1936 / 114 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 18 May 1936 18:00:00 GMT) scan diff

Reihs8- und Staatsanzeiger Nr. 114 vom 18, Mai 1936. S. 2

Bekanntmahung über den Schuß von Erfindungen, Mustern und Warenzeichen auf einex Ausstèllung. Vom 41, Mai 1936. _- Bekanntmachung z1ím Futernationalen Abkommen zur Bes- écapsung der Falshmünzerei (Beitritt Mexikos), Vom 13. Mai 36. \ Umfang: 14 Bogen. Verkaufspreis: —,15 RM. Postver- sendunasgebühren: —,03 RM für ein Stü> bei Voreinsendung. Berlin NW 40, den 16, Mai 1936.

Reichsverlagsami. Dr. Hubri<.

Preußen.

Bekanntmachung.

Durch Verfügung des Geheimen Staatspolizeiamts sind auf Grund des Gesetzes über die Einziehung kommunistischen Vermögens vom 26. Mai 1983 (Reichsgeseßbl. 1 S. 293) in Verbindung mit dem Geseß über die Einziehung volks- und staatsfeindlihen Vermögens vom 14. Juli 1933 (Reichs- geseubl. I S. 479) und der Preußischen Ausführungsverord- nung vom 31. Mai 1933 (Gesezsamml, S. 207) zugunsten des Preußischen Staats eingezogen worden: 1. Die im Keller 50a des Polizeipräsidiums Berlin be- findlichen a) 2 leeren Reisekörbe, b) 6 leeren Hand- bzw. Reisekoffer und c) 1 Lichtbild-Vorführungsapparat. 9, Nachstehende aus dem Vermögen des Hauptmanns a. D. Albrecht Spieß, zuleßt wohnhaft in Berlin-Char- lottenburg, Grolmanstr. 40, stammende Gegenstände: I. 1 Bücherschrauk, 1 Schreibschrank, 1 Wohnzimmertish, 1 Schlafcouch, 1 Wohnzimmerlampe, 1 Radioapparat, 1 Kleidershrank mit verschiedenen Anzügen, Wäsche- stücen und Schuhen, 1 Küchentish mit 2 Stühlen, 1 Küchende>enlampe, 1 De>enlampe,

- Ein Konto Nr. 3164 bei der Städtishen Sparkasse in Lindau-Bodensee, mit einem Guthaben von 202,43 RM,

. Ein Konto Nr. 8646 bei der Dresdner Bank in Ber- lin W, Kurfürstendamm 220, mit einem Guthaben von 3,— RM.

. Ein Konto - Nr. 3567 bei der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft, Berlin W, Kurfürstendamm 217, mit einem Guthaben von 6,10 RM. i Ein Konto Nr. 2923 bei der Deutschen Bank und Dis- conto-Gesellschaft, Berlin W, Kurfürstendamm- 217, auf den Namen Elsbeth Du <row, mit einem Güt- baben von 99,84 RM.

VI. Ein Barbetrag von 134,88 RM.

3. Ein aus Mitteln der illegalen KPD. stammender Be- trag, beshlagnahmt bei der Hertha Fur r geb. Sommerfeld, in Höhe von 50, RM.

4. Ein in der Wohnung des Ernst Wendt, Berlin N 24, Ziegelstr. 31, beshlagnahmter Radio-Apparat „Reico“ Nr. 79 652 mit Schallplattenlaufwerk und besonderem Lauts- sprecher.

5. Die Schreibmaschine Triumph Nr.:40 132, die bei-dein

Zigarrenhändler Franz-K o s e >, Berlin, Wollankstr. -18/19,-

bes<lagnahmt worden ist und zur Fertigung von Yerseßungs- \chriften für die KPD. gedient hat. i

6. Die Forderung des Journalisten Dr. Max Feige, früher Berlin-Reini>kendorf-West, Engelmannsweg 69, dann im Ausland wohnhaft, gegen die Firma Rudolf Mosse, Offene Handelsgesellschaft, Abtlg. Adreß-Büro, Berlin, Schübenstraße E>e Jerusalemer Straße, in Höhe von 912,71 RM.

7. Das Guthaben der „Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit“ auf dem Postsche>fonto Berlin Nr. 35 113 in Höhe von 118,89 RM. ;

8. Der Anspruch des Tischlers Karl Hahn, Hannover, Wesselstr. 13, wohnhaft gewesen, jeßt im Ausland, gegen die Norddeutsche Holzberufsgenossenjchaft, Reichsunfallbersiche- rung, Berlin W 30, Heilbronner Str. 4, auf Zahlung eiuer monatlichen Unfallrente in Höhe von 52,59 RM.

. Die aus den Beständen marxistisher Organisationen stammenden Gegenstände:

a) ein Sportboot (Riemenvierer) Otto Hörsing,

b) ein Sportboot (Riemenvierer) Karl Severing,

c) ein Sportboot (Riemenvierer) Walther. Rathenau,

d) ein Sportboot (Riemenvierer) Rote Fahne,

e) cin Ruderkasten nebst Zubehör.

