1827 / 214 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Hr. Herries, als Kanzler der Schabkammer und Hr. Charl-s Grant zum ersten, Mal. zugegen waren. Die Minister waren von 12 bis. 2 Uhr-beisammen.

Die portugiesischen Botschafter, Marquis v. Päl“ mella und Graf v. Villa Real hatten eine medrstúnoige Unterredung mic Viscount Dudley in dér auswärtigen Canzleái. : :

Gestern gingen aus dem Colonial-Amte Depeschen an Sir W. Clinton nach Portugal ab.

Da die Ankunfc einer Menge Schiffe aus dem | Wesen dur< widrige Winde aufgehalten wird, so t t vom Lord-Groß: Admiral die, fár solche Fälle gewöhnliche, 5 Verfügung getroffen, ihnen Fahrzeuge mit Wasser und 5 Lebensmitteln zur Aushülfe entgegen zu schien.

Die Concurrenz unter dea Dainpflchiffen in unserm Norden, um die armen irishea Arbeiter nach ihrem Va- terlande zurücfzuführen, war fürzlich so groß, daß sie von Liverpool na< Newry, 200 Miles, für 83 d. die Person, in einigen Fällen drei’ für 6 d. mitgenommen wurden. ; A i

Nach- Briefen aus Constantinopel vom 10. August hatte Hr. Stratfort Canning Befehl an ein Britt. L. uienshiff gesandt, nah den Dardanellen zu tommen, wie man gloubte, um, -in-einem gewissen Falle, ihn ab: zuholen, er hatte jedo<h demnächst dea Befchl wieder zu: tückgenommen.

Depeschen aus Bengalen vom 5. April melden das Ableben dés bekannten Maha Raja Dowlut Raoo Scin- dia, zu Gwaliór, im 48sten Lebensjahre.

Nachrichten aus Calcutta vom 8. April zufolge, hat der Hof von Ava eine Botschaft au die Ostindtsche Regierung geschi>t, die am 30. März zu Calcuita ein- getroffen ist und aus zwei Vornehmen, ned einem Ge- folge von hundert Perjonen bestehe. Jhr Zweck ist, ei- nen Aufschub für ihre Zazhluagstèrmine auszuwirken Und die Freundschaft zwiihen beiden Ländern enger zu fnupfen. Sie hatten zu diesem Ende unbedingte Voll. machten von ihrem Monarchen. Auch hatte der Vice, föônig zu Ranguhn einen Bericht über die neucsten Er 1 eignisse daselbst den Brittischen“ Beyörden zugelandt. d Die Bikmanen- haben den Taliens iu den ersten Tagen u : des Februars eine gänzliche Niederlage: beigebracht ; eine i : Menge Peqguaner hatten .sih über den Salnen-Fiuß auf das neu eroberte Brittische Gebiet gefluchr:t, man shäßte A : ihre Zahl auf 15000 bis 20000, und erwart?te noch den d | größten Theil der Bevdölterung von Syciam, Seit L der Niederlage der Peguaner blühte der Haudel zu Ran»

guhn wieder auf. Die Britt. Kaufleute dajelbjt waren

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4 dur< die Bewilligung eines Ausfuhr- Monopols von

2 : Seiten des Birmanen Königs an einen Armenier, Na-

4 “mens Mannook, zur Liquidation“ seiner, Focderungen an die dortige Regierung, in großer Bestürzung; doch war

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der K. Befehl bisher no<h- uiht zur Ausführung ge: bracht worden. :

Nachrichten aus Jamaica vom 20. Juli zufolge, war Bolivar zu Carthagena angekommen und der Brit tische Gesandte, Hr. Cocfburn, ‘am Bord des Sch:ffs Druid nah Jamaica abgegangen. Man weiß nicht,

warum er Boltivax nicht nah Bogota begleiter, wie er.

anfangs zu thun gedachte, und sogar seinen Posten für

eine Zeitlang verlassen hat. Auch sind 1800 Mann co

2 lumbiicher Truppen aus Laguaira zu Carthagena ange:

L lange. Man erwartete daseibst- mit Nächstem ein allge:

d meines Verbot aller Ausfuhr baaren Geldes aus den Columbischen Häfen.

i Der Malacca Observer vom 13. Februar meldet

E aus China, daß der Krieg in der kleineu Bucharei noch

g immer nicht zu Ende isk. Kaschgar und no<h mehrere

audere Orte waren in die Hände der Rebellen gefallen,

und man befürchtete no< größere Verluste. Am 2. Ja:

nuar fiel eine große Schlacht vor, die mit der Vernich-

tung des Kaiserlichen Heeres endigte; der Oberbefehls-

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Angriffe gegen ihn anschi>ke; um die Landesbewohner zu sichern upd zugleich Maaßregeln zu ergrei

haber King. Tseang ‘blieb auf dem Schlachtfelde, sezner Stelle ist der fünsteStaatsminster, Chang, Ci, ernannt ; die R ste des Heeres stehen zu Jli. Seits

