1830 / 12 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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emeinen Besten zu fördern, das neu verjüngte Frankreich ei seiner Ehre und seiner moralischen Würde eben so gút, als bei seinen materiellen Jnteressen zu schüßen; dies, meine Herren, ist das Bild, das ich mir von den Pflichten eines Deputirten mache. Ueberdies i| meine Meinung, daß, wenn ein Deputirter ein öffentliches Amt annimmt, das er bei seiner Wahl nicht bekleidete, er es sich selbst schuldig sey, sih-einer neueu Wahl zu unterwerfen, und ich habe immer nur nach meiner Ueberzeugung gehandelt, wie ich au< künf- tig nie anders S werde.‘

Der Messager des Chambres behauptet, Alles, was Paris an ehrenwerthen Männern besiße, habe sih vorgestern und gestern bei Herrn Séguier einschreiben {assen „um ihm seinen Glückwunsch zum neuen Jahre darzubringen. Die Gazette mcint, Le wolle es nicht bezweifeln, daß Herr Séguier zahlreiche Visiten erhalten habe ; fie sey aber über- zeugt, daß es ihn selbsi sehr schmerzen würde, wenn man ihn etwa eine Rolle, derjenigen der ehemaligen Parlaments- Mitglieder ähnlich, spielen lassen roollte.

Der’ ‘gallicanische Cler us hat, im- vorigen Jahre ‘den Erz ta S Sens und ‘Cardinal, Herzog von La Fare, und ‘dis: Bischdfe'von Dijon und Autun, Herrn von Bois- ville'und von’ Vichy durch den Tod verloren: Die im ver- wichenen ‘Jahre gestorbenen Pairs sind ‘der Kanzler Dam- bray, der Graf von Daru, der Graf Curial, der Marquis von Herbouville' und die Grafen von Saint - Aulaire, Sapi- naud' ‘üund- Vitnar. Die Deputirten - Kammer hat durch den Tod verloren: die Herren Calemard de Lafayette, Alexänder ‘von Lameth, von Cardonnel, Chabron de Solilhac und dén Akádemiker Vauguetin. Von hohen Staats- Beamten ‘sind gestorben: der Erste“ Präsident. des Casfa- tionshofes, dart Henrion de Pansey, der Baron von Guil- hermy, einér der ‘Präsidenten des Rechnungshöfes, und der frühere Minister der Central-Polizéi, Herr Bourguignon.

Die Armee hat 1 Marschall, den Prinzen von Hohenlohe, -

und 9 General-Lieutenants, die Marine: 1 Vice-Admiral und 5 Contre : Adtnirale verloren. Die Französische Akademie hat außer dem Grafen Daru, ihren beständigen Secrtetair Herrn» Auger, und die Akädemie der Wissen- schaften den Ritter Pelletan, den Contre Admiral ‘Rofssel, die Professoren Váatquelin und Lamark, und Herrn Lefèvre- Gineau verloren. —- Von früheren Convents - Mitgliedern sind 10 gestorben. i

