1920 / 233 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Mr D O D O? eti V. 2 tETO D E I

amerikanishem Vorbilde betrieben, stark abweihend von der deutschen Lebr- und Lernfreiheit, wie überhaupt die Chinesen wohl in dieser Universität weniger eine Stätte zur Vermittlung tieferer Bildung sahen, als eine Anstalt zur Ausbildung in denjenigen Kenntnjjen, die das Eindringen europäischer Verkehrsverhältnisse von einem ge- wissen Teile des chinesishen BVeamtentums in Zukunft fordern mußte. Den Studenten, die die Abteilung wählen konnten, in die 11€ eintreten wollten, war in dieser dann ein ganz bestimmter Lehrgang vorcescrieben, der fie nur mit wenigen Professoren in Berührung brachte. Deutsche Unterrichts\sprache war nur in der naturwissenschaft- lichen Abteilung eingeführt, die aus einem völlig getrennten <emischen und geologischen Lehrgange bestand. Von den meist 500 Studenten

der gesamten Universität gehörte eiwa ein Dußend der chemischen |

S

Klasse an, nur fünf der geo‘ogishen. Die geringe Zahl der Studenten hing mit der geringen Verbreitung der deuts<en Sprache zusammen. Die übliche Vermittlungs\sprace zwischen Europäern und Chinesen war eben das Englische. Deutsche Versuche, durh Schulen unsere Sprache zu verbreiten, litten sehr darunter, daß die Chinesen den praktischen Nußen der Beherrs<hung einer Sprache nicht einsahen, an deren Stelle der Deutsche selbst im Handel dauernd die englishe gebrauhte und wohl gebrauhen mußte. Der Vor- tragende vertrat daher die Ansicht, daß das Deutsche als Marftsprahe in China niemals eine Zukunft gehabt habe, sondern nur als zweite europäische Sprache, die dem bereits english sprehenden Chinesen nun die inneren Tore der europäischen Bildung aufsloß, diese Bedeutung werde die deutshe Sprache unabhängig von der ichen Lage behalten, solange Deutschland niht von jetner Kultur- heruntersinke. Die Studenten der geologischen Klasse stammtien alle aus einer in Peking 1907 eingerichteten V.rbhereitungsschule, an der au<h schon Deutsche unterrichtet und au< die Anfangsgründe der Geologie schon vorgetragen hatten. An dieser Stelle erwähnte der Vortragende, daß die Tsingtauer Hochschule infolge des Krieges zwar eingegangen sei, daß aber die ältere deutsche Medizin- schule in Schanghai, die dur< Ingenieurkurse erweitert worden sei, jet mit chinesishem Gelde in Wutung weitergeführt werde, ein Reichen dafür, wie gut sih hier der deutsche Unterricht bei den Chinesen eingeführt habe. Der geologi)<e Un terr an der Neichsuniversität litt zunächst unter dem Mangel an Sammlungen <inesisher Gefiteine und unter dem Fehlen eines klaren Zieles, zu dem die Studenten vorzubereiten waren. aub dem ersten Fehler dur<h Wanderungen mit den Studenten und eigene Sammelreisen in den Ferien- nah Möglichkeit abzuhelfen, îo lornte doch cin acdeibliches Wirken des Unterrichts nur im Zusammen- arbeiten mit einer geologishen Reichsaufnahme erwartet werden, die einerseits den 2öglingen nah Beendigung des Lehrganges Stellungen bieten konnte, andererseits die Gewinnung des nötigen Materials an Zammlunaen ermöglicht hätte. Daher bemühte sh der Vortragende, die Einrichtung einer geologischen Neichsaufnahme anzuregen, und breitete dem <inecsishen Ministerium eine Denkschrift in diesem

Da brach die <inesishe Revolution aus, die den Sturz der

ì q und die Ausrufunag der Republik unter Yuan Shih

“in arcßer Teil der Studenten ging in ihre Heimat

Nnterriht mußte zeitweilig unterbro<en werden und konnte

erst im Frühjahr 1912 wieder im vellen Umfange beginnen. Die Herren im Handelsministeriuum förderten den Gedanken einer Reichsaufnahme, und Anfang 1913, als der Vertrag mit

lief, wurde der Vortragende als europäischer Leiter

aufnahme angestellt, während ihm als inesischer

- Tina Wen Kiang zur Seite gestellt wurde, der seit Krieas-

ie Leitung allein tatkräftig weitergeführt hat. Da zunäcst logiscen Arbeiten verfügbaren Mittel nur geringe

der Anstellung weiterer europäischer Hilfskräfte

Jagecen wurde in Peking eine Schule mit <inesischen

zur Ausbildung künftiaer Geologen. Die beiden

<ten inzwischen ausgedehnte ErkundungSreisen, um liche Kenntnis von der Schichtenfolge und des wichtigsten naëvechältnisses in verschiedenen Teilen des Meiches zu ge- auf Grund dessen dann diejenige Gliederung und Bezeichnungs8s

Lai L

N O S 1 E

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eise für die einzelnen Schichtungsaruppen ausgearbeitet werden sollte, |

die den Studenten der genannten Schule als Schema für ihre Auf- nobmearbeiten in einem Scblußkursus vorzuschreiben wäre. Der Krieg unterbra< die Arbeit, aber die japanische Kriegsgefangenschaft bot Prof. Solger Gelegenheit, seine Studien, die sih auf die große Ebene ihre Ümgsebung bezogen hatten, weiter zu verarbeiten. Er hat JYuffofung von der Entstehung der cinesishen Gebirge vor der versammlung der Deutschen Geologishen Gesells<haft vor

5 er vorgetragen. diesen Teil seiner wissenshaftlihen Arbeiten ite dafür im zweiten Teile seines Vortrags die der jüngsten Formationen Chinas mit Bezi g zur Menschengeshichte. In großen iner Ausführungen etwa folgender: Schon daß der Löß in China in einer t sei, der eine feu<hte Periode angen und eine ebensolche gefolgt sei, eriode selbst der Gelbe Fluß und die kleinen “bene versiegten, ohne das Meer zu er- 5 zu Unrecht bestrittene und durch eine erseßte Grundgedanke erwies sih bei ge-

