1827 / 250 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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am Sonnabend Conferenzen wit dem Grafen Dudley, der demiáchst aujs Land ging, i

Gefst-ru ‘hatte_ Graf ster und der französische Geschäftsträger Geschäfte iai auewärtigen Amte. —- És gingen ge|tern Depeschen an“ den Lord Oder-Commissaic der Jonijchea Jujeln ab.

Der als eijriger Befdrderer der Wissenschaften und Stifter der Universität zu Corfu, ruhmlichst befannte Graf ‘v. Guildford, Sohn des berühmten Lord North, nahmaligen Grafen v. Guildford, ist mit Tode abge- gangen; seine Titel gehen auf Hen. Frauz North, Sohn des verstorbenen Bischofs von Worcester, über.

Eine große Anzahl der angesehensten Männer, wor- Unter fast sämmtliche Minister sich befinden, haben sich bereit ertlárt, an die .Spibe einec Subscéipcion zur Er rihtung eines Denkmals júr Hra, Canmag zu treten. Die Subscription soll während der nächste Parläments: sibung eróffner, und aisdaun eine Kommittee ernannt werden. Vermuthlih wird dem Verewigten auch ein parlaméntarishes Denkmal gese6t werden, worüber in. dessen noch nichts Näheres befännt s

Der LCouriec vom 13. enthält ebenfalls das (‘in Num. 248. ‘der Scaatszeitung aus den Times mitge- theilte) angebliche Circular des Sultans und stellt fol- gende Bemerkungen darüber an; Der S'yl desselben ist seltsam und heine Sprache hinsichtlih- Euglands merk würdig. England wird dariy als bereitwilliger zur Un- terstüßung der Griechen, als alle andere Mächte geschil- dert. Es soll hô)st inconsequent gehandelt habén; und weiler heißt es, die nämlichen Mächte, die früher die " Bestrafung der Griechen verlangt, forderten jeßt gebie- teri]ch die Emancipation und Unabhängigkeit derselben. In Gemäßheit dieser Gründe, die man schwerlich für ‘die trafcigsten erfennen wird, erflärt der Sultau, die an- _Hetragene- Jutervention nichr aunehmen zu wollea, sonu- dern - lieber den gänzlichenjUntergang seines Thrones und seiner Macht vorzuziehen. Wir wollen uns nicht weiter úber die Zuverlässigfeic dieser Note -auslassen; jedermann wird " Jedoch einjehen, daß die darin vorkommenden Aeußerun- gen. gegen England denen beraus ähnlich flingen, die ‘wir neulich, aus. einem angeblichen Schreiben aus Smyrna angeführt habea, Wenn das vorliegende Documest ächt ist, so läßt jenes Zusammentreffen sich leiht begreifen.

j Capir.- Back und Lieut. Kendall, die Begleicer des Capitain Franflin, sind zu. Portsmouth etugetroffen. Obgleich die Expedition nicht: ganz-dén gewünschten Er: folg hatte, fo áupern sle dennoch ihre Ueberzeugung, daß eine Durchfahre von der Davisstcaße nach der Behrings5 straße vorhanden ‘it, Ganz Amerifa wäre also eiue große Jusel; doch dürfte lich. jèue Durchfahrt wegen gro ber Hindernisse selten odex nie beschiffen lassen. :

Der brennende Felsen zu Holwo:th in Dorsetshire

erregt jeßt wieder viel Aufmerksamkeit, Am 20. Sep:

tember brach ein-heftiges Feuer aus drei Spalten her- |

vor, und seitdem hat ex’ fortwährend geraucht. : Jn Bedfordszire wüthet das-kalce Fieber sehr heftig: Heute: ist Abrechnungstag an) Stockmatrkte. Es wurden wenig Geschäfte gemacht. Consols standen um 2 Udr 865, für. November 87. ; Lj _Feranufkffurt a. M., 20; Oftbr. Nachdem hre Maije\táten: der König und die Königin von Wüccem berg bereits ‘am 13. d. hier eingetroffen watéw-und un sere Stadt seitdem mit Jdrer Gegenwart erfreuuz if heute auch Jhre Maj. die verwittwete Königin, voa Ihcer Reise uach England zurüc{kehrend, hier eingetroffen. Stc. Petersburg, 16. Okt. Vorgestern ‘erfölagte -im Winterpalais, die feierlihe Taufe’ des Großfürsten Constantin Nikolajewitsch; Pathen waren“ Jhre- Mai. die Kaisecia- Mutter ¿ Se. Maj. der König von Preu ßen und Se, Kaiserl. Hoh. der Czarewitsh, Großfür|t „Constantin. Mittags war bei Hofe große Tafel und Abends war die ganze Stadt erleuchtet, :

feine andere Bedingung - eingeden werde. 119 lange, als die- verbündeten Mächte sich feine Gil

