1827 / 185 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

die Times: der Nuben davon würde nicht bloß in Süd- amerifa empfunden werden. -„, JndeG (fährt das ge- naunte Blatt fort) Don' Pedro Gelegenhett - erhielte, nach Earepa abzujegeln, würden die Hoffnungen der Portug. Rebellen gemludert, ihre Anstrengungen gelähmt, dieser Rebellen, die, im vollen Vertrauen darauf, daß der Kaijer zu tief in Feindseligkeiten verwickelt sei, um Brasilien verlassen zu können, sih' unterfangen haben, seine Charte mit Füßen zu treten und ihn als abgedanf- ten Monarchen anzugeben, da doch die Bediugungen sei ner Abdankung noch unerfüllt sind, Der Moniteur giebt zu verstehen, Don Pedro werde es nicht rathsam

zu seßen, nur -um die Freiheiten Portugals#zu festigen. Allein das Benehmen des Kaisers wird ohne Z veifel von seiner eigenea Ansicht úbec den relativen Zustand beider Länder abhängen. Kühnheit und Krafc genug

rigfeiten shreen zu lassen; und seine Liebe für die, von -ihm selbst vorgeschricbene, Charte wird der natürli. chen Beharilichkeit seines Charakters zu Hülfe fommen. Schon sprachen wir die Meinung aus, daß, so weit es den Vortheil Portugalls betrisst, die Erscheinung Pe: dro’s in seinem Geburtskande unendlich nüblich sein würde, die Empbrung zu dämpfen und alle Classen für jenes verbesserte System zu cinigen, das nur taruw verworfen wird, weil die Parthei Bosheit nicht zugeben will, daß die Vortheile desselben verstanden oder ent» wickelt werden, Dabei gebe wir zu, daß das Brasili. sche Volk nicht mit des Kaisers Wünschen sympathisiren, noch scine Bestrebungen sür das Wohl sciner überseei shen Brúder gut heißen möge; und es könnte vielleicht “setne Abwesenheit benußt werden, die Regierung Bra- siltens den Republiken, die es auf allen Seiten begrän;- zen, zu verähnlihen. Allein dieses ist ganz eine Sache zwischen ‘dem Kaiser und seinen Unterthanen. Auf welche Weise sich auch das, vom Moniteur aufgestellte

feit dieses Ereignisses nichts sein in Vergleichung mit dem Vortheile einer ruhigen „- befestigten Regierung iu Portugal, dessen Zerrütcungen nicht allein für das Land, wo sie stattfinden, schädlich sind, sondern auch, durch nicht fern liegende ‘oder mittelbare Folge dahin zielen, der größern Theil Europas in Zwist und Krieg zu ver 'widckelu, Es hängt ein andrer größer Umstand mit der “Sache zusammen : die gleichzeitige Räumuug Späniens und Portugals durch die Truppen Frankreihs uud Eng- lands, auf welhe Räumung wir so wiederholt und noch fürzlih gedrunaen haben, daß wir deren Wichtigkeit, oder vielmehr Nothwendigkeit, nicht mehr auseinander zu seben brauchen.“‘

Wir haben Neuyorker Blätter bis zum 8, v. M. erhalten z' es fluder sich jedoch nichts Neues von politi: her Wichtigkeit darin, N

Die Nachrichten aus den bedeutendsten Mantüfac. turdisiricten lauten fortdauernd günstig; die Bestellun- gen und somit die Gewerbsthätigfeic sind in stetem Zu- nehmen, N j

Brüssel, 5, Auzust. Folgendes is das neuzste Bülletin úber das Befindeu der Königin; |

Laeken, den 4. August, ; i 9 Uhr Morgens.

Jhre Maj. die Königin haben einen großen Thetl

der Nacht geschlafen ünd sind dermalen ohne Fieber. : Unterz.: Der Doctor Everard. : J, B. Uytterhoeven.

Mainz, 4. August: Gestern wurde das allerhöchste Geburtsfest Sr. Maj. des Königs von Preußen, begün- stigt von dem schdnsten Wetter, von der Garnison mit großer Feierlichkeit hier begangen. Schon am Vorabend desselben erfreueten die K: K. Oesterreichischen und K.