Verhältnisse als durchaus richtig und lic |

Demnach ist mit großer Wahrscheinlich- eder Vereisungszeit innerhalb des Eiszeits- Steppenperiode entspra<, deren Tro>enheit bene, sondern in no< höherem Grade die

ften Turkestans und Kansus unbewohnbar tord- und Mittelchinas teils auf kleine istnismäßig regenreicheren Gebirge, teils am Stillen Ozean zusammendrängte. Mit isungszeit wurde das Klima feuhter. Die

bisher bewohnbaren Oasen im Versikerungsgebiet der Flüsse wurden nun üterswemmt. Schließlich aber fanden die entstchenden Seen cir Abfluß zum Meere, und das Wasser schnitt si< hier all- mähli<h so tief ein? daß jene Seen vers<hwanden und daß sogar der Grundwasserspiegel in der Nähe der Flüsse immer tiefer sank. Daher entsteht leiht d Eindru>, daß das Klima seit der Eiszeit trockener g: 1, während in Wirklichkeit nur in einem an si< feuchten Klima Grundwasser s{werer verwert- eworden ist. Die chinesishe Sage bewahrt diese Vorgänge

in der Erzählung von der großen Flut zur - Zeit des Kaisers

ao, die dur< Kanalgrabungen des Kaisers endlich abgeleitet

worden sei. Éin zweites Ereignis, das China seit dem Ende der

zeit betroffen hat, ist das Ansteigen des M

er Eis:eit troffen gelegene Boden des Gelben Meeres überflutet wurde, so daß die Küste bei Paotingfu nahe an das Gebirge heran- aetreten sein muß, mährend das Tal des Yangtse damals bis gegen Hankou hinauf in einen Meeresarm verwandelt wurde, den dann erst der Vangtseschli> ausgefüllt hat. Der Vortràgende seßte das Ansteigen des Meeres, seinen Ursachen wie seinem Zeitpunkt nach, mit der Litontasenkung der deutschen Küsten glei<h und gewann damit ein Zeitmaß von großer Wahrscheinlichkeit, so daß die Schli>kbildung seit diesem Vorgange etwa auf aht Jahrtausende zu veranschlagen sein würde. Das gibt eiften neuen geologischen Anhalt zur Beurteilung der lerühmten Neichsgeoaravhie der Bükung, deren Ursprung in das dritte Jahrtausend vor Christus geseßt wird, also spätestens in die Mitte des genannten Zeitraums. Der Vortragende deutete die An- gaben dieses Bucbes, in einigen Punkten von Richthofen abweichend, dahin, daß die Meeresbuchten von Paotingfu und vom unteren Nanatse die Grenzen gebildet hatten, innerhalb deren si die ältesten Chinesen vom Westen her in die Ebene ausbreiteten. Er ging dann auf die Fraane der Herkunft der c<inesishen Nasse ein, für die das Tal des Wei-Flusses übereinstimmend mit der <inesishen Ueber: lieferung au qgeoloais< am mwahrscheinlibsten 1st. Von hier wanderten die Urchinesen einerseits na< Turkestan, andererseits na der Großen Gbene. Hier mischten sie si< mit Küstenvölkern eines vermutli<h totemistis<hen Kulturkreises. Später drängten Altaivölker sich von Westen her in das Weti-Tal ein, nahdem aber vielleiht {hon vorher eine Berührung zwischen den Chinesen und den inzwischen na<h Turkestan eingewanderten indogerman1schen Tocharen eingetreten sein mag. Erst nachdem die Anshwemmungen des Gelben

| der Bücherei des Kunstgewerbemus]eums, Prinz- Versuchte der Vortragende |

leeres, wodur der in”

Flusses einen großen Umfang im Osten von Paotingfu angenommen Pte dürfte E wirksame Verbindung der Chinesen mit den am Nordrande der Großen (bene um Peking und ostlih davon wohnenden tungusishen Völkern eingetreilen sein, und die damit ver- bundene Steppenperiode, die die Menschen auf enge, tjctarfige Sbs biete zusammengedrängt hat, erscheint beim Weiterdenken dieser Auf- fassung als die Erzeugerin der scharf gepragten _Menschenxassen, die wir am Anfang der Geschichte sinden und allmählich so stark dur Mischungen beeinflußt sehen, daß die Vóölkerkupde in:mer wieder ratlos vor dem Rassenproblem steht, das do<h das A und O ihrer Weisheit bleiben Tut In China hat sih troß starker Mischungen ein cinheitlicher Volkscharafter in „besonders hohem Maße durchaesekt. Das ist das Verdienst der Konfuzianischen Lehre, die mit Unrect von Europäern als ein veraltetes Erziehungsmittel hingestellt wird. Sie hat China hinesis< erhalten. Wenn sie wirkli jekt angelsächsishen Gedanken weichen sollte, so wird das fein Erwagen Chinas sein, sondern ein gefährliches Fieber, aus dem China nur genesen fann, wenn es die sremden Einflüsse langsam, aber sicher zur Seite iebt, wie es das schon so oft getan haf, um nur das von ihnen aufzunehmen, was si<_mit_ dem cinesishen Grund- wesen, das fkonfuzianis ist, verträgt. Ver stellvertretende Vorsißende Professor O. Baschin hob hervor, daß neuerdings wieder Ver- Finden en der Gesellshaft mit der amerikanischen, der schottischen Gesellschaft für Geographie in Edinburg und mit der ältesten erdkundlihen Gesellschaft, der Société de Géographiein Paris (bestehend seit 1821) angeknüpft worden sind, und zwar au< mit der ariser Gesellshaft auf deren eigene

Anregung. Das läßt für die Zukunft Erfreuliches erhoffen.

.

Das Kunstgewerbemuseum veranstaltet im ersten Winker- quartal (Oktober bis Dezember) in feinem Hörfaal, Prinz-Albre<t- Straße 7 a, Hof, folgende Vortragsreihen: 1. Professor Dr. Osfar Fischel : Stil im Bühnenbild, acht Vorträge, an Dienstagabenden 8$—9 Uhr, Beginn Dienstag, den 19. Oktober ; 2. Dr. Ernst Kühnel : I slamische Ornamentifk, se<s Vorträge, an Freitagabenden 8—9 Uhr, Beginn Freitag, den 22. Oftober. Die Vorträge werden dur Licht- bilder erläutert; der Zutritt ift unentgeltlich. Programme find_in

s Albre<t-Straße 7 a,

wochentäglih von 10 Uhr früh bis 9 Uhr Abends zu haben.