Dies wird gemäß $ 6 des Gescßes vom 26. Mai 1933 (Reichsgesebbl. 1 S. 293) öffentlih bekanntgemaht.

Berlin, den 13. Mai 1936. Gceheimes Staatspolizeiamt, Z: V: Dre Vel

Iichtamtliches.

Nummer 14 des Reichsarbeitsblatts vom 15. Mai 1936 hat folgenden Fnhalt: Teil 1. Amtlicher Teil.“ Il. Arbeits» vermittlung, Arbeitsbeshaffung, Arbeitsdienst, Arbeitslosenhilfe. Gesetze, Verordnungen, Erlasse: Dritte Verordnung zur Durch- führung des Geseßes über die Einführung eines Arbeitsbuches. Vom 9. Mai 1936. 111. Sozialverfassung, Arbeitsrecht, Lohn- politik. Geseye, Verordnungen, Erxlasje: Anordnung.

Nr. 19 des Reichsministerialblatis vom 15. Mai 1936 ist soeben ershienen und voin Reichsverlagsamt, Berlin NW 40, Scharnhorststraße 4, zu beziehen. Jnhalt: 1. Konsulat- wesen: Ernennung. Erlöshen von Exequaturerteilungen. 2. Viaß- und Gewichtwesen: Zwei Bekanntmachungen über die Zulassung von Stromwandlerformen zur amtlichen Beglaubigung. 3. Fi- nanzwesen: Uebersicht über die Einnahmen des Reichs an Steuern, Zöllen und anderen Mgaven in der Zeit vom 1. April 1935 bis 31. März 1936. 4. Medizinal- und Veterinärwesen: Verordnung über Einlaß- und Untersuchungsstellen für das in das Zollinland eingehende Fleish. 5. Verkehrswesen: Bekannt- machung über Firmen, denen Rüstrahlertypenprüfzeihen auf Grund der Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung zugeteilt worden sind. 6. Neuerscheinungen: Ämtliche Liste der deutshen Seeschiffe: mit Unterscheidungssignalen füx 1936.

am R Er

Aus der Verwaltung. OTotstandsbeihilfen im Neichsdienft.

Vom 1. April 1936 ab werden, wie der Reichsfinanzminister dur< Erlaß feststellt, an Staatsbeamte, Warte- und Ruhestands-

beâmte sowie Hinterbliébene, die ja nicht durh die Sozialver- siherung der Arbeiter und Angestellten betreut werden, Not-

standsbeihilfen nah den Grundsäßen des Reichsfinanzministers über die Gewährung von Beihilfen bei Krankheits-, Geburts- und Todesfällen für Reichsbeamte und Soldaten der Wehrmacht bewilligt. Bei den“ Notstandsbeihilfen handelt és si< um eine ausgespro<hene Notmaßnahme, die nur in denjenigen Ausnahme- fällen- anzuwenden ist, in denen die eigenen Mittel der Beamten zur De>ung dex Kosten ohne Gefährdung der wirtschaftlichen Lage nicht ausreichen. Nach der Neuregelung soll eine Notstands- beihilfe nur bewilligt werden, wenn die innerhalb dreier aufein- anderfolgender Kalendermonate entstandenen beihilfefähigen Kosten den Betrag eines Siebentels des monatlichen gekürzten Grundgehalts übersteigen. Als Beihilfen können dann bis zu 60 % der beihilfsfähigen Kosten gewährt werden, in besonderen Fällen wie bei zahlreiher Familie bis zu 70%. Beihilfsfähige

Kosten der Heilstättenbehandlung können bis zu 80% erstattet

werden. Der Minister macht dabei die nahgeordneten Behörden auf die Pflicht sparsamster Bewirtschaftung aufmerksam. Der

für besondere Verhältnisse vorgesehene Höchstsag von 70 % dürfe:

nur in dringenden Fällen angewendet wenden,

Die Kreditaktion zur Steigerung der Woll- erzeugung verlängert. i Wie das Reichs- und Preußische Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft mittéilt, wird die im Jahre 1935 zur Stèige- rung der deutshen Wollerzeugung von der Reichsregierung ein- geleitete Kreditaktion bis zum 81, März 197 verlängert. Die

