1873 / 193 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Königliche Schauspiele. Sonnabend, 16. August. Im Opernhause. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. (157. Vorstellung.) Nathan der Weise.

Dramatisches Gedicht in 5 Abtheilungen von G. E. Lessing.

Anxang halb 7 Uhr. Mittelpreise und zwar: Fremden-Loge 2 Thlr.

10 Sgr. Erster Rang-Logen und Balkon 1 Thlr. 20 Sgr.

Parquet, Parquet-Logen und Tribüne 1 Thlr. 10 Sgr. Par-

terre-Logen 1 Thlr. Zweit.r Rang- Logen und Balkon 1 Thlr.

Parterre 15 Sgr. Parterre Sigplagz (sofern die für die Studi-

Die geographische Lage der Stadt Frankfurt am Main*).

Es giebt kaum einen anderen Punkt am Rhein und überhaupt wenige Punkte in Deutschland, bei denen ]o viele von der Natur an- gelegte, für den Menschen bequeme Verkehcsbahnen, Thäler und Fluß- linien zusammenlaufen, wie bei der Maingegend. Son in dcn ältesten Zeiten sind deshalb diese Naturbahnen die Wanderwege der Völker gewesen und haben schon sehr frühzeitig Veranlaffung dazu gegeben, daß diese bei der Mainmündung au; einander trafen, und daß die Umgegend derselben ein Schauplaß von folgenreichen Ereig- nissen und ein Sammelplaß von Bevölkerung wurde. Gelten und Germanen mögen hiec oft gestritten, Verschanzungen und Anfiedelun- gen gehabt haben. Aber die Römer waren, fo viel wir wissen, die ersten, welhe die Bedeutung der Situation erkannten und nadrü>lich benußten. Ihr großer Stratege Drusus legte bei der Mainmündung auf der linken Seite des Rheins die erste greße Stadt und Festung an, das v-m Main seinen Namen entlehnende Maguntiacum oder Mainz. Zu einer großen Blüthe gelangte diese Gegend später nah dem Auftreten der Franken, nachdem diese im Jahre 496 die Allemannen besiegt hatten. Das Volk der Franken verband zum ersten Male alle Anlande des Rheins im Osten und Westen zu einer bleibenden und dauernden Monarchie und fand daher naturgemäß einen seiner vor- nehmsten Lebenspunkte in der Centralpartie des Rheins bei der Main- mündung, wo alle jene zahlreichen Lebensadern der Rheinlande und ganz Deutschlands zu]ammentrafen. Mainz wurde stark und blühend und der Siß des geistlihen Oberhauptes von ganz Deutschland, des ersten deutschen Erzbischofs, der später auch der vornehmste Kurfürst und der Erzkanzler des Reichs wurde, fowle denn au< Mainz in Folge seiner gecgraphis<hen Lage stets als wichtigste deutsche Reichs- und Bundesfestung betrachtet worden ift. Jn wie hohem Grade fi< Mainz, diese Nacbbar- und Schwesterstadt von Frankfurt, als ein Hauptmittelpunkt Deutschlands geltend machte, beweisen am besten die weitreichenden Grenzen der sogenannten „Provincia Mogauntina“ der „Mainzer Kircheaprovinz“: Dieselbe erstre>te si< von der Main- mündung aus süd- und nordwärts auégreifend fast dur< das ganze Nord- und Süddeutschland auf der einen Seite des deutschen Central- flusses des Mains, bis an den Fuß der Alpen, sowie auf der anderen Seite beinahe bis ans Meer. N M :

Die Residenzen der alten fränkishen Könige und die Orte, wo sie ihre Reichstage am häufigsten hielten, Tribur, Mainz, Worms, Speyer lagen dort. Jahrhunderte lang wurden diese auf fränkischer Erde in irgend ciner der Mainmündung nahen Lokalität gewählt. Die genannten Königsresidenzen und Wahlstätten spielten das ganze Mitte’alter hindur< als Ver)ammlungsorte von Reichstagen (Tribur, Worms), als Siße des deutschen Re <skämmergerichts (Speyer und MWetlar) eine bedeutende politishe Rolle. Wie ihre Wahlstätten, }o hatten die deutschen Könige bei diesem Herzpunkte Deutschlands bis auf Rudolph von Habsburg und weiter herab häufiger als anderswo ißre Mausolecn und Grabstätten (in Speyer). Kurz der größte Theil ailer mittelalterlihen deutschen Reichsherrlichkeit gruppirte fi<h um diejenige Rheingegend, welcher Main und Ne>ar ihr Angesicht zu- fehrten. Alle - mensd.lihen Ansiedelungen, Klöster, Schlösser, König- liche Pfalzen, Festungen, Städte, die in diesem Striche Wurzel schlugen, hatten mehr oder wemger Antheil an dem Glanze und Ge- wichte, die der ganzen Position und Umgegend. als Herzpunkt D-ut|ch- lands zufielen. S :

Unweit dieser und no< anderer Lichtstätten und Heerde deutschen Volks- und Reichslebens und mitten unter ihnen erhob auch allmählich die Stadt Frankfurt ihr Haupt. : L

Der See, welchen das lange obere Rheinbe>en einst bildete, tro>- nete bei seinem Verschwinden und Auslaufen in seiner untecen oder nördlichen Partie bei der Mainmündung zu allerleßt ab. Er bildete no< lange ein sumpfiges Terrain, das bei hohem und in jenem engen Schlunde aufgestautem Wasser no< häufig üvers{weinmt wurde. Sogar no<_ jeßt ist diese Gegend sowohl unterhalb als oberhalb Grana stellenweise brühig und mit Torfmooren bede>t. Jm

[terthuma und im Mittelalter war hier ein weites, von vielen wilden Jagdthieren bewohntes Wald- und Sumpfgebiet, in das fich der Main und zur Römerzeit sogar, wie gesagt, auch der Ne>ar mit mehreren Armen ergoß. Daher auch alle alten Dörfer und Städte der Römer und Franken nicht gerade mitten im Mainmündungslande selbst, son- dern rings um dasselbe herum am Fuße bes Taunus und am linken höheren Ufer des Rheines aufgeblüht waren. Auch die Verkehrêwege und Straßenzüge mieden natürli< das Innere des wässerigen Delta- Landes und suchten dice Höhen und tro>enen Striche am Rande auf.