Literatur.

eutsGen Reihskleinodien. Beschrieben von loser. Wien, A. Scholl u. Co. Es ist freudig zu be-

qrüßen, von diesem wundervollen Schaß frühmittelalterlider

| Kunst, der bis jetzt in dem großen Tafelwerk desselben Verfassers nur

wer dem Studium zugänglich war, auch eine wohlfeile und hand- liche Ausgabe in gekürzter Form in sehr guter Ausführung erschienen ist. Die einzelnen Stücke sind in scharfen NReproduktionen in den Text eingefügt, der dem Wortlaut der großen Ausgabe im ganzen folgt. Da auf den großen wissenshaftlihen Apparat verzichtet ist, wird sich das Büchlein sicher bald auch in den breiten Schichten des deutshen Volkes und in der Schule größter Beliebtheit erfreuen.

E ritt

Das Novemberheft der von Richard Fleisher herausgegebenen „Deutschen Nevue“ hat folgenden Inhalt: Geheimrat Pro- fessor Dr. Wilhelm Roux (Halle a. S.): Ueber Professor Steinahs fünstliße Verjüngung. Erinnerungen_ von Ernst Freiherrn von Plener (Schluß). Dr. Max von Szecepanski, Oberstleutnant a. D.: Hans Delbrü> und Karl von Claufewiß. Aus den Denk- würdigkeiten des bessishen Ministers Freiherrn du Bos du Thil. Herau8gegeben von Professor H. Ulmann (Fortsezung). Albert Freiherr von Margutti, Feldmarschalleutnant a. D.: Die Kaiser Franz Joseph I. und Wilhelm II. Persönliche Erinnerungen. G. Klehmet: Zum Novembersturm von 1908. Dr. Alfred Hillebrandt, Deutsch Lissa bei Breslau: Indiens Lehren für „Kultur- volitiker“. Freiherr von Griesinger, Gesandter z. D.: Die kritischen Tage in Serbien. Erinnerungen. Dr. Buttersa>, Generalober- arzt: Menschen, Völker, Welten. Versuch einer Erweiterung des biologishen Denkens. E. K.: Das Schlagwort vom Staats- bankerott. Literarishe Berichte. Cingesandte Neuigkeiten des Büchermarktes.

Verkehrswesen.

Bei den deuts<en Grenzausgangs8postanstaklten kommen fortgeseßt zahlreiche eingeshriebene Briefsendungen (meistens Bücher- und Mustersendungen) von großem Umfang und Gewicht aus Deutshland nah überseeischen Ländern vor, deren Verva>kung dem Gewicht der Sendungen und der weiten Beförderungsstre n i<t entspriht. Das zur Verpa>ung be- nußte Papier ist niht fest genug; zur Vers{nürung wird meistens Papierbindfaden benust, der feiner geringen Haltbar- feit wegen für den Ueberseeverkehr ganz ungeeignet ift. Infolgedessen erleiden die Sendungen während der Beförderung Beschädigungen und zuweilen auch Verluste am Inhalt, .wie aus Mitteilungen von fremden Postverwaltungen hervorgeht. Den Versendern wird daher dringend empfohlen, sol<he Sendungen besonders gut zu verpa>ken und mit haltbarem Bindfaden zu verschnüren.

Nr. 11 des „Neichsverkehrsblatts“, berausgegeben im Neichéverfehrêmiriisterium, vom 5. Oktober 1920 enthält einen Erlaß des Neichsverkehrsministers vom 29. September 1920, betreffend Aus- ¡ührung der Verordnungen zum Betriebsrätegeseß.

l

Theater und Musik.

Im Overnhau se geht morgen, Freitag, „Götterdämmerung“, mit den Damen Wildbrunn, He>mann-Bettendorf, Arndt-ODber, Hansa, Jülich - de Vozt, als Gast, Man>e, Jaeger - Weigert, von Scheele-Müller, Marherr-Wagner und den Herren Kraus, Helgers, Zador und Habich besetzt, in Szene. Musikalischer Leiter ist der Generalmusikdirektor Lo Ble. Anfang 4F Uhr.

Im Schauspielhause wird morgen „Fuhrmann Henschel“ mit Eduard von* Winterstein in der Titelrolle und Margarete Neff als Hanne Schäl wiederholt. Anfang 7 Uhr.

Mannigfaltiges.

Mit der Wirkung des Geseßes Groß Berlin werden der Wobhlfahrtspflege neue und erweiterte Aufgaben erwachsen. Um dem starken Bedürfnis nah Beamten und Ehrenbeamten, die über soziale Kenntnisse verfügen, zu genügen, baben einige führende Wobhlfahrts- organisationen, in Verbindung mit den städtischen Behörden, Le b r - gange in der Wohlfahrtspflege eingerichtet. Die Vor- lesungen werden am 25. Oktober in der Alten Bauakademie, W. 96, Scbin>kelplay 6, beginnen. Lehrprogramme und Hörerkarten sind durch die Geschäftsstelle, Flottwellstraße 4 I (Telephon : Kurfürst 9838, Sprechstunde von 2—3 Uhr täglich), zu beziehen.

_Die „Libert 6" benußt das shwere Eisenbahnunglü> bei Houilles, um an der Qualität der seinerzeit von Deutsc- landan Frankreichabgelieferten Waggons Kritik zu üben, da die Züge, die bei Houilles zusammengestoßen sind, zum großen Teil aus deutihen Waggons bestanden. Die Waggons seien alt und föunten meistens nit auêgebessert werden. C8 scheine, daß die böse Seele ihres Landes noch in ihnen verblieben sei und si nun an Frankreich rächen wolle. In solcher Form eine Verbindung zwischen dem Cisenbahn- unglü> von Houislles und den von Deutschland abgelieferten Waggons herzustellen, gehört zu fenen grotesfen Hetereien, in denen si die iranzösishe Presse heute no< gefällt. Tatsächlich sind die Waggons,

| die Deutschland an Frankrei abgeliefert hat, die besten gewesen, die

Deutschland zur Verfügung hatte. Die französische Kontrollfommission

hätte s{<le<te Wagen wohl auch kaum genommen. (W. T. B.) Einen Schweizer Dibterabend veranstaltet am Sonun-

abend, den 16. d. M, Else Flatau- Zürich Abends 7$ Uhr im

Bechsteinsaal.

