1827 / 223 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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41808 und die darauf erfolgte Vereinbarung vom 21.

April 1809 die Normen darbieten.

Die Aufhebung des gemeinsamen Deutchen Reichs Verbandes haite zu der Zeit zur Sicherung-der politi schen Existenz den Eintritt in den Rpzeinisheu Bund veranlaßte, und die Stánde verkaunten bei jo\chergestaic veränderten Umstäuden keinesweges tie Nothwent iykeit,- durch mehrfache und bleidende Hülsen die Lasten diejes neuen Verhältnisses mit zu übernehmen. i

Es ward diejerhatb nah Maasgabe der Verfassung

ipulirt :

f ¡daß Se. K. Hoh, sich an den Auffäaften aus dieser (neuen) gewöhnlichen Contribution uud Steuern als cinem angemessenen und feststehenden Beitrage Jhrer getreuen Stände zur Bestrectung der Kosten des Mi litairs, der Fortificatiouen, der jonstigen Landes: Ad- mwministration, und auch der Gesandt|chaft, auf immer wollen genügen lassen, jedo die verfassungsmäßigen Leistungen gesammter Landes-Unterthaueu 1n außeror; dentlichen, von Sr. Herzogl. Durchlaucht nicht adhän- genden Fällen, welhe vou der Gewalt der Zeit Um stánde und dem Ge|eße der Nothwendigkeit herbeige, führt werden köunten, alleinal vorbehältlich.‘/

Weun nun [hon aus der Natur der Sache und dem

Begriffe einer jeden solchen Aversions- Behandlung her:

vorgeht, daß dabei eine gewisse Basis der übechommenen

Kosten und L2sten unterliegt, und der Bestand dec po-

litijchen Verhältnisse, welche diejelben veranlassen, vor-

ausgeseßt wird; so hat die gedachte Veretndarunug in der obigen Fassung au< schon ausdrücklich und vorher- sehend hierauf Bedacht genommen.

Wie daher - durch die Gewalt. der von außenher 0 mächcig eintretenden Zeit Umstände der Rheinische Bund aufhdrie, und Se. K. Hoheit nur durch Jhreu Beitritc zu der Gesammtverbindung des deutscheu Buudes Jh: ren Ländern den 1uöthigen gegenseitigen Schuß und eme politische Selbstständigfkeit zu versh-sseu und zu gewäh- ren vermochten ;. so fonnte solches allyemein mt anders als unter der Bedingung eines schou auf dem Friedens: fuß in -Bereitschafe zu halteuden und 1owohl nach der Zahl, wie nah den verjchiedenen -Wassengattungen be'

deutend vermehrten Militairstairdes, als Contingent ge

schehen. Weshalb- deun auch bei der Gründung des deut: schen Bundes und durch dessen weitere Beschlusse es be- stimmt ausgesprochen ward, daß jolche vermehrte Lasten auf den Ländern felbst ruhen uad vou deu Unterthanen getragen werden sollten. : /

Es würde sich -auh, ohne bestimmte Verabredung

für dergleihen Fälle, nuna wohl j<werli< behaupten,

noch weniger rechilih durchführen lassen, daß die Kosten solcher vermehrten Bundesverpflichtuug von dem Landes- herrn schon fruher, als ex sie nur gefannt, also aus dem Reiche der bloßen Möglichkeiten hin, und ehe seldige existent geworden, schon in einer, auf frühern anderwei- tigen Einrichtungen dasicten Aversions-Behandlung mit übernommen worden. 4

Allein die erwähnte Vereinbarung mit den Stän den hat ni<ht nur zum Voraus, auf diesen Fall einer durch die Zeitumstäunde herbeigesührten politiichea Ver- ändèrunug, jo sihern Bedacht genommen, daß sogar die Art uud Weise zur Aufbringung der solchergestalt ent- stehenden Kosten nicht durch die gewöhnlichen Kons- tributionen und Steuern, wie hierbei verheißen worden sondern durch die verfassunzsmäßigen Leistungen ge- sammter Landes Unterthanen, vorweg bestimmt worden.