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Mittels Tagsbefehls von vorgestern haben Se, 9 der Kaiser deu. Gropsürstez Thronerden zum Hetma sämmtlicher Kosacken Truppen ernanut, ‘desgleichen z den Generaladjucantea, Dirtgeurten des Kriegsminie; riums und Adjunct dés Chess des Kaiserl. Generalsy des, Generallieutenant Grafen T¿scheruitcheff, zum Ga neral der Kavallerie und dem Fürsen von Lieven, Mi glied des Reichsraths, zum Rang eines Generals þ Jufanterie befôrderc. : '

Se. Maj. haben Jhrem außerordentlichen Gesa ten und bevollmächtigten Minister bei der ottomanisg Pforte, Geh. Rath v. Ribeaupierrre, den St, Alirat ter Newsky Orcen zu verleihen geruhet.

Dem Collegiearath Maëtschenko ist an der Stil des eutlassenen Gcajen Tolstoi dié‘ Dircktion der Hu delóbank übercra;en worden. '

Am leßbtea Kidnungsfeste hat unsre Landarmee s abermals mehrerec Allerh ôchsten Guustdezeigungen ju g freuen gehabt. Ein Kaiserl, -Utas vom 3. v, Mts, fehlt námlich,“ daß“ bei -Subalcecnen, ‘die dis zu” dis Tage in der Garde 20, in dea Armeen und Garnjs nen aber 22 Jahre uncadelhaft getitnt lyaben, der jj Abschied: ertheilt werden soil, Diejenigen aber, t noch fortdieneu wollen; erhalrèn nicht nur den hal rigen Zuschuß "zu ihrem Soldé, der thnen gebührte, n

‘sie in der Garde 22-uno-in- den Armeen 25 Jahre ul

gedient hätten, sonoern. den ganzen Sold 6éoppelt, n Einschluß des halbjährigen Zujch usses, Haben Soldat fünf Jahre überdie bestuumce* Feist gedient , - so: erhal tea sie, so lange sie nèch im Dienstè bleiben, deu Sol und das ihnen zugelegte Doppelte als Pension. Wet den sle wegen K-eznkheit oder Wunden ‘entlassen, bleibe ihnen beides--dis zu ihrem--Ableben als Leibrenti Der Kaiser hac das kriegszerichtliche, gegen den Wolhynisheu Garderegimente angestellten Regime

Quacrtiermeister Plointzky' gefällté, vom Cesarewihl

Großfärsten Constantin confirmirte Urtheil, demzusl gedachter Plotutzky wegen Unterschleifs einer bedeul den Summe vou Regiîinentszeldecn zum Verlust |

Ranges, Adels- und Ste. Aunzeuordens Zter Klasse uff

zu einjähriger. Einsperrung in. die Caseinattin der F stung Samoztje vecurtheilt wurde, bestätigt. Nach Vi lauf seiner Stcrafzett joll er in seine Heimath gebra werden, dacf jedoch. diese uie wieder verlassen und fa

fein öffentliches Amt mehr erhalcen. C2 Die hiestge Kaufmannschaft: hat bei Gelegenheit M Geburt des. Greßtürsten Conustautin - Nicolajewitsch til Samme von 21 000 Rubela- zu mitdehäcigen Zell ausgeleßt, Unter andern 15/000 Nub. für die: dur! Einäscherung-Ado's- veraruiteu Einwohner. Außer di Sumzne- haben einzelue hiesige «Kaufleute noch 260 Rub, zu demselbea Zwecke zusammengebracht. 0 Türkei. Nachrichten. aus Constantinopel voi Septbr. (in der Allgem. Zeitung) * zufolge, hat i Reis Effzudi, welcher feit eiuiger Zeit an Au zeusd) gea leidet, und durch deu Kiaja- Bey, (Minister des Y nern) vertreten wird, durch diejen in einer am

Septbr, den Dolmetschern der vermittelnden Höfe |

ivalligten Audienz sagen lassen; daß die Pforte auf l

beschränkter Uuterwerfung der Jusurgenten deharre l Sie wel

thätigketten gegen die Pforte erlaubten, diejenige R

Bigung zeigen, die ihr stets eigen sei, sie würde i

der Gewalt Gewalt entgegeu - seßen , sobald man | dazu ausfortern sollte. E(n anderes Schreiben aus Constantinopel v0

‘selbigen Tage ( ebenfalls in der Allgemeinen Zeitun

ziedt- Nachricht vou den (durch die Mittheilungen | ven lebten Bläctern dieser Zeituug bereits befaunte! Bitischriften der- Vorsteher und Capitanis des gries [hen Fesilandes an den griehishen Patriarchen zu C0