Kredite béwilligt der Reichsverband Deutscher Schafzüchter e. B. nah Richtlinien, die der Reichs-. und Preußische Minister für Ernährung und Landwirtschaft genehmigt hat, auf Grund eines zwischen dem Reichsverband und dem Antragsteller abgeschlossenen Kaufvertrages. Für Schafe im Alter bis zu 6 Monaten kann 1m Höchstfalle ein Kredit bis zu 30 RM je Stu, für Schafe im Alter von über 6 Monaten bis zu 5.Fahren ein Kredit bis zu 35 RM je Stü>k gewährt werden. Den Rest der Kaufsumme muß jeweils der Käufer selbst aufbringen. Für den Ankauf von weniger als 15 Schafen im Einzelfall können Kredite niht gewährt werden, r den Ankauf männlicher Tiere (Lämmer, Hammel) jowie sUL

auderschafherden nur ausnahmsweise. Fnfolge einer vom Reichs- und Preußishen Minister für Ernährung und Landwirtschaft durchgeführten Zinsverbilligung beträgt der Zinssaß einschließli aller Verivaltungskosten nur 2,7 %. Die Kredite werden in Form der Stundung der entsprechenden Kaufpreisbeträge gegeben. Die Schafzahl, für die der Kaufpreis gestundet- wird, ist vom Tage des Erwerbs derx Tiere an mindestens 6 Jahre lang zu halten. Samt» liche von diesen Tieren anfallende Wolle ist án die Reihswollver= wertung G. m. b. H. abzuliefern. Die Kredite sind in 6 POAR Jahresraten aus dem Wollerlös zu tilgen. Anträge auf Gewäh- rung von derartigen Beschaffungskrediten. für Schafe sind dur< die Ortsbauernführer den Landesschafzuchtverbänden bei den Lan- desbauernschaften zuzuleiten, -die sie mit ihrer Stellungnahme gn den Reichsverband Deutsher Schafzüchter e. V: in Berlin W 35, Am Karlsbad 21, weitergeben. |

Kunst und Wissenschaft. Spielplan der Berliner Staats3theater.

“Dienstag, den 19. Mai.

Staatsoper: Madame Butterfly. Musikalische Leitung? Swarotwsty. Beginn: 20 Uhk.

SGa Egmont. Trauerspiel von Goëthe. Beginnt 2 r. :

Staatstheater—Kleines Haus: Sonnefür Renate. Lustspiel von Erich Ebermayer. Beginn: 20- Uht.

Handelsticil.

Gesundheitsführung und Gozialarbeit in den Betrieben.

Vor einem geladenen Kreise der Reichsgruppe FJndustrie sprachen Reichsamtsleiter im Hauptamt für Volksgesundheit der NSDAP und im Amt für. Volksgesundheit der DAF, stellvertre- tender Reichsärzteführer Dr. Bartels, über „Gesundheits- führung in den Betrieben“, und die Reichsfrauenführerin Fra u Scholb- Klink über „Die Mitarbeit der Frau im Betriebe unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Betriebsarbeit“.

In seinem Vortrage führte Dr. Bartels aus, Ausgangspunkt aller Ueberlegungen müsse die Tatsache sein, daß die Leistungs- fähigkeit des schaffenden Menschen häufiger evheölih früher, als biologis<h bedingt, abnehme. Jm nationalsozialistishen Staat müsse diefer Zustand, soweit irgend möglich, behoben werden. Hierfür fspre<hen ni<t nur. - gesundheitliche, 0

Zudem sei zu berü>sihtigen, daß die Wirtschaft in den nächsten Jahxzehnten mit einem erheblichen Ausfall an Arbeitskräften mit Rüctsicht auf den- starken -Geburtenausfall der Kriegs- Und Nach- kriegsjahre zu re<nen habe. Dr. Bartels erklärte nahdrüd>li<st, daß jede Gesundheitsführung mit dem Ziele niht nur der Er- haltung, sondern au<h der Steigerung der Arbeitsfähigkeit des schaffenden Menschen si<h wirtschastli<h unter allen Umständen günstig auswirkfen werde. Die Maßnahmen auf gesundheitlichem Gebiet, führte der Redner weiter aus, zerfallen in zwei große Ah- shnitte: einmal in..die Gesundheitssicherung, die in erster Linie. eine. Aufgabe des Staates darstelle, und zum anderen in die Gesundheitsführung, deren Propagierung und Durchseßuna er als eine der vornehmsten Aufgaben seines Amtes ansehen müsse. Es handele sih hierbei nicht um. die Betreuung des kranken Menschen, sondern in erster Linie um den noch nicht kranken Menschen, der jedo<h {hon in verschiedenstem Ausmaße ohne sihtlihe Erscheinungen gesundheitlihe Störungen aufweife. Ausgehend von dem Gesichtspunkt, daß jede ärztliche Untersuhung immer nur einen. Augeznbli>szustand feststellen könne, kam er zu der Forderung, daß wieder zu der alten bewöhrten Einrichtung des Hausarztes zurü>gesunden werden müsse. Nur durch ständige Beobachtung eines Menschen sei der Arzt in der Lage, Gesund- heitsstörungen so zeitig zu erkennen, daß größere Schäden verhütet werden können. Als Helfer und Berater muß ihm hierbei der Betriebsarzt zur Seite stehen. Der Betriebsarzt, der aus den bez triebsbedingten Verhältnissen heraus und aus der Beobachtung des schaffenden Menschen bei seiner Arbeit Gesundheitêstörungen schon in ihrem Anfang zu erkennen in der Lage ist, hat im Auf- trage des verantwortlichen Betriebsführers niht nur die Aufgabe, die hygienische Gestaltung des Betriebes zu überwachen, sondern auch in erster Linie für die Erhaltung der Leistungsfähigkeit des Menschen im Betriebe zu sorgen. Darüber hinaus steht er in ständiger Verbindung mit den behandelnden Aerzten außerhalb des Betriebes, so daß si<h aus dieser Zusammenarveit folgerihtig eine zwe>mäßige gesundheitliche Betreuung des Erkrankten oder des seiner Leistungsfähigkeit geminderten Arbeiters ergibt. Daß bei dieser verantwortlihen Tätigkeit des Betriebsarztes eine \stän- dige, enge Fühlungnahme mit dem Betriebsführer vorhanden sein muß, erscheine als unerläßlihe Notwendigikeit, denn lebten Endes trägt allein der Betriebsführer die Verantwortung für seinen Be- trieb und die dort tätigen Menschen.

