1892 / 25 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Ist bei einem Waarenkauf e dêr Zahlung des Kauf- preises ein Dreimonatsziel durch Remittirung von Drei- monatswe{seln vereinbart, so hat, nah einem Urtheile des Reichs- gerichts, 1. Civilsenats, vom 12. Dezember 1891, Käufer durch Drei- monatswechsel entweder eigene Accepte oder Accepte dritter Per- sonen zu reguliren. Dagegen ist er nicht berehtigt, dem Verkäufer dessen noch nicht fälliges Accept, welches Käufer sich von einem Dritten hatte giriren lassen, zur Tilgung der Kaufshuld zu überweisen.

Theater und Musik.

Lessing-Theater. a8

Der Erfolg, den der spanishe Dichter José Echegaray gestern mit seinem Lustspiel „Der Unerbittliche“ errang, war ein Wahrzeichen der freundlichen Gesinnung und der Hochshäßung, die man dem vielseitigen Talent dieses spanishen Gelehrten, Schrift- stellers und Dichters entgegenbringt, und galt wohl mehr dem Wirken des Mannes im allgemeinen als seinem neuen Lustspiel im beson- deren. In der Tragödie hat Cchegaray eine bedeutende dramatische Gestaltungskraft bewiefen, die sich ebenso in der Kraft der ee lung wie in der Ursprünglichkeit und Eigenart der Charakterzeihnung äußert und die durch den alles durhdringenden sittlichen Ernst eine echt künstlerishe Weihe erhält. Von jener lebendigen Bewegung, jener schnellen Folge von Geschehnissen is in dem „Unerbittlichen wenig zu finden. Kast möchte man sagen, es trägt sich überhaupt H auf der Bühne zu; denn in den drei Acten erfährt man that- sächlih nur, daß Don Antonio, ein begabter älterer Schriftsteller, ein Stück geschrieben, das ohne Bekanntga e des Namens des Verfassers aufgeführt und von den beiden ihm zunächst stehenden Personen in ganz ent- egengeseßtem Sinne fritisirt wird; während der zukünftige Schwieger- f n das Schauspiel in gewaltigen Dithyramben preist, verurtheilt es der eigene Sohn, der das Stück für ein Machwerk des Pablo, des größten Feindes feines Vaters hält, in maßlosen, vernichtenden Aus- drücken, Die Handlung is fo winzig, daß sie fast unbemerkt bleibt unter der Fülle von klugen Äperçus, wißigen Einfällen und ironishen Seitenhieben auf Dichter und Kritiker, von welchen der Dialog stroßt. Es entsprächhe dem Charakter des Stückes viel mehr, wenn man es eine Plauderei in drei Acten nennte, anstatt es den Lustspielen einzureihen, die ein gewisses, wenn auch bescheidenes Maß von Handlung immer besißen sollten. „Der Uner- bittliche“ ist im Grunde nichts als eine lustige dialogisirte Satire auf die kleinen Schwächen der Dichter und ihrer Kritiker, ein ironisches Spottgedicht, in dem gezeigt wird, wie das Urtheil der Menschen, selbst ohne bôse Absicht, von allerlei Nebendingen beeinflußt wird, so daß fast niemals ein rein objectives Urtheil zu Stande kommt. So zeigt uns der Dichter zwei Kritiker, von denen der eine Alles vom Standpunkte idealerRomantik, der andere vom Gesichtspunkt des krassen aterialismus aus be- trachtet, während bei zwei anderen Leuten von der Feder die persön- lihe Zuneigung und Abneigung unbewußt die Stimmung schafft, die das Urtheil dictirt. Aber die feinen Bemerkungen, alle ete Aussprüche und scharfen Geißelhiebe werden eine lebendige Theilnahme nur bei einem immerhin eng abgegrenzten Theil der Zuhörer finden, nämlich bei den Dichtern und Kritikern von Beruf. Das übrige Publikum wird anfangs neugierig den fröhlichen Plänkeleien des Wibes und Verstandes zuhören, aber da alles auf dieselbe Ton- art abgestimmt ist, wird seine Theilnahme bald ermatten und {win- den; - auch die stetig aufgeworfene Frage eines fröhlichen jungen Mädchens, ob es seinen Enrique heirathen darf oder nicht, wird faum das absterbende Interesse wieder beleben. Der das Lustspiel be- herrshende Verstand und Geist läßt für warme humoristische Em- vfindung kaum ein¡Winkelchen übrig, und so versäumt der Dichter die Wirkung auf das Gemüth, die fast nöthiger ist als [chöne Gedanken,

