1830 / 48 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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äberzusiedeln. Allem Anschein na< wird ihuen dieser Ent- ius durch Verzweiflung an dem Heil des eignen Vater- landes eingegeben. Das neue Geschenk von 200,00) Fr., das Hr. Eynard den Griechen zum Anfauf von Vich, Aergeräthen, Sa- menund- zur Erbauung 005i Hütten gemacht hat, war von dem- selben vorher von einem Londoner Banquier gewonnen wor- den. Dieser hatte der Griechischen Regierung eine beträcht- liche Summe gegen Hinterlegung von Griechischen Staats- papieren vorgeschossen, nachher aber, als diese sanken, diesel- ben um niedern Preis losgeschlagen. Hr. Eynard hatte auf dieses die: Forderung des Londoner Hauses befriedigt und jene Padienn, u niederem Cours an sich gebracht. Er behielt sie

ge aúf seine Gefahr hin, hat sie aber jeßt mit einem Ge- winn von mehr als 200,000 Fr. wieder verkauft. Diese Summe widmet er jeßt der Aufmunterung des Ackerbaues in Griechenland.

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e Aa: S 81G U D, Berlin, 16. Febr. Wir haben lebthin, *) nach Mit- éheilungen aus Stralsund, von dem kühnen Unternehmen einer ‘Änzahl Einwohner aus dem Dorfe Prerow auf der Halbinsel Darß Nachricht gegeben, welche am 9ten v. M. einem im Eise festgewordenen Schisfe zu Hülfe zu kommen versuchten, und es- ist dabei gemeldet worden, wie fünf junge Matrosen, welche sich allzukühn den Uebrigen voraus gewagt hatten, auf einer sih ablösenden Eismasse ins Meer, jedoeh glücklicherweise nach dem eingeeiseten Schisse- hingetrieben wor- den. Die am Schlusse ‘jener Mittheilung ausgesprochenen Hoffnungen hinsichtlich jener Matrosen, so wie des Schiffes und seiner Ds sind, neuern Nachrichten aus Barth zufolge, wenigstens größtentheils in Erfüllung gegangen. Es ist nämlich vor kurzem von einem jener 5 jungen Männer ein Brief aus Nyborg auf der Insel Fünen eingelaufen, worin er meldet, daß, nachdem sie an jenem Tage alle fünf das Q wiederum verlassen hatten, drei von ihnen, da sie bemerft hätten, daß das Eis landabwärts treibe nach erste-

ter Stadt angelangt seyen. Die andern beiden hätten sich

jedoch nicht zur sondern. ihren Weg nach dem-Lande fortgeseßt, wobei sic denn allem Anscheine nah ihr Leben eingebüßt haben,

Aus Pillau vom 8. Febr. wird gemeldet: Seit eini-

gen Tagen zeigt sich uns ein Schausp:el seltener Art. Die See ist schon jeit vielen Wochen so stark gefroren, daß man selbst vom Leuchtthurme nicht das offene Wasser zu sehen im

Stande ist. Auf dem Meere nun sieht man eine Menge Schlitten, die nach allen Richtungen hinfaßren. Eine Menge Einwohner waren gestern bei dem gelünden Wetter auf dem Eise und vergnügten sich mit Schlittenfahren, Schlittschuh- laufen und Lustwandeln. Mitten auf der See hatten Loot- en auf einer Sandbank ein ‘niedli<h mt Flaggen deforirtes Zelt erbaut, und eine Musif erfreute die Zusprechenden, die hiex Erfrischungen und Speisen erhalten konnten. Abends

war das Zelt erleuchtet, welches einen interessanten Anblick

gewährte. Heute ist das Zustrômen zu der neuen Restaura- tion auf dem Eise, die man mit dem Namen „„die kühne Unternehmung// belegt hat, no< größer als gestern. Lange werden wir aber das Eis wohl nicht behalten, zumal der Wind von der: See. her bedeutend zu wehen beginnt.