Ein solcher niedriger tro>ener Hochweg bot fi< nun auch vier oder fünf Meilen oberhalb der Mainmündung bei derjenigen Stelle dar, wo jeßt Frankfurt steht. Von Süden und von Norden kamen hier ziemlih beträchtlihe Anhöhen zum Flusse heran. Auch lag mitten in diesem eine kleine ebenfalls etwas erhabene Insel, die auf der einen Seite von ter Hauptader des Mains, auf der andern Seite von einem kleinen, später zum Frankfurter Stadtgraben verwandelten Seitenarme des Flusses umgeben war. Die zu beiden Ufern herantretenden Höhen hatte der Fluß nit ganz weggeschleift. Es waren ihre Fundamente im Flußbette geblieben, und sie bi. deten daselbst eineQuerbank oderein:n seih- ten Streifen, der fi<h bei niedrigem Wasser dem Verkehre als eine be- queme Passage oder als Furt darbot. Diese Furt im Main war vermuth- li \{<onden ältesten Bewohnern der Umgegend bekannt und von ihnen (den Celten, den Ubiern, den Katten, den Allemannen 2c.) zu Uebergängen von Süden na< Norden und rice versa benußt worden. Bei den in alten brüd>enlosen Zeiten so wihtigen Flußfurten pflegen si< in der Regel Leute bleibend anzusiedeln, die das Gewässer und seine Eigen-

eiten fennen und den durchfahrenden Reisenden als Führer in dir urt dienen, au< Schiffe oder Flöße in Bereitschaft haben für die zeiten des Hochwassers, wo die Furt vershwindet und unbenußbar ist. Dies hat daher au ohne Zweifel bei der Mainfurt schon seit sehr alten Zeitea bestanden, um so mehr, da die kleine der Furt be- nachbarte und hügeliche Insel so lo>ende Gelegenheit zum gesicherten Wohnen darbot. Vermuthlich hatte die Furt und die Ansiedelung bei ihr au< s<on längst von den ältesten ÜUmwehnern einen Namen er- halten. Da sie aber erst von den Franken re<t oft und re<t na<- haltig benußt wurde, fo erhielt fie den Namen „die Frankenfurt“ und behielt ihn nun für immer, weil von da an ja au< die Bewohner und Zustände des Landes nicht mehr so wie früher we<selten.

Bei dem großen Heereszuge, den Karl der Große im Jahre 772 von Worms, dem Sammeclplaße seiner Truppen, gegen Norden, ins Weserland unternahm, fand der erfte besonders wichtige Hauptüter- gang eines großen Frankenheeres über die Frankenfurt, von dem wir mit einiger B-stimmtheit etwas wissen, statt. Von diesem Jahre an machten die öfteren Kriegszüge nah Sachsen das mittelrheinische Franfen häufig zum Sammelplaße der aus dem südlichen Deutschland und den tranêrhenanischen Landen herbeigezogenen Krieger, und diese Hinmärshe von Süden n»< Norden und Rü>märshe von Norden na< Süden brachten die Furt daher in größere Aufnahme und ver- mehrten die Ansiedler und militärishen Anstalten und Vorrichtungen

bei ihr.

¿ Bald auch baute Karl der Große, der die firategische Bedeutsam- keit der Position als natürliche Brü>e und Biudeglied zwischen Südea i *) Nach einer Skizze des Reisenden J. G. Kohl in der Wochen-

schrift „Jm Neuen Reich. ; <

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renden reservirten Billets nit |} vollständig abgehoben find) an der Abendkasse 20 Sgr. D Rang Prosceniums-Logen und Amphitheater 10 Sgr.

Sonntag, 17. Augus. Im Opernhause. (143. Vorstellung.) Der Freishügz. Oper in 3 Abtheilungen. Musik von C. M. v. Weber. Agathe: Frl. v. Bretfeld. Aennchen: Frl. Horina. Caspar: fe: Fri>e. Max: Herr Schleih. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.

Schauspielhaus. Keine Vorstellung.

und Norden zu erkennen hinreichende Veranlassung hatte und dem au< zugleich die Anmuth der Lage und die Gelegenheit zu Jagdunterneh- mungen in jenen großen wildreihen Wäidern unterhalb der Furt, jo- wie in den Wäldern unv Bergen am Main und aufwärts (zum Spes- fart) gefiel, auf jener kleinen Infel bei der Furt cine Königliche Pfalz oder einen Palast. In demselben residirte er am Ende des 8. Jahr- hunderts zu wiederholten Malen. A

Bereits im Jahre 703 bor die Umgebung der Frankenfurt und der Kaiserlichen Jnfsel-Pfalz so viele Hâufer nnd Wohngelegenheit dar, daß Karl der Große hon damals eine große Reichs- und Kirchenver- sammlung daselbst zu berufen und abzuhalten vermochte. Zu keinem Orte Dcutschlands fonuten die Fürsten, Bischöfe und Missionäre von Süde”, Norden, Westen und Often so bequem elangen, wie zu diejer Furtstelle am Main, die ihnen allen auf halbem Wege lag.

