1830 / 51 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

368 hardstein. 1- Aufzug, vom Vr.

erhalten die. Benennung „Kreis Gummersbachz‘/ dié vereinigten Kreise S iegburg und: U éerrath; den Namen „Sieg Kreis“. (K: O- v. 17. Februar 1825.) ' 9) Die Stadt Eusfkfüärchen ist pu Hauptort des Krei- ses Le che ni < bestimmt, und der reis wird fortan nach (R. D. v. 17. Mátz 1827) i 77% I Régierungsbezirke i ússeldorf. 1) Der Stadt Kreis Dússeldor f ist aufgelöst und: mit dem Landkreise vereinigt. (K. O. v. 16. Juli 1820.)

2) Der. Regierun sbezirfk Kleve ist vom 1stên Januar 1822 mit dem egierungsbezirfe Düsseldorf vereinigt. (K: O. v. 26. Mai 18)

3) Der Kreis Essen is mit (

vereinigt, mit Ausnahme der Bürgermeisterei Sch.ermb e >, die an den Kreis Rees übergeht: die beiden vereinigten Kreise führen den Näméen „Kreis Duisburg‘‘. v. 27. September 1823.) Ft

4) Der Kreis Rheindverg geht ganz zu dein Kreise

Geldern úber. (K. O. v. 27. September 1823.) C. Dex Regierungsbezirk Kleve besteht nach B. 2 als“ solcher nicht mehr, sondern i ganz ‘an den Regierungsbezirk Dússeldors übergegangen. - D. Sm Regierungsbezirke Koblenz.

1) Der. Kreis Koblenz tritt an den Kreis Neuwied ab, das Amt Engers und die Dorfschaft Jrlich. (K. O. v. 28. März 1822.) f

9) Der Kreis Linz ist ganz mit dem Kreise Neuwied vereiniget. (K. O. v. 20. Márz 1822.

Z) Der Kreis Neuwied ist also: dur< den Kreis Linz, und dur< das Amt Engers mit dem- Dorfe Jrlicy vom Kreise Koblenz, vergrößert worden. |

4) Die vereinigten Kreise Weßlar und Braunfels führen fünftig den Namen „Kreis Weßlar“. (M3O, v. 90. März 1822.) -

“An ey Regierungsbezirke Trier.

Keine Vexänderungen.

P Sn dem Regierungsbezirke Achen *): Die Stadt Schleiden ist zum Hauptort und Sib des

| seriptions- Ba

Trauerspiel in 5 Abtheilungen , von Schiller. nier: ;

en 1- acte- et. en proses Par Picard, présentalion de: Riquet à la houppe, vaudeville féèrie en 1 acte. Poaurceaugnaec, vaudeville en 1 acte, par Seribe.

deflamatorische_ Schauspielhauses, veränftältet durch die Mitglieder der Kd- nigl. Oper, des Schauspiels, der Kapelle und des Theater-Chors. Für die Einnahme sollen die-unentbehrlichsten Effekten, welche von ganz Bédürftigen während des Winters“ zum Verfsaßz ge- bracht, eingelöst werden. j

Rosenberg

Landrath-Amtes des Kreises Gemüúnd bestimmt, welcher von‘

nun an. auch nah dieser Stadt benannt wird. (K. H.8. 24. |-

Oftbr. 1829.) : Bud ti

Diese Veränderungen in der Landes-Eintheilung sind. zu

ißrer Zeét dur: die Amtsblätter der betheiligten Regierungen

bekannt gemacht wörden. Aber diese- Blätter werden ausser

dem Regierungsbezirke, dem sie angehdren, nur Wenigen be-

fanne. Deshalb - dürfte die vorstehende Uebersicht nicht ganz H,

überflüssig. rein.

Anmerk: Die Schreibart Aachen hat allerdings dén Ge- brauch fr sich, der doch--auch n Ortsnamen, wie unzählige Bei- spiele zcigcti, ‘alimálic<- andern Gründen längst gewichen: ijt 7 und

noch? täglich weicht. Der Namen: stammt icdenfalls von. dem. la- . teinischen as Gesundbrunnen oder Bad, das durchaus