Se. K. Hoh. können sih mithin „schon aus jenem

Srtaatsvetrtrage befugt halten, diese vermehrten Kosten

zur hiulänglichen Stellung des Deutshen Bundes Con, tingents um so mehr in Anspruch zu uehmen, und Jhre Stände zu deren Bewilligung anzuhalten, als hievon der ehrenvolle Stand, dean Sie mit Jorem Lande im Deutschen Bunde einnehmen und die weitere Erfullunz

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Jhrer eingegangenen yolitishen Verpflichtana in de jelden abhängt und dédinge wird, N

Se. K. H. kônueu solhe Bewillizung der Ständ aber auch iu Anjehung des Berrags “der Kosten selb} ats bejondern Gegenstandes, micht ]<wierig und unge wiß fluden, um Zu elner Differenz 1m Rechte geeigne zu jen, Die Verhandlung vom Jahre 1809 begreift vekanntlih außer dem damals nur in einer geiingy Zahl von bloßer Junfantecie zu stellenden Militär jj deu Rdyeinduud, auch die Fortificationen, alle sonstigg Landes. Administrationen, und: die Gejaudtschaften, blied aljo dem Eimesseu des Landesherrn - überlassy wenn gesammte Regierungçslasteu gehörig bestritten wh den, wie viel vou Jhm auf die einzelnen Zweige h Verwaltung, und iusdejondere auf das Militär von h zugewieseuen gewöhnlichen Conteibution und den Sty ern verwendet-werden wollte, Niemals also kann, | lange eine Jolhe Aversions Behandlung besteht, woij auch das Maaß des Beitrags von den Domainen dur deren bestimmten Unziehung zu den gewöhnlicden Stg ern festgestellt werden, es Gegenstaud und Frage | Untecjuung oder Entscheidung werden, in wie wi due dereics bewilligten Siändischen Beiträge nicht -\< ausreichen möchten, um die neue Last mit zu berü men. Vielmehr bedarf es nur der Ausmictelung ders ven, welche, jobald man sich darüber - niht vereinbar tóunte, durh einge Sachfundige, die von ein paar h aachbarten Regierungen füglich zu erbitten wären, nd einem allgemeinen Durchshuct den Kosten - Betrag sh die in Friedenszeit zu haltende größere Zahl der Jilw terie, jo wie -für die Artillerie, die Kavallerie und jerve leßtere beide nah der bundesmáßigen Besti mung, die sie no< niht haden zur Beseitiguüug ali Verschiedenheit, nur erfolgen kann.

Se. K. H. vermögen solchergestalt Jhrerseits kein

rehtli<e Entscheidung auf compromissarish2m Wege, Anleitung besagter. Patent.Verordnang, sofort ein- 1 lassen. : j : ¿

Arr Fall ergehert hier zugleih die weitere sherrliche Proposition dahin; daß über die W hl den verschiedenen Cowpromiß Arten und den mo-

Verabredung ¡wischen -den Allerhôchstverordaeten issarien urid dec Ständischen Versammlung ge- n werden solle, nd so’ versichern Se. K. H. s{ließli< JFhrer ge Ritter- Und Landschaft, daß Sie derselben sammt onders in Gnaden gewogen verbleiben, 5 ¿gebev auf dem Convocationstage zu Rostocf, den ptember 1827. : A : s) Ad Mandlatum Serenissimi speciale, Großherzogl. Mecklenburg: Schwerin|che zu ge» genwärtigem Convocationstage Allerhö <st- verordnete Commissarien. L. H. v. Plessen. E. v. Röôdér.// (n eben dem Tage erschien hier no< von einem annten Verfasser folgende Dcuckschrist: „Beiträge deurtheilung der Frage: Ob und in wie weit Rit nd Landschaft des Meklenaburgschen und Wenden Kreises der Herzogthümer Mecklenburg die Ko\ten gen habèn, welche 1n Friedenszeiten die Untechal des Mecklenburaschen Contingéats zum Deutschen erfordert ? Rosto>k, gedrucét. bei Adl:rs Eben, ut : ; Madrid, 4. September. Folgendes ist der voll ge Jnhalt des (bereits erwäyznten) 1 Beziehung e Uarúhen in Catalonien in der Gazette erhe; Manifèsts: „Offizieller Artikei, Se. Exc. taatssecretair im Depaéctemeat des Krieges hat Befehl des- Königs unsers Herrn folgendes Schrei:

eigentlichen uud wirklichen Gegenstand zu etner Nechissäün Se. Excell. dem General Capitain der Piovinz ents{eidung hierbei auszufiuden, Und Allechödc7isie (onien gerichtet: Die Berichte Eurer Excellenz vom gen auch 1m Landesväterlichen Vertrauen zu den (0 oft August 1825 bis jeßt, die Berichte der Genéèral- dewägrten Gesinnungen Jÿrer - getreuen Ritter - unütaine von Valencia uno Arragonien, die bei dem Landschaft noch die feste Zuversicht, daß dieselbe auch isterio der Gnaden und der Jastiz eingegangenen ner das destehende. gute Ciuverständniß in Anhäugliätisheilungen, endlich die auf die Ereignisse in Cacta/ bewahren, und ‘nach nochmaliger ernstlichen gereiftu bezüglichen Afteustücke, welche sämmtlich Sr. Prúfung der gegenwärtigen laudesh-rrlihen Erd sfnustät vorgelegt worden sind, stellen eine Reihe von gen, die hierdur< in en:lichen Antrag gebrachte hi achen dar, worin ein Geist des Aufcuhrs sichtbar läánglihe D:>kung und Bewilligung der vermehrteu {er án den Ufern des Ebro geboren, den dôjtlichen iten ces deut,<es Bundes Contingents auf j $t a) von Catalonien in diesem Jahre bewegt hac. Zu; Jaltendem Conuvocacioustage n Gúte vereinbaren mwer!(Mur de Tortosa der Hauptgegenstand der Ausmerf- Wenn nun, in Folge des leßten Langtags: Ab [c//M Fe der Ruh: stôrer, welche, nah den Berichtea oom

der Löbliche Engere Aus|<huß, Namens der Ritter: \ff und September. 1825, Anustale machten, sih den Landschaft, die¡echalb auf Auwendung dér Comprouni gust gewaltsam in det Beliß diejes Plaßes zu Justanz nach der Patente Verordnung vom 283. Nou um ihn zum Mittelpunkt des Aufruhrs zu ima- 1817 angetragen hat; jo wollea ‘Sé. K. Hoh, zu Ul Jhr Bestreben wurde bei Zeitea unterdeüdc, und Ende auf geaeuwäritg ausge'><; riebenen Convocationst! de eine Untersuchung gegen sie eingeleiter, Der ¿ozuvdrderst, nach der Vestimmung im Art. 1, geda defahl durch ein Dekrec vom 26. Juli 1826, daß Patent - Verorovung oen Weg der Béseitigung cusProzeß beschleunigt und baldigst beendigt werden

unmittelbare güiliche Unterhandlungen aufrichtig, (#4 Weder die seïtdem vergangene Zeit, noch die da. lich und erust!ih versuhen und eröffnen lassen. 5 Ergriffenen Maaßregein haben einen wirfsamen dem Allcrodchièdtes.lden Jhre Commissarien dazu WW> auf die Empdrer gemacht. Gegen Ende des

gewiesen haden, jo gewäctigen Höchstsie ein glei 1826 begannen sie neuen Aufrude, versuchten sie vou Jhrer getreuen Ritter- und Land¡chaft uyd wo FEtUem Tortosa einzunehmen und. hegten sagar die derselden aufgébeu, eiue Deputation aus threr Me Absicht, hinsichelih von Peniscola. Die Mir; zu ernennen und in cen Staud zu seßen, zw: >m) gen Ew. Exc., die Berichte der niedern B.höôrde,

i Unterhandlungen dieserhald mit den Allerhöch stvetis eneral Fiscals, und des General : Capitains von neten Commissarien etuzuleiten und zur allzeme(ta destätigten mehr und mehr das Vochaudensein

Ständischen Berathung und Beschlußnahme vorzu! ipôrung, und die Meinung, die mau von ¿hren reiten. | gung [Gans ) hegte. Jn diesem Jahre. haben die Aufrüdrer

Sollte dieser endliche gütliche Versuch jet o< will gehandelt; Anfangs März erschienen sie plößlich

Erwarten und Absicht Sr. K. H. “ein genügendes N sultat nicht herbeiführen; so wurden Se. K. H. zu Jhre innigsten Bedauern Sich in die Nothwendigkeit weilt! Landesherrliher Verfügungen auf verfassungsmäßige Wege gescht sehen, und wollen ferner zunächst dieserhal

llen Seiten: eingehenden Berichte. deuteten auf ei- euen Versuch, der gegen Tortosa gerichtet werden sle enthielten nähere Nachrichten Über die An- der Ruhestôrer, deren Haupträdelsführer Llobera |

rocedendi dabei no< die nähere Bestimmung

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Anführung von Llobera in Lorta und Pauls. Die] H

