1830 / 6 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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welches-von- dez. verüxtheilten:Ultra-Tory-Blättern immer am

meisten. ange riffen wurde. Dem. Urtheile- des Gerichts-

hoses in. Folge des. von der Jury ausgesprochenen Schuldig,

muß. noch entgegen ge¡ehen werden.

Ju ter Morning-Chrounicle liest man: „Kaum sind wir im Stande, den Widerwillen fast des ganzen Pu- blißums gegen die von der Regierung. beabsichtigten Finanz- Maaßregeln, hauptfächlich gegen die Reduction der 4pyrocent. Stocks zu schildern; diejer geht so. weit, daß, wenn die Mi- nister es nicht im Sinne haben, den Besigern dieser Papiere ein anderes Cffect mit geringerem Zins vortheilhafc anzubieten, let- tere.den. Jnhalt eines, von. uns bereits erwähnten Umlaufschrei- beus, worin fie erklären, nichts anders als baaxes Geld. neh- men zu wollen, wahr machen, und dadur die Minister in die größte: Berlegenheit seen werden. Die Regierung dúrfre duxch eine solche vereinte Maaßregel, tro6 des Beistandes der Bank-Direktoren- und anderer in Geld - Angelegenheiten ein-

flußreiher Männer, dazu: genöthigt werden, ihren Plan bis

zum nächsten Jahre aufzuschieben. Es giebt Leute, die, wie- wohl als „treue, und feste Anhänger der Regierung bekannt, sih doch über das Mißlingen der von den Minijtern beab- sichtigten Finanz-Operation. freuen würden, indem sie die in dieser Hinsicht genommenen Maaßregeln mißbilligen utid vor- züglich das hiebei beobachtete Verfahren der Bank-Direktoren sehr tadeln.‘

Von der neuen 4 pCtigen Französischen Rente sagt die Times: „Briefen aus Paris zufolge, scheint es uns, daß die. vorläufigen - Auorduungen zur Empfangnahme der Suh- missionen nun alle getroffen sind und daß der Minister die Capitaliften mit den Bedingungen, so weit sie von ihm ab- hängen, bereits befannt gemacht hat. Aus diesen Bedingun- gen zu: schließen, scheint das Minuisteriuínm nur allzugut -zu wissen,„.welc<h ein gejuchter Artikel heutzutage eine Regierungs- Anleihe ist, und daß. man es daher die Bewerber vor allen Dingen müsse fühlen lassen, wie sehr man sie verpflichte, wenn „manu ihr Geld annimmt. Die Summe, die man zu 4 pCt. sucht, beträgt noch nicht volle 4 Millionen Pfd. Sterl., und als ob er dadurch seine Macht über den Geld- Maxkt , so, recht zeigen wolle, weigert sich" der Minister , irgend eine „Garantie, auch nur auf sehr kurze Zeit, dafür zu geben, daß die Einlösung O un Pari geschehen joll; wiewohl die Haupt - Capitalisien ihm dieserhaib dringende Vorstellungen gethan. und. bemerklich gemacht, haben follen, daß er mit ei- ner solchen Garantie weit günstigere Bedingungen erhalten und „auc dem Plane zur allgemeinen Zins -Reduction dadurch fein. Eintrag geschehen. würde. Ein sinkeuder Fonds von 1 pCt. soll mit der. neuen Auleihe verbunden, jedo< zur Einld- sung. der Obligationen nur. verwandt werden, wenn sie enct- weder pari,- oder darunter stehen.‘

_Durxch die Aenderungen, welche die Herren Braithwaite und Ericfson an ihrem neu erfundenen (bei der Wettfahrt votz Liverpool bereits erprobten) Dampf -Wagen ¡¡Iovelty/‘ angebracht haben, soll derselbe so verbessert worden seyn, daß er im Stande. ist, in einer Stunde. mit schwerer Last 30 Engl. Meilen und blos mit Passagieren- 50. zurückzulegen.

