1830 / 55 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

dlich_ haben Wir:-hierüber, gegenwärtigen Landtags-Llbe ev gen R d ; lite N Auen Stinden

x Bit n wogen, : ! i Zt aeben Berlin, den 9.. Januar 183”. _ (gez)J Friedri Wilhelm. (gez.) Friedrich Wilhe lm, Kronprinz:

(gez) v. Altenstein. v: Schuckmany. v. Lottum. v. Bernstorff. : v. Hafe: v. Danckelmann. v. Mo.

: Me 2E Gutachten des Staats-Minisicrit über. die Denkschrift der Stände des dritten Preußischen P:0- vinzial: Landtaas, wegen Abnahme und Verschlechterung der in- ländischen Pferdezucht uud der zur Vérbesßerung derselben dien- lichen Maaßregeln.

Die Behauptung dec Preußischen Provinzial - Stände - von '|

dem Rückschrikte der dortigen Pferdezucht, kaun s< entweder nur auf eine zu große Ungedu!d gründen, womit cin Theil der Pferdezüchter den freilich nur mit der Zeit zu errittgenden YVor- feeilen dieses Exwerbszweiges entgegensiebt: oder es findet solche ihre Anwendung. blos auf diejettigen Pferde-Belißer, welche die RICTRi che äberbaupt. auf einem unrichtigen Wege betreiben, enn daß die Pferdezucht tn Preußen, att dex verineintlichen RNüúschritte im Allgemeinen wirklich von Fahr zu Jahr Fort- schritte macht, dafür stimmen die Angaben des Nemotnite-Jnspecs teurs, General - Majors Beier und der Nemontc-Anfkoufs-Kom- missionen sowohl, als die jährlich zunehmende Zufriedenheit der Kavallerie - Regimenter mit ihren Remonten, der gesicigerten Ansprüche ungeachtet, volllommen überein. Schon hieraus exgiebt sich das Resultat, daß dîe bisher gezahlten Preise als ausreichend zu betrachten sind, und daß es der von den Stàn- den gewänshten Erhöhung derselben nicht bedarf. / us den hier beigefügten tabelläriscien Uebersichten, die den 4nkaguf der Remouten in deu Jahren 1826, 1327 uud 1228, mit Angabe dex grdßeren Pferdezlchter und solcher, die nur cinzelne Pferde verkauft , desgleichen die Anzahl der von thnen crstande- nen Pferde, den summarischen und Durchschnittspre.s- so wie deren Größe und Alter enthalten, erhellet aber zur Genüge, daß die Ansprüche der Pferdezüchter auf no< bèbere Preise nicht ohne die größte Unbilligkeit und ohne dic Remonte - Ver- waltung in. die absolute Unmöglichkeit zu seßen, ihnen zu ge- nügen, gesteigert werden dürfen, da nach diesen Nachweisungett in dem Jahre 1826 unter det Summe von 1663 angekauften Pferden 1471 dreijährige, im Jahre 1827 unter 1841 Pferden 1666, und im Fahre 1828 unter 1856 Pferden 1706 dreijährige befindlich sind, wofür die gezahlten Preise gewiß sehr bedeuteñd erscheinen müssen; au<h ergeben die spezielle Nachwet- sungen no<“, daß die höchsten Preise gerade - für metsténs dreijährige Pferde gezahlt / werden find; wie denn auch daraus erhellet, daß dic Zahl der vicrjährig angekauften Remonten mit jedem Fahre sich vermindert hat und in demselben Verhältniß die der dreijährig gekauften gestiegen if. Der Vor- \<lag, feste Preise zu zahlen, ohne zu handeln, is aber aus dem Grunde unausführbar , weil cine solche Maaßregel die Kemonte- Ankaufs-Kommission in die Nothwendigkeit schen würde, von den wenig soliden Pferdezüchtern gar keine VBferde, oder cine Menge solcher Pferde zu kaufen, die für den gezahlten hohen Preis nicht tauglich. zu erachten sind, wodurch die Kommission ihren Hauyt- zwe>, die Armee mit guten Remotiten zu versorgen - verfchlen würde. Mit den größeren und besseren Pferdezüchtern findet auch in der Regel kein Handel fiatt, sondern man vereinigt si bald Uher einen, gewöhnlich | e „sell schnittspreis, oder der Eigenthümer scht {Ur jedes Pferd sclbsi den Preis verschiedentlich fest. Wie dem aber auch (%), 9 hat doch die Militair-Verwaltung, von welcher der Remoite-Ankauf in det tovimen bishex überall möglichst;befördert und die Prom Se en selds vorzugsweise berúucksichtigt worden ist, keine Veranlas- ung, die Pferde zu hdheren Preisen anzukaufen, gls wofür soïche