Der Redner betonte weiter, daß man erst am Anfang einer äußerst wichtigen Arbeit, au<h was die Heranbildung geeigneter Betriebsärzte angehe, stehe, und daß er es außerordentlich begrüße, daß die Industrie seinen Bestrebungen die allergrößte Beachtung entgegenbringe. Gesundheitsführung im Betriebe, so {loß Dr. Bartels seine Ausführungen, kann niemals für den einzelnen arbeitenden Menschen einen Zwang bedeuten. Er solle jedoch ein Recht darauf haben, in gewissen Zeitabständen sih einer Nach- prüfung seines Gesundheitszustandes unterziehen zu können, was in seinem eigensten Fnteresse liege. Geheimrat Dr. Cunßt von der Firma Fried. Krupp A.-G., Essen, betonte die Bereitwilligkeit der Industrie, an diesem Vorhaben mitzuarbeiten,

Der Vorsizende Dr. Seeliger wies darauf hin, daß zur Fntensivierung der zunächst unerläßlihen Aufklärungstätigkeit weitere Veranstaltunaen vor industriellen Betriebsführern in allen Teilen des Reiches vorgesehen seien, und daß außerdem das Hauptgesundheitsamt und die Reichsgruppye Fndustrie weiterhin zusammenarbeiten werden. Außerdem ist im Rahmen der Schulungsarbeiten eine Besichtigung von Betrieben, die bereits die Maßnahmen der Gesundheitsführung mit Erfolg eingeleitet bzw. dur<geführt haben, geplant.

Fn ihrem Vortrage beschäftigte sich Frau Scholß-Klink einleitend mit den großen Aufgaben der Frauenarbeit im Dritten Reiche. Der große Sinn der Frauenatbeit gelte der besonderen Pflege der Sozialarbeit im Betriébe und der für diese verant- wortungsreihe Tätigkeit eingestellten oder künftig einzustellenden

U / ditétn allgemein- J}. politische, ‘wehrpolitishé Und nicht zuleßt wirtschaftliche Gründe. -

Kräfte. Aufgabe des S der DAF. seï nà<h. dènm zwischen der Reichswirtschaftskammer, der Reihsgruppe Fndustrie und dem Frauenamt der DAF. geschlossenen Abkommen die Ueber- wachung der beruflihen Vorschulung für die neuen in die soziale Betriebsarbeit kommenden Sozialarbeiterinnen und die ständige politish-weltanshaulihe Schulung sämtlicher in der sozialen Bea triebsarbeit stehenden Persönlichkeiten, d. h. eins<hließli<h der be=- reits tätigen Werkspflegerinnen usw. Bei den neu einzustellenden Sozialarbeiterinnen werde in der Regel eine 4 jährige Tätigkeit als Arbeiterin im Betriebe voranzugehen haben. Die Entscheidung über die Einstellung ‘und die ‘Anscihtung der prafktishen Tätigkeit im Betriebe bleib felbstverständlih dem Betriebsführer vor- behalten, der ja nach der- neuen! Sogialordnung* verantwortlich für das Betriebsgeschehen- sei und iers prcihain, Des Frau Scholy-Klink bat die Betriebsführer, ihr in ihrer“ ‘großen Aufgabe zu helfen, was in der Aussprache vom Vorsißenden im: Namen der Fndustrie freudig bejaht wurde. E i m ——

Fnternationale Konferenz für soziale Arbeit. Deutschlands Beitrag.

Jm Juli findet in London die dritte internationale Konz ferenz für soziale Arbeit statt, die. alle vier Jahre veranstaltet wird und bei der sih die Sozialarbeiter aus 40 Ländern zu- sammenfinden. Das Thema der diesjährigen Konferenz lautet „Soziale Arbeit und Gemeinschaft“. Es soll untersu<ht werden, wie die Gemeinschaft gegen die zerseßenden Einflüsse von Wirt- \chaftskrise und Avbeitslosigkeit und die Folgen einer veräußer4 lihten Zivilisation ges<üßt werden könne.