Seitdem wurde Frankfurt eiu berühmter Ort im Innern von Deutschland und blieb nun die vornehmste Residenz, welche die Karo- lingischen Könige im Osten des Rheins hatten. Karls des Großen Nachfolger, Ludwig der Fromme, erbaute si<h bei der Mainfurt und Jusel im Jahre 822 einen nenen und folideren Palast, in den da- maligen Urfunden „Palatium Francenefurd“ genannt. Er verweilte daselbst no< häufiger als sein Vater, nämli< in 12 Jahren während seiner 26jährigen Kegierungszeit. Auch hielt er daselbst, wie sein Vater, mehrere große Keichsversammlungen.

Sehr wichtig für das weitere Aufkommen Frankfurts und für die Geltendmachung der Gunst seiner geographischen Lage war die Theilung des großen Frankenreihs in ein westliches und ein êftliches. Ludwig der Deutsche erhielt dur< den Vertrag von Verdun nicht nur alle Gebiete im Osten des Rheins (den Hauptkörper Deutschlands) zugetheilt, sondern au< auf dem linken Rhèinufer alle die Striche und Städte, die um die für Deutschland so wihtige Mainmündungs- position herum lagen : Mainz, Speyer, Worms 2c. das ganze deutsche Herz- und Mittelstü>, das ibi zum Zufammenhalten seines deutschen Reichs so nöthig war. Frankfurts Bedeutung als natürlihe Brücke und- Bindeglied zwischen Norden und Süden trat dadur< wieder mehr hervor. Keiner der alten Herrscher Deutschlands war öfter in Franffart anwcsend, als Ludwig der Deutsche. Jn 26 Jahren unter den 36 Jahren seines Regiments erschien er daselbst und residirte dort oft längere Zeit. Es war sein Lieblingsaufenthalt. Die Annalisten seiner Zeit nennen daher Frankfurt „den Hauptsiß des östlichen Fran- fenreihs* (principalem sedem orientalis regni) d. h. „die Hauptstadt Deutschlands. *

Zu Ludwigs des Deutschen Zeit wurde au<h zum ersten Male (im Jahre 855) ein Deutscher König in Frank- furt ausgerufen, nämli Ludwigs Neffe Lothar 1IL., sowie denn au<h glei<h in den darauf folgenden _ unruhigen Jahren die Stadt wiederum häufig der Sammelplaß deutscher Fürsten und der Schauplaß wichtiger Transaktionen unter ihnen, sowie auch wiederholt der Siß von Reichstagen war. Karl der Kahle wurde in Frankfurt geboren, und Ludwig ‘der Deutsche starb daselbst, desgleichen au sein Sohn Ludwig 1I., der ebenso, wie au< Karl der Did>e vor- zugsweise gern und häufig in Frankfurt refidirte. Der leßtere wurde in der Nähe Frankfurts in Tribur abgeseßt und sein Neffe Arnulf in Frankfurt zum Könige des Reichs ausgerufen. J-doch war dann bald nachher unter Arnulf und Ludwig dem Kinde Regens- burg häufiger als Frankfurt der deutsche Königssiß, wie denn au später noch das ebenfalls schr vortheilhaft gelegene Regensburg mehr- s S Frankfurt als ein politisher Lebenspunkt Deutschlands riva- isirt hat.

Obgleich die Deutschen Könige aus dem sächsis<hen Haufe im 10. Jahrhundert meistens in einem norddeutschen Orte residizten, konnten sie do< ni<t umhin, au oft in dem fo bequem und so central gele- genen Frankfurt zu erscheinen. Heinrich T. kam zwei Mal n3< Frank- furt, Otto T. sehr häufig, nämlih in 16 seiner 37 Regierungsjahre, zumeilen zweimal in einem Jahre. Otto Il. kam fünf Mal dahin, Otto IIL. zehn Mal, Heinrich Il. zwölf Mal. Zur Zeit der salischen Könige beherbergte Frankfurt das Oberhaupt der Nation niht häufig, sondern es wurden auch unter den sächsischen und salis<en Königen dann und wann Reichstage und Konzile in Frankfurt zusammengerufen, so namentli< in den Jahren 951, 1006, 1007, 1015, 1027.

Von der Mitte des 12. Jahrhunderts an wurde die auf der Grenzscheide Nord- und Süddeutschlands, so wie auch in der Mitte des deutschen Ostens und Westens gelegene und von allen Seiten her am besten erreihbare Stadt Frankfurt der herkömmliche und zuleßt sogar geradezu der geseßlih anerkannte Wahlort der Deutschen Könige. Im Jahre 1147 wurde dafelbst Konrads I[1. Sohn Heinri<h zum König erforen und da dieser bald nachher starb, so wählten die deut- schen Fürsten an feiner Statt im Jahre 1152 den berühmtesten deut- schen Herrscher Friedri<h den Rothbart ebenfalls zu Frankfurt. Von da an blieb es ganz gebräuchlich, die Deutsche Königswahl dort vorzu- nehmen, und im Jahre 1356 wurde dur< das unter dem Namen der Geoldenen Bulle bekannte _ Reichsgrundgeseß feierli< angeordnet, daß diese Wahl stets zu Frankfurt in der Bartholomäuskirche geschehen solle. Vom Jahre 1147 an bis zu Erlassung der Goldenen Bulle (1356) sind von dea 20 Königen dieses Zeitraums nur se<s nit in SFranffurt gewählt worden, und von den 22 Königen seit 1356 bis zum Jahre 1806 nur fünf niht. Dazu auch pflegte bei anderwärts vorgenommenen Wahlen Frankfurts altes Recht, die Wahlstatt zu séin, förmlich gewahrt zu werden.

Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts erlangte Frankfurt no< einen neuen Glanz und Ruhm. Es wurde nun au die Krönungs- stadt der Deutschen Könige, was bisher Aachen gewesen war. Der leßte in Aachen gekrönte König war Ferdinand I. Sein Sohn Maximilian II., wurde (im Jahre 1562) in Frankfurt gekrönt, und seitdem ist die Reichskrone mit einigen wenigen Ausnahmen allen späteren Deutschen Kaisern aus dem Habsburgischen House in Frank- furt aufgeseßt worden, obgleich dieselben ihre bleibende Residenz und ihren Regierungssiß längst in Wien hatten.

