1899 / 57 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Im Königliden Schauspiel hause gelangt morgen Abend Hugo Lubliner's Lustspiel „Das fünfte Rad“ zur Aufführung. Die amen Schramm, Sperr, Sandow, Mallinger und die Herren est aaa Kraußne>, Keßler, Herter und Krüger sind darin äftigt.

y Unter dem Patronat der Damen A. von Siemens, - Elisa von Moltke, Baronin Morell Bay, Baronin von Grünhof und Gräfin Wachtm-fter soll am 12. März, Abends 74 Uhr, ein Woblthätig- keits-Konzert im Saal Bechstein stattfinden. Ihre Mit- wirkung haben zugesagt die Damen von Dulong, Gräfin Elisabeth Wa&tmeiscer (Gesang), Carlotta Stubenrau<h (Violine), die Herren Graf von Bernstorff (Piston), von Dulong (Gesang), Espenhan (Violoncello) und Ganz (Klavier). Eintrittskarten und Programme find in der Hof-Musikalienhandlung von Bote und Bo> erhältlich.

Mannigfaltiges.

Beim Herannahen des Hauptumzugstermins warnt das König- lihe Polizei-Präsidium davor, Wohnungen in neu- erbauten oder umgebauten Häusern zu miethen, ohne {h bei dem zuständigen Polizeirevier vorher zu erkundigen, ob die gemietheten Räume au<h zu der betreffenden Zeit bezieh- tar sein werden. Zwischen der NRohbauabnahme und der Gebrauhsabnahme von Neu- und Umbauten muß na< der Bauordnung in der Regel eine se<hsmonatige Frist liegen, vor deren Ablauf aus leiht erklärlihen Gründen das Beziehen von Mieth2- räumen polizeili< niht geduldet wird. Die Polizeireviere find an- gewiesen, über die Beziehbarkeit derartiger Wohnungen bereitwilligft Auskunft zu ertheilen.

Morgen Nachmittag 4x Uhr findet im Königlihen Schau- spielhause mit Allerhöchster Genehmigung eine Vorführung der alästinafahrt der Deutschen Kaiserlihen Majestäten in 50 Wandellichtbildern von Ottomar Anschüy statt. Unter diesen Bildern befindet sih eine große Zahl der von Ihrer Majé tät der Kaiserin und Königin selbft hergestellten Aufnahmen.- Die Vor- rang deren Ertrag für einen wohlthätigen Zwe>k bestimmt st, wird am Donnerstag, Freitag und Sonnabend im Schauspiel- hause und am Sonntag im Neuen Königlichen pern- Tbeater wiederholt. Preise der Pläße: I. Rang und Parquet 3 4, II. Rang 2 4, III. Rang 1 A Aufgeld wird nicht erhoben.

Der hiesige Verein „Frauenhilfe“, welher etwa 100 Diakonifsen zur häuslichen unentgeltlihen Pflege von Schwerkranken aller Konfessionen unterhält, veranstaltet am 17. und 18, d. M. im Saale des Ministeriums der öffentlihen Arbeiten (Wilhelmftraße 79) einen Bazar, für welhen Ihre Majestät die Kaiserin und Königin Ihr Erscheinen in Aussicht ge- tellt hai. In dem unter Lu der Frau Gräfin von der Gröben gebildeten Comité befinden fih die aar peinn Ihrer Ma- jestät, Frau Gräfin von Keller, die Hofdame Fräulein von Gerêdorff und andere Damen der höchsten Gesellshaftskreise. Dem Vernehmen na< sind denselben bereits von einigen ersten Firmen Berlins Hun zum Verkauf für den guten Zwe> zur Verfügung geftellt worden.

