1899 / 36 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Martha Hornig im Saal Be ch

deren Begleitung er selbs übernommen hatte. Diese Lieder trugen [f alle den bekannten ungarishen Nationalcharakter, der sih z. B. Bodenstedt’shen Texten zuweilen recht sonderbar ausnahm. Das Spiel des Herrn Verö verdiente dagegen alles Lob. Am ittwoch fand der zweite Klavierabend des Fräuleins stein ftatt. D chromatische Phantasie und Fuge eröffnete den Abend. Auf diese folgten Beethoven's Fis-dur-Sonate (op. 78), die B-dur-Variationen von Schubert, das erzo in E-moll und das „Spinnerlied“ von Mendelsfohn, Schumann's «Papilionn Beethoven?s selten gehörte Sonate in As- dur (op. 110), ein reizvoll poetish gehaltenes Salonstück „Frühlingsnacht“" von Tb. Kullak, das von Liszt bearbeitete Spinnerlied aus dem „Fliegenden Holländer“ und seine XI11. Rhapsodie. Die bekannte Künstlerin, die ihre Ausbildung in der Akademie des Professors Franz Kullak genossen, bewährte auch an diesem Abende wiederum ihre Sicherheit im Technischen und ihre lebendige Vortragsweise: Eigen- schaften, die ebensowohl in den klassischen, wie in den neueren Werken glänzend zur Geltung kamen. Lebhafter Beifall folgte ihren Leistungen. In der Sing-Akademie gab gestern Fräulein Bertha Visanska einen Klavierabend, welher einen recht erfolg- reihen Verlauf nahm. Die u \sympathishe Künstlerin hatte ein recht umfangreihes und \chwieriges Programm zusammen- gestellt, welhes Werke von Bah, Beethoven, Schumann, Rubin- stein, Chopin, Mos;kowski und Liszt umfaßte: eine Aufgabe, deren Bewältigung etwas über ihre physischen Kräfte zu gehen schien. Jhr Spiel zeugte im übrigen von musikalishem Ge- shmack und Der bâtte aber noch etwas wärmer gestaltet werden fönnen. Auch der gestrige zweite Abend der Münchener Kammermusik-Vereinigung im Saal Bechstein bot gleich dem fürzlih besprohenen erften einen vollkommenen künstlerishen Genuß. Besonders gefiel gestern ein Sextett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn in B-dur (op. 6) von Ludwig Thuille, ein Werk, das sich sowohl durch die Feinheit seines themati- \hen Aufbaues wie durch seinen Wohbllaut auszeichnet Jn der Philharmonie gab gestern Herr Pablo de Sarasate ein populäres Konzert. Der weite Raum war dit beseßt, und das ublikum bereitete dem berühmten Geiger einen glänzenden Erfolg. tamentlih schien nah dzr bekannten und von dem Künstler hier oft vorgetragenen „Carmen-Phantasie* der Beifall kein Eide nehmen zu

wollen.

Im Königlichen Opernhause wird morgen Donizetti?s komishe Oper „Die Regimentstochter“ gegeben. Hierauf folgt das Ballet „Vergißmeinniht“ mit den Damen dell’Era, Urbanska und Lucia in den Hauptrollen. Am Sonntag findet eine Aufführung von Lorgzing's Oper „Der Waffenshmied" ftatt.

Knüpfer singt den Hans Stedinger, Herr Philipp zum ersten

ale den Georg, Herr Bulß den Grafen Liebenau. Kapellmeister Dr. Muck dirigiert.

Im Königlihen Schauspielhause wird morgen das Lust- spiel „Auf der Sonnenseite“ gegeben.

In der morgen im Theater des Westens zu ermäßigten | ia statifindenden Aufführung der Over „Der Freishüß“ wird

r Alfred Rittershaus, vielfahen Wünschen entsprehend, noch einmal, und zwar als Max gastieren. Das zweite Gastspiel des Fräuleins Lili Lejo if für Sonntag Abend angeseßt, an dem „Das Glödthen des Eremiten“ zur WBieberboitng gelangt.

Mannigfaltiges.