Hier -angefommene Calcutta-Zeitungen bis zum 28. Juni, bringen Folgendes mit: „Es sind von der nord- dstlichen- Gränze Briefe bis zum 21. Mai mit der Nachricht eingelaufen, daß die Bewohner der vorzüglichsten dem Rajah Tirut Sing *) gehörenden Dörfer sich der Britischen Regie- rung. unterworfen haben. Am. .15. Mai war Capitain Lijter mit. einem. Theile seiner Truppen in das Gebiet von Bur

Mauick; Najah. von -Moleem, marschirt, und ‘hatte mit 200.

„bis. 300. seiner. Soldaten bei. Nogundee eine- sehr feste. Stel- lung genommen.- Er erxeichte. diesen Ort am -2sten. ¿No-

unde liegt: auf einem ungefähr 300: Fuß hoheú Felsen. Die. enachbarxten- dôhen, sowohl, als ein nahe liegendes Dorf? wurden ohne Schwierigkeit, beseßt; dagegen aber stieß man.

auf, ein tiefes Thal. und. auf eine vom Feinde. stark befestigte Anhöhe. Nachdem. man Anle aftem Widerstande: end- lich in. Besiß „der ganzen feindlichen:.S ella

tiefes Todten und;5 Verwundeten.“

__ Deutschland. bétt 45 ubt fheiit folgendes

¡Vdin Ri ner strengen Winterfkälte hat eine starke Frage. nach Wollen-

__*) Demselben; der si< die-Ermovrdiung zweier Britischen Of-. ficiere zu Nunclow. hatte zu Schulden kommen lassen; und: des- halb von dem Britischen Gouvernement angegrifea- und in die Flucht getrieben wurde: S- Ne: 298 dor.St.- Z. y. F. 1829. -

9, 1 PrivaGSchteibeir nit:

i ; en feindliche ng gebracht hatte, | wurde dex Feind mit bedeutendem Verlustein.ein gegen 3000 Fuß | Thal. i eingetricben:- Unser-Verlust ; estand aus-einem |- Schreiben votr- der

(Briefe aus Philipp opel vom 2èn d. M. enthalten-fort-

._ Jan. Der hiesige Eorrespondent

[lungen bewerfstelligten;

N hein, 27. Dec. Der frühzeitige Eintritt ei- | Mars. führte, bört man. von‘durch. sie verúbtem barbarischen

tücheru in den Rhein-Preußischen -und Belgischen Fabrifstäd- ten veranlaßt, die jedoch, aus. Mangel an : großen Vorräthen, nur unvollständige Befriedigung findet, zumal da. die bedeutend- sten Fabrikanten es: sich. schon seit. geraumer Zeit zum Grund- saße gemacht hgben, feine-.großen Lager für das zufällige: Be- gehr in Bereitschaft zu halten. Zugleich find auch frische Be- stellungen für den levantischen Markt eingetroffea, was.denn, in Verbindung mit jener- Conjunctur , die Fabritation gegen- wärtig. ganz ungemein belebt. Man kann zwar für jeßt noch nicht jagen, daß die Preise der Tücher - in Folge jener 'Ver- hältnisse, einen namhaften Aufschlag erfahren haben; jedoch ist vorauszusehen, daß sich die Käufer um so eher dazu’ wer- den verstehen müssen, da auch. die gangbarsten Sorten Wolle, d. h. zu 80 Fl. pro Zentner und darunter, von den Besißern bereits höher im Preise gehalten werden, guch die Fabrikanten durch dent wirklichen Bedarf sich genöthigt sehen , ein höheres Ge- bot etwa 5 pCt. über den Durchschnittspreis ' des- verwi- chenen Herbstes dafür zu machen. - Feinere Wollsorten bleiben dagegen. fast unbegehrt, und dürften guch wohl sobald feine Preiserhöhung erfahren, da die sich immer mehr vervoll- fommnende Fabrikation dieselben immer entbehrlicher zu ma- chen strebt gt

