1830 / 21 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Majestät der König von Baiern ih bewogen gefunden, dem K. K. Bevollmächtigten für diese Ausgleichungs-Verhandlun-

Großkreuz des Civil: Verdienst-Ordens der Baierischen Krone zu verleihen, niht minder auch dem. K. K. Staats- und Con- ferenzrathe, Carl Freiherrn v. Lederer, und dem Hofrathe bei der geheimen Haus-, Hof- und Staats-Kanzlei, Franz Frei- herrn v. Lebzeltern-Collenbac), das Commandeurfreuz, und den Hofräthen bei der K. K. Hof-Kammer, Franz Panzenberger und Franz Xaver Freiherrn v. Aichen, das Ritterkreuz des

- Ordens der Baierischen Krone zu ertheilen. Der Königlich Würtembergische außerordentliche Gesandte

“und bevollmächtigte Minister am Kaiserlich - Desterreichischen.

Hofe, Freiherr v. Blomberg, is gestern von Berlin hier ein- Heroen. / i

[gram, 9. Jan. Jn dem hiesigen Spicale der barm- herzigen Brüder wurden im verflossenen Jahre, und zwar ohne Unterschied der Religion, 674 Kranke unentgeldlich auf- genommen, und unter der Leitung des Spital-Obern, des für das Wohl der erkranften armen Menschheit thätigst bemúhten Paters Prior, Hortulanus Ehrenberger, und des eben so eifrigst mitwirkenden_Stadt- und Spital-Physikus Dr. Dau- bach verpflegt; nur 59 dieser Kranken sind gestorben. Unter obigen 674 waren 299 aus Kroatien, 7 aus dem Bannat, 4 aus Baiern, 28 aus Böhmen, 2 aus Dänemark, 12 aus Deutschland, 7 aus Jtalien, 24 aus Kärnthen, 36 aus Krain, 12 aus Mähren, 31 aus Oesterreich, 11 aus Preußen, 2 aus Rußland, 8 aus Sachsen, 2 aus Salzburg, 6 aus Schlesien, 2 aus Schweden, 4 aus Siebenbürgen, 5 aus Sygnien, 15 aus Slavonien, 80 aus Steyermark, 5 aus Tyrol und. 72 aus Ungarn gebürtig. Zta lien.

Rom, 2. Jan. Am 30. December is der Fúrst Gaë- : E Ludovisi in einem Alter von 29 Jahren hieselbst ge- orben. :

Die wieder begonnenen Ausgrabungen in Tarquinia bei Corneto haben schon " glúkliche Resultate geliefert. Jn den Thermen, von denen bereits der dritte Theil ausgegraben ist, Yaben sich 5 Junschriften gefunden, welche über Étrurien und Über das zweite Jahrhundert der Kaiserzeit manchen Auf- {luß geben. Drei weiße und s{<hwarze Mosaikplatten sind

sowohl wegen ihrer Masse als wegen der Verbindung 1ômis- -

scher und etrurischer Kunst merkwürdig , und enthalten Dar- stellungen verschiedener Thiere, geflügelter Knaben, auf Meer- ungeheuern“ reitender Nereiden, alles von trefflicher Zeichnung. Außerdem sind mehrere Vasen und Zellen etrurischer Tempel gefunden worden. Die Herren Fossati und Mahzi sind Eigen- thümer und Unternehmer dieser Ausgrabungen.

Gestern stand das Reaumursche Thermometer auf 2 Grad, heute nur 1 Grad unter Null. i

Aus Neapel wird gemeldet, daß sich nach zwei Monaten anhaltenden Regens der Vesuv und die benachbarten Berge mit Schnee bedeckt hatten. Am 29° Dec. fiel in Neapel un- unterbrochen Schnee. Aus dem Gipfel des Vesuvs tiegen von Zeit zu Zeit kleine Flammen auf, und er warf Steine aus, die aber wieder in den Krater zurücffielen.