Auf die (gestern erwähnte)“ Bekanntmachung . des Buch- händlers Eymery hat Herr Capcfigue ein Schreiben in die öffentlichen Blätter einrü>en lassen, worin er erklärt, daß er nicht gewußt habe, daß der Graf von -Ségur sich gleich- falls’ mit éiner Biographie Ludwigs X11. beschäftige. Ein fo großés Talent , fügt derselbe’ hinzu, als das' des Herrn von Ségur, würde seine eigene Arbeit ziemlich überflüssig machen ; er verzichte daher auf die Herausgabe einer Lebensbeschrei- bung Ludwigs X1., und behalte sich dagegen vôr, die ihm zu Gebote stehenden Matérialiey zu einer ‘ausführli- cheren Arbeic über das Mittel - Alter ‘zu benußen. Der Graf Ségur hat sich indessen bei dieser Erklärung nicht beruhigt. Er {agt einerseits in einem Schreiben an den Redacteur des Journal des Débats, es sey ihm nie in den Sinn gefommen , die seltsamen Worte zu äußern, dte sein Buchhändler Hr. Eymery ihm in den Mund lege; Le habe vielmehr bei der Lebensbeschreibung Ludwigs Al. ftets, und gewiß mit Recht, befürchtet daß er seine Aufgabe, welche wohl die Feder cines Montesquieu oder den Griffel eines Tacitus erfordern möchte, weit hinter sich sassen werde. „Es wúrde mir schr ungngénehm. seyn“, fügt Herr von Ségur hinzu, „wenn der unvorsichtige Eifer meitzes “Verlegers bei der Ankündigung meines Werkes Herrn Capéfigue veran- lassen ‘sollte, auf die ‘Publikation des seinigen zu verzichten. Diese allzugroße Bescheidenhéit , von dem wahren Talente fast immer Unzertrennlich,, würde in dem vorliegenden Falle durchaus nicht ‘angewandt seyn, da ¿ -wie ‘es „cheint „Heren Capefigues Arbeit ein für {bestehendes Werk is, wogegen die meinige nur einen Theil meiner allgemeinen Geschichte Frankreichs “bildet. Jm Uebrigen, wo es auf die Schilderung von Männern wie Ludwig XL ankommt, |môchte leicht die dichterische Begeisterung der Beh Besseres hervorbringen, als die kalte Vernunft eines G

feuern, als einer ehrenvollen Concurrenz zuvorzukommen.‘/ Der Buchdrucéer Mokisset war von “dem Zuchtpolizei- Gerichte zu Niort' zum Drucke der „Sentinelle des deux Sèvres‘/ verurtheilt worden. Jeßt hat der Königl. Gerichts- *) Daß er nämlich“ jene Biogräphie Ludwîgs XI. als scine beste Arbeit betrarhte.

reises, und der Zwe> eines . Mannes von meinem Alter/ ist eher, zur Macheiferung anzu--

hof zu Poitiers, an den der Verurtheilte von dem Erkennt- nisse appellirt hatte, dasselbe cassirt.. Dieser Beschluß ist in- sofern höchst bemerkenswerth, als bisher fast alle Tribunale erster Justanz in ähnlichen Sten zuin Nachtheile des Drufk- fers erfannt hatten.

Herr Alphons .Rabbe, ehemaliger Oberst und zuleßt Mitarbeiter des Courrier français, ist am 1sten d. M. hie- selbst mit Tode abgegangen. >

Am Laufe des vérflossenen Jahres sind auf den verschie- denen hiesigen Theatern 175 neue Stückes gegeben worden, nämlich : 7 Trauerspiele, 19 Dramas, 25 Lustspiele, 11 Opern, 30 Melodramas, 89 Vaudevilles und 3 pantomimische Bal-

lets. Jm Jahre 1827 betrug“ die Zahl der neu gegebenen

Stúcke 192; im Jähre 1828: 166.

In Hôâvre sind. im Laufe des verflossenen Jahres 1100 Schiffe mehr als im Jahre 1828 eingelaufen. Diese Ver- mehrung muß man zum Theil der starken Cg rba lc 2 die durch ‘jenen Hafen statt gefunden hat, beimessen. Die Zoll - Einnahme ‘in Hâvre hat im vorigen Jahre beinahe 26 Millionen Fr. betragen. E

Aus Orleans meldet man, daß dîe Loire daselbst gänzlich zugefroren ist. :

Großbritanien und Frlan d.

London, 1. Jan. Unsere Zeitungen enthalten einen Nekrolog des túürzlich verstorbenen Grafen von Harrington.