Karlsruhe, 29. Dec. Nächsten Donnerstag wird die Taufe des neugebornen Prinzen statt haben. Wegen er- folgen Eisgangs mußte gestern die Schisförúcke bei Kehl ein- gezogen werden wodurch der Postenlauf und jede. Verbin- dung mit Frankreich unterbrochen wurde. Man hofft jedoch, daß diejelbe heute wieder werde hergestellt werden „fönnen. Auch bei Mannheim hat sich das Eis gestellt, Seit mehre- ren Jahren ist der Winter in unserer Gegend nicht so früh- zeitig eingetreten. Wir hatten hier schon über 19. Grad Kälte, Seit gestern fängt es- übrigens zu schneien an. Un- sere Vorgebirge sind bereits: mit Schnee bede>t, auf den-Hoch- gedirgen liegt jedoch noch feiuer. : 4 ad

Am 24. Dec. wurde bei Steinenstadt, Amts Máhlheim, in einem Altwasser ein Schwan (Singschwan, Anas Cyg- nus) erlegt. Er war in Gesellschaft von no< 7. Sein Ge- wicht beträgt 18 Pfund, und seine Länge von der Schnabel- bis Schwanzspiße 57 Französiche Zoll. Dieser schödtie Vogel mit seinem / je<hwarzen: Schnabel und schwarzen Füßen und blendend weißen Federn ijt bei uns ein seltener Gäst: und- ein Zeichen großer Kälte im Norden. Ohne Zweifel wird es den Übrigen bei. gegenwärtiger Witterung auf unsexem in viele Arme getheiiten Oberrhein, auf dem sie zureichende Nah- rung finden, wohl: noch einige: Zeit gefallen, und es darum dem ausmerksamen Jäger gelingen, des einen oder anderèn noch habhaft, zu werden. e

Frankfurt a, M., 31. Dec. Während des Jahres 1829 sind zu Franksurt und Sachsenhausen getraut worden: 254 Paare; die Zahl der Gebornen ist 971, die der Gestorbenen 1233. Jmm, Monat May war die Zahl der Gebornen ám stärksten und, betrug 96, im November war sie am geringsten und betrug nux 62." Die größte Sterblichkeit herrschte im März, die geringste im- December. Jm erstern Monat star- ben 137, im leßteren: 70 Personen. Unter den Gestorbenen befinden sh 122 Wittwen und 134 verehelichte Frauen. Im Jahre 1826 wurben getraut 253, geboren 1064. und es starben 1301, Jm Jahre 1827 wurden getraut wiederum 259, geboren wiederum 1064 und es starben. 1094. Im Jahre 1828 wurden getraut 279, geboren 1070 und es: star- ben: 1020. :

An der Börse hatte man: heute aus Mailand die: Nach-

‘richt, daß ein neues Anlehu: von: 122 Millionen Conventions-

Gulden 4proc. Metalliques - Obligationen. von der K: K. De- sterr. Regierung, zum Behuf der Einlösung -der- im Umlaufe

: befindlichen Central-Kässa:Anweisungen- mit den dortigen:Bän-

quiers abgeschlossen: worden: sey, - Tag-der-Ausstellung, sowie

„alle úbrigeu- Formen. des. Anleihe-Contracts; sind“ wie beé: den „Jüngst: in--Wien- negociirten: 4proc. Metalliques'-Obligationen.