„Vortugal : j Mang d fls<he Blätter melden aus Lissabon vom 26. Dec. : - „Seit dem 18. d. M. ist in Queluz fein Mini- ster-Rath sihaiten worden; jedoch versammeln sih die Mini- er oft bei dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten in Folge der aus London, Paris und Madrid ein egangenen - Depeschen. Die Schiffe, welche nach unseren Afrikanischen Kolonieen und nah den Azoren mit Truppen absegeln sollten, find noch. hier. Die heutige Hof-Zeitung macht das Pro- em De Preisfragen befannt, welche die hiesige Königl, Afademie der Zgsenschaften für das Jahr 1830 ausgeseßt at. Die Verfasser der esten Abhandlungen werden goldene Medaillen erhalten. Von Falmouth is ein Englisches

a>etboót mit Depeschen fûr die Regierung in den Tajo eingelau-

en. —— Die Garnison von Elvas ist zur Ruhe zurückgekehrt, nach-

demponhier aus schleunig Geldsummen hinges it wordenwaren,

uin „den Truppen einen Theil des rüständigen Soldes : Pw. _ Untér den ín den üdrdlihen Provinzen schenden Truppentheilen dauert die Desertion. fort, und auch. reiche Privatleute wandern aus, nachdem sie ihre Besisthümer "zu Gelde gemacht haben. Namentlich führt man die Fa- milie des General Luis- do Rego an, der aus Barcellas, wo er vewacht wurde, entflohen ist; er soll sich an d Hen. Dieser General gilt für sehr geschickt und muthig, und __feïne Anwesenheit wird die Kraft und das rak der “_Sruppen der Königin Donna Maria da Gloria erhöhen,’

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gen, Appellations-Präsidenten Freiherrn von Gärtner , das |

H Spißte - von 50 Mann von der Besatzung von Viana eingeschifsc ha-

Einnahme des vor kurzem erst er

TRATkeL

Die Allgemeine Zeitung enthält Folgendes : Triest, 6. San. Ein in 18 Tagen von Tschesme hier an- gelangter Kauffahrer, ist am fünften Tage seiner Reise dem vereinten Aegyptisch-Türkischen Geschwader, auf dessen Wege von D nach Konstantinopel, im Kanale von Zea- be- gegnet. | _— Der Nürnberger Correspondent meldet in einem Privatschreiben aus Seres, vom 14. Dec. ¿Der Albane-

ser -Häuptling, welcher, wie Lo gemeldet, in unserer Um-

gegend hauste, trieb mit seiner Rotte sein Unwesen bis vor acht Tagen fort, und schien in den lebten Tagen selbs einen Versuch gegen unsre Stadt wagen zu wollen. Allein er wird noch zeitig genug erfahren haben, daß er von mehreren tausend bewaffneten Einwohnern empfangen werden würde, worauf er sih, nachdem er namentlich das Städtchen Mele- nifo seine Wuth hatte empfinden lassen, nach Salonichi zu wandte. Wie wir nun hören, is ihm der Pascha von Sa- lonichi, vereint mit dem Aufgebot des Rumely Wallessy, ent- gegen marschirt, worauf: er seine Richtung veränderte, und vermuthlich den Weg nach seiner Heimath einges{lagen ha- ben wird. Die durch dieses unglückliche Ereigniß unterblie- bene für ganz Macedonien wichtige Messe in Petrizi wird nun, wie es heißt, am 22, d. M. und die folgenden Tage statt finden.“ | y

S T E

Nach den neuesten in d ffentlichen Blättern enthal- tenen Nachrichten aus Liberia hat ein Agent dieser Colonie auf einem Ausflug von 150 Meilen ins Junere eine zahlreiche ungemein civilisirte Völkerschaft entdet. Funfzig Meilen von unjeren Gränzen, schreibt der Direktor der Colonie, Ashmuit, liegt ein Land, wo man sich des Pferdes wie bei uns zu allen häuslichen Arbeiten bedient, wo große S&ecken urbar gemacht und eingefriedigt sind, wo der Boden oder die Industrie alle Bedürfnisse oder Annehmlichkeiten des Lebens hervorbringen ; die aradische Schrift dient zue Erleichterung des täglichen Verkehrs, für den regelmäßige Märkte errichtet sind, und die Einwohner zeigen einen Grad von Intelligenz, dessen man sich bei den Völkern Guinea’s nicht versieht. So dürfte sich also vielleicht auf diesem Wege eher als auf jedem andern die Hoffnung realisiren, einmal sichere Communicationen mit dem jo [<wer zugäzglichen Binnenlande zu eröffnen.