_ n anderes Schreibén- aus Pillau vom 9ten d. ßer: mehreren mit dem Vorstehenden übereinstim-

Ei? | Frankfurt a. M. WZ 1- Petersburg DBN. . 1 VVirdelidt. e nh eas 99 FL {Kurz

Neueste Bd

Sedrukt bei A. W. Hay n,

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rem Pren und mit demselben glückl <- bei benann- ückfehr nah dem Schiffe bewegen lassen,

=—— Aus Köln wird unterm 11. Ä M. geschrieben :

Gestern Abend hat sich das Eis der Mosel in Bewegung

geseßt und ist “auf die Eisde>e des Rheins getr:eben, w

von Unkel bis Spay bei Boppard e Sn mee

Nacht um halb zwei Uhr is hierauf das Rheineis bei ersterem Orte losgebrochen, und heute 2 um 5 Uhr

ging die Eisdecke los, welchè vor hiesiger Stadt stand und

sich von Düsseldorf bis Wesseling erstre>te. Beim Aufbruch

des Eises war die Rheinhöhe 17 Fuß 8 Zoll. Seitdem treibt in gedrängten Massen das Eis von Unkel bis Spay und je-

nes von der Mosel hier vorbei. Das Wasser ist bis auf 20

Fuß gewachsen. Mehrere Kähne und kleine Schiffe hat das

Cís mit sich fortgerissen. Wir sahen solche hier vorbeitreiben.

Zwei Munschen, die in einem Kahne, vielleicht um diesen in

| Sicherheit zu bringen, vom Eise mit fortgerissen wurden,

sah man zu Wesseling vorbeitreiben, ohne ihnen Hülfe leisten

erreichen; den Kahn mußten sie aber treiben lassen. Die Eisdece, welche von St. Goar bis Straßburg sich erstrec>t, ist noch zu erwarten. Es scheint, däß der mit Recht so sehr gefürchtete Eisgang mig vorübergehen wird, was dem geiinden Thauwetter ohne heftige Regengüsse verdankt werden muß. y

Königliche Schauspiele. E _ Mittwoch, 17. Febr. Jm Opernhause : Makbeth, Trauer- spiel in-5 Abtheil. , nach Shakespeare von S. H. Spiker. ÍÏm Schauspielhause: Pour la rentrée de Mlle. Lan- ceslre: 1) Yelva, ou: L’orpheliie maette, vaudeville en 2 parties, par Scribe. 2) Le précepteur dans l’embarras, vaudeville comique en 1 acte, par Mr. Melesville,

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Berliner Börse.

Den 16. Februar 1830.

7 Brit c [Brief Geld. e E

1003 1002 f[Schlesische do. 4 1063

105i [1055 omm. Dom. do. 5 |108 _—_ 1052 11043. Fôlärk. do. dso.| 5 190X| JOstpr. do. do. 5 1004 | JRückst.C.d.Kmk.' 103* -[1027 f do. do. d.Nmk. 109 TZins-Sch.d.Kmk. 1027 [1023 dito d.Nm&k. —| 7 39x | ' | :11012 1012 } | 1012 101 fTiloll. vollw. Due. =—" ¡102 Neue - dito |— 1021 | Jriedrichsd’or . \*— 165 JDiscónte .. .. 1064 1063

St. -Schuüld-Sch. Pr. Engl. Anl. 18 Pr. Engl. Anl. 22 Korm,Üb. m1.C. Nerm.Int Sch. d.' “Berl. Stadt - Cb. Königsbg, do. Etinger do. Danz.do in THZ. VY eslpr. Pidb.A; dito dito B. Grofsh»r. Pos. do. Ostpr. Pfandhrl. Poinm. Pfandbr. Kar-n. Neum.do.

Wechsel- Cours.

Ae QRANE, < ¿a bat 16 290 (1. MUTZ 1447 E E C Ds 250-Fl: 12 Mt. 144; Moburg «o O0 Dl, - Kew : 1525 Ma e ao e c oes v U R E n, 1514 London ; Sa. 13 Mi. 7 R Paxis 0 Fr. |2: Met. D d batcafar 20 X. . « L009 Pl L ' 1043 11 M AUZSUUrZ y U: X 1. L, k Breslau - | : 100- Thl.- 2 Mlt, n O Leipzig j 100 41. j UsSO eis 450 Fl. [2 Mt. 2028 D 3 Woch. DL Rbl. /3. Woch. ]

Pr | O

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Auswärtige Börsen. —_—— London, 5. Febr. Fa

Mexiec. 253.

- Wien; 10 Febr.

F 209 Fahrpost zuge andt w b

„Nachrichten.

“An 12 0d esen h | 100 On M Me a Wien, 12. Febr. 5proc. Metall. 1032. dáproc. Metal 064. “Loose zu 100 Fl. 1825. Partial-Obligationen 1376.

