1830 / 58 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

424

Herr von Sesmaisons in seinem Schreiben, „„mit der Regie-

rung nicht einerlei Sinnes zu seyn; aber ih mag nicht eine

Büúrger-Krone, deren Zuerkennung uns geseßlich zusteht, mei- nen Landsleuten entziehen, um damit die Stirn eines Fremd- lings zu shmücfen, der mit dem-Departement, in welchem er als Kandidat auftritt - nicht in der entferntesten“ Berührung ht. // 48 f Ea p_S MP4 E Der Moniteur meldete vor einigen Tagen, däß Herr Mangin den Pariser Polizei- Kommissarien in einem Rund- {reiben anempfohlen habe, alle Bettler, die solches wünsch-

ten, dem neuen Armenhause zuzuweisen. Gegen diese Be-

hauptung» protestirt jest der Polizei-Präfekt mit dem Bemer- L s er seinen Untergebenen eine solche Anweisung' nicht hâtte ertheilen fönnen, ohne gegen die Geseke zu verstoßen und mit sich selbst in Widerspruch zu gerathen. “Zugleich theilt er das obgedachce Rundschreiben wörtlich mit; es erhellt dar- aus, daß er die-Polizei-Kommissarien blos aufgefordert hat, diejenigen--Bettler, die in dem neuen Armenhause ausgenom-

men zu werden wünschen, dire ft: dorthin zu befördern, und

nur solche Judividuen zuvor na der Polizei-Präfeftur zu fúhren, die es vorziehen, in die Armen-Anstalten zu Saint- Denis oder Villers-Cotrterets ‘einzutreten.

Die von dem hiesigen Advokaten-Stande bejahend ge- lôste Frage : '„„ob, wenn ein Pfarrer einem Verstorbenen die kirchlichen Ceremonien verweigere,-der Maire berechtigt sey, die Kirchthüren öffnen zu lassen, um die Leiche in der Kirche aufzustellen‘, hat den Staatsrath von Cormenin veranlaßt, einen Aufsaß in das Journal. des Débats einrücken zu lassen, worin ex cine dem Ausspruch des Advokaten-Standes entge- gengeseßte Ansicht ausspricht und zu der Schlußfolge gelangt, daß eine folche Dazwischenkunft des Maire in der-Theorie gesebwidrig, in der Ausführung aber “unthunlich, Frieden- stôrend,. den Geseßen der Kirche zuwider, und verlezend für die liberalen Grundsäße der Charte seyn würde. Das ge- dachte Blatt-bemerkt bei der Mittheilung dieses Votums: ¿Die Frage, worum es si< handelt, ist eine von denen, worüber dic aufgeflärtesten Köpfe verschiedener - Meinung feyn-fônnen; die eines. Mannes, wie Herr von Cormenin, ist von großem Gewichte. Wir eilen daher, sie bekannt zu machen. Ueberlassen wir es den Fanatifern, auf die Ent- {eidung der «Advokaten dur<h Schimpfreden und grobe Verläumdungen zu antworten dies L ihre Gewohnheit und- bemühen wir uns dagegen unsererjeits, dergleichen wich- tige Fragen gründlich zu erörtern, um zu einer richtigen Lö- sung derselben zu: gelangen.“ d

- Schon im Jahre 1828 hatte der König, auf den Vor- schlag; des Barons von la Bouillerie, den Ankauf der dem ehemaligen: Professor gn der Universität zu Padua, Herrn Sersaod - zugehörigen , in „Jtalien unter dem Namen der Bibliateca petrarchesca befannten, Bücher-Sammlung ange- ordnet, welche in etwa 900 theils gedrucften Bänden , theils Manuséripten, eine vollständige. Reihefolge der verschiedenen Ausgaben ¿ Konnunentare und Ueberscßungen der Gedichte Petrapkas enthält. Verschiedene Hindernisse hatten sich bis- :her. der Uebersendung - dieser interessanten Sammlung, entge- gengesteilt; jebt ist dieselbe dur< den bisherigen Eigenthü- mer,-Herrn-Marsand selbst, welcher zu diesem Behufe mit Genuedmigung seines -Monarchèn die Reise nach Paris un- ternommen hat , -dem-Kokhservator der Privat - Bibliotheken