Vereinigte“ Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 8. Dec. greß-Sißung die Mittheilung der Botschaft des Präsiden- ten stattgefunden hatte, schritt man zur Wahl der Beamten des Hauses der Repräsentanten; die bisherigen wurden sämmtlich beibehaltew. i / :

Am 25sten vorigen Monats _ wurde hierselb| der Jahrestag der Räumung unserer Stadt von det Engli- schen Trappen im Jahre 1783 feierlich begangen. Geschüß- Salven veekündeten den Anbruch des Tages; am Vormittag war Militair-Parade, und den ganzen Tag über wehten die Fahnen und Flaggen der Republik von den öffentlichen (Be- bäuden und den im Hafen liegenden Schiffen. mehrere öffentliche Gebäude erleuchtet. Im Daily Advertiser heißt es: Regierung Dom Miguel anerkannt hatte, legten bekanntlich die Portugiesischen Consuls in New-York und Philadelphia ihre Aemter nieder, und Herr Rebello, der Brasilianische Gesandte, verließ in Folge dieser Anerkennung dié ereinig- ten Stäaten. Seitdem hat man dem früheren Cansul in Philadelphia das Consulat wieder angetragen, jedoch eine be- stimmt Ep Antwort von ihm erhalten.

Weise ist au

Abends waren

anes äuser in New-York das ihnen in Betr-ff dieses onsulats gemachte Anerbieten ausge chlagen worden. Diese Thatsachen sprechen deutlih die dffentliche Meinung über

diesen Gegenstand aus, eine Meinung, die so wohlbegründet und so allgemein ist, daß man sie nicht widerlegen kann, und die, unserer Ansicht nach, den Städten New - York und Phi-

_fadelphia wie dem ganzen Lande, insofern es dieselbe theilt,

zur Ehre ove | : ; : :

_… Der National-Gazette zufolge soll die tägliche Zoll- : ¿ffneten Chesapeafe- und.

Delaware - Kanals sih bereits auf 100 Dollars belaufen; ‘an

einem Tage waren durch die sogenannten westlichen Schleu-

sen nicht weniger als 20 Schoner und Schaluppén passirt.

Beilage

Nachdem in der ersten Con-

¿Nachdem unsere

Iùh gleicher no<h von verschiedenen anderen der ersien

für deren-zwanzig Schiffe in demfelben.

139 | Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung 21.

Mit dem hiesigen Paketboot ist dieser Tage der Russi- sche Marine, Kbitein Awinosf mit Depeschen seiner Regie- rung für den Russischèn Gesandten hier angekommen.

Der Baltimore-Herald meldet dié dort erfolgte An- kunft des Grafen Eugen Ney, dritten Sohnes des Mar- schalls Ney, und der Grafen . Athanasius und Armand Otranto, Söhne -von Fouché , Herzog von Otranto.

Die in Campden - Town in Süd- Carolina hôchst wahr- scheinlich angelegte Feuersbrunst „hat 85 Häuser, die kleineren Gebäude ungerechnet, in Schutthaufen verwandelt und der Stadt einen Verlusk von gegen 200,000 Dollars veranlaßt, von denen, so viel man bis jeßt erfahren fonnte, nur 20,000 versichert waren.

Endes ist ‘der Stand unserer hiesigen Fonds : Sechs- prozentige Obligationen der Vereinigten Staaten stehen 1017 à {, fünsproz. 105 à 104, vier ein halb prozent. 1007 à +# und dreiprozent. 88 à 87>; sechsprozentige Ohio 114, à 114 und fänfprozent. 105 à 103; Bank - Obligationen der Vereinigten Staaten 1234 à 123, Bank- Obligationen von Louisiana 113 a 1115.

n] an. Berlin, 30. Jan. Heute hier eingegangene Briefe aus

Frantfurt a. M: vom 16. d. M. bestätigen die bereits in unserm

Blatte vom 19. d. M. unter dem Artikel Berlin enthaltene Nach- richt, daß das Fränzôösische Anlehn der 80 Millionen in vier- proc. Renten den Gebrüdern von Rothschild und zwar für 102 Fr. 77 Ct. zugeschlagen worden. Wie zugleich verlautet, wa- ren vom Herrn Aguado 97 Fr. 55 Ct. , vom Herrn Hager- mann 98 Fr. und von den General-Einnehmern 100 Fr. ge- boten worden; an der Pariser Börse soll man bereits 14 pCt. über den von Herrn Rothschild bewilligceen Cours für die neue Rente bezahlt haben. : j A

