1892 / 13 p. 16 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Sti tellen Nahhforshungen an und erstatten die Telegramm- gebühren in begründeten Beschwerdefällen. L Verzeichniß.

Die Weigerung betreffs der Nachforschungen und y Ov bren erstre>t si auf

Staaten. |

alle Orte. ì alle Orte, ausgenommen die Kabelgesellschafts-An- stalten Buenaventura, Colon und Panama.

Bolivien . Columbien ..

Costa Rica . . | alle Orte.

Ecuador . .. | alle Orte, ausgenommen Guayaquil und Santa Elena. Guatemala . . | alle Orte. i | onduras alle Orte. f

exico alle Orte, ausgenommen Coaßacoalcos, Jaltipan, 20 Mexico City, Reyes, Salina Cruz, San Ge- ronimo, Tampico, Vera Cruz und Zarabia. Peru alle A O Callao, Lima, Mollendo und Payta. Venezuela alle Orte, ausgenommen Caracas und La Guayra.

Das Eisenbahn-Betriebsamt Altona macht bekannt, daß Eises halber die hrverbindung zwishen Karolinenkoog und Tönning bis auf Weiteres eingestellt ist.

Bremen, 14. Januar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd- Der Dampfer „Hohenzollern“ ist heute in Bremerhaven, der Schnelldampfer „Trave“ ist gestern Abend in Dover und der Schnelldampfer „Fulda“ heute Vormittag in Genua angekommen. Der Schnelldampfer „Havel“ hat am 13. Januar Nachmittags die Reise von Southampton na< New-York fortgeseßt. Der Post- dampfer „Karlsruhe“ hat am 13. Januar Mittags die Reife von Genua na< Southampton fortgeseßt.

15. Januar. (W. T. B) Der Postdampfer „Gera“, nah dem La Plata bestimmt, hat am 11. Januar Santa Cruz passirt. Der Postdampfer „Ohio“ hat am 14. Januar Nachmittags die Neise von Antwerpen na<h Corunna fortgeseßt.

Bremen, 15. Januar. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Dampfer „Gera“ hat am 12. d. Santa Cruz passirt. Der Dampfer „Ohio“ ist ‘gestern von Antwerpen abgegangen. Der Schnelldampfer „Elbe“ hat gestern die Heimreise von New - York nah der Weser begonnen. Der Ce „Trave“ ist gestern Nachmittag in Nordenham angekommen. Der Dampfer Amerika“ is gestern ‘von Baltimore abgegangen. Der Dampfer „Stuttgart“ ist gestern in D ongkong angetommen. Der: Dampfer „Frankfurt“ L heute Dover passirt.

Hamburg, 15. Januar. (W. T. B.) Hamburg-Ame- rikanische a>etfahrt - Actiengesellshaft. Der Post- S s S * hat, von New-York kommend, heute Mittag

LX1zard pashirt. -

16. Januar. (W. T. B.) -Der Postdampfer „M oravia“ ist, von New-York kommend, gestern Abend auf der Elbe eingetroffen.

London, 15. Januar. (W.- T. B.) Der Uniondampfer Trojan“ ist. heute auf-der Heimreise in Southampton, der Union-

dampfer „Moor “auf der Ausreise in Capetown angekommen.

Theater und Musik.

Berliner Theater.

Gestern Abend trat Frau Sorma zum ersten Mal als Desde- mona auf; das ausverkaufte Haus begleitete diese neue Leistung der geschäßten Künstlerin mit lebhaften Beweisen der Theilnahme. Alles, was lieblih und hold in dieser zarten S E Gestalt ist, brachte Frau Sorma anmuthig zur Entfaltung; i re Liebesbeweise waren von inniger, keuscher btldet durchweht; das jähe Erschre>en bei den unerwarteten Wuthausbrüchen des Mohren alio dem Erzittern eines sheuen Wildes; das thränenschwere Uebermaß des Jammers, dessen Ursprung Desdemona nicht kennt und dessen Ende sie nit absieht, wirkte voll auf die Seelen der Zuschauer und R und gewann den ergreifendsten Ausdru> in dem naiven s{hwermüthigen _Liede von der Weide. Es war eine duftige, voesieumflossene Mädchen-