Feil dôppeltes A: hgt: die | Aber auch: der Geist der deutschen Sp i hat einte große Atizahl zweistlbiger Wörter „- deren erste Silbe aus “einem einzelnen Vokale bestehk- der nicht verdoppelt wird, obwohl dárauf ganz entschieden dér Don rubt: wie „Abend, „aber“ ¡¡Adecl/) Ader‘; Eber‘, I gel//7 „oder, Mser“, 1 laubt’ man än eine Nothwendigkcit - ¡Aach en“/ zu. schreiben-. “um durch? das : doppelte : A zu, bezeichnen , daß das < hier nicht shwebend zwischen beiden Silben , wic in „Drache-/, sondern ali n na ilbe. gehdrig , wie in „Sprache? , aus- esprochen werden soll : #9, cheint mat: zu vergessen, daß diese hivendi eit- in vielen gleichen Fällen gar nicht anerkannt ift.

in srbt nit „Sprache“, „in dem Gemaache“- „fie flaahcn““/ bar! in: diesen und vielet ähnlichen Fällen / wo das. a vor < v ommt», das < entschieden ganz der léßten Silbe angehört." iff nicht die Absicht- die Schreibart ¿„Agchén“/ zu den Tädel vor dev Schreibart , Achen! ab- ‘folge; seiner: begründeten Ucberzeugung- in ciner

prache, die sich: von Tage zu Tage fortbildet. 21 Kd nigli che S-chau \ p-i el é.

‘A- hat: die Abstammaitg is also ni<t für Aachen. prache if nicht: dasúr.” Ste |

Vorher: Nehmt œin Exempel daran, Lustspiel in C. Töpfer. : atis u A -Ji Domane des- Schauspielhauses : Lektér Sub-

Jm Operúhause: Kabale und Liebe, (Mlle. Fóur-

wig i Im Schauspielhause: 1) L’acte de naissance, comédie 2) La première re-

Sountag, 21. Febr.

3) La seconde représeniation de: Le nouvyeau

Sonntag, 21. Febr. Mittägs halb 12 Uhr. Musikalisch- è Unterhältung im Konzertsäale des Königl.

Billets zu 1 Rthir. sind bei Hrn. Schloßplaß Nx. 7., im Uölel de Russie bei D Roth, bei Herrn Rebenstein , Französische Straße Nr. 44 und bei den Herren Kastellanen des Ipern- und Schau- spielhauses, so wie an der Kasse zu haben. v 5

Königsstädtsches Theater. em Sonnabend, 20. Febr. “Das Pfeffer-Rösel,„ oder : Die Frankfurter Messe im- Jahre: 1297 - ein Gemälde der Vot- zeit in 5 Akten. 4 : | Sonntag, 21. Febr.“ Der Barbier von- Sevilla, fomi- sche Opér ‘in-4 Aften ; Musik von Paesiello. ; Montag, 22. Febr. Zum erstenmale wiederholt : Der Liebe Listgewebe, eine Intriguen - Posse in Z Akten von Cas

stelli; i

Diènstag, 23. Febr. Zum. erstenmale : Die schwarze Frau, Posse in 3 Aftten, von C. Meisl; Musif von A. Mül: ler. (Parodie der weißen Dame.) :

-B-e:r.li:nm er: B Ör S e, Den 19. Februar 1830. Amt]. Fonds- und Geld.-Cours-Zettel. (Preufs. Cour.) 77 Brie] | Geld. TZf Brie} Geld. Sti -Schuld-Sch.| 4 [1005 [1007 Schlesische do. 4] Pr. Engl, Anl, 18 105& Pomm. Dom. do. 5 |107# Pr. Enc!. Anl. 22 aae 1975 Kuriu.Ob. inl.C. 1065 NeumJnt Sch. d. 76 : Berl. Stadt - Ob. 76 Königsbg. d: T T E!binger da 77 Danz:do in THZ E Westpr. Pidb.A. dito dito D. Grosshz. Pôs. do Ostpr. Pfimdbrf: Ponim. Pfandbr.f Kur-u, Neum. do:

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Holl. vollw. Duc.

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Auswärtige Börsen. : Ameterdams 13. Febr. , Qesterr. Sprécz Metall, 992. Russ. Anl Hainb. Cert. 102.

U Frankfurt a. M., 15. Febr. O ÓÖexsterr. 5proc Metall. 10345- Apróc. 97. Bark-Aetien ohne Div. 1551. Púrtial-Oblizationen 1387. Géll. Luosé zu ‘100 Fl.

Ce ti L G mb e, 8: ¡„Puris““ ly, Po ros/; S. 360; Sp: 1, Z/ 48

_ Sonnabend , 20. Febr. Im. Schauspielhause: ans Sachs - dramatisches Gedicht in 4 Abtheiluugen, von Dein-

Gedruclt ‘bei A W: Hayn.