“Derselbe stammte von einem Zweige der großen Familie

Stanhope ab und trat bereits in seinem 16ten Jahre in den Militair - Dienst. Nachdem er hier bedeutende Avancements gemacht, wurde er im Jahre 1806 unser Gesandter in Bere lin und nächstdem Armee-Befehlshaber in Jrland. - Jm Jahre 1817 wurde er zum „„Constabel des Schlosses von Windsor“* ernannt, als welher er vor einiger Zeit gestorben ist. Ju der Anciennitäts-Liste war er als vierter General der Armee aufgeführt. : Der Spectator: macht die Bemerkung, daß die Angli- fanische Geistlichkeit ein jährlihes Einfommen von 9,440,000 Pfd. Sterl. besie, während angeblich .die Geistlichkeit der ganzen übrigen Christenheit nur mit 9 Millionen Pfd. Sterl. jährlich dotiri sey. | Der Brighton-Zeitung zufolge, ist, dem von der Re- gierung angenommenen Ersparungs-Systeme gemäß, bei den an der Küste von Sussex stehenden Blokade - Truppen eine Reduction von 200’ Mann und bei den Blokade-Truppen in Keut eine von -650 - Mánn änbefohlen worden. Aehnliche Reductionen follen bei der ganzen Flotte stattfinden, 1w0o- bei indessen nicht sowohl der Gesammtbetrag der Matrosen, als die Zahl derselben auf jedem Schisse vermindert und folg- lich eine größere Zahl von Schiffen in Thätigkeit geseßt wer- den soll; alles dies bezieht sih übrigens nur auf Schisfe, die in Großbritanien bleiben. Die Reduction soll bereits mit dem Anfaage dieses? Jahres beginnen. ¿ Der Pariser Correspondent der Times ist der Meinungs, daß das Französische Ministerium Willens sey, den Kammein Maaßregeln Lorzuschlagen, die, ohne den Liberalen neuen Ein- fluß zu verleihen, der Masse des Volkes doch angenehm seyn würden. So wolle man z. B.- die Abschaffung der Zahlen- Lotterie, eine Herabseßung der Salz - Steuer und' einige Er- mäßigungen dèr Abgaben vom Wein vorschlagen. Hierdurch, wird hinzugefügt, glaube dás Ministerium, die Opposition zu der Alternative zu bringen, sich entweder unpopulär zu ma- hen, oder dem Gange des Ministeriums zu folgen. „Allein,“ sagt jener Correspondent , „die Ministeriellen glauben, daß diese Maaßregeln den Ministern selbst den Todesstoß versez- zen würden, denn es wird ihuen unmöglich seyn, die: Abga- ben zu vermindern, ohne zugleich eine verhältnißmäßige Re- duction der Ausgaben eintreten lassen. ° At Der Sun sagt: „Wenn Französische Blätter gemeldet

haben, daß die General - Einnehmer für. die tieue 4pCtige

Rente bereits 406 geboten haben; so ist dies wohl ecwvas un- genau. Wir wissen, vielmehr aus guter Quelle, daß außer

den genannten vier Gesellschaften au<h* noch eine fünfte Un-

- terzeichnungs- Liste von den Herren Rothschild ausgeht, und

daß ‘die Preise der verschiedenen Submissionen vor dem 12. Jaan. nicht genau bekannt seyn können.

Herr Cobbet7 der jeßt bekanntlich Reisen in der Provinz macht, um in allen nahmhaften Städten Vorlesungen zu hal- *

ten und die Leute, wie er sagt, über ihren wahren Vortheil aufzuklären, hat folgenden Brief aus Birmingham geschrie- ‘ben, den der Standard aufgenommen hat: „Jw London sagte man , daß das: Elend in Birmingham minder groß ley, als in den anderen Theilen des“ Landes; möge jedoch der Le-

ser selbst darúber aus folgenden Details“ urtheilen , deren Quelle zu den hôchst authentischen gehört. Die Fabrikanten -

ß é i ;