Die Vertreter ter Hauptleitungen des Deutschen Schul- vereins Wien und des Vereins für das Deutschtum im Ausland haben bei Verhandlungen in München folgenden Bes <luß gefaßt: „Die beiden Verbände erstreben grund- ählih ihre Verschmelzung, die möglihst bes{leunigt werden soll. Bis zur Durchführung derselben schließt si der Deutsche Schulverein Wien dem Verein für das Deuishium im Aus land an. Für die Uebergangs3zeit wird ein gemein]jamer Aus- \<uß eingeseßt.“ Dazu bemerkt die Leitung des Vereins für das Deutshtum im Ausland: Der Zusammens{luß der beiden seit 10 Jahren wirkenden Verbände, der Wiener Schulverein mit rund 100 000 und der V. D. A. mit 70 000 Mitgliedern, stellt die dringend notwendige Vereinheitli<hung der Fürforgearbeit für die deutschen Zchulen und anderen fulturellen Einrichtungen im Grenze und Augs:

lande in Aussicht.

Hamburg, 13. Oktober. (W. T. B.) Der bereits gemeldete Brand auf dem Dampfer „Victoria Luise“ entstand wahrsceinlih dur< Selbstentzündung in den früheren K ü h1- räumen. Es gelang der Feuerwehr, den Brand auf seinen ur- sprünglichen Herd zu beschränken. Der Dampfer gehört zu denjenigen Schiffen, die nicht abgeliefert zu werden brauchen, sondern der Hapag verbleiben; er war während des Krieges als Hilfskreuzer in Dienst gestellt.

London, 14. Oktober. (W. T. B.) „Duödlin amtli<: In einem Hause in Tinbern (Grafschaft Werkord) er eignete si cine heftige Explosion, die das Haus vollständi zerstörte. Dabei wurden 7 Männer getötet und d verwundet, die in Gewahrsam genommen wurden. Zwei andere werden vermißt. Vermutlih waren die Männer mit der Herstellung von

Bomben beschäftigt. Paris, 13. Oktober. (W. T. B.) Wie das „Echo de Paris"

mitteilt, wurden gestern am Lyoner Bahnhof zwei Russen ver-

haftet, die 72 Millionen inIndustriewerten mit si führten.

„Dublin Castle” meldet

Malms, 13. Oktober. (W. T. B.) Mit einem Sonderzug fam beute früh ein Transport von 514 L und 522 österreichischen Kriegsfkfindern aus Mittel- \hweden sowie etwa 90 Kindern aus der Provinz Blekinge hier an. Heute abend wurde die Fahrt nah Trelle- borg fortgeseßt, Die Kinder sahen fris<h und gesund aus und be- fanden sih in bester Stimmung.

Aeronautishes Observatorium, Lindenberg, Kr. Beeskow. 12. Oktober 1920. Drachenaufstieg von 54 a bis 97 a.

Nelative Wind

Feuchtig- i; ; i; Geschwind, oben unten feit | Richtung Es

Seehöhe| Luftdru> Temperatur C0

m mm j

122 T L 800 700 970 686 1570 638 1800 620 2330 980 2500 570 3690 490 4800 475

D

O > Go NnO=ANIMINOON

-

Heiter. Dunst. Sicht 5 kn

13, Oktober 1920. Dracbenaufstieg von 5} a bis 7$ a.

Nelative Wind

Seehöhe | Luftdru>| Temperatur C | Feuchtig- Ges<wind, keit | Richtung| Sekund.- A Meter

oben unten /

4 S G5 93 32 E

In mm

122 | 755,9 | 300 | E

1620 4,680. 4-9

2700 | 5602. |: 90 12

Heiter. Nebel. Sicht 5 km.

——

(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

1

12 SzW SzW

5 6 7 6

Theater.

Opernhaus. (Unter den Linden.) Freitag: 177. Dauer- bezugsvorstellung. Der Ning des Nibelungen, 3. Tag: Götter- dämmerung. Anfang 4$ Uhr.

Sonnabend: Martha. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. (Am Gendarmenmarkt.) Freitag : 182. Dauer- bezugsvorstellung. Fuhrmann Henschel. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Die Räuber. Anfang 64 Uhr.

Familiennachrichten.

Gestorben: Hr. Geheimer Hofrat, Professor Dr. Heinrich von Köstlin (Stuttgart). Hr. Oberbergrat, Major d. Nef. Carl Giani (Aachen). Hr. Direktor der Kohlenbande!sgesell- haft Mark Hermann Germe> (Hagen i. W.). Fr. Mathilde Freifrau von Hirsh (Schloß Pianegg bei München).

Veranhwortliber Scriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Charlottenburg.

Verantwortli für den Anzeigenteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle, F. V.: Recbnungsórat Meyer in Berlin.

Verlag der Geschäftsstelle (J. V.: Mever) in Berlin. Dru>k der Norddeutsden Bucbdruckerei und Verlagsanstalt, Berlin, Wilhelmstraße 32.

Vier Beilagen (ein tliefil! 4% Bötsenke!l30e)

und Erste, Zweite und Dritte Zentral-Handelsregister-Beilage.

Nr. 233.

Nichtamtliches.

(Forisezung aus dem Hauptblatt.) Handel und Getverbe.

Die Elektrolytkupfer-Notierun ini für deutshe Elektrolytkupfernotiz stellte si A i Oele Tant Berliner Meldung des „W. T. B.“ auf 2629 4 für 100 ks.

Das Rheinis <-Westfälishe Kohlensyndikat in Essen beruft auf den 20. Oftober eine Mitgliederversammlung ein. Auf der Tagesordnung steht 1. Ausgleichskasse, 2. Geschäftliches.

Gra T E

BVagengestellung für Koble,

am 12. Oktober 1920

Erste Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Berlin, Donnerstag, den 14. Ditober

1920

Koks und Briketts | 323,00 G,

Nußhrrevter

Anzabl der Wagen

Beet > «> 20 709

Nicht gestellt . .

Beladen zurü>- Gcdebt « < 20 073

| Oberschlesishes Revier

6 727 1 626 6 514.

,

Berichte von auswärtigen Wertpapiermärkten. Tant Ur Ld Me, 13, Oftober.