1 t: “deni. „das“ und'Z; 50°st. „hiestgen“ l daf igen, ‘*

Nedacteur John. Mitredacteur Cottel.

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Allgemeine

Preußische Staats-Zeitung.

Ne 52.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Der bei den Untergerichten des Löwenberger Kreises an- geiteilte Justiz-Kommissarius F ranzfki ist zugleich zum Nota-

rius- im Departement des Ober-Landesgerichts zu Glogau er-

nannt worden.

Qeitungs-Nachrichten. Ausland.

Frankrei. Paris, 13. Febr. Gestern nah der Messe hatte der

neugewählte Deputirte, Herr Berryer der Jüngere, eine-

Privat-Audienz beim Könige.

Morgen Vormittag wird- sich der Dauphin nach der Kd- niglichen Abtei St. Denis begeben, um in der dortigen Kirche dem jährlichen Todten-Amte für den Herzog von Beröy bei- zuwohnen. i Se. Majestät der König haben dem Konsistorium der reformirten Kirche 1000 Fr. für die Armen dieser Konfession zustellen lassen, Eine gleiche Summe ist diefen leßceren von

, der Dauphiné zu Theil geworden, und sämmtliche úbrige Mit- glieder der Königlichen und der Orleansscher Familio haben

denselben ebenfalls reichliche Gaben gespendet.

Die erste Vertheilung an Naturalien, (Brod, Holz und

Kleidungsstücken), welche mittelst der von dem Könige bewil-

ligten 60,000 Fr. in den Tagen vorm L0sten bis 24sten v.

M. uuter die tadt-Armen- gemacht worden ist - hat 32,433 Fr. gekostet. Die Zahl der unterstükten dürftigen Familien beláuft sich auf 30/361, bestehend aus 62,705 einzelnen JIndi-

viduen. Die vier Minister, von denen dev Courrier francais ge- stern behauptete, daß sie-um ihre Entlassung gebeten hätten, sind dic Herren von Montbel, Courvoisier, von Chabrol und von Haussez, Die Gazette de France reiht úbrigens die- ses: Gerücht heut unter die Tages-Lügen,

Die Quotidienne äußert ihre Zufriedenheit mit der Wahl des Herrn Dudon zum Präsidenten des großen Wahl- Kollegiums in Nantes: „„Diese Ernennung‘, sagt sie, „„ent- spricht der von uns geäußerten Meinung. Die Royalisten des Departements der Niedern Loire werden sich überzeugen, daß der ministerielle Kandidat glúcflicher Weise ein solcher ist, der den Revolutionnairs am meisten mißfällt ; dieser Um- stand wird ihm unbezweifelt die etwa noch schwankenden Stimmen zuwenden. Wer sieht nicht en, daß die rechte Seite der Kammer zu dem bevorstehenden entscheidenden Kampfe der exprobtesten Talente bedarf? Freilih hat das Wahl-Kollegium in Nantes nur einen Royalisten zu ernen- nen; seine Ehre gebietet “ihm aber, einen folchen zu wählen, der es gewohnt is , gègen die revolutionnaire Partei anzu- fämpfen. Im- Voraus segnen wir daher die hochherzige Un-

eigennüßigfeit der Wähler, welche ihre persönlichen Neigun-

gen dem allgemeinen Besten zum Opfer bringen.‘

u Meg, der Constitutionnel und der Courrier fran- ais stellen ihre Betrachtungen úber diesen Gegenstand an. as erstere Blatt äußert : „Wenn es in Frankreich einen

unpopulären Namen giebt, so ist es ohne Zweifel der des

Barons Dudon; ein Ministerium also, das sich auf einen

solchen Mann kurz vor Eröffnung der Kammern stüßt, er- klärt diesen leßtern ossen den Krieg treibt mit Ven A sein Spiel, troßt der Majorität und beweist, daß es. des Aergsten fähig ist. Die Mehrheit der Nation hat der Veêr- waltung des Herrn v. Villèle den Namen der befklagens-

Berlin, Sonntag den 21e Februar

1830.

