hier eingetroffen.

Verhaudlungen des ersten Provinzial „Land- tags der Provinz Sachsen. (Fortsezung.)

Was nun die von dem Landtage vorgeleaten Peti tionen anbelangt, so betrifft deren erste das Bedürfniß einer Gemeinde-Ocduung für das platte Land und alle solche Ortschaften, in denen die Städteordnung nicht Anwen» dung- fiaden dürste und es wurde an Se, Maj. die Buite gerichtet: eine solche Gemeindeordönung entwerfen, darin die Verhältnisse der Gutsherrschaften zu den Ge» meinden genau-bestimmen, den Entwurf aber auf dem nächsten Landtag zur Begutachtung vorlegen zu lossen, Da aber bis zum Erscheinen diejes Geseßes noch med: rere Jahre vergehen dürften, baten die Stände zugleich, bis dayin ein Jutecimisticum reguliren zu lassen, Nach dem Landtagsavschiede haden Se. Maj. bei der großen Wichtigfeir und Schwierigkeit eines - solhen Geseß-»s Sich weitere Entschließung vorbehalten ; da ader inmit- tels die durch die wiederaufgehobene G-seßzgebung des erloschenen Königreichs Westphalen gestôörten Verhälts nisse der Rittergüter und Landgemeinen in den dieser G s:ßgebung unterworfen gewesenen Landestheilen einer Regulicuug bedücfeuz so haben Se, Maj. dem Staats Mugnisterio Anweisung ertheilt, eine den Anträgen der Stánde im Wesentlichen entsprehehnde Verordnung zu ‘entwerfen und Allérhôöchstdenenselben vorzulegen. Die zweite Petition war auf ein Geseß gegen die allzügroße Bodenzecstückelung. Se. Mj. haben“ die deshalb vor: getragene Aufsicht der Stände gebilligt und die Ausars beitung eines desfallsigen G-seßzutwourss anbefohlen, welcher demnächst dem- Provinzial Landtage ‘zur Begute achtung vorgelegt werden wird. Die dritte Petition bes traf die Gewerbe. Die Provinz leidet in deren Hin- iht an zwei Extremen, theils: an einer unbeschränft:n Gewerbesreiheit, theils an deu Uebeln eines úbertriebe-

uen und veralteten Junungszwangsz die Stände glaub-

ten in der Mittelstraße zwischen beiden das für die Pro vinz Wünschenswerthe zu fiúiden, und daten deshalb: die Geseße vom 2 Noobe. 1810, 7. S:ptbr. 1811 und das Gewerbsteuergeseß vom 30, Mai 1320 revidiren, dabei die in dem herzoglich - säh{/chea Tyeile der Pros vinz bestehenden geseßlihen Vorschriften berücksichtigen, den neuen Geseßentwurf aber ebenfalls dem Provinztal- Landtag zur Begutachtung vorlegen zu lassen. Nach

“dem Landtags: Abschied. h1ben Se. Majestät eine beson-

dere Commission niedergeseßt, um die gzwerbpolizeiliche Geseßbgebung zu- revidiren und eine Gewerbe - Polizei: Ordnung zu entwerfen, und haben an dieje Commission die diesen Gegenstand betref:ude Schrift der Srände, zur Berücksihtigung der darin ausgesprdcheuen Wünsche und Auträge bei den fernern Berathungen, abgeben las sen. Die vierte Petition betraf das Armen, Betclers und Vagabunden-Wesen und insbesoadere die Frage úber das Heimathsreht. Die Siánde hielten eine R vision und gänzliche Reform der -darúber bestehenden, theils ‘chwanfenden, ch:ils prooinziellen Vorschriften und díe Aufstellung allgemeiner und vollständiger Grundsäße für nöthig und baten deshalb: auch darúber- einen g Bai Geseßentwurf ausarbeiten und zur Berathung des Pros vínzial Landtages gelangzn zu l»ssen, Sie data zuzleih mehrere Hauptpunkte cines solchen Entwurfs. Nath dem Landtags : Abscht2de befi1det sich béreits ein allgemeines Geseß über j nen Gegenstand in der Voats eitung, durch dessen Publication der Antrag erledigt

verden wird. Ju der fünften Petition lezen die S ânde