estalt, die Frau Sorma als Desdemona bot; etwas mehr feurige Liebesgluth, wie sie die Sonne des Südens erzeugt, diefem Bilde der Desdemona eingefügt, hätte die rashblütige Venetianerin, die um des Geliebten willen heimlih dem Vaterhaujse entflicht, noch schärfer etennzeichnet. Das angstvolle Aufschreien ‘des Entseßens, das Cr- häiteete im Tode in der Sterbescene gelang der Künstlerin troß des zarten Organs ret gut. ® Z Í Die übrigen Rollen lagen wie in den früheren Vorstellungen in den Händen bewährter Kräfte. Herr Barnay als Dthello ist wiederholt rühmlih anerkannt worden und 'ebenfo Fräulein Bußte als Emilia: endlich ist au<h der Jago des Herrn Stahl eine längst bekannte tüchtige Leistung. :

Die Darsteller, und S Frau Sorma und Herr Barnay erschienen nah jedem Actsch unter stürmischen Beifallsbezeugungen der Zuschauer wiederholt vor der Gardine.

Lessing-Theater. : 5

„Pelg a", Schauspiel in fünf Acten von Hans von Hopfen, hatte bei seiner gestrigen ersten Aufführung wohl einen Achtungsersolg, und die sih bemerkbar machende S gelangte niht zum Siege.

_ Gleihwohl werden auch diejenigen, welche Beifall spendeten, von dem Fnhalt des Stücks wenig erwärmt worden sein und ih mehr

durh die tehnishe Geschi>lichkeit, die es verstand, von Act zu Act Spannung bervorzurusfen, A gefühlt Haben. Hopfen hat, dem sog. realistischen Geshma> Rechnung

tragend, zu dem {stärksten Mittel gegriffen, um einen dramatischen Conflict herzustellen. Es handelt tuh um die gewaltsame Verführun - einés Batfisches, Helga, der nun nicht die Schuld, wie sophistish behauptet wird, sondern die \hmachvolle Thatsache mit si<h herum- trägt. Das herangewahsene Mädchen entsagt allen Heirathsanträgen bis zu dem Augenbli>, wo sie Nachricht erhält, daß ihr brutaler Verführer U verheirathet hat. “Die Charaktergröße, die man in ihrer eigerung finden könnte, erweist fih indeß nur als eine Furcht vor Verrath, vor dem sie nunmehr sicher zu sein glaubt, wo sie jene Nachricht erhält. Sie heirathet, wird aber alsbald von dem zum Wittwer O Menschen von neuem bedroht; sie fd ibn nieder und enthüllt“ ihrem Manne alles, der ihr \{ließlih alles verzeiht. Daß die Verführung nicht eine Episode, jondern die Grundlage des Dramas bildet, muß, weil sie durch vier Acte hindur den Mittelpunkt der Gedanken bildet, jedes - zartere Empfinden abstoßen; niht minder widerwärtig ist die Bru- talität, die der Verführer an den Ta legt. Dieser sowohl wie die ganze dramatishe Entwi>klung {ind S dem Leben abgelauscht, sondern eine ausgeklügelte Gedankencombi- nation, die fortwährend zum Widerspruch anreizt. Die Nebenepisoden und Nebenpersonen haben umsomehr Natürlichkeit, können aber do < die Grundstimmung des ganzen Dramas nicht Oen Denn immer wieder muß si das Gefühl dagegen auflehnen, daß erhältnisse in aller Breite dramatish entwi>elt werden, von denen man in guter Gesell- {haft kaum im Flüstertone zu reden wagt. Die technische Entwi>klung verräth eine gute Mache. Die Schauspieler thaten ihrè Schuldigkeit; Fräulein Retsenhofer gab die Titelrolle und löste ihre Aufgabe ‘in geschi>ter, lobenswerther Weise; die Damen Marie Mayer "und von Pöllniß wußten zwei ältere Damen gut zu carakterisiren, Herr Molenar gab den betrogenen, Herr Sauer den betrügenden Mann den Intentionen des Dichters angemessen, Herr Schönfeld und Fräulein Groß verstanden, in das Zusammenspiel wirksam ein- zugreifen. N Sing-Akademie.- | Sn dem gestrigen Kammermusik-Abend der Herren Kruse, Markees, Müller und Dechert lernten wir eine interessante Novität, ein Streich-Trio (A-mol1) von g riedri< Koch, kennen. Der Componist (Cellist der Königlichen Kapelle), der si<h bereits Durch cinige größere Orchesterwerke und dur<h mehrere Lieder sehr