648,00, Staatsbahn 233,00, Hawburg

deutscher Lloyd 180,20, Berliner HandelsgesellsGaft 223,75, Darm- itädter Bank 160,50, Deutsche Bank 312,75, 925,79, Dreédner Bank 198,90, Nationalbank für Deutschland 170,00, Oesterreichische Kredit 88,50, Allgemeine Elektr. - Gesell|haft 302,00, Badische Anilin 497,00, Bergmann Elektr. 254,00, Bochumec Guß- Chem. Griesheim Elektr. (

stahl 596,50,

_

Deutsch-Luxeinb. Bergw. —,—, Felten u. Guilleaume 473,00, Gelsen- firhener Bergw. 384,00, Harpener Bergbau 394,00, Höchster Farb- werte 399,00, Laurahütte 439,00, Mannesmannröhren 509,00, Ober- lel. / Oberschles. Eisenindustrie 307,00, Phsnir 616,50, Rütgerwecte 390,00, Schukert 259,75, Deutsche Gold- u. Silbersch. Kaliwerke Westeregeln | bar, besonders in

\{les. Eisenbahn - Bed. 300,00,

u. Halske 324,50, Lahmeyer 219,50, 690,00, Zelist.. 518,79, 999,00, Fuchs Waggonfabrik 512,25, Verein deuts<er Oelfabriken 359,50,

1. Untersuchungssachen.

0,00, Holzverkohlung Konstanz 438,00, 997,00, Zellstoff Waldhof 466,50, Adlerwerke 320,00, Aschaffenburger Gebr, Junghaus 260,00, Mitteld. Gummi (Peter) Pokorny u. Wittekind 300,00,

Voigt u. Häffner 384,90,

(W. T. B.) Stantung 290,00 bez.

Paketfahrt 184,50, Nord- e

Dig i ( Disconto Kommandit 610,00 G.,

343,50, Daimler 250,00,

Siemens | ver] einigen

2. Aufgebote, Berlust- u. Fundsachen, Zustellungen u. derg!. 3. Vertäufe, Vervachtungen, Verdingungen 2c.

4. Verlosung 2c. von Wertpapieren.

5. Kommanditgesellshasten auf Aktien u. Aktiengesellschaften.

1) Üntersuhungs3- fachen.

[72126] Stebrief.

Gegen den unten Beschriebenen, welcher tüchtig ist, ist die Untersuhungshaft wegen Sittlichkeitéverbrehens, begangen inKunzen- dorf, Kr. Neurode, am 17. Juni 1920, verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das nächste Gerichts- gefängnis abzuliefern sowie zu den hiesigen Akten 2 I. 1258/20 sofort Mitteilung zu machen.

Perfonbeschreibung: Alfred Ninke, Ver- fcerung8agent aus Kunzendorf, Kr. Neu- rode, geb. 3. März 1901 in Hausdorf, Kx. Neurode. Letter Aufenthalt Kunzen- docf, Kr. Neurode.

Glas, den 6. Oktober 1920.

Der Oberstaatsanwalt.

[71798] Die Ste>>briefe gegen 1. Grenadier Ernst Schobel, 6. Komv. Nes.-Inf.-N. 93, vom 15. Mai 1918, 2, Füsilier Kurt Reiter, 12. Komp. Gardegren.-R. 5, vom 11, November 1917, find erledigt. Berlin, den 9. Oktober 1920. Abw.-Stelle des früheren Gerichts des Gardeaufl.-Stabes 2.

[71799]

Die Ste>briefe gegen h 1. Kranfenträger Karl Gehrle, Sanit.- Komy. 267, vom 30. Juni 1918,

9, Grenadier Nobert Hoyoll, 1. Komp.

Gardegren.-R. 9, vom 30. Oftober1918, 3. Kanonier Albert Stern, 6. Garde- feldart.-N., vom 14. Juli 1918, 4. Reservist Leopold Zogbaum,?. Komp. Nes.-Inf.-R. 93, vom 14. Juli 1918, 5. Füsilier Wilhelm Offizier, 11. Komp. 5. Gardereats. z. F-, vom 7. Of- tobec 1918, i: 6. Gefreiten MathiasEllgring, 6.Garde- feldart.-R., vom 22. August 1918, 7. Kanonier Arthur Melzian, 6. Garde- feldart.-R., vom 28. Oftober 1918, 8. Füsilier Leo Sadura, 12. Komp. 5.Garderegts.z.F., vom28.Oktober1918, 9. Grenadier Ernst Haak, 7,Komp. Nef.- Inf.-R. 93, vom 28. Oktober 1918, 10. Füsilier Georg Treib, 11. Komp. 5. Garderegts. z. F., vom 28. Oftober 1918, find erledigt. Berlin, den 9. Oktober 1920. AbwiFlungsstelle des früheren Gerichts des Garde-Aufl.-Stabes 2.

[72128] 4 Der im s6fentlihen Anzeiger vom 19. Dezember 1916 Nr. 53143 gegen Thieos Kurt, erlassene Ste>brief ist er- igt. i; - Abwi>k.-Geriht Düsseldorf.

[72127] / Der im ösbffentlißen Anzeiger vom 15. März 1917 Nr. 70728 gegen Frings, Edmund, erlassene Ste>brief ist erledigt. Abwi>.-Geriht Düsseldorf.

[72134] Verfügung. : Der wider den Theodor Buddemeier, geb. 5. Juli 1878 zu Castrop, Kr. Dort- mund, in Nr. 156 des Jahres 1915 (lfd. Nr. 24 253) erlassene Stebrief vom 3. Juli 1915 wird zurücgenommen. Muünsteri. W., den 28. September 1920. Gericht des Abw.-Amtes früheren VII.A.-K.

[72135] Verfügung.

Der wider den ehem. Erf. - Referv. Joseph Roszak in Nr. 127 des Jahres 1915 (lfd. Nr. 15 716) erlassene Ste@brief bom 29. Mai 1915 wird zurü>genommen.

Münster i.W., den 28. September 1920. Gericht des Abw.-Amtes früherenVILI. A.-K.

[72132] Verfügung.

Die wider den ehem. Gefr. Johann Davidzinski, geb. 26. Januar 1889 zu Schildberg, in Ñ . 90 des Jahres 1915 (lfd. Nr. 4540/2) erlassene Fahnenfluchts- erklärung vom 195. April 1915 wird zurü>- genommen.