Türkei,

Der:Nürnberger-Corresp ondent meldet in einem ervischen Gränze vom?18. Dec. :

während nichts: als Klagen über die Auss<hwe fungen der

¿Truppen des, Pascha von. Skutari vor ihrem: Abzug, welchen

sie: wegen. beschwerlicher- Verproviantirung. in: kle:nen- Abthei- Aus: allen Gegenden; dur< die ihr

Unfug. - Gleich nah der Räumung Philéppopels : hat? dorc

„Und: in der: Umgegend eine allgemeine Conscription: regulairer ‘Truppen: begonnen, Aus -Salonichi: sind in“ elgrad

_ Beilage

“den Utiter

_. fehl gelangt die

völlige „Unabhängigkeit. anerkennen werde. « Briefe aus-Patras: bereits die Uebergabe Athens an die un-

“Beilage - zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung F 6.

Briefe vom“ 30. November eingetroffen, welche hinsichtlich des Aufruhrs in Klein- Asien die ernstlichsten Besorgnisse hegen. Nach - Angabe derselben soll sich die Empdrung bereits auf einen Umkreis von 60 Meilen ausgedehnt: haben, und die in

‘zählreichen Rotten. versammelten Jnsurgenten sollen mit Waf- m und Schießbedarf- wohl versehen seyn. Endlich roird

aus Seres vom 5. December Folgendes gemeldet: Ein Al-

‘baneser-Häuptting, welcher vor 4 bis 5 Jahren mit Jussuff-

ascha gegen die: Moreotischen Junsurgenten focht, hatte für in U balt der Besatzung von Patras ‘an diesen 750,000 Türkische Piaster zu- fordern, welche ihm derselbe in einer

bestimmten Frist zu zahlen versprach. Während der Zeit -

wurde Jussuff- Pascha nach Konstantinopel berufen, und der Albanefer sf S wei Jahren hierher , um sich seine Be- zahlung zu ‘holen. Da aber Jussusf- Pascha selbst nie mehr hierher kam, so suchte jener die Forderung an dessen Sohn, welcher datnals Ayan unserer Stadt war, geltend zu machen, was jedo<h auf dessen Erklärung, daß er nichts für seinen Vater bezahlen wolle, erfolglos blieb, worauf jener Rache schnaubend unsere Stadt perliek: Nachdem dieser Umstand schon längst aus Jedermanns Gedächtniß ents<hwunden war, erschien vor einigen Tägen der Albaneser-Häuptling unerwar- tet mit 800 Mann vor unsrer Stadt, plündert und verwü- siet seitdem alle in ‘unsrer Nähe gelegenen Ortschaften, ohne jedoh bis jeßt einen ‘Versuch gegen die Stadt selbst, wo Alles in Angst und Schrecken ist, gemacht zu: haben. Heute dren wir, daß der Rumely Walessy die Es Mann- La mehrerer Districte Macedoniens gegen dieje Bande aufgeboten hät, ‘allcin die seit einigen Tagen anhaltende fürch- térliche Witterung, welche die Communication so sehr er- schwert, scheint einen Angriff gegen dieselbe bis jeßt verhin- dert zu haben.‘ : | ; Ein von dex Allgemeinen'Zeitung mitgetheiltes Schreiben aus -Triest vom 23. Dec. meldet: „„Aus sicherer Quelle ist folgende Uebersicht der dermaligen Vertheilung der Seemacht Englands, Frankreichs und Rußlands in den Ge-- wáässern der Levante. Béi ‘Aegina befinden sich: 4 Englische

“Linienschiffe und 2 Katter; 4-Französisches- Linienschiff und 2

Briggs, auf d déx Vice:Admiral de Rigny; 1 Russ- sches Linienschi l ; di tu vor Kurzem stark beschädige. Jm Hafen von Poros liegen

45 Russische Kriegsschiffe verschiedener Größe, bestimmt, nach : dèr dun dér Griechischen Angelegenheiten und beim Ein-

tritt- der guteu Jahreszeit nach der Ostsee zurückzukehren. Bei Vurla liegen 2 Englische Linienschisse, 2 - Fregatten und 2 Briggs, zu Corfu ebenfalls 2 Linienschiffe dieser-Nation, wo- von eines ein ODreidecker. Diese beiden sind ‘bestimmt nach

