1827 / 191 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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enheit war für die Erhaltung der dfentlihen Ruße } erto Cabello ; ein verderbliher Kampf entspann sich in Mit Kraft der Geseße, die Unterstüßung der Maaßre- Apure zwischen den nämlichen Kriegern, welche das spa die der Befreier für die Wiederherstellung der in nische Heer bezwungen hatten. Haß; Rache und 2 en nördlichen Städten gestöôrten Ruhe getroffen, | Zwiespalt drohten die Republik in Verderben und Ver- f ‘die nôthigen Schritte zur Berufung des gegenwär, | heerung zu stürzen. Doch, das Volk wurde durch die Ers - F

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Talenten des jungen Staatömannes so ergriffen ward, j und Sie wären deshalb seinetwegen sehr besorgt daß er ihu ins, Parlamente. zu bringen beschloß, was | Dienstag begab sich Sir William «auf ausdrüt(4, demnächst auch dadurch bewerkstelligt ward, daß Sir Rich. | Befehl Sr. Maj. nach London, uin Herrn E átini idi Worsley dem Parlaments-Sißfür Newport auf der Fusel | sehen, Bei der demnächstigen Zusammenkunft nid Wight entsagte, worauf dann Hr, Canning für denselben | im Schaßamte, fragte Sir William genau nach i geiváhlt ward, und somic im Alter von 22 Jahren ias Unter- | Cannings Gesundheitszustand. Dieser litt dami haus fam. Bald darauf ergris Sheridan die Gelegenheit, | einem Husten und er äußerte gegen Sir William dem Hause zu der Acquisicion, die es-durch Hen, Can- | fühle sich beinahe wie wenn er ein Greis wäre: G nings Talente gemacht habe, Glück zu wünschen, Dieser | sehr matt; doch hatte er keinen Gedanfen , des ul hatte jedoch Besonnenheit genug, nur erst im folgenden | Gefährliches in seinem Zustande sei, vielmehr hegt Jahre (1794), nachdem er si vollständig mit den Ge- | die Zuversicht, daß Ruhe und Einsamkeit ihn wieder ( bräuchen des Hauses bekannt gemacht hatte, aufzutreten, | stellen würden. Als Sir William demnächst bei | welches bei Gelegenheit des Friedenstraftats zwischen Groß | Rückkehr nah Windsor, in Chiswick, wohin Herr C brittavnien und Sardinien geihah, indem er in kräftiger | ning inzwischen sich wieder begeben hatte, ihm y Redezur Rechtfertigung des Pittschen Verfahrens im vorlie. | cinen Besuch machte, fand erx ihn zu Bete und ( genden Falle sprah, Die erste Anstellung erhielt Hr. | heftige Schmerzen in der Seite und der Schulter 6 Canñing im Fiuhre 1796, während der Pitt und Gren- | gend; es wurden unverzüglich die drei Aerzte herbiú villesh2n Verwaltang, wo er unter leßterem zum Scha | holt, welche demnächst Herrn Canning behandelten, # Secretair ernannt wurde, - Bet der im. selbigen Fahre Schon am 6. Abends nahm Hr. Canning auf erfolgten Auflösung des Parlaments trat er für Wen, | Rath seiner Aerzte für diese Welt von seiner ihn d dover in Buckinghamshire wieder ins Unterhaus. Jm | benden Familie Abschied, fuhr aber auch bis au

Congresses. Die außerordentlichen Gewalten, wo- | fahrung der bereits erlittenen Leiden belehrt; nachdem 8 ih befleidet war, sind so sparsam gebraucht worden, | man die Stimme des Befreiers an der Spiße seiner C ich mich überzeugt halte, man habe in Columbien | Krieger, - nachdem man scine Verhetßungea veruom- B ingeheure, mir übertragene Autorität kaum empfun- | men, folgte Ordnung auf Berwirrung, Hoffaung auf Unsre Verhältnisse zu fremden Mächten haben Verzweiflung, Vertrauen auf Besorgniß, Vernunft auf áhr:nb an Ausdehuung gewonnen, . Ein General: Leidenschaft, und Friede auf Krieg. So steht es, den ul und Vice-Consul für Bogota, wie auch ein Con- | neusten Mittheilungen zufolge, die wir von dem Geues ir La Guayra, sind von dem König der Nieder: ral-Secretair des Befreiers empfangen, in den nöcdli- E h in gehöriger Form ernannt worden. Die vollzie: | hen Departements. Besonders ernstlich empfehle ih 53 ; Gewal( hat das exequatur ausgefertigt und wird | dem Congresse die Revision des organischen G 2seßes | | Gelegenheit benußen, um Columbiens Verhältnisse | Üder die Schulen. Die daran haftenden Mängel sind dem König der Niederlande auf der reinsten Freund- | auffallend, und die vollziehende Gewalt ersuche Sie um h zu begrunden. Die auf Befehl der französischen | Prüfung dieses Gegenstandes mieteist Jhrer weisen Bes E 5 erung als Ober-Agent für den französischen Handel | rathungen, um den Volfksunterricht über ganz Colums | stellte Person hat neulih den Titel eines Handels- bien zu verbreiten und allen Columbiern zu Theil wers : 4 ectors zu Bogota und ín dessen Dependenzien er- den zu lassen. Da der von der Regierung besch!ossene A

