1873 / 164 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Alle Pof-Anstalten des In- und Auslandes nehmen

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2.

In dem benachbarten Altendorf, wo

Erfrankungen vorgekommen sind, sowie in den

örfern

Wilhelmstr. 3

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Expediton

/ Postanstalten anch die die übrigen find genesen.

die ersten Cholera angrenzenden D

j Bestellung an; für Berlin außer den hiesigen

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Anzeiger

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Lothringen, wel-

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ür , enthält unter

Das 17. Stü des Gesfeßblatts f

hes heute ausgegeben wird

Das Abonnement beträgt 1 Thlr. 15 Sgr.

önig haben Aller Erlaubniß zur An

Deutscher Reichs

für das Bierteljahr.

! Inusertiouspreis fürden Raum einer Druzeile 3 Sgr. j

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Se. Majestät der Kaiser und K st geruht

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2 nit, wie. behauptet wurde, in Höhlen und Gewölben, in der Zeit von Morgen bis Nachmittag, nit, wie die Sage ging, bei Nacht und Fa>elshein. Die Freischöffenstühle folgten au darin den altdeutshen Anschauungen, daß sie das Anklageprinzip bei- behielten, indeß nahmen sie insofern einen inquisitorishen Faktor auf, als sie allen Freishöffen die Rügepflicht auferlegten.

Was das Verfahren selbst betrifft, so fand die kürzeste Pro- edur statt, sobald Jemand von drei oder mehr Schöffen auf hanbhafter That ertappt wurde; er wurde alsdann sofort er- iffe gerihtet und aufgehängt.

pruGgericht Anklage und Ladung vorausgehen. Die Ver- handlung wurde gegen Wissende heimtlih geführt, gegen Nicht- wissende nur dann, wenn fie auf die Ladung nicht erschienen. Als Beweismittel war allein der Eid anerkannt, die Gottesurtheile und die Folter waren verworfen. Das Erkenntniß wurde in der Art gefällt, daß der Vorsizende einen ebenbürtigen Schöffen zum Urtheilsfinder aufrief, dieser mit den Umstehenden berieth und ihre Ansicht kundgab, welche, wenn sie die Billigung der Ver- sammlung fand, von dem Freigrafen als Urtheil verkündet wurde. Jeder Sehöffe hatte die Pflicht, das Erkenntniß zu vollstre>en und’ den Schuldigbefundenen durh Aufhängen an étinen Baum zu rihten. Die Exekution durfte jedo<h nur von drei Schöffen emeinschaftlih bewirkt werden, welhe, zum Zeichen, daß die heilige Vehme gewaltet hatte, ein Messer in den Baum ste>ten.

Während die“ germanishen Schöffengerichte bereits gegen das Ende des Mittelalters verfielen, erhielten sich die westfälischen Vehmgerichte bis in die neue Zeit, und ihre lezten Spuren sind erst in diesem Jahrhundert getilgt worden. Im gemeinen deutschen Strafprozesse des 17. und 18. Jahrhunderts fällten lediglih gelehrte Richter das Urtheil, eine Mitwirkung des Volkes war ausgeschlossen. In der- Mitte dieses Jahrhunderts wurden die Geschworenengerihte, welhe bereits früher von England auf Frankreich ausgedehnt waren, au<h in vielen deutshen Staaten eingeführt und wurde damit eine Mitwirkung des Laien-Elements bei der Strafrechtspflege wieder angebahnt. Gegenwärtig soll nun die geseßgeberishe Frage zum Austrag gebracht 1werden, ob die Geschworenengerihte in Schöffengerihte umzuwandeln, und ob au die Gerichte mittlerer und niederer Ordnung mit Richtern aus dem Volke neben den gelehrten Richtern ¿u beseßen ‘sind.

Im A mußte dem

Stadt und Land. ITI, (Vgl. Bes. Beil. Nr. 5 vom 1. Februar 1873.) Rom in den leyten Dezennien der Republik. II.

In einer so gearteten Gesellschaft war es natürlih um die öffentlihe Sicherheit höchst traurig bestellt. Unter den wenigen Gewerben der Hauptstadt war der Banditenmord das blühendste, und és war die gewöhnliche Einleitung des Mordes, daß das Opfer nah Rom gelo>t wurde. In die Umgegend der Stadt durfte sich Niemand ohne bewaffnetes Gefolge wagen. Die Vor- A, wie die Geringen in Rom schüßten fi<h durh fes orga- nisirte Verbindungen, die aber au<h zum gegenseitigen Angriff dienten. Die Vornehmen hatten ihre Hetärien, die Geringen die Bezirksvereine. Die Hetärien entschieden die Wahlen, be- {lossen über Anklagen, Verurtheilung oder Freisprehung, je nachdem der Angeklagte zahlen konnte, und beherrshten durh ihre Banden die Straße. Die Bezirksvereine machten den Hetä- rien Konkurrenz, nur war ihr Tarif billiger. Wie weit dieses Bandenun1wesen ging, beweist des Pompejus Stellung zu dem- selben. Als er vom Triumvirat zum Machthaber von Rom eingeseßt war, wobei er freilich militärischer Hülfe Liiitcle mußte er häufig seine Fehter und Sklaven be- wassnen, um den Banden - auf den Straßen entgegenzutreten, wobei er aber stets den Kürzern dog und von dem Banden- führer Clodius und seinem Spießgesellen. Gajus Cato fast be- og in seinem Garten blo>irt wurde. Nah Clodius Ermor-

