1830 / 115 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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heit und Nubbarkeit der Erzeugnisse unseres Gewerbfleißes Îbersehen. Se. Majestät der Kaiser geruhten Alles mit der größten Aufmerksamkeit in Augenschein zu nehmen, Sich m. allen Fabrikanten, die in großer Zahl zugegen waren, zu un- terhalten, verschiedene Fragen an sie zu richten, ihre Antwor- ten und Bemerkungen mit der Sr. Majestät eigenen Her- ablassnng anzuhdren und sie beim Scheiden der Fortdauer Ihres hohen Schußes zu versichern.“ j

Gestern is das Eis. der Newa zwanzig Werst vot Schlússelburg an aufgegangen.

Der - General - Gouverneur von Archangeisk , Wologda und Oloneuk, Vice - Admiral Minißkki, ist vorgestern hier angekommen. :

Das Bergwerks - Journal enthält einen Bericht des Finanzministers über die Verwaltung des Departements für Bergwerke und Salinen im Jahre 1829. Nachdem im Eingange gesagt ist, daß die Bedürfnisse des Krieges, der Empfang der Persischen Konutribution und die beträchtlichen Einsendungen an Gold und Silber zum Mänzen, von Pri- vatpersonen, die Kaiserliche Münze mit Ausscheidung der beiden genannten Metalle sehr im Großen beschäftigt hatte, meldet der Bericht, daß im Ganzen an Gold und Silber die bedeutende Summe von 15,885,000, und an Platína der Betrag von 100,000 Rubeln geprägt worden. Von Platina prágte man au< Dublonen und Auadrupela, die aber no< nicht in Umlauf geseßt worden sind. Wn edlen Metallen wurden, in der Münze bis zum 1sken Dezember eingeliefert: 143 Pud Gold, 3896 Pud Silber , zusammen an Werth 57 Millionen Gold - und Silber -Rubel. Im Münzhofe von -Efaterinenburg wourden für 604,450 Rubel,

und in dem von Sousun, der zum Kabinet des Kaisers. ge- |

hôrt, für 250,000 Rubel Kupfergeld geprägt. In Lislis prâgte man fúr 72,000 Rubel Abasen und halve Abajen aus ven Metallen der ‘Persischen Kontribution. Die vorzüg- lichsten neuen Entdeckungen bestanden in Gold- und“ Pla- tinahaltigem Sand in den Minen vor Bogoöslaff, die sür die Zukunft reihe Ausbeute versprechen. Man fand bei diesen Gelegenheiten zum erstenmal Gold in. Serpentin, und ‘im Efaterinenburgschen Sande einen Klumpen. gedid- genen Goldes, 7 Psuñnd 80 Solotuik s<wer. *) Jn Sibirien - fanden mehrere. Privat - Personen Goldizaltigen Sand und in den Bergwerken der Gräfin Polier ün, Ural 7 Diamanten; in den benachbarte A A ist man seitdem mit Nachsuchung dieser kostbaren Edclitcine thätig be- \chästigt. “Der genaue Gesammtbetrag des gewonnenen Gol- des und ‘der Platina, der sich, dem Berichte zufolge, no<h nit genau bestimmen läßt, wird auf 285 Pud des ersteren und auf 80 Pud des leßteren Metalles angenommen. Die Aus- beute an Kupfer hat im Ganzen zugenommen und tsi zur Verfertigung einer ungewöhnlich großen Menge von Geschüß vérwendet worden; die Einnahme der Bergwerke war im Steigen. Nachforschungen nach edlen Metallen, Steinen 1nd Stein - Kohlen sind angestellt worden in der Umgegenb. von Sysrane und von Borowitschi, im Kreise Olviopol und in der Moldau und Wallachei. Als ein wichtiges Ercigniß für die Bearbeitung der Russischen Bergwerke erwähnt der Bericht der Reise ‘des Freiherrn v. Humboldt und verspricht _ úber selbige súr das, nächste Jahr umständliche Notizen. Nach derh nördlichen Ural ist eine Expedition zur nähern Erförschung der Minen abgesandt worden, die zugleich eine allgemeine geognostische Beschreibung der ganzen genannten Bergfkette lieférn soll. Mehrere Berg- Beamte sind ins Ausland zur Bereicherung ihrer Kenntnisse gesandt und in Berlin ‘und Paris wissenschaftliche Agenten ernannt worden, welche zu- gleich gehalten find, #n Regen und Frankreich Reisen zu machen. Das Museum des. Berg - Korps wurde durch die Gnade des Kaisers mit kostbaren Gegenständen vermehrt, und namentli< mit einem vorzüglih s{höônen Beryll und einem Amethÿst: von seltener Schönheit und Größe ; die Großfürstin Helena beschenfte das. Museum mit einer interessanten Samm- lung von Erzeugnissen des Vesuvs. Die Sal!z-Ausbeute ist im Ganzen sehr zufriedenstellend gewesen; der Verkauf von Salz war stärker als in den früheren. Jahren, besonders in Nischney-Nowgorod; auch das Krimmsche Salz, {o wie das

