1830 / 143 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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theilte: „Würde ih’, so bezann er, „mich erheben, um die Untersuchung, die der ehrenwerthe Baronet anzustellen wünscht, anz und gar zu hintertreiben , würdé ich mich erheben, üm em Plane einer allgemeinen Ausgaben-Reduction oder einer Abschaffung der Sinecuren und einer bessern Regulirung des Halb - und ganzen Soldes entgegen zu arbeiten wúnschte ih au< nur., dem ehrenwerthen Baronet die Mittel zu ver- weigern, mit deren Hülfe er diese Fragen zur Sprache brin- gen will, so müßte i< mit ganz anderen Gesinnungen auf- treten, als ih es in diesem Augenblicke thue. Daß ich -in- zwischen solche Absichten nicht hege, das weiß der ehrenwer- the Baronet schon; vielmehr bin ih bereit, ihm einen Nach- weis oder mehrere zuzustellen, die ihn vollkommen befriedigen werden. Sey es mir jedoch gestattet, nun anzugeben, worin ich eigentlich mit ihm differire. Der chrenwerthe Baronet gat mit der Artigkeit , die ihn auszeichnet und “die bei der erhandlung öffentlicher Angelegenheiten so schr förderlich ist, den Sag mir mitgetheilt, den er machen wollte, und mich gefragt, ob ih dawider etwas cinzuwenden hâtte. Jch ant- wortete ihm darauf, daß ih mich nicht weigern würde, die ge- wünschte Auskunft zu ertheilen, daß ich mich jedoch in der Form, “in der er ihn machen wolle, dem Antrage widerseßen müsse. < erflärte mich bereit, die Gehalte und Einkünfte aler egierungs - Beamten diesem Hause nachzuweisen, jedoch nicht

in der besondern von ihm gewünschten Abtheilung. Liegt nun wohl in dieser Erklärung die Absicht, ihm oder dem Parlamente den Betrag der Einfkúnfte vorzuenthalten, dén er zu fennen und zu reduziren wünscht ? Dem Antrage, wie er gemacht worden, widerseße ich mi<h nur, weil seine Form etwas Persdónliches und Feindseliges hat. Jch habe dem eh- renwerthen Baronet gesagt, daß ih noch kein früheres Bei- spiel kenne, in welchem die Mitglieder des Geheimen Rathes, als solche, wegen ihrer Einkünfte zur Rechenschaft gezogen wurden; denn in dieser Eigenschaft beziehen sie nicht eigent- lih oder nicht nothwendig irgend eine Revenüe vom Staate; wiewohl sie im ganzen freilih Einfünste besiben, die ziem- lich bedeutend sind (Hört, hört! ruft die Opposition). Ein “Antrag diefer Art schien mir die Achtung außer Augen zu seben, die man einer Körperschaft schuldig ist, welche das Conseil des Monarchen und einen hohen Gerichtshof in sich begreife. Der ehrenwerthe Baronet macht mir zwar den Ein- wurf, daß diesem Hause bereits ein Nachweis úber die CEin- - fünfte vorgelegt worden, welche die beamteten Mitglieder des Parlaments von der Krone beziehen ; allein ist ihm nicht der Unterschied erkennbar, der dazwischen stattfindet, ob das Haus die Einkúnfte seiner eigenen Mitglieder, oder ob es die der Räthe der Krone kennen lernen will? Das eine mag nothwendig seyn, um die Rechte des Hauses wahrzunehmen, oder um die Mitglieder desselben von dem Verdachte zu rei- „nigen daß sie unter ungebührlichem Cinflusse der Krone sich ‘befinden , und einem Antrage solcher Art wúrde ich mich nicht Einen Augenblick widerseßen. Giebt es irgend Semand,- der “der Meinung ist, daß derjenige, der vom Könige zum Ge- eimen Rath ernannt worden, nicht weil er Mitglied des D s ist, sondern wegen seiner juristischen Gelehr- samkeit und Talente, deshalb seinen anderweitigen Pflichten míindèr unabhängig nachkommen werde ? Untersuche einmal der ehrenwerthe Baronet genau, aus welchen Männern ei- gentlich der Geheime Rath besteht, so wird er selbst die Schwie- rigfeit einsehen, seinen Autrag zu bewilligen. Er selbst hat damit begonnen, die erlauchtesten Mitglieder des Geheimen Rathes von seiner Untersuchung auszuschließen ; die Mitglieder der Königl. Familie will er, wie er sagte, außer Betracht lasse, wie- wohl, wenn dén Worten seines Antrags genau nachgekommen