ung (702 d. St., 52 n. Chr.) dur seinen Konkurrenten Milo,

wählte die Bande des Ersten das Rathhaus zum Scheiterhaufen pur die Leiche ihres Chefs. Beide wurden miteinander verbrannt, ann zog die Bande vor Milos Haus, wo sie, aber dur Pfeil- schüsse abgewiesen wurde, worauf sie sih zum Interrex Marcus Lepidus begab, um diesen zur sofortigen Konsulatswahl zu grrugen. Lepidus wurde 5 Tage lang in seinem Hause be- agert!

__In einer politis, sittlih und ökonomish so altlosen Ge- meinde mußten Ener gad 0 au<h {hon geringe Schwankun- gen im Preise der Lebensmittel oder kleine Geldkalamitäten die gefährlihsten Krisen hervorrufen. Und j:ne Schwankungen in

ß-Peterwiß und

schowiß, Gro

Plania, Pro Olsau is die Epidemie ebenfalls in der Abnahme.

betreffend die Feststellung der

fe Unter-Elsaß, Ober

Nr. 159 die Verordnung,

die ie

<benannten Personen

nahme und Anlegung der

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Nachts oder Sonntag pro

taats zentigen Eisenbahn-Anlehen vom Jahre 1856 mit dem 12. Juli

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apitalien bei dem 4:

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se aefeie

wird \i<h eburisse

, wo morgen das Geburts

seiner Tochter, der Erzherzogin Gi

werden wird.

tattete Wie Anlehens g endigt mit

dem 31. August d. I., mit der baaren Rü>kzahlung wird am

15. d. M. begonnen.

eintraf, ohe Frau zu

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rzinsun

Der Kaiser von Zossenhofen am Starn-

berger See Aufenthalt nahm, wird in diesem Jahre, einer Ein-

| ladung des Königs

n Militär

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la, im Familienkrei

Der Kaiser wird morgen

Morgens na<h Wien zurü>kehren.

ige Die V:

Juli.

Oesterreich, welcher heute Morgen hier

Abends na<h Po

se prozenti

l 2

lgend, in der Königlichen Residenz ab tliht eine Bekanntmachung der

- Die zur Wohnung für die Kaiserin bestimmten Apparte

ments in der Reside

kunft eingerichtet.

| Schuldentilgungskommission, nah welcher die bisher

fo nz werden bereits für die bevorstehende An

Srit später wird sfih dann die d vom 13. Juli anfangend nur mehr die

ung der bis dahin unerhobenen Kapitalien ein

getreten ist; ferner eine Bekanntmachung derselben Kommission, durch welhe der Rest des 4

enhofen begeben

München, 11.

1 stéllt un

einge

Die Kaiserin von ODestereich, welche bei den Be-

suchen der Herzoglichen Familie sonst in Das Reg. Bl. veröffen

Bayern.

ihren Verwandten nah Pofsenhofen begeben. deranlage der verloosten und gekündeten

vom Jahre 1859 gekündigt wird.

baare Heimzahl

steigen.

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lehrer am fatholishen Schullehrer-Seminar in Posen er

nannt worden.

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Eberswalde

Sssaß und Lo

thringen für das Jahr 1873. Vom 11. Juni 1873. st zum ordentl

nin i

Neuhaus in Neustadt

ezir

Rath zum Direktor des Kreisgerichts zu Freifladt in Schlesien zu er

nennen.

Berlin, den 14. Juli. Se. Königliche Hoheit der Prinz Friedrih Carl von

Preußen is heut früh nah der Insel Rügen abgereist. Bekanntmachung,

Königreich Preußen. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: betreffend die Kündigung der Preußischen Sta

Medizinal-Angelegenheiten. Der praktische Arzt Dr. Tribukait zu Marggrabowo is

Etats der B Kaiserliches Post-Zeitungsamt. zum Kreisphysikus des Kreises Dlehko ernannt worden.

Hauptverwaltung der Staatsschulden.

Berlin, den 14. Iuli 1873.

den Kreisgerichts Ministerium der geistlihen, Unterrihts- und

Der Rektor Goerßtz in Kosch

.