wurden hinlänglich Med YNO nirgends hatte sich Mangel ezeigt. Der aphta aus den wichtigen jeuseits

es Kaukasus belegenen Quellen war seinen gewöhnlichen

Gang. Stgtgangen

¡Schon seit ‘einiger Zeit‘, heißt es in dex hiesigen Han- delszeitung, „war die öffentliche Aufmerk}amkeit auf die sil- berhaltigen Bleiminen im Kaukasus gerichtet; folgendes sind

von Iles haben -stärkeren Absaß gefunden. Alle Bedürsnisse- hi

andel rait

*) 4 Pfund hat 96 Solotnik. |

authéntishe Notizen über die lezten Versuche, welche die Verwaltung der Bergwerke zur EntdeÉung der besagten Minen angestellt hat. Der Ober, Hütten-Verwalter Wansowitsch hatte sich in den Monaten Juni und Juli 1829 an die Expedition angeschlossen, die unter den Befehlen des Ge- nerals der Kavallerie, Emmanuel, die Umgegenden des El- borus untersuchte. Nach mehreren geognostishen und mi- neralogischen Nachforschungen entde>te Herr Wansowitsch- an einigen Orten Steinkohlen und unter Anderem in den Bergen Flapsche-Sigh und Jnal Lagen von Bleiglanz, die- auf 100 Theilen 37 bis 75 Theile reines Blei enthielten ; er fonnte zu diesen Stellen nur mit vieler Mühe, unter Be- gleitung einiger Jäger und mit Besteigung steiler Felsen, ge- langen. Der ganze genannte Bezirk ist übrigens so unzu- gänglich und von Gehölz entblößt, daß man nicht daran den- fen fönnte, dort Bergwerke zu erdffnen, wenn sie au<h noch so reihhgltig an Metall wären. Im Jahre 1827 war die Aufmerksamkeit der Regierung auf einige Bleiglanz-Lagen in: der Nähe des im Ekaterinoslafsshen Gouvernements belege- genen Dorfe Nagolnaia, bei welchem sich -die Bergkette Doneß hinzieht , gerichtet worden, Einem Herrn Kovalefssfky wurde die Untersuchung dieser Gegend übertragen. Er fand dort in 100 Pud Bleiglanz 70 Prozent Blei und 223 Pfund Sil- ber. Im leßten Februar hat wan gleichfalls reichhaltige Mi- ien entdeét. Nach den leßten Berichten von dorther glaubt maù, daß s{< mit der Zeit cine regelmäßige Ausbeute wird

gewinnen lassen.“ Frankre.

Paris, 18. April. Se. Majestät beehrten die gestrige Abendgesellschaft bei der Herzogin von Berry mit Jhrer Ge- genwart. |

Der Herzog von Orleans verläßt heute, sammt seiner Familie, das Palais-royal, um bis zur “Ankunft des Prinzen. von Salerno jein Schloß in Neuilly zu beziehen. i

Der König und die Königin beider Sicilien, welche als Graf und Gräfin von Castellamare reifen, werden in Beglei- tung ihres Schwiegersohns, des Änfanten Franz de Paula, am i6ten k. M. hier erwartet. i z

Der Fúr® von Polignac ist vorgestern Nachmittag von

seinem Landgute Millemont hierher zurückgekehrt; er arbeitete

noch an demselbéèn Abend mit Sr. Maj> dem Könige. Der: Moniteur enthält ‘eine vom “bten d. M. datirte

t und von dem Fürsten von Polignac contrasignirte Königl.