Bei dem Fest zum Besten des Königin Luise-Denkmals in Tilsit, das am 10. März im Neuen Königlichen Opern - Theater stattfindet, gelangt mit Allerhöhfter Genehmigurg das Bene „Die gnädige Frau von Paretz“ von Ernst Wichert unter Mitwir- ung der ersten Kräfte des Königlichen Schauspielhauses zur Aufführung. Die Beseßung ist folgende: König Friedrih Wilhelm IlI. : Herr Grube ; Königin Luise: Fräulein Lindner; Gräfin Voß: Fräulein Wienrih; Rauch: Herr R. Arndt; Baron von Scilden: Herr Oberländer. B reihen sih Lebende Bilder, Einzelfiguren aus der Zeit der Befreiungskriege darstellend, als Schlußbild: Apotheose der Königin Luise (die Huldigung der deutschen Frauen); ferner ein hiftorishes Transparent-Gemälde: „Die Mutter Kaiser Wilhelms des Großen“.

Nach der Pause folgd: Festgesang, Text von Richard Petong- Spandau, Komposition von Paul Hassenstein. Den Schlu bildet eine Kostüm-Quadrille aus der Zeit der Königin Luise. Während der Pause und na< der Vorstellung bieten sih den Besuchern die verschiedensten Genüsse und Erfrishungen an einem eht oftpreußishen und verschiedenen anderen Büffets, in Wein- und Liqueur- zelten, an der Königin Luifenquelle, in einem Schweizer- bäuschen 2c. Die Preise für Speisen und Getränke werden durhweg mäßig normiect sein, Der Preis der Ginlaßkarte beträgt 5 X, ein Familienbillet für 3 Personen kostet 10 A Billets und de ramme

nd an den bekannten Verkaufsftellen sowie bei Helmuth Pabst, Kur-

rstendamm 240, und bei C. u. W. Moriy im Neuen Königlichen Opern-Tbeater, Königsplaßy 7, zu haben.

Die Deutsche Gesellschaft für volksthümliche Natur - kunde veranstaltet morgen, Mittwoh, Abends 8 Uhr, im Bürger- saale des Rathhauses einen öffentlichen Sra gad Der Landes- gaeologe Herr Dr. Keilha> wird unter Vorführung zahlreicher Original-Lichtbilder auf Grund seiner an Ort und Stelle gemachten Studien einen Vortrag halten über das Thema „Pkysikalisch-ethno- graphishe Streifzüge dur< Island“. Am Sonntag, den 19, März, wird für die Mitglieder der Gesells<aft Herr Gebeimer Regierungs- Rath, Professor Dr. bius “die Fische in der Schausanimlung des Museums für Naturkunde erklären. Für Dienstag, den 21. März, ist eine Besichtigung der Kunheim’s<en <emis<hen Fabrik seitens der Theilnehmer des leßten Cyclus über tehnishe Chemie in Ausficht genommen.

Kiel, 6. März. (W. T. B.) Unter dem Vorsiß des Hof- marshalls, Kontre - Admirals Freiherrn von Sed>endorff fand beute im Seemannshause die Generalversammlung der Gesells<haft „Seemannshaus für Unteroffiziere und Mannschaften der Kaiserlihen Marine“ statt. In der Versammlung wurde festgestellt, daß dank den den Zielen der Gesellschaft in ganz Deutschland und in den deutschen Kolonien des Auslandes gewidmeten Sympathien bisher 200 000 #4 für die Erbauung von Seemazxnshäusern in Wilhelmshaven und Kiautschou zusammengeflossen sind. Einftimmig wurde beschlossen, die Thâtigkeit zur Beschaffung der no< fehlenden Mittel auf das kräftigite fortzusezen, damit womögli<h no< vor Eintritt des Herbstes mit der Anlage der fo dringend nothwendigen beiden Seemannsheimstätten begonnen werden kann, Mit dem hberzlihen Dank an alle diejenigen, welche die Thätigkeit der Gesellshaft materiell gefördert haben, ver- band die Generalversammlung ihre lebhafte Anerkennung der wohl- wollenden Unterstüßung der Gesellshaft von seiten der deutschen

Presse.

Hamburg, 6. März. (W. T. B.) Auf dem der „Oester - reihis<en Nordwest-Dampfschiffahrtsgesells<haft“ gehö- rigen Shleppdampfer „Erna“ fand heute Morgen beim Anwärmen der Maschine eine Exp l of i on der Drofselklappe an der Maschine ftatt. Durch das Ausströmen des Dampfes wurden der Maschinist und der Heizer getödtet. Nachdem in den leßten Tagen veränderlihes Wetter ge- herrsht hatte, trat in vergangener Nacht bei leihtem Sch eefall starker Nachtfrost ein. Die Temperatur sank auf 5 Grad (Réaumur). Heute ift heiteres, sonniges, aber kaltes Wetter bei frishen nordwestli<hen Winden.