Malta zu segeln, wo 2 ein Theil der Englischen Seemacht {

zu sammeln scheint. Zu Navarin befinden si 1 Französisches Linienschiff und 2 Fregatten. Die Kriegsflotte Griechenlands, aus 1 Fregatte, 1 Corvette und 6 Briggs bestehend, ist im Golf von Lepanto- stationirt.‘‘ G

Griechenland. Die Allgemeine Zeitung enthält-Folgendes: i „Ancona, 17. Dec. Man schreibt aus Korfu, es sey an die Ottomanischen Befehlshaber auf Negroponte der Be-

zu räumen. Man war daher zu Korfu der Meinung. daß die Pforte in den neuen Vorschlag der Mächte hinsichtlich der Begränzung Griechenlands gewilligt habe, und dessen Auch meldeten

ter Ypsilanti stehenden Truppen. So consolidiren. sich die innern Angelegenheiten Griechenlands immer mehr, dem nach

fünf erten der herabwürdigendsten Sklaverei. eine

ehrenvolleStelle in dem: Eurböpäischen Staatenvereine' bestimmt ist. Es heißt allgemein, der Prinz Leopold von Sachsen-Ko- burg werde in" Folge eineti Uebereinkunft ? zwischen England

und O L Thron besteigen, wozu auch )

das Russische Cabinet seine Zustimmung nicht verwei ert, son- dernnur die Bedingung gemacht habe, daß Graf Capodistrias ihm zur *Seite bleibe, Und füt immer"die erste Stelle im Griechi- schen Ministerium befleide. Da es zweifelhaft ist, ob nach Capodistrias Entfernung die Ordnung in der Administration

fortbestehn und ‘nicht die alten Jntriguen und. e 4 wie--

der beginnen würden, die er mit so vieler. Geschicklichkeit zu beseitigen wußte, so scheint diese Forderung Rußlands aller- dings im Sinne des Traktats. ‘von London . gemacht , welcher die Beruhigung Griechénlands zum Zwecke hat. Es fragt

und t: Fregatte, die lebteré in einen Sturme.

A e einzustellen und die Jnsel

sich nun; ob die Höfe von: London und Paris damit einver- standen sind, und dann, ‘ob Graf Capodistrias ‘sich bereit zeigt, Griechenland seine Dienste no< ferner zu widmen 2 Hr. von Ribeaupierre joll den Auftrag haben, auf seiner Reije nah Konstantinopel zu Nauplia zu verweilen, um mit dem Grafen hierüber Abrede zu nehmen ; der Erfolg dieser Mission dúrfte auf die Wahl des künftigen Souverains von- Griechenland entscheidend einwirken, da der Russische Kaiser ohne eine vor- läufige Uebereinkunft dieser Art, um die Interessen seines. Reiches sicher zu stellen, einem Prinzen, der dur< Familien- Verhältnisse England angehört, die Besteigung des Griechi- schen Throns schwerlich gestatten möchte.“

Die Florentiner Zeitung. meldet na< Griechischen Blättern aus Aegina vom 20: Nov. : „Der Präsident von Griechenland hat durch ein Decret -den N! Andreas Mu- stoxidi zum Direktor und Aufseher des National - Museums ernannt, in welchem die Alterthümer des Landes gesammelt werden sollen. Ein Griechischer Patriot hat vor Kurzem dem Waisenhause 160 Bände Griechischer, Französischer und Deut- scher Werke zum Geschenk gemacht, worunter. sich auch vier Handschriften des Erzbischofs Eugenius befinden ; dieses Ge- schenk wurde von zwei reih aus Silber gearbeitecren Madon- nenbildern begleitet. Seit einigen Tagen befindet si< der Vice-Admiral von Rigny am Bord des Linienschiffes „„Con- querant‘{ auf der hiesigen Rhede; er ‘ist nebst zwei Briggs von- Smyrna gekommen. —- Auch der Englische Vice-Admi-