In der Sozialen Praxis“ weist Dr: Hilde Eiserhardt darauf hin, daß gerade Deutschlands Beitrag hier besonders wichtig sein werde, weil ex aus. dem Erxleben seit dem Untbruch von 1933 aufzeigen könne, daß au< die Bildung ehter Geméin- schaft in der örtlichen Gemeinde nur möglich sei, wenn das Ge- meinschaftsgefühl im großen vorhanden sei. Jede Gemeinschafts- bildung bedürfe eines großen verbindenden und verpflichtenden Gedankens. Diese Volksverbundenheit werde au der Gestaltung der Wohlfahrtspflege eine neue Jdeologie, ein neues Verpflith- tungsgefühl geben können. Der deutsche Beitrag werde dies zeigen können an dem Beispiel des Winterhilfswerkes, des Hilfs- werkes für Mutter und Kind, an der Kinderlandvershi>ung und anderen vom ganzen Volke getragenen Aktionen. Er werde aber auch: zeigen können, daß die Schaffung einer neuen sozialen Ord- nung und Gesinnung die Zerseßungserscheinungen niht nur be- kämpft, sondern ihrem Auftreten hon wvorbeugt, Planvolle Raum- und Menschenordnung, Bevölkerungspolitik, Siedlungs- wesen, Gesundheitëpolitik, Neuregelung des Arbeitseinsaßes, Arbeitsbeschaffung, in allen diesen Dingen drü>ke si<h eine neue soziale Ordnung aus, die es zu Zersezung und Zerfall gar nicht mehr kommen lasse. Zur Leitung der vorbereitenden Avbeiten sind überall Landesausschüsse gebildet worden. Ein deutscher Landesausshuß für die Konferenz in London ist unter dem Vor- sib von Hauptamtsleitexr Hilgenfeldt vom Hauptamt für Volts- wohfahrt in Berlin gegründet.

I SEST T I

Veranlagungsergebnisse zweier Zahre.

Eine soeben erschienene» Veröffentlihung des Statistischen Reichsamts (Band 482 der Statistik des Deutshen Reich3) enthält die Veranlagungsergebnisse zweier Fahre, nämlich die Einkommen- und Körperschaftsteuerveranlaguüngen für 1982 und 1933. Wenn au< beide Jahre bereits weit zurückzuliegen hèéinen, sind sie jedo von besonderer. Bedeutung, weil in das éine der Tiespunkt der schweren Wirtschaftskrise, in das andere die Machtübernahme dur die nationalsozialistishe Regierung fällt. Bei einer Ge enüberstellung der Ergebnisse kommt deutlich zun Ausdru>, daß die von der a L Meran beshrittenen neuen Wege in der Wirtschafts- und Steuerpolitik ion im ersten Jahre zu Erfolgen geführt haben; ¿ / j

Neih#- Und Staat8anzeiger Nr. 114 vom 18. Mai 1936. S. 3

Wirtschaft des Nuslandes.

Ausweis der Schweizerischen Itationalbank.

Basel, 16. Mai. Der Ausweis der Schweizerischen National- bank vom 15. Mai weist zum ersten Male im Verhältnis zur lang- samen aber stetigen Aufwärtsentwi>klung seit dec großen Franken- Stüßungsaktion vom Mai leßten Jahres - eine stärkere Gold- abnahme von 9,53 auf 1506,9 (1516,42) Mill. sfr. aus. Am 15. Mai lehten Jahres betrug der Goldbestand 1265,02 Mill. sr. Die Veränderung der leßten Woche dürfte mit den Vorgängen auf dem internationalen Devisenmarkt, die durch die Krise des französischen Franken hervorgerufen wurden, zusammenhängen. Die Gold- devisen erfuhren eine kleine Zunahme um 0,40 auf 2,38 (1,98) Mill. sr. Beim FJnlandsportefeuille trat eine neue Bean- spru<hung um 3,69 auf 70,78 (67,09) Mill. sfr. auf, während die Wech'el der Darlehenskasse weiter um 0,8 auf 61,5 (62,5) Mill. sr. sanken. Bei den Lombardvorschüssen betrug die Entlastung 2,97 (von 65,39 auf 62,42) Mill. sr. Auf der Passivseite weist der Notenumlauf einèn Rü>fluß von 21,02 auf 1259,13 (1280,15) Mill. sr. auf. Gleichzeitig stiegen die täglich fälligen Verbindlich- keiten um 12,5 auf 426,01 (413,51) Mill. x. Notenumlauf und täglih fällige Verbindlichkeiten waren am 15, Mai mit 89,56 (89,65) % dur< Gold und Golddevisen gede>t.

Die französische Außenhande!lsstatistik für das 1. Zahresdrittel 1936.

