1830 / 169 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Das Journal du Commerce äußert úber die Haiïti- f sollen nächstens beginnen. Auch ei - he Angelegenheit Folgendes : „Das Ministerium antwortet | wird si binnen Kurzem R Mag neues Schuld-Gefängniß - nicht auf unsere Frage hinsichtlih der Nicht-Ratification des Der große Springbrunnen auf dem Bastille-Plabe, der ur-

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Vertrages mit Haiti, die von einer Seite her in einem für | sprünglich die Gestalt eines Elephanten erhalten sollte, stellt jestin

alle bei dieser Angelegenheit betheiligten Interessen sehr be- | einer folossalen allegorischen Figur die Stadt Paris dar, um-

unruhigenden Lichte dargestellt wird, die wir unsererseits aber geben von den vier Hauptflüssen des Land i | e E E) } indes immer noch Ursachen zuschreiben, deren Beseitigung zu hof- ser mit dem der Kanäle Franfreichs ernbilbene Die En

fen ist. Weiß denn das Ministerium nicht, daß über hundert stehung, die Kosten, der Name des Stifters und das Datum

Französische Häuser, über 2000 gewesene Pflanzer und mehr | der Erbauung eines jeden die s Le Ae Se DER n mit tete E des Monuments ahketeden L E ¡arung Uber diejen unerwarteten Ausgang entgegensehen ? Auf dem gewöhnlichen i j Weiß es denn nicht, daß die leßten vier Fünftheile der Schuld arin vom Pen aao M ny M Ae der Pflanzer, die noch vor 8 Tagen mit 40 pCt. verkauft É Mae T ER E 25 pCte. agene tes werden, und daß die Großbritanien und Jrländ. aïtischen igationen um . mehr denn 170 Fr. gewichen Parlaments-Ver F sind? Will es die Vermuthung Raum gewinnen lassen, daß trug T der Sißbung vom Ér i o Bu me, a Bu das Publikum, bevor es die Ereignisse erfahre, warten müsse, -| weise über die Anzahl der Stpyäflinge an, die sich dermalen _ bis die am besten! Unterrichteten ihre Börsen - Operationen | und seit dem Jahre 1820 im Zuchthause. von Millbank be- liquidirt haben ? Die Regierung hat mindestens schon seit dem | finden und befunden haben; desgleichen auf Nachweise úber 4. Zuni Nachrichten aus Haiti in Händen, da Hr. Pichon si seit | die Kosten, welche diese Sträflinge, so wie diejenigen in Ber- dem 31. Mai in Brest befindet, und immer noch {webt das | muda, Neu - Süd - Wales und Vandiemensland, seit einigen Publikum ‘in Ungewißheit. So eben erfahren wir, daß auch | Jahren der Regierung veranlaßt. Sir M. W. Ridley be- die ¡¡Bayonnaise‘‘, die wenige Tage nach der „Pomona‘/ nußte diese Gelegenheit , Hrn. Peel darauf aufmerksam zu Port-au-Prince verlassen hat, in Hôävre angekommen ist. Die | machen, daß, wie man aus Neu - Süd - Wales erfahre, dort von ihr dem Handelsstande überbrachten Nachrichten werden | viele Sträflinge, Und zwar schon wenige Wochen Tad ihrer wir morgen unsern Lesern mittheilen.‘ : Ankunft, in großem Ueberflusse lebten ; nämentlich aber seyen In Endoume bei Marseille ist am 6ten d. die Englische | es die wegen Fälschung Transportirten, die, bei dem Vermö- Korvette „„Wasp‘/ nach ciner durch widrige Winde verzdger- | gen, das sie sich erworben, und bei der größern Wohlfeilheit ten 13tägigen Fahrt von Malta mit der Nachricht eingelau- | aller Lebensmittel in Neu -Súd- Wales, dort auf einem grô- fen, daß Ge Tage vor ihrer Abfahrt von Malta der Eng- | ßern Fuße leben könnten , als selbst in England, und oft in lische Admiral dort angekommen war und Befehl ertheilt hatte, | einer glänzenden Equipage recht ‘behaglich hèrumführen. Sir sechs Linienschiffe, nebst mehreren Fregatten und Korvetten, | R. Peel erwiederte, daß die eben angeführten Uebelstände nach Algier zu senden. Diese Flotte war auch unmittelbar | mit zu den Gründen gehört hätten, die ihn bewogen, sich der darauf dahin unter Segel gegangen , das Admiralschiff aber Transportation, als einer wirksamen Strafe für Fälschung, in Malta geblieben. B : zu widerseßen. Jun der That sey es auc fast etwas unmôög- Aus Toul on wird unterm 6ten d. gemeldet: „Die Fre- | liches, Jemanden, der in. den höheren Ständen der gebilde- gatte „„Armide ist: heute, von Navarin fommend, auf der | ten Welt gelebt ünd über eigenes Vermögen zu disponiren hiesigen Rhede vor Anker gegangen, sie hat Depeschen von | habe, unter der Aufficht eines Andern arbeiten zu las: dem Grafen Guilleminot in Konstantinopel mitgebracht, welche | sen, der so tief unter ihm stehe. Leider sey es ungemein sogleich durch Estaffette nach Paris befördert wurden. Am schwierig, namentlich abex“in einer Kolonie ; die den--Eñaraë- Bord des Schisses befinden sich 39 Militairs / worunter 11 | ter einer Straf - Kolouie. hon fast ganz und gar verloren krank sind. Die hier in Quarantaine liegende Fregatte ee dea Einfluß abzuwenden, den eín Sträfling- durch ¿(la Duchesse de Berry‘‘ hat Befehl bekommen, sich, segelfer-| Bildung und Rang sich erwerben könne. Jnzwischen sche tig zu halten; sie wird nach Ankunft der nächsten Efkaffette | erx die. Nothwendigkeit ein, dem Mißbrauche Gränzen zu aus Paris nach Algier abgehen. Ein gestern hier cinge- | seßen, und key er überzeugt, daß da er selbst mit den nâ- laufeñes Kausfahrteischiff hat in der Quarantaine-Anstalt be- | hern Umständen nicht bekannt sey, indem die Kolonie nicht richtet, daß es 15 bis 20 Meilen von Algier einem großen | zu seinem Departement gehöre sein sehr ehrenwerther Geschwader begegnet sey, das bei einem {wachen Nordwinde Freund , der Colonial-Secretair, dem Gegenstande die größte nach Süden steuerte.