Verordnung zur Vervollständtgung derjenigen Bestimmungen, die in Betreff der Vererbung der Pairswürde auf Neben- Linien. schon jeßt bestehen. Jm Eingange zu derselben heißt es: „Wir haben Uns“ über die Beweggründe Bericht abstat-

* ten lassen, womit die verschiedenen, sowohl an den König,

Unsern Brüder, als an Uns erlassenen Gesuche, wegen Ueber- tragung der Pairswürde auf andere als die dircfte, männ- liche und re<tmäßige Linie unterstüßt worden sind, und nachdem Wir Uns überzeugt, im Allgemcinen auf, _ dem Staate nnd Uns geleistete Dienste, so wie auf den Wunsch et den ersten Staatsfkörper mit dem großen Eigenthume zu. umgeben, das den Einfluß des Staates zu erhöhen im Stande ist, haben wir verordnet und verordnen hiermit u. s. w.// Dem lsten Artikel zufolge soll hinführo mit jeder Pairswürde, deren Uebertragung auf Neben - Linien bewilligt worden if, die Stiftung eines Majorats unzertrennlich verknüpft seyn, und bevor diese nicht etfolgt,- soll der Erbe der Pairie in die Kammer nicht zugelassen werden dürfen. Dieses Majorat muß in liegenden Gründen entweder von dem zeitigen Fn- haber der Pairswürde oder vondem eventuell zum Nach- folger bestimmten Verroandten géstiftet werden; erreicht daf- selbe nicht den Werth des mit dèr zu vererbenden Pairs- würde verknüpften Majorats, so kann die Uebertragung dem- nächst au<h nur unter dem dem gestifteten Majorate ent- sprechenden Titel erfolgen. Der Erbe muß, gleich nachdem die Erbschaft erledigt worden, gleichzeitig mi dem Pairs- Patente des verstorbenen Jnhabers, die schriftlichen Beweise beibringen, daß ‘er das erforderliche Majorat gestiftet hat. Kein Pair, der auf‘ solche Weise die Pairswürde erbt, darf den Namen des verstorbenen Inhabers annehmen, wenn ihm: nicht in den geseßlichen Formen die Erlaubniß zu Theil ge- worden ist, denselben seinem bisherigen Namen hinzuzufügen.

Der zum Präfekten des Maas - Departemetits ernannte bisherige. Präfekt der Obern Loire, Herr von Waters hat diesen Posten nicht angenommen, sondern es vorgezogen, seinen Abschied zu nehmen, Statt seiner is jet Herr von Caunan, der von dem Departement der Heiden na<h dem der Corréze

verseßt worden war, zuni Präfekten des Maas-Departements

ernannt worden, wogegen Herr von Villéneuvè im Departe- ment dex Corrèze verbleibr. i

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daß diese Gesuche si<

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Die Gazette de France kommt heute abermals auf ihre frühere Behauptung zurü, daß die Deputirten dürch die Verweigerung ihrer Mitwirkung ihr Amt niedergelegt hät- ten. und daher au<h niht wieder gewählt werden dürften; es sey sonnenflar, fügt fie hinzu, daß, wenn die Wähler nichts- destoweniger dem Könige dieselben Männer wieder zuschiken wollten, die ihre Mitwirkung versagt hâtten, fie {h dadurch auch ihres Amtes verlustig machen würden. Der Cour- rier français bemerkt hierauf: „Die Gazette wiederholt ihre Drohungen gegen diejenigen Wahlmänner, welche die jekige Majorität der Deputirten-Kammer wieder wählen möch- ten. Sie kommt aber zu feinem Schlusse. Wie, wenn nun

die Wähler denno< die Deputirten, welche die Adresse votirt

haben, aufs Neue in die Kammer schi>en? toas soll dann geschehen ? Hierauf möge die Gazette uns unumwunden ant- worten; es reicht nicht hin, daß sie uns sagt, die Wähler würden durch ein solches Verfahren die Charte verleßen, ihre Befugnisse überschreiten, sich einer Pflichtvergessenheit {ul- dig machen, und was dergleichen schône Redensarten mehr find. Noch einmal; was soll geschehen, wenn die Wähler nicht in dem Sinne der Gazette operiren? Sollen die ge- wählten Deputirtèn nicht weiter Deputirte seyn? oder sollen die Wähler selbst keine Wähler mehr seyn? Hierauf erbitten wir uns ‘als Antwort keinen langen Wortfram, sondern ein einfaches Ja oder Nein.“