Immar

Haushalts

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Orden Lehrern,

Rymarkiewicz

ie ti\{<h, dem Steuer

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hen Hofe,

ieni Ordens Piraecus ; i

gard und dem Bürgermeister

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in phil.

henen Orden resp. Aus

, den Rothen Adler Gymnasial-Ober

en Hausordens den

ter Klasse des Herzogl

ernestini}\< Residenten von Brandtin Ieddo.

hnen verl

zu ertheilen, und zwar zwei fe;

i

Rath Jahn zu Raw

erster Klasse

dem Kaiserlichen Gesandten am Königlich ital

von Keudell;

Ehrenshwertcs

dem Kaiserlichen Minister

i-

las<h zu Pr. Star

Ordens in Brillanten

dem Kaiserlichen Gesandten bei der Hohen Pforte, von

Eichmann;

herrlich türkis<hen Medschidje-Ordens

mit der Schlei

soren Shweminski, und Dr.

des Groß Kaiserlichen Konsul Barucha

dem Kanzle

\fahsen Kontrole der Haupt-Bank

»

des von des Tenno von Japan Majestät verliehenen

des venezuelanis<hen Bolivar Dem Kaiserlichen Minister - Residenten von Eülich in

Caracas;

dem Geheimen Rechnungs-Rath Müller, Vorsteher der

dem Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht

des Ritterkreuzes

<nungen

zei des Großkreuzes des Königlich sächsischen Albrechts-

dritter Klasse

Depositen Profe zu Posen,

ring, weshalb die Krifis permanent blieb und ihre Ur- sah immer selbst| wieder erzeugte. Erst Cäsar erkannte mit rihtigem Bli> die Wurzel des Uebels und griff dort energish ein. Er trennte die Staats- von der Stadtverfassung, nahm dem Pöbel die Souveränetät über das Weltreih und gab der Stadt Rom eine beschränkte Kommunalfreiheit. Mit der Souveränetät hörten die politis<hen Saturnalien des Pöbels von selbst auf. Câsar sezte demnächst die Zahl der Getreide- empfänger von 320,000 auf 150,000 herab und gab dem Pro- letariat dur< großartige Bauten Gelegenheit zum Broderwerb dur< ehrlihe Arbeit. Gegen die Preisshwankungen des Ge- treides traf Cäsar uiöglihst Vorkehrungen, ér milderte auch die Schuldgesete; das Gesindel wurde zum Theil durch Kokonisirung aus der Hauptstadt entfernt, das zurü>gebliebene aber dur<h Po- lizei und Gerichte in Schranken gehalten, vor Allem wurde das Versammlungsrecht beschränkt.

Werfen wir zum Schluß einen Bli>k auf das Land jener Zeit, so kann dieser ni<ht über Italien hinausgehen, da ‘die Provinzen -rechtlos waren oder wenigstens in keinem gleihbe- rehtigenden Staatenverbande mit der Hauptstadt standen. In Italien war der kräftige lateinishe Stamm, der dás römische Reich auf seine Höhe erhoben hatte, dur<h Kriege und Aus- wanderung in die Provinzen und nah Rom fast verschwunden. Ein Ersaß dur<h Einwanderung fremder Nationalitäten ‘wie in der Hauptstadt, hatte nicht stattgefunden, und so war. das Land verödet und seine eins blühenden Städte, mit Ausnahme éiniger D, menschenleer: Der tüchtige Bauernstand, einst die

raft der rômischen Legionen, wax nicht mehr; théils hatte ihn-die Gewalt während der Bürgerkriege von seinem Hofe verdrängt; theils die Noth, in welcher er dur die von der Hauptstadt ausgehende Politik der billigen Getreidepreise erhalten wurde. Die Güter waren auf diese Weise fast sämmtlih in den: Besiß römischer Vornehmen und Kapitalisten gekommen, die dort Großwirthschaft dur<h Sklaven betrieben und die hauptstädtische Vershwendung auf das platte Land übertrugen, wo die Luxusgébäude des Guts häufig den Umfang einer kleinen Stadt einnahtmen. ? Aber auf dem Lande und in den Provinzialstädten hatte sih der altrömische tüchtige Sinn noh vielfach erhalten; die Opposition gégen die neue Monarchie zog aus ihm ihre besten Kräfte, und selbst die gute Literatur hatte fh auf das Land und in die kleinen Städte zurü>gézogen. Dabei war die Landwirthschaft “in ‘einzelnen Luxuszweigen auf eine hohe Stufe der Entwitkelung und des Ertrags gediehen, wie z. B. ein- einziger Vogelhändler im Stande war, auf einmal 5000 Krammetsvögel, das Stü>k zu 3 Denaren (21 Gr.), ein einziger Fischteihbesißer 2000 Muränen zu: liefern und ein kleiner Bienenzüchter in seinem einen Morgen großen Garten bei Falerii jährlih für 10,000 Sest. (760 Thlr.) Honig gewann. Câsar mühete sich, au<h auf dem Lande die Keime des gesunden altrömishen Lebens wieder zu erwe>en oder zu Tegen. Die. Ordnung, die er in der Hauptstadt herstellte, kam au dem Lande zu Gute, denn die Banden aus Rom pflegten zur Abwechselung au< ganz Italien raubend und plündernd zu durchziehen. Die Milderung der Shuldgeseße und: die Sicherung der Getreidepreise waren ebenfalls Maßregeln, die dem Guts- besißer emporhalfen. Das wichtigste aber war die umfassende Kolonisixung, .dur<h welhe Cäsar den Bauernstand erneuerte.

