1830 / 26 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Folgendes : „Die Monotonie det Journale wird Jhnen schon die Abwesenheit jeder wichtigen Neuigkeit verkündet haben. Man möchte sagen, das Ministerium des Hrn. v. ‘Polignac habe es si< zur Aufgabe gemacht, die periodische Presse dur< Entziehung aller Nahrung in wahre Verzweiflung zu seben. Die- Regierung ¿befindet sih in einer Art von far

nienté, das Unentschiedeßheit oder eine Spaltung im“ Kabi-

nétte über die Hauptpunkte seines politischen Betragens an- eige. Ju der parlamentarischen Welt bleibt man -bei der

eßtern Vermuthung, und es scheinen auch offenbar, wo nicht

vollständige, doch sehr schattirte -Meinungsverschiedenheiten in Bezug aus die wichtigsten Handlungen der Session statt zu finden; Die HH. v. Chabrol und, Courvoister verstehen sich niht mit ihren Kollegen; diese beiden Minister fühlen, daß man mit der Theorie der -Kongregation nicht vorwärts kom- men fann, und daß man mit- Aeußerungen solches Geises

und Drohungen von. Staatsstreichen weder Staats - Kredit- Daraus er-

noch Majorität in den Kammern machen kann. er klärt sich die Opposition der Gazette de France gegen diese beiden übertkiebenen Ansichten, die man im Konseil geltend zu ma- chen (0 widerseßen. Der Rücktritt des Hrn. v. Chabrol ist aber nicht blos guf diesen Beweggrund gestüßt; dieser Ministek ist kein gewandter Redner; er ist alt und fönnte unmödglith auf der Tribüne eine Erörterung aushalten, die in- diesem Jahre fast lauter Finanzentwürfe betreffen wird. Jn der That soll das Budget -Geseß mit einem Til- gungsentwurfe, mit Herabseßung des Zinsfußes der fünfpro- centigen Rente, und mit mehreren andern Finanzgeseßen be- gleitet werden, welche die lebhaftesten Debatten in den Kam- mern veranlassen dürften, so daß. man einen Finanz-Minister braucht, der völlige Gewandtheit auf der Tribüne besikt. Wir glauben demnach, Herr v. Polignac werde noch vor der Session hierüber cinen Entschluß. fassen. Dazu stellen sich “ihm nun. zweierlei Wege dar; entweder“ wird er sich „an die gemäßigtern Ansichten wenden, die dur< Männer von der Farbe der Herren v. Martignac, Pasquier , Mounier , Roy repräsentirt sind; oder er wird in seinem Systeme beharren, und fich in die Arme der Absolutisten , wie der Herren Du- don, Cottu, Berryer, Vitrolles utid ähnlicher: Männer wer- fen. Noch bleibt ihm ein drittes. Mittel. übrig; nämlich an die einflußreichen Mäntter des Villèleschen Minisfepiums zu appelliren , und obgleich die Gazette erklärt hat „daß lebtere ‘die gegenwärtige Lage des. Ministeriums nicht verwickeln wollten, so glauben wir doch, daß, Herr v. Peyronnet und Hr. v: Villële mit Freude die Leitung der Geschäfte über- nehmen würden. Bet jeder diéser angénomnmenen Voraus- sebungen würden. sich - aber bedeutende Hindernisse der Voll-

ziehung entgegenstellen. Sehr bedenflich für ‘das gegen;

wärtige Ministerium is es, daß mehrere Deputirte des rech-

ten Eentrums, Rohalisten von der Farbe der Herren von

Noailles, Berbis, de la Rochefoucault (Sosthèenes), Delalot,

bestimmt geäußert habèu, gegen dasselbe. zu. stimmen. Meine früheren Berechnungen bleiben no< immer gelteud ; unter 430

Deputen wird das System.des E, v, Polignac faum 125 Au-. hänger finidèn, Ihn dieser Ste lung ‘ist aber ein Ministerium

durchaus gelähnit./ | Die Pariser Zeitungen voin 19. Jan. sind heute aus- E N

G co ß brit ay ien und Jr.land.