Reuterei si< zum Vertheidizung der die für seine Stellung angemessenen

sollen indessen günstigere Gefechte stattgejuuden hahen, ordnete der General alsdald den Generalmajor Fürsten Wenn der jeßize Kaijer Taon - Kwanz eutschl((ff}Wadbolsky mit dem Jufanterie Regiment -T'flis, 2 Re ist, jene Völker zur Uatecwerfung zu bringen, und Fgimentern Kolackey vom shwarzeu Meere und 6 Scúck Húlfsquellen des Reichs dadur ershôpfen selle, MGeshüß von der Zten Compagnie reitender Artillerie tónute leicht ein Aufstaad im Reiche selber ausbre<zMyom Don, ab, mic dem Befehl, am 19. zu Ucdabad ein:

Consols standen gestern anfangs 874, stiegen (zutreffen, den 20. dazu zu verwenden, dort alles in Ord-

M nung zu bringen und am 21. wieder zurü> zu fommen. Andrerseits machte sich Ethsan - Chan, der Naïb von Nakhicschewan, um Urdabad vôllig gegen alle feindliche iternehmungen zu s{üßen, das Añerbieten, einen heil des vormaligen Bataillons Sarbazes von Nakhit- shewan, daselbst zu versamweln ; der General-Atjutaut

asfewitsh übernahm es, ihnen die nöthigen Waffen zu verschaffen und befahl dem Fürsten Wadbolsfy 400 den Persern abgenommene Fiinten unter sie zu verthei: ¿n und ihnen eine 4{pfündige Kanone, die zu Abbas: Mad erbeutet worden, zuzuführen. langten im Lager 35 Georgier an, Wagenführer; welche ntwichen waren und die Adbas-Aly, Sultan von Yaüd- iline, einer der Aeltesten der Scharuls, dem Geueral Adjutanten Paefewitsch zuschi>te ; ein Beweis der Er-

auf 87} und fielea zuleßt wieder auf 875 ; =S{t. Petersburg, 4. Sept. Gestern, am restage der Krônung Jhrer Majestäten des Kaisers dex Kaiserin, wurde in der Kasan - Kathedrale, nj sámmitlichen anderen hi:sigen Kirchen ein feierlicher tesdiénst gehalten und Te Deum gesungen. Die ÿ glieder des Reichsraths, die Minister, die Gener] und eine große Anzahl anderer Beamten wohnten Gottesdienst in der genannten Kathedrale bei. Ah war die Stadt erleuchtet. -Die abendliche Prom nach der Jnsel Y-lagine hatte eine Menge Wagen Reuter dahin gezogen ;z die Fahrzeuge, welcve die ¡chiedenen Arme der Newa bede>ien, die Volksgesi welche man vernahm, die auf verschiedenen Punkten Jujel aufgestellten Orchester, die Erleutung der Ha

Ulleen, so wie der beuad barten Landhäuser, machten gedenheit dieses Sultans gegen Rußland, Mit Aus Fest eben ‘so belebt als glänzend, Auf der Jusel ( ahme des Chersonschen Greuadier » Regiments nebft 4 (towsfky, Y:-lagine gegenüber, ward “ein seyr (Stück leichter Artillerie und 120 Kosacken, welche die

Besaßung von Abbas - Abad ausmathten, haben sämmt. iche Truppen des abgesonderten Haupt, Corps- sich am 23. Juli bei Karababa vereinigt, wo das Klima béi

Feuerwerk abgebrannt,

Der Geheime Rath Graf Woronßow « Dast außerordentlicher Gesandte und bevoumächtigter Wi ster am Baierschen Hofe, ist in gleicher Eigeuscal den Sardinischea Hof verseßt, worden, an die & des, auf sein Ausuchen in deu Ruhestand versebten fen Mocenigo. Der Graf Worcuilow- Daschkoff ist gleich in derselben Eigeuschaft bei Jhrer Maj.- der d zogin von Parma, Piacenza und Guastalla ‘bealauts} Tütkei,