„Karls. X. ,„ Herrn- Valéry,- eingehändigt worden. i Der Globe will „wissen, daß morgen ein. Kapitel des Heiligen -Geist - Ordens- gehalten. und der Graf Roy bei die-

ai Mes mit Fem blauen Bande geschmückt werden -WwUrde. j 4 i - 7Cine- Königliche Verorduung : vom 3tea- v. M. verfügt, daß den Salpetersiedern- der: von ihnen in die Staats -Ma- gazine:- gelieferte reine- Salpeter vom 1. Januar d. J. an mit -1-Fr. 80:Cent. für. das: Kilogramm bezahlt werden soll. Der -Bataillons-Chef Chambaud und der Hauptmann von «Esprémeuil,-bcide zu der Expedition gegen Algier bestimmt, sind nach. Lyon „ahgegangeie um daselbst die Organisation: des „JIngenieur-Materials- zu: leiten. Nach Mes isk der Befehl ergangen, unverzüglich: vier Compagnieen “des: dort garnisoni- „nenden 1sten -Fngenieur-Regiments, so wie zwei Compagnieen von jedem der beiden. anderm Jugenieur-Regimenter mobil zu machen. ¿Der «General : Valazé:-stcht im Begriffe, sich „nah Mes A begeben, um für die Anschaffung des Proviants-für E Y R tragen. Drei Fregatten-Capitaine-sind auf. der Brigg. „la Flèche/“ nach: Jtalien: abgereist, angeblich um daselbst po rtidisse gu miethen. Vorgestern Mittag. fand das Leichenbegängniß- des Her- " ogs von Levis. statt, Nach. Beendigung; der religidsen Feier inder Kirche zu Mariá. Himmelfahrc wurde die Leiche nach ¿Picpus. gebracht, um in -dem dortigen Familien -Begräbniß

“nicht üblich ist, ‘so utiterblieb

beigeseßt „zu werden. Die Zipfel des Leichentuchs hielten Herr-Etienné, Direktor der Französischen Akademie, V Her- zog von Damas - Crux, der Marquis von Lévis und der Her- zog von” Reggio. Der erstere wollte an der Gruft eine Lei- chenrede halten; da eem ites an jenem Begräbniß-Orte [o uti es, wogegen der Moniteur heute„die Rede schriftlich zur Kenntniß des Publikums. bringt. Bei der vor einigen Tagen stattgesuudenen Beerdigung

des Generals Lavalette trugen die vier General - Lieutenants

und Groß - Offiziere der Ehrenlegion, Sebastiani, Belliard, Lemarois und Excelmans—die Zipfel des-.Leichentuches. Am Grabe wurden zwei Reden von dem General Sebastiani und dem Grafen Montlosièr gehalten. la. L

___ Herr Fontan hat von dem Urtheile des hiesigen König- lichen Gerichtshofes, “der ihn“im vorigen Sommer in contu- maciam zu fünfjährige Haft und einer Geldbußé von 10,000 Fr. condemnirte, appellirt; er war dazu-noch- befugt, da jenes Erkenntniß ihm- erst“ jet nach“ seiner Arrestation kund ge- macht worden ift. -

Der Prozeß des Herrn Chätelain, Geschäftsführers des Courrier frauçais, wegen Verunglimpfung des- Zuchtpolizei- Gerichts in. der Rechtsjache dieses Blattes mit Hrn. Mangin, ist um acht„ Tage verschoben worden.

Die Ausfuhr der Hauptstadt belief sich, den Zoll-Registern zufolge, im Jahr 1824 auf 48,411,591 Fr., im Jahr 1826 aus 38,369,858 Fr. und im Jahr 1827 auf 42,493,341 Fr.