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würden , in "die" Griechische) Angeleg scheñ;" benn ‘nici ijk leichter, als so

_eineè Art ven, ‘Protectorat in, diesem 4 Der“ Prinz hätte vielleicht vou eiter

funden, blos w [e E Eiglañd , und ónischén, Jnseln- für einen p! i mögliches Dit chenland zu - anarchischeh auch nicht im mind : 1 Lebe in England cinem Thron in Griechenland vorgezogen

egend verwickelt zu sehen. Es thut uns daher

-

inister, die sich, so viel in ihren Kräften steht, den

London, 16. Jay. Die Morning-Chèonicle fährt | Ei in dem ‘(g erwähyten) Artikel. folgezidermaßen, fort: i | Vat A È ut d d b L il +7 erfa ren, daß g, von. Griechen-, | tiland: régiert, -

: giebt_es dort uicht; : wahr, .| Fánd

14 cht „versucht. fühlen. geiheiten , uns „éinzunii- | d hund nach zu Falle zu - gelangen. vielleicht iner attet Wider and ge: J A A )maßten-. Verbindung mit . am- allerwe überdies liegen. die 1, | | Fernten Regionen wie Ae r D geschehen. Das geringste „eintretenden , extrêmen.-Fall. so sehr nahe. | g _geht also furz- dahin, dâß es uns cin un- __scheitt, den Prinzen als König von Grie- en, ohne uns zugleich in alle Zäukereien jener.

m mindesten leid, daß ex ein ruhiges bequemes

hat. Wir. haben. ohnedies schon Länder genug zu regieren und brauchen daher kein neues mehr.

Im auswärtigen Amte herrscht viel Bewegung , um die |

Arc und Weise zu entdecken, wie der Herausgeber des Fo- reign Quarterly Review zu den wichtigen Aktenstücken gelangt ist, welche seinem merkwürdigen (in der Staats-Zeitung f Â, hex ermggmten ) Artikel über die Griechische Revolution zum Grunde liegen. | :

Unser Geschäftsträger zu Madrid, Herr Bosanquet, mel- det, daß die Spanische Regierung ihm dié Herausgabe der Ladung des bekanntlich unter ganz eigenen Umständen aufge- brachten Englischen Schiffes „Union// bewilligt habe, jedoch mit Abzug der Proceßkosten; und gegen - Wiedergusführung der Güter. Der Capitain des Spanischen Kapers „Fernando V A foll vor Gericht gestellt werden.

Jn der Morniug - Chronicle liest man: „Unsere lebten Nachrichten aus Ostindien thun eines in der dortigen Armee herrschenden Geistes Erwähnung, der in der That die strengste Zurechtweisung verdient. Statt den Befehlen die zu den nôthig befundenen Reductionen ertheilt worden sind,

ruhig nachzukommen, haben die Truppen in einigen, Fällen

Widerstand geleistet; der mitunter in offenbare Meuterei ausgeartet ist, Die Frage in Bezug auf unsere Nieder- lassungen “in Ostindien läßt sich sehr leiht vom richtigen Standpunkte aus würdigen. Die Diener der Compaguie in

Indien haben die ganze Territorial-Revenue unter sich getheilt ;