Paris, 16. Mai. Die Ausstellung über die französishe Ein- und Ausfuhr weist die Einfuhr nah Frankreich für die ersten vier Monate des Jahres 1936 mit 15648311 t im Werte von 8 154 490 000 Franken aus, was gegenüber den ersten vier Monaten des Jahres 1935 eine Erhöhung um 1108079 t bzw. um 1 047 041 000 Franken ausmacht. Die französische Ausfuhr belief sih in den ersten vier Monaten 1936 auf 9762667 t im Werte von 4 871 193 000 Franken, was gegenüber den ersten vier Monaten des. Jahres 1935 eine Erhöhung der Tonnenzahl um 349 282, aber cinen Wertrü>kgäang um 526 511 000 Franken bedeutet. Fm April 1936 erreichte die Einfuhr einen Wert von 2 125 729 000 Franken und die Ausfuhr einen Wert von 1195 183 000 Fränken.

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Herabsezung der Freigrenze der spanischen Vanknotenaus fuhr.

Madrid, 17, Mai. Der spanishe Finanzminister Hat ein Dekret veröffentlicht, wonach die Grenze für die Ausfuhr von \spanishen Banknoten, die erst vor wenigen Wochen von 5000 auf 2000 Peseten herabgeseßt worden war, nunmehr auf 500 Peseten festgeseßt wird, Nur mit besonderer Genehmigung der spanischen Devisenbehörde ‘kann dieser Béèétrag bis- 5000 Pesecten erhöht werden. Ferner nimmt die Bank von Spanien vom Ausland keine Pesetennoten mehr an, die ni<ht von der vor einiger Zeit eseßlih' festgelegten Ausfuhrgenehmigung begleitet sind, da die rist für die Anforderung der Genehmigung abgelaufen ist.

Annahme des sapanischen Staatshaushalts im Unterhaus.

__ Tokio, 16. Mai. Der japanis<he Staatshaushalt für das Finanzjahr 1936/37, der den Rekordbetrag von 2303 300 000 Yen ausweist, wurde vom Unterhaus mit 399 von 466 Stimmen an- genommen. Für den Staatshaushalt stimmten im. Unterhaus geschlossen die Parteièn der “Minseito,” Seiyukei und Schowakai, während die Arbeiterpartei, die Kokumindomei und die Unabhäns- gigen. dagegen stimmten. Die. ablehnende Haltung .dieser Gruppen wird mit der Weigerung der Regierung begründet, Angaben über

die Mehrausgaben für den nähsten Stäätshau2halt zu mahhen. Die Haushaltsvorlage wird nunmehr an das japanische Oberhaus weitergeleîtet, das sih bereits am Sonntag mit ihr beschäf- tigen wird,

Der chinesis<e Finanzminister über die Finanz- und Geldreform.

Schanghai, 18. Mai. Der chinesishe Finanzminister hat zu der im Novembex vergaanaenen Jahres eingeleiteten Reform des <hinesishen Finanz- und Geldwesens, die sih stabilisierend auf die Währung und fördernd auf die Wirtschaft ausgewirkt hat, ergän- zende Verfügungen erlassen. Diese Anordnungen erstre>en sich: 1. auf die Sicherstellung einer genügenden Notendecung in Form von Devisen, Gold und Silber, wobei die Silberbestände mindestens 25 % des Notenumlaufs deen sollen; 2, auf die Ausgabe von Silbermünzen zu 50 Cents und 1 Dollar; 3. sind zwe>s weiterer Festigung der Währung endgültige Abmachungen zur Erhöhung der Devisen- und Goldreserven getroffen worden. Der Finanzminister spricht die feste Zuversicht aus, daß die Unabhängiakeit der <ine- sishen Währung ohne Anlehnung an irgendein ausländishes Geld- system gewahrt werden kann,

Berichte von auswärtigen Devisen- und Wertpapiermärkten.

Devisen.

Danzig, 16. Mai. (D. N. B.) Auszahlung London 26,31 G, 26,41 B, Auszahlung Berlin (verkehrsf1e) 213,03 G.,, 213,87 B., Auszahlung Warschau (verkehrsfrei) 99,80 G., 100,20 B., 100 Zloty- noten —,— G, —,— B. N: Amsterdam 35858 G,, 360,06 B., Zürich 171,46 G.,, 172,14 B,, New York 5,2985 G., 53195 B., Paris 34,93 G,, 35,07 B., Brüssel 89,72 G., 90,08 B, Sto>khoim 135,63 G., 136,17 B., Kopenhagen 117,47 G., 117,93 B., Oslo 132,14 G., 122,66 B. :

Wien, 16. Mai. (D. N, B.) [Ermittelte DurGschnittskurse im Vrivatclearing. Briefl. Auszahl.] Amsterdam 363,39, Berlin 216,08, Brüssel 90,80, Budapest —,—, Bukarest —,—, Kopven- hagen 118,88, London 26,70, Viadrid 68,83, Mailand 41,87, New York 526,54, Oslo 133,86, Paris 35,48, Prag —,—, Sofia —.—, Sto>holm 137,37, Warschau 101,15, Zürich 173,97. Briefl. Zahlung oder She> New York 531,74. j

Prag, 16. Mai. (D. N. B.) Amsterdam 16,314, Berlin 970,00, Zürich 781,50, Oslo 601,00, Kopenhagen 535,00, London 119,80, Madrid 329,00, Mailand 191,00, New York 24,124, Paris 159,00, Sto>holm 617,50, Wien 569,90, Polnische Noten 450,00, Belgrad 55,5116, Danzig 457,00, Warschau 454,75.