Iserlohn.

Iserlohn liegt in der Abdahung zur Ruhr, an sanft an- steigender Höhe ausgebreitet, ringsum von engeren Bergen ein- geshlo}sen, in der Provinz Westfalen, 35 Meilen von Arnsberg entfernt. Die Stadt hat zwar nur ca. 15,000 Einwohner, ist aber eine der gewerbblühendsten Ortschaften der genannten Provinz.

Die Gegend von Iserlohn gehörte in den zwei oder drei ersten Jahrhunderten na<h Karl dem Großen zu dem großen Westfalengau. Die alten Grafen desselben theilten wiederholt ihre Besizungen. Einer von ihnen, Graf Bernhard (von Werl), der seine Abfindung hier im Westen bekommen hatte, verhei- rathete seine einzige Tohter mit einem Vorfahren der nach- maligen Grafen von Berg und Altena um 1020. Die Erbgüter derselben bildeten die Grundlagen der späteren Grafschaft Mark, zu der auch Iserlohn gehörte. Iserlohn selbst - wird - in . jener Zeit noh niht genannt. Die früheste- Erwähnung dieses „Ortes findet sih in der lateinischen Chronik. von Rastede, einem Kloster as von der Stadt Oldenburg. Dieselbe erzählt unge- ähr also:

In Rüstringen, Ambrien und den anderen Gauen des jeßigen Oldenburg gab es in der Mitte des 11, Jahrhunderts

den Preisen der Nahrung waren weder selten noh ge-

nur noch wenige Kirchen. Der edle Graf des Landes, -Huno, rihtete am 11. September 1059 an den Erzbischof Adalbert von

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a 1848, 1854, 1855A., 18

anleihen vom Jahre

Inspektor Pi

er König

6 Uhr von Stuttgart ab, trifft am

14. früh um Z Uhr in Simbach ein,

D t um Z Uhr 30 Mi

reif

nuten von dort weiter nah Linz, woselb ein Aufenthalt von

50 Minuten

taart, 12. Juli.

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, und langt um 12 Uhr Mittags im

Westbahnhofe zu Wien an.

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tattfindet

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Sr tte t am 13. d. M. Abends

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s

185911, 1864, 1867A., 1867C., 18671), und 1868B. 1857 und

Preußischen

der

1854, 1855A.,

Schuldverschreibungen find dur<h unsere Bekanntmachung vom 19. März er.

Staatsanleihen vom Jahre 1848,

185911.

Nr. 69) zur Rü>zahlung am 1. Oktober d. I.,

sämmtlichen Schuldverschreibungen der

iger

sämmtlichen

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Die

(Stagts

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e ium zu , den Königlichen Kronen-

.,

Orden vierter Kla

Vorsteher beim Konsistor Schaun zu Sien im

er zu Ilgesheim, desselben

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den Rothen Adler är Brandes den Schulleh

i

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Kreise St. Wendel und Bollenba Kanzeigehülfen Wilhélm L

dem Botenmeister und Kanzlei

Schaffer zu Trebnitz Hannover, Ober Komm Orden vierter Klasse

Kre

Preußischen

: 1867 C., 1867 D, und 1868B. dur<h unfere Bekanntmachung vom 21. Juni cr.

ie (Staats-Anzeiger

D

Staatsanleihen vom Jahre 1864 1

und

Lübbecke be <äftigten

das Allgemeine Ehren

isg

s, und dem bei dem Kre

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inau zurü

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, um nah SYloß Mai

Kärlsruhe, 11. Juli. Der Großherzog hat

heute früh Karlsruhe verlassen

zukehren.

Baden.

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867A

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< Deichmann zu

Wittenberge und dem Unteroffizier Karl Voigt

,

Heinri

üning

zeichen; sowie dem Kunstgärtner

Nr. 146) zur Rü>kzahlung am 31. Dezember cr.

Schleswig Medaille

86 die Rettungs

Im

Regiment Nr.

de zu verleihen.

ischen Füsil

Holsteini am Ban

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| tags in se<zehntes en die Hohen

das

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trage der Landesregierung hat der Vorstand des Gewerbevereins in Verbindung mit dem Vorstande des Handwerkervereins und

anderer gewerbliher Vereine nunmehr 19 junge

T ister und Ieder der

Handwerker

r] )

ß wegen Ausfüh

und eine Bekannt

<ülern und Pro s galt der Geburt

Gesezblatt f

Herzogthum Oldenburg veröffentliht eine Bekanntmachung

des Staats

April d. I., betreffend das

1 dem Tage se ehelihe Güterreht, vorgeschriebenen eherehtlihen Regi

E

Die Landesversammlung Ministerium die Bereitwilligkeit

Gestern Nachmittag kamen der ausgesprochen, die Mittel zur Verfügung stellen zu wollen,

wp Erbgroßherzog, der Prinzessin

Victoria, deren Gespielinnen und den S

fessoren der Prinzenschule hier an. auptstadt angehören.

lbends 8{ Uhr verlie Das

9

-Ministeriums vom 16. Juni 1873, betref

11. Juli. Ministeriums vom 16. Juni 1873 Geseße vom 24.

Schweßtzingen, 10. Juli.