Dieselben natürlihen Bequemlichkeiten, welhe Frankfurt den e Staatslenkern, Misfionären und den zu Konzilen reisenden

ischôfen Deutschlands vermöge feiner Lage und vermöge der zu ihr hinzielenden Naturbahnen gewährte, lo>ten au< den Handel und die Kaufleute herbei und die Stadt hat daher eben so wie in politischer au<h in kommerzieller Hinsicht stets eine sehr hervorragende und Hauptrolle in Deutschland gespielt. Jhre berühmten Handelsmessen waren Jahrhunderte lanz ni<t nur die Hauptmäckte für Deutsch- land, sondern au< für einen großen Theil von ganz Europa.

Zur Zeit Kaiser Karls V. im 16. Jahrhundert nannte man Fi „das Oberhaupt aller Messen der Welt“ und „den kurzen

nbegriff aller Handelspläße“ von Deutschland, wo man alle Waa- ren, die man suche und begehre, in Fülle vorfinde. Die Dichter san- gen, so viel der art v Sterne zählte, so vielerlei Handelszweige uad Waarenarten besäße der Frankfurter Markt.

In späterer Zeit hat man den alten bei Frankfurt zusammen- laufenden Naturbahnen dur< Kunst no< bedeutend nachgeholfen. An die Stelle der alten „Furt“ find solide Brü>en getreten, an den Flußadern ist viel gearbeitet, gebessert und kanalisirt, die Thäler sind dur< Chausseen ausgeebnet, und in allerneuester Zeit haven sih Eisenbahnen in diese Thaleinschnitte hineingesenkt. ranf- furt und seine Umgegend gewähren au neben Cöln-Düsseldorf und Umgegend die dichteste Eisenbahnverknotung am ganzen deutschen

Es wird ersucht, die Meldekarten (sowohl zu den Opern- haus-, wie zu den Schauspielhaus-Vorstellungen) in den Brief=- fasten des Opernhauses, welcher fich am Anbau desselben, gegen- über der Katholischen Kirehe, befindet, zu legen.

Dieser Briefkasten is täglih für die Vorstellungen des fol- genden Tages nur von 10 bis 12 Uhr Vormittags geöffnet.

Meldungen um Theater - Billets im Bureau der General- Intendantur oder an anderen Orten werden als nit eingegangen angesehen und finden keine Beantwortung.

Rhein. Einige dieser Eisenbahnen spielen au< in ihren Namen auf ihre geographishe Richtung und Bedeutung hin: So die „Taunus- bahn“, die in der Richtung des alten Rômerweges am Fuße dès Tau- uus vom Rhein her eimvärts vordringt, die „Main-Weserbahu“, die direkt nah Nordcn zielt und die Weserlande (Hefsen, Braunschweig, Hannover, nebst den Nordseehäfen Bremen und Hamburg) an die Mainmündung knüpft, die „Main-Ne>arbabn", die nah Süden ausftrablt und in ihren Fortsezungen und Seitenvahnen Elsaß, Schweiz und andere mittel- und oberrheinishe Striche mit der alten Mainfurt verbindet, alsdann die Mainbahn, die dem Flusse Main aufwärts sekundirt und mit ihren Nebenzweigen alle Mainiande eben so wie der Fluß selbst zwingt, ihren Hauptmarkt in Frankfurt anzu- erfennen, endlich die mittelrheinishen Bahnen, dur< welche die Niederlande und mit ihren Verzweigungen auch wieder Frankreich auf die Mainniederung hingewicien werden. Quer dur< zur mittleren Elbe, dem alten“ Thüringer Handels- und Waarenzuge folgend, gehen die Thüringer Bahnen mit ihren Zweigen.

Weltausftellung 1873 in Wien.

Wien, 14. August. (W. T. B.) Der volkswirthschaftli<e Kongreß beschloß in seiner heutigen Sißung, dem Staate sowohl wie der Gesellschaft überhaupt die Förderung der Hausindustrie dur Anlegung von Fachschulen und dur weitere Ausbildung des Genofsen- schaftewescns anzuempfehlen. Die Frage der Kleingewerbe soll auf die Tagesordnung des nächstjährigen Kongresses geseßt werden. Bezüglich der Armen- und Arbeitshäuier beshloß man, die Einführung derselben für alleinftehente Erwachsene fi da angelegen fein zu lassen, wo die Armenpflege der Art sei, daß fie für die wirkliche Erwerbsunfähigfeit der Bedürftigen eine Gewähr nicht biete.

Zur Reise- und Badesaison.

Berlin. Unter Leitung von Carl Stangen wird im Februar f. J. wiederum eine ausgedehnte Orientreise nah Aegypten, Palästina, Syrien, Klein-Asien, Griechenland und der Türkei angetreten, (die 24. Stangensche), zu welher das Programm bereits im Stangenschen Reise-Büreau hierselbst zu haben ist. Die ganze Reise dert 3 Monate, von Mitte Februar bis Mitte Mai und kostet 900 Thlr. ; es ist die dreizehnte nah dem Orient, welche derselbe Arrangeur leitet. Ï

_ Groß-Tabarz, 1. August. Anf-ngs Juni trafen die ersten Kurgäste hier ein. Wn fich auch die Logirhäuser in der Nähe des Waldes bald füllten, so- blieven doch die entfernteren Wohnungen meist längere Zeit unbenußt. Groß-Tabarz fühlte, wie die meisten Bäder, die Ungunst des Wetters; - do< war dies nur vorübergehend. Die spezifisd en Eigenschaften der hiesigen Luft führten bald eine größere Anzahl Kranker, besonders aus den nördlichen Gegenden, herbei, fo daß schon Anfangs Juli die Zahl der Fremden gegen die der früheren Jahre nicht mehr zurü>stand und jeßt das Jahr 1873 seine Vorgänger überholt hat. Der Mangel an Logis, der troß der vielen Bauten si< alljähr- lih geltend macht, hat auc in diesem Jahre zur Erbauung ver|cie- dener Häufer, namentli< folher, die dem Walde und der Badeanstalt näher liegen, geführt, und bald wird die Straße von dem Dorfe bis zum Schießhause am Walde, an beiden Seiten mit Häusern, faft jämmtlih für Kurgäste bestimmt, bebaut sein.

