1827 / 241 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Einsch eit-n unsern Kampf zu beendigen *). Die grie: hiiche N»ciou hatte durch hre, frúger ti Epztoaures, Und zul. gt n Tro-rzen zar dritten Nacional Versamm lung veceint„ten Repcásevtanten die Vermitttluug- ane r ¡f-un, und der Eatschl»ß dex großea chrtjtlichen Mächte deweljiet, daß (le Griechen nicht vergeblih auf 1hrce Tyetlnah'ne gehóffft hadén, Doch, jo groß auch ihr Ver langeu nach der Beendigung des Kiieges sein mag, |o mözeu die G iehen niæt außer Acht lasseu, daß ein großer Tyeiul iy es füufetg-n Schifjals vou ihnen seldst, d. h. von hren Handlungen adyáuge, welche, besonders in diejer entichetdeuden Epoche, die Klugheit gedietet und die von einem thâátig.n Etfec begleitec sein müssen. Uater den gegenwärtigen Umsitánden bedürfen die Grie chen vorzuglih der Eintracht, und einér auf: tchig:n Etn tracht, um osfea vor der ganzen Welt zu zetgen, daß i mit Uurecht angeklagt werden, als seien sie Freunde der Unruhen und dec Anarhie. Jhr fester Entschluß, den bestehenden Ge|cßen - gehorjam, zu einem einzigen Zivecf-, der Wohlfayrt des Vaterlandes vereint, und fo ihren Fetaden furchtbar zu erscheinen, wird sle würdig machn des Wohlwollens und der Theiluayme aller chrisst lihen Mächte, u»d am meisten mitwirken zum guten Ausgange der kräftigen Vermáctclung,// ;

„Nach rêm Jyha't des vierten Artikels des Ver. trags vom 24. Juni (6 Juli) werden die drei Mächte darauf beitehen, daß ein W ffensti1stand vorangehe. Die Griechen können etner Sehe gewiß uicht wtderstéeben, die fie zur Zeit der Verszmmlung in Epidauros selbs verlangten ; oder sie müssen zueleich bedenfen, daß es vou ihnen telst abhänat, daß der W fffenstillstand für sie ehrenvoll und vorthetlhaft se. Sie müssen daher ihre Energie verdoppeln, noh- größern Gehorsam und Bereitwilligkeit beweisen , als sansk,- damit nicht der Feind in der Zwiichenzeit zu ih em Schaden : Vortheé! ziehe. Judem oie Stellvertretende Regierungs Commis sion dicses vor Augen hat, wird sie alle Sorgfalt an

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\tánde ¡Die Regierung hegt niht nur die Hoffnung, sd

Nauplía zu erhalten, nit vergessen, noch è uud Jutercessen der Bürger Täéej1er Hauprstade vor ihrem Abgange das Nöth

ie Rec vern ige y „Griecven! Je mehr die Regierun die. Wi

der dermaligen Umstände fühlt, nt hi M sie ihren Etfer, iyre Thäcigkeit und ihre Aufmeifs, feit, um eures Zutrauens fih würcig zu beweisen: b um so mehr sieht sie auch die Nothwendigkeit ein, y sle auch euch bereit finde, sie: zu unterstüßen. Sie f dert euch daher auf zu wahrer und aufrichtiger f, craf, zu vollkommenen Gehorlam, zu H 1ndlun vürdig der Menschen, welte die Güter der Frei fühlen, und sle zu genießen wünschen.‘ /- Allé Volks Repräsentanten, die nit im Seny auweseud sind, mússen bedenfen, daß jer, mehr ali der ges: zebende Körper ihrer Auwes-nheic und des Y standes ihrer verschiedenen Kenntnisse bedarf, undi demnach herbeieilen müssen, zur Ertúllung der heil Pflichten, welche die Völker Griechenlands thnen aj | gen. Jeder Grieche, der, sei es durch Rach oder\y That, zur Unterstüßung der Geseße und Erl; altunz j Ortnung beitragen fann, ist verpflichtet, der Regie des Vaterlandes in diesem wichtigen Geschäfte beis hen, Sollten aber etnige, systematiicch Unruhige} immer an dem Umsturze des Bestehenden Gefallen den, auch tin der ‘gegenwärtigen Epoche die Bürge unruhigen, und so dem Vaterlaude gewissen Untergi derciten wollen, so mdbgen sie wissen, -daß sle der ih unverzeidlihen Bosheit angemessenen Sirafe nit (i gehen wekden; sie sollen erfahren, daß die Regéeru mut Nachdruck gegen sle vorkehren wérd, was die Un und die Geseße erheischen.‘