Triest, 6. März. (W. T. B) In der But von Mugagia wurden gestern se<s junge Leute in einem Boote von der Bora überras<ht ; fünf ertranfen, einer konnte fih nah fünfstündigem Kampfe mit den Wellen retten.

Toulon, 7 März. (W. T. B.) Den neuesten Meldungen zufolge stellt sich die Zahl der bei der Katastrophe in Lagoubran Berunglü>ten auf 54 Todte und 130 Verwundete. Neuerdings ist das Gerücht verbreitet, die Explesion fei dur Ver- breherhand herbeigeführt worden, denn man habe im

Sihutie eine 1} p lonoë Lunte ga Da Marti Minister Lo>roy erklärte auf Befriigen, ee Meme, die Explo

fei dur< Selbstent;ündung entftanden, sei unzulässig. Andererseits

wird vermuthet, ein Stein habe si< vom Dache abgelöst, sei Pulverkiste geftürit und habe fo die Explosion berboiieführt, E

__ Neapel, 6. März. (W. T. B.) Der akademishe Senat hat die zeitweilige Shließung der Universität verfügt. Die Veranlaffung hierzu waren Studentenunruhen, berbeigeführt dur einen Zwischenfall mit einem Studenten der Veterinärshule, der sih hier vor einigen Tagen abspielte.

New York, 6. März. (W. T. B.) Seine Majestät der Deutsche Kaiser hat an die Gattin des erkrankten Schriftstellers Nudyard Kipling bier das na<hstehende Telegramm gerichtet :

„As an enthusiastic admirer of the unrivalled books of your husband I am most anxious for news about his health. God grant that he may be spared to you and to all who are thankful to him for the soulstirring way in which he has gung about the deeds of our great eommon race.

: : William, I. R.“

(Uebersezung.) „Als ein enthusiastisher Verebrer der unvergleih- lihen Werke Ihres Mannes erwarte Jh mit Spannung Nachri@t über sein Befinten. Gott gebe, daß er Ihnen und Allen erhalten bleibe, die ihm für die herzerhebende Art dankbar sind, in der er die Thaten unserer großen gemeinsamen Race besungen hat.“

Frau Kipling hat dur Vermittelung des deutshen Bots<&afters. :

in Washington Seiner Mojeftät ihren tiefgefühlten Dank aussprechen und gleichzeitig melden laffen, daß ih Herr Kipling auf dem Wege der Besserung befinde. D

New York, 6. März. (W. T. B.) Die sc<sjährige Tochter Josephine des Shriftstellers Kipling, welhe einen Tag später als ihr Vater an Lungenentzündung erkrankte, ist beute gestorben ; eine jüngere Tochter ift ebenfalls erkrankt.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

London, 7. März. (W. T. B.) Der „Times“ wird unter dem 6. d. M. aus Shanghai telegraphirt : Der deutsche, der großbritannische und der amerikanische Konsul lehnten es ab, mit dem Taotai von Shanghai über die Ausdehnung der Fremden- niederlassung weiter zu verhandeln, da derselbe seit einiger Zeit eine ausweichende und dir-kt widerstrebende Taktik beobachtete. Es würden nunmehr Schritte gethan werden, um den Vize-König zu bewegen, daß er alsbald einen Spezialkommissar zur Re- gelung der Angelegenheit ernenne; ferner sollen die Gesandten der drei Mächte veranlaßt werden , beim Tsung-li-Yamen darauf zu dringen, daß es in der Angelegenheit definitive Instruktionen ertheile.

Paris, 7. März. (W. T. B.) Der französishe Bot- hafter am Berliner Hofe, Marquis de Noailles hat dem Minister des Aeußern Delcassé die Mittheilung gemacht, daß Seine Majestät der Deutsche Kaiser den Chef des Marinekabinets E habe, ihn C Botschafter) zu bitten, der französishen Regierung die Antheilnahme Seiner Majestät an der Katastrophe in Toulon auszudrü>en.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

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iht vom 7. März, r Morgens.