Budapest, 16. Mai. (D. N. B.) Alles in Pengö.] Wien 80,454, Berlin 136,20, Zürih 111,224, Belgrad 7,85.

London, 18. Mai. (D. N.-B.) New York 496,50, Parts 75,29, Amsterdam 734,25, Brüssel 29,334, Jtalien 63,25, Berlin 12,323, Schweiz 15,34, Spanien 36,34, Lissabon 1101/2, Kopen- hagen 22,40, Wien 26,31, FJstanbul 617,00, Warschau 26,31, Buenos Aires in $ 15,00, Rio de Faneiro 412,00.

Amsterdam, 16. Mai. (D. N. B.) [Amtlich.] Berlin 59,54, London 7,345, New York 147/14, Paris 9,754, Brüssel 25,04, Schweiz 47,90, FZtalien —,— Madrid 20,174, Oslo 836,90, Kopenhagen 82,824, Sto>kholm 37,924, Prag 614,00.

Züri <, 18. Mai. (D. N. B.). [11,40 Uhr.) Paris 20,374, London 15,364, New York 809,25, Brüssel 52,322, Mailand 24,80, Mébriy 42,224,- Berlin 124,50, Wien- (Noten) 55,95, Jitanbul

Fortsetzung auf der folgenden Seite,

GBELI C E E I N I E I E E S R C C E E I I E

Schlachtviehpreise an deutshen Märkten ín der Woche vom 11. bis 16. Mai 1936.

Durchschnittépreise für 50 kg Lebendgewiht in NM.

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Marktorte:

Berlin Dortmund Frankfurt

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Reichédurhs<nittspreise

1936

der April | Märkte

20.—2ó. | 27.4.—2.5.-| 4.—9. 11.—16,

Ochsen, vollfleischige (b) « - Kübe, vollfleischige (b) «+ - Kälber, mittlere (b) . « « Schweine, 100—120 kg (c)

39,7 9, 39,6 39,6 36,4 ß, 36,3 36,2 64,7 2, 62,7 62,5 51,8 L 91,8 51,8

Bezeichnung det Schlachtwertklassen siehe Monatsübersiht in Nr, 107 vom 9, Mai 1936, !) g 1 = Fette Sped>sauen,

Berlin, den 16. Mai 1936,

Statistishes Reichsamt,

Berliner Börse am 18. Mai.

Aktien und Renten fest,

_ Unérschüttert streben die Kurse weiter aufwärts. Zwar war das

Géschäft zum Wochenbeginn etwas ruhiger, da die Bankentkundshaft

na< der sonntäglihen Unterbrehnung gewöhnlich erst die Ent-

wi>lung abzuwarten wünscht, ehe sie weitere Aufträge erteilt,

au< nahm die Kulisse Teilrealisationen vor; diese vermochten

aber nur zu Beginn einige Ermäßigungen herbeizuführen, die hon in den ersten Minuten des Verkehrs wieder ausgeglihen wurden, Wenn man auch bereit ist, diese Entwi>lung als einen Ausdru> des Vertrauens in die deutshe Wirtschaft bedingt an- zuerkennen, so kann man do< ni<t umhin, vor einer Ueber steigerung der Kurse, die si<h vielfa<h nur aus mangelndem An- gebot gegenüber anhaltender Nachfrage erklärt, zu warnen, da diese notgedrungen bei sol<hen Papieren einmal zu einem Rüt>- shlag führen muß, deren innerem Wert der gegenwärtige Kurs faum noch entspricht. Bei alledem ist es aber erfreulich, daß ein Teil der Käuser sih in verstäcktem Maße den festverzinslihen Papieren zuwendet, die sowohl der Sicherheit als au< der Ren- dite nah als eine zuverlässige langfrijstige Anlage anzuspre<hen sind. An den Aktienmärktten seßten Stolberger Zink die Auf- wärtsbewegung um 1, Verein. Stablwerke und Mannesmann um 7, Rheinstahl um -% % fort. Mansfelder waren zunächst urn 1% ermäßigt. Auch Harpener gaben 4 % her. Bei Braunkohlen- aktien betrugen die Steigerungen durhschnittli<h #4 %. Kali- werte waren unter erneutem Hinweis auf den bekannten Bericht des Salzdetfurth-Konzerns wieder stärker gesucht, Aschersleben hatten mit + 14 % die Führung. Jn der chemis<hen Gruppe holten Farben einen Anfangsverlust von %% nicht nur ein, überschritten diesen vielmehr s<hon in der ersten Viertelstunde um 14 %, v. Heyden zogen um 1% % an. Von Linoleumaktien sind Conti Lin. mit + 154 %, von Elektrowerten Gesfürel mit + 2, Lahmeyer und Schu>ert mit je —+ 14, Lichtkrafst mit + 1% zu erwähnen, AEG. wáren zunächst um 4% und später no<hmals um 54 % auf 3814 % erholt, so daß der vorangegangene Verlust mehr als ausgeglichen ist. Von Kabelwerten zogen Dtsch. Telefon um 214 %, von Autowerten BMW. um 4 und Daimler um s % an. Sonst sind no< Bremer Wolle mit + 2, Engelhardt-Brauerei mit + 1%, Aschassenburger mit + 14 und Metallgesellshaft mit + 1K als besonders fest zu erwähnen. Reichsbankanteile konnten eine Einbuße von 24 % schon in der ersten halben Stunde aus gleichen,