¡Der Aufenthalt eines. Brasilianischen Marine-Offiziers, des Herrn Offsmith, in dieser Hauptstadt‘/, sagt der Con- stitutionnel, „Hat zu dem. Gerüchte Anlaß gegeben, der Kaiser Dom Pedro habe zwei große Jndienfahrer gemiethet, um auf denselben die in Brasilien befindlichen Portugiesischen Flüchtlinge nebst einigen im Dienste des Kaisers stehenden Deutsche Truppen nach Terceira zu transportiren. Jun Rio- Janeiro behauptete man, der Kaijer werde auch cinige Kriegs- schiffe nach Europa schi>en. Aber obgleich der Plan einer förmlichen Expedition gegen Portugal unter den Mitgliedern des neuen Ministeriums entschiedene Anhänger hatte, ‘so war doch bis zum 19. Dez: über: diesen Punft noch nichts Festes entschieden.‘/

Herr Paganini ist hier eingetroffen und wird sein erstés Senates gteich nach Beendigung- der Karnevals - Festlichtciten geben. A

Großbritanien und Jrland.

Parlaments -Verhándlungen. Jun. der. Sißung des Unterhauses vom 16. Febr. wurden angekündigtermafen von Lord John Russell die Angelegenheiten -Grie- chenlands zur Sprache gebracht. „Es ist‘, sagte der Lord, „(meine Absicht, nicht sowohl eine feindselige Diskussion ber diesen Segenstand, als eine Erklárung des sehr ehrenwerthen Herrn (Peel) zu veranlassen. Die in der jüngsten Zeit statt- gefundenen Ereignisse. und- die von den Ministern im Öber- hause ertheilten Aufschlüsse - haben theilweise deu Zweck des von mir angetündigten- Antrages bereits erledigt. Es ist mir besonders angenehm, dadurch der Pflicht entbunden worden zu seyn, meinea Antrag auf die Geschichte des leßten Krie- ges zwischen Rußland und der Türkei zu begründen, denn ungemein schrerig würde es gewesen seyn, diesen Gegenstand zu behandeln, ohne zugleich die Aktenstücke zu. kennen, in deren. Besiß sich für jeßt die-Regierung allein befindet. Es giebt jedoch gußer-- dem, und zwar in Bezug auf die definitive Regulirung der Grie- chischen Angelegenheiten —eine Regulirung, die biunen wenigen Tagen vollendet seyn muß ein oder zwei Punkte, über die ich gern Aufschluß haben- möchte: Zunächst ist.es die dem Griechi-

schen Staate zu verleihende Regierungsform, welche meine Auf- - merksamkeit beschäftigt ; düstere Gerüchte. sind in dieser Hinsicht

mit Bezug aguf--die von den-„verbündeten:- Mächten gehegtur

Pläne -verbreitet worden; eine. despotische. Reg erung heißt

es, wollen- diese, in Griechenland einführen. Glücklicherweise sind diese: Gerüchte durch- die: von einem: der- Minister kürz- lich abgegebenen - Erklärungen „etwas „zerstreut. worden ; ich

hoffe, «der sehr ehrenwerthe Herr. werde feinen Anstand neh-

men, diese Erklärungen zu. bestätigen und uns zu versicheru, daß die Regierung nicht -die Absicht. hege, die Griechen. daran zu-verhindern, sich ihren Wünschen. und: Bedúrfaissen- gemäß

zu regieren, Zu gleicher Zeit kann.:-ich- jedoch, als: Engländer

und. als Bürger eines freien Landes, den Wunsch nicht _un- terdrúcken, daß, indem ein neuer Staat gegründet wird, Freie

heit politische -Freiheit- einen integrirenden Theil: dex Prir- zipien ausmachen möge, nach (welchen die

gierung dort eingerichtet wird, Zweifelhafter -ist der audere- unkt noch, den-ich jeßt berühren will: ih meine die Gebiets-Ausdehnung- die man- Griechenland überweisen: will. W fann wohl, ohne Opposition: fürchten zu dürfen, hier: den Saß aufstellen, daß,