als idealistisch angehauchter und naturalistischer Recensent, traten in ergößlichen ‘Masken auf und spielten frisch und natürlih. Frau B und Herr Brandt gaben das im Lustspiel

ta Liebeépaar mit munterer Laune. ; h Dem „Ünerbittlichen“ ging Ludwig Fulda?s reizvolles Lustspiel „Unter vier Augen“ voran. Schon im Deutschen Theater fand das Stück seiner Zeit lebhafte Anerkennung, und au o wirkten der warme Hauch des Gemüths, die klare Seele, der feine zierliche Gedankengang erfrishend. Das Ehepaar, das sich seit seiner Hochzeit zum ersten Male ernstlih und vertraulih an seinem ersten großen Hausball unter vier Augen \priht, Dank der Vergeßlichkeit des Dieners, der die Einladungskarten noch in der Tasche hat, und welchs bei dieser Gelegeuheit den Zauber des Hauses entdeckt, wurde von R Groß und Herrn Brandt ungezwungen und mit herzlicher Empfin- ikus Herr Nichard Hagemeister

dung dargestellt. E Sing-Akademie.

Der Königliche Kammermu d Hage! ab gestern sein erstes eigenes Concert, welches er mit einer im Stile

artini’s componirten Violin-Sonate von Rust (1795) eröffnete. Der kräftige Ton und die tadellose Sauberkeit des Spielers traten in der ersten Fuge sehr wirksam hervor, während in der Gigue wie im Finale des Werkes zugleih eine große Zartheit des Vortrags zu er- fennen war, Vorzüge, die in !der Rêverie von Vieurtemps und in Raff’s Tarantella noch besonders zur Geltung kamen. Die Concert- fängerin Fräulein Helene Frank unterstüßte das Concert dur mehrere Lieder von Mendelssohn, Mozart, Brahms, E. E. Tau- bert und Bungert. Von drei Liedern des Concertgebers zeichnete sich das dritte: „An der Strommündung“ am meisten dur Originalität der Erfindung aus. Die Sängerin, bei ter die - leichte Behandlung der Höhe und die Reinheit der Intonation besonders zu loben find, verband diefe Vorzüge zugleich mit einer sehr graciösen Art des Vor- trags. Der Pianist Herr Ludwig Hirschberg (Lehrer an der Königlichen Hochschule) spielte eine kleine elodie von Kiel und die für einen Concertvortrag vorzüglich geeigneten Variationen über den Namen „ABEGG“ von u- mann mit sicherer Technik und sehr lebendiger Ausdrucks- weise. Den Beschluß des Abends machte Beethoven's Streichquartett F-moll P. 95, an dessen Ausführung sich außer dem Concertgeber noch die Kammermusiker Herren Krelle, Gehwald und Lüde- mann aufs wirksamste betheiligten. Das zahlreih erschienene Brun spendete allen Vorträgen reichliche Beifallsbezeugungen. Sämmtliche Violin- und Gefangvorträge begleitete Frau Bielen- berg mit gewohnter Sicherheit und Decenz.

__ Philharmonie.

Zu dem populären Clavier-Abend des Herrn d’Albert, welcher gestern stattfand, hatte \sih wieder eine ungemein große An- zahl von Zuhörern eingefunden. Sein klafsishes Spiel und fein tiefes Eingehen in den Geist der Compositionen trat im Vor- trag der Passacaglia von Bach, der Beethoven’shen Sonate op. 90 und der Variationen von Mendelssohn wiederum aufs glänzendste hervor. Die ganze staunenswerthe Bravour des virtuosen Spiels, die der Künstler auch zugleih in den Com- positionen Chopin’s, Rubinstein's, Tausig's und Liszt's entwielte, riß das Publikum zu so enthusiastishem Beifall hin, daß der Concert- geber, die Anstrengungen des Abends nicht achtend, sich noch zu mehreren Zugaben entschloß.