Jahre 13801 zog er sich mie Pitt zuruck -und damals | Ende, in den wenigen hellen Zwischenräumen, die| den il i árti Angele: | dfentlihe Unterrichtsplan bloß provisorisch war, #0 i ; x i | S i / | m der Minister der auswärtigen Angele ) / n dichtete er sein berühmtes „„der Pilot, der den Sturm | sein Leiden ließ, fort, dieselbe nach Kräften au fzutil O irtbeilé hat; da indeß die vollziehende Gewalt j hängt dessen Umgestaltung und Verbesserung von den f

Ausfertigung. seines exequatur neue Schwierig- | Veränderungen ab, die mit dem Geseße vorgenommen s dee so hat sie dasselbe so lange aufgeschoben, } werden, und von der Eins;ht, welche die Erfahrung ge- 9 ch die Verhälcuisse zwischen der Columbischen Re- währen dürfte. Es gereicht mir zur Freude, dem Cons f ng und Sr. Allercristl, Maj. flar und dem Vôöl- } gresse mitzutheilen, daß der Ertrag der Staatz3einnaßhme

überwand.‘/ Als im Jahre 1803 Hr. Pitt wieder ins | bis seine Gattin, wenige Auzenblicke vor seiner A Ministerium trat, ward Hr. Canning, an Hr. Tiecney's | sung, die zunehmende Shwäche seiner Stimme n Stelle, zum Schaßmeister dex Marine ernaunt, was er | nehmend, ohnmächtig. von ihm getragen werden mi dann bis zu Pitt's Tode im Jahre 1806 blieb, wo er Unter vielen voruehmen Nachfragendèn , ‘die an

sich aberinals zurücfzog und Hrn. Sheridan zum Nach | d. nah Chiswick kamen, waren auch der Herzog v. 6Wore gemáßg angeben lassen. Die Könige von Dán- s in dem leßten Ecatsjahre vom 1. Juli 1825 bis zum P folger erhielr. Jm Jahre 1807 trat er wiederum ins | sex (der eiue Viertelstunde im- Hause “i eris Le. Ee Baiern haben gezeigt, daß“ sie | 30. Juni 1826 den des vorhergehenden Jahres überstiegen, E