Münster i.W., den 28. September 1920. Gericht des Abw.-Amts früheren VIL A.-K.

[72130] Bergung : Der wider den Fähnrich d. R. Nainer Schulz vom Bezirkskommando Coesfeld in Nr. 302 des Oeffentlichen Anzeigers vom 24. Dezember 1903 (lfd. Nr. 72262) vom 21. Dezember 1903 erlassene Ste>- brief wird zurückgenommen. Münster, den 29. September 1920. Gericht des Abwi>klungsamts des {rüheren VIL. Armeeëorps.

[71797] Verfügung.

„Die unter Nr. 199 des Staats- anzeigers vom 23. August 1918 unter Nr. 33 144 ausgeschriebene Fahnenfluchts- Erkl und Beschlagnahme-Verf. wider den Infanteristen Karl Messerle, 2. Nes.- Snf.-Nats. Nr. 1, wird hiermit gem. S 362 M.-St.-G.-D. aufgehoben.“

München, den 23. September 1920. 9bw.-Stelle Gericht d. fr. 1. Division.

9) Aufgebote, Ber-

fabrik Waghäuse

Bank 184,00 G., 186,00 B., 248,00—252,00 bez,

fischerei 424,50—439,00 bez.,

Papierfabrik

275,00 bez., Genußs<. —,— G,.,

Gesamthaltung als ruhig zu bezeichnen. freien Valutahßandel in polnishen Mark ftatt, die auf 200 Kronen stiegen. Gegen Schluß machte sich zusammenhängend mit den bevor- : stehenden Wahlen wieder Realisationsneigung geltend, so daß si< der | Washington 511,00, do. auf Helsingfors 13,75.

Wayß u. Btevtag 215,00, Zuderfabrik Frankenthal 369,00, Zu>er- Heidelberger Cement 254,590, Karlitädter Cement —,—, Lothririger Cement 328,00, 3 9/ Deutsche Reichs- anleihe 64,75, 5% Merikfanishe Silberanleihe 489,00, 5 9% Meri- fanisde Goldbanleibe 680,50, 3 9% Mexikanische Silberanleihe 332,00, 5 9% Tehbuantepec-Anleihe 408,00, 4+4 %% Merikanishe Irrigations- anleihe 414,00, 4 9/ Missouri Pacific Certif. 440,00—450,00. Hamburg, 13, Oktober, (W. T D) Deutsch-Australische Damvfschiff.-Gesellschaft 199,00 G,, Deutsche Dampfschiff. - Gefellshafr Kosmos —,— Deutsche Ostafrifalinie —,— G., 223,00 B., 183,00 bez., Hamburg-Südamerika 245,00 G.,, 250,00 B., deutsher Lloyd 178,75 bis 181,00 bez, O Schantungbahn 642,00 bis 646,00 bez. Brasilianishe Bank 466,00 G., 476,00 B., Commerz- und Privat- 3 Vereinsbank 190,00 G., 191,00 B,, Allg. Elekt. Ges. ult. 300,00—302,00 bez.,, Deuts{-Lurxemburger ult. 369,00—371,00 bez., Phönix ult. 610,00—621,50 bez, Schuert ust. Alsen-Portland-Zement 390,00 G., 400,00 B., Anglo - Continental 314,50—319,00 bez., Asbest Calmon 296,950 bis 999,50 bez., Hemmoor-Zement 319,50—324,00 bez., Curhav. Hochsee- Dynamit Nobel 311,00—314,50 bez., Gerbstoff Renner 460,00 G., 471,50 B., Norddeutsche Jutespinnerei G., 240,00 B., Lederwerke Wiemann 417,00—421,00 bez., Reiher- stieg Schiffswerft 272,90-——283,50 bez., Thörls Oelfabrifen 514,50 G., 540,00 B., Wandsbeker Lederfabrik 402,50 G,, 518,00 B., Wintersche MerktsWe Guano 283,50 bis

374,00,

Vereinigte 326,00 B.,

/ “;

Harburg - Wiener Gummi 386,00—391,00 bez, D. Handels Plantagenges. —,— G., 590,00 B., do. Slomann Salpeter 293,590 G., Jaluit - Gesellschaft

5279,00 B., Deutsch - Uebersee Elek. 1040 bez.,

630,00 B., do. Genußsh. 4275,00 G., Kolmannsfop 370,00 bez., Neuguinea 770,00 G., 790,00 B., Otavi- Minen - Aktien 795,00 G, —— B 690,00 B. Tendenz: Befestigt. Wien, 13. Oktober. einzelne Werte durh lebhaftere Beroegung hervor, namentli<h Süd- bahn-, Staatsbahn- und Alpine-Montanaktien. Hinbli> auf die an die | versammlung geknüpften Denn Zurückha!tu Gebieten d

An der beutigen Bör

machte sich Sntlaftung8bedür

e E R U Rei A T E A E I e C

Öffentlicher Inzeiger.

Anzeigenpreis für den Raum einer 5 gespaltenen Einheitszeile 2 4. Außer: dem wird auf den Anzeigenpreis ein Teuerungszuschlag von 80 v. H. erhoben.

Börfen\{Glußkurse.

G, 393,00 B.

do. Genußsch. 680,00 G.,

Sonst herrschte im bevorstehenden Wahlen ¿ur National-

fnis bemerft-

shweren Shrankenpapieren, do<h war die Große Umsäße fanden im

E R E L R R R A E R R L A

werte. Renten waren gut

Mien, 13. Oktober. bahn 4490,00, Südbahn

Bankverein $58,00, Länd Bank 5510,00, L Rima Muranyer 3700, 201,50 B., | 6900,00, Brüxer Koblen 9 Lloyd- Aktien —,—, Pold Nord- Elbesciffahrt

Marknoten 552,50 G.

Paris, 13. Oktobe 86,7,

Suezkana! 6125, 11,285, Wesel auf Berli Caofo

4450,00 B., Königlich Niederländ. Pet Santa Fs 1097/5, No Is Railway —, Union Pa se traten nur London 25,05, do. auf 9 ng vor. Auf | do. auf Amsterdam 222 Christiania 98,65, do. a1

do. auf Berlin 7 do. auf s<weiz.

(T UCA C R

Prag, 13. Oktober. zentrale: Berlin 120,25 G, Marfnoten 120,25 G, Wien 21,00 G.