Seine Majestät der Kaiser haben über die vorgestrige Vorstellung der „Zauberflöte“ im Königlichen Opernhause dem General-Intendanten Grafen von Hochberg die Allerhöchste Zu- friedenheit ausgesprochen und ihn beauftragt, dies dem Capellmeister Weingartner, dem Ober-RNegisseur Teblaff, dem Ober-Jnspector Brandt und dem gesammten Künstlerpersonal mitzutheilen. Am nächsten Montag findet auf Allerhöchsten Befehl im E Opernhause der erste Gesellschafts-Abend statt. Die Billets. für den 1. Rang und das Parquet werden dazu nur unter der Be- dingung verkauft, daß die Damen in Gesellschaftstoilette, die Herren

Waldow und Horn,

I

oberg unausgeseßt, soweit dies sein Gesundheitszustand zuließ, die aufenden Geschäfte erledigt. Ï Im Thomas-Theater wird heute und morgen noch „Cacao“ egeben; am Sonntag erfolgt die Wiederaufnahme der Kneisel’schen Bolle: O So lepb Wieniawski spielt in se err Jo sep ieniawsfi spielt in seinem morgigen zwei Concert in der Sing-Akademie u. a. eine Etude von Moris Moszkowski, die ihm der Componist gewidmet hat. Für das ite Concert des Stern’ \{chen Gesfangvereins (Director rofessor . Gernéheim) am Montag haben außer Herrn ofe Jos

L Sie und Fräulein Wally Schauseil noch ihre irfung zu-

esagt die Herren Mar Büttner, Herzogli f\äcchsis{her inger (Baß), Heinrih Grahl (Tenor), Domes Pee (Tenor) und Emil Severin (Baß). Das Programm enthält

Mendels\ohn's 42. Psalm, ferner das Violinco ncert von h und „Das Feuerkreuz“ für Soli, Chor und Orchester ‘padelzjohn Lebtgenanntes Werk gelangt unter persönlicher Leitung des C zur Aufführung. Der zweite Kammermusik-Abend von und Ingeborg Exner und Friß Espenhahn ist nah uiniwneh erfolgter Wiederherstellung des Herrn Espenhahn auf Dienétag, Abends 7 Uhr, angeseßt.

Nach Schluß der Redaction eingegangene : Depeschen.

Dresden, 29. Januar. (W. T.-B.) Nach dem

s aus e B E f Ronid eine ae acht verbraht. Kopf- und Gliedershmerzen sind geri Das Befinden ist bedeutend besser. S f dd

Weimar, 29. Januar. (W. T. B.) Der König: und die Königin von Württemberg sind heute Mittag 11/2 Uhr hier eingetroffen und auf dem Bahnhof, woselbst eine Ehren-Compagnie aufgestellt war, vom Großherzog von Sachsen empfangen worden. Heute Nachmittag findet Hof tafel, Abends Hofconcert statt. Die Abreise des Königs und der Königin von Württemberg erfolgt morgen Nachmittag.

Bern 7 ‘29, Zanuar. (V D) er Ständerath hat den Bundesrath ebenfalls ermächtigt, den Handels: vertrag mit Jtalien, wenn er zu Stande fommt unter Vorbehalt der Gegenseitigkeit sofort in Kraft zu seßen. Der Nationalrath nahm ima von der Verlängerung des Handelsvertrags mit Spanien Kenntniß. Der Ständerath hat mit 34 gegen 6 Stimmen den gestern vom Nationalrath gefaßten Beschluß wegen der Handels- bezichungen zu Frankreih angenommen, wonah Frankreich vorläufig die Meistbegünstigung eres “damit die Unterhandlungen betreffs der Herabjezung des französischen Minimaltarifs geführt werden können.