d

nach der Konkurrenz zu haben. sind. -

3

< von dem Züchter selbst gestellten Durch--

Der Zucht wirklich preiswürdiger Pferde dürfte ohnedies cher

geschadét, als genüßt:- werdet, wenn man die Pferde theurer: bes -

zahlen wollte, als’ sié wert) sind.

Was: endlich die Behauptung “der Stände anlangt, daßin dem -hesiändigen Verlangen Ankaufs-Kommissidn nach größen -

Pferden die Ursache der rüds{reitenden und fehlerhaften: Pferdes: zucht zu finden sey; so spricht gegen dieselbe das Ergebniß-der vor- erwähnten Lißen, wonach unter der bereits. angegebenen Anzahl: der in den Fahren 1826, 1827 und 18% angekauften Pferde von resp. 196; 1841 und 1856, im crsteren Fahre nur 42," im zweiten- Jahre 87, im dritten Jahre aber nue 49 Pferde das Maaß von 2 Zoll überschritten haben, unter welcher Grbße Fein Pferd fúr Kürassier - Regimenter und Artillerie - Brigaden ange- nommen werden darf. Fe seltener aber große und: zugleich kräf-

Pferde Uberhaupt sind, desto: erklärbarer bleibt die

_tig B i Nachfrage nach denselben, ohite daß diese deshalb cine falsche Paa-

rung wünschen läßt und entschuldigt. - Berlin, den 30. Nov. 1829. Das Staats-Minisferium. | v. Altenstein. v. Schuckmann. v. Lottum. v. Ber1storff. i vi Hafe. v. Danckesmann, v. Mok. 1A Promemoria.

Die von dent Preußischen Provinzial- Ständen in der Denk- \<uift vom 15. Febr. d. F. in Anregung gebrachten Angeicget- heiten befinden A< in folgender Lage: i

ad 1 und 2.

Beide Gegenstände werden durch die von des Königs Maje- fiât mittelst Allerhöchster Kabinets-Ordre vom 15. Dee. 1827 bes fohlene Revision der Geschäftsordnung sür die Gencral-Kommisse sionen ihre Erlediguig fitden. Die Materialien dazu find gc- sammelt, und die Sache schwebt in der Vechandlung bei den be= theiligten Ministerten. L :

a #50

Die Verhandlungen über das Gewerbe - Polizei - Gesch sind noch nicht beendigt. Die beabsichtigte Eèarichtung soli sâmmt- liche diliche Provinzen umfassen, daher cs nbthig if, die unter sich mannigfach verschiedenen Einrichtungen in den neuen Pro- vinzen und die besondecn Gewerbe - Verhältnisse derselben genau zu erdrtern und zu berücksichtigen. Hieraus ergiebt sich von selbst, warum diese schwierige Arbeit nicht so schnell gefötdert werden fan, als. es în mehreren Vezzebuugen ¿u wünschen ware.

«t o Die Errichtúng cines Gymnasii in Hohenstein unteeliegt et- beblichen Bedenken. Es wird jedoch Bedacht genommen werden» das Schu!= und- Erziehungswesen im der Provinz erforderlichen- falls auf andern Wegen zu unterstüßen , und deshalb die nähern Einleitungen zu veranlassei. f af 2.

De: Entwurf der Städte-Dednug liegt dem Staats - Rathe vor, und wird wahrscheinlich im laufenden Jahre no< zur Dis- fussion fommen. Die Einführung im Kulzner Lande. wird dann erfolgen, sobald das Gese von Sr. Majestät. vollzogen. und publi=- zirt seyu wird. i j

au V.