Die gestrige Sitzung der Stadtverordneten wurde mit der Verlesung des folgenden Allerhöchsten Dankschreibens eröffnet:

„Auch Mein diesjähriger Geburtstag is in Meiner Haupt- und Residenzstadt durch Veranstaltungen mannigfacher Art feftlich begangen worden, und hat es Meinem Herzen wohlgethan, beim Pasfsieren der prächtig geshmüdckten Straßen die freudige Theilnahme der Berliner Bürgerschaft persôönlich wahrnehmen zu können. Als berufene Ver- treter der Bürgerschaft haben die Stadtverordneten es sh nicht nehmen lassen, Mir in treuer Gefinnung freundlihe Glückwünfsche darzubringen. Für diese Kundgebung Jhnen Meinen Königlichen Dank ¡um Ausdruck zu bringen, i|st Mir ein herzlihes Bedürfniß.

Berlin, den 1. Februar 1899.

Wilhelm R.“

Der Verlesung, welche die Versammlung stehend angehört hatte, folgten geschäftlihe Mittheilungen des Vorstehers Dr. Langerhans. Von den Stadtvv. Sachs 11 und Gen. wurde darauf folgende Anfrage eingebraht: „Die Unterzeichneten fragen den Magistrat an, ob und welche Einrichtungen er getroffen hat oder zu treffen gedenkt, wele im Interesse einer geordneten Verwaltung eine Entlastung des

Bürgermeisters für die Zeit her ren, in welher niht beide Bürger- Seictotien besetzt sind.“ Der Vorsteher , daß die Anfrage, der Geschäftsordnung entsyrehend, auf die Tagesordnung gesezt werden solle, wenn der Magistrat sich zu ihrer Beantwortung bereit erklärt haben würde. Tagesordnung begann mit der Vorlage des Magistrats, betreffend die Anerkennung einer Anzahl Bureau-Hilfs- arbeiter und Standesamtóshreiber als Gemeindebeamte. Von den Stadtvv. Spinola und Singer lagen hierzu gleihlautende Anträge vor: „Die Versammlung möge sich damit einverstanden erklären, daß die in der Vorlage des agistrats namentlich aufgeführten Hilfsarbeiter und Standesamtsshreiber als Gemeinde- beamte anerkannt werden.“ Der Stadtv. Dr. Preuß beantragte da- egen die Uevecweha der Vorlage an einen Ausschuß. Nah kurzer

ebatte nahm die Versammlung die Urte age nah dem Vorschlage des Stadtv. Spinola an. Es folgte die Berichterstat- tung des Stadtv. Louis Sachs über die Vorlage, betreffend die Aufnahme von drei auf dem Grundstücke der Norddeutschen Lagerhaus-Aktien- gesellshaft, Tegelerstr. 29/50, anzulegenden Straßen in den Bebauungs- plan. Der Aus\huß empfahl die Annahme der Magistratsvorlage, und die Versammlung beshloß in diesem Sinne. Ueber die Vorlage, betreffend die Herabsezung des Tarifs der ftädtishen Wasserwerke, erstattete der Stadtv. Reichnow Bericht. Der Magistrat wolle künftig für 200 cbm 20 S pro Kubikmeter, bei Lieferung von mehr als 200 cbm 15 S und eine Grundtaxe von 4 4A zu Grunde legen, während der Ausschuß einen Einheitspreis von 15 - pro Kubikmeter und eine Grundtaxe von 4 4 von jedem an die Wasserleitung anges{lossenen Grundstück für die allgemeinen Verwaltungskosten vor- schlage. Obgleich das Wasser für öffentliche Zwedcke unentgeltlich abgegeben werde, bleibe nah der Berehnung des Ausshufses noch ein Ueber- {uß von 14 Millionen Mark. er Einheitspreis von 19 Ä pro Kubikmeter könne also sehr gut vertragen werden. Im Ausfchufse sei die Auffassung eine allgemeine gewesen, daß die Wafserwerke nicht zu den gewerblihen Anlagen, sondern zu den gemeinnüßigen Veranstaltungen en bei denen in der e Ueberschüsse nit erzielt werden sollten.