In dem hiesigen Bade-Etablissement, Lauchabad genannt, wohnen

augenbliÆli< 50 Fremde, wovon _ 30 Personcn die Bäder benugten, in dem Dorfe und bei dem Schießhause wohnen 290 Personen. Für Mineralbäder find 3 Zellen, für Kiefernadel- und Dampfbäder je 2 Zellen im Gebrauh. Auch das in derselben Anstalt befindliche Kaltwasserbassin wird stark besucht. Lobenstein, 3. August. Im Laufe dieses Jahres find die hie- figen Badeanstalten dur< Einrichtung einer Kaltwasserhcilanstalt, in Vollbädern, Sißbädern, Douche und Brausen bestehend, sowie dur< Erweiterung der Kiefernadelbäder vergrößert ; auch sind die Räumlich- feiten des Kurhauses den wachsenden Bedürfnissen entsprehend erwei- tert worden. /

_ Sulza, 3. August 1873. Das hiesige Bad erfreut fih eines immer zahlreiher werdenden Besuchs von Fremden wegen seiner guten Soolquellen, denen man immer mehr Beachtung schenkt. Sie find nächst denen in Salzungen die stärksten in Thüringen.* Auch der Absaß an Kochsalz ist sehr bedeutend, namentli< nah dem König- reih Sachsen, in Folge dessen die hiesige Saline von Jahr zu Jahr erweitert wird, Diesen Vorzug bemüht man si<h au< bestmöglichst zu unterstüßen, um den Fremden, die d'e kräf.ige Salzluft herbei- führt, den Aufen halt ret angenehm zu machen, So fönnen den mannihfahen in den leßten Jahren an hiesigem Kurorte vorgenom- menen Verschönecungen auch diejes Jahr wieder mehrere von Vorzüg- lihfeit angereiht werden. Das Ilmthal am unteren Theile der Stadt ist mit einer freundli< aussehenden Musikfhalle ausgestattet worden. Neu angelegte und zum Theil vollendete Promenaden um- geben dieselbe. Einige auf dem Berge in gleicher Höhe erbaute statt- liche Villen bilden mit den Winzerhäusern und Weinbergen gleichsam einen Kranz um das liebliche Thal.

_Ferner ist an dem nordwestlichsten Theile der Stadt, in Ober- neusulza, unter dex. sogenannten „Sonnenfuppe“ ein prächtiges Land- haus gebaut worden mit Badeanstalt, Restauration und ausgedehnten Parkanlagen. Wegen seiner prächtigen und faft unmittelbaren Lage am Gradirwerk, der reizendsten Ausficht auf das Ilmthal und die „Kahle Kuppe zum eisernen Kreuz“ ist es ein Lieblingsaufenthalt der Kurgäste geworden. Auf der {on erwähnten Kuppe zum eisernen Kreuz, früher Krähenhütte genannt, find dur< zwei angelegte über einander liegende Rundtheile unter schattigen Bäumen die besten Vor- fehrungen zu einem mehrstündigen angenehmen Aufenthalt getroffen. Von hier aus bietet fich dem Auge die \{önste Fernsicht in die Thüringer Lande dar, sogar bis zum Inselsberg.

Ruhla, 3. August. Der Monat Juni und die ersten Tage des Juli waren regnerish und kalt, jo daß der Aufenthalt in einem wal- digen Gebirgsort wie Ruhla weder angenehm no< vortheilhaft für die Gesundheit war. F Folge dessen war der Bejüch zu Anfang der Saison ziemli< s{<wa<, do< mit Beginn der s<ônen Tage vom 8. Juli c. an \trömten Badegäste und Touristen tägli< in wasender Progression hier ein. Der dermalige Stand der anwe}enden Badegäste beläuft sih auf 419 Perionen. Die Zahl der Touristen, welche einen L a t von einigen Tagen hier nehmen, is au< in diesem Jahre eine sehr bedeutende.

Redaktion und Rendantur: Schwieg>zr.

Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Dru>: H. Heiberg.

Zwei Beilagen (einschließli der Börsen-Beilage).

. 2 193.

Und

öniglich Preußischer Staats-Anzeiger.

für das Vierteljahr.

A S

Das Abonnement beträgt 1 Thlr. 15 Sgr.

| Insertionspreis für den Raum rinerDru>zeile 3 i

Se. Majestät der König haben Allergnädigft geruht:

Dem Kreisgerichts-Rath a. D. Fromholz zu Rawnitsch den Rothen Adler-Orden vierter Klasse, sowie dem Schullehrer und Kantor Wettlaufer zu Wahlershausen im Landkreise Caffel, dem pensionirten Förster Biermann zu Weißenhütte im Kreise Hofgeismar und dem Bauervogt Julius Grothe zu Breitenfelde, Amts Ratzeburg, das AUgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Dentsches Neich.

Se. Majestät der Kaiser und König haben im Namen des Deutschen Reichs die von dem Bischofe zu Straß- burg vorgenommene Ernennung des Hülfspfarrers S<moll zu Reichenweyer zum zweiten Hauptpfarrer in Holhweyer zu genehmigen geruht.

Bekanntmachung,

betreffend'die Postsachen für Drte ohne Poftanftalt.