425

nachdem die Griechische Frage. von. den verbündeten Mächte O ta ward, nachdem. sie der Gegenstand eines Trak-

tates und feindseliger Operationen geworden , die Feststellung.

des neuen“ Staates und seiner Regierung von: der Art seyn múßte, daß man sie als permanent ansehen kann, o wie die Gränzen Griechenlands auch so zu bestimmen wären, daß es im Stande sey, seine Unabhäugigkeit zu behaupten, ohne

jemals die Uebel- wieder fürchten. zu dúrfen, die in der Ein-

leitung des: Traëtates vom 6. Juli erwähnt sind. Wenn es fest stände, daß die Regierung ebenfalls von dieser Ansicht ausgeht, so würde ich es wohl für unnüs halten , einen An- trag in dieser Hinsicht zu machen, àllein mir ist „von sehr glaubwürdigen Personen versichert wdrden , -daß es vor eini- gex Zeit noch die Absicht der verbündeten Re ierungen war, den neuen Griechischen Staat auf Morea zu beschränken. Eine solche Gebietsbeshränkung würde ihn jedo< eher zum Zu- fluhtsort für Freibeuter und Seeräuber machen, als zu einem Lande, das alle Elemente besißr, sich selber zu regieren und zu leiten. Meine Besorguiß in dieser Hinsicht wurde zwar zum Theil beseitigt, als ich durch das befannt gewordene Proto- foll erfuhr, daß Arta und Volo, die beiden im Norden be- zeichneten Gränzpunkte des neuen Staates werden sollen ; ich freute mi< no< mehr, als Sir F. Adam, der ín diejer Sache ein beachtungswerthes Urtheil abzugeben vermag, die Ver- sicherung ertheilte, - diese Punkte seyen genügend, um dem Lande - cine gute Vertheidigungs - Gränze zu verschaf: fen; inzwischen habe i< später, und zwar, ih muß es gestehen, zu meinem großen Leidwesen gehört, daß an- dere Anordnungen, wona<h Arta und Volo nicht die beiden Gränzpunkte werden sollen, getroffen worden sind. Jn Bezug auf Kandien ist im Oberhause Einiges gejagt wor- den, dem ich cin Wort hinzufügen möchte. Jch will zwar nicht behaupten, daß Kandiens geographische Lage von der Art ist , daß es dem Griechischen Staate einverleibt werden müßte; wenn es jedoch wahr ist, daß dort ein Krieg wüthet, und daß die Griechen im Besiße des größten Theils der Jn- sel sind, so wird unbezweiselt die Ruhe und Konsolidirung Griechenlands auf ‘das Spiel gesezt, wenn man nicht auch Kandien einen festen Zustand zu geben sucht. Jrrthümlich war besonders die Behauptung, daß Kandien nicht blos, als der Traktat vom 6. Juli abgeschlossen wurde, noch nicht im Besiße der Griechen gewesen, sondern daß auch die erst spä- ter dort ausgebrochene Jnsurrection lediglich eine Folge jenes Traktats sey. Mir ist nämlich gesagt worden und ich nehme feinen Anstand, den zu nennen, der es mir gesagt hat Sir Edward Codrington hat mir versichert, daß, ais er im Mittelländischen Meere anlangte, Cap Buso schon im Besiße der Griehen gewesen, die von jener Zeit auch in Kandien insurgirten. Ob Kandien in den Traktat vom 6. Juli mit einbegriffen war, will ich zwar nicht behaup- ten, allein eben so wenig möchte mit Bestimmtheit zu erweisen seyn, - daß es nicht darein begrissen war. Die Worte des Traktats besagten „die Juseln von Griechenland“/ ; ohne zu: bestimmen, welche Inseln; ich möchte sogar behaupten, daß man zwar Kandien - hierunter nicht verstauden haben mag, aber Samos,- und doch soll auch diese lektgenannte Jnsel in den jebt vorgeschlagenen Arrangements „nicht begrissen seyn. Man hat ferner von. Fox und den günstigen Gesinnungen gesprochen, die er in Bezug auf die Türkei gehegt haben soll ; nun hat: es zwar seine Richtigkeit, daß- Fox , oder diejenigen, die mit ihm am Ruder waren denn ich glaube, es geschah in der lesten Zeit seiner Krankheit in einen Vorschlag willigten, die Jntegrität der Türkei ‘zu garantiren,. damit weder Frankreich von- einer, noch Rupland von der andern Seite jenes Land angreifen, doch geschah dies zu . einer“ Zeit, da Frankreichs feindselige Aggressionen überhand genommen hatten, da es eben erst: in Aegypten einen Feldzug versucht hatte, und lediglih,„ um ein gewisses Gleichgewicht zu. erhal- ten, willigte Fox inden Vorschlag. Dagegen erklärte der- selbe im Jahre 1791. ganz unverhohlen , daß ihu Rußlands An ise der Türkei durchaus. nicht beunruhigten. Jch kann diese. Bemerkungen nicht“ beschließen , ohne meine Freude