h darauf legen, mic unserer Republik in Verbin» und daß der diesjährige Abgaben-Anschlag so viel gerins zu treten, und dieselbe zum Wohl der beiderseiti- | ger ist, als der vorjährige, daß er bie Einnazme nit Staaten dauernd zu begründen. Die vollziehende | ganz ershôpst. Es láße sih indessen leicht denfen, wels alt ist ihnen aufs günstigste entgegengefkommen, | chen feindseligen Einfluß der unsichre politische Zustand jedoch der Nationalwürde etwas zu vergeben, oder | des Landes, den wir so sehr bedauern, auf die Hülfs- den Regeln abzuweichen, die in Betreff der Natio- | quellen der Nation äußern mußte. Wären wir davon mit denen wir Staats: Verträge abgeschlossen, an | erlôst, so würde, bei dem obzedahten Stande der Eins imen sind. Der Befreier - Präsitent erklärte. in | nahme, gewiß die Zunaßme unserer Einkünfte und die zu Maracaibo erlassenen Decrete, daß die Pflicht | Verminderung unsrer Ausgaben, nicht allein unsre Aus- hm fordere, gegen die Scádte, die sich von der | gaben und Einnahmen ins &leichgewicht gebracht, sons mal: Regierung losgesagt, die Gewalt der Waffen | dern auch den Staatsocredit. befestigt und die unfundirte brauchen, um sie wieder zu unterwerfen; und in Schuld consolidirt haben, ohne daß man das Volt mie hat zielten- alle seine Maaßregeln auf Erreichung | Steuern hätte zu beladen brauchen - die ihm schon in jo erwünschten Resultats ab. Aus Bogota, Ma' | früheren Jahren fo sehr zur Lást fiélen, Ih empfehle (d o und Carthagena sind Húlfsmittel aller Art an- | diesen Gegenstand Jhrer sorgfältigen Erwägung, und | « t. General Urdaneta wandte sih westlich nach } versichere Sie zugleich, daß gegenwärtig in den dfffents- : vela zu, und der Befreier-Präsident nah Puerto | lichen Finauzen eine Unordnung uad Verwirrung herrfcht, o, das sich bereits von der widerspenstigen Par- | die es unmöglich macht, für die Ausgaben der Regies b6gesagt hatte. Die Städte beeilten sich, ihren | rung und die Verpflichtungen der R?pudlif zu sorgen. sam gegen den Befreier an den Tag zu legen, Der Finanzminister wird Jhuen die neusten Maaßregeln die unzufriedenen Behörden zu Venezuela legten þ vorlegen, welcbe die vollziehende Gewalt für diz Z3hs Vaffen nieder und unterwarfen sih wie die Uebri- lung der Zinsen der Staatsschuld getroffen, wofür wir Diese Ereignisse sollen dem Congresse durch die | voriges Jahr nichts zu thun vermochten, was der Res dglichst vorzulegenden Docuwente zu näherer Kunde | gierung nicht wenig Kummer und Sorge verursacht ht werden. Man wird daraus die Loyalität der | hat, Jn’ Betreff des Heeres ist weiter Nichts vorge» fe Montecal, Guadalito und anderer Städte in | fallen, als die Bewegung des Hülfscorps in Peru die jackern Provinz Apure kennen lernen, an deren | sch am 26. Jan. zu Líma ereignete. Dieses Corps euts der treue und brave Oberst Juchaza sich stellte, | sehte an gedahtem Tage die vom Befreier mit vollfoms tsehen, wie der Einfluß des Befreier-Präsidenten, | mener Ermächtigung von Seiten der Regierung ernan st der Milde und Nachsicht, die aus allen seinen | ten Offiziere ihres Befehls, Die einflußhabenden Bes- lungen sprah, die Flammen des Bürgerkrieges | fehlshaber an jenem Orte haben ihren früheren Schwur te, die gôttlihe Herrschaft der Geseße herstellte, | auf unsre constitutionellen Geseke erneuert, weshalb wir Columbien den Frieden brachte. Der Congreß wird | uns auf ihre Treue mit Zuversicht verlassen dürfen zee nsháßbaren Segnungen des innern Friedens zu | Beispiel, das jenes Corps nicht gegeben hâtte, w ren geu wissen, uuter dessen Sus er úber die Jnte- | seine Anführer ihm nit vorangegangen. Der Ses der Nation sich zu berathen und ihre Wünsche zu | wird aus den durch den Kriegs-Secretair ihm E hmen im Stande is, Statt der Unfälle, Klagen | genden Documenten ersehen , mit welcher Umsicht e Thränen, die der Bürgerkrieg veranlaßt, sieht man | vollziehende Gewalt in dieser bedenklichen Augelegeuyel ihts als den ernstlichsten Wunsch, die Wunden | gehandelt, und in wle fritischer Lage sich jene Beh Ges s Vaterlandes zu heilen und fúr dessen wahres | befunden haben. Der Gegenstand sol bei einer andern Ves