vortheilhaft bekannt gemacht hat, läßt au< in diesem Trio Originalität in Erfindung der Motive, fowie eine den klassischen Vorbildern folgende klare und feinsinnige Art der ‘Durchführung er- kennen. Ein überwiegend freundlihes und anmuthiges Wesen geht durch die beiden HauptflPe, deren ‘leßter die Klangfülle cines vollen

Quartetts erreiht. Der ruhige Andantesaß, der durch ein breit angelegtes, fehr melodids Cello-Solo eingeführt wird, ist durhweg "von sehr fesselnder Wirkung, während in

dem kurzen raschen as Charakter sehr gesMidt behandelt wird. Das von den Herren Kruse, Müller und Dechert vortreffli< ausgeführte Trio erfreute ih der ünstigsten Aufnahme von Seiten des zahlreich erschienenen Publikums. Nach diesem Werk folgten drei s{<wedis<e Volkslieder mit Trio- Ae bearbeitet von E. Krause. Frau Professor Shulßen- von Asten, begleitet von ihrer Schwester und den Herren Kruse und Dechert, trug diese kleinen anmuthigen Lieder mit vielem Geschma> vor und wiederholte - auf Wunsch die beiden leßten: ein Hirtenlied und das bekannte „Bin E im Wald“. Den Beschluß des Abends machte Schubert's herrlihes Streichquintett. Die Aus- führung, bei der si<h noch der Cellist Herr N. von Mendelssohn den. vier oben genannten Herren anschloß, war cine in jeder Beziehung lobenswerthe. Der dritte Abend findet am 8. März statt.

Am Montag geht im Königlichen Opernhause Verdi?s Oper „Ein Maskenball“ mit den Damen Hiedler, Staudigl und Herzog, den Herren Rothmühl, Bulß, Krasa, Stammer und Krolop in Scene. Am Dienstag gelangt „Dinorah“ mit Fräulein Dietrich in der Titelpartie neueinstudirt zur. Darstellung. Herr Kapellmeister Kahl leitet die Vorstellung.

Der Spielplan des BLMIDLGE N Schauspielhauses wird von dem „Eingebildeten Kranken“ beherrscht, der stets vor ausver- fauftem Hause gegeben wurde. Auch der Montag gehört mit „Was ihr wollt“ der heitèren Muse. Mittwoch findet eine Wiederholung von „Narziß“ statt. An Lessing's Geburtstag (22.) kommt „Nathan der Weise“ zur Aufführung; am Sonnabend wird „Uriel Acosta“ wiederholt.