und Trilas zu sein f<hienen. Von dieser Zeit an zeig- cen sich neue Bandeu z; der Anhang von L obera und Trilas wuchs; leßlzterer erließ cine Proclamation, worin er alle Royalisten zu den Waffen rief, indem er saate, der Fall des Tyrones sei nahe, - uad der Augenblick da, wo die gezeimen Gesellschaften so einflaßreih wie früher sein würden. Die Meldungen, daß eine Verschwörung im Gange sei, wurden häufizer; es erfolgten andere ‘Proclamationen, deren eiue, die in Perpignan gedrucft werden sollte, die Kundmachung enthi.lt, es sei die Ab sicht der Empôrer, dèn Kduig uusera Herrn aus der Gefaogeuschajst, in welcher er sl -b finde, zu erlôsen, es würde am 1. April ein Aufst1nd stait fi iden, welcher von dem furz vorher b:im 7ten Y fanterie Regiment ans gestellten Lt:utenant Plinos auf Mantresa und Vith, und von Ballester, Divat, Cacnicer, Caballeria, Bo'fil, dem Odcistlieuteaant Buassous' genanut Jep Dels Cós tangs, uno von Paigdo, Das bald darauf erfolate Er° scheinen unserer Leute bestätigte tie Aagaben, Die zur Unterdrückung des Aufruh:s ergriffenen nachdrücklichen Maaßregeln hatten die Wirfung, daß die Banden. aus einander getrieben ud mehrere Auf: ührer verhaftet und einige deu Geseßeu gemäß erschossen wurden, Bis dae hin ließ das Zusammentreffen der einzelnen Bewegun- gen allerdings auf eine wirflihe V-richwd-ung ließen 5 allein die Verschiedenheit dec Gerüchte und „der Mangel an Einheit dec ‘Proclamationen und der Handlungen der Aufcúhrer gab:n der Mathmißung R 1m, ihr einziger Zweck sei, Unordnung zu stiften, um hieráus Voi cel zu zichuz; dieses war auch die Me?einungq eines würdigen P:älaten, welcher den Aujstand als das Werk von Leuten betrachtet hat, die wenig Mittel, noch wentger Gel d, und viel.Bedürfnisse haben. Nachdem die Haupträdelsführec ihre gesezinäßige Strafe eclircen hatten und die bewaffneten Banden zerstreut worden waren, gecuhten S. M. in Jyzrer Betrübniß über die Strafe der Schuldigen und mehr no< über die für ihre Familien hieraus folgenden Leiden, am 30, April d. J. eine Amnestie zu gewäyren, und mehrere 'Ráoelsführer, welche die Ködniglihe Milde erflehten, zu begnadigen, Die Gewüther fingen au, rußiaer zu werden; die Königlichen Freiwilligen hatten zur Untere drúcfung der Uuruheu wejenclih beigetragen, die Linien truppen hatten gleichen Muth gezeigt, die Civilbehörden ihcen Eifer an den Tag gelegt und man schmeichelte si< mic der Hoffuung, daß in dea Monaten April, Ma und Junt «. J. die Unruhen zu Ende gehen würden. Es sehr aber geschrieben in der Geschichte der Revolus cionea, daß die Menschen oft aus Geldsucht, oft aus Uastetigkeit Alles daran seßen, Unruhen zu befördern, wenn sich eine Aussicht zur Rückkehr der Ocdnung und des Friedens zeigt.

Jin Monat Juli: d. J. erneverte s< der Aufstand in Catalonien machte ras<he Fortschritte und faßte ende li<h Fuß in der Gegend von M»\nreza„ Vich und Ges roma. Einige der begnadigten Rädelsführer organisirs ten neue Bauden. Der-Ooristlieutenant Bussons zeigte sich wieder, niht mehr als ‘ein von Bergen zu Bergen gejagter Fluchtliug, sondern in osf:nem Felde mit dem Titel des Generals der königlich genannten Dioision,

und die Echebung von Contributionen aller Arten vers

fügend. Die Eifzhrung hat geleyrt, daß die Strenge des Gesebes hinsichtlih der großen Menge gemildert

‘werden fannz eben so gegen die Rädelsführer zu vers

fahren, dieses hieße aber der Sache des Königs shädli<

‘sein; denn diese mißbrauchen die fôuiglihe Huld, um

ihre Vershwdrungen in ein güustizeres Licht zu seben. ierdur< war es mdgzlih, daß Menschèn ohne Erfah- ruog durch die Vorspiegelung verführt werden fonnten, daß jene aufrührerishen Handlungen im Juteresse des Königs unseres. Herrn stattfänden, etne Beha1uptung,

der die Langmuth der Regierung Glauben verschasste.