“Redacteur John. Mitredacteur Cottel.

zu fônnen. Zu Nodenkirchen gelang es ihnen, das Ufer zu

Anitl. Fonds- und Geld-Cours-Zettel. (Preufs. Cour.)

'| gppóe, Cons.: 924. ‘Russ: 1407 Dün: 754. Bragile 74. Port BO Griech. 3: ï _

roc. Metall. 103ys. Aproé, 963, Loose zu 100 Fl, 182+ | pincbblis. 1373 Ban Actien 1281” A C E T

f Hierbei Nr. 14 des Allgemein n (nzeigers. / uuscca auswärtigen Abonnenten wird derselbe dureh die nächste

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Preußische Staats-Zeitung,

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hie 5:24

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Attaché bei der Gesandtschaft am Kai

Allgemeite

Me 49.

Amtliche Nachrichten. ist Kronik des Tages.

aa, En tma s ns

Die Königl. Akademie der Künste macht hierdur< be- kannt, daß die von ihr zu veranstaltende diesjährige große Preisbewerbung für Architekten bestimmt worden ist und mit dem 16. März d. J. eröffnet wièd. Der Preis besteht in einem Reise-Stipendium von jährlich 500 Thalern auf vier Jahre, wofern die Leistungen des Prämürten in den ersten zwei Jahren den Es der Akademie entspre- chen. Zuläjsig sind die Eleven der Akademie der Künste, welche entweder das zweite Examen bei der Ober - Bau - De- putátion chrenvoll bestanden haben, oder dur< Zeugnisse der architektonischen Lehrer, sowohl der Akademie der Künste, als der Bau - Akademie, nachweisen, daß sie alle theoretischen Studien ihrer Kunst mit Erfolg vollendet und auch im Prafktcischen dur< wirkliche Führung cines bedeutenden Baues bereits etwás nicht Alltägliches geleistet haber; der sittlihe Ruf muß un- bescholten-jeyn. Ausländer fönnen zwar an der Bewerbung Theil nehmen und Chrenpreise erhalten, gelangen jedoch nicht zuin Genuß des-Stipendiîums. Die Meldungen zur Kon- Turrenz müssen bis zum 8 März d. J. bei dem unterzeich- neten Diifitor der Akademie der Künste persönlich geschehen und die erwähnten Zeugnisse sofort beigebracht werder. Die Zuerkennung des Preises erfolgt am 3. August d. F. in df- rentlicher Sißung der Akademie. Alle Provinzial - Blätter werden ersucht, diese Bekanntmachung unverzüglich zur öf- fentlichen Kunde zu bringen.

Berlin, den 8ten Februar 1830. -

Königliche Akademie der Künste. G, Schadow, Ditcktor.

Das 3te Stück der“ Geseßsammlung, welches heute aus-

| gegeben wird, enthält: unter Ir. 1228. die Allerhöchste Kabinets-Ordre vom Z. Januar

d. J., über die Stempel - Abgaben beim Berkehr von Wechseln, und Nr. 1229. die Börsen - Ordnung für die Corporation der Kaufmannschaft zu Danzig. Vom 12ten dessel- ben Monats. Berlin, den 18. Februar 1830. Debits-Comtoir.

Der Justiz - Kommissarius Krull zu Erfurt ist in glei cher Eigenschaft an das Landgericht zu Breslau cia wgtbin.

Durchgereist: Der Königl, arl ste Lieutenant und Graf von Crdussol, und erl. Russischen Hofe,

_ Der Königl. Französische Kabinets - Bote Gazon, als Courier von Paris kommend, na< St. Petersburg.

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} A A : e us g e Zeitungs - Nachrichten. Ausland. Frankreich Paris, 10. Febr. Vorgestern, nach der r Saint Germain, beehrten Seine Majestát die a a N a E E aal ne Gegenwart. | orgestern ist der Attaché bei der diesseitigen schaft am’ Englischen Hofe, Hr. Lutteroth, mit déi b meren

|Protofolle in Bezug auf Griechenland, aus London hier ein-

Berlin, Donnerstag den 18ten Februar

1830.