86,17, 4 % #Französis<he Anleihe 69,37, 93,70, 4% Spanische äußere Anleihe —,—, 5 % Russen von 1906 41295, 3 % Russen von 1896 —,—, : Rio Tinto 1535,00. Amsterdam, 13. Oktober.

Niederländish-Indische Handel3gesellschaft

Schluß s{wächer gestaltete. Schärfere Einbußen erlitten Petroleum-

behauptet. (W. T. B.) Türkische Lose 2500,00, Staats 1798,00, Desterreichishe Kredit 1040,00,

Ungarische Kredit 1747,00, Anglobank 902,00, Unionbank 874,00,

erbank 1310,00, Oesterreichi - Ungarische

Alpine Montan 5050,00, Prager Eisen 9500,00,

00, Skodawerke 2660,00, Salgokohlen 009,00, Galizia 26200,00, Waffen 3750,00, ibütte 3300,00, Daimker 1305,00, Oester-

reihishe Goldrente 190,00, Oesterreichische Kronenrente 108,00, Februars- rente 108,00, Mairente 108,00, Ungarische Goldrente —,—, i Kronenrente 110,00, Veits<her —,—, Siemens-Shu>ert 1760,00. B i a ; 13. Oktober. zentrale: Berlin 558,99 G., Amsterdam 9900,00 G., Zürich 5250,00 G. Kopenhagen 4500,00 G., Sto@holin 6400,00 G., Chri} ania 4450,00 G.

(Wee D: B) 00 G A der Devisens

(W. T. B.) Notierungen der Devisen«

r. (W. T. B.) 959% Französishe Anleihe

3 9% Franzssishe Rente 4 9% Türken unifiz. 66,50,

r. (W. T. B.) Wechsel auf London n 4,80, Wechsel auf Paris 21,225, Wechsel

auf Schweiz 51,70, Wechsel auf Wien 1,174, Wechsel auf Kopenhagen 49,05, Wechsel auf Stokholm 63,60, Wechsel auf Christiania 44,60, Wechsel auf New York 313,00, Wechsel auf Brüssel 22,35, Wechsel auf Madrid 46,75, Wechsel auf Jtalien 12,75. Staatsanleiße von 1915 844.

3 9% Niederländische x. 3 09/% Niederländ. Staatsanleihe 51!/.. roleum 736,590, Holland-Amerika-Linie 348, ,—, Atchison, Topeka u. land —, Southern Pacific 1274, Southern cific 160, Anaconda 130, United States

Sichtwe<sel auf do. auf Hamburg 11,90,

Steel Corp. 110%, Behauptet. Kopenhagen, 13. Oktober, (W, L B)

tew Vork 721,00,

do. auf Paris 47,50, do. auf Antwerpen 50,25, do. auf Zürich 115,00,

29, do. auf Sto>kholm 141,25, do. auf

1f Helsingfors 20,00.

Stoc>holm, 13, Oktober. (W.T. B.) Sichtwechsel auf London

85, do. auf Paris 33,65, do. auf Brüssel Pläße 81,590, do. auf Amsterdam 1957,75,

auf Kopenhagen 71,50, do. auf Christiania 70,00, do. auf

B S M T E S A I E I E E E

6. Erwerbs- 7. Niederlass1 8. Unfall- un 9. Bankausw 10. Verschieder

und Wirtschaftsgenossenschaften.

ing 2c. von Rechtsanwälten.

d Invaliditäts- 2c. Versicherung.

eise.

1e Bekanntmachungen. 11. Privatanzeigen.

in Frankfurt a. M., hat das Aufgebot der Mäntel folgender angeblîi<h verbrannter oder fonst in Verlust geratener Pfand- briefe b«antragt: Pfandbriefe der ¿Frank- furter Hyvothekenbank Serie 18 Lit. N Nr. 137 849, 137 850, 137 851, 137 852, 137 853 sowie Serie 18 Lit. N Nr. 138 829 über je 2000 Æ, verzinslih zu 4%. Die E und Erneuerungsscheine ind im Besige der Antragstellerin. 18 F 72/20. Die Witwe Margaretha Ni>kel in Neu- hof, vertreten dur< Rechtsanwalt Dr. jur. et phil. Michelsohn in Nürnberg, hat das Aufgebot der 4 °%igen Pfandbriefe des E Hypothefken-Kredit-Vereins zu Frankfurt a. M. Serie 43 Lit. N Nr. 7202 über 200 .#, Serie 46 Lit. N Nr. 19315 über 200 4 beantragt. 18 F 49/20. Die Köchin Charlotte Koehl zu Straß- burg i. Els, Hagenauer Straße 8, vertreten dur< Nechtsanwälte Dr. Neumann und Dr. Friedleben in Frankfurt a. M., hat das Aufgebot der 4 °/oigen Pfandbriefe der Frankfurter Hypothekenbank zu Frankfurt a. M. Serie 17 Lit. P Nr. 165 133 über 500 4, Serie 17 Lit. P Nr. 165 134 über 500 4 beantragt. 18 F 58/20. Die Inhaber der Urkunden werden auf- gefordert, spätestens in dem auf den 27, Mai 1921, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gericht, Gerichts- straße 2, Neubau, Zimmer 21, anbe- raumten Aufgebotstermine ihre Nechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Frankfurt a. M., den 5. Oktober 1920. Das Amtsgericht. Abteilung 18.

[72118] Zahlungssperre.

Auf Antrag des Johann Lengert in Landsweiler, vertreten dur< Gebr. Nöch- ling Bank Zweiganstalt Neunkirchen, Saar, wird der Preußischen Staats- \{huldenverwaltung in Berlin betreffs der angebli< abhanden gekommenen Schuld- verschreibung der 4 prozentigen preußischen ) konsolidierten Staatsanleihe von 1908| Lit. B Nr. 627134 über 2000 Æ/| verboten, an einen anderen Inhaber als den oben genannten Antragsteller eine Leistung zu bewirken, in8besondere neue Zinsscheine oder einen Erneuerungsschein auszugeben.

Berlin, den 12. Oktober 1920. Amtsgericht Berlin-Mitte. Abteilung 84.

[72119] Bekanntmachung.

sust-und Fundsachen, Zustellungen u. dergl.