dern hat vielinehr alle Gewißheit, daß die vermitrelnd Mächte,” aleichfalls micwirken werden zur Verstärk der Maaßregeln, die sie für die innere Ordnung ges

wenden, um die erwartete Energie und Dereictiwilligfeir

überzeugen, um welch große Juteressen der griechischen Nation es sich heute handelt, }0 wie von der Nothwen: digkeit, daß die griehishe Regierung sich in dec Lage be finde, mit Ruhe einen großen Theil ihrer Aufmertszm- keit der Auseinanderseßung dieser wichtigen Interessen zu widmen. Die Staot Nauplia, angeachret die neuers lih aufgeloderten Unruhen bereits beshwichtigt sind, ist doch eingestandenermaaßen nicht der geeiqnetste Ort für diesen großen Zweck. Die Reste der Unruhe nach so großen Bewegungen, und die Besorgniß vor möglichen neuen Collisionen, würden fast alle Aufmerk'amkeit der Regierung innerhalb Nauplia allein in Anspruch men. Daher ward, mit fraft Dekrets 1, und der Uebersietlung na Aegina so-wie- früher, auch jeßt,

ne Einwilligung des Senats, Vorberathung Nr. 32, ihre beschlossen, wo die Regierung die volle Ueberzeugung hat, ruhig die großen Interessen der Nation besorgen zu tón-,

nen , während sie zugleich in der angemessensten Lage

4 sein wird, auch die Kriegsangelegenheiten , so lange sie " dauern, zu beaufsihten und wicfsam zu unterstügen. Judem aber die Regierung ehestens nach Aeg:aa abgeht, wird sie die Nothwendigkeit, Ruhe und Ordäuúg in

ias FI §-..

*) Bekanntlich hatten die Admiräle Codrington und de _ Rigny, während ihres letzten Aufenthalts" zu Nauplia “vom 17. bis 20, August, die Griechen von den in dem - Loudoner Tractate vom 6. Julí verabredeten Maaßregeln

in Kenntniß geseßt. (Anmerk. des Oesterr. Beobachters),

der Griechen zu unterstüßen.“ ; f ¡¿„Griehen ! Die Lesung des "Tractats wird euch Kronprinzen:

Hagestolzen,‘/ Lustspiel in Jffland,

in 2 Abtheil. Hierauf : spiel in 3 Abth., von E. Raupach. Und vertissement, im Judischen Costüm«e.

E Gedruckt bei Feister und Eisersdorff.

solche Feinde thres Vaterlandes ergreifen wird, und n} elt von nun an feineswegs, daß die Anstrengungen !

curch die wohlwollende nem glücflihen Ausgang werden gekrönt werden.‘ -¿Nauplia, in der Seefestung am 9. (21.) August 182 ¡Die Srtellvertretende Regierungs Commission:

, Januli Nafko. Der Staats secretair für das Innere und die Polizei Anastasios Londo, Für gleihslautende Abschrift am seldigen Tage; Der Staatssecretair ¡ur die auswärtigen Angelegenheit G. Glarafi,!

K d Lg: he Schauspiele,

Montag, 13, Octbr, Jm Opernhause: Zur des Hôchsten Gebartsfestes Sr. Königlichen 2A

-,Rede,‘/- gedichtet von C. Herklots, | Schröck, © Hierauf: „Gö | eisernen Hand,‘ Schauspiel i!

sprohen von Madame Berlichingen mit derx Abtheil,” von Göthe.

Dienstag, 16. Octbr. Jm Schauspielhause:

9 Abtheilungen, von

Ju Potsdam: „Die Verwechselungen „// Lust ¿Laßt die Todten ruhen,‘

: ¿Neues V

unen geruhet.

Griechen, gefräftigt durch ihre Eintracht und unterstúl Gesinnung der Mächece, von e

Georg Maüurochmichiali, Joh. M. Milail

Redacteur Joh}

Allgéè meine

Preußische Staats-Zeitung

Ne 242.

1

Berlin, Dienstag, den 16bcen October 1827. : 3

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Seíne Majestät der König haben dem Oberförster jyer zu Ziegelrode, Regierungs, Bezirks Metseburg, d dem Steuer: Einnehmer Arndt zu Deutsch : Crons Regierungs : Bezick Danzig, ‘Tas allgemeine Ehren- qm erstér Klasse zu verleihen geruhet.