__— In Schlesien sind kürzlich zwei nach Niederländi- scher Art erbaute Walken in Gang gekommen. Die eine be- findet si<h zu Krampe bei Grüneberg, und die andere, die dur<h Dampf bewegt wird, in Liegniß. Beide sind pon dem Mühlen - Verfertiger Kessel, einem Zöglinge des Ge- werbe : Jnstituts in Berlin, zur Zufriedenheit der Besitzer,

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erbaut worden. i

In der Stadt Halle ist außer der zunehmenden Bevölkerung die größere Frequenz aller Márfktè und die stete Vermehrung neuer Etablissements in allen Zweigen städtischer Gewerbe bemerkenswerth. Die seit dem: Jahre 1827 zwischen Halle und Hamburg eröffnete directe Schiffahrt, von Seiten des in Halle bestehenden Haudels-Vereins, hat für den Han- dels-Verkehr sehr erfteuliche Folgen gehaber. Es finden jekbt schon Verkäufe unversteuerter Waaren in Halle nach dem Auslande statt. 37 Jachten mit 30,000 Centner Gütern wurden von Hamburg nach Halle expedirt, und außerdem famen mehrere von Magdeburg ,. Berlin und- Stettin dort an. Die Provinzial-Steuer-Behörde unterstüßte durch zweck- mäßige Anordnungen die Unternehmer des Vereines, und trug dadurch viel zu dessen Gelingen bei. ;

Aus Köln schreibt man unterm 45ten d.: Die in den lehtew Wochen des verflossenen Jahres eingetretene Kälte war so strenge, als man sié in hiesiger Gegend seit langer Zeit nicht gewohnt gewesen war, indent dieselbe an einzelnen Tagen bis auf 12 Grad stieg. Da dieselbe jest na einigen milderen Tagen von Neuem zu' steigen scheint, so isi die hie- sige Armen-Verwaltung auf zwedienliche Mittel bedacht, dem dabei schr fühlbar werdenden Mangel an Brennmaterial ab- zuhelfen, wie sih denn auch seit dem 10ten d. M. ein Frauen- Verein zur Enisammlung milder Gaben. und zur Unterstüz- zung der vielen Bedürftigen in hiesiger Stadt gebildet hat.

Auf eine sehr zwe>mäßige Weise hatte bereits bei dem Ein-

tritte des Froftwetters die hiesige evangelische Gemeinde für

es ura durch Austheilung von Brénnmaterial, Brodt und “Kar Seit dem Anfange des Frostwetters ist

j feln gesorgt. auch die Schifffahrt auf dem Rheine gänzlich eingestellt, und ‘da dieselbe im Monat November sehr lebhaft war, so sind dur<h den plôblichen Frost viele - bedeutende Ladungen und Waaren-Versendungen auf der Reise überrascht worden, die sich nun in den Häfen der Holländischen Gewässer aufhalten. Jm hiesigen Sicherheits-Hafen befinden F die leeren Schiffe, welche vor der Stadt hielten; außer ihyen ist

Das Dampfschi die Stadt Köln‘ ist in den Hafen zu Nymwêgen, die Dampf- schiffe „„Friedrih Wilhelm‘/ und „Prinz Friedrih von Preu- ßen‘“ sind in, den, Sicherheits-Hafen zu Rhurort eingelaufen.

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lendet; ‘doch fann man wegen der mancherlei H

no< Raum.

S E A

Die Stadt Bonn hat fkürzlih na< dem höheren Ortes genehmigten Tilgungsplane die zur Schuldenzahlung bestimmten Capitalgelder unter die Gläubiger versteigert. Es ist aber kaum ein Procent Rabatt geboten worden,, ein Be- weis, daß der städtische Credit wieder recht gut is und“ un- ter der dermaligen Verwaltung an Solidität gewonnen hat. Bei der ersten Versteigerung wurde von mehreren. Credito- ren über 20 pCt. Nachlaß geboten. Auch in den Landgeméin- den schwinden bei der regelmäßigen Tilgung allmêlig die Schulden.

Literarische Nachrichten.