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finden, den Besiß seines Brafilishen Reichs iu Gefahr-

hat er, sich uit durch gewöhnliche Gefahren und Schwie f

1 | Problem- lösen môge, immer wird die politische Wichtig-

gutgewählter Tonstäcke bei Fackelschein vor dem Goy naements - Pallaste. Am -Morgen des Festes bei Tul Anbruch kündigte: der Donner* der Kanonen von | Wällen die hohe Feier an. Um 10 Uhr verfammelte sid Garnison zu einer Kirchen - Parade und alle- Civil, Mailitär- Behörden jo wie die hier residirenden diplo tischen Perfonen, zu einem feierlichen Gottesdienst iy Peterskirche,. au dessen Schlusse abermals Geschüße ven erfolgten. Um 2 Uhr war große Tafel bei Excellenz dem Hrn, Vice - Gouverneur K. Pr. Gey lieutenant v. Carlowiß, wobei. auf das- allerhôchste Sr. Maj. ein Toast ausgebracht wurde, dem ein q meines Lebehoch und Geschüßesdontuer folgte. Preßbur g, 31. Juli. Ju der am 26. d, stajt habten 235sten Reichstagssißbung träten beide Tafel R-ichsstände' zusammen, um folgende vier neue, unt 23. Juli erlassene Resolutionen Sr. Maj. zu va men : a) auf die Vorstellung der Reichsstände vi d M. „„úber.die Wiederherstellung und Vermehrun Königl. Ungarischen Leibgarde‘ —- worauf Se, | zu erwiedern geruhten: daß der erste Punkt weiter] handlung mittelst der slebenbúrgishen Hoffkanzle sechste aber eine nähere Erläuterung erhei|che ; daß tens die adelichen Leibgardisten dur dieseu auf Jahre beschräufteu Dienst pensionsfähig nicht w können; denjenigen Offizieren aber, wilhe nach chen Militair - Diensten, an Kräften erschöpft, in Leibgarde aufgenommen, di? Peusion verdienen geruhen Se. Majestät diese aus dem Aerarium z1 wiiligeu. Den dritten Punkt betressend, willfahreil Majestät dem Verlangen der Reichsstände aufdie ) daß die gebührenden Portionen in- Naturalien, in d benachbarten Gespannschaften Ungarns durch wi einer Licitation zu wählende Lieferanten herbeige si und die Einführung derselden von Mauth-, Zolle | allen andern zum Aeracium gehörigen Gefällen d Art, unter gehörigen Bedingungen (Cautelen)“ b werde. Viettens: Die die Leibgarde betrefsenden f Correspondencen jéien ohnehin. schon kraft vorhergeh( allerhöchsten Verornnungen portofrei. Fünftens: Haus der: Leibgarde in Wien fônne vou der Cont tion, die niht groß sei, dem Systeme zuwider, dal gleichen Jmmunicäten nicht gestattet, nicht befreit den. “Siebenteus : Die durch die feindliche Ju verursachten Unkosten seien, als Folgen des allen bern gemeinushäftlihen Unfalls, auch von dem Ji (‘Proprietár) des Justituts ju tragen, Achtens; Majestät werden verordnen, daß die in ungarisch! lateinischer Sprache vou Seite der Letbgarde zu| den Rechnungen über Empfang und Ausgabe dem Statthalterei- Rathe underbreitet und von da hôchste Stelle eingeseudet werden; die Manipul| der Kasse befiude sich übrigens bereits unter der sicht und Verantwortung des Leibgarde Capitäns. Ÿ tens: Se. Majestät wollen auf die Betöôrderung zu den Civilstellen der Mitglieder der Leibgarde, F Maaßgabe ihrer dazu erforderlechen Eigenschaften Kenntnisse, billige Rücksicht nehmen, wie auch vi nen, daß die im zehnten und eilfsten Punkte enthal Wünsche der Reichsstäude gewährt werdenz daß jene Gegenftände, welche im zwölften und dreize Punkte begriffen sind, der allerhöchsten Aufmerks nicht entgingea, und daß Höchstdieselben stets b! waren, auch fäustig dafür Sorge zu tragen, nidl mangeln werdeu, daß die adeliche Leibgarde zur F und Auezeihuung - der "ungatishen Nation ger! und daher auch das Bedürfniß des im dreize Punfte Berührten nicht vorhanden si. Daß übri Se. Maj.: auch diesen neuen Beweis der aufrich Ergebenheit der Reichsstände gegen Jhre Person / zuch der besondern -Sorgfale für die Bildung de