Großherzog mit de Braunschweig, 13. Juli.

hatte dem Herzoglichen Staats

Dldenburg, ¿Sgewählt, von denen 14 der

44

Herzogthum Braunschweig, Meister wie Gehülfen, den Besuch

welche erforderlih \eien, jungen strebsamen und intelligenten Gewerbetreibenden und Handwerkern in der Stadt und aus dem der Wiener Weltausstellung zu ermöglichen.

rung des Gesetzes, betreffend das Erbrecht,

machung des Staats

feier des Erbgroßherzogs, welcher a1 fend die in dem

Lebensjahr erreicht hatte. Gäste die Stadt. Bekanntmachungen.

-

Ems einge

in

Majestät der

Se.

Freitag Abend den Besuch

es Herzogs Paul von Me>lenburg

Höchstwelhe, von Bonn kommend,

troffen sind.

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Hering. Rötger.

14 JWE

wir mit dem Bemerken wiederholt zur Lôwe.

öffentlihen Kenntniß bringen, daß die gedahten Schuldver fingen am

Se. Excellenz der Staats- und Minister

für die landwirthschaftlihen Angelegenheiten Graf von Königs

mard> von Kissingen. Nichkamlliches.

. .

‘¿aßgabe unserer Bekanntmachung vom 5. d. M.

[nzeiger Nr. 160) {hon jet zur Einlösung gebracht

werden können.

önig emp

Deutsches Berlin,

uptverwaltung der Staats\chulden.

von Wedell.

9 Ha

Der Prinz Peter zu Sayn - Wittgenstein traf

Berlin, den 12. JIuli 1873.

Angekommen am Freitag Abend aus Paris hier ein und seßte nah einem kurzen Bufenthalt die Reise nah Petersburg fort.

Preußen. Kaiser und K

des Erbgroßherzogs und d

gekündigt worden, was Schwerin,

schreibungen nah

(Staats

ienste für

Vorm.),

Sonnabend na< Ankunft des ersten von Helgoland: Montag, Mittwoch

unden.

tliche

-JUstizd ämm

stalten sih in der

Helgoland.

elgoland.*)

st Dienstag, Freitag und Sonntag in den

8 ersten Eisenbahn- amburg eintreffen.

H

chiffe weiter befördert die Brief-

r) und Helgoland. ft de

see.

nach Ankun

damburg und Geestemünde emünde um 9 Uhr 20. Min.

ag und Sonnabend um 9 Uhr

H Beförderung, welche spätestens

Schiffes in

amburg erhalten f

H

sendungen

M: Donner

zwi

schen ts, Helgoland andererseits ge

15. bis 31. Juli d.

JI., wie folgt : amburg und H

(Dampfschi Montag,

t

de (Bremerha den Vormittags

(Dampfschiff „Nord

H

h und fe von

emun

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<en : Dienstag ost

ier Bekanntmachung.

Deutsches Reich.

Dem Notar Anton Nicolaus Thomas zu Albesdorf

st die nagesu<hte Entlassung aus dem Reichs

ertheilt.

ndungen

einersei de

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ün annover (in Geest

urg 6 Uhr fr aus Hannover;

von Helgoland Dampfschi

ostverbi Morgenstunden.

(Bremerhafen)

Zeit vom

A. Zwis

Von Hamb

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<en Geest Bon Geestem

zuges aus H nerstag um

Eisenbahnzuges Mit dem : Helgoland bestimmte

Die

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am Abend vor dem Abgange des

Pormittags und Freitag in

B. Zwifs Don

-- =

Wien 100 Thaler, welche aus

j

, sobald die Reise dorthin angetreten wird.

Genannten erhält zur Reisé na

, gegenwärtig mit der Stellvertretung des gezahlt werden

Ollech

Generals der Infanterie un

Schwarßk

Der General der Infanterie und Direktor der Kriegs

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e von Berlin und die

nde, welche mit dem Courièrzug

) welche mit dem

postgegenst

erdem werden mit dem Damp ahr ä

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ie der hen Aufenthalt nehmen

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fessor hofen isst von Han in

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nachdem nun auch die Restantentermine abgehalten sind, 1,097,583

Mcrk ergeben.

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in isherigen Uebung die Ausschließung

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etroffen, und m n wegen Aus\>

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Ein an den Universitätsrektor ts

teter Erlaß des Unterr

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nah der Rü>kkehr dem Pro

Bericht einzureichen Major v. Dirings

Wien, 11. Juli.

die Großf ini

diesjährige Einkommen hrwöchent

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Gmunden e Ebensee weiterg

und < Ischl fortzu\

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ichen Fakultäte

der drei weltli

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Senats und der R der geltenden Geseze sle

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Gesehen und der b ßgabe

Der General nover hierher zurü>gekehrt. Oesterreich-Ungarn. Fakultät be

Bremen, 12. Juli. lässig se

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den.