on einer Seite sei im Aus\husse eingewendet worden, daß die Herab- seßung des Wassertarifs aus\hließlih den Hausbefißern zu gute käme, da ihnen doch das Wassergeld in den Miethen mit bezahlt würde. Die Miethen würden doch nit billiger werden infolge einer Herabseßung der Wasserpreise. Der Ausshuß habe aber den Antrag auf Belassung des bisherigen Wassertarifs mit 11 gegen 1 Stimme abgelehnt und schlage nun folgende Beschlußfassung vor: „Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß der § 2 des Tarifs und Regulativs der ftädtishen Wasserwerke vom 16. Mai 1878, bezw. 25. April 1883, vom 1. April d. J. ab bis auf weiteres, wie folgt, festgeseßt werde: Die Berechnung der zu leistenden Zahlungen für geliefertes Wasser erfolgt unter Zugrundelegung folgender Preise: Es sind zu zahlen für jedes Vierteljahr a. für jedes Kubikmeter Wasser 15 , b. von jedem an die Wasserleitung angeshlofsenen Grundstück eine Grundtaxe von 4 Æ für die allgemeinen Verwaltungskosten.“ Nach kurzer Debatte gelangte der Aus\hußantrag zur Annahme. Mit der Veräußerung einer in Rixdorf gelegenen Parzelle erklärte \ih die Versammlung einverstanden. Ferner genehmigte die Ver- sammlung zur Anlage der Verbindungsbahn vom Bahnhof Nirdorf nach Johannisthal-Niedershöneweide den Verkauf zweier in Treptow gelegenen s\tädtisWen Parzellen. Die Vor- lage, betreffend die Gewährung einer Beihilfe zur Unter- bringung von Inbvaliden aus dem Feldzug von 1870/71 in dem Fnvalidenheim bei Neubabelsberg, wurde auf Antrag des Stadtv. Fähndrih dem Etats-Aus\shuß überwiesen. Der Etat der Fleisch- schau für das von E eingeführte Fleisch für das Etats- jahr 1899 wurde dem Eiats-Ausschuß überwiesen, der Tarif wurde dagegen angenommen. Die Etats des städtishen Viehmarkts, des städtishen Schlahthofs und der städtishen Fleischshan wurden dem Etats-Ausschuß überwiesen. Mit der Ein- rihtung einer Hilfskrankenstatin im ftädtishen Obdach erklärte fich die Versammlung einverftanden. Ebenso \timmte die Versammluna der Einführung einer Befoldung für die Gelderheber der Hauptkasse der städtishen W'rke nah den für die städtischen Steuererheber bestehenden Grundsäßen zu. Zur Feier des 100 jährigen Bestehens des Friedrih-Wilbelm-Hospitais bewilligte die Versammlung 2500 4 und für bauliche Einrichtungen in der St. Thomaëkirche einen Patronatsbeitrag von 140 A Auf die öffent- liche folgte eine geheime Sizung.

Zum Besten des Denkmals für die Königin Luise in Tilsit veranstaltet das Berliner Comité am 10. März im Neuen Königlichen Opern - Theater ein Fest mit folgendem Programm: Fest-Ouverture von Karl Maria von Weber, aus- aeführt von der Kapelle des Garde - Füsilier -Regiments unter Leitung ihres Dirigenten, Königlihen Musikdirektors Freese;

olog, gedihtet von Dr. Julius Lohmeyer, oden von ara Meyer, Ahrenibitalied des AEagu aen spielhauses; führung eines einaktigen Lustspiels von argestellt Kräften des Köni n Schauspielhauses; Kostüm-

von 40 Damen und Herren der Gesellschaft, einstudiert vom Un Tanzlehrer Por Lied für M e komponiert vom Î direktor Ha enstein. Nach einer Buffetpause findet sodann eine Aufführung lebender Bilder (berühmte Personen aus der Befretungskriege) statt, gestellt von Damen und

Gesellshaft unter Leitung und nah Angaben der Professoren Brause- wetter und Knötel. Die Vorführung eines historishen Transparent- gemäldes mit begleitender Dichtung von Dr. Julius Lohmeyer (Musik von Professor Krause) beschließt das reihhaltige Programm. Dann folgt Per F as uri DeT MULINEIEn 1 a 4 4 für die ein- zelne Person festgeseßt; Familienkarten, welhe drei Person Eintritt Pcdbgen, Taltes 10 M HERRN u