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und Manufacturiers bezahlen hier ihre Arbeiter nicht mehr baar ; sie geben ihnen so sehr wird das Geld in diesem Lande selten! un Austausch für ihre Arbeiten die zu ih- rer Subsistènz nöthigen Nahrungsmittel; ja no< mehr

sie \chließen sogar mit den Barbieren ihrer Arbeiter Con-

tracte ab, und lassen diese zu Dukbenden so und so oft mo-

natli<h barbieren. Gern würden die Arbeiter sich gegenseitig

selbst barbieren, wenn -nian ihnen nur dafür eine kleine Ver- gütigung gestattete; dies geschieht jedoh niht, weil man ih- nen durchaus kein Geld in die Hände geben will. Es besteht hier ein Austausch - System in der besten Form, und um es

noch vollständiger zu machen, haben die Barbiere von Bir-

mingham, da sie sahen, daß das Barbieren en gros ihrem Gewerbe vielen Eintrag thue, bekannt machen lassen, daß sie künftig jeden Bart für einen Bückling abnehmen wollen. Hinlänglich wird durch dieses Austausch - Systen bewiesen, wie knapp hier das Geld sey und wie sehr der Handel danie- der liege. Die Lage des größern Theils der Manufactur-Ak-

beiter in Nottinghamshire und Leicéstershire ist noch bedauerns-

werther. Das Weberlohn ist hier so gering, daß die armen Teufel Hungers sterben müssen: denn kann man wohl mit 6 Shill. wdchentlich leben? Jhre bleichen Gesichter, ihre mage- ren Figuren , ihre hohlen Augen und der heisere Ton ihrer Stimme beurkunden es nur zu deutlich, wie armselig ihre Nahrung ist. Kartoffeln sind schon ein Luxus - Gericht für sie; Viele leben nur- von Kohl und Salz, Andere essen ge- kochte Kleien , und. der Leser weiß -doch wohl , daß gekochte Kleien ein Medicament find, welches mnan die kranken Pferde einnehmen läßt. Kleien, Kohl und Kartoffeln geben im Win- ter eben feiné gute, Nahrung ab nicht cinmal für die Schweine. So Hg man in England daran! Dies ist das Land, welches den Neid der Nationen und die Bewunderung der Welt erregt; das Land, welches so lange -als der klassi- sche r ads des Wohlbefindens und der Freiheit angesehen wur e! ; :

: Durch das Schiff „„Maria‘/, welches in der vorigen Woche aus Sierra Leone angekommen ist, erfahren wir, daß daselbst die Sterblichkeit unter den Europäern noch im- mer sehr groß ist. Von dem angekommenen Fahrzeuge selbst befindet sich die ganze Mannschaft in einem traurigen Ge- sundheits-Zustande. Viele sind bereits gestorben, nachdem sie

an das Land gebxacht worden. Die Eigenthümer und Capi-

taine der jeß: von England nach Sierra Leone bestimmten Schiffe haben es für nöthig befunden, die Mannschaften der- selben um ein Drittel oder die Hôâlste zu verstärken. Allein es hält jeßt sehr s{hwer, Seeleute zu diesem Zwecke zu er- halten, denn wiewohl der doppelte old geboten“ wird, will sich doch Nícmand entschließen, die Reise zu machen, so ver- breitet ist hier die Furcht vor jenem pestilenzialischen Klima.

Außer den beiden Foreign -Reviews , die sich bereits mit der Literatur des Auslandes beschäftigen , erscheint hier in diesem Jahre zum ersten Male, und zwar in der Form eines Wochendblattes , cine Foreign-Literary-Gazette, diè lediglich über die merkwürdigsten literarischen Neuigkeiten des -Continents “Bericht abstatten will. Das Interesse an der Wissenschaft im Allgemeinen und an den wie man es sich -nun selbst zu gestehen. anfängt großartigen Bestrebun- gen des Auslandes scheint demnach in England immer reger zu werden und neue Bedürfnisse herbei zu führen.