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land find vorgestern in hen mischen

selben haben die Dr. Varrentrap einen von Württemberg ratdampfer gleih nah Reise mit Extrapost na Villa Liechtenstei

stehenden unzu

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von

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de, Cholerafälle konstatirt; von den erfra1kten Personen starben 6,

er Ermittelung sind bis i

ra erfrankt 51 poln 3, von Einwohnern

von ößer, Neufähr

gestorben 38

Ortschaften, genesen És

-Briga find 6 Per sonen als ge ir

sdroy ange 6 Personen befinden sich in

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na< M ist mittels Aller Knappe Infanterie nz l st dagegen kein Cholerafall | wer

Major

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, und 2 Per

Geschäfte des Gouvernements und Davon find

h zu Graude

General

, Commandeur der 3. Garde

beauftragt worden.

Nt

Schwarßtkoppen,

hat heute einen ihm Allerhöhsten den genannten

d Kommandanten von Berlin,

Vom 11. zum 12. Iul

Nach amtl

zum 8. d. M. an der Chole

von Einwohnern

Berlin, während der Abwesenheit des

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Krakau 1. det worden.

hrwöchentlihen Urlaub eubude

In der Stadt i

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in H

rnehmung der 3, von Einwohnern in

ts-Ordre der er Cholera erkrankt lih gemel

<er Behandlung.

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oppen beauftragt, illigten me Im Choleralazaret

t Wah der Kommandantur von izei

1€ von

mit

Danzig, 12. Juli.

In Ratibor waren bis zum 10. d. M. 20 w

Breslau, 12. Juli.

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Generals der Infanterie von Flößer und 7 Einwohner in

13 Flößer. drei kranke Flößer.

Orts bew treten ;

höchster Kab Knappstaedt vorgekommen.

sonen als an d ärz

storben pol i

die ige

vom ten.

ösischen Kriegs-

1873; unter

außerdem \tvertrag zwishen Deutschland und Ital

en Briefpostgegenstände em Gesehe ie portopflicht

spondenz zwishen Behörden verschiedener Bundesstaaten.

Vom 8. Juli 1873.

über Harburg am

amburg gelangen.

Tagen, an welchen das geht,

< Geestemünde gelangten

ostdirektor, il der franz

ath.

Ñ

Courierzuge

er-

eestemünde (Bremerhafen) werden ormittags ab Geheime Post-

an den ffend den nah d

8. Juli 1872 einstweilen reservirten The

kosten-Entschädigung.

<ung, betréffend d

der Abfahrt na Schulze.

. .

Hannover eintreffend

ndt. serlihe Ob

ngstages nah H e von G Minuten V uli 1873. ß, betre Vom 8. Juli und unter

dungen und

Der Kai ;

den 11. J Kaiserliches Post-Zeitungsamt.

ngen ,

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sten Zuge von land weitergesa

Schiff nach S Uhr 20

ns am Tage vor rpost]en mit dem er

951 den Po

Das 21. Stü>k des Reihs-Gesezblatts, welches heute aus- Vom' 11. Mai 1873

gegeben wird, enthält unter Nr. 952 die Bekanntma

Korre

Berlin, den 13. Juli 1873.

Mit dem Dampfschi

späteste

Brief- und Nr. 950 das Gese

postsendu Morgen des Abga Hamburg,

Nr.

nah Helgo

die

Brie

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Bremen die Bitte, ihm zu erlauben, in Rastede ein Kloster zu gründen. Als dieser der frommen Absicht zustimmt-, begann der: Graf alsbald den Bau, sorgte für die Uebersiedelung von Mönchen und überwies denselben reihlihe Güter zum Unterhalt. Seine Gemahlin Willa und sein Sohn Friedri theilteu seinen Eifer für die fromme Stiftung. Während Huno so mit der Einrichtung seines Klosters beschäftigt war, trug es si<h zu, daß der Kaiser eine große Reichsversammlung zusammenberief und au ihn dazu laden ließ. Seine Geschäfte erlaubten ihm nicht, zu folgen. Neider und Feinde, die er am Hofe hatte, stellten sein Ausbleiben als Verachtung und Auflehnung gegen den Kaiserlihen Befehl dar. Der erzürnte Herrscher sandte nun einen neuen Befehl an Huno, er solle unverzüglih erscheinen und zwar mit einem tapferen Kämpfer; der solle zur Strafe für den Ungehorsam mit des Kaisers Löwen kämpfen. Jeßt mußte Huno folgen; er zog mit seinem Sohne und einem großen Gefolge an das Hoflager. Der Kaiser verlangte nun, daß des Grafen Sohn Friedrih selbst| den Kampf aufnehmen sollte. Obwohl von Schmerz ergriffen, gestattete Graf Huno dem tapfern Friedrih do<h, das Abenteuer zu bestehen; denn Beide fetten ihr Vertrauen auf Gott nnd die heilige Jungfrau, und ihr, der Helferin, gelobten sie ein Kloster, wenn die Gefahr glü>lih überwunden würde. Der junge Held rüstete fich, und in dem Gedanken, daß nur dur< List die übergroße Kraft des wilden Thieres unschädlih gemaht werden könne, führte er in der Linken, gleihsam als Schild, das Bild eines gerüsteten Mannes. Während nun der Löwe auf diesen vermeintlichen Angreifer los\türzte, dur<hbohrte ihn Friedrih mit dem Schwerte und stand unverleßt als Sieger auf dem Kampfplagze. Als er sich dann dem Kaiser näherte, umarmte dieser den tapfern und klugen Streiter; er umgürtete ihn selbst| mit dem Wehrgehänge der Ritter und beschenkte ihn mit vielen Reichsgütern in West- falen in der Gegend von Soest und Dortmund, nämlih Huning- hoven, Betinchusen, Lefarin>husen, Bredi>kdorp, Sinerlake, Mar- dighe, Iserlo u. #. w. :