Der Spielplan der Königlichen- Oper für die Zeit vom 17.

bis 23. Januar lautet: Sonntag: „Oberon“. Montag: „Ein Maskenball“. Dienstag: Neu einstudirt: „Dinorah“. Mittwoch: „Das goldene Kreuz“, „Cavalleria rusticana“, Donnerstag:

„Othello“. Freitag: „Mignon“. Sonnabend: „Die Afrikanerin“. Für das Königliche Schauspiel: Sonntag: „Uriel Acosta“. Montag: „Was ihr wollt“. Dienstag: „Der zerbrochene Krug“, „Der eingebildete Kranke“. Mittwoch: „Narziß“. Donners- tag: „Der zerbrochene Krug“, „Der eingebildete Kranke“. Freitag: „Nathan der Weise“. Sonnabend: „Uriel Acosta“. _ Trokdem die General-Intendantur der Königlichen Schauspiele seit dem 14. d. M. tägli bekannt ah daß Meldungen um Zu- schauerbillets zum Sub A ni<ht mehr entgegen ge- nommen werden, gehen solhe do< no< immer in großer Zahl ein. Die General-Intendantur macht deshalb nochmals darauf aufmerk- sam, daß alle Meldungen, die na< dem 14. d. M. eingegangen sind, unberüsichtigt bleiben müssen und daß. von den vor diesem Tage cin- gegangenen Gesuchen. nur ein kleiner Theil wird Berücksichtigung finden können. : Im Deutschen Theater finden morgen, am Dienstag, Don- nerstag und Sonnabend Wiederholungen von „College Crampton“ statt. Am Montag geht „Egmont“ und Freitag „Jphigenie auf

Tauris“ als 5. und 6. Vorstellung des I. Goethe-Cyklus in Scene. Für Mittwoch ist „Romeo und Julia“ angeseßt.

Ohnet's Schauspiel „Der Hüttenbesißer“ geht am Berliner Theater morgen in der Abendvorstellung zum fünfzigsten Male in Scene und wird am Montag, Mittwoch und Sonnabend wiederholt. Am Freitag (19. Abonnements - Vorstellung) findet zux Feier von Os Geburtstag eine Aufführung des neueinstudirten und theilweise neu beseßten Lustspiels „Minna von Barnhelm“ statt. Am Dienstag gelangt „Othello“ zur Darstellung. Der Donnerstag bringt auf besonderen Wunsch eine Wiederholung der Werke „Esther“ und „Der Geizige“, Morgen Nachmittag geht das Lustspiel „Nach Madrid“ in Scene.

niorgen, am Dienstag und am Donnerstag wiederholt werden. Der Schwank „Die Großstadtluft“ wird am Montag, Mittwo<h und Freitag zur Ang gelangen, während am Sonnabend eine ries von Ludwig Anzengruber's Volksstü> „Das vierte Gebot“ und „Cavalleria rusticana“ stattfindet.

Im Wallner-Theater sind morgen wiederum Doppel- vorstellungen angeseßt: Nachmittags 4 Uhr gelangt zu ermäßigten Preisen (Parquet 1 4) der Vaufs sche Schwank „Ein toller Cinfall“ zur Aufführung, während Abends 74 Ühr die Nepertoire-Posse „König Krause“ in Scene geht.

Im Belle-Alliance-Theater findet morgen die einzige Sonntagsvorstellung des Anzengruber'shen Volksstü>kes „Der ledige

Hof“ durch die „Münchener“ statt. :