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intinopel und von der Seiten .der Pforte bewilligten jinestie uno, bemerft dabei :“ „diese von ‘der Pfôrte be iligre Amnestie hat große Senjation erregt; Uebelge - jure wollen darin ein bloßes Gaukelspiel seheu ‘und haupten, die Untèrwerfuugs Afte sei in Constantino y selbst abgefaßc und das Ganze barauf berecnet, die itervention der Mächte auf eine schickliche Weise zu mgehen.““ :

gehe Die (wiederholt erwähnte) angebliche Einnahme i Wassiladi und Anatoliko Seiten des Lord Cochrane ied uua auch in den neuesten Nachcichten aus Triest ungegründet erflärr. j

Ein Offizier im Dienste des Pascha?s von Aegyp- schreibt (wie Londoner Blätter melden) aus Alexans jn vom 1. d,, der Pascha habe große Unzufriedenheit tiber geäußert, daß seiner Flotte erlaubt worden sei; hehindert durch die verbündeten Geschwader hinzufah 1, er darauf gerechnet gehabt, daß sie nach Alexan- jen zurlückzewiesen würde und er sie zu seiner Veifü- ng behalten fôune, wobei er, sh diesem Zwange un; werfeid, deu Schein dèr Treue geaen die Pforte be- ¡hrt haben würde. Dicht eingeschlossen in einem Ha;- j: Morea’s wáren seine Sch! ffe gatiz für ihn verloren, zur Beendigung der Unterhandlungen in Constan- jópil, ie E : “ibrfta (d Londoner Blättér enthalten folgendes aus Corfu n 24. Sept. : General, Church bereitet eine Expedition zu Negroponte und sammelt eín Corps Runielioten | Zshmos. Der Kiutayer hat den Capitanos, die sich u in Folge der Capitulation der Akropolis. unterwor- 1, den Befehl zugesandt, ihre Wäsf:n abzuliefern, sie

indten sich. aber an die Griechishe Regierung, um zu fahre, 0b das, was sie von dem Tractat zwischen den

ßen Mächten verupmmen, wahr sei. Die Regierung ; Abdrücke von dem Tractate vecfertigen und sandte ihnon zu. Sie fértigten den Pascha ohne bestimmte twort «b und werden ohne Zweifel, wenn Truppen 6 dem Isthmos kommen, zu denselben stoßen und die evoluijou erneuèrn. s : A Amerifa, Nachrichten aus Rîo- Janeiro vom 18, ugut zufolge, hat am 3. desselben. Monats der brasili. je Minister der. auswärtigen Augelegénheiten und der vanzen, Marquis de Queluz, der Deputirtenkammer hstehende- Botichaft überbrahe: A Ecrhabene und sehr würdige Repräsentanten der L e: A L a A doD Se, Maj, der Kaiser hat mir befohlen, die Kammer N der tiefen Trauer in Kenntniß zu seßen, von der hohes Herz bei der Nachricht durchdrungen wordén ¡ daß dec von Don Manuel Garcia linterzeichnete letat von- der Regierung von Buenos: Ayres nicht ra. Virt ist, Dieser Tractat sicherte dem brasilischen R eiche 1 Vesiß dec cisplatinishen Provinz, der für unsere úuheic so wesentlich ist, und dem Volke von Buenos jeh, das seit einer Reihe von Jahreu von dèr gefähr: sa Tyrannet zerrissen wird,- Ruhe und Bestand zu. Mlih man von. der neuen, dur Factéionisten éinge; len, Regierung nur wenig zu erzvarten hat, weil sle l Mittel zur Fortseßung des Krieges beraubr is; fo muthen Se. K. Maj dennoch, daß sie- mit dámago her Wuth und Verzweiflung den Krieg dadurch eine lang fortseßen wird, daß sie mit gewaffüeter Hand l armen und gedrückten Volk die dazu nöthigen Hülss: lel entreißt und, wie sie shon so oft gethau- hat, die sehe des Krieges und die Rechte der Völker mit Fü. trite. Se. Kaiserl. Maj. sehen sich in -die Nothwen: jeit .verset, einen der wichtigsten Theile des Reichs n den Einfall verzweifelter Factionisten zu sichern ) dazu die größte Energie und die wirksamsten Mit: anzuwenden, ohue daß dem Reiche daraus große Un: nehmlichfeiten erwachsen. Da die gesebzebende Ver. mlung der Regierung die Mittel zur Fortse6ung des.