v. Steinen, welcher diese Erzählung im Eingange seiner Geschichte von Iserlohn *) erwähnt, erklärt niht nur den Kampf mit dem Löwen für eine Erdichtung, sondern stellt au<h in Ab- rede, daß die oldenburger Fürsten Güter in Westfalen besessen hätten. Nun is aber das Leßtere wenigstens dur<h viele in neuerer Zeit von Wilmanns und Lappenberg bekannt gemachte Liesborner, Hamburger u. a. Urkunden außer Zweifel geseßt. So werden z. B. in der dem Kloster Rosto vom Papst Ca- lixtus IL. am 27. September 1124 ertheilten Bestätigungsurkunde der Graf Huno, seine Gemahlin Willa und sein Sohn Friedrich als Stifter des Klosters genannt, und unter den demselben ge- \henkten Gütern au<h die oben, angegebenen westfälishen Be- sißungen, namentli<h Yslo aufgeführt. “Auch der Graf von Arnsberg, der Nachkomme der erwähnten, früher hier im Lande gebliebenen westfälishen Grafen, besaß no<h immer das Ober- eigenthum einer curia (Hofes) in Yslon, wel<he Heinrih von Saatbrin>e, und einer curtis in Yslon, wel<he der Ritter Arn. A g zu Lehn trugen. (S. das Güterverzeichniß des Grafen

udwig in Seibery westfälis<her Urkundensammlung 2. Bd., S 110, Nr. 67 Und 685 In den folgenden Güterverzeihnissen werden no< andere Arnsberger Lehne erwähnt: die Advokatie in Calle in parochia Ysenloen (ibid. S. 525); die Advocatia in Ysenloen u. a, (ibid, S. 527); die Beden oder „petitiones de hominibus et bonis in parochia Yseloen XX. marc.“ (ibid. S. 539), wel<he 50 mit der verkauften Grafschaft Arensberg an Kur-Cöln amen. M Diese so wenig zusammenhängenden Nachrichten beziehen sh sämmtlih auf einzelne Güter der ländlichen Gemeinde ; ihre Erhebung zur Stadt verdankt sie den Grafen von der Mark, und die Grundlage einer gewerbtreibenden städtischen Be- völkerung mag sih um die alte Kirche gebildet haben. Es war nämli<h sehr früh vielleiht im 12. Jahrhundert dur Vermittlung des Diöôzesans, des Erzbischofs von Cöln, hier eine Kirche gestiftet worden. Es is die Kirhspielkirhe einst eine romanishe Basilika und mit \{<öônen Werken frommer Kunst geziert.

Wie bei den meisten Städten, so war au<h bei Iserlohn der uralte Kern des Ortes ein Haupthof oder eine Bauerschaft, Lon. Das Wort Lo oder Lon, welches Gehölz bedeutet und fich bei vielen westfälishen Ortsnamen mit und ohne Zusaß

*) Westfälische Geschichte von von Steinen, Lemgo 1755 60,

4 Theile; vgl. auch: Pieler, das Ruhrthal, Arnsberg 1871; Giffenig,

historisch-statistische Nachrichten von der Stadt Jferlohn, ihren Forsten, eistlihen Stiftungen, - Fabriken, Gewohnheitsrehten und Privilegien ; ortmund 1802, 2 Theile.

findet, erhielt hier \{<hon früh den unterscheidenden Zusaß Iser von seinen uralten Eisenschmieden.

Als \i<h nun, wie gesagt, in dem Kirhdorfe neben den Grundbesigern eine gewerbtreibende Bevölkerung bildete, nament- lih Eisenarbeiter sich einfanden, ‘da gab der Landesherr / dem aufblühenden Orte städtishe Rechte. Daß Graf Engelbert 1. (1249—1277) das Dorf Lon zur Stadt erhoben hat, geht mit ziemlicher Sicherheit aus - einer Urkunde seines Sohnes und Rachfolgers Eberhard 11. (1277—1308) hervor. Dieser bestätigte nämlich glei<h im Anfange seiner Regierung, am 7. März 1278, seinen lieben Bürgern (oppidanis) in Lon aus Geneigtheit und in Rüsicht auf ihre, ihm und seinem Vater geleisteten Dienste das „Recht und die Gnade“, welche sie zu seines Vaters Zeit genossen hatten, nämlih daß fie gegen Zahlung von jährli 24 Mark von allen Steuern und Beden frei sein sollten. Zu- glei<h erkannte er ihr altes Herkommen oder Recht, welches fie gewohnheitsmäßig von unvordenklichen Zeiten bis heran sich er- halten haben. Dieses Privileg wurde vom Grafen Engelbert 1. im Jahre 1309 fast mit denselben Worten erneuert. (Die Urk. \. bei v. Steinen at! a. D.)