Am vierten Vortragsabend des Vereins „Berliner Presse“, welcher gestern im großen Saale des Architektenhauses stattfand, lasen die Herren Professor Dr. Erich Shmidt und Dr. Hans Hol ana, Pert Professor Schmidt trug eine kurze Novelle „Der Muff“ von Marie von GEbner-Eshenbach vor. In lebendiger Frishe tauchten die verschiedenen Gestalten der bumoristishen kleinen Novelle vor den Seelen der Hörer auf. Eine gutmüthige Generalin, die ihren großen Muff, ein altes Erbstück, versenkt, eine alte Bettlerin, die unshuldiger Weise dieses Geshenkes wegen ins Wachthaus gehen muß, eine ordnungsliebende, strenge Kammerfrau Adele und ein „Patiencen“ legender General wurden durch charakteristische Tongebung des Vortraaenden so frohlaunig gezeihnet, wie die Dich- zug sie darstellt, und Dichtung und Vortrag gelangten fo gleichmäßig zu Ehren. An zweiter Stelle las der bekannte humor- urd gemüth-: volle Novellendichter Hans Hoffmann sein Weinmärchen „Waffer“ vor. Die Dichtung ist {hon veröffentlicht worden, aber man folgte gern im Vortrage des Poeten noh einmal dem jungen Gelehrten Walther Vogel auf seiner Hochzeitsreise nach Südtirol! und seiner märchenhaften Weinfahrt zu dem Rosengatrten Laurin’s; man freute sih an den ge- lehrten Gesprächen des jungen Deutschen mit dem steinernen Stand- bilde Walther's von der Vogelweide und an der weinseligen Deutung der alten Sage vom König Laurin und Dietrih von Bern. Den beiden Vortragenden wurde lebhafter Beifall zu theil.

__Im Verein Berliner Kaufleute und Industrieller wird am Mittwoch, den 15. Februar, Herr Geheimer Justiz-Rath, Professor Dr. W. Kahl im großen Saale des Kaiserhofs Abends 8 Uhr über „deutsche Nechtszersplitterung und NRechtseinheit im 19. Jahrhundert“ sprechen.

Im Hörsaal der „Urania“ findet morgen, Sonnabend, ein D oppe l- Vortrag der Herren Dr. R. Neuhauß und Professor Dr. Müller statt. Der Erstgenannte, dessen Thätigkeit auf dem Gebiete wissenshaftliher Photographie bereits wohlbekannt is, wird über „Mikrophotographie“ \prehen, während Herr Professor Müller die Grundzüge der „Mikrochemie“ zum Gegenstand seiner Be- trahtungen machen wird.

Valparaiso, 9. Februar. (W. T. B.) Nach einer Meldung des „Reuter’shen Bureaus“ aus Bolivia wurden die Gebäude der in chilenishem Besiy befindlihen Bergwerke von Corocoro (füdlich von La Paz) von mehr als 1000 Indianern umzingelt und geplündert. er Direktor, seine Frau und ein Beamter suchten zu entkommen, indem sie 3000 Dollars für ihr Leben boten. Als dieses Angebot abgeshlagen wurde, ershoß der Direktor seine_ Frau, den Beamten und sih selbs. Das Vorkommniß dürfte zu Schwierigkeiten zwishen Bolivia und Chile führen.

en der Berliner

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

_ Madrid, 10. Februar. (Meldung der „Agence Havas“.) Die Regierung erachtet es als nothwendig, daß Spanien seine Souveränetät auf den Karolinen aufrehthalte und auf die Kaufangebote nicht eingehe.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

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Wetterbericht vom 10. Februar, 8 Ubr Morgens.