darüber an. den. Tag zu legen, | daß durch die Erreichung des

im. Traftate vom 6. Juli- vorgeseßten Zweckes ein. neuer Staat der Europäischen Völker - Familie sich anschließt, und das Vol, welches Jahrhunderte. lang- unterdrückt und allen Lastern preisgegeben wurde, die durch Unterdrückung und Sklaverei herbeigeführt werden, jeßt dem freien Verkehr mit Künsten und Wissenschaften, wie sie die Sitten anderer Völ- ker. verbessert haben , wiedergegeben werden soll. Die Mei- e IOugen , welche dieje ¡PINoaGaN Curopa'’s für ein Unglück anschen,- fann- ich nicht theilen. Unsere- Zeit ijt nicht mehr dazu“ geeignet ,- durch kostspielige Kriege die- früher gel-

tend gemachten Theorieen vom Gleichgewichte Europa?s auf-

- dehnter finden, als Manche sie erwarten.

recht zu- erhalten. Erfahrung hat uns gelehrt, wie gefährlich |

dies sey, und blicken wir auf die Vortheile, die bereits für die Moldau, Wallachei, Servién und endlich au< für ‘Gtie chenland gewonnen worden find, sehen wir, wie hier Freiheit aus Unterdrückung hervorgeht, welche Aussichten für die grö- ßere Verbreitung des Handels und der Wissenschaften sich er- dfsnet haben, jo fönnen wir es au< unmöglih bedauern, daß jene Gleichgewichts - Theorie einen Stoß erhalten | hat. England, der freie Handels - Staat, wird von dem Frieden im Osten gewiß ebenfalls großen Vortheil ziehen. Nie kanu es dem Juteresse Großbritaniens. zuwider seyn, wenn in ir- gend einem Theile der Erdkugel die Bildung. des Menschen- geschlechtes Fortschritte macht.“ Lord Rus, sel brachte hier- auf folgende Resolutionen in Vorschlag: „Das Haus hat mit Vergnügen erfahren, daß Se. Majestät ia Gemeinschaft mit Jhren Verbündeten, Maaßregeln zur Pacification und endlichen Feststellung Griechenlands kürzlich getroffen haben ; es hegt die Hossuung, Seine Majestät werden bald inden Stand geseßt seyn, dem Hause Aufschlüsse über das Ode ren zu ertheilen, das in dieser wichtigen Angelegenheit beob: achtet worden ist. Das Haus giebt sich ferner vertrauensvoll der Hoffnung hin, diese endliche Regulirung von Griechenlands Angelegenheiten werde der Art seyn, daß diejem Lande das zu sei- ner Vertheidigung nöthige Gebiet gesichert wird ; sowie, daß die Regierung hiuläugliche Macht erhalten werde, diejenigen Ju- stitutionen einzufähren, die den Wünschen und Bedürfnissen des Voifes angemessen sind.‘ Herr Peel erhob sich und sagte, daß er, wiewohl genöthigt, diejem Antrage sich zu widerseßen doch solche allgemeine Aufschlüsse zu ertheilen im Stande. sey, daß der Antrag von selbst als ganz überflüssig erscheinen dürfte. Nähere ins Detail gchende Auf\chlúse jest schon zu ertheilen, würde unpassend seyns da Se. Majestät eben no< im Begrisse wären, in Ge- meinschaft mit Höchstihren Verbündeten, den Theil des Traf- tates vom 6. Juli auszuführen, wodurch die Angelegenheiten Griechenlands auf einen vom übrigen Europa völlig unabs- hängigen