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Lustsviel in 1 Aufzug. Dichtung von Steigentesch, bearbeitet von Ferdinand Graf Spor>. Musik von | M4[e: Tam. Tam.

Berliner Theater.

Mittwoh: Zum exsten

Thalia - Theater. Dresdenerstraße 72/73. Mitiwo<: Gaftspiel von Emil Thomas. (Vor-

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger

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Berlin, Dienstag, den 7. März

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1899.

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten.

Qualität

gering

| mittel | gut Verkaufte

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Menge

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Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner niedrigster | höchster | niedrigster |

| höster \ niedrigster | höchster |Doppelzentner M. O 4 I M

Am vorigen Außerdem wurden Marfktt

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15,50 15,80 18,00 17,40 17,79 17,59

16 05 16,12 16,10 16,10

13,16 13,22 | 13,43 13,46 |

13,67 13,75

13,20 13,20 15,60 15,63 16,00 : 16,57 16,40

13,55 13,60 13,40 13,40

13,30 13,33 12,80 14,50

12,10 10,00 17,80 17,47 18,22 18,20 18,44 18,00 17,19 è

408 17,00

203 13,50 14,00

166 12,74 12,76

Eugen d’Albert.

Stationen. | Wetter.

in ? Celfius

“P loC. =4°R.

Temperatur

Schauspielhaus.

Bar. auf 0 Gr u. d. Meeres\p. rev. in Milli

Belmullet . , | 750 Anfang 7> Uhr.

Aberdeen .…. | 749 |S 2'halb bed. Christiansund | 754 |ONO 2wolkenl.1) Kopenhagen . | 758 |WSW 3'Dunst

WNW 4'wolkig

Neues Opern-Theater.

In Scene geseßt vom Ober- Negisseur Teßlaff. Dirigent: Kapellmeister Dr. Mu>. Vergzifßmeinnicht. Tam (3 Bildern) von Heinri Regel und Otto Thieme. G Musik von Rihard Goldberger.

1 67. Vorstellung. Rad. Lustspiel in 3 Aufzügen von Hugo Lubliner. | woh, Abends 8 Uhr: Verbotene Früchte. Lust-

Tanzmärchen in 1

Anfang 7x Uhr.

Mit Genehmigung Seiner | Cervantes von Emil Goe! Excellenz des General-Intendanten arg Grafen | vermählten. Schauspiel in 2 Akten von Biörnfon.

von Hochberg. Zum Besten der Sterbe-, Kranken-

Donnerstag: Zaza. N Akt Freitag (30. Abonnements-Vorstellung): Tam-

Das fünfte | Dthiller-Theater. (Walner-Theater.) Mitt-

spiel in 3 Aufzügen na< einem Zwischenspiel des Goett. Vorher: Die Neu-

leßte Woche.) Schiddebold’'s Eugel. Posse mit Gesang und Tanz in 4 Akten von W. Mannstädt. Musik von demselben. (Kuplets von Alfred Bender.) Anfang 7$ Uhr.

Donnerstag: Dieselbe Vorstellung.

Konzerte. Saal Bechstein. Mitiwoh, Anfang 74 Uhr:

Strehlen i. Sch Striegau á Grünberg Löwenberg Oppeln . 7 E Heidenheim . Giengen . . Riedlingen . Engen Bréslau .

Le

12,00 | 12,00 | j / 12,20

12,00 12,10 13,80 12,20 12,40 14,80

14,40 14,80

12,10 |

14,00 |

12,49 12,40

12,40 12,80 15,16 14,44

15,38 15.50 12.30

12,85 13,10 14,00 12,60 13,00 16,00 14,60 15,00 15,64

13,00

100

39 77 18 27 26 14

1275 12,75

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446 12,70 1160 15,20 261 14,50 394 14,54 409 15,38 217 15,50

12,40 15,38 14,30 14,30

15,00

12,40 |

27.2. 27:2, 27.2. 27.2.

