1830 / 120 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Amtlihe Na<hrichten. Kronik des Tages.

Der bisherige Hber-Lanbesgerichts-ReferenLarius Pla t- ner ist zum Jufttz-Konmmissarius bei dem Land - und Stadt- gerichte zu Müllhausen bestellt worden.

“m Bezirk der Königi. Regierung

zu Arnsberg ist der bisherige ‘Prediger zu Märkisch- Langenberg - Ludwig Hülsmann, zum zweiten Prediger an der lut'’zerischen Stadtkirche zu Iserlohn gewählt und als {olcher bestätigt worden; der Kandidat Heinrich Lor sba c zu Feudängen ist zum ‘Prediger der evangelischen Kirche zu Fischel'sach, Kreis Wittgenstein, ernannt; der bisherige Pre- diger Zzu- Lieberhausen, Au gu st Werfkshagen, ist von Mer evangelisch-lutherischen Gemeinde zu Herscheid, im Kreije (o tene, zu ihrem Pfarrer gewählt und als solcher bestätigt wor- dex, so wie der Kandidat Katl Gottlieb Zur-Nieden aas Emmerich von der evangelischen Gemeinde Zur- Straße, ‘im Kreise und in der Didzese Hagen, zum Pfarrer erwähit und als solcher bestätigt worden ; die erledigte Pfarrstelle der fatholischen Gemeinde zu Hattingen, im Kreije Bochum, ist dem bisherigen Administrator derselben, Vikar Heinrich

Schiff, landesherrlih verliehen worden; - “zu Magdeburg ist dem Allerhöchsten Orts zum Su- perintendenten der Didzes Quedlinburg ernannten hishzerigen Divisions-Predigek Schmidt in Erfurt die erledigte evange-

lische Ober-Predigerstelle an der St. Benedikti-Kirche in Qued- #

linburg- und dem Superintendenten Bischoff in Haiberstadt die erledigte evangelische Ober - Predigerstelle in Derenburg übertragen worden; der Kandidat des Predigtamts - Hemprich, ist zum “evangelischen Diakonus “an der St. Stéphakstirc<e in Tangermünde und zugleich zuin evangelischen Prediger in Misltern ernannt und bestätigt z die erledizte evangelische ‘Pfarrstelle in Wollin, Gräben und Grüningen, Diszes Ziesar, ist dem Prediger Spren gel, in Krüssau, ver- liehen; dem bisherigen Kaplan. Plantholt ín Hamersleben ist die erledigte zweite Kaplanecistelle an der katholischen St. Marien - Pfarrkirche in Magdeburg übertragen worden.

Dem Jnhaber einer Kattundruckerei, Eduard NRutte hierselbst, ist unterm 22. April 1830 ein von da ab Acht nach einander folgende Jahre und für den ganzen Umfang des Preußischen Staats gültiges Patent: l l N auf die von ihm dur< Zeichnung und Beschreibung dargestellcte Maschine zum Waschen der Kattune und anderer Arten von Zeugen in ihrer ganzen Zusam-- menseßung, : i

ertheilt worden.

Abgereist: Der General-Major und Commandeur der 6ten Division, v. Thile L, nach Torgau.

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_ Zeitungs-Nachrichten, Ausland, s

Rußland.

__St. Petersburg, 17. April. Die heutige Handels- Zeitung enthält folgenden Ukas an den dirigirenden Se- nat: „Der Finanz - Minister hat Uns vorgestellt, daß bei Beobachtung des Ganges der Fabrik-Jndustrie und des Han- dels im Reiche sich mehrere Anstände ergeben , die einerseits die Unzulänglichkeit der Zollsäße auf verschiedene Artikel zum Schube der inländischen Fabrikation beweisen, andererjeits

Verlin, Sonnabend den 1k Mai

Wilh. |

felt wohlfeil versehen können.

_ 1830.

die Nachtheile zeigen, die dur< ‘das Einfuhr - Verbot auf manche Gegenstände herröhren, deren Zulassung gegen eine verhältnißmäßige Zollgebühr die inländishen Fabriken zur Nachèeiferung aufmuntern würde. ; : Zu Anerferinung dieser Vorstellung haben Wir einem neu entworfenen und von dem Reichsrathe gebilligten Ver- zeichniß derjenigen Waaren, deren Einfuhr neuerdings zu ge- statten ist, so wie solcher, deren Zollsäße theils erhöht, theils vermindert werden, Unsere Bestätigung ertheilt, und indem Wir dieses Verzeichniß hiermit dem dirigirenden Senat zu- fertigen, *) befehlen Wir, dasselbe in gehörige Vollziehung u feken. ; : : “Se Petersburg, 26. März: (7. April) 1830. | _ (gez.) Nikolas.‘ Die Handels-Zeitung begleitet die Verfügung mit folgenden Bemerkungen: „Die erschienenen Veränderungen im Tarif haben folgende Zwecke: 1) Die Verminderung der Zahl der verbotenen Artikel überhaupt, insofern es ohne Nachtheil geschehen fann; 2) Der Kontrebande entgegen zu stehen. 3) Unseren Fabriken, bei gehörigem Zollschußbe, Muster zu scha}en, sie mit den Fortschritten anderer Länder gleich- zeitiger bekannc zu machen, ihre Nacheiferung zu erregen und ihre Zdeen überhaupt zu bereichern. 4) Das Gebiet ihres Absaßes zu erweitern, denn, wenn auch eine fleine Anzahl höherer Luxusartikel, die ohnedies auf verschiedene Art ins Reich kommen, vorerst für die hiesige Hauptstadt aus der Fremde kommen müssen, so öfsnet sich do< zugleich unsern eigenen Fabriken der Marft von ganz Rußland für neue fetuere amziehende Artikel, denn die Mode muß in die ent- fernten Provinzen nothwvendig etwas später gelangen. - An die unhaltbare Idee, dem Luxus entgegen zu arbeiten, ist da- bei nit geda<ht worden; in jedem “Fall aber werden die Rus- sischen Fabrifen das Publikum mit den hôheren- Luxusatti- | 5) Auf einige Artikel ist der Zoll erhöht worden, weil die Erfahrung bewiesen , daß die hiesigen Fabriken sonst nicht bestehen kênnen; mehrere sind höher oder niedriger belegt, um Ungleichheiten des Tarifs fer- ner aufzuheben. Geldvortheile find nicht in Betracht gefom- men, und da dié veränderten Tarifsäße nur Zulassung von verbotenen Waaren betressen , -oder wenig bedeutende Gegen- stände, so schien es -niht nöthig, diese Verordnung früher befannt zu machen. ( | Odessa, 10. April. Vom 1\ten d. M. bis gestern sind 38 Schiffe hier eingelaufen und 13 von hier abgesegelt. Un- ter dei gestern angefommenen befand - sich eine Griechische Brigamtine, „„die heiiige Dreieinigkeic“/, welche die neue- Na- tional Flagge führte; dieses ist das erstemal, daß die Flagge des wiedergebornen Griechenlands im Hafea von Odessa weht. Das hiesige Journal enthält cin Schreiben eines Reë- senden aus Kertsch, der dort gerade zur Zeit des diesjährigen Karnevals eingetroffen war. Er äußert darin sein Erstaunen darüber , an cinem fleinen Orte, dessen shmutige Straßen bei seiner Ankunft den widrigsten Eindruck auf ihn gemach « hatten, so viel Geselligkeit und Europäische Sitten und Bils- dung) gefunden zu haben. Sein Aufenthalt dauerte nur ei- nige Tage ; während welcher er einer aus 150 Personen be- stehenden Maskerade und einem nicht so zahlreichen, aber von

fehr ausgewähiter Gesellschaft besuchten, Balle beiwohnte. -

Beide -Festlichkeiten fanden im geräumigen Lokal einer dorti- gen geschlossenen Gejellschaft, dem Kasino, ftatt; die Maske- rade zeichnete sich, der Schilderuig des Reisenden nach, durcl eine Menge geschmackvoller Masken aus und der Ball dur guten Ton und vorzüglich durch die Anmuth und-Liebens- würdigfeit des weiblichen Geschlechts im Tan;e sowohl als in - der Unterhaltung. '

*) Wir geben dieses Verzeichniß in e. nex gußerordentlichen Beilage zum heutigen Blatte. :

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