werthen beigelegt ; Hr. Dudon war der unerf>

hänger derselben. _ Wer erinnert sich nicht Lees q Sakrilegiums-Gesekes, dessen eifrigster Vertheidiger Hr. Du- don war? wem wäre es entfallen, daß Hr. Dudon E Fee als ein unversöhnlicher Feind der Preßfreiheit gezeigt hat? Auch auf die gewerbtreibende Klasse sieht Hr. Dudon mit Verachtung herab. Und cin solcher Mann ist zu der Ehre berufen, in einer unserer ersten Handelsstädte im Wahl- Kol: legium zu prôsidiren! Zwar ist diescs Kollegium ein gr0o- ßes; nichtsdestoweniger hossen wir aber, zu dessen Ehre, daß die Aristokratie von Nantes zu der Wahl eines solchen Dé- putirten nicht die Hände bieten werde.“ Der Courrier français meint, die Ernennung des Herrn Dudon sey do: - einmal eine ministerielle Handlung, und zwar eine sehr be- deutungsvolle ; die Minister zeigten endlih ihr wahres Ge- sicht , idem sie sich einen Mann ires Gleichen, der dem Villeleschen Systeme angehört habe, ohne Scheu zugesellten ; dies heiße wenigstens offen zu Werte gehen, nicht blos gegen das ganze Land, sondern namentlich gegen die Wähler der Niedern Loire. ¿¿Seht hier,‘ rufe man diesen zu, „(iz nen der muthigsten Redner jener Majorität von 1824, welche von Frankreich uter allgemeinem Jubel entfernt worden ist ; fein Kollegium hat ihn bisher wählen wollen ; überall ist er zurückgewieien worden, und da wir sonach nicht ‘hofsen dürfen, seine Ernennung sonst irgendwo durchzuseben, \o schien wir izza Euch, überzeugt, ‘daß Ihr diese Auszeichnung zu würdigen roissen und Euch erfenntlich dafür bereisen werdet! ‘/ Die Gazette. de France nimmt sich des Hrn. Dudon gegen die obigen beiden Blätter an. „„Dadurch‘/, äußert: diejelbe, „daß das Ministerium. den Baron Dudon den Wählern von Nantes eipfiehit, legt es in der That ein politisches Glaubensbefenntniß ab. err Dudon it der perfonifizirte Cifer für das Jnteresse des Thro- nes und-des Landes, verbunden mit großen Fähigkeiten" und einem unbestreitbaren oratorischen Talente. Die Hestigkeit womit dieser ausgezeichnete Mann von den Organen der libe- ralen Partei angegrissen wird, beweist, daß das Ministerium sich nicht getäuscht hat, und daß Hr. Dudon es vollkommen verdient, von den Royalisien gewählt zu werden.“

Folgendes find im Wesentlichen die Beträchtungen wel- che die Quotidienne über den (in No. 49 d. Staats-Zeit. mitget eiften) Artikel des Moniteurs in Betreff der Geschwor- ñen - Gerichte anstellt: „Wir . haben im Moniteur vom 10ten eineá Aufsaß von hôchster Wichtigkeit über eine rein moralische Frage gelelen / welche die Gewissens - Freiheit und die Ausübung eines natürlichen Rechtes becrift , und fônnen nicht umhin, demselben einige verfkannte Wahrheiten entgegen- zustellen. Ein Jrrthum ist vorherrschend darin. Wenn ein Geschworner sich weigert, mit abzustimmen , fann. das. Gesel ihn dazu zwingen ? Die Frage ist: einfa<, und wir beant- worten sie verneinend. Jn der betreffenden geseßlichen Ver- pflichtung sind zwei Dinge wohl- von einander zu unter schei- den: - die Erfüllung einer äußern Pflicht , nämlich diè Theil- nahme an den Verrichtungen der Geschwornen , und die Er- füllung ciner Gewissens-Pflicht , nämlich das Urtheil. Als Bürger, den Landes - Gejeßen unterworfen, darf Niemand sich jener äußern Pflicht entziehen. Als Mensch hat aber Jeder das Recht, sich zu weigern, durch scin Erkenntniß an irgend einer Handlung Theil zu nehmen, die sein inneres Gewissen verleßt. - Wer. sähe nicht ein, daß dieser Unterschied in der Natur der Geschwornen - Gerichte selbst begründet. ist. Die Jury ist nichts, als die Anwendung des- abentheuerlichen Prinzips der unbeschränften Freiheit des Menschen , die Ge: rechtigfeit zu handhaben. „Nach den Geseßen der Jury giebt es feine dffentliche allgemeine Rechtspflege; jeder \c<a}t sich die seinige, je nach seinen persdnlichen Ansichten, in dem: Au- genblicée des Erkenntnisses selbst. Und dies ist so wahr, daß die Rechtspflege der Jury ein augenscheinlich richtiges Faktum -