97,2,

Donnerstag, Abends 8 Ubr: Verbotene Früchte. Konzert von Fräulein Anuie Dun>er (Gesang) 1 8 ü 7bnen-An- | Vorher: Die Neuvermäßhlten. L T GT ST api E N Vortrags: U E, Freitag, Abends 8 Uhr: Das vierte Gebot. und Fräulein Fanni Merten (Klavier). A F gNungert-: O B Sie ift A E E umm. riginal - Lustspiel in ufzug von s . Mi i L : F. Silesius (O. Kruse). In Scene gesezt vom | Theater des Westens. (Opernhaus.) Mitt- „Seen. E E Ober-Regiffeur Max Grube. 3) Ballet-Diver“ | wo<: Gastspiel von Reinh. Wellhof und Friß | Quartetts tifsemeat AD E tens i g Lans Werner. Am Wörthgx See. Ktatnertten * G ndet nur im JInbvalidendank, Unter den | Liederspiel in 1 Aft von Koschat. Hierauf: Der ; B F hikta Hôtel de Rome, Saal. Mittwo<, Anfang 73 Uhr: Konzert der Sängerin Marie Doering.

Linden 241, statt. Husar. Komische Oper in 2 Akten von Ignaz A

Donnerstag: Overnhaus. VITII. Symphouie- Brüll. Abeud der Köuiglichen Kapelle. Dirigent: | Donnerstag: Die weiße Dame. Lessing-Theater. Direktion: Otto Neumann- Familien-Nachrichten, Hofer. Mittwo<: 4. Gastspiel von Agnes Sorma, | Verlobt: Frl. Anna Kunyen mit Hrn. Oberamt-

Stod>kholm . | 762 |ONO 2bede>t Lee 1.759 \till|wolfenlos t.Peter8bura| 760 1\wolkenlos

Cork, Queen2- TOWE 6% 750 Cherbourg . | 754 deri l 700 E T 06 amburg .. | 758 winemünde | 761 Neufahrwasier| 762 Memel ... | 761

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Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Dop elzentner und der Verkaufswerth auf volle Mark ábgérundet mitgetheilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen ber E Ein liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Berentung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den legten se<s Spalten, daß calb@Genker Be It t rene

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halb bed. 6 heiter?) 2 halb bed.3)| —2 beded>t 1 wolfig —1 wolkig) 1

Deutscher Reichstag. 50. Sißgung vom 6. März 1899, 1 Uhr.

Tagesordnung: Fortseßung der zweiten Berathung des Reichshaushalts-Etats für 1899.

Ueber -den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. j

Zu dem Etat des Reihs-Jnvalidenfonds, über

welhen der Abg. eilten (Zentr.) den Bericht er- \tattet, beantragt die Kommission folgende Resolution:

1) die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die Mittel, welche

zur Gewährung von Beihilfen von 120 (A an alle nah dem Gesetz

vom 22. Mai 1895 Art. 111 als berehtigt anerkannten Veteranen

6000 Veteranen, deren Wünsche nicht befriedigt werdeu konnten, also um 720 000 Æ oder eine Kleinigkeit mehr. Die Kriegsverwaltung selbst matt keine Schwierigkeiten, aber ihr find die Hände gebunden. Ih billige die Entschlossenheit, mit welher der Kriegs-Minister allen demagogishen Umtrieben entgegentritt; aber bezügli<h der Maßregelung des Kriegerverbandes in Leipzig i er do< wobl zu weit gegangen. Der Kriegs-Minister sollte die bier vorliegenden

sei die einstimmige Ansicht der Budgetkommission gewesen, die ver- bündeten Regierungen mögen jeßt das Geseß von 1895 erfüllen. Meine Herren, ih habe der Kommission dargelegt und will es Jhnen in kurzem no< einmal darlegen, daß die verbündeten Regierungen von dem Gese von 1895 niht um einen Schritt zurü>geblieben sind;

„gega 1 Ó 4 1 Í fie haben es nit allein voll erfüllt, sondern sie find zu Gunsten E be SARE A p A E der Veteranen über die strenge Auslegung des Gefeßes sogar hinüber- geshlagene Resolution an. Wir müssen das Nöthige thun; | gegangen. der Reichstag muß darauf dringen, daß seinem einstimmigen Wunsche Das Gesetz von 1895 beginnt mit den Worten :