Nachstehender Prospectus is hier so eben erschienen :

Cours d’Histoire des états Européens, depuis le boulever- sement de lempire romain d’occident jusqu’en 1789, par M. S. F. Schöll, auteur de YHistoire des traités de paix, et de celles des littératures grecque et romaine.

Der Zweck dieses Werkes ist, dem-Geschäfts- und Welt- mann, dem Studirenden und überhaupt der gebildeten Klasse der- bürgerlichen Gesellschaft ein in Französischer Sprache, in einem soviel möglich reinen, aber ungekünstelten Style ge- schriebenes Hand- und Lesebuch zu liefern, worin der Ur- sprung, Fortgang, das Gedeihen - oder der Verfall und das Ende aller Europäischen Staaten dargestellt wird, die seit dem fünften Jahrhundert ‘nach Christi Geburt existirt haben oder 1789 noch existirten.

IÎn diesem Werke sollte besonders der ‘erste Ursprung al- ler bürgerlichen und politischen Geseßgebungen und Jhstitute entwi>elt, zugleich auch der wechselseitige Einfluß der Kirche auf den Staat und des Staats auf die Kirche dargestellt, und damit die Geschichte des Ursprungs aller neueren Lite- raturen bis auf den Punft,, wo diese in die Periode ihrer Vollendung eintreten, verbunden werden. Te désire; sagt der Verfasser im Discours préliminaire, que cet ‘ouvrage serve de répertoire suffisant pour renouveler, sommairement au In0in8, le souvenuir de tonut ce que PVhistoire moderne offre vraiment utile. i j

Dix Absicht des Verfassers fonnte nicht seyn, neue histo- rische Forschungen anzustellen ; sein Bestreben war, aus allem Vorhandenen das Beste zu wählen, in lihtvoller Ordnüng zusammenzustellen, das Wichtige auszuhèben, und das Ganze auf eine lebendige Weise vorzutragen. Wäre ihm dieses ge- lungen, so wäre auch sein Zweck erreicht. :

Ein Theil des Berliner Publikums kennt die Arbeit des Verfassers , indem er etwa die Hälfte derselben in vier halb- jähtigen Winter - Vorlesungen seit 1826 vor einer hohen und ausgesuchten Gesellschaft vorgetragen hat; die Aufforderungen dieser Personen haben ihn zum Druck derselben beroogen.

Das Werk ist bis: 1715 ganz, und von 1715- bis 1789 bis auf einige im Laufe des Jahres auszufüllende Lücken vol- ände, welche die Reinschriften verfertigt haben, die Zahl der Bände nicht genau bestimmen. Sie beträgt aber sicher 20, vielleicht 25.

Die Zwei ersten Bände erscheinen in Paris bei Gide am 1. Februar 1830, und werden 14 Franken, das heißt beinahe 4 Rthler. fkosten,?im Deutschen Buchhandel aber nicht unter 5 Rthlr. verkauft werden können. ;

Um den Personen, welche seine Vorlesungen mit ihrer Gegenwart beehrt) haben , einen Beweis seinex Dankbarkeit, und der Preußischen Nation ‘ein Zeichen seiner Achtung B gében, hat der Verfasser mit Aufopferung seines Jnteresse Anstalten getroffen, um allen Preußischen Unterthanen , so wie den Fremden, welche seinen Vorlesungen beigewohnt ha- ben, für ein- weit geringeres Geld eine eben so shône Aus- gabe t liefern: 149) E l

Die zwei ersten Bände derselben sind ss und der dritte ist in den Händen der Seber. Da aber vom-vierten an nicht mehr ‘Exemplare abgedrü>t werden sollen, als be- R LUNT E. 19 geméeldet habén, so wird hierdurch..der - Weg der Sübscription eröffnet , und zwar, auf folgende Be- dingungen: j :

41) Die Subsecribenten erhalten die 20 Bände für 28 Rthlr., das heißt deú Band ungeheftet zu 1 Rthly. 12 Sgr.

2) Diese 28 Rthlr. “werden in 4 Terminen, jeder von 7 Rthlr. bezahlt, nämlich der erste bei Erscheinung der zwei ersten Bände, im Hornung 1830; der zweite bei Erscheinung. des 5ten und 6ten, acht bis zehn Monate später; der dritte bei Erscheinung des 9ten und. 10ten; der vierte bei Erschei- nung des 15ten und 16ten, also alle vier innerhalb 32 bis 40 Monaten. |