Braunschweig, 29. Januar. (W. T. B.) Der Vorsißende des Staats-Ministeriums Dr. Ott o eröffnete heute den Land- tag mit einer Ansprache, in welcher die günstige Finanz- lage betont wird, welche die bisherigen Steuererlasse, sowie die Ueberweifungen an die Kreise und Gemeinden au ferner gestatte. Auch die Mittel für außerordentlihe Verwendun- gen seien vorhanden. Der Minister kündigte sodann eine E neuer Vorkagen an, darunter eine neue Städtc- und La gemeinde-Ordnung und einen Gesezentwurf wegen Abänderung

der Gewerbesteuer.

Paris, 29. Januar. (W. T. B.) Nach Meldungen aus Kairo et morgen daselbst die Eröffnung des geseßgebenden Körpers statt. Der Khedive wird die Aufhebung der Frohnsteuer, die Abschaffung der Patentsteuer

für die Europäer, sowie die Herabsezung der Salzsteuer an-

die nur den Verstand fesseln.

Die Darstellung konnte in jeder Hinsicht zufrieden stellen. C ihter und vorsichtiger Vater, Sauer, als erfolgloser E einer Tragödie, der aus Rache

unterzeichnet,

Höcker, als selbstzufriedener

Kritiker wird und „der Unerbittliche“

in

Der err

die Herren

rack und weißer Binde erscheinen.

Der General-Intendant der Königlichen Schauspiele Graf von Hochberg ist von seiner mehrwöchigen Krankheit so weit hergestellt, daß er zum Beginn nächster Woche die Amtsgeschäfte ihrem vollen Umfange nah wieder aufnehmen wird. Uebrigens hat Graf von

kündigen.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und

Dritten Beilage.)

von W. A. Mozart. In Scene geseßt vom Ober-

Costume vom Garderoben-Inspector Ventky. An- fang 7 Uhr. Sonntag: Das Sonutagskind.

Residenz-Theater. Direction: Sigmund Lauten- burg. Sonnabend: Zum?2. Male: Musotte. Sitten- bild in 3 Acten von Guyde Maupassant. Ju Scene géseßt von Signiund Lautenburg. Vorher: Modebazar Violet. Schwank in 1 Act von Benno Jacobson. In Scene geseßt von Emil Lesfing. Anfang 72 Uhr.

Sountag: Dieselbe Vorstellung.

Belle-Alliance-Theater. Sonnabend: 30. En- semble - Gastspiel der Münchener unter Leitung des Königlich bayerishen Hofschauspielers Herrn Mar Hofpauer. Zum 2. Male: Der Herrgottschniter von Ammergau. Oberbayerisches Volks\tück mit Gesang und Tanz in 5 Hs en von Ludwig Gang- hofer und Hans Neuert. Na 7# Uhr.

Sonntag: 31. Ensemble-Gastspiel der Münchener. Der Herrgotitschnißer von Ammergau.

Adolph Ernst-Theater. Sonnabend: Zum 37. Male: Der Tanuzteufel. n 4 Acten von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Couplets theilweise von Gustav Görß. Musik von Gustav Steffens. In Scene geseßt von Adolph Ernst. Anfang 7F Uhr.

Sonntag: Der Tanzteufel.