N Ege A Ie E E e Dies Aus den Mitteln des Reichs-Invalidenfonds werden in Grenzen f g der Zinsen des für die Sicherstellung seiner geseßlihen Verwen-

positionsfonds könnte ja vielleicht geholfen werden, aber nicht ; ; G gründli<h. Wenn eine Rothlage besteht infolge der Vertheuerung E E Aftivkapitalbestandes Beträge zur Ver- ügung gestellt

aller Lebensverhältnifse, dann muß auch dur< Geseß geholfen werden. Es müßte ferner der Unterschied beseitigt werden, der 1) behufs gnadenweiser Bewilligung von Pensionszuschüssen U e WZ

es mi B eanten und go eann enes erstere behalten ihre Militärpension neben ihrem Diensteinkommen, 9) behufs eines Zuschusses zum Dispositionsfonds des Kaisers; 3) für die Veteranen.

leßtere niht, obwohl E etwa dieselben Dienste leisten. Dem Unter- beamten der Reichsbank wird die Pension belassen, dem höheren Be-

Es bestand im Jahre 1895 alfo volle Uebereinstimmung zwischen den verbündeten Regierungen und dem Reichstage, daß die Veteranen-

amten der Reichsbank wird sie verkürzt. Das ist nicht aufre<t zu erhalten, denn die Beamten drängen si infolge dessen immer Nor

beibilfen si< in den Grenzen der Zinsen des entbehrlihen Kapital- bestandes des Invalidenfonds halten follten.

zu den Kommunalstellen. Redner empfiehlt ferner eine ausreihende Entschädigung für die Nichtbenußung des Zivilversorgungsscheins

Es ist Ihnen bekannt, meine Herren, daß die Bilanz des JInvalidenfonds, die eine sehr \{<wierige und umfangreihe Arbeit

und eine bessere Fürsorge für die Invalidenoffiziere aus dem Kriege von 1870/71, und fährt dann fort : Die Invaliden der unteren Offizier-

ist, alle drei Jahre aufgestellt wird. Die erste Bilanz, die nah dem Geseß von 1895 aufgestellt wurde, war die vom Jahre 1897.

<argen haben eine allzu niedrige Pension. Wenn die Offiziers- invaliden ein kleines Vermögen haben, so sind fie dur< den Rückgang

Diese Bilanz vom Jahre 1897, die seit dem vorigen Jahre {hon in Ihren Händen i}, wies na< einen entbehrlihen Aktiy-

des Zinsfußes geshädigt worden. Das Reich sollte aber niht den kapitalbestand von rund 69 Millionen. Ueber die Zinsen dieses

Vortheil der Konvertierung auf Kosten der Invaliden für si<h in Aktivkapitalbestandes sind die verbündeten Regierungen jeßt {hon seit