ja, sie haben sogar noch mehr vom Lande gezogen, als es im Stande war zu bezahlen, denn es hat sih als dringend noths wendig erwiesen, die Besteuerung des Volkes etwas zu ver- mindern. Was verlangen nun jene Männer? Wünschen sie wirflih, das ganze Gebiet selbst unter- sich zu theilen ? Sie verschlingen schon jeßt alle Einkünfte; sind sie nun da- mit noch nicht zufrieden, so müßte naturlich der nächste Schritt der seyn, daß sle sich zu unumschränkten Herren des Landes proclamiren. Die Oftindische Compagniè hat die gegenwärtige Friedens - Periode für günstig gehalten, um einen Theil.ihrerunge- heuern Armee zu reduciren, Kannes wöhl etwas Vernünstigeres geben, als. daß eine Verwaltung, die während eines fostspieligen Krieges gezwungen ist, ihre: Armee auf eine unverhältnif- mäßige Starke zu bringen, im Frieden die Gelegenheit wahr- nimmt, - sie wieder zu vermindern? Damit scheint jedoch die deliberirende Armee der Compagnie nicht einverstanden zu seyn. Mehrere Bataillone haben die Kühnheit so weit ge- trieben, sich den Befehlen zur Reduction ofen zu widerseßcn als ob ein Soldat gar in solchem Falle. eine Stimme ab- zugeben hätte! Es mag freilih einigen Officieren nicht ganz Recht seyn, wenn ihre Bataillone aufgelöst- werden, allein

“wenn es von ihnen abhängen sollte, zu entscheiden, ob hre

Dienste ferner noch zn gebrauchen seyen odeë nicht, so hätte es mit aller militairischen Disciplin ein Ende. Wer nur einmal einen solcheu Officier von der Ostindischen Compag- nie, unmittelbar nach seiner. Rücfkehr ins Britische Varer- land, gesprochen hat, „der muß: auch gleich einen Begriff: von den. lächerlichen Prätensionen bekommen haben, welche diese Lêute mitbringen. Höôrt man sie. reden, so ist alles, was-

möglicher Weise: nur für ste geschehen: kann, noch-lange nicht

hinreichend, ihre außerordentlichen . Verdienste. zu belohnen, Sie verlassen England. gewöhaulich: ‘als Knaben, " seheu s< dann -plôdblich wieivohl unter «einer Menscheu-Race, die

“sich wenig. um ihre geistige Superiorität- kümmert zu einem bedeutenden Range erhoben, hegen nun- keinén andern: :

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mgang, als den unter einander, und die Bethórungenm::der culiebt und Selbsttäuschung fasse auf diese Weise:induner HRGiER tiefer Wurzel in ihneu, denn ein Correetiv-Mittel -da- gegeu,. wie es sich sonst wohl in dem Hohlspiegel:.rivalisiren: der Eitelfeiren und -ehrge!

¡die thnen zu; Theil: wird „#0

von -

gendwo dulden am- allerwenigsten - dürfte es in 'so- ent: tiste solcher Art gewährt wird, ollen sie sich so wäre: es

ugeständniß ,- das einem.

würde nur neue Forderungen provociren. - etwa zu umumschränkten eiae -proclamiren

doch gut, wenn wir zeitig. genug; davon -unterrichtet würden. -

In keinem Falle lasse man ihnen aber die Idee, ‘daß -sie un- entbehrlich sind. Leider: giebt ‘es in Großbritanien jeßt nur allzuviele junge Leute, für deren Fortkommen-zu sorgen, ihre

rgeiziger: Zwecke anderer Art darbietet, -

e L u be L Ms daß Us gie :

en. Umständen, Prähnner, die ohnedies 10. wenig» geneigt; (sind, :

| Pie dime Wi Et e: 9eivass u achten, gls sie ist

| der mindésten. Aufmunterung

‘weit „gehen, sich selbst zu vergessen. Die ersten Symptome

| des Ungehorsams müússeu daher. wahrgenommen, und -eben: so.

‘schnell, als fräftig unterdrückt. werden. Keinen Begrisfhaben wir Soldaten, die sich-selbst zu einer -deliberirenden- Körper-

chaft çonstituiren, und. fônnte, man einen a e auch

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_ bekannt bleiben-will, ist nicht auszumitteln gewesen.

“In - dem Königl.