werden sollte, dieselben unbezweifelt in den geforderten Nach- |

weisen aufgeführt seyn müßten. Nächstdem befinden sich auch im Geheimen Rathe die Erzbischöfe von Canterbury und York./ Sir J. Graham bemerkte hier , daß diese in seinem Aùtrage nicht begriffen seyen, weil sich derselbe - nur auf solche Mitglieder des Geheimen Rathes beziehe , die ein bürgerliches Recht oder militairisches Amt bekleideten ; unmöglich aber fönnten-die“ beiden hohen Prälaten. unter cine dieser Rubriken gebracht. werden. Der Kanzler fuhr fort: „Der ehrenwerthe Baronet weiß jedoch, daß die ersten Rich- ter des Landes .in seinem Antrage eingeschlossen sind. Wie- wohl ihnen ihre Gehalte vom Parlamente ausgeseßt worden, 4verden sie doch als Geheime Räthe der übeln Nachtede aus- geseßt, und sie sind es, deren Gehalte einen Theil der Summen. ausmachen, die der ehrenwerthe Baronet so umständlich speci- ficirt hat. Alsdann befinden sich Männer dabei, die Beloh- _‘nungen. für Dienste - erhalten haben , deren Andenken noch auf unsere späteste Nachwelt kommen wird diese Belohuüngen bilden ebenfalls einen Theil jeüer Summe, und dies alles ‘sekt man auf solhe Weise der dffent-

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lichen Nachrede aus !‘“/ Nach dieser Erwiederung recht- fertigte sih der Minister gegen die Anschuldigung, daß er den Verbesserungs- Vorschlägen eines frühern Finanz -Aus- schusses nicht die gehörige Aufmerksamkeit geschenkt habe, und berührte bei dieser Gelegenheit auch die von Sir. J. Gra-

ham erwähnten Sinecuren , von denen er sagte, daß sie zum Theil aus den auf ihre Nachkommen vererbten Belohnungen

großer Mánner beständen , die es vorgezogen hätten, mehr für ihre Enfel als für sih selbst zu sorgen. Schließlich machte der Kanzler das Amendement, daß es in dem An- trage statt der Worte: „Gehalte der Mitglieder des Gehei- men Rathes‘/, „Gehalte der öffentlichen Beamten“‘/ heißen soll, und zwar solcher Beamten, deren Einfommen mehr als 2000 Pfd. beträgt. Dieses Amendement wurde nach einer furzen Debatte, bei der unter Anderen der Admiral Sir G. Cockburn, von dem namentlich gesagt worden war, daß er seine ganze Besoldung neben dem Gehalte eines ersten Lords der Admikalität erhalte, sich vernehmen ließ, von 231 gegen 147 Stimmen genehmigt. -- Das Haus vertagte sich furz vor 2 Uhr. : :

Löndon, 16. Mai. Gestern ist folgendes Bülletin aus-

gegeben worden : „Schloß Windsor, den 15. Mai. Se. Majestät haben einigen erqui>kenden Schlaf gehabt, und fühlen Sich etwas besser. Henry Halford.

: : Matthew J. Tierney.‘

„Dieses Bülletin,// äußert der Courier, 7st, nach den Gerüchten, die des Morgens in Umlauf waren, sehr tröstlich. Leider ist es nur zu wahr, daß Se. Majestät von einer schwe- ren Krankheit befallen sind, von einer Krankheit, die jeden Augenblick einen- üblen Ausgang haben fann. Inzwischen freut es uns doch, zu vernehmen , daß alle Kraft noch nicht so dahin geschwunden ist, um nicht hoffen zu dúrfen, daßdie Leiden Sr. Majestät noch gelindert werden fönnen.‘/ Der Courier macht sodann eine mißbilligende Bemerkung darübér, daß verschiedene Zeitungen andere, und zwar betrübendere Be- richte, äls die der Bülletins, über die Gesundheit des Königs im Pubiikum verbreiten. : 7 E