__ Der Courrier françaîis stellt folgende Betrachtungen über die (gestern erwähnten) beiden Entscheidungen der Än- f[age-Kammer des Königlichen Gerichtshofes gegen die Herren Madrolle und Henrion .an: „Nach den Ansichten der An- flage- Kammer heißt és nicht, die Autorität der Deputirten- Kammer angreifen, wenn man behauptet, daß das Wahl-Sy- stem durch eine Königliche Verordnung modificirt werden dürfe, und wenn man die Minister auffordert, eine folche Maaßregel ungesäumt zu ergreifen. Hiernach würde also auch

der Staatsstreich, mittelst dessen man die Art der Zusammen- |

sesung der. Deputirten - Kammer dur<h eine Verordnung ändern wollte, E Vergehen seyn, denn die Aufrei- zung zu einem Attentate gilt dem Atteritate selb gleich ; und die Anklage - Kammer hätte sonach A ter, der Zulässigkeit der. Staatsstreiche förmlich sanctionirt. Dagegen, haben nun aber wieder die beiden Kammern des Königlichen Gerichtshofes, die über die Appellations - Gesuche in Preßsachen zu entscheiden haben, in der Angelegenheit der Bretagner Assoeiation erkannt, daß der bloße Entschluß der Minister , die Zusammenstellung dèr Deputirten - Katnmer durch eine Königliche Verordnung zu modificiren, ein so gro- ßes Verbrechen seyn würde, daß man ihnen cine solche Ab- scht gar nicht einmal zumuthen dürfe, ohne zu Haß und Verachtung der Regierung aufzureizen. Derselbe Act also der in den Augen zweier Kammern des Königlichen Gerichts: hofes ein Verbrechen wäre, ist in den Augen der Anklage- Kammer nicht einmal ein Vergehen, da man sich durch die Aufforderung zu einer solchen Maaßregel nicht strafbar macht Wir wollen hier nicht weiter die ganze Reihe von Schluß- folgerungen aufstellen , welche sich aus einem so offenbaren Widerspruche zwischen zwei Erkenntnissen ziehèn lassen würden. Jedem aufgeklärten Kopfe muß sih aber dabei aufs Neue Pr C aufdringen, wie nothwendig es sey, die x N) 344 : è Se, É. S

R E E wieder an die Geschwornen - Gerichte zu ver-

_ Die Englische Korvette „„Palous“/, wel ie

Âten d. N. verlassen hat und t 9ten d. in O ade, fommen ist, hat folgend Nachrichten mitgebracht : Alle Kön- suln hatten den Dey um Freilassung der Französischen Ge- fangenen, deren er noch cinige 30 in seiner Gewalt hat, ge- deten, aber eine abshlägige Antwort erhalten. “Der Éngkische Konsul hatte hierauf seîne Familie an Bord der auf der Rhede liegenden Korvette bringen lassen und war allein mit seinem Kanzler in Algier geblieben. Die andern Konsuln wöllten dasselbe thun. Der Dey fannte die Absichten Frank- reichs" und die Stärke der Expedition ; er vertraute aber der Vorsehung, rief die Muselmännische Bevölkerung im Namen P Religion zu den Waffen, ‘hatte 50,000 Gewehre austhei- u lassen und auf jeden Kopf eines Franzosen einen Preis von 50 Zechinen geseßt; auch hoffte er, daß die Elemente,

das Klima und die Dürre des Bbdens viel für scine Ret--

tung arun A G

_ Der diesseitige Consul in Bona, Hr. Alexander Deval “s, in Toulon auf dem Schiffe, - das dor Vice-Admiral e bei dem Abgange der Exptêditióh bésteigen wird, ein- iffen, Hr. Deval ist ein Neffe des chemnäligen diesseitigen ler a I und T A GBLA D dieses Mäintens in Al- gter, der vor etroa einem Jahre an den Folgen eines (a usses in Paris mit Tode abgegangen ist. y E

Am Bord der von einein Marseiller Handlungs - Hau

4 e à f ausgerüsteten Brigg für Schaulustige , E dem S ot folgen wollen, werden_ sich, sagt man, drei unserer Maler, die Herren Gudin, Garneray und Jsabey einschiffen.

. Der Tilgungs - Fonds hat in dem ersten Quartal d. F. 635,322 Fr. 3proc. Renten für die Summe von 19,153,096 Fr. 16 Cent., also dur<s<nittli< zu dem Course von 83 Fr. 34 Cent., aufgekauft. Die Gesammt-Summe der eingelösten Es) a und A es belief sich am 1sten d. M.