Zu der am 23. Januar bei Kroll stattfindenden leßten Wiederholung des „Märchenbilderbuchs“ von Olga Morgenstern, mit lebenden Bildern von Professor Doepler d. Aelt. ist die Nachfrage 8 Billets eine große; deshalb findet außer bei Naabe u. Plothow, Potsdamerstr. 7 a., und Challier, Leipzi erstr. 56, auch no< im Invalidendank, Markgrafenstr. 51 a., der Billetverkauf statt. Den gesanglichen Theil bei der Aufführung haben au diesmal nam- hafte Künstlerinnen übernommen. Da die Aufführung hauptsächlich für Kinder bestimmt ist, ist der Anfang auf 5 Uhr festgeseßt. Für die am Sonntag in der Sing-Akademie stattfindende zweite populäre Sonntags-Matinée Sigismund Blumner?s hat aufer dem Kaminervirtuosen Herrn Florian Zajic (Violine), dem Concertmeister Herrn Theodor Krelle (Bratsche) und dem Königlichen Kammermusiker Herrn Eugen Sandow (Cello) nun au Herr Pro- fessor Heinr. Barth seine Mitwirkung zugesagt; der Kün tler über- nimmt das zweite Clavier in Mozart’'s D-dur-Sonate E zwei Claviere. Alessandro Costa, ein hier no< nicht bekannter Componist aus Jtalien, giebt Montag in der Sing-Akademie ein Concert mit eigenen CHONbRA in dem das Philharmonische Orchester mitwirkt. j In der 11. Populären Sonntags - Matinée Sigismund Blumner?s am Sonntag wird der Großherzoglich badische Kammer- virtuos Herr Florian Zajic mitwirken. Im nächsten VI. Phil- harmonischen Concert unter Hans von Bülow?s- Leitung, dem ersten Concert des T1. Cyklus, gelangen Beethoven’s Symphonie Nr. 2, D-dur, die „Préludes“ von Liszt und die Ouverture zu Wagners „Fliegendem Holländer“ zur Aufführung; die Solistin des Abends ‘ist Frl. Gabriele Wietrowet, welche Joachim's „Un arishes Violinen- concert“ spielen wird. Der Einzelkarten-Verkauf für dieses Concert beginnt morgen. Das Programm des Concerts, das der Componist Alefsandro Costa am Montag in der Sing-Akademie veranstaltet, enthält aus- \{ließli< Werke des Concertgebers, und zwar ein Quintett für zwei Violinen, zwei Bratschen und Cello, ein Quintett für Klavier, zwei Violinen, Bratsche und Cello, ferner eine Reihe von Liedern ; die vocale Mitwirkung in diesem Concert übernimmt Frau Helene Lieban-Globig, ährend das Streichquartett die Herren Johann Kruse und Genossen und Herr Ernst a (Clavier) den instrumentalen Theil ausführen. Der Componiit und Claviervirtuose Josef Weiß, zur Zeit Professor am Kaiserlichen Conversatorium in St. S wird hier am Dienstag gemeinschaftlih mit der bekannten Sopranistin Fräulein Marie Busjaeger in Bremen ein Concert in der Sing-Akademie veranstalten. Paul Heilbrun, ein junger Pianist, giebt hier am Mittwoch unter Mitwirkung der Sän- erin Fräulein Lydia Müller ein Concert im Saal der „Ge sell- \< 8 der Freunde“, Potsdamerstraße 9. Däs Programm des nächsten 11. Kammermusik-Abends des“ Künstlerpaars Gustav“ und

Ingeborg Erxner und-des Herrn Friß Espenhahn im- Hötel de Rome am “Mittwoch H von Austrümentalwerkeny Robert

ein munteres Motiv vone slavischem-

ImLessing-Theater wird Hans von Hopfen's Schauspiel „Helga“

Nolkmann’'s Trio B-moll op. d, Adagio und Allegro Heinr. Hofmann und Mendelssohn Trio D-moll O Lo HeU or

‘Das älteste active Mitglied der Deutschen Bühne, der Herzog- lide Hof-Balletmeister Richard Fri>e in Dessau, begeht ae 18. Januar sein S Jubiläum als Balletmeister in einem Alter von 73 Jahren. Derselbe trat hon im Jahre 1824 bei ber Balletshule in Leipzig als Eleve ein, wurde 1842 unter Genée

Balletmeister am Danziger Stadt-Theater und {loß 1853 einen

lebenslänglihen Contract mit der Intendanz des Dessauer f Theaters, an welchem er beute no< in Rüstigkeit und Sd O

Manuigfaltiges.