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Eltern nicht: die Mittel haben ;- nichts wäre demnach leichter, - als:.die. Stellen derjenigen auszufüllen ;- die es müde sind, ihren Dienst in Ostindien gehor)am- fortzuseßen.“ Wie bereits früher erwähnt, hat sich, im Verein mit der K. Asiatischen Gesellschaft , ein ähnliches Jnstitut fúr die Béfôrderung von Uebersesungen Orientalischer Werke gebil-" det, deren Comité sih des Patronats Sr. Mai. des Königs und der Theilnahme der ausgezeichnetsten und angesehensten Männer des Britischen Reiches erfreut. Auf der. Liste der Mitarbeiter findet man die berühmtesten Orientalisten unse- rer Zeit. - Von Deutschen Mitgliedern sind bisher“ erst“ v. Hammer, De. Dorn und Dry. Rosen namhaft- gemacht wor- den. _Dem- ersten Bande der Gesellschaftsschriften is eine Einladung -an alle ‘Gelehrten, die nur irgend durch Rath und That dem Vereine nüßlich werden wollen, beigefügt. Alle hierzu geeigneten Uebersezungen Orientalischer Werke werden auf Kosten der Gesellschaft (bei J. L. Cox in Lon- don) gedru>t, und außer 25 Exemplaren, die jeder Ueber- seßer von seiner Arbeit erhält, werden auch sehr ansehnliche Preise in Geld- und Medaillen verliehen , „worüber jedesmal das: gesammte Comité zu entscheiden hat. Diejenigen Orien-- talisten des Auslandes, welche der Gesellschaft ihre Arbeiten - zur Herausgabe mitzutheilen wünschen, können dieselben den Königl. Großbritanischen Gesandtschafren zur weitern Beför- derung Übergeben, Eine beträchtliche Anzahl von Exeriplaren des gegenwärtigen ersten Bandes ist für die größeren Uni- versitäten Europa's bestimmt worden ; an typographischer Pracht ist Alles úbertroffen, was von Werken dieser Art-jemals aus Englischen Pressen eventl « t Den Jnhalt dieses Ban- des machen des Arabers Jbn Batuta Reisen durch die wich- tigsten Continental- und Junselgebiete Asiens und Aftika's aus, Úberseßt vom Professor Lee zu Cambridge. Unter der Presse sind- bereits : die Reisen des. Macarius ,“ úberseßt von F. C. Belfour ;-eine Geschichte der Afghanen, aus dem Per- sischen von Dr. Dorn; Hatim Taï, eine-Persische Erzählung, Übersezt von Duncan Forbes; die Reisen des Efolia Efendi, Úberseßt von J. v. Hammer; Tohfet al Kebar, eine Geschichte der Türkischen Seemacht, überseßt von J. Mitchell; die Auto- biographie des Kaisers Dschehangir, überseßt von Dr. Price; die Geographie Edrisi's, übersebt von G. C. Renouard; Ebn Challifan’s-Biographieen, überseßt von Dr. Rosen; Mafkrisi's Geschichte und Beschreibung Aegyptens, überfest von A

Salamé, ; Niederlanmde.

Aus dem Haag, 21. Jan. Der heutige Staats- Courant enthält in Betre} der Aufhebung des philosophi- schen Collegiums Folgendes: „„ Jn Betracht, daß durch des Königs Beschluß vom 2. Oct: vorigen Jahres Gelegenheit gegebeti ist, die bischöflichen Seminarien auf einen neuen Fuß einzurichten, und. in dem Vertrauen , daß dadurch der Zweck, zu welchem frühe das collegium puilosophicum bei der hohen Schule zu Lôwen errichtet wurde, größtentheils werde erfüllt werden, haben Se. Maj. für gut befundèn, mittelst Beschlusses vom 9. Jan. Nr. 92 zu befehlen, daß gedachtes- Collegium mit ‘dem Schlusse des laufenden -akade- mischen Cursus aufgehoben werden soll.//