71348] Aufgebot. i l Die Frau Anna Pangraÿ Witwe zu Mainz, Walpodenstraße 14, vertreten

| fahren

Die auf dem Postamt SW. 43 verloren gegangenen Policen gegen bedingte Ge- Nr. 10951/60n, 71 951/60 dg, 10952/60e, 10951/52ef, 10 954/60 ef, 05 477/80 g, 55 476/80 de, und die Policen gegen alle Gefahren Nr. 99 891/910 g, 217 285/296 g, 340 771/780 g, 548343/348 g,

Schaden, der auf Grund dieser Policen

etwa beantragt wird. Curopäishe Güter- u. Reisegepäd>- Versicherungs - Aftiengesellshaft, Berlin, Wilhelmstr. 35.

Nufruf.

Der Depotschein vom 19. August 1914 über Hinterlegung des Ver- sicherungssheins A 68280, aus- gestellt von uns auf das Leben des Ingenieurs Ernst Friedri<h August JFahn in Arnswalde, soll abhanden gekommen fein. Wer sih im Besitze der Urkunde befindet oder Rechte an der Versiherung nachweisen ftann, wird Aa ciórterk sich binnen zwei Monaten vom Erscheinen dieses Aufrufs an bei uns zu melden, andernfalls der Depoischein für kraftlos erklärt werden wird.

Berlin, den 9. Oktober 1920. Berlinische Lebens - Bersicherungs8- Gesellschaft.

[72042]

[71359]

Die von uns ausgefertigten Dokumente :

A) die Versicherungsscheine: Nr. 213 389, vom 3. März 1909, lautend auf das Leben des Herrn Heinrih Schmitt, Buchhalter in Essen a. Nuhr, jeßt verschollen, Nr. 275 969, vom 21. November 1912, lautend auf das Leben des Herrn Kurt Hermann Funghans, Nestaurateur in Gelsenkirden, zuleßt in Bad Lausi, B) die Pfand)cheine: vom 2. April 1914 über den Versicherungsschein Ne. 103 111, lautend auf das Wban des Herrn Paul

1895, lautend auf das Leben des Herrn Johann Kassing, Lehrer in Dziengellen (Ostpreußen), Nr. 149 411, vorm 21. April 1904, lautend auf das Leben des Herrn Hermann Otto Franz Hartrath, Post- assistent in Czersk (Westpreußen), jet Oberpostassistent a. D. in Düsseldorf, als au< die Versicherungs|cheine auf den Lebensfall Nr. 21 218 vom 27. Juni 1904, lautend auf Friedri<h Ernst Anforg, Nr. 23464 vom 26. September 1908, sautend auf Johann Ernst Ausorg, Ver- sicherungsnehmer: Herr Georg Friedrich Ansorg, Steuerkontrolleur in Altenburg S.-A., jeßt Steuerrendant ebendaselbst, find uns als abhanden gekommen angezeigt worden. Gemäß $8 19 unserer Allgemeinen Versicherungsbedingungen und $ 18 unserer Bedingungen für Versicherungen auf den Lebenéfall werden wir für diese Scheine Ersatzurkunden ausstellen, wenn si< inner- halb zweier Monate ein Inhaber dieser Scheine bei uns nicht melden sollte. Leipzig, den 14. Oktober 1920. Leipziger Lebensversicherungs-Gesellschaft auf Gegenseitigkeit (Alte Leipziger). Dr. Walther. Riedel. Ra A 12) QR A U E [71349] Aufgebot. Der Bankier Richard Strobel in Berlin NW. 7, Sommerstraße 6, hat das Auf- gebot der angebli<h verloren gegangenen Kurxscheine 165 bis einschl. 184 der Gewerk- {hast Noland in Hilde8heim beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird auf- gefordert, spätestens in dem auf den 11. Mai 1921, Vorm. 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermine sene Nechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden ers folgen wird. Hildesheim, den 5. Oktober 1920. Das Amt3geriht. <4.

P EL A

Friedrih Wilhelm Hotop, Guts- administrator in Ponarien, jeßt Ober- amtmann in Buylien (Ostpreußen) vom 28. Dezember 1915 über die Versiche- rungssceine Nr. 133 678 und Nr. 115 002, | lautend auf das Leben des Herrn Eduard | August Gottlieb Gottschalk, Militär- | fapellmeister in Wiesbaden, jeßi Dber- | musikmeister in Wittenberg,

sowie die von uns unter der früheren | Firma „Æbensversicherungs-Gesellschast zu Leipzig“ ausgefertigten Versicherungs8scheine : Nr. 58 500, vom 19. Mai 1882, lautend auf das Leben des Herrn Friedrich Julius Meiftener, Bôöttchermeister in Pernau, Nr. 70931, vom 1. Dezember 1886, lautend auf das Leben des Herrn Willibald Spiel- voge!, Ingenieur in Mittel Neuland, jest Fabrikdirektor in Neisse, Nr. 101 977, vom 4. März 1895, lautend auf das Leben des Herrn Paul Ludwig Ertelt, Kaufmann in Thorn, jeßt Graudenz, Nr. 118 890, vom 1. November 1898, lautend auf das Leben des Herrn Paul Ludwig Ertelt, Kaufmann

831 515/516g werden hiermit für ungültig

dur<h Rechtsanwalt Dr. Carl Friedleben

erklärt. Die Gesellschaft haftet für keinen

in Graudenz, Nr. 103 $07, vom 1. August

[72039]

Das Amttgeri&t Niddagsbhausen Yat beute folgendes Aufgebot erlassen: Der Tiscbler David VBiethan in Kl. Stö>kheim hat da83 Aufzedot des verloren gegangenen Hyvotbekenbriefes vom 21. Oktober 1914 über die im Grundbuche von Kl. Stö heim nd 11 Blatt 114 Seite 203

| unter Nr. 4 in Abt. IIT eingetragene

Darlebn8forderung in Höhe von 676,04 .4, mit ò vom Hundert jährlih vom 1. Ok- tober 1914 ab verzinslih, für den Kauf» mann Ioachim Peemöller in Hildesheim, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, |pätestens in dem auf den 26. Mai 1921, Vormittags 9 Uhr, vor dem Amtsgeriht Niddags- hausen, Zimmer Nr. 6, anberaumten Auf= gebotstermin feine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Braunschweig, den 6. Oktober 1920,

Der Gerichtsschrciber des Amtsgerichts Riddvagshausen,