_Aus der lehten Stadtverordneten - Versammlun theilt die „Tägl. Rdsch." Folgendes mit: Es hat sich aus der Mitte der Versammlung eine Deputation gebildet, die darüber - berathen soll, auf welche Weise von der städtischen Verwaltung das Project einer Industrie-Ausstellung in Berlin am besten efördert wird. Die Parkdeputation hatte R in Gemeinschaft mit der Baudeputation einen Plan zur Regulirung des Lützow- plates aufgestellt, den der Magistrat jeßt der Versamm- lung übersandte. Der Magistrat befürwortete die Annahme des Planes, der unseren Lesern bercits bekannt is. Die Vor:

lage wurde angenommen. In Bezug üuf den Neub der Potsdamerbrücke und die Et df be Fahrdammes der Potsdamerstraße vom Potsdamer:

plaß bis zur Lüßowstraße ist der Magistrat der Ansicht der Baudeputation beigetreten und ersucht die Versammlung, von einer Verbreiterung der Potsdamerstraße Abstand zu nehmen. Stadtv Vortmann beantragte cine Resolution dahin, daß die Versammlung die vom Magistrate angeführten Gründe keineswegs als \tichhalti anerkennen könne, daß sie ihren alten Beschluß aufre<t hält und 1G vorbehält, auf thren früheren Antrag zurüczukommen. Die Ver- fammlung giebt zu der Resolution ihre Zustimmung.

Die Subcommission, welche von der gemis<ten Deputation des Magistrats und der Stadtverordneten zur Durchführung der für den Fall einer Theuerung beschlossenen Maßnahmen für die Angelegenheiten der Wärmhallen niedergeseßt.worden ist, hielt 2 mit dem geschäfts- führenden Ausschusse. des Centralvereins für Arbeitsnahweis eine ge- meinschaftlihe Sißung ab, um über die Einrichtung einer dritten Wärmhalke zu berathen. Es wurde bes{lossen, in allernächster Zeit die dritte Wärmehalle in Moabit, Wilsna>kerstraße 63, zu er- richten. Ueber den gegenwärtigen Verkehr in den beiden Wärm- hallen machte der Vorsißende des Centralvereins für Arbeitsnachweis, Magistrats-Assessor Dr. Freund, folgende Mittheilungen: Es ver- kehren in den Wärmhallen täg ih etwa 6000 Personen. Bis jeßt sind ungefähr 53 000 Portionen Suppe, Kaffee, Milch u. \. w. ver- abreiht worden. .

__ Der Magistrat beschloß, wie. wir der „Tägl. Rösch.“ entnehmen, gestern, der Stadtverordneten-Versammlung eine Vorlage zu über- geben, wona<h ein neues Gebäude für das Märkische Pro- vinzial-Museum und für die städtische Bibliothek in dem an der Wallstraße liegenden Köllnischen R errichtet werden foll. Darin sollen außerdem noch andere städtische “Sammlungen ihre Heimstätte- finden, in erster Reihe die Göriß-Lübe>-Stiftung, eine der be- deutendsten Sammlungen von Werken der Literatur und“ Geschichte. | Für dén Neubau soll ein öffentlicher Wettbewerb ausgeschrieben und für den geeignetsten Entwurf ein Preis von 2500 , für ‘die L nächstfolgenden Preise von 1500 und 1000 4 ausgeseßt werden.

__ Der Verein zux Beförderung des Gewerbefleißes.-

feiert sein 71. U a den: 23. d-M., Nachmitta 8

Ï r ar ein Festmahl im „Englischen Haufe, Mohrenstraße 49, ei Huster.

Gollnow, 15. Januar. Seit heute früh steht laut Meldung des „W. T. B.“ im Centrum der Stadt ein großer Häuser- complerx in Flammen.