Nie: der l: amd e.

Aus dem Haag, 6. Jan. Der unter ‘dem Schuße Jhrer Königl. Hoheit der Prinzessin Mariane stehende hiesige IWohlthätigkeits - Verein hat an 400 dürftige Familien Feue- rung und Nahrungsmittel austheilen lassen. |

Dem Allgemeinen Rotterdamer Handelsblatte zufolge sind im vorigen Jahre in den Hafen von A mster-

dam 1975 Sthiffe (157 weniger als im Jahre 1828) einge- laufen ; davon famen 142 àus Danzig, 192 aus Königsberg, - 54 aus Memel, 15 aus Pillau. Jn Rotterdam üuefen

1764 Schiffe (321 weniger als im“ Jahre 1828) ein, darun- ter 28 von Danzig, 15 von Königsberg, 12 von Mernel, 8 von Stralsund. An Antwerpen sind 993 Fährzeuge (38 mehr als „im - Jahre 1828) angekommen ; darunter 28 von Danzig, 14 von, Königsberg, 15 von Memel u. s. w. Jn den Hafen von Schièdam find im Jahre 1829, 208 Schisse (55 weniger als im Jahre 1828) mit 24,800 Lasten Getrèide eingelaufen; im Jahre 1828 wurden 3269 Lasten Getreide mehr eingeführt. Die Verminderung der Anzahl der im vo- rigen Jahrè angekommenen Schiffe ist, wie ‘es scheint, grôöß- tentheils. dem ungewöhnlich früh eingetretenen Frost zuzuschrei- ben. - Durch denjeiben- sind eine große Anzahl Schisfe, die hier no< aus Petersburg, aus der- Ostsee, von Hamburg und Breinen erwartet werden, an der Fortseßung threr. Fahrt ver-

hindert, und_in diesem Augenblick liegen im Texel nicht we- niger als 75 Schifsé, die sämtlich nah Amsterdam bestimmt

sind. i Hier, so wie in Utrecht, Lüttich, Brüssel und mehreren andern“ Städten ist die Mahlsteuer einstweilen von den Stadt-Behördeh beibehälten worden, weil der durch die Ab- schaffung dieser Steuer in den Communal -Einnahmet ent- stehende Ausfáll zu ‘bédéutend“-seyn würde. D

P-o le. 4.

Warschau, 7. Jan. Der berühmte deutsche Dichter o. Göthe ist einstimmig zum Ehren - Mitgliede der | hiesigen K. N llschaft’ dér' Freunde der Wissenschasten aufgenorntèen ‘worden. : y : y Géstern hat hier der Guß zu dem großen Standbilde des Copernicus stattgefunden. Die Arbeit ist vollständig gelungen. Warschau zählt jeßt 20 Buchdruckereten. 9 Der ‘Coirs dér Pfandbriefe ist jeßt 972. Die Partial- Obligationeú' von '300 Fl. werden mit 345 Fl. bezahlt.

Deutschland.

Dresden, 8. Jan. Vorgestern hat hier die feierliche Eröffnung des allgemeinen Landtags des Königreichs stätt- gefunden. Der Landtags - Marschall , Graf v. Bünau ‘auf Dahlen, hielt dabéi folgétide“ Réde : E

„„Allerdurchlauchtigster, Großmächtigster König, Allergnä- digster König und Herr! Ew. Königl. Maj. an uns erläßnen aller-

höchsten Befehlen zu gehorsäinster Folge, find die getreuen Stände

des Königreichs an Präláten, Grafen und Herten, denen'von der Ritterschaft und Srädtén,' hier gegenwärtig. Wir erach- ten es für unsre erste Pflicht, Ew. Königl. Majestät utisré

allerutitetthänigste ‘Daänfksagüng für “diese Citiberufüng ehrer: .