Der wirktlihe Staatsrath Fürst Gregor Gagqusgriechishe Biene, enthält jolgende Anfklageschrist gegen bisheriger Legationsrath bei der Käiserlichen Gesasfden Odzristen Fabvier, welche von den wit demselben in schaft zu Rom, ist an“die Stelle des verstorbenen der Akropolis belagert gewesenen griechischen Kapitani's heimen Raths von Jrolinsfy zum außerordentliche der griechischen Regierungs Commission überreicht wurde: sandren und bevollmächtigten Minister beim heil, Si „Die achtungswerthe Regierung kennt die Antwort, die eraannt worden, : wir auf den ersten uns von außen gemachten Vorschlag,

Se. Mz1j. der Kaiser haben dieser Tage wegen [die Citadelle dem Kiutay zu übergeben, ertheilten z sie aus tadeluswerther Fahrtlässigkeit im Staatsdienste enne unsern damals ausge\prochenen beharrlichen Ent. st gerehtes Strafedict gegen zwei bßöhere Sti <luß, sie bis auf das leßte Gerstenforn-zu halten, un beamte erlassen. Zu Anfange des Juni ließen til eachtet wir von Zeit zu Zeit gegen Meutereien der Allerhôchstdieselden dur<h ten Stadtssecretair M1sMDoldaten zu fámpfen hatten, die unter scl<hen Umstän- jew dem Minister des öffentlichen U :terrichts ihr« pen natúrlih waren, So standen die Angelegenheiten, fehl zukommen, eive unverzügliche Reparatur der 6\pls wir eiuen Eutopäer, den Commandanten eines ôster- gedáuvde in Oranienbaum und Kronstadt vollzicha eih:sHen Fahrzzugs, erblickten (Major Corner), der uns lassen; na<h Verlauf von zwei Monaren war abel pon dem Areopzg aus zurief, er wolle wit uns parla: sem gemessenen Befehle no<h ni<ht Genüge ges entiren. Wir schi>éten nah ihm und erfuhren, daß Als Se. Maj.- darauf du:< eine deshalb ein zeforFr uns seine Vermittlung anbiete, da er eine weiße Erklärung des Ministers vernahmen, tiese VerzögesWahne auf der Citadelle erblicfr habe. Die Antwort un’ sei du:-< den Curator des Sc, Petersburgischen (rer Leute stimmte mit unserm gemeinsamen Entschlusse bezirfs und deu Director des Departements des df Überein, daß wir nämlich feine Fahne aufgestc>t, und lichen Unterrichts verschuldet worden, befahlen ben so wenig eine Vermittlung nöthig hätten, Da hôchstdieselben, ersterem den strenzsten Verweis zu g! ber stampfte Obrist Fabvier in Mitte der Soldaten auf leßterm aber insbesondere dafúr, daß er es unterlì die Erde, schrie laut auf, insultirte alle ‘andre Chefs, den Minister von dec Nichterfüllung des Allerhö nd brachte es dur seine Drohungen gegen uns dahin, Willens in Kenntniß zu seßen, einen 24stündigei der ôsterreichische Kommandant und auh Hr. von

rest in der Hauptwache des dirigirenden Senats j! theilen. Diese Ahndung der Dieustvernacklässigung! der erwähnten Beamten soll in ihren Dienstlistel merft und mittelst Rundschreidens des Justizmini allen Behörden des Reichs zur Warnung mitget werden. :

Das hiesige Journal enthält heute folgendes B tin des ab1csonderten Armee. Corps vom Kaukasus.

Am 17. Juli erhielt der General - Adjutant P/ witsch von dem durch ihn ernannten Naäib von Urdt die Meldung, daß eine beträchtliche Masse persi)

rung der Kranken ergiebt. Am 24. Jili ist die Ab- theilung des Generalmajors Fúcsten Wadbolsky von Ur: dabad eingetcosfen ‘und hat: sich mit dem Haupt Corps vereinigt. :

die Kapitulation zu Stande gebracht und das Fort \bergeben ward. Wir fordern daher, mit dem Odrist Favbier vor Gericht gestelle zu werden, damit unser Volk und die ganze Welt erfahre, wer die Uebergabe des Schlosses veranlaßte, das seit einem Jahre vetthei digt und fâr das so viel Blut vergosseu worden war, m sih von der Wahrheit dieser patriotischen Anfktage gegen den Urheber des Falls der Citadelle zu Überzeugen, ann die Regierung die Hellenen und die unparteiischen Dhilhellenen befragen, so wie das Journal des öffentli

Am selbigen Tage

veitem besser ist, was sich aus der täglichen Ve-minde--

Das ín Hydra erscheinende Blatt, die.

Rigny berufen wurden, durch deren Veranstaltung dann.

l und Gesebß gelcen,

die Ehre 2c.