getroffen; do< i von dem Inhalte die es : | jebt G an “pt ps ppa ais Ee as Zournat du Commerce äußert auf die geri Protestation der Herren Roy und von Ce e Einige die Fedex dieses Lebteren erkennen wollen: ¡Es hat uns auch unglaublich geschienen, daß Mitglieder des vorigen

gegen "die nämliche Wahl-Gesetgebun u F / zung fie felbst beigetragen haben, die Hänbe b irten falicen E gesehen davon, daß wir die beiden obigen Herren für Ehren- männer und sonach einer umvärdigen Handlung für unfä- hig halten, sind sie au< zu flug, um in eine so handgreif- liche Falle einzugehen. Sie hätten sich dur eine solche Ab- trännigfkeit nurermedrigt, ohne irgend etwas dabei zu gewinnen.“ Der C ourrier frangais sagt über denfelben Gegenstand: „Es freut uns, daß die Herren Roy und Martignac an den ahren Intriguen feinen Theil genomme# haben : ihre erwaltung ist freili< [hwa< und kleinmüthig gewesen, doch schien es uns nicht glaubhaft, daß sie zur Zerstörung ihres eigenen Werkes mitwirken sollten. Was die von ihnèn pu- b!izirte Note bettiffc, jo ist zu bedauern, daß auch hier noch i ieselbe amtliche Verschwiegenheit herrs<t , derzufolge man Bie ne bestimmte Meinung abzugeben wagt. Herr von | Mo=tignzo verweist uns an die Kammer; wir erwarten ihn | Hier, doch muy 2r mit enem entschiedenen politischen Charaf- ‘ter austreten, denn es bedarf heutiges Tages mehr als eines s{<dnen Redeflusses.“/ Etwa in derselben Weise spricht sich auch der Constitutionnel und der Temps aus, vas die o A de France abermals zu der Vermuthung veran- aßt, daß die Oppositions - Blätter sich Úber den beregten Ge- genstand vorher besprochen haben. - „Die unfreundlichen Be- trachtungen diejer Blätter,// fügt dieselbe hinzu , „beweisen übrigens aufs Neue, wie wenig man auf ein fogenanntes Ee ; M ateES bauen dúrfe. auein und uneingeschränkt regieren und geben nicht ut ; lih ihre Verachtung gegen alle solche. Märiner I erlitt, die en E eie spielen wollen.“ s -/4Us dem gestrigen Aufsaße des Journal des Débats/? äußert ebe n diese Zeitungpz„geht ein wichtiger Unrsitlrtabtr: vor, nämlich der, daß das gedachte Blatt fein Coalitions- Ministerium mebr, wie das voùñ 1827, sondern ohne Weiteres ein Ministerium von der linken Seite, dem es blos Herrn von Châteaubriand beigesellen will, verlangt. Wir wollen gern glauben, daß fünf Männer, wie die Herren von Broglie Casimir Périer, Sebastiani, Royer-Collard und Dupin der Prfldree E I stellen würden; wütde aber i j âteaubriand di i ie : f Au den ie Royalisten zufrieden stellen ?// mäßige Vertheilung der Personal 7 und Mobiliar-Stener ét Die Oppositions - Partet will hierin die Absicht veSttn die Zahl der Wähler zu ermäßigen, da die Vertheilung im Dn i zu der reuerpnichtigen erfolge. Jn der Gegend von Ro seien unlängst Tagelöhner , dié täglich u 30-So an D I OuEDEs: 75 Cent. jährlich gezahlt hätten, plôblich mit is 12“ Fr. besteuert worden, wogegen dér bisherige Bei- Sue in R G von 350 Fr. auf 294 her- . Jn Hâvre i i Fe auf 133 y Hâvre sey ein Einwohner von 69 dritter von 63 Fr. auf 97 Fr. erhöht, dagegen. aber- ein

Wahlmann von 313 Fr. auf 293 Fr. und ein anderer vot i 93 Fr. und von

327 Fr. auf 292 Fr. herabgeseßt worden. Das Journal du Commerce rügt diese Unregelmäßigkeiten mit dem Be- A L RLE bie Tee Ben Hâvre „dié sh | g en, beschlosset „, die :

bei der Name Mde 3 2 Fâbe ny ssen hätten, dieserhal Ein hiesiger Bürger, Namens Quiclet, welcher für die

gegenwärtige Session des Assisenhofes zum Geschworenen ge-

Ministeriums, von Ehrgeiz geblendet, zu einer Verschwörung -

Die Liberalen wollen

Provinzen laufen Klagen über die unkegel-

ahlungs - Fähigkeit der

Fr. , ein anderer von 35 Fr. auf 78 Fr. , tin r

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