Rach dem Gutachten des Staats - Raths und dem darauf qe= gründeten Allerhöchsien Befehle sollte cin allgemeines Feuer-=S0- zietäts - Reglement redigirt und den Provinzial - Landtagen zum Gutachten vorgelegt werden. Dies if bereits geschchen, daher zu hoffen i, daß schon an den nächsien Preußischen Landtag “eine diesfallsige Prevosition gelaugen e i

al: {a Die Vorarbeiten wegen ciner zu erlassenden Wege- Ordnung

> Tiegecn der Geseß-Revisiotts-Kommission vor, um darauf bei Um- a

arbeitung des ersten Abschritts des Tit. 15, Th. 2 des Allgemei- nen Landrechts Rücksicht zu nehmen. Berlin, den 15. Sept. 1829. Das Staats-Minifierium. (gez.) v. Altenstein. v. Schuckmann. v. Lottum. v. Bernstorff. v. Hak.e v. Danckelmann, v. Mos.

A llg e

_Preußis<he Staats-Zeitung.

meine

B

Me 56.

Amitliche Na <ri <ten. Kronik des Tages.

Seine Durchlaucht der Herzog und Jhre Hoheit die Frau Herzogin von Sachsen-Meiningen sind von hier nah Meiningen abgegangen. ;

4. X : der aufgerufenen und der Königlichen Kentrolle der Staats- Papiere als amortifirt nachgewiesenen Staats-Papiere. ENCSSCID C R A E S S A E E E S E M C I ZOE S E M-M A’ T C S R A R A E Staats - Schuldscheine.

(WRRAOVCS URSSSNN T S E E E S M S G R R R E S GA Me T ÄNC I D I E R) :

Des Dofkfuments. Se L P C L d E E I A It L R E D C A R N: Pi M

Geld- | Betrag. | des rechtskräftigen F, » Gf tniToag E | Rthlr. SF ees

Dru

Courant. 100 vom 1009 Fvom.. 12.

ami deu

N Ce G D —] a

P NR ed

K D Cat C8 H G ps R R

100 / 300 200 1 49 {vom 29, E } vom 2: A, 100 vom 3. Aug. 1829. 90,386) A. 100

90,386 i 100 /

vom 2

90/380 Y 100 90,386 “F. 100 | 900,386 G. 100 1 0380. H 100. S EO O T 100 98,936 A 98,937 E 100 98,937| D. 100

/ | R 54 E 1H ete 50 j votn 26. Oftob. 1829.

o | 2M j R t }vom 21. Dez. 1829. [vom 23. Febr. 1829.

55,539| G. 100 Berlin, den 31. Dezember 1829. Königliche Kontrolle der Staats-Papiere. Angekommen: Seine Excellenz der General-Lieutenant und Commandeur der 1sten Division, von Wrangel, von Köln a. R; t M Der Königl. Schwedische General-Konsul von Lund- blad von Stocéholm.“

Zeitungs-Nachrichten. Ausland.

t Rußlamwd.- | ___ QOdessap6. Febr. “Da der gegenwärtige Gesundheits- Zustand der Stadt. nach nov bertäitädr teh Seiretitkigei Terminen nichts Zu wünschen übrig läßt, so- hat die Obrig- keit beschlossen, den Gesundheits-Cordon, der bisher die Stadt Pz aufzuheben unddie freie Verbindung mit den übri- gen T eilen des Reiches - wiederherzustellen. Jn D aber, daß die Nachbarschaft des Duniester, der jeßt mit Eis

Bérlin, Donnerstág den 25a Februar

1830.

bedé>t is, ferner die große Zahl von Kaufleuten und Tage- lôhnern, die ven verschiedenen Seiten, und besonders derer, die aus den Türkischen Provinzen zurüc>kommen, no< einige Vorsichtsmaaßregeln nöthig machen, um die Bewohner Odessas vor allea neuen Pest-Anfällen zu hüben, snd von der Be- hôrde die deshalb erforderlichen Anordnungen getroffen wor- - den, welche das heutige Journal ausführlich ‘mittheilt.