Kiel, 14. Januar. Der in- Hamburg verstorbene Großkaufmann Wille vermachte, wie der „N. Pr. Z.“ berichtet wird, seiner Vater- stadt Kiel zwei Millionen Marl ¿

De gei 13. Januar. Die Proben hochgespannter elef- trisher Ströme von Lauffen na< Heilbronn und die Ver- suche an den Secundär- und Tertiärtrans\ormatoren fielen, wie der „Frkft. Z.* berichtet wird, befriedigend aus. Am 11. Januar wurde der Strom von 5000 Volt auf 1500 herabtransformirt und gefunden, daß sowohl Kabelneß als Transformatoren ausgezeichnet functioniren. Sobald die Staatscommission die Anlage geprüft und die Ge- nehmigung ertheilt hat, werden die feblig Abonnenten, die fich bis heute angeschlossen haben, Ut und Kraft von Lauffen erhalten.

Neustreliß, 14. Januar. Auf dem Kaninchenberge, einer An- höhe im hinteren Theile des Großherzoglichen Schloßgartens, ist, wie die „Mel. Nachr.“ mittheilen, ein Mausoleum in griechischem Stil errihtet worden, das - die Statuen der Königinnen Luise von Preußen und Friederike von Hannover, bekanntlih Schwestern des Hochseligen Großherzogs Georg, Vaters des regierenden Großherzogs sowie einen Sarkophag der ersteren aufnehmen soll. Früher il jih in dem sogenannten Luisentempel im Schloßgarten eine Na bil- dung des Sarkophages der Verewigten im Charlottenburger Mauso- leum. Diese Nachbildung war aus Gips und wird einer folchen aus Marmor Plaß machen, die EUA Wolff in Rom, ein Neustrelißer und Schüler des Meisters Nauch, angefertigt hat. Das Mausoleum R bis auf die Fenster und die innere Einrichtung im Bau ertig.

Hamburg, 15. Januar. Der holländische Schooner Spero in Deo* is, wie der „Voss. Z.“ telegraphirt wird, bei Cuxhaven vom Eis vollständig durhs<nitten worden und infolge dessen gesunken. Ebendaselbst wurde die englische Schoonerbark

illiam Geake* durhschnitten in den Hafen ges{leppt.

London, 13. Januar. Die in Tooley Street an der Themse gelegene Dampfmühle des Mehlhändlers Seth Taylor wurde, wie die „A. C.“ berichtet, heute Morgen das Opfer einer, so verheerenden Feuersbrunst, wie sie London seit langer Zeit nl e ege hat. Die Arbeiter hatten gegen 6 Uhr gerade ihr Wer egonnen, als sie in einem der Nebenhäuser eine laute Cxplosion vernahmen. Im Nu hatten die Flammen auch das große Gebäude ergriffen, das wie, si<h bald herausstellte, feinem Untergange ges weiht war. 2% bis 30 Dampfssprißen erschienen auf der Brandstätte, ohne R etwas Anderes thun, als ein weiteres Umsich reifen des Feuers verhindern zu können. Der Verlust ist ein 16 r LEAENNen da das achtstô>ige, 120 Be 150 Fuß große Haus über 980 000 Sä>ke Mehl und sehr werthvolle Maschineneinrichtungen ent- hielt. Zum Glü ist fein Verlust von Menschenleben zu beklagen, Ee einige Feuerwehrleute, um sich zu retten, gezwungen waren, aus dem dritten Stockwerk auf die Straße zu springen.

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Jn vergangener Naht erfroren, na welche“ in wurden

Paris, 15. Januar. l i einer Meldung des Bi T. B.“, hier zwei alte Frauen, einer Holzbara>e geschlafen hatten. Zwei weitere Personen auf der Straße erfroren aufgefunden.

Bukarest, 13. Januar. Heute um 2 Uhr 25 Minuten Nach- mittags wurde nah einer Mittheilung der „Voss. Z.“ hier ein ziem? li heftiges Erdbeben verspürt, das vier Secunden dauerte und von wellenförmiger Bewegung war. E

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