1892 / 25 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Deutscher Reichs-Anzeiger

Königlich Preußi

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Ó Der Bezugspreis beträgt vierteljährlih 4 4 50 S Alle Post-Anstalten nehmen Bestellung an; Post-Anstalten auch die Expedition

für Berlin außer den 8$W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Einzelne Nummern

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kosten 25 A. | d 25

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scher Staats-Anzeiger.

Insertionspreis für den Raum einer Druckzeile 30 4. | Junserate nimmt anu:

die Königliche Expedition des Dentshen Reihs-Anzeigers und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers | Berlin $W., Wilhelmstraße Nr. 32. |

Berlin, Freitag, den 29. Januar, Abends.

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1892.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : dem Gymnasial-Director Dr. phil. Broicer M O dem Gymnafsial-Oberlehrer, Professor a ph 5 E ebendaselbst, dem emeritirten farrer Sander Î a, bisher zu Leubingen im Kreise Etartsberga, dem Kreis-

physikus, Stabsarzt a. D. Dr. med. König zu R E

Danzi Negierungs-Baumeister May zu Thorn, dem Kan lRath Ali ch ju Strausberg, A ite Me: Commissarius a. D. Viebig zu Zuiro!c - with, A Ulosectetar Stumpf zu Bitterfeld, e O Schichtmeister alch zu Ensdorf im Kreise N E: em A E nifarius Node zu Magdeburg un R sten Beigeordneten, Rentner Müller zu Wesel den Rothen

7 f i Kl Je; , . E int Qübbecke im Eisenbahn-Regiment

? ¿flichen Berginspector a. D. Draese u Tar-

L dem Gri Immgeführec a: D. Karhausen zu Vardenberg im Landkreise Aachen, dem ordentlichen Lchrer 4D. Karge zu Krossen a. O., bisher am Real-Progymnasium daselb t, dem pensionirten Rector der städtishen höheren Mädchenshule zu Hirschberg i. Schl. Waeldner daselbst und dem städtischen Revierförster a. D. Grandke zu Rathenow den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse, owie / | dem Fahrsteiger a. D. Friedrih Schneider zu Colonie Friedrihsgrube bei Tarnowiß das Allgemeine Ehren- zeihen in Gold zu verleihen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: den nachbenannten Personen die Erlaubniß zur Anlegung i ven ihnen verliehenen nichtpreußischen Junsignien zu ertheilen, und zwar: des Königlich bayerischen Theresien-Ordens: der Gemahlin des Ceremonienmeisters und Kammerherrn von Kogze, Elisabeth, gebornen von Treskow, zu ‘Berlin; j Des Comthurkreuzes des Königlih bayerischen : 9 Militär-Verdienst-Ordens: 9 dem Obersten Haberling, Abtheilungs-Chef im Kriegs- Ministerium; ferner: des Commandeurkreuzes des Königlich rumänischen Ordens „Stern von Rumänien“: dem Oberst-Lieutenant von Stranßt, Commandeur des 1. Hannoverschen Dragoner-Regiments Nr. 9, und Allerhöchstihrem Flügel-Adjutanten, Major von Hülsen; des Offizierkreuzes desselben Ordens: dem Rittmeister Grafen von Brühl, à la suite des Regiments der Gardes du Corps und Adjutanten des Kriegs- Ministers; : des Ritterkreuzes desselben Ordens:

dem E Hellwig vom 1. Hannoverschen Dragoner-Regiment Nr. 9, commandirt zur Dienstleistung beim

Großen Generalstabe, e dem Armee-Musik-IZnspicienten Roßberg und dem Zahlmeister Ningel vom 1. Hannoverschen Dragoner-

Regiment Nr. 9; A Tommandeurkreuzes des Ordens der S Königlich rumänischen Krone: E ajor Kieckebusch, etatsmäßigem Stabsoffizier des 1. E hen Dragoner-Regiments Nr. 9; des Ritterkreuzes desselben Ordens: / dem Second-Lieutenant Wolff von demselben Regiment;

dz nigli änishen goldenen Medaille 2e Kong i Sasse reue Verdienste:

dem Wachtmeister Meyer und

: mpeter Bielefeld, j E deten demselben Regiment; sowie

ónigli mänischen silbernen Medaille e E ala ti treue Verdienste:

dem Vice-Wachtmeister Grunwald und dem Sergeanten Uding, _, Beide von demselben Regiment.

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i Deutsches Rei. Seine Majestät der Kaiser haben Allergnädigst geruht:

„den Eise - Secretären Ferdinand Aurin und . Philipp Dibktna Ou Straßburg i. E. den Charakter ‘als Kanzlei-Rath bezw. Rechnungs-Rath zu verleihen.