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1) See mäßig bewegt. ?) See unruhig. ?) See Leit bewegt. 4) Abends ded, 5) See \{licht. 6) See leiht bewegt. 7) Vormittags Regen. ®) See

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Uebersicht der Witterung. Br E S BL ih von o nehmen e ih «n t der nôrdliden Nordsee fortgepflanzt bat, if westlich von Irland ein neues tiefes Minis- mum erschienen, welhes seinen Einfluß über die Britis. Inseln auge hat. Am höthften ift der Luftdruck jenseits der Alpen, Bei an der Küfte

land trübe und ungewöhnlich warm; in den nörd- lichen Gebietstkeilen ist Regen gefallen; die Morgen- temperatur liegt an der Küste bis zu 103, im Binnenlande bis zu 124 Grad über dem Mittel- werth. Fortdauer der milden, feuchten Witterung

wahrscheinli. Deutsche Seewarte. f

Theater.

Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern- haus. 37. Vorstellung. Marie, die Tochter des Regiments. Komische Oper in 2 Akten. Tert von Bayard urxd Saint-Georges. Musik von Gaëtano Donizetti. Vergifimeinniht. Tanz- mären in 1 Akt (3 Bildern) von Heinri Regel und Oito Thieme. Musik von Richard Goldberger.

“eda spielh: uus, 42. Vorstel Auf d uspielhaus. ; ellung. er Sonnenseite. Luftspiel in 3 Aufzü en von Oscar Blumenthal und Gustav Kadelburg. Anfang 74 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 38. T Der Waffenschmied. Komische Oper in 3 Akten von Albert Lorßing. Vergißmeinuicht. Tanzmärchen in 1 Aft (3 Bildern) von Heinrih Regel und Otto Thieme. Musik von Richard Goldberger. Anfang 7F Uhr.

Schauspielhaus. 43. Vorstellung. Julius Caesar. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare. UVeberseßt von August Wilhelm von Slegel.

Anfang 74 Uhr.

Deutsches Theater. Sonnabend: Fuhrmann Henschel. Anfang 74 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 24 Uhr: Johanues. Abends 74 Uhr: Cyrauo von Bergerac.

Montag: Fuhrmaun Henschel.

Berliner TFeater, Sonnabend: Zaza.

S r i 8 : ello. pa Aas T Ubr: Bit M B O

Montag: Faust, erster Theil. Anfang 7 Uhr.

Schiller-Theater. (Wallner-Theater.) Sonn- abend, Abends 8 Uhr: Die Leibrente. Schwank

Sonntag, Naqhmittags 3 Uhr (7. Vorstellung im Schiller-Cyclus): Wilhelm Tell. Abends 8 Uhr : Der Millionenbauer.

Montag, Abends 8 Uhr: Ehrliche Arbeit.

Theater des Westens. (Opernhaus.) Sonn- rf Bera ite Den Leo m Janen

reisen: Der Fre . Romantische Oper in 4 Akten von C. M. von eber, B

Sonntag: Hastspiel des Fräulein Lili Lejo. Das Glöekchen des Eremiten. Nachmittags: Die weifie Dame.

Lessing-Theater. Direktion: Otto Neumann- Hofer. Sonnabend: Die guten Freundinneu.

Sonntag, 3 Uhr: Nachmittags-Vorstellung zu volksthümlihen Preisen: Hans Huckebein. Abends 77 Uhr: Die Zeche. Unter blondeu Bestien. Ein Ehreuhaudel. Liebes- träume.

Montag: Im weißen Rößl.

Neues Theater. Direktion: Nuscha Buye.

Sonnabend: Der Sohn* der Frau. Schauspiel

in 4 Akten von Max Kretzer. Anfang 7F Uhr. Sonntag, Nachmittags: Keine Vorstellung. Montag: Kraft.

Belle-Alliance-Theater. Belle - Alliance- straße 7/8. Sonnabend: Der Pfarrer von Kirch- feld. Anfang §8 Uhr.

Na(wmittags

Sonntag: Der Nachruhm. 3 Uhr: Der Schlagbaum.

Montag: Gast viel des 12 jährigen Josef v. Fieliß. Der Pariser Taugenichts. x Ficlig) Der Pariser Taugenichts. (Iosef ° eil.

Mita: Der Pariser Taugenichts. (Josef v. Fielißz.)

Residenz - Theater. Direktion: Sigmund

Lautenburg. Sonnabend: Der Schlafwageu-Kon- troleur. (Le contrôleur des wagons-lits,) Schwank in 3 Akten von Alexandre Bisson.

lebhafter, im Binnenlande schwacher südlicher bis westlicher Lustftrömung if das Wetter in h

in 5 Akten von Gustav von Moser.