Fuß kegulirt werden. „„Was,‘/ fuhr der Minister fort, -„„die tünftigen Institutionen Griechenlands betrifft, - so fann ih dem edlen Lord (Russel) versichern, daß in. den no< der Deliberation unterliegenden Anordnungen auch nicht der geringste Versuch gemacht worden, eine despotische Monar- chie in Briechenland zu errichten, oder überhaupt eine gewalt- same, direkte oder indirefte Kontrolle über die inneren Ange- legenheiten desselben auszuüben (Hört, hört ). Für Großbri- tanien fann ih es mit Gewißheit beantworten, und auch für Frankreich und Rußland darf ich wohl hinzufüzen, daß die verbündeten Mächte durchaus nicht das Verlangen hegen, durch ihrerseitige Einmischung die Institutionen Griechenlands auf ‘einer gegebenen Grundlage zu errichten. Jn -Bezug auf die Gränzbestimmungen |teht es mix noch nicht frei, eine genauere Erklärung abzugeben. Der edle Lord hat des durch die Zeitungen befgnnt. gewordenen Protofolls von 22. März erwähnt und die Besorgniß zu erkennen gegeben, daß man von den Bestimmungen desselben später abgewichen sey. Jn Autwort dgrauf kann ich die Versicherung ertheilen, daß man die jeßt zu be- stimmenden Gränzen gewißals dem Fnteresse, dem Glück und der Sicherheit des Griechischen Staates entsprechender finden werde. Jch gebe zu, daß sie weniger ausgedehnt seyn wer- den, doch ist dies îa anderer- Hinsicht und zwar zu großem Vortheile für Griechenland ausgeglichen. Wir sind an- die Ausführung des Traktates vom 6. Juli ganz in dem Geiste der Politik gegangen, die ihn entworfen hat, und ih darf wohl behaupten, daß die vorgeschlagenen Gränzen jenem Trak- tate ganz angemessen sind angemessener, als die früher ente worfeneu, weil sie leichter zu rhei eo sind und den. Um- ständen des Landes mehr zusagen, Aber auch keine so bes \hränften Gränzen, wie der edle Lord zu glauben scheint, wird der neue Staat erhalten, man wird sie gewiß ausge- Alle diejenigen Orte mindestens, an -die sich unsere historischen und klasst schen Erinnerungen unmittelbar rag werden darin ber riffen seyn.‘ Der Minister fügte inzu, daß ihm diese Frage überhaupt von geringerer eteuting eesMeine F die mächtigen Staaten, unter deren Schuß die ie: tation erstehe, so viel” Jnterèse an ihrer wachsenden Wohlfahrt neh- men würden, daß sie ihre Vertheidigung übernehmen und jeden ungere<teu Angriff von außen abwehren dürften. (Hört, hôrt!) Er wolle zugeben, da die Fung. oe en eine-Zer- stückelung der Türkei sey, allein mit Unrecht pfe man daran einen Vorwurf. Um zu beweisen, daß dieser Grundsaß iu

der Britischen Politik nicht neu sey,-wies der Minister ‘eben-

falls nach, daß Fox ihn gehegt habe, und zwar widersprach er den gegen diesen leßtern Umstand von mehreren Seiten et? 1 V

hobenen Einwendungen. Nichts, fügte er alsdann hinzu

-

t h z Bir E i E E A E G Siz R Ai Zeu E A An Sr cam E H R E A L g L L e Ï

G E E m A E é E R I E Les fes

s Dia