In diesen Tagen hat die hiesige Regierung einen Berichr erhalten, daß sich in der Stadt Grigoriopol eine verdächtige Krankheit gezeigt habe. Es wurde hierauf sogleih der Arzt der hiesigen Quarantaine, Herr Belin. de Balu dahin gesen- det um die Kranken zu untersuchen, der dort nicht nur nicht die mindeste Spur von Pest, fondern nicht cinmal von irgend

4

einem bôsartigen Fieber gefunden hat. -

-

Fr E Ct (M.

Paris, 17. Febr. Der Herzog - von Cumberland ist vorgestern aus London hier eingetroffen und im Hôtel Mau- ricc abgestiegen, das Se. Königl. Hoheit, wie die Nouvelle France meldet, so lange bewohnen wollen, bis das von-Jh-- nen getnicthete Haus in Versailles eingerichtet seyn wird.

Die Gâzette “de France enthält Folgendes: „Die Königliche Verordnung úber die Einführung von Elementar- Schulen im ganzen Umfange des Reiches if eine Antwort anf die Verläumdungen, welche die liberalen Blätter und die

| Nednekr von der litifen Seite in“ Betreff des Volks ;: Unter-

richts unaufhörlich gegen die retigiès und monarchisch gesinn-

“j ten Männer des Landes agusstießen. Man hat immer behaup-

tet, daß diese das Volk in der Unwissenheit erhalten wöll-

| ten, während doch ihre Bemühungen stets auf eine Verbesse- | rug. des Schulwesens gerichtet waren.

/ gerid Der Lberalismus is es vielmehr, der beständig gewollt hat, däß die niederen

Klassen ünwissend bleiben, denn er hat bisher alles Mögliche

gethan, um ihre geistige Ausbildung, die allein des Menschen Glück befördern kann, zu verhindern. Und wenn er es ja cinmal versuchte, - einige Saamenkörner auf diesen unfrucht- baren Boden auszuftreuen, so gab er sic dem Winde preis, so war es die Dummheit, der Revolutions-Fanatismus, dem

er die Sotge anvertraute, die Jugend zu unterrichten. Die

obgedachte Verordnung hat sonach ni<ht nur die Wünsche der Freunde derReligion und der Monarchie, die zugleich die-derVolks- klassen sind, verwirklicht ; sie wird auch das längst begomiene Werk der Menschlichkeit durch die Mitwirkung der Behörden, durch die mildthätige Theilnahme des Landes und durch den Eifer from- mer Volkslehrer vervollständigen.//— Der Constitutionnel meint, wenn im Uebrigen auch die in jener Verordnung ent: haltenen Bestimmungen nicht der mindeste Vorwurf treffe, so werde das Land do< immer nür dann erst eine sichere Bürgschaft haben, wenn die General: und Munizipal? Con- seils, statt von der Regierung, von den Bürgern selbst ge- wählt würden. Das gedachte Blatt rügt es zugleich, daß der Bericht des Herrn Guernon de Ranville der Verordnung vom Jahre 4824, die den Elementar- Unterricht in die Hände der Geistlichkeit legte, großes Lob beilege, während în der neuen Verordnung der verschiedenen S Ite, De odatie namentlih der Schulen des w selseitigen Unterrichts mit feiner Silbe erwähnt werde. Der Globe äußert sich úber denselben Gegenstand etwa in folgender Art: „Die neue Verordnung ist bemerkenswerth. Der Minister, der sie fon- aier hat, zeigte sih beim Antritte seines Amts dem Volfs-Unterrichte wenig geneigt; denno< nöthigt ihn die wunderbare Gewalt der Dinge, si<h mit den Mitteln zur Vet d90 Schulwesens zu beschäftigen, Das Prinzip e t b 6 in Ausfüh die Beste nden fibe erord- nuni ‘1816 in Ausführung zu bringen, zunächst den Orts- Behörden die Fürsorge für den Irtereie zu AVeetrabeh Ee : dann, wenn es den Gemeinden an Mitteln dazu fehlt, die höheren Behörden: zuzuziehen.: zuerst die Gemeinde, dann das Depar- -