In deutscher Uebertragung von Benno Jacobson. Vorher:

Zum Einfiedler. Lustspiel in 1 Akt von Benno Jacobson. Anfang 7# Ukr. Sonntag und folgende Tage: Der Schlafwagen- Kontroleur. Vorher: Zum Einsiedler. Sonntag, Nahmittags 3 Uhr : Zu halben Preisen Jugend.

Thalig - Theater. ODretdenerstraße 72/73. Sonnabend: Gastspiel von Emil Thomas. Schidde- bold’s Engel. Posse mit Gesang in 4 Akten von W. Mannftädt. Musik von bemtelbert (Kuplets von Alfred Bender.) Aufang 7F Uhr.

Sonntag : Dieselbe Vorstellung.

Konzerte.

Sing-Akademie. Sonnabend, Anfang 8 Uhr: Ix. hiftoriser Schubert-Lieder-Abend von Dr. Ludwig Wülluer.

Saal Bechstein. Sonnabend, Anfang 7 Uhr : LI. Klavier-Abeud von Theodor Szántó.

Beethoven-Saal. Sonnabend, Anfang 8 Uhr: Konzert von Louis Breitner (Klavier) mit dem Philharmonischen Orchester.

Familien-Nachrichten,

Geboren: Eine Tochter: ¿H Dr. jur. von Renthe (Berlin). Hin. Staatsanwalt Acker- mann (Gleiwiß).

Gestorben: Hr. Oberst a. D. Carl Lueder ( walde). Hr. Stabsazt Dr. Albreht Uhl (eertaude Hr. ungs-Rath Friedrich

aersch (Breslau). -

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Siemenroth in Berl in.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeuts Buchdruckerei und Verlags- Anstalt Berlin Les Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen

(einshließlich Börsen-Beilage).

zum Deutschen Reichs-Anz

M 36.

Erfste.Beilage

Berlin

eiger und Königlich Preußis

chen Staats-Anzeiger.

1899,

Deutsches Neidch. Ein- und Ausfuhr von Getreide und Mehl im deutschen Zollgebiet.

, Freitag, den 10. Februar

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Gesammteinfuhr

Jahr 1899 dz

Januar 2. Januar Hälfte

Januar 2. Hälfte

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Berlin, den 9. Februar 1899.

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1899 von gemischten Lagern in den freten Verkehr gebrahten Aus- landsmengen sind nicht berüdcksihtigt. Kaiserliches Statistisches Amt.

von Scheel.

Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

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Ein liegender Stri (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der

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rfte.

20,00 |

g E n. 14,00 14,41 13,00 14,20 14,40 14,80 15,40 14 90 13,90 14,50 14,30 15 50 15,96

1,09 12,50 15,60 14,50 16,00 17,40 | 16,50

afer. 13,00 14,60 12,10 13,00 12,009 13,89 13,50 13,00 14,50 13,40 14,90 14,80 15,50

20,27

14 00 14,41 13,20 14,90 14,50 15,00 15,40 15,20 14,40 14,50 14,60 16,40 15,96

15,00 13,00 16,00 14,70 16,00 17,40 17,29

13,00 14,60 12,40 13,20 12,20 14 009 14,00 14,00 14,50 13,90 15,00 14,80 16,10

20 30 33

60 31

137 29 12

Bemerkungen. Die verkauste Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark abgerundet mitgetheilt.

290 348 424 1815 835 415 2 036

419 180

15,30 | 16,48 |

15,34 | 16,85 | 16/60

LC80 | F700: |

14,50 11,60 12,85 12,10

13,90 13,39

14,86 14 45 15,00

betreffende Preis nicht vorgekommen ist, cin Punkt (.) in den leßten sechs Spalten,

19,79

14,27 | 12,80 | 14,00 | 14,45 |

15,40 |

14 88 13,80

15,25 |

14,44

11,70 13,38

16,85 16/50

14,20 12,10 12,90 12,10

13,70 13,40

14,55 14,10 15,50

D bS DO D

Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen berehnet,

daß entsprehender Bericht fehlt.

Bit a P R s ege Sas fait e E An E rie b S F q