Im Verlauf zeihnete sih stärkeres Spezialinteresse für Hotels betrieb ab, die den um 4% höheren Anfangsfurs erneut um 154 % erhöhten. Lebhafter gefu<ht waren ferner Muag, die gegen den Vortag insgesamt 124 % gewannen, sowie Flse Genußscheine mit + 16 % gegen den Anfang. Sehr lebhaft wurde das Ge- chäft in der zweiten Börsenstunde in Verein. Stahlwerken, die his" auf $5 anzogen und damit einen neuen Höchstkurs erreihten. Am Rentenmarckt- zogen Reichsaltbesis um 30 Pfg. auf 114,90, die Umschuldungsanleiße um 15 Pfg. auf 87,90 an. Wiederaufbau- zushläge wurden 4—!4 % höher bewertet. zl,

Am Kassa-Rentenmarkt ist weiter Kaufinteresse zu verzeihnen, Infolgedessen konnten verschiedene Serien von Hyy.-Pfandbriéfen, Komm.-Obl. und Liq.-Pfandbriesen erneute leihte Besserungen aufs weisen. Belebtes Geschäft verzeichneten au<h Stadtanleihen, die 4— A % béher angeshrieben wurden. Von Provinzialanleihen wurde wieder Altbesis gesucht; so konnten Thüringer und Lübe>er um je % % anziehen. Fm gleihen Ausmaß waren au<h Alte Ham- burger befesttigt. Am Markt der Länderanleihen hatten nur 29er Braunshweig mit + % % einen größeren Kursgewinn aufzu=- weisen. 40er Postshäße gewannen 10 Pfg., 85ex Bagnshäße 4 %- Am Markt der Jndustrieobligationen waren Harpener um 4 %. erholt. Hoesh und Arbed gewannen je. 4 5.

Von Valuten errehnete sih das engl. Vfund mit 12,344, dex -

_ Dollar mit 2,486. Goldvaluten waren wenig verändert. ---

Blanko-Tagesgeld verbilligte sich int Zu!ammenhang mit der außerordentlichen Flüssigkeit des Geldmarktes auf 22—2 %.

E E L I E E E E E T T E E

Wochenübersicht der Reichsbank vom 15, Mai 1936,

(In Klammern Zu- und Abnahme gegen die VorwoWe) :

Aktiva. NRNM

1. Goldbestand (Barrengold) sowie in- und aus- ländisde Goldmünzen, däs Pfund fein zu 1392 Reichsmark berechnet

und zwar: Goldkassenbestand . « « - Golddepot (unbelastet) bei ausländischen Zentralnoten-

banken e 24 559 000

2. Bestand an de>ungéfähigen Devijen « « « «. - Az I A e {onstigen Wechseln und Scheds «

d deutshen Scheidemünzen « «- « «e -

70 044 000 (— 92 000)

NRM 45 485 000

5 428 000 + NReichsshatwechseln . ooo. - 5 ú <éshagwe< : (— 5 860 000) 4 132 048 000 (— 114 716 000) 207 437 000 (+ 16 830 000) Noten anderer Banken . « « » —_

ias (— 11 509 000)

2139 307 000 (— - 9 538 000) 319 311 000 (— 60000) 520 564 000 (+ 17 400 000)

L G 0 ea E 150 000-000

2, Reservefonds: (unverändert)

a) geseßliher Reservefonds « « o. «ooo 75 273 000 (unverändert)

40 280 000 (unverändert) 358 008 000 (unverändert) 4 076-814 000 (— 70 264 000) 650 296 000 (— 35 556/000)

Lombardforderungen « - - - o.

(darunter Darlehen anf Reichsschatz- wedsel NM 65 000)

de>dungsfähigen Wertpapieren » « »

sonstigen Wertpapieren. « « «o «

9, sonstigen Aktiven Passiva.

b) Spezialreservefonds für künftige Dividenden- zablung . . . . . . . . . . . . * , . .

c) sonstige Rü>lagen. « - - e o ooooo 3. Betrag der umlaufenden Noten « «o o. 4. Sonstige täglih fällige Verbindlichkeiten « « - 5, An eine Kündigungsfrist gebundene Verbindlich-

E E S S E

—_— ) 6. Sonstige Passiva 171 541 000 : f (— 2468 000)

Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen, im Inlande zahlbaren Wecßjeln NM —,—. V

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