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Der Kaiserliche Konsul Sesselberg in Pará (Brasilien) ist gestorben.

Dem Verweser des Kaiserlihen Vice - Konsulats in Tschifu, Dolmetsher Schrameier ist auf Grund des Sl des Geseßes vom 4. Mai 1870 in Verbindung mit Z 85 des Geseßes vom 6. Februar 1875 für den Amtsbezirk des Vice- Konsulats und für die Dauer seiner Geschäftsführung die Ermächtigung ertheilt worden, bürgerlich gültige Eheschließungen von Reichs-Angehörigen und Schuygenosen, mit Einschluß der unter deutschem Schuße lebenden Schweizer, vorzunehmen und die Geburten, Heirathen und Sterbefälle dieser Personen zu beurkunden.

Jn der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und Staats-Anzeigers“ wird eine Bekanntmachung des König- lih preußishen Ministers für Handel und Gewerbe über die Zusammenseßung der in Preußen errichteten Schieds- gerichte für eine Anzahl von Berufsgenossenschaften auf Grund des 8 48 des Unfallversiherungsgeseßes veröffentlicht.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Allerhöchstihren außerordentlihen Gesandten und bevoll: mächtigten Minister am Königlich württembergischen Hofe, bis- herigen Geheimen Legations-Rath Freiherrn von Saurma- Jelt\ch zum Wirklichen Geheimen Rath mit dem Prädicat „Excellenz“ zu ernennen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

zu genehmigen, daß der O N E Jaeckel in Posen als Kammergerichts-Rath an das Kammer- O: verseßt werde; ferner

en Landgerichts-Rath von Wolf hierselbst zum Kammer- gerihts-Rath,

den Staatsanwalt Supper in Hamm und den Land- ae Fabricius in Stettin zu Ober-Ländesgerichts- Räthen in Königsberg i. E : i e Is chochow hierselbst zum Amtsrichter in Alt-Landsberg, : i et Gerichts-Assessor Nadler hierselbst zum Amtsrichter in Nauen, den Gerichts-Assessor Witte in Oschersleben zum Amls-

richter in Heilsberg, A den Gerichts-Ässessor Martinot in Kiel zum Amts- richter in Heiligenhafen,

den Gerichts-Assessor richter in Dinslaken,

den Gerichts-Assessor anwalt in Krefeld und : i:

den Gerichts-Assessor Paxmann n Duisburg zum Staatsanwalt in Essen zu ernennen.

Laußg in Plettenberg zum Amts- Neincke in Cassel zum Staats-

Justiz-Ministerium. Der Gerichts-Assessor Krüll in M.-Gladbach ist zum

Notar für den Bezirk des A its zu Köln, mit Anweisung seines Wohnsitzes in Manderscheid, ernannt worden.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Am Lehrerinnen-Seminar zu Trier ist der Lehrer Schornstein aus BarmenRittershaufen als Hilfslehrer angestellt worden.

Angekommen:

Seine Excellenz der General der Cavallerie Graf von Waldersee, General-Adjutant Seiner Majestät des Kaisers und Königs und commandirender General des IX. Armee- Corps, von Altona.

Nichtamkliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 29. Januar.

Der Bundesrath genehmigte in der gestern unter dem Vorsiß des Vice-Präsidenten des Staats-Ministeriums, Staats- secretärs des Jnnern Dr. von Boetticher abgehaltenen Plenar-

sißung mehrere Ausführungsbestimmungen zu den neuen

Handels- und Zollverträgen, insbesondere die durch dieselben erforderlich gewordene Abänderung des amtlihen Waaren- verzeichnisses, und ertheilte den Geseßentwürfen für Elsaß- Lothringen über die Rechtsverhältnisse der Lehrer, über das Notariat, sowie wegen Ausführung des Reichsgeseßes vom 6. Februar 1875 über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung die Zustimmung. Der Entwurf einer Verordnung über die Klasseneintheilung einzelner Orte wurde dem Ausschuß für Nehnungswesen und dem Ausschuß für das Landheer und die Festungen, die Resolution des Reichstags wegen Herbeiführung einer statistishen Aufnahme über die Lage der arbeitenden S dem Reichskanzler überwiesen. Endlich wurde über die Wiederbesezung einer Mitgliedstelle bei dem Bundesamt für das Heimathwesen Beschluß gefaßt.