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bede>15) —2 Schnees) | —5 | Herr Kapellmeister Felix Weingartner. Anfang | Brown: Werner Alberti.) Regen 3 7x Uhr. Mittags 12 Uhr: Oeffentliche Haupt- wolkig —1 | probe. Billet-Verkauf bei Bote u. Bc>k und vede>t —92 E S E im “ernvanse: A E A illet-Verkauf findet im Opernhaufe ni att. 5 Bs 4 Schauspielhaus: Geschlofsen. Jephta’s Tochter. Liebelei. gann Mig, Ag E TApr enera 2D L Opernhaus. Sonntag, den 12. März, Mittags | Donnerétag: Die Hem S Die | Leut. Detlef Grafen von Moltke (Branden- —3 |12 Uhr: Mit Allerhöchster Genehmigung: Matinée | Freitag: 9. Gastspiel von Agnes Dorma. DiE| purg a. H.). Frl. Elisabeth von Bülow mit beit 2 Maz Gie Li E ; i See f ge ANEIR 0ER: T, Hrn. O: ungs: Mefeéeudar Heinrih von Hell- eiter = ajestät der Kailertn Friedri stehenden Berliner dorf-Baumersroda (Dieskau— Merseburg). eblen, aus allgemeinen Reichsmitteln dur< einen ags- bededt?) 9 Krippen-Vereins unter Leitung des Köni lichen Neues Theater. Direktion: Nuscha Buye. Frl. Franziska Ende mit Hrn. Leut. Albert (Ie ' für 1899 alsbald n en gen us U cie raDA 3 halb bed.8) 2 Ober-Regisseurs Herrn Max Grube und des | önig- Mittwoch: Hofguust. Lustspiel in 4 Akten von Böô>ing (Berlin-Wannsee—Darmstadt). Frl. zu ersuchen , dem Reichstage no< in dieser Session Seit « « «+ | TRO NO wolkenlos 0 o Speer ers Hexrn La Mud. Dex iet Thilo von Trotha. Anfang 7 Uhr. Marie Frister mit Hrn. Leut. Moriß von Alt- einen Gesetzentwurf vorzulegen, dur<h welchen, unter Berü- 1) See mäßig bewegt. 2) See ruhig. 5) See ur pt ia A S pie seut L Ln: d Res Donnerstag: Die Pflicht. Stutterheim (Be:lia—Shwerin i. M.). sihtiguna der gesteigerten Kosten der Lebenshaltung, den berech- bliht. 9 See \{li<t. *) Gestern und Nachts ies Oskar Keßler ge!eß Dekl ä ge ry L Freitag bis Sonntag: Hofgunft. Verehb eliht: Hr. Hauptmann Konrad von“ Horn tigten Wünschen der Militärinvaliden, insbesondere au< in Bezug

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mit Frl. Katharina Giefe (Prenzlau) auf die Versorgung der Wittwen und Waisen, die (Entschädigung für Geboren: Ein Sohn: Bes Karl von Freeden Nichtbenuzung des Zivilversorgungssheines und die Belassung der

E 6) See leiht bewegt. 1) See ruhig. ®) See | Konzert. Das Orakel zu Delphi, Shwank aruhig. x i : Abe iSt ves Utdas in 1 Aufzug von Arnold Hänseler und Max Mone In (Berlin). Hrn. Dr. jur. Frhrn. von Langen Militärpension neben dem Zivildiensteinkommen resp. der Zivilpension

Scene geseht vom Königlichen Regisseur Oskar Keßler. Belle-Alliance-Theater. HBelle - Alliance. (Groß-Lüdershagen). Rechnung getragen wird.

: j; Z i ise d She - dene * | ftraße 7/8. Mittwoch: Zu volksthümlichen Preifen: N ; z Ein Hochdrugebiet lagert über Südoft-Europa Ereile T ee gem Ti E azu i S Der Pfarrer von Kir<hfeld. Anfang 8 Uhr. Meno aan: 55: e Ea ebt pi Aba. Graf von Oriola (nl.): Es handelt si< hier um Miß- gegenüber einer umfangreihen Depression im Nord- arquet 5, Zweiter Rang Prosceniuméloze 4 ‘1 | Donnerstag: Das Milchmädchen von Schöue- | von bem r St Ha <4 fe Bt esl ) E stände, die vom ganzen Reichstage anerkannt sind. Die Klagen westen, sodaß über E südlihe Winde | Zweiter Rang Balkon und Loge 3 M Dritter | berg. El Cl na pes E B, l L resíau). werden nicht eher aufhören, bis die Wünsche des Reichstages erfüllt U e dci Die male erb n28 |fana Vall a7 od 2 i Brie Mens Ee | Lande e 29s WUGR ea vou Etne: | ——— E a l rid he ia eu Hg, und nc ; ¿ ounabend: Da mädchen vou ne- aus die Wünsche der Veteranen vorzutragen, die dur ihre Tapferke falt, obgleih die Temperatur überall estiegen ist. Ptaciea iener Bang Men. 0) E zur Gründung des Reiches e haben. Besser wäre es, wenn