Wetterbericht vom 29. Januar, ; 8 Uhr Morgens. egisser O Dirigent: Kapellmeister Sucher. E 7 | Anfang 7 Uhr. SBE 228 | Schauspielhaus. 30. Vorstellung. Der neue i S ÉE i ES= | Herr. Schauspiel in 7 Vorgängen von Ernst von Stationen. SËS Wind. “|\ Wetter. |LS || | Wildenbruh. In Scene gesebt vom Ober-Regisseur 2E S®° 1 | Max Grube. Anfang 7 Uhr. ch8 RE ns T pbaue, 28. En Ren - grin. NRomantif per in cten von Richar Mullaghmore | 762 - |WSW 6|bedeckt 9 agner. In Scene geseßt vom Ober - Regisseur Aberdeen .…. | 748 |WSW 6\wolkig 12 | Teßlaff. Dirigent: Kapellmeister Weingartner. An- Kopenhagen . 744 W 9 bedeckt 4 | fang 7 Uhr. tockholm . | 740 S 2 \bededt TA Schauspielhaus. 31. Vorstellung. Ein treuer ane -| 736 D 2bedeckt | —9 | Diener seines Herrn. Trauerspiel in 5 Aufzügen t.Petersbg. | 738 |S 3/Schnee | —?__| von Grillparzer. In Scene geseßt vom Ober- Cork,Queens- è Regisseur Max Grube. Anfang 7 Uhr. c R S erra S ede 10 : H er B 75 VSB oe A5 7 bes S College aliBurg C 760 B (Regen s Sonntag : Lollege Crampton. winemünde | 749 |NW 7Regen 1 ontag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Neufahrwasser| 748 |WSW 3|Regen 1 ; Memel S —— E 2 Berliner Theater. Sonnabend: Nachmittags S ede 6 12x Uhr: Prolog. Wilhel M. 92 + Uhr: Münter 1 758: |[SW b|Regen 6 Dor Steve n ge E L Karlsruhe . . | 767 |SW 9bedeckt 4 Sonntag: Nachmittags 21 Uhr: Minna vou Wiesbaden . |* 765 |SW A4segen 4 Varnhelm. Abends 77 Uhr: Esther. Der Chemnig L E N E Î Geizige. emniß SW_ * blbede Die nächste Auffü find Berlin 2e 0705 1W 5\bedeckt 2 Montag tat P E D Breslau... | 7599 |SW 4lbedeckt 2 O N le d’Aix .. | 776 |NW A4Nebel 8 Lessing-Theater. Sonnabend: Der Uner- izza TOA A 7 n 2heiter 9 hitlie: Unter pier Augen. j ebersicht der Witterung. ponntag: Nachmittags 25 Uhr: Der Il g Clémenceau. Aber 74 Uhr: Der Uietbie,

, Ein tiefes barometrishes Minimum unter 735 mm liegt über dem Bottnischen Busen mit einem Aus- lâufer nah Südshweden, welches in Deutschland bis zu den Alpen hin stürmische Südwestwinde mit warmer regnerisher Witterung verursaht. Ein barometrifches Maximum über 779 mm liegt über Südwestfrankreih. Ein neues Minimum ist west- lih von Schottland erschienen, odaß Fortdauer der unruhigen Witterung wahrscheinlich is. Ganz Deutschland ist u rei, wobei die Temperatur 23 bis 6 Grad über dem Mittelwerthe liegt. Deutsche Seewarte.

E E E A E S M E S C E E Theater - Anzeigen.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 27. Vorstellung. Cavalleria rusti- cana (Bauern - Ehre). Oper in 1 Aufzug von Pietro Mascagni. Text nach dem gleich- namigen Volksstück von Verga. Jn Scene geseßt vom Ober - Regisseur Teßlaff. Dirigent: Kapell- meister Weingartner. Vorher: Così fan tutte. (So machen es Alle!) Komische Oper in 2 Acten

liche. Unter vier Augen. Montag: Die Grofstadtluft.

Wallner-Theater. Sonnabend: Zum 21. Male: König Krause. Posse mit Gesang in 4 Acten von F. Keller und L. Herrmann. Musik von V. Holländer. Anfang 74 Uhr.

Sonntag: Na mittags-Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Ein toller Einfall. Schwank in 4 Acten von Carl Laufs. Anfang 4 Uhr.

Abend - Vorstellung. Zum 1. Male: Lumpeu- gesindel. Komödie in 4 Acten von Ernst von Wolzogen. Anfang 7F Uhr.

Montag u. folg. Tage: Lumpeugesindel.

Friedrich - Wilhelmstödtishes Theater. Sonnabend: Mit neuer Ausstattung zum 9. Male: Das Sountagskind. Operette in 3 Acten von Quas Wittmann und Julius Bauer. Musik von

rel Millöcker. In Scene geseßt von Julius Fribsche. Dirigent: Kapellmeister

Din Die

Decorationen aus dem Atelier von Falk. Die neuen

Thomas-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30.