Für die Zeit vom 1. April 1891 bis zum Schlusse des Monats Dezember 1891 sind im Deutschen Reih von Ein- nahmen (einschließlich der creditirten Beträge) an Zöllen und gemeinschaftlihen Verbrauchssteuern, sowie von anderen Einnahmen zur N gelangt:

Zóôlle 301 234 256 A6 (+ 5 790 998 a gegen denselben Zeit- raum des Vorjahres), Tabacksteuer 7 875 807 M6 (+ 150 643 A6), Zuckermaterialsteuer 7 230 225 # (— 572150 4), Ver- brauhsabgabe von Zucker 42 673 914 M (+ 2274810 M4), Salzsteuer 33 273 889 M. (+ 732786 6), Maischbottich: und Branntweinmaterialsteuer 8 865 760 M (4 2 993 036 M), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Bag zu der- selben 91288727 M (— 3406935 M), rausteuer 18795 707 M (— 95596 A6), Uebergangsabgabe von Bier 2529038 M. (+ 51751); Gumme 499306779 (+ 8973643 A). : Spielkartenstempel 935 367 M (-+ 19385 A6), Wechselstempelsteuer 6157508 M6 (+ 295175 M), Stempelsteuer für a. Werthpapiere 3409373 A6 (—-784809 A), b. Kauf: und sonstige Anschaffungsgeschäfte 8 535443 1766 645 M6), c. Loose zu Privatlotterien 1311 538 M

+4 929 794 46), Staatslotterien 4 765 806 M (+ 160 114 MÆ). os: und Telegraphen - Verwaltung 176 347 562 7476 050 A6), Reichs-Eisenbahn-Verwaltung 43 778 000 M - (L 1/738 000 d). A

Die zur Neichskasse gelangte Jst - Einnahme ab- züglih der Aus IToerg aen und Verwaltungskosten be- trägt bei den nahbezeichneten Einnahmen bis Ende Dezember - 1891: 2ölle 264 740 828 M (— 2516 791 A), Zabacfsteuer 9 458 A. (+ 342 662 M), Zudermaterialsteuer 12622 518A -

+ 6 124 838 6), Verbrauhsabgabe von Zuder 41 779 148 (+1 720 819 6), Salzsteuer 29799 731 6 (+ 824 146 M)

aischbottih- und Branntweinmaterialsteuer 12 129 863 H 4 1217 755 M), Verbrauchsabgabe von Branntwein und - uschlag zu derselben 78 465928 A (— 121 104 A), Brau- teuer und Uebergangsabgabe von Bier 18120436 M. (— 34602 6), Summe 467 116 886 M (+7557 723 M).

Spielkartenstempel 872938 4 (+ 38920 M).

Mit der spanischen Regierung ist deutscherseits schon . vor einigen Tagen ein Abkommen über den provisorischen Fortbestand derjenigen Bestimmungen des Handels- vertrags getroffen worden, welche sich nit auf die Dae der beiderseitigen Eingangszölle beziehen, und durch welche einzelne Materien von Wichtigkeit, wie die Rechte der beider- seitigen Staatsangehörigen in Bezug auf Handel, Schiffahrt und Gewerbebetrieb, der gegenseitige Muster, Marken- und Patentshuß, die Schiffahrt u. s. w. geregelt sind. Nach dem Abkommen soll der betreffende Theil des Vertrags bis zum 30. Juni fortdauern. - Wie wir erfahren, hat inzwischen eine weitere Verständi- gung zwischen beiden Regierungen auch bezüglich der Ein- gangszöólle und zwar über einen modus vivendi statt- efunden, wonach beide Theile sich bis zum 30. Juni meist- egünstigt behandeln werden, allerdings mit der Maßgabe, daß der Alkohol in Spanien und der Wein in Deutsh- land den autonomen Zollsäßen unterworfen werden. És wird E mit diesen beiden Ausnahmen im wesentlichen die deutsche Einfuhr in Spanien bis zu dem gedahten Ter- min die bisherigen spanischen Eingangszölle, soweit sie auf den bisherigen spanischen Tarifverträgen beruhen, fortgenießen, die spanische Einfuhr in Deutschland dagegen an den hierselbst vom 1. Februar ab bestehenden vertragsmäßigen Zollbefreiungen und Zollermäßigungen theilnehmen.

Nach dem vom Reichstag bei der dritten Lesung angenom- menen Entwurf eines Gesehes, betreffend die Anwendung der vertragsmäßigen Zollsäße auf Getreide, Holz und Wein, llen über die Regierungsvorlage hinaus, welche die Vergünstigung auf das nah amtlicher eststellung am 1. Februar 1892 in den deutschen Freilägern (Freibezirken), öffent-

licheu Zollniederlagen, Privat ägern unter amtlihem: titvershluß,