a aufnehmen, und fehr angenehm sel Aller- es io der Reichsstäude von 100,000 M. fúr déssea püúnftlihe Verwendung zu dem von Reichsständen angegebenen Zwecke Se. Maj. wirk, sorgen werden, b) Der Juhale der auf die Vor ng der Reichsstände vo:n 9. d. M. rücküächtlich der nicolar-Kasse und des National, Museums erfolgten rhdihsten Resolution ebenfalls vom 23. d. M. ist: nachdem das Reichsgebäude in Folge des 93, Arti- 1715 dên Landbewohnern zur Disposition und Ei: hum auf ewige Zeiten übergeben worden ist, die zu Reparation uad Erhaltung erforderlichen Kosten em Eigenthumsrecht haften. Jn allen übrigen Punf- derselben Repräsentation gewähren Se. geheiligte vollkommen die Wünsche der Reichsstände und ge- n zugleich zu verfügen, daß dieselben ‘realisirt wer- Endlich willigen Se. Maj. gern ein, daß die Na- jener, die zu dem Fond des Nationalmuseums Üüber- t beigetragen haben, zum ewigen Andenken inarti- e werden. Durch die übrigen zwei Resolutionen demselben Datum geruhten Se. geheiligte Majestät benfalls am 9: d.- M, unterbrettetct Artifel über adigenen, dann über einige Beschwerden und Pó- te zu- ratificiren, und zugleich in Beziehung auf die n zu erklären, daß es Sr. Maj. sehr angenehm daß die Reichöstände auch bei dieser Gelegenheit neuen Beweis der zärtlichsten Liebe der ungari Nation zu. ihrem Könige geben wollten. Jn 256/teu, am 27. gehaltenen, gleichfalls gemischten chsragssißung wurde die Vorstellung der Reichs stäade deu Termin des näch(ten Reichstags, so wie die

tung der Ludovicea, welcher zugleich der erste Geseb- fel darúber einverleibt ist, vorgelesen, und auf übliche Weise an Se. geheiligte Maj. abgesandt. 23. ist, nach. einer Circular - Berathung über den wurf der- Repräsentation des Oedenburgér Grava- 's, in, der 257|ten gemischten Reichstagssißung cine rhôchste Resolution vom 12. d. M. in Betress des zes, im Wesentlichen gleichen Inhalts mit der vor: ehenden publicirt worden. —- Gestern aber fand die e -Reichsragssizung Statt ; das Präsidiuni bei der gnatentafel führten wieder des Erzherzogs Reichspa- 1s Kaiserl. Hoh, Hôchstwelche am 28. d. M. um, 12 Uhr Naces von Wien zurücfkehrten worauf das Gerücht verbreitete, daß am 2. Aug. die königl. rische Hoffanzlei herabkommen werde.

Madrid, 26. Juli. Die zu Guernica versam; ¿ General: Junta von Biscaya seht ihre Berathuns fort. Durch einen am 14. d. gefaßten Beschluß hat n Betracht der Prioilegien der Provinz -ihre Weis ng erflárt, durch Geld oder Mannschaften zutn Ers der Armee beizutragen ; dabei hat sie- jedoch ande- its die Bezahlung des gewöhnlichen. freiwilligen Ge- fs binnen kürzester Frist bewilligt. | IDas Linienschiff le Soberano, von 74 Kanonen hat F Bassin voi Caracca, wo és sih zur Ausbesserung nd, verlassen, : H De: Graf v, Nobléjas, Erbmarschall von Ko stilien, im Jahr 1825 wegen seines- Benehmens während Revolution, als Mitglied des Stadtraths von Ma- , zu fünfjähriger Verweisung nah Barcelona verur- [t worden war, hat die Aufhebung derselben erlangt. Der Herzog von S. Lorenzo, spanischer Gesandte Paris nah dem 7. Juli, hat Erlaubniß zur Rückkehr Spanien erhalten, jedoh unter der Bedingung,

zeigen. Nachrichten aus Sevilla zufolge, ist der vom Gene- Capitain General Quesada bewohnte Palast am 18. in Raub der Flammen geworden, jedoeh - niemand

Preußischen Regiments Musifkorps mit der Aufführung,

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fadresse für die allergnädigste Bewilligung zur Er

weder in Madrid, nöch in den Königl; Nesidenzien

Lissabon, 14. Juli: (Ueber London.) Der Com- mäandánt der Festung Elvas, Geueral Caula, hat dem Kriegsminister berichtet, er fköune-für die Treue- der Garnison nicht einstehen, wenn die Gerüchte Über die Anfunfe des Jnfanten Don Miguel in Portugall noch ferner so geflisseutlih unter den Truppen verbreitet

„wúrden.