Es wird erzählt, daß man -vor einigen Tagen„für ns- thig befunden habe, Se. Majestät auf den fritischen Zustand, worin Sie sich befänden und wovon Sie keine genaue Vor- stellung zu haben |chienen, aufmerksam zu machen. Es wurde ein Kabinets - Rath gehalten, und am Ende übernahm der Herzog v. Wellington das Geschäft, welches. einigen anderen Ministern Bedenken gemacht hatte; er ging näch- Windsor und gab dem Könige zu vepaen ,_ seine Aerzte hâtten ge- glaubt, dem Kabinet nicht verbergen zu durfen, daß seine Krankheit gefährliche Symptome zeige, worauf Se. Maje- stät sehr gefaßt antworteten, daß Sie sich völlig dem Willen der Vorsehung unterwürfen und nur* körperlichen Schmerz fürchteten, der Jhre Geduld überschreiten möchte; Sie dank- ten dem Herzoge für die Art, wie er sich seiner beschwerli- chen Botschaft entledigt. Man versichert, der König leide wenig Schmerzen und sey sehr heiter. :

Am Donnersiage kam ein Courier mit Depeschen von Hrn. Dawkins aus Griechenland für den Grafen v. Aber- deen im auswärtigen Amte an; er hatte deren auch von Sir F. Adam fúr das Kolonial-Amt gebracht.

Der Courier sagt: „¿Wir finden in den Französischen Zeitungen eine Anzahl oberflächlicher muthmaßlicher Bemer- fungen, als wäre es noch- zweifelhaft, ob Prinz Leopold nach Griechenland gehen werde. Nachdem Se. Königl. Hoheit die Souverainetät angenommen haben, sind Sie nicht mehr in dem Falle, sie verweigert zu können. Wollten sie jeßt noch die Ehre- ablehnen, so müßten sie förmlich abdanfen,‘‘

Im Spectator heißt es: „Jm Unterhause fand am

lebten Montage. ein-ganz eigner Vorgang statt. Wir deuten

Mer auf den Antrag des Herrn Hume, daß, im Falle des

blebens des Königs, Personen die in Aemtern stehen, nicht

* gendthigt werden „sollten, die bei dergleichen Gelegenheiten

üblichen Gebühren zu entrichten. Das ehrenwerthe Mitglied

wurde dringend ersucht, auf diesen Antrag, seiner zarten

Natur und der gegenwä rtigen- Verhältnisse wegen, nicht zu bestehen. Hert Hume blieb aber fest bei seinem Vorhaben, und nach einigem Widerspruch von Seiten der Minister, der in leisem Tone geschah, ging das Haus zur Abstimmung, und Herr Hume befand sich für einen Augenblick in der Ma- jorität; in der Minorität war unter Andern Sir J. Scar- lett. Jn Beziehung auf leßteren Herrn bemerkt nun der

Standard, daß er gegen den Antrag gewesen , um sich

Beilage

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bares Ereigniß statt.

| 1077 | Beilage zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung 143.

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sehr beträchtlihe Summen zu sichern, die nah dem früheren Gebrauch ín seine und in die Tasche des Lord Lyndhurst fließen.‘

Halboffiziellen Angaben zufolge, zählt die Universität Oxford 5269 und die Universität Cambridge 5263 Studirende.

Die Subscription für das Eldon -Stift beläuft sich auf etwas mehr als 7000 Pfd. St. Mit den Zinsen diefer Summe soll ein jährliches Stipendium von 200 Pfd. St. für einen sich zur anglicanischen Kirche befennenden Studenten der Rechte in Oxford begründet werden. :

Jm Hafen von Sunderland fand vor Kurzem ein furcht- Das Paketboot „Durham“‘/ ward durch einen frischen Wind von seinen Ankern losgerissen und den Hafen abwärts getrieben. Hierbei stieß es heftig an viele benachbarte Schiffe und -riß auch diese von ihren Ankern los; alle Fahrzerge trieben nun. dem Meere zu und blieben endlich bei beendigter Fluth auf dem Trocenen liegen. Der Strom war hierbei so heftig, daß wenigstens 65 bis 75 Schiffe

durc<h's Losreißen von den Ankern und gegenseitiges Anétinan-

derstoßen mehr oder weniger bedeutend beschädigt wutden ; viele Schiffe waren entrmastet, einige vollkommen Wracke ge- wotden und 6 oder 8 gesunken. Leider hatte der Capitain eines Schiffes das Unglü, bei dieser Gelegenheit beide Beine zu brechen.