Die städtische Regierung war, wie es scheint, ursprünglich in der Hand der alten Markenbeerbten, welche mit der Zeit adelige Burg- herren geworden waren. Die Gemeinde (oder die Zünfte) suchte sh mit. jener, allen städtishen Gemeinden eignen Strebsamkeit von dieser Allgewalt der Geschlechter zu befreien. Im Jagre 1366 erwirkte sie von Engelbert 11]. ein Privileg, wonach in der Feld- und Waldmark von Iserlohn kéine Burg gebaut werden durfte. Einen weiteren Beweis für den Kampf der Gemeinde gegen die Geschlechter liefert eine Urkunde von 1396, worin Graf Diedrich den 7 Gilden und gemeinen Bürgern das Recht verleiht, aus ihrer Mitte zwei Männer zu wählen, welche bei der Veranlagung und Rechnungslegung des Schosses und anderer städtischen Ein- fünfte gegenwärtig sein, also eine Kontrole über die Verwaltung des städtishen Vermögens gegen den Rath bilden follten.

Unter den Adelsfamilien, welche ihre Häuser ‘zu Iserlohn hatten, werden- genannt: die Volenspiet und Westhof, die von Lüdinghaus gen. Wulf, die von Rump, Lappe, von Ense gen. Varuhagen, von Werninghausen u. a. Der Iserlohner Richter Johann Hermann zur Megede um 1650 sagt in seinen historischen Aufzeichnungen bei von Steinen: der Bürgerschaft sei es gelun-

en, den Adel und deren Prärogativ zu exstirpiren; zuerst hätte

fie die beiden adligen Sihe Allinghausen auf der Allinghuser Haide und die Stunnenburg, fo die jeßige Holzmark sei, an \sih gebracht. Das zum Ankauf nöthige Geld hätte fie mit den größ- ten- Aufopferungen herbeigeschafft; die Weiber hätten sogar das Garn von den Spindeln verkauft und den Erlòs hergegeben, um der Stadt zu dem Besiß einer Gemeindehude und des nöthi- gen Holzes mit zu verhelfen. Darauf hätte die Gemeinde auch die adligen Häuser in der Stadt nah und na< ausgekauft. Die Bürger, welche die Berechtigungen der Adligen erworben hatten, traten nun als Beerbte an deren Stelle. Sie wählten no<h zu von Steinens Zeit alle drei Jahre einen Holzwächter aus ihrer Mitte und zwei Förster. 1780 übertrugen sie die oberste Holzmark an die Gesammtbürgerschaft.

Die erwähnten sieben Zünfte oder die Gemeinde sind das, was Iserlohn zu einer Stadt machte, im Gegensay zu der auf dem Grundbesiß und der Markenberehtigung beruhenden ur- sprünglihen Landgemeinde. Es sind die Genossenschaften der verschiedenen Handwerker. Die großen Fabrikanlagen mit ihrem Kapitäl, welhe heutigen Tages die gewerblihe Produk- tion in wenige mächtige Hände vereinigen, gab es da- mals no<h niht; do<h die Zunft mit den zahlreichen Meistern, in ihrer wohldur<hdahten Verfassung, stellte in mancher Hinsicht eine Art Fabrik dar. Die Geschi>lichkeit vererbte sich, und der Verein wachte über die Tüchtigkeit der Arbeiten; er richtete au<h gemeinsame Niederlagen ein und regelte den Ver- kauf. Dabei hatten diese Anstalten den großen Vorzug vor den jeßigen Fabriken , daß jeder Handwerksmeifter, obwohl Mitglied des Ganzen, doch für sh stand; daß also eine große Anzahl. Hausväter in ehrenhafter Selbständigkeit mit den Ihrigen leben und zu gesichertem Wohlstande gelangen konnten. Hier in Jser- lohn waren es von alter Zeit her die Metallarbeiten nnd der Handel mit denselben, was der Stadt ihre Bedeutung gab und ihren Reichthum begründete. Die erste und vornehmste Zunft, welche vielleicht {hon im 13. Jahrhundert fi bildete, i die der

Panzermacher, 1443 bereits eine uralte genannt. Jhr Haupterzeugniß waren die aus ENES geflochtenen Harnische Panzerhemden. Nach Einführung der Feuerwaffen kamen die eisernen Rüstungen mehr und mehr außer Gebrauch, und mit dem 16. Jahrhundert mochte die Anfrage nah jenen Ar- tikeln ganz aufhören. Außer ihrem Hauptartikel beschäftigte sich

die Zunft wahrscheinlih {hon in der üilteren Zeit au<h mit An-