Der - Finanzminister hat mit den Directoren der hiesigen Bank einen Contract wegen Uebernehmang eis ues Theils der von der Cortes autorisirten Anleihe abs geschlossen. Die Bank schießt demzufolge der Regies rung 2400 Coutos (4 Mill. Thaler) gegen die neuen Zoklabgaben vor. Man erwarter hier von tieser Opera« tion des neuen Finanzministers die günstigsten Folgen fár die: Erhaleung der Ruhe-und Orcduang im Junern. Der hiesige Brasilische Consul Clemente ist auf Be- fehl des Kaisers seiner Stelle entseht. Zu seinem Nachs folger ist der Sohn eines reihen Kaufmannes ‘Pers nambuco, Antonio Silva, ernannt worden, iers

Dex apostolish gesitante Abt von Cerdedo hat in 2 Predigten das Volk zur Rebellion gegen die Regierung

sprengr und diz Constitucion fúr ein Werk des Teufels und der Freimaurer erflärt. Wohluntecrrichtete wollen wissen, daß ih gegenwärs cig an 15/000 (?) Portugiesishe Soldaten in Spanien befinden, die regelmáßig eingeübt werden, wobei Frans zösische Offiziere desonders thätig seit sollen. Alle diese Unitriebe sind ein Werk der apostolischen Parthei, eie noch immer dem Plane nicht eatsagt hat, Portu: gall mit Spanien zu vereinigen und die Britten ‘aus jenem Lande zu vertreiben. A t Amerika. Nach einem in der Zeitung von- Rio Janeiro enthaltenen Berichte des brasilischen Finanzmíis nisters betrugen die dffentlihen Einnahmen- im Jahres 1326 7,578,473 Milrees ; die Ausgabe 7,427,213 ; Ues berschuß der Einnahme 151,260. ‘Die Staatsschuld bes trug zu Ende desselben Jahres 31,228,593 Milrees. Die Ausgaben für das kommende J1hr werden auf 11,219,088 und die Einnahmen nur auf 6,300,000 Milr. angeschla- gen. Der Minister meint jedoch, daß weder die Staats-

schuld, noch der Betrag des Desicits Besorgnisse eir flôs ßhen- dürsten, da nut cinige. Friedensjahre und Erspar-

isse in den dffentlihen Ausgaben- hiureichen würden, um die Finanzen -wieder in Ordnung zu bringen.

__— Der erste- Gegenstand, welcher der Columbische Congreß, nach dessen am 12. Mai zu Bogota erfolgter Wiedereröfuung und nah Anhörung der Botschaft der vollziehenden Gewalt beschäftigte, war die Resignation des Vicepräsidenten Santander. Der Senar beschloß, dieselde nichz zu genehmigen, und sandteu eine Deputatien an Santander ab, um ihm den Constitutioneeid na geschehener Wahl abzunehmen. Santanders Weigerung veranlaßte’ eine zweite Sibung, nah welcher ihm ein offizieles Schreiden des Senats Überreicht und darin aagerathen wurde, im Amte zu bleiben; nach avermalis ger Weigerung fam der Scnat zum dritten Male zus sammen und es erfolgte eine heftige Debatte, die bis spát Abends dauerte, ob General Santander als vers pflichtet angesehen werten solite, die Stelle eines Vice: Prâsidenten, wozu er im vorigen Jahre von der Nation erwählt wurde, zu Übernehmen , oder ob der Prásidente des Senats, in Folge des 110, §. der. Verfássuno, auf- gefordert werden jollte, eine Con:mission zu ernennen, und derselben die vollziehende Gewalt zu übertrage- Beide Häuser. des Congresses vereinigten slch und schick- ten während ihrec Sibung jedes eins seiner Mitglieder on General Santander ab, mit der Aufforderung, Ps sónlih zu erscheinen, Der General antwortete p 1088 Weigerung rühre aus feinem Prinzip des Ungehorsams her ; er habe hinlänglihe Gründe, um sen Amt nit länger verwalten zu wollen; in Folge . der dringen

ei umgekommen,

Hoffnuug des Vaterlandes heranwachsenden J

aufgefördert, falsche Gerüchte auf der Kanzel ausge-

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