Direction: Emil Thomas. Sonnabend: Zum 9. Male: Cacao. (Novität!) Posse in 4 Acten von er-

Fris Berend. In Scene geseßt vom Ob Regisseur August Kurz. Anfang 74 Uhr. Sonntag: Zum 27. Male: Der Kunst-Bacillus. Posse in 4 Acten von Rudolf Kneisel.

Urania, Anstalt für volksthümliche Naturkunde. Am Landes - Le - Park (Lehrter Bahnhof). Geöffnet von 12—11 Uhr. Täglich Vorstellung im wissenschaftlihen Theater. Näheres die Anschlag- zettel. Anfang 74 Uhr.

Concerte.

Concert-Haus. Sonnabend: Amcrikanischer Componisten-Abend. Solist: Mr. William Osborn Goodrich. Dirigent : Herr F. X. Arens aus Amerika. Abonnement-Billets keine Gültigkeit.

Sonntag, Abends 6 Uhr: Gesellschafts-Abend.

Circus Renz. Karlstraße. Sonnabend, Abends

74 Uhr: Gala-Vorstellung. Auf Helgoland oder: Ebbe und Fluth, Otoße hydrol. Ausftattungs-

Pantomime in 2 Abtheilungen . mit Nationaltänzen

(60 Damen), Auszügen. Neue Einlage: „Die

Garde - Husaren und Ulanen“. Dampfstbiff- und

Bootfahrten, Wasserfälle, Niesenfontänen mit allerlei Lichteffecten 2c., arrangirt und inscenirt vom Director E. Renz. 6 Trakehner Rapphengste, zusammen

drefsirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz.

„Elimar“ (Strickspringer), vorgeführt von Frl.

Oceana Renz. „Solon“, geritten von der Schul-

reiterin Frl. Clotilde Hager. Contre danse, ge-

ritten von 9 Herren. 4 Gebrüder Briatore, Afro-

baten. Mlle. Theresina auf dem 2) Fuß hohen

Drahtseil. Auftreten der Parforcereiterin Fil. Natalie, des Grotesquereiters Mr. Franks, sowie des Saltomortalesreiters Mr. A. Delbosq x. Komische Entrées und Jutermezzos von sämmtlichen Clowons.

Täglich: Auf Helgolaud.

Sonntag: 2 Vorstellungen. Nachmittags 4 Uhr (1 Kind frei). Auf vielseitiges eann: ie lustigen Heidelberger. Abends 74 Ühr: Auf Selgoland.

E L E A E N E D A E E A Familien-Nachrichten. Verlobt: Frl. Lillie Bredenkamp mit Hrn.

Prediger Theodor Zöckler (Kiel—Oiten a. O.) Frl. Clara Prusse mit Hrn. Pastor Carl Lob- mayer (Pleß—Wüste-Waltersdorf). Frl. Marte

Gottwald mit Hrn. Forst-Assessor Carl Hauff (Heinrichau—Scheliß, Reg.-Bez. Oppeln). Verehelicht: Hr. Domänenpächter Alfred Mab- Ss s Frl. Rosa Heilborn (Wrotkow bei toshmin). Geboren: Zwei Söhne: Hrn. Hauptmann a. D. Karbe ae Ein Sohn: On Prem. Lieut. von Pochhammer (Berlin). Hrn. Major Stephan (Danzig). j Gestorben: Hr. Nittergutsbesißer Heinrih Simon (Berlin-Lofsow). Fr. General-Major Bickel, geb. Scheuer (Worms). Verw. Fr- Oberst-Lieut. Bertha von dem Knesebeck, geb. Freiin von Wrede (Hildesheim). Hr. Geh. Regie- rungs-Nath“ und Landrath a. D. Frhr. Constantin von Wangenheim (Brüheim). gr: Salie Director Ottilie Lober, geb. von Greiffenstern (Breslau). Hr. erlan Paul Koeßler (Breslau): Hr. Forstmeister Adolf Burchardie

(Neudeck).

Redacteur: Dr. H. Klee, Director. Berlin: Verlag der Expedition (Scholz).

Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen

(einshließlich Börsen-Beilage).

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Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-

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