Des Königs Majestät haben den Oberlandesgerichts- chivarius J o h n zu Breslau zum Justizrath- zu er

Der bisherige Ober , Landesgerichts - Referendarius rl Adolph Leopold B o ck ist zum Justiz Kommissa- s bei dem Land- und Stadtgerichte zu Memel bestellt xden. H Fry :

Im Bezirk der- Königl. Regierung : Coblenz ist der evangelishe Pfarrer Groos zu endorf, au die Stelle des zum ‘Oderpfarrer in Weblar

nanyten Predigers Nebe, zum Garnisonprediger in lenz, und der Pfarrer Baßmann zu Dickenscheid,

teises Simmern, zum Pfarrer in Monzingen, Kreises tuznach, ernannt; : E L

ja Köln ist der bisherige Vikar in Dahlen, Jo- nn Derich s, in gleicher Eigenschaft nach Gymnich, } Kreise Euskirchen, "versekt; der Geistlihe Reiner einrih. Trimborn zum Vikar in Frauenberg, Krei! Euskirchen, und der Geistlihe Johann Ruland n Vikar in Kaster, Kreises Bergheim, ernannt tden; : é i uKdnigsberg ist die erledigttievar ngelische Pfarr: le an bér Mir zu. Gr. Schläfke# dem Pfarre? arcus verliehen worden. R «e 06

Heute wird das 18tè Stück“ der Geseßsammlung 6gegeben, welches enthält:

die Allerhöchsten Kabinetsorders unter Nr, 1093. vom 9. v. Mts. über die Theilnahme der Ritterschaft -des Rosenberger Kreises und der Stadt Oels an den Wahlen der Ab- geordneten zum Schlesishen Provinzial, Landtagez ¿ :

vom nämlichen Tage, enthaltend die De flaration. des §.17. Nr. 6. der Verordnung vom 18. -Nev. v. J. über die Verfassung der Kommunal Land - und Kreistage, hin sichtlih der zum Sprembergschen Kreise gerechneten Städte: und

s 4094.

Dag

.Truch seß, nach Königsberg in Preußen,

Nr. 1095. vom 10. ejusd, m., betreffend die Beriche- h 8 tigung der aus der Westphälishen Vers 9 waltungszeit herrührenden und zur West- n phälischen Zentralshuld gehörigen Ansprüche 2 an die Preußischen Domainen, so wie an - ‘0 die aufgehobenen Stifter und Klöster, des-

; gleihen der Ansprüche wegen der in die

E Weitphälische Amortisationskasse und den

Westphälischen Staatsschaß eingezahlten

Depositengelder und unter i

die Börsen - Ordnung für die Korporation

der Kaufmannschaft zu Königsberg in Preus-

ßen. Vom 13. desselben Monats.

Berlin, den 16. Oftober 1827. -

Debits - Komtoiëir.

s 1096,

Ab gerei st, Der General-Major, diesseitige außer- ordentlihe Gesandte und bevollinächtigte Minister am Königlich Niederländischen Hofe, Graf zu Waldbur g-

Zeitungs-Nachrichten. | A usland.

Paris, 9. Oftober. Der Dauphin, die Dauphíne und die Herzogin von Berry sind mit Sr. Maj. gestern nach Comptíegne abgegangen. 2

Der Vicomte Dosthenes v. Larochefoucauld, Chef des Departements der -schônen Künste, hat eine Verfus gung in Beziehung auf die bevorstehende Kunstausstel- lung“ erlassen, welche hauptsächlich bezweckt, die Uebers- füllung von Gegenständen zu verhindern, die der Ehre, öffentlich ausgestellt zu. werden, nicht werth sind. Hiers- nah darf jeder Historien-, Landschaft, und: Genre-Malerx nur drei Bilder (ausgenommen die von der Regierung bestellten) ausstellen ; die Portrait-Maler nur zwei: Wer im mehreren Genres malt, darf von jedem drei Bilder einsenden, Die Miniatur-Maler müssen Alles, was sie einsénden, in einen Rahmen fassen, Die Lithographen ebenfalls} und die Kupferstecher dürfen ebenfalls nur drei Blâtter ausstellen. Dagegen i| den Künstlern ge- stattet, *ihre Gemälde, während der drei Monate, welche cie Ausstellung dauert, allmonatlich: gegen andre umzue tauschen, Die Bildhauer und die Mitglieder der Aka- demie sind diesen Beschränkungen nicht unterworfen. Es sind bereits an 300 Gegez stände angemeldet, und wenn auch die jeßige Schule sehr fruchtbar sein mag, so dürften doch schwerlich alle diese Sachen dec Ausstels

ag werth sein. Ÿ : N * Hr. Buda, spanischer Obristlieutenant und Polís