Krieges liefern#muüß und ta die Sibung des gégenwärs [19e Jahrs ih ihrem Eaz:e ciâhett, ohne“ daß júr die Geldu':tetstübung bis jebt Sorge getragen ist; sd haben De. Maj. es fár augemessei éêrahter, darum von néuem am so, mehr anzuhzlteu, da: Sie solches bereits bei der Erôffäuñg der Sczutrg ‘gethan haben. Indem Se. M:

mir défehlen, der Kammer diesen Gegenftand aus Héry

zu legen, juchen Allerhöchstdièselden ‘nichr iü" den Hers zen der Repétäsentauten der braven brasilishen Nation Empfiidungen der Treue und des Patriorismus aufzué wecken, die ihnen natürlih sind, Se. “M1j. wäuschew nar feine Gelegenheit vorübergehen zu fassen, die tion vonder Gewi(ssenhäftigkeit zu! überzeug:ú, womit sie pflihtmäßig ihren hoyen Beruf als Souverain und beständiger Vertheidiger vou Beasilien zu erfüllen bes müht sind, Se, Maj. wollen {h selöst nur den s) merzs lihen Gedaafen er]piren, daß- das Reich wegtü etñans gelnder Sorgfalt und Wachsamkeit von 1hrec “Seite lets den. tônute, Se. Maj, erheben deshals ihre Scimimne

so laut in dem gegenwärtigen“ Augenblick, "dat die

Brasilier in dem ganzeu Umfange des Reichs zu der

Ueberzeugung gelangen, daß Allcrhdchstdiéselbdeu durch cie. púnfiliche Erfüllung hrés hôzen Berufs und ‘das durch, daß sle ihr eigenes fostbares Leben zuin Heil des Staats in Gefahr seßen, auch das Recht haben, in dem

‘wichtigen Kampfe, in welchem wir verwickelt sind/ einé

wirkjame- Beihülfe zu erwarten, ohne welche es ihnen unmözglih werden würde, ihre höhen Funktionen zu" er- füllen und das Unglück abzuwenden, das äuf das Reich fallen fan. Rio de Janeiro, den 3. August 1827, S E _ Marquis ée Queluz:* * Nach Anhdrung dieser Bot¡chajt wutde eiñe aus 5 Mitgliederu besteh-nde Commiision niedergeseßt, ‘welche am 6. August ihren Bericht darüber erstattete. Nath einigen: allgemeinen Bemerkungen úber das Fiñanzsystetn und besonders úber die dahin gehdcigen Mittheiluugen des Finanzministers im Anfange ‘der Session, schioß der Berichterstatter der Commission in folgenden Ausdrücken : Judem ich jeßt auf dea Hauptgegenstand der Botjschast übdergehe, muß ih bemerken, daß: die Commission nicht wetß, ob die Regierung noch die uämlihe G-lduriters- stüßung verlange, die sie beim Anfange der Sitzung for- derte, oder ob sie, bei der Energie, welche zu. eutwickelu erfocderlih ist, den Betrag: dêrselben jeßt aufzusiuden hdper stellt, Jm ersten Fall hat die- Kammer \chon die aliges messenen Maßregeln ergrissen; im zweiten Fall findet sie ich im Zastande der Entblôyung der: nothwenèizen Mittel, shielle und wirfjame Maßcezelo, wodu: ch das, was die Regierung: verlangt, auch a4szefúhrt werden faun. Es tommt der Regierung allein zu, deu Betrag der Gelds- Hüljssleistungen zu bestiminen „. dessen ste bedarf, indem sie die Operationen berechnet,; welche sie voruehmen-willz es fommt ihr zu, zur Erlangung derselben, untex Be: rüfichtigung der Umstände, ète sihe:sten Wege anzuges ben, Die -Conimisscon is daher der «Mzeinuig, daß die Kammer der Regieruug Folzendes autworte: Wenn dié jeßt wieder verlangten Geldunterstüßungen cle nämlichen sind, welthe beim -Aufange der Sibung verlangt wurden, so wird die Kammer die - darauf Bezug habenden Ge: seßbvorschläge in Betracht ziehen. - Wenn aber die. Gelds- bewilligungen sich jeßt höher belaufen, so wird die Re- gierung gebeten, der Kammer den Belauf anzuzeigen, dessen sie bedarf, und auch die Mittel anzugeben, um auf die shnellste Weise in den Besiß derjelden zu gelangen, Uebrigens möge: die Regierung sich Überzeugt halten, daß die Kammer es sih auf ‘alle mögliche Weise ange {légen sein lassen werde, sie mit Etfer und Loyalität in allen Unternebmungeu- zu unterstüßen, welche fie für nd thig halten wird, die Jautegritát des Reichs und die Ehre und Würde des Kaiserlichen Throns, dies majestäsr tische Symbol der brasil. Nation, aufrecht zu erhalten.

RRICAPO D