52,859,131 Fr., wofür die Tilgungs - Kasse 975,232,525 Fr. 4 Cent. gezahlt hat. e Di CORUT Der Meehog ecates ist nach Bordeaux abgereist. Der targuis von Rancogne, einer der höheren Beam- ten des General-Post-Amts, ist gestern Abend von hier nach Don S IE int pi mit dem Kaiserl. Oesterreichischen Hofe eine Convention über die gegenseitige Erhebung | e RE D En, N i hi

Durch das 6 <iff} „„Elisabeth//, das die Ansel Bourbon am 16. Jan. verlassen hat, ist dem Éa Btiae in Hâvre die betrübende Nachricht zugegangen , - daß in Folge eines

. fürchterlihen Sturmes, der in der Nacht vom 12. auf den

13. Januar auf jener Jnsel gewüthet hatte, drei Französische Handelsschiffe, nämlich „der junge Prosper‘/ aus Nantes „„Pâris‘/ aus Marseille und ¿„„Nestor‘/- aus Cherbourg in den dortigen Gewässern verunglückt snd. Jn derselben Ge- gend gingen am 13. Februar v. J., ebenfalls dur< Sturm mehrere Schiffe zu Grunde. : : Großbritanien und Jrland. i Lo ndoón, 17. April. Ein heutiges Abendöôlatt (der Sun) meldet úber das Befinden Sr. Majestät: „Bis zu dem ¿lugenbli>e, da unser Blatt zur Presse gebracht: wördèn, hat man hier keine offizielle Nachricht über das Befinden des Königs erhalten, Man versichert uns aber, daß Se. Maj sich besser befänden.‘ E

Nicht ganz so beruhigend lauten die an der Börse be- fannt gewordenen Nachrichten, wo es hieß, daß das Befin- den Sr. Maj. fl< verschlimmert habe und ein neues Bülle- tin ausgegeben werden dürfte.

_Die Gemahlin uhksers Botschafters am Kaiserl. Oester- reichischen Hofe, Lady Cowley, hat sich nebst Familie gestern in Dover eingeschifft, um si< na< Wien zu begeben: das dfter verbreitete Gerücht von der Abberufung des Lord Cow- ley scheint sich hiernah als ungegründet zu erweisen.

Aus. Brasilien sind Depeschen bis zum 20. Febr. ein- gegangen, Bei einem in Rio- Janeiro am 6. Február zum Danke für die völlige Wiederherstellung des Kaisers und sei- ner Familie gesungenen Te Deum waren alle in dieser Haupt- stadt befindlichen Portugiesen anwesend. Die Königin Baare, Maria da Gloria wurde in der Kirche mit allen, gekrönten Häuptern zukommenden, Ehrenbezeugungen und mit der con- stiturionnellen Hymne von Portugal empfangen ; als sie sich Tenn E sie den vornehmen Portugiesen die Hand ;

In Briefen aus Tampico vom 8. Febru i meldet, daß im Mexikanischen Kongresse d Gefeß rie gangen sey, dem zufolge allen Ausländern der Detail-Handel unterjagt wird. Ein anderes Geseß, das schwerere Strafen als die bisherigen, gegen den Schleichhandel verordnet, wurde

das C kurzem érwartet.

Man versichert, heißt es in iesigen Blätter-

der Dey von Algier den größten Theil feiner Stblive düch Segelmesse (auf Marokfkanischem Gebiéte belegen) hat brin- gen lassen; auch soll der unterirdishe Gahng, welcher vom Schloßthurme des Deys außerhalb der Stadt hinführt, so eingerichtet woorden seyn," daß der Dey bei dringender Ge- fahr, selbst wenn die Franzosen die Stadt ganz eng einge- sc{lo}en haben, doch noch inimer einen Ausgang, um-zu ent-

weichen , bereit haben soll. Es giñg hier das falsche Ge- rücht von der Ermordung des Dey bei einèr von ihm abge-

haltenen Revüe. Seîne Truppen scheinen im Gegentheil sehr viele Anhänglichkeit an ihn zu haben. n

n Jm Globe liest man: „Die Einkünfte unsers Judischen Reiches sind jeßt größer, als die irgend eines Europäischen Staates , England und Frankreich ausgenommen. Werden die Zinsen in Abzug gebracht, welche in diesen beiden Ländern von Mx Staatsschuld bezählt werden müssen, so fällt auch die Cnnahme* von Ostindien nicht viel kleiner ‘als die von Frankreich oder England aus. Sie hat näinlih im Jahre 1824 23,035,164 Pfd. und im Jähre 18:2 23,350/,370 Pfd

betrágen. Die Ausgaben haben sh, mit Junbegriff von 2 Millionen Pfd. Zinsen, den in England zu zahlênden Gel- dern und den Kosten der Jnsel St. Helena im erstgenann- ten Jahre auf 26,314,344 und im leßtgenannten auf 23,994,503