bietigst darzubringen, dur< welche \ uns das längstersehnte Gluck zu Theil wird, die Betheuerungen unsrer unvetbrüch- lichen Treue und“ tiefstén Ehrfurcht zum erstenmale ‘în einer allgemeinen, verfassungsriäßigen Versammlung“ an den Stu- fen Allerhöchstderö Thröôties niederlegen zu dürfen. Wik fol- gen abèr zuglei dem Drange einer andern Pflicht, einer Pflicht, welche gewiß auch“ in dem Herzèn Ew. Königl. Ma- jestät. gerechte Anerkennung, so wie deren Erfüllung huldreiche Genehmigung finden wird, wenn wir die Erinnerungen hier laut bekennen, die unser heutiges Erscheinen äi dieser Stätte in uns hervorruft. Zu diesen Stufen traten Sachsens Stände seicr länger als einem halben Jahrhundert, jedesmal mit gesteigerter Bewunderung weltgepriesener Regenten-Tugen- den, deren ehrwúrdiges Andenken zie erlöschen, den spätesten En- feln noch-heilig bleiben wird. Auf diesemThrone bewährte sich ins- besondere jene steté Achtung der alterthümlichen Verfassung, jene wohlwollende Würdigung ständischer Wirksamkeit, jener fräf- tige Schuß des wohlerworbenen Rechtes, jene sorgsame Scho-' nung und gewissenhafte Verwendung des Staats - Einkom- mens, jene Weisheit, so langen Reihe von glücklichen Jahren, und wieder nah \chmerzli<h zerreißenden unabwendbaren Ereignissen, immer

gleih wöohlthärig wirkender Einfluß, reiche Segnungen über - ein Volk verbreitet hat, "welches aber auch einniüthig, und *

zwar sammt “und sonders von frühster Jugendzeit, in trüben, wie heitern Tagen, von den nämlichen Gefühlen innigster Anhänglichkeit Und findlichex Verehrung beseelt war. die wir auch an dieser Stelle so oft im Namen des ganzen Vater: landes aussprachen, und die. es nun für immer treu im Herzen bewahrt. Doch, je bewegter “die Stimmung ist, in welcher wir dieses unerläßliche Bekenntniß hier cbruleni Uns ge-

drungen- fühlten, um so freudiger, Allergnädigster König und

Herr, wenden wir uns zu einer nicht minder angelegeritlichen, uns zugleich hôchst willköommnen Pflicht, zu dem aufrichtigen Geständniß der Gesinnungen urisrer lebhaftesten Dankbarkeit gegeh Ew. “Königl. Majestät, welche so unverweilt nah Al- lerhôchstdero Thronbesteigung den Vorsaß zu erkennen gaben, ,; „unsre Landes - und Ständische Verfassung," so wie alle be- stehenden Rechte und Gerechtigkeiten- in- weltlichen und geist- lichen Angelegenheiten, aufrecht erhalten und kräftigsk schüßen

‘zu wollén.4//7. Mic dieser Zusicherung war ünset stetes Ver-

trauen sogleich zur beruhigendsten Gewißheit geworden, daß

Ew. Königl. Majestät vön jeñèn musterhaften und heilbrin-

genden Regierungs - Grundsäßen Sich ebenfalls bie t lei: -

ten zu lassen: gemeitet sind, und aufgerichtet dürh ‘diese trost- volle Ueberzeugung, köritien wir anch jéßt unserm dermaligen Berufe mit neuem Muthe entgegen gehen. ‘Ew. Königl. Ma-

? jestät uts: geschetiiktem ‘ehtenvollen- Zutrauen und den gerech-

ten- Erwartungen unsrer Mitbürger * würdig, zu“ entsprechen, Allerhôchstdero uns so eben bekannt gemachten auf das fêèrnère

Wohl des Staätes gerichteten Absichten bereitwilligst entgegen

zu kommen, die-dermulige Lage ides Landes, dessen dringendes

“Festigkeit Und Milde deren, in einer“

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