Den Korrespondenten, welche ihren Wohnsiz in Orten ohne Postanstalt haben, ist jeßt allgemein gestattet, ihre Postsachen au< von solchen Postanstalten abholen zu lafsen, zu deren Land- bestellbezirk der Wohnort des Empfängers nichi gehört.

.In Folge dieser Verkehrserleihterung muß die Spedition der Postsendungen für solche Orte, an welchen eine Postanstalt fih nit befindet, nah Maßgabe der von dem Absender auf der Adresse bezeihneten Abgabe-Postanstalten bewirkt wer- den. Durch die unrihtige Bezeihnung dieser Postanstalt oder dur das gänzlihe Fehlen einer bezüglihen Angabe können leiht Verzögerungen in der Ueberkunft der Postsendungen her- beigeführt werden. Es is daher im eigenen Interesse der Kor- respondenten nothwendig, daß die Absender solcher Postsendunc en, welche na< Ortschaften ohne Postanstalt gerichtet sind, auf der Adresse außer dem eigentlichen Bestimmungsorte thunlichst no< diejenige Postanstalt angeben, von welcher aus die Be- ftellung der Sendung an den Adressaten zu bewirken is, oder von wo die Abholung erfolgt. Zur Förderung dieses Zweckes wirb es beitragen, wenn Korrespondenten, an deren Wohnfiß fih eine Postanstalt nit befindet, diejenigen Personen, mit welchen fie im Briefwechsel stehen, auf das gedachte Erforderniß auf- merksam machen und denselben mittheilen, dur<h Vermittelung welcher Postanstalt fie ihre Postsachen beziehen. z

Insbesondere wird es \si<h au empfehlen, wenn die auf dem Lande wohnenden Korrespondenten mögli<hs allgemein dem theilweise bereits bestehenden Gebrauche folgen, in den von

ihnen abzusendenden Briefen bei der Orts- und Datumsangabe den Namen des Postorts hinzuzufügen, dur< welchen fie

ihre Postsachen empfangen. Berlin, den 13. August 1873. Kaiserliches Beneral-Postamt.

Weltausstellung 1873 in Wien. Verkauf der deutschen Pavillonbauten.

Die Seitens des Deutshen Reiches ausgeführten zehn Stück Erweiterungsbauten auf der Wiener Weltausstellung ollen auf

Abbruch verkauft werden.

Kauflustige werden gebeten, ihre versiegelten Offerten mit

der Aufschrift: ; G Berkauf der deutshen Pavillonbauten“

bis zum 31. August cr., Morgens 11 Uhr, an das technische Bureau der deutshen Central-Kommission, Elisabethstraße Nr. 9 in Wien, zu rihten, woselbft dann die Offerten in Gegen-

wart der etwa persönlih ershienenen Submittenten eröffnet

werden.

lihes Aufbieten im Termine findet nicht statt.

Nähere Auskunft ertheilt das te<hnis<e Bureau, Elisabeth- ftraße Nr. 9 und auf dem Ausftellungsplaze in den südlichen Arkaden, 1 Treppe re<ts, von wo. au die Bedingungen nebst Zeihnungen gegen Einsendung eines Guldens bezogen werden

können. Wien, den 1. August 1873. Deutsche Ausftellungskommission. Moser.

Berlin, Sonnabend,

von Preußen ift gestern Abend na

Minifterium der geistlihen, Unterrichts- urtd S : Nr. 1, mit Penfion der Abschied bewilligt.

Der seitherige Kreis-Wundarzt des Medizinal- irks Gladen- bah Dr. Carl Zinsser ift mit Belassung feines Wohnsizes zu

Gladenba< zum Kreis-Wundarzt des reifes Biedenkopf ernannt worden. ‘ü ;

für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten if der Charakter als Geheimer Kanzlei-Inspektor verliehen wörden. /

zu Ranis if zum Königlichen Bau-Inspektor ernannt und ihm die Bau-Inspektor-Stelle zu Stargard i. Pam. unter Anweisung des Wohnsitzes in Pyriz verliehen werden.

Baumeister ernannt und ihm die bisher fommissarish verwaltete Kreis-Baumeister-Stelle in Iülich definitiv verlichen worden.

des Gesetzes vom 24. März cr., betreffend die Tagegelder und Reise- kosten ias Staatsbeamten, kann es, wie ih der Königlichen Ge- neral-Kommission auf den Bericht vom 31. Mai cr. erwidere, nicht zweifelhaft sein, daß das Kostenregulativ vom 25. April 1836 und die dazu gehörige Instruktion vom 16, Juni dess. Jahres dur das vorbezeichnete Geseß ni<t aufgehoben sind, aljo auch die von der

richts allegirte Bestimmung im

Die Offerten können si< auf eines oder mehrere Gebäude beziehen, do<h werden nur solche Dfferenien berüd>fichtigt, welche vor dem Submissionstermine, gemäß den Bedingungen, eine Kaution in baar oder siheren Staatspapieren bei der Kasse der deutshen Ausftellungskommisfion hinterlegt haben. Ein münd-

Königreich Preufien. Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruhi :

Dem Landrathe des Kreises Ohlau von Ei>e auf Pollwih

die Kammerherrn-Würde; unî

D Dem Bureau-Vorsteher der Schlesischen Provinzial-Land- Feuer-Sozietäts-Direktion, Karl Erdmann in Breslau, den

Charakter als Kanzlei-Rath zu verleihen.

Berlin, 16. August. Se. Königlihe Hoheit der Prinz Friedri<h Carl H Alt-ehnig abgereift.

Medizinal-Angelegenheiten.

Minifterium für Handel, Gewerdé und öffentliche Arbeiten. 5

Dem Geheimen Kanzlei-Sekretär Stürke- im Ministerium

Der bisherige Königliche Kreis-Baumeifter Friedri Boetel

Der Baumeister Iacob Friling if zum Königlichen Kreis-

Ministerium für die landwirths<haftli<hen Angelegenheiten.