ral Sir Pulteney Malcolm ist am 9.- Nov. mit 2 Linien-

{<ifen, 1 Fregatte und 1 Brigg, von Vurla fommend, hier vor Anfer gegangen; am 12ten stießen no< 3 andere Engli- sche Kriegsfahrzeuge zu ihm. Ein aus Nauplia: vom 30. Oct. datirtes Decret des Prásidenten stellt die Formen fúr die Sibungen des Senats fest. -Die erste Section desselben sibt zur Rechten, die zweite zur Linken des Präsidenten; die Berichterstatter beider Sectionen sizen dem Präsidenten ju nächst; die übrigen Mitglieder des Senats sigen in zwei glei- chen Hälften. hinter den beiden Berichterstattern; der Secre- tair hat jeinen Plaß dem Präsidenten gegenübev,- Die Siz- zungen dauern von 8 bis 1-Uhr. Ju außerordentlichen Fäl- len können dieselben vervielfältigt und verlängert werden. Der Ppásident kann die Sißüng nicht eröffnen, wenn nicht we- nigstens 46 Mitglieder gegenwärtig sind. Einige: andere Be- stimmungen betreffen die: Amcsverrichtungen des- Secretairs, dey Berichterstatter , das Verlesen der Aften , die Weije des Abstimmens u. \st. f.‘ :

An Lad hd Berlin, 5. Jän. Der Verein fúr Gewerbfleiß hielt gestern

seine Jahres-Sibung. Nach Vorlesung des “Protokolls und Proklamation der neu ‘aufgenommenen Mitglieder theilte der

Vorsibende drei silberne Denkmänzen aus, welche der Verein für : Ee Ua im verflossenen Jahre Hrn. Seiden-Fabrikan- ten “L.

Gropius für ein neues sehr schônes Seivengonas von ihm _Glacé- de Berlin genannt; dem Herrn F. A. Möôel in

irschberg, so wie dem Herrn G. Diedrich in Hirschberg, für die Mittheilung eines. Doppéelrietes für ‘die: Weberei, zuerkannt hatte. Die Jahres-Versammiung ist hauptsächlich den Wahlen für die Beseßung der ‘Aemter und der Verwaltungs- Abtheilungen bestimmt, welche “statt fanden. Beschlossen wurde hierauf, den -Geburtstag- Friedrichs des Großen in derselben «Art | zu feiern» wie in # frúherèn Jahren.

Vier“ neue Preis-Aufgaben--für die Jahre. 1830: und 1831

wurden festgestellt : und gegeben: für- die“ Construction von Schaufelwerken; für die Darstellung von Kugelstücken ‘von Glas - für “Räume mit -æinfallenden Lichtern; für die Dar- stellung einer e<ten“ dem sogenannten Sächsischen Blau gleichen blauen Farbe-auf Tuch ; für: ‘das ‘Auswaschen des mit Chlor gebleichten Papiers. . Außer“ der: silbernen Denk- ‘münze: sind für die beiden ersten Aufgäben::300 Rthlr., für die dritte 500, und für die vierte 100 Rthlr: ausgeseßt wor- „den. Einige frühere Preis - Aufgaben wurden abgeändert. “Die Kassen-Abtheilung legte den Jahresabschluß des Vereins

von der von Seydlibschen- Stiftung vor. Vorgètragen wur- den die Berichte der verschiedenen Abtheilungen über mehrere das Pyrometer betreffende Preis-Bewerbungen ; über das von dem Mechanikus Raspe in Dortmund eingesandte Modell einer Feuerspriße und eines Boden-Ventils; über die von dem Mechanikus Lehmann ju Pforzheim - erfundene Handspinn- maschine für Flachs; über eine von Herrn Kaufmann Kamp

in Elberfeld eingesendete Thonprobe; über cine von dem Hrn.