Ein Einwohner Amsterdams hat den Armen der dorti- gen> reformirten Gemeinde 30 Lasten Roggen zum Geschenk gemacht „eine Gabe, die auf 5 bis 6000 Gulden geschäßt werden- kann. Der Name des edelmüthigen:. Gebers „der un-

Das Durchsägen des Eises auf dem: -Nordholländischen: Kanal ist dieser Tage: bis: zum Sande gediehen; und man hofft, daß: die neuen Schiffe, welche diese Durchfahrt benukzen, - noch in dieser Woche in das neue Diep gelangen“ werden, -

“Brüssel, 21: Jan. Die Gazette des Pays-Bas sagt ‘in Bezug auf: die Aufhebung -des philosophischen Cóölle- |

iums: „Diejenigen, welche die. Herrschaft der Geistlichkeit

befürchten, mögen ruhig seyn. Die Regierung - bezeichnet mit fester Hand: die Gränzlinie , welche die weltliche Matht:‘von } der (geistlichen trennt, und wird dieser Linie Achtung“ zu ver-- \chasfeu--wissen; Die Regierung. will keinesweges einer Par- tei schmeicheln , um Zwiespalt: hervorzubringen; sie steht feine - Parteien ; sondern nur das Volk, und wacht úber dessen GBlúck. Sie srúßt si<h mehr als jemals auf die Grundsäße religiôser Toleranz, die im Grundgeseß- ausgesprochen sind. ‘Darin Raa fúr alle, ‘darauf beruht die Kraft. Beschlusse wird überdem der Minister des Jnuern beauftragt, Sr: Mazj. dem: Könige Vorschläge für die Versorgung der Professoren und anderen Beamten dieser - agr Temes nstalt zu machen. i i as Gerücht von der Ernennung der Gouverneurs der Provinz Lüttich, Herrn Sandberg, zum-Mitgliede der ersten

_meldet“woxden, sondern auf-d

In Ostende sind itn vorigen Jahre für 117,255 f feis& Fifige Sér tatE mt bne gen Jahre für 117,255 fl. frische Aus Java sind. hier Zeitutigen vom 12. 15. und 19. Sept. eingegangen, welche melden, daß der Oberst-Lieutenant Sollewyn und- det“ Mäjor Bauer in verschiedèneu Gefechten die rebellischen Javanesen,. an deren Spiße fortwährend Diéeps Negoro steht, geschlagen haben. Ju dem {ekten Gefechte bei dem Dorfe Bandoëang trieb der Major Bauer den Feind mit beträchtlichem Verluste zurück; das-Fußvolf wurde ‘ganz erstreut und nur wenige davon, die sich an den Bügeln der eiter und an den Mähnen der Pferde festhielten, erreichten das- Gebirge. Die Reiterei der Rebélleñ agírtè dagegen mehr geschlossen, ‘und erreichte in verschiedenen Richtungen das Ge- birge, ohne daß die Niederländischen Truppen thr vielen Scha- den thun. konnten. Die gedachten Zeitungen melden ferner, daß sich wieder einige Javanesische Oberhäupter und nament- lich der Pangerang Pafoe Miíngrat der Niederländischen Re- terung unterworfen haben. Der General-Cömmissatkius ‘von Batavia hat Herrn Ellinkhuizen , Mitglied der-allgenieinen Rechenkaminer, zum Gouverneur der Moluckischen JFnfeln ernannt.

Schweden und Norwegen.