Mit Rüd>sicht auf die Bestimmung im ersten Alinea des & 12

Königlichen General-Kommisfion im Eingang Ihres vorgedahten Be- L 7 Nr. 1 der erwähnten Instruk- tion fortgetezt Geltung hat. Nach dem leßten Alinea im $. 11 des Gesetzes vom 24. März cr. treten aber, wo in besonderen Vorschriften auf die aufgel\obene Verorduung vom 28, Juni 1825 1nd den aus- gehobenen Königlichen Erlaß vom 10. Juni 1848 Bezug genommen ist, die Bestimmungen des_ Geseßzes vo Ma «N târz cr. an deren Stelle. Das it au< der Fall anst. ee mm S. 7 Nr. 1 der Snstruktion vom 16. Juni 1836 enthaltenen Hinweisung äuf die Ver- ordnung vom 28. Juni 1825, an deren Stelle nunmehr die Hinwei- fung auf das Geseß vom 24. März r. tritt, fo daß es nit bedenk- li sein fann, vom 1. April d. J. ab den Mitgliedern und Affsefsoren der Auscinandersezungs-Behörden, wenn fie in Párteiensahen Kom- missionsgeshäfte außerhalb ihres Wohnorts wahrnehmen, Diäten und Reisekosten nah dem Geseß vom 24. März cr. zu gewähren. An die Königliche General-Kommission zu N. f Abschrift vorstehender Verfügung erhält die Königliche G eneral- Kommission (Regierung) zur Kenntnißnahme und Nachachtung. Berlin, den 31. Juli 1873. i | | Der Minister für die landwirthschaftlichen Angelegenheiten. Königsmar>. S An sämmtliche übrigen Königlichen General-Kommissionen und Re- gierungen, landwirthschaftliche Abtheilungen, sowie an die Re- « gierungen zu Schleswig, Wiesbaden und Coblenz.

Personal-Veränderungen. L. In der Armee. Offiziere, Portepee-Fähnriche 2c.

A. Ernennungen, Beförderungen und Versetzungen. Den 7. August 1873. Geri>e, Gen. Maj. von ‘der Armee, von dem Verhältniß als stellvertretender Commandeur der 11. Inf. Brig. entbunden. uedenfeldt, Gen. Maj. von der Armee, von dem Verhältniß als stellvertretender Commandeur der 7. Inf. Brig. entbunden. v. Puttkamer, Oberst-Lt. und etatsm. Stabsoffiz. im Drag. Regt. Nr. 15, unter Verseßung zur Land-Gensd'armerie, zum Brigadier der 2. Gensd'’armerieBrigade ernannt. Kutscher, Major und Escadr. Chef im Hu Regt. Nr. 5, als etatsm. Stabs- Offiz. in das Drag. Regt. Nr. 15 verseßt. v. Gottberg, Rittmfstr. aggr. dera Hus. Regt. Nr. 5, unter Belassung in seinem Kommando als Adjut. der 31. Div., in das Regt. wiedereinrangirt. Moriß, Pr. Lt. vom Hus. Regt. Nr. 5, unter Entbindung von dem Kommando als Adjut. der 16. Kav. Brig., zum Rittm. u. Esc. Chef befördert. Gr. v. Spone>, Pr. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 21, als Adjut. zur 16. Kav. Brig, fommandirt. Schroeder I., Hauptm. aggr. der Land-Genéd., unter Entbindung von seinem Kommando bei der Offu- pationsarmee in Frankreih}und Wiedereinrangirung in die Land-Gensd., in die 5. Gensd. Brig. verseßt. Gr. v. Bismar>-Bohlen, Sec. Lt. vom Regt. der, Garde du Corps, in’ das Kür. Regt. Nr. 2, Thielemann, Pr. Lt. vom Hus. Regt. Nr. 13, in das Train-Bat. Nr. 15, Erhardt, Sec. Lt. vom Drag. Regt. Nr. 16, in das Train - Bataillon Nr. 2, Bauer, Pr. Lt. vom Ulan. Regt. Nr. T, unter Belassung in seinem Kommando zur Dienstleistung beim Großen Generalstabe als ältester Pr. Lt. in das Huf. Regt. Nr. 13, v. Gersdorff, n L+. vom Feld-Art. Regt. Nr. 8, Div. Art., in

das Ulan. Regt. Nr. 7, verseßt.

B. Abs<hiedsbewilligungen 2c.

Den 7. August 1873. des Barres, Gen. Maj. von der Armee, von dem Verhältniß als stelleertr, Commdr. der 8. Inf. Brig. entbunden und glei{zeitig mit Pension zur Disposition gestellt. Frhr.

S ile Post-Anstalten des In- und Auslandes nehmen HLestellung anz für Kerlin außer deu hiesigen ; f Postanstalten auh die Expediton: Wilhelmstc. 2

bunden und gleichzeitig mit Pension zur Disposition - gestellt. v. Kelt\<, Oberst und Brigadier der 2. Gensd. Brig., mit Pension und der Unif. des Drag. Regts. Nx. 1, der Abschied bewilligt. v. Drewiß, Hauptm. von déer5: Gensd. Brig., als Rittm. mit Peni. und der Unif. des Drag. Regts. Nr. 7, der Abschied bewilligt.

Treus v. Buttlar-Brandenfels, Gen. f von der- Armee,

von dem Verhältniß als stellvertr. Commdr. der Inf. Brig. ent-

Schlotheim, Sec. Lt. vom Kaiser Alexander Garde-Gren. Regt. i

Offiziere und Beamte der Militär-Verwaltung. Dur Verfügung des Kriegs-Ministeriums. Den 3k. Juli 1873. Grunwald, Krause, Intendantur-

Sekretariats-Applikanten vom X. Armee-Corps, zu Jntendantur-Se- Éretariats-Aifistenten ernanut.