A / des | berg. Na@mittags 3 Uhr: Napoleon. (Schüler- ¿ Z Niederchläge sind nur im ostdeutshen Küstengebiete | Königlichen Opernhauses, Vormittags 210 Vorstellung.) Verantwortlicher Redakteur: man einen besonderen Reichs-Invalidenfonds nicht hätte, wenn man gefallen. Im Innecn f Königlichen Opernhauses, Vormittags 9—10 Uhr T E alles aus Reichsmitteln direkt angewiesen hätte. Denn wenn jeyt etwas

Rußlands, namentlich in den 0 S M M Auf Direktor Siemenroth in Berlin. nordwestlihen Gebietstheilen, herrs<t no< strenge und von 104-1 Uhr zu, haben. Am E der Ute ü irektion : 44 für die Invaliden gefordert wird, dann heißt es: dadur< werden führung ist die Kase im Königlichen Opernhause | Residenz Theater. Direktion: Sigmund | Verlag der Expedition (Sholz) in Berlin, die Mittel für die Veteranen ges<mälert, und wenn man etwas für

Deutsche Seewarte. | 9 11—12 Ubr geöffnet. Die Einlaßkarten haben | Lautenburg. Mittwoh: Der Schlafwageu-Kon- Dru> der Norddeutsen Buchdru>erei und Verlags-

Anspru nehmen. Wir vertrauen der Regierung und der Kriegs- verwaltung, aber die verbündeten Regierungen können auh dem Reichstage vertrauen ; er will den Beweis erbringen, daß wir den-

igen, di und des Reichs beigetragen baben, dankbar sind. die Veteranen fordert, dann heißt es, die Bezü e der Invaliden würden jenigen, die zur Gründung des Reichs beigetrag si

Königliche Schauspiele. Miitwoh: Opern- | von Toledo. Anfang 74 Uhr.

haus. 61. Vorstellung. Haschisch. Oper E il Felttae: Subetaine Heuschel.

zuge. - Dichtung von Axel mar. Oscar von Chelius. Die Abreise. Musikalisches

die Bezeihnung „Reservesaß 2/99.“

troleur.

Vorher :

contrôleur des wagons-lits.) Schwank in 3 Akten von Alexandre Bisson. In deutscher Uebertragung von Benno Jacobjon. Vorher:

Deutsches Theater. Mitiwoh: Die Jüdin Lum Ginstevler. D in 1 Akt von Benno

Donnerstag und folgende Tage: Sn lafwagen- | sowie die Juhaltsaugabe zu Nr. 6 des öffent- m Ein A Nachmittags 3 Uhr : Zu halben Preisen:

Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32. Zehn Beilagen (einshließli<h Börsen-Beilage), i llschasten auf a Mugeigers (Kommanditgese sas I abe

fti ll vom 27, Seoane rw Mrg 1899,

Ti bekommen

beeinträchtigt. Die Veteranen follte man nit auf die Armenpflege verweisen, das hat der frühere Reihs-Schaßsekretär Graf Posadowsky selbst als Grundsay hingestellt. Der Vertreter des Neichs- Schaßamts spra<h von 50 Millionen Mark. Es sind no< 710000 Veteranen vorhanden. Wenn jeder 120 s jähr- würde, so würde das 8 Millionen aus- machen. Sollten wirkli<h zwei Drittel dieser Leute erwerbs-

anfähig geworden fein? Vorläufig handelt es \si< nur um etwa

Staatssekretär des Reihs-Schagamts Dr. Freiherr von Thielmann:

Meine Herren! Ich möchte die Debatte wieder auf das sachliche Terrain bringen. Es sind gegen die verbündeten Regierungen Vor- würfe erhoben worden, zuerst vom Herrn Referenten, dann von dem Vor- redner, die ih ni<ht unwidersprohen lassen kann. Der Herr Referent hat, wenn es nicht vielleiht nur ein lapsus linguae war, gesagt, es

einigen Jahren hinausgegangen, indem sie zu den eben genannten Zwe>en etwas über 3 Millionen dur den Etat hergegeben haben. Es kann also den verbündeten Regierungen der Vorwurf niht gema<ht werden, sie haben das Gesey nicht erfüllt, im Gegentheil, sie haben zu

Gunsten der Veteranen mehr erfüllt, als im Geseß stand. Nun aber, meine Herren, is in der Kommission gesagt worden