‘/ : Aufmerksamkeit schenken werde. Der Antrag des Hrn Bei den indireften Steuern hat sih-im Lanfe des vori- Hume wurde darauf genehmigt. Hr. W. Smith trat gen“ Monats im Vergleiche zu dem entsprechenden Monate | als Aauwalt der. Schornsteinfeger- Jungen auf und fragte, 1828 eine Mehr -Einnahme von_ 1,830,000 Fr., und im | ob der Staats - Secretair für das - Innere feine Maaßregel Vergleiche zu dem Monate Mai -1829 eine solche “von veranlassen wolle, durch welche die Beschäftigung dieser Jun- 2,770,000 Fr ergeben. Wenn der Ertrag sich in den übri- | gen gauz und gar abgeschafft werde. Er fände sich zu“ die- gen sieben Monateti des laufenden. Jahres eben so günstig | ser Frage um so mehr veranlaßt, als er fürzlih in den Zei- stellt bemerkt die Gazette, jo darf man erwarten, daß | tungen wieder von cinem empdrenden Falle-gelesen , bei wel- der im ersten Quartal d. J., im Vergleiche mit 1828 ent- chem ein solcher Junge das Leben verloren habe. Sir R: fiandene Ausfall von 5,800,000, gedeckt werden, und daß | Peel antwortete, daß er, als Staats -Secretair, sich un- die Gesammt - Einnahme von 1830 [diejenige von 1829 um | möglich um alle Geschichten bekümmern könne, die in den 115 Millionen übersteigen wird. i A E L Zeitungen ständen; dies sey vielmehr Sache der betreffenden Die meisten Wahl-Angelegenheiten, womit sih in diesem | Magistrats - Behörde, und nur wenn diese etwa versäumt Augenblicke der hiesige Königliche Gerichtshof beschäftigt, be- | habe, ihre Pflicht zu thun, wolle er mit Vergnügen dié treffen BAlE, wo die Wähler den gese lichen Termin zur Ein- | nöthigen Untersuchungen veranlassen. Als Lord Milton tragung in die Wahlliste haben verstreichen lassen. In allen | äußerte, es würde gut seyn, dur ein Geseß die neuen Ma- ohne Unterschied verfügt der Gerichtshof die Eintragung der schinen zum Reinigen des Rauchfangs überall einzuführen Säumigen auf das Rectifications-Tableau, Der Präfekt des | und das Schornsteinfegen durch Menschen gänz zu unter- Seine-Departements hat auf Cassation eines Erkenntnisses | sagen, meinte Sir R. Peel, daß dies außerhalb der Be- dieser Art angetragen. i i i fugnisse der Legislatur liege; die neuen Maschinen seyen zwar "E Herr Bavoux , Ex- Deputirter des Seîne- Departements, | vortrefflich und leisteten im Hötel seines Ministeriums die Richte und Professor bei der hiesigen Rechts - Fakultät, ist | allerbesten Dienste, inzwischen würden doch, wollte man ste auf den löten d, M. wegen verschiedener, ín der „, France- allgemein einführen, Feuersgefahr und Verlust von Menschen- Nouvelle‘/ publizirter Artikel ‘vor den akademischen Rath | leben leicht daraus entstehen können. Das E verwan- geladen worden. 4 : delte sich in einen Subsidien-Ausshuß und bewilligte zunächst Jn e der in Angers am 6ten d. M. stattgehabten | 5000 Pfd. für die Ausführung dfentlicher Arbeiten in Jr- unruhigen Auftritte, sind 350. Mann vom 1sien Kürassier- | land, Herr G. Dawson trug sodann auf 87,970 Pfd. für Regimente, genannt „„Königin//, von Tours, dorthin verlegt | Gehalte .der Britischen General - Konsuln und der damit in worden ; _| Verbindung stehenden Ausgaben an. Die Konsulär- Kosten, : Die Bauten in den Gefängnissen des Seine -Departe- | sagte er, seyen seit dem vorigen Jahre um 3820 Pfd. ver- ments werden mit roßer Thätigkeit betrieben. Das Gefäng- | mindert worden, und zwar durch Aufhebung des Konsulats s der Präfeftur, jo wie das in der Conciergerie, sind been- | zu Palermo, durch Verminderung der Vice- Konsuln in Eü- L t; in Sainte-Pélagie und St. Lazare werden große Ver- | ropa und durch Streichung einer Pension. Wenn die Kon- M aRN vorgenommetì, Der Bau des außerhalb der ¡eBar- suln seit dem Jahre 1825 nicht mehr durch gewisse von den cifi es Amandiers gelegenen Muster - Gefängnisses wird Handels schiffen erhobenen Abgaben , sondern durch feste Ge- g fortgeführt, und die usbesserungs-Bauten in la Force | halte von der Regierung bezahlt werden, so môdge man sich

erinnern, daß diese Maaßregel zur Zeit von. dem Mitgliede für Aberdeen (Hrn. Hume) und von dem für Liverpool (Hrn. Huskisson) ganz besonders empