1830 / 130 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

S E E

Bank-Actien 1622. - Partial-D

t (Gedudt vei A W. Häyn.

976

Suftitúte' zur“Ehténpforte 500 Rthlr. / dem Hausarmen? Me- diz \al-Jüstituté 200’Rthlr., und ‘deim Jnstitute fúr- alte húlf- foje Dienstboten, ‘véin“Bliriden¿Jnstitute, dem Taubstummen- Snstituté, jeder “Anstalt 100 Kthlr. Der Steinbrückermei- ser Tüch, zu Breélau,’ hat Versuche gemachk, Müäühlsteine von Gränit’ fertigen“ zu lassen. Er hat das Stück zu 45 Rthlr, geliefert; glälibt“abêr“ eine Brauchbarkeit ‘von 20 Jahren ver? bürgen zu! köhnei. Jm Monat April find auf der Oder aus Ober - Schlésien“ in“ Breslauangekommen : 193 Schiffe mit Bergwerks Produkten - 132 Schiffe mit Brennholz, 15 Schifse ‘mit Stabhohz, 250 Gänge Bauholz. Das Was- ser in det ‘Over begintit bedeutend zu ‘fallen; am ten d. war der Stand 17 Fuß 2 ‘Zoll, ‘mithin war das Wasser seit dem- 27. April um 2’ Fuß ‘gefallen.

R U e

"Sin ‘der Haude - und Spenerschen Zeitung vom 8. Mai wird der Königl. Baiersche Professor Neumann ‘beschuldigt; er ebé vor, in den, ihm von mir mitgetheilten Pekinger Staats- Seitundal des Jahres 1823 eine Anekdote über die Chinesische Censur gelesen zu haben, die in den Mémoires concernant la Chine vom Jahre 1791 abgedruckt ist." Jch glaube, dem Publikum zur Rechtfertigung eínes abwesenden Gelehrten, dem wir eine sehr merkwürdige Abhändlung über den Arme-

“nischen ‘Philosophen David aus Herthén und die Armeni- Men Uebeérsehutigen des. Arvistoteles verdanken , folgende Er- fl

rung s{uldig zu seyn:

Als ich von meiner Reise. indem südlichen Rußland und Sibirien im Añfahnge. dieses ‘Jahres zurückkehrte, wünschte ih, die Armènischen , Chinesischen, Persischen,” Mongolischen und Túbetanischen Schriften , | die ih" Gelegenheit gehabt hâtte, an den Grätizen ‘der ' Dzungarei , in Astrachan , Sa- répta und der ‘Kalmücken-Steppe zu sammeln vorläufig un- tersuchen“ zu lassen. Von Mongolischen und Tübetanischen Manuskripten besaß ich nur kleine Fragmente; die Persischen,

“Arméenischen ünd Chinesischen schienen mehr Aufmerkfamkeit

zu verdienen. Jch bat daher den tiefen Kenner der Orien- talischen Literatur , Herrn Ober - Bibliothekar Wilken „die

Persischen; “Herrn Professor Neumann , -der feine Armeni-

schen- Studien in Venédig, scine Senoe in Paris ge- macht hätte, ‘die’ Arménischen und Chinesischen Werke zu uu-

“tersuchen. Der’ Baiersche Gelehrte konnte dieser Arbeit nur

wenig Muße, vor seiner Abreise nah London und Canton, schenken. Dieser Mangel an Muße hat wahrscheinlich zu

‘einigen Verwechselungen Anlaß gegeben. “Auch hat der Ver- fasser eines kritishen Aufsabes (Spenersche Zeitung Nr. 91)

mehrere Berichtigungen über den historischen Roman der drei Reiche geliefert. Man erkennt leicht in dieser: Kritik

‘einen berühmten und“ gründlichen Kenner der Chinesischen

Sprache und Asiatischen Geschichte. Herr Neumann, der jest auf ‘einer Seereise von England nach China begriffen

ist, um mit seltener Aufopferung: literarische Zwecke zu er-

Füllen, wird sich jeder Belèhrung erfreuen, wo er aus Ueber- "eilung geirrt hat. Der Vorwurf aber , als habe er vorgege-

ben, in den Chinesischen Zeitungen vom Februar und Aprii

"4833 (eiù Geschenk des Baron Schilling von Canstadt in ‘Petérsburg) zu lesen, was im Jahr 1778 vorgefallen ist, “nuß Jedem ungerecht erscheinen - dex sich die Mühe nimmt, ‘esth Aal ea Neumann's Notiz (Staats-Zeitung Nr. 111) “ernsthaft

t zu prüfen. Es wird in diesex Notiz zuerst, aus der Pekitigér Zeitung vorn 25. ivteve, rek Votsa erzählt, über

“welchen der Hof mitdem Wald von Federn, das heißt, ‘mit der Akademie’, Rücksprache ‘genommen ; diese Zeitung “nent Hexr “Neuinänti die erste“ und fügt nun die Anef- “pot von der Strenge der Censur mit ‘dem ausdrücklichen “Vorworte hinzu?" „in einer früußÿeréen Zeitung fam folgen- ‘der Vorfall vor//:* Nun sind die von’ mir ‘mitgebrachten ‘Zeis *"túngen (Staats-Zeitung Nr. 83, S. 616)" vom -25sten und

26steù Februar, vori en, 5ten, bten und ‘4tten April 1823. Wenn also Herr Neumann sagt, er wolle etwas aus einer früheren Zeitung: (früher als die erste der ihm zum Durch-

N éuesst e Bd rsen bg, 1382 n,

Parts,3./ Mai. n cour, 827 Fr,

_

¿Q oc. Rente per compt. 82 Fr. 55 Cent. fin cour. 82 S1 r. 25 Cent., sin cour.- 105. Fr. 60 Cent. S5pröc. leap.- n cour. 93-Fr. 5 Cent. 5proc.

sehen mitgetheilten) anführen „so darf man. ihn keinesweges beschuldigen , er habe vorgegeben etwas in Zeitungen von 1823 zu lesen, was diese nicht enthalten. Er tritt als Erzähler auf, ohue zu sagen, daß er selbst das Erzählte aus einer Zeitung

geschöpft habe.

Jh kann, um der. Rechtfertigung eines abwesenden -Ge- lehrten ‘mehr: Gewicht zu- geben, noch folgendes Uinstandes erwähnen. Herr Neumann: hat mir, bei seiner Abreije, eine Französische Nötiz über die Armenischen und Chinesischen Schriften (die ich der Königl. Bibliothek zu Berlin verehrt habe) fúr die Sociélé Asiatigue anvertraut. Als ich zu- fállig fragte, warum er- die Anekdote von der Hinrichtung des Redacteurs -der Chinesischen Staats-Zeitung und der öôf-

fentlichen Versteigerung seiner Frauen, Konkubinen und Kin- -

der, ‘in der Französischen Notiz (die- noch vor mir liegt) weg- gelassen, antwortete er, die Anekdote sey alt und denen, welche sich mit der Chinesischen Liceratur- beschäftigen, hinlänglich be- faunt. So viel und schon zu viel über die Pekinger Staats- Zeitung „aus der. Regierungs-Periode des Lichts der Ver- nunft‘‘. Als Reisender hielt ih-es für meine Pflicht, einen Reisenden und Abwesenden, der mir mitten unter den Be- drängnissen einer Abreise nah China einen Theil seiner Muße gewidmet hat , gegen einen ungerehten Angriff, wel- cher etwas Wichtigeres im Menschen, als Sprach -Erudition berúhrt, öffentlich zu rechtfertigen. T

A A. v. Humboldt.

reen

Königliche Schauspiéle.

Montag, 10. Mai. Jm Schauspielhause: Kaiser Hein- rich VI., historische Tragôdie. in 5 Abtheil. , von E, Raupach.

Dienstag, 11. Mai. Jm Opernhause: Die Dame auf Schisß Avenel, Oper in 3 Abtheilungen, mit Tanzz Musik von Boyeldieu. (Dlle. Sontag, Königl. Kammer}ätgerin : Anna, als Gastrolle. Dlle. Nîna Sontag: Jenny.)

Preise der Pláse: Ein Plas in deu Logen des ersten Ranges 1 Rthlr. 10 Sgr. 2c. / | - “Die reservirten Billets könuen bis heute Mittags 2 Uhr im Billet-Verkaufs-Büreau abgeholt werden.

Mittwoch, 12. Mai. Jm Schauspielhause: Der Fremde, E in 5 Abtheilungen, von A. W. Jffland. (Meu ein- studirt.

Königstädtisches, Theater.

Montag, 10. Mai. Aschenbrödel , komische Oper in 2 Akten; Musik von Rossini. G Dienstag, 11. Mai, Zum erstenmale: Der Flüchtling, Drama. in 1 Aft, von F. L. Winzer. Hierauf zum ersten- male: Jrrthum auf allen Ecken, Lustspiel in 4 ften, von Schröder, neu bearbèitet von Heinrich Schmelka.

Aúswärtige Börsen.

: Ameterdam, 4. Mai. b Niederl. wirkl. S-huld 65. Kanzbill. 31. Oesterr. ÿproc.

- Metall. 983. Ruse. Engl. Anl 1043. Russ. Anl. Hamb. Cert 1035-

j Hambarg, 7. Mai. OÖesterr. 5proc. Metall. 1013. Brief 4proc. pr. ult. 97. Geld.

\

Bank-Actien desgl. 1360. Russ. Engl. Aul. desgl 109. Rass.

Anl. Hamb, Cert., Cassa. 1043 Polo. pr. 1. Juni 1303. PDän. 3proc. 735. j

St. Petersburg. 30. April.

“Taniburg 3 Mon- 95. Silber - Rubel 367 Kop. 6proc- Insc-

i Bank-Ass/ 1412. Spiroc.’Insc. in Silber 108.

cit i Wien, 4 Mai. z -5proc; Metall. 102, Aproc- 97. 2¿proc. 61. Loosé zu 100° Fl 184/,. Part.-Oblig. 1395. Bank- Actien 1353.

Frankfurt a. M.- 6, Mai. Hesterr. 5proc. Métall. 1013. proc. 97s

ief.

1382. 92proc. 612, 1proc. 274, Loose zu 100 Fl. 1844.

Spän. perp. pr. compt. 824 Fr.-

apita eni rp

Redatteut Fohn. “Mitredacteur Cottel.

4

Donnerstag Ankunfr der Schne

Dienstag Freitag

Da od Berlin-Königsber Cours eingerichtet. Berlin, den 2. Mai 1830. :

__ Or QAN rom eins.

Garnseé,

berg auf die Chau Cuéue oststation),

und Danzi

A-lb-ge m Tire

Preußishe Staats-Zeitung.

Ne 130.

Amtliche Nachrichten. Kronik des Tages.

Bekanntmachung Zum 1. Juni d. J. wird der jeßt von

Bromberg über

Berlin, Dienstag den 11ten Mai

1830.

Die Fahrpo geht von Thorn ab: Se Montag 7 Uhr Morgens, Diensta

aus Warschau, Donnerstag 6 Uhr Morgens ; geht von Danzig ab:

fommt in Danzig an: nach Ankunft der Fahrpost Freitag d 8z Uhr Abends.

fommt in Thorn an:

Ostromebfe, Fulm, Graudenz, Garnsee nah Marienwcrder | Montag ¿t 6 Uhr Morgens, Dienstag] Z Uhr Abends,

führende Berlin - Bromberg - Königsberger Post - Cours von | Donnerstag estraße des linken Weichsel-Ufers Gruppe (neue Post - Station), ‘Neuenburg, und von dort über die Weichsel nach Marienwer- nach der verlegt. Die Fahr- unb Reit-Posten zwischen Bromberg und Königsberg in- Pr. behalten ihre bisherige Abgangszeit.

Die Far po d A

ommt in nigsberg an: |_ [uf der Touk nach Danzig trifft die Fahrpost von Thorn in Dirschau am Dienstag mit der C A cas Sie: nach Königsberg in Pr. und am Freitag mit der Fahrpost

Bromberg ab auf die Chausse úber Niewiesczyn, Schweß ,

Es geht nämli

von Bromberg Sonntag } 11 Uhr Abends Mittwoch nach Ankunft der

Fahrpost von Berlin, - geht von Königsberg ab:

Montag e ax Don E iei M, 6 Uhr Abends Son

Mittwoch

geht ab von Bromberg: Montag 10 Uhr Vor- mittags nah“ Freitag

von Berlin,

geht ab von nigsberg: j 1 Uhr Nachm.

Bei der Fahrpost kommen

Gruppe und Marienwerd bindung geseßt. i

Bekanntmachung.

S trabenb t 8 Uhr Morgens fommt in Bromberg an:

1 Uhr früh und 3 geht um 7 Uhr nach

Berlin weiter.

Die Reitpo s

fommt an in Königsberg:

Diensta

“fommt an in Bromberg: 12 Uhr Nachts _und schließt sich

5 Uhr früh nah Berlin abgehende | berg So U Falis Wars

i ie Korrespondenz aus Warschau und Thorn für - zig 2c. wird durch eine Anschlußpost vem V dh Thorn über Graudenz nah Gruppe befördert, woselbst se von der Bromberg-Danziger Schnellpost aufgenommen wird. Eine gleiche Anschlußpost geht mit der Korrespondenz aus Danzig 2c. für Thorn und Warschau von Gruppe über

Mittwoch Sonnabend

Donner Sonnta Schnellpost an. auf der Chaussee von Brom- berg bis Neuenburg bequem eingerichtete, auf Druckfedern ruhende, Fourgons zu 6 Personen in Gebrauch. Die Städte Fordon, ‘Kulm, Graudenz und Garnsee wer-

den durch Postanschlusse resp. nach Bromberg, Schweb, | D er mit dem Haupt - Cours in Ver- ae R 4 fclboRn E

u der Schlellpost kommen bequeme au l Der Post - Cours von Thorn nach Ostromebkke hört auf. | ruhende Ea zu 4 Persvnen in brau. Das Perso: egen werden von Thorn“ über Schulis nah Bromberg | nengeld betx entlih 5 Fahët- und 2 Reit-Posten, zum Anschluß an den | lon-Trinkgeld, wofür 20 Pfund Gepäck frei be ger? und an den Bromberg - Danziger - Post- | Jeder Reisende fann aber noch 30 Pfund Ue

: Bezahlung dés tarifmäßigen Porto, im Ganzen also 50 Pfd. bei sich führen. Die Reise-Effekten müssen in Felleisen ver- pat seyn. Außer den 4 Personen im Hauptwagen können _noch 8 Personen, gegen Erlegung von 9 Sgr. pro Meile, in“ 2 Beichaisen, welche auf jeder Station gestellt werden, Be-

Freitag

sau weiter gesandt wird."

von Berlin dahin zusammen.

haben. Die Sch{hnellyo st

geht ab von Bromberg Sonntag Montag geht ab von Danzig: Montag Le

Dien Donnerstag s

förderung finden.

Zum 1. Juni d. J. wird die Fahrpost zwischen Thorn | Posten verbunden, :

und Paris welche gegenwärti grienwerder und

O geleitet. U

Fler eaen U diéser Vebänide f e geht, von Thorn über - rungen auf. Sc{huliß (neue Poststation) nach Bromberg, und N Brom- ssée über Niewiesczyn, Schweß, Gruppe |- Neuenburg, Mewe und Dirschau nah A0 Nagler.

gleicher Zeit wird die Reitpost zwischen Bromberg e Schnellpost verwandelt,

in eine zweispänn ahrpost, auf der Chaussée

welche denselben Lauf, wie die nimmt.

Berlin, den 2. Mai 1830. j Der General - Postmeister.

Mittwoch 12 Uhr Mittags, geht die Fahrpost von Thorn

ee: A fo Warschau ab.

Jn der Folge wird die Einrichtung getroffen werden, daß

die Fahrpost nah Warschau schon am Dienstag Abend, einige

Stunden nach Ankunft der Post aus Danzig, nah War-

Zwischen Bromberg und Danzig kommen bequeme auf Druckfedern ruhende Fourgons in Gang, welche Raum tüt 4 Personen im Junnern und einen Außenplaß für 1 Pekrson-

| fommt an in Danzig: Uhr Abends Vattewciss 12 Uhr Mittags, Diiéitaa | 75 Uhr Morgens;

; : fommt an in Bromberg: } 9 Uhr Abends, Freitay ìl 5 Uhr Nachmittags.

d C E L Jn Dirschau trifft diese Schnellpoft auf der Tour ta Bromberg mit der Schnellpost von R dnigobede in Pr. Las Berlin zusammen, und nimmt von leßterer diejenigen Per- sonen und Sachen auf, welche auf den Cours nach Brom-

gt 9 Sgr. pro Person und Meile incl. Postil-

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ôrdert werden.

erfracht gegen:

: Die tädte Thorn, Graudenz und Marienwerder wer- - {4 den unter sich und mit dem Haupt - Course durch besondere

Die Reitpost zwischen Thorn und Mewe hört in Folge

7 wE p E t A A a E N R H N 1 UNZE S B E S N L R Se E S0 S D L Ee E E N M U Ta R E A S A V RNTAS, B I A A Ie O s 2