Den 3. August 1873. Ehrig, Sec. Lt. a. D. und Zahlm.

vom 1. Bat, Jufanterie-Regiments Nr. 93, der Abschied mit Penfion bewilligt.

Den 5. August 1873. Thoma, Zeug-Lieut. vom Stabe des

Garde-Fuß-Artill. Regts, zum Art. Depot in Daniig vérsett. Stacel, Kanzlei-Rath, Geh. Registrater im Kriegs-Minifterium, vom 1. Oktober d. J. ab mit Pension in den nahgesu<hten: Ruhe- stand verseßt.

Den 6. August 1873. Görli, Zahlm. Aspirant vom Inf.

Regt. Nr. 27, unter Belassung im Kommando-Verhältniß bei dem Feld-Art. Regt. Nr. 4, Div. Arf., zum Zahlm. ernannt.

Nachweisung der beim Sanitäts-Cerps- pro Monat Juli 1873 eingetretenen Peränderungen.

Dur Verfügung des Geuneral-Stabs-Arztes der Armee. Den 28. Juni 1873. Dr. Brümmer, Stabsarzt des med.-<ir.

Friedrih-Wilhelms-Jastituts zur einstweiligen Wahrnehmung der ober- ärztlichen Funktionen beim Invalidenhauje zu Berlin kommandirt.

Den 3. Fuli 1873. Dr. Riebel, Unterarzt im Inf. Regt.

Nr. 23 mit Wahrnehmung einer bei seinem Regt. vakanten Assistenz- arztftelle G : l, j Nr. 39 mit Wahrnehmung einer bei diesem Truppentheil vakanten

Dr. Rosenthal, Unterarzt im Füs. Regt.

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Nisistenzarztstelle beauftragt.

Den 4. Juli 1873. Dr. Müller, Unterarzt der Res. de-s

1. Bats. Mainz Landw. Regts. Nr. 118 vom 9. Juli d. J. ab zum Unterarzt des aftiven Dienststandes ernannt und mit Wahrnehmung

einer beim Inf. Regt. Nr. 87 vakanten Assistenzarztftelle beauftragt. Den 5. Juli 1873. Dr. Heine ken, Unterarzt im Inf. Regt.

Nr. 66 mit Wahrnehmung einer bei diesem Regt. vakanten Assistenz-

arztstelle beauftragt. Dr. Paterna, Unterarzt vom Inf. Regt. Nr.

70 zum Feld - Art. Regt. Nr. 5, Div. Art, verseßt und daselbst mit Wahrnehmung einer vakanten Assistenzarztftelle begvftragt.

en-10: Juli 1873. Dr. Langenmayt, Unterarzt im Juf.

Regt. Nr. 18, Dr. S<huchardt, Unterarzt 1m Inf. Regt. Nr. 44,

Dr. Edler, Unterarzt des Inf. Regts. Nt. T

Den 14. Juli 1873. Dr. v. Kühlewein, Unterarzt des Inf. Regts. Nr. 69, Dr. Koegel, Unterarzt des Inf. Regts. Nr. 77.

Den 16. Juli 1873, Dr. Künßtßel, Unterarzt des Grenadier- Regts. Nr. 6, Dr. Leonhardt, Unterarzt des Infant.-Regts. Nr. 68

Den 18. Juli 1873. Dr. Kröcher, Unterarzt des Inf. Regts. Nr. 42, sämmtli mit Wahrnehmung je einer vakanten Assistenzarzt- stelle bei ihren respektiven Truppentheilen beauftragt.

Den 24. Juli 1873. Dr. Hermanns, Uxzterarzt der Ref. des Res. Landw. Bats. Nr. 40, vom 1. August d. J. ab zum Unter- arzt des aftiven Dienststandes beim Zuf. Regt. Nr. 16 ernannt und mit Wahrnehmung einer bei demselben vakanten Assfistenzarztstelle beauftragt. |

Den 26. Juli 1873. Roedelius, Unterarzt vom Garde-Kür. Regt. vom 1. August d. J. ab zum 3. Garde - Gren. Regt. Königin Elisabeth verseßt. ;

Den 31. Juli 1873. Kurz, Unterarzt vom Train-Bat. Nr. 3, zum Füs. Regt. Nr. 37 verseßt und daselbst mit Wahrnehmung einer vatanten Assistenzarztstelle beauftragt.

EZ. In der Marine. Offiziere U. B. Abschiedsbewilligungen. Den 9. August 1873. Lehmann, Hülfs-Unterklieut. der See- wehr im Bezirk des 1. Bat. Landw. Rgts. Nr. 76, mit Penfion der Abschied bewilligt.

Die heut ausgegebene Nr. 11 der Allgemeinen Ver- loo\snngs-Tabelle des Deutschen Reihs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers enthält die Ziehungsliften folgender Papiere: Anhalt-Dessauische Landrentenbriefe. Creuz- burger Kreis - Obligationen. Finnländishe 10 Thaler- Loose von 1868. Frankfurt a. M., 3% Anlehen de 2. Ia- nuar 1844. Frankfurt a. M., 31/,% Anlehen de 1. Februar 1858. Leipzig-Dresdner Eisenbahn - Partial - Obligationen und Schuldscheine. Nassauishes 4% Staats-Anlehen, Par- tial-Obligationen. Rhein-Nahe - Eisenbahn - Prioritäts - Obli- gationen.

Die Allgemeine Verloosungs - Tabelle erscheint wöchentlih einmal und is zum Abonnementspreis von 15 Sgr. vierteljährli<h dur< alle Postanstalten zu beziehen, in Berlin au bei der Expedition Wilhelmftraße 32. Preis pro einzelne Nummer 24 Sgr.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 16. August. Ihre Majestät die Kaiserin-Königin wurde gestern von der Fürstlih Hohen-

P P I E Me B A 7 t E Sil A M: Rur EaCE T, reu P T Ae E De M 2