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hen Sefretairs lesev. Den 1. Juni 1827. _(Unterz-) Die Wafsfenkommandanten N. Kriziotes, D. Eumorpho! pulo, E ujt. Kazzikojaani, I. Mawmmuris, G, Phofas. s Die Demozgeronten: Staycus Vlactopulo,+ Nikolas Zaks karizzi. / Als Antwort hierauf giebt der Specrateur Orieatal vom 29, Juli folgendes Schreiben des Obristen Fabvier, ebenfalls an die provisoriihe Regierung von Griecheulaad geri<tet: „Meine Herren! Da ih durch dffenclihe Gerüchte erfahren hatte, daß eine von den Kapitan('s der Akropolis eingeteichhte Denunziation ge? gen mich existire, so hatte i< die Ehre, Sie zu bit ten, mir wegen dieser niedrigen Verläumdung Gerechtigs feit wiederfahren zu lassen. Sie antworteten mir, Sie hárten nichts dergleichen erhalten, und das Geschwäz músse man verachten. Es war in Jhrem -Juteresse, meine Herren, daß ih dieje gerehte Forderung machte; denn was mich becciffe, so würden alle Uauterschriften, die man zusammen brächte, uiht zu Stande bringen, daß au< nur Ein franzdsisher Bürger scive Meinung úber mich änderte, W.nn ich aber fortfahren soll zu támpsea , so kann ih nicht gènug das Vertráuen des Volks besißen, dessen Kuider ich zum Treffen führe. Sie zunächst lind es, die die Sache berührt. Bedenken Sie, ob Sie sich dadurch vor den Augen dzr Wilt ehs ren, daß Sie einen Manun, der seit 3 Jahren ih für Sie geopfert hat, auf diese Art belohnen. Jh habe Mechana, 25. Juni, Obrist Fabvier.‘ Der Spectateux Oriental machr hiezu folaende Bemers fung: „Obrist Fabvier bedarf unsrer V'rtheidigung nichr; aber wir müssen im Juteresse der MWahiheit bes nerfen, daß, wenn er in einein Laude lebte, 100 Recht er selbst {hon längst auf die Bestras n mússen, die 1)n hei Marathon, Wie viele Chefs hätten die dem Kiutay auf

sung derec hátte-dringe Karysto und Tzsebä verriethen. mit ivrem Kopfe eine Flucht bezah!t, Aitifa preis gab, wenn man in Geiechenland etwas die Ehre und das Juteresse des Landes hielte. Die, welche ihn jebt anflagen „, vergessen ohne Zweifel, daß sie selbst es waren, die an Hrn. v. Rigny jene Schrei ben richteten, in denen sie so instándig jeine Vermitts lung anriefen, und ihm für die endlich zu Stand gee brachte Kapitulation als fúr. eine unverhoffte Wohlthat danften. Es ist gut, ihnen ius Gedächtaiß zurücfzurus fen, dáß jene Aktenstücke noch existiren. _— (Fortseßung der gestern abgebrochenen Uebersicht der Ereignisse in Griechenland, aus dem Spectateur Oriental.) Der Contre-Admiral von Rigny, autorisirt von den Chefs der Besabung, die ihm éictlàrren, daß sie ibr vôls luzes Vertrauen in ihn seße, begann mit dem Pajcha die Verhandlung der Kapitulationsartitel, sie war lang und lebhaft. Der Major Coruer, der auf Einladung beider Theile da geblieben ivar, verband seine Gránde mit denen des französi: hen Admirals, um dem Pascha bemerklih zu machen , daß man unmöglich daran dens fen fônne, die Kapitulation in der Art wieder aufzus nehmen, wie dieselde anfäánglih vorgeschiageu worden war z gerade auf dieser Gruntlage verlangte. jzde< der Pascha Kutay zu unterhandeln. Er st lite dar, doß er nicht mebr bewilligen tônne, chne die Chre seines Chas rafters bloß zu stellen, und daß, nach 11 Monaten uns geheurer Opfer an Mannschaften und Gld, erx dermas len hinreichend seine Milde und Großmuth, gegen Mens schen zu dethätigen glaube, die er nur als Rebellen ges gen ihren Beherrscher und als Usurpatoren, einer seiner Verwaltung anvertrauten Provinz, betrachten fónne. Diese Gründe erschienen dem Major Coraer triftig ges nug, daß er niht weiter în iha dringen zu dürfen gläubtez der Contre-Admiral v. Rigny war nicht dieser Meinung. Die Belagerten hatten ihre ganze Hoffnung auf ihn gese, und obwodl ihre Lage, die ihnen nicht

wohl eine Verzögerung des Abschlusses der Kapitula-