Amt und zwar als Minister der auswärtigen Angele” | blieb) uvd Prinz Leopold. Selbige genheiten. Während er diesen Posten bekleidete, de ridit Herrn Cannings jüngster Sohn, t La s can er in Folge eines Zwistes über Ministerial /- Maßregeln, | Expresser gesandt worden war, an. j namentlich wegen des üblen Ausgangs der Expedition Amerika, Nachstehendes ist der vollständige Jul von Walcheren, in offenen Bruch mit Lord ‘Castlereagh, | der Bothschaft, welche der Vice- Präsident von Colu welcher mit einem Duell auf Pistolen endete, wo beim | bien, Santander, unterm 12. Mai an den zu Bog zweiten Gang Hr. Canning einen Schuß in den linfen | versammelten General. Congreß gerichtet har. Schenkel bekam. Hr. Canning trat in Folge dieset Be; Mitbürger des Senats und der Reprásentan gebenheit aus dem Amte, fußo=jedoh fort, die Regie, | Kammer! Die fünfte Sibung des Congresses der Res rungsmaßrèegeln im Allgem! en zu unterstüßen, m | blif sollte am 2. Januar d. J. beginnen, und an d Jahre 1812 ward er zweimal! zum Wiedereintcitt ins | selben Tage mein Amt, als Vice-Präsident von Col Amt eingeladen, schlug es “jedoch aus. Zwischen den | bien, endigen. Beides war geseßlich ‘bestimmt. |/ Jahren 1812 bis 1522 war Hr. Canning Gesandter in | hatte deshalb die gewöhnlihe Bothschaft der vollzie Lissabon und demnächst Prásident der obersten Controll | den Gewalt bereits vor dem 2, Januar ausgefertigt 1 Behörde über die Verwaltung von Jndien (Board: of | drucken lassen. Ganz besondere Umstände, die nit Controul), Die Vertrautheit mit den indishen Angele, | meiner Macht standen, verhinderten die Versammli genheiten, die er dabei an den Tag legte, veranlaßte im | des geseßgebenden Körpers und die Erfällung der Wür Márz 1822 seine Ernennung zu dem glänzenden Po- | aller guten Pacrioten bis auf diesen- Augenblick, wi sten eines Vice - Königs oder General-Gouverueurs von | Nation durch diesen Congreß auf eine würdige unds Indien. Ju dem Momz?nt aber, wo er dahin abzuge- | stitutionelle Weise repräsentirt wird. Groß und j hea in Bereitschaft stand, ward ihm jedoch ein anderer, | tig sind die Gegenstände, die Jynen zur Prüfung Ï mit der Wohlfahrt seines Vaterlandes in näherer Ver, | gelegt werden; groß und wohlgegründet die Ho ffauli Î bindung stehender Wirkungskreis durch den plôblichen | unserer Constituenten und der Regierung. Jn Tóôd des Marquis Londonderry, in dein dadurch erledig-: | Bothschaft vom 2. Januar machte ich Jhuen Eröff ten auswärtigen Departement angewiesen, Hr. Can- | gen über die Lage der Republik in allen ihren Zwei níng verheirathete sh im Jahr 1799 mit Fräulein Jo- | jeßt muß ih Sie-von den seitdem vorgefallenen Er hanna Scote, deren Schwester sich gleichzeitig mit dem | nissen unterrichten. Daß ih noch ferner an der Sit damaligen Marquis ‘v, Tichfield, " jeßigen Herzog von | der vollziehenden Gewalt bleibe, beruht auf zwei Gr Portland, verheirathete. Sie waren Töchter des Gene- | den: erstlih, weil der Befreier - Präsident es wähn! ral Scott und sehr vermögend. Hr. Canning hat drei | des unruhigen Zustandes der Republik fär angemi| Kinder hinterlassèén, zwei Söhne und eine Tochter, diese | erachtet, das Geseß zu suspendirea, wodurch die Bi ist mit dem Marquis v. Clanricarde vermählt, von er, | digung der Funktionen des Präsidenten und Vice-Þ steren aber ist der älteste Capitain bei der Königl, Ma- | sidenten auf die zwölfte Stunde des zweiten Tages) rine und-der jüngere auf dec Schule in Etou; ein drit- | Januar - Monat, im leten Jahre der constituriondl ter Sohn, der älteste, ist im Jahr 1820’ dem Vater] Periode, bestimmt wurde, und mein Herz riech nl vorangegangen, Jm Privatleben war Hr. Canning | mich unter so shwierigen Umständen den Verfügun prunklos, leicht zugänzlih, mild und heiter. des Befreiers niche zu widersezen ; und zweitens, f Eins unserer Blätter meldet, daß der König der | mein längeres Bleiben im Amte die mindest-un gesehli e’ste gewesen sei, der Hrn. Canninigs mislihen Gesund, | Handlung war, die ih in der gegenwärtigen Krise heitszustand gemerft habe. Dem Vernehmen nach habe | gehen fonnte, indem sogar der Prásidenr des Sen soll bei e der König gleih nachdem Herr Canning am Montag | Zweifel über die Dauer seiner Aucroritát äußerte. zu sorgen, DasUedel schien unvermeidlich; schon f legenheit zur Sprache kommen. Die Mitwirkung der uts vor 8 Tagen Se. Maj. verlassen hatte, gegen Sir Wm. | Oocumente über diese Angelegenheit sollen dem (n Cumana das kostbzre Blut der Columbier ge | rung zur Vollziehung der Congreßdeschlüsse, L M es He Kntghton geäußert : Herr Canning scheine sehr unwohl | zcesse vorgelegr werden. Meine erste Sorge bei j; das brudermörderische Geshúß donnerte zu Pu f zum öffentlichen Besten fügren, ist eine Verpflichtung

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