__ Stockholm, 12. Jan. Jn der vorigen Woche waren die Reichsstände in pleno plenoram versammelt. Se. Maj. der König waren aber nicht selbst gegenwärtig, sondern Graf Wetterstedt ertheilte den Ständen die Königlichen Antworten auf ihre Eingaben hinsichtlich verschièdener auf die Grund- ge]eße bezüglicher Fragen und anderer Angelegenheiten. Meh- rere der Beschlüsse“ der Reichsstände, von denen aber die meisteu von geringerer Wichtigkeit waren, erhielten nicht die Königl. Sanction. Die von den Ständen vorgeschlagene Veränderung in dem Preßgéseße ist gleichfalls nicht angenom- men worden, weil der Conskitutions - Ausschuß ‘einen ‘neuen Preßgeseß-Entwurf ausgearbeitet habe. Die Frage wegen der Oeffentlichkeit der Sißungen des Reichsgerichts wurde so lange | ver)choben, bis diejenige über die bei allen Gerichten des Reichs einzuführende Oeffentlichkeit der Sibungen - entschieden seyn würde. Die Aufnahme der bisher unrepräsentirten Berg- werfks-Besiker in dey Bürgerstand wurde in diesem Pleuo entschieden. i e

¡Der*-Rkichstag ist nunmehr mit seinên Arbeiten o weit vorgeschrttteit, daß das von den Ständen ausgearbeitete Reichs- Budget fär 1830 und die folgenden Jahre (in welchem“ die jährliche Gesammt - Ausgabe auf 9,136,000 Rthlr. angegeben wird), an die Regierung versandt werden ‘kann. Aber eine Menge anderer eben so wichtiger Angelegenheiten sind noch nicht so weit gediehen; allein in der Zoll-Angelegenheit giebt - es noch 45 Punkte, ber welche die Reichsstände uneinig sind. Ueberdies sind- viéle Eingaben hinsichtlich" mancher andern

“wichtigen Fragen noch unbeantwortet, woraus man den Schlúüß

ziehen will, daß der Reichstag nicht vor dem Monaté März beendigt werden könne.

Die Reichsstände haben gegen den-Herausgeber ‘dér Zei- tung „„Nya Argus“/ ciièn?Füfulint Brdct geführt, und zivar wegen einiger in dieser Zeitung vorkommenden, ver- meintlih- beleidigenden Ausdrü>e. Er is indessen von der Jury freigesprochen worden: : a E

Während ‘des- vorigen Jähres -siid'13,486 Fahrzeuge den Sund passirt, unter denen sich" 1123 Schwedische und-1172

Nortwvegischè befanden, anuar' wird gemeldet: e igfeiten entbrhretid,

Aus Christia wia | von ‘6. Aller, ‘sowohl-iîn - als ‘ausländischen Neuigké fönnen wir do< die für unseve-Städt unddjë-Gegènd' höchst

erfréuliche Nachticht mittheilen , daß wir Abends um $ Uhr“

das ‘‘Veránligèn- hatten; den“ ‘lange. ‘erwarteteti Gast; den Schiiée; ‘zu’ eñipfangen, und ‘és schneit nun“ !recht stark fort.

_D-ôrn-e miar f.

Kopeùhagen, 16. Jan. Nicht äufden Köntgl. ‘Nie?

derlktibischetr Ge sunbtet bei ‘den Vereinigten: “Stkaaten “von

Nord“ Amerika , Herrn van ‘Huyghens „wie früher“ irrig ge: - essen Sohn, durchdie Allér/

gnädigste Bewilligung Sr. Majestät: e Sey S, E / e Ä

men: und Wappen: der gräflich

gangen. - P s O A ¿Die von der’ hiésigeit Nésidetiz (in diesein? Jáhrt aufzu!”

bringenden Munitipal-Auvgabew sind} “mit Ausschuß der Ar

merifosten, folgender en e Ra E Egon üm Behuf der Bürgerbewa 100a-12/280: Rbthlt.; fúr Militair? Einquartirung 36,340 Rbthkr.'; ig

Rbthlr. ; für das Na t<ter-Corps 43,401 Rbthlr. ; E die

Kammer der General -Staaten ist ungegründet.

_Straßenerleuchtutig 10,000 Rbthlr. ; für die Straßenpflaske-

; ‘fúr Stadtreinigung: 20,000