Oberst Rébsomen aus Paris, der nur einen Arm hat,

aber ein so vollendeter Flötenspieler ist, daß er sogar mit Drouet wetteifert , ist hier eingetroffen. Er ist mit Empseh- lungsbriefen des Herzogs von Orleans an den KZnig versehen.

Niederlande.

Aus dem Haag,-18. Mai. Nachdeni in der gestrigen Sißb6ung der zweiten Kammer der Generalstaaten das neu- erwählte Mitglied für die Provinz Drenthe, Herr Hofstede, seinen Sib eingenommen hatte, begannen die Berathungen über den neuen Preßgese6-Entwurf. Die Herren Sande - lín, Frets und Donfer-Curtius ließen sich dafür, die Herren van den Broucke, v. Stassart, Fabri-Lon- grée, Maréchal und Luyben dagegen vernehmen.

4 Mut Glan : “Karlsruhe, 17. Mai. Heute sind IJ. KK. HH, der

Großherzog und die Großherzogin von Hessen, nebst dem f Erbgroßherzog und der Prinzessin Marie von Hessen von hier- |

nach Darmstadt zurückgekehrt.

7 Spanien.

Privat-Nachrichten aus Madrid vom 7. Mai (in Fran- zösischen Blättern) berichten Folgendes : „Die Provinz Astu- rien hat cine Deputation hierher gesandt, um der Königin das Wickelzeug fär den zu hoffenden Thxonerben zu Úberbrin- gen. Die Hof-Zeitung enthält einen Artikel über die Maaß: regeln, welche die Jnhaber von Vales für die Liquidirung der Zinsrückstände und für die Einziehung der Zinsen des ersten diesjährigen Semesters zu treffen haben. Es ist Be- fehl ertheilt worden, die Provinzial \Milizen von Válladolid und Ciudad Rodrigo auf den Kriegsfuß zu organisiren. Die Regierung will , dem Vernehmen nach, cinen OÖbservations- Kordon von 6 bis 7000 Mann an der Portugiesischen Gränze zusammenziehen, und die Miliz-Regiraenter sollen zu dem Ende an die- Stelle der Linientruppen als Garnisonen der Pläße eintreten. Der diesseitige Gesandte in Lissabon , Hr. da Costa Montealegre, soll von dort abberufen worden seyn. Die Garnisonen der Balearischen Jnseln werden auf Befehl der Re- gierung verstärkt. An der Französischen Expedition gegen Algier werden von unserer Seite dreißig junge Artillerie - und Jnge- nieur - Offiziere zu ihrer Belehrung Theil nehmen. Don Juan Ruiz d’Apodaca, Graf von Venadito, ist an die Stelle des verstorbenen Villavicencio zum General-Capitain und

“General -Director der Spanischen Seemacht ernannt wor- | den. Die Nachricht von der Wiedereinführung des Täbacks- Monopols. in Cadix hat in dieser Stadt einen sehr ungún- |

stigen Eindru>k gemacht, Die dem Freihafen vorstehende Junta: hat eíne aus Mitgliedern der Handels - Kammer und der Municipalität bestehende Kommission ernannt, um den König um die Zurücknahme dieser für das Gedeihen des Freihafens höchst hinderlichen Maaßregel zu bitten. Am Lásten v. M. is ein Geschwader von 8 Schiffen aus der

avana in Cadíx eingelaufen ; das unter ihnen befindliche

Schiff „„Jason‘7 hatte mehrere in die vor. Kurzem auf Cuba

entde>te Verschwörung verwickelte Personen als Gefangene am Bord. Unter den Bewohnern der - Provinz Estrema- dura ist die Noth sehr groß; es mangelt ihnen an Geld, um die Steuern zu bezahlen, und- an Mitteln, um die Erzeugnisse

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des Bodens umzuseßen. Jn Alcantara wurde die A Oel (etwa 25 Pfd.) mit 5 bis 6 Fr. bezahlt.‘ ia

Portugal. ;

Französische Blätter melden aus Lissabon v 1. Mai: „Weder der Päpstliche Nuntius noch e Spanische Gesandte waren bei dem Handkusse zugegen, der am 29. v. M. zur Feier des Geburtstages der Prinzessin von Beira in Queluz stattfand. Dom Miguel reiste am folgenden Tage nach Zamora, wo er bis zum 7. d.' bleiben wird. Seit dem 28. v. M. 4st hier die Proclamation der Regentschaft von Terceira, worin die Portugiesen aufgefordert werden, das Joch der Tyrannei abzuschütteln, in einer Menge von Exemplaren verbreitet worden. Ein an demselben Tage in den Tajo eingelaufenes Englisches Paketboot soll dieselbe mit- gebracht haben. Da man wußte, daß viele Exemplare in den Hän- den der Truppen der hiesigen Garnison sih befanden, so wurden bei Nacht Haussuchunggen in den Kasernen gehalten und alle Soldaten, bei denen man die Proclamation fand, verhaftet ; da jedo<h die Zahl der Schuldigén zu groß war, so wurden sie mit einem derben Verweise bald wieder freigelassen. Ge- stern Abend lief das Portugiesische ‘Paketboot „Gloria‘/, von Fayal, einer der Azorischen Jnseln, fommend ," in den Tajo cin; an seinem Bord befanden si<h 18 Einwohner dieser Jn? sel, welche Einverständnisse mit der Regentschaft auf Terceira unterhalten haben und deshalb hier vor Gericht gestellt wer-

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den sollen.‘ 1

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 31. März. Der Jahresbericht der hiesigen An- stalt zur Erziehung armer verwahrloster Kinder giebt eine

- sehr vortheilhafte Schilderung von dem Zustande derselben.

Es wurden im- vorigen Jahre 154 Kinder aufgenommen ; von diesen waren 85 Kinder von Ausländorn und die übrigen 69 Kinder von geborenen Amerikanern; 148 wurden in dem nämlichen Zeitraume in verschiedenen Gewerbszweigen unter- gebracht, und dermalen befinden sich 166 in der Anstalt. Die eingeführte Disciplin hatte sich als sehr zwe>mäßig be- währt. Bei zwei Klassen wurde die beabsichtigte Besserung fdwi@ig, nämlich bei Mädchen, die Beispiele eines aus|<wei- fenden Lebens vor Augen gehabt, und bei Knaben , die fich den Trunk angewöhnt hatten; dagegen war man in Bekäm- pfung anderer verbrecherischen Hinneigungen gegen alle Er- wartung glücklich gewesen.

Es ist-hin und wieder die Frage aufgestellt worden, ob die Cherofesen zu den wandernden Volfsstämmen gehören oder nicht. „Folgende Thatsachen,// bemerkt in dieser Hin- sicht der American, „mögen diese Frage beantworten. Jm Jahre 1810 besaßen sie, amtlichen Missions-Berichtèn zufolge, 19,500 Stuck Vich, 6100 Pferde, 19,600 Schweine, 1037 Schaafe, 467 Weberstühle, 1600 Spinnräder , 30 Wagen, 500 Pflúge, Z Sägemühlen, 13 Mahlmüúhlen u. st. w., und im Jahre 1826 22,000 Stü> Vieh, 7600 Pferde, 46,000 Schweine, 2500 Schaafe, 765 Weberstühle, 2488 Spinnräder, 172 Wagen, 2944 Pflüge, 10 Sáâge- und 31 Mahl-Mühlen, 62 Werkstätten für Grobschmiede, 8 Spinn- Maschinen fär Baumwolle, 18 Schulen, 13 Fähren und eine beträchtliche Anzahl öffentlicher Landstraßen. Jm leßten Win-

ter fand man in einem einzigen Bezirk über: 1000 Bände

uter Bücher und 11, theils religidse, theils politischè, Zeit Fhriften, die fleißig gelesen wurden.“ -

Ein Landeigenthümer in der Provinz Clarke (Alabama) hat aus wilden im Walde gewachsenen Trauben einen rothen, der Angabe nach, guten dem Französischen ähnlichen Wein gezogen, von dem ihm das Gallons 125 Cents O (tehen kommt.

Es, E Berlin, 23. Mai. Vorgestern Mittags um 12 Uhr and angefündigtermaßen ‘eine öffentliche Sibung der H fademie- der Künste Daa der General-Intendant der Kö- nigl. Kunst-Museen, Herr Graf Brühl, wohnte derselben als

neuerwähltes Ehrenmitglied der Akademie zum ‘erstenmale bei.

Die Versammlun das Lokal,

der große Vorsaal im Akademie - Gebäude unter den Linden,

festlich deförirt. Der Direktor Schadow erôffnete die Siz- zung mit einer Anrede. Professor Tôlken las darauf eine

v Ein Gallon = 4 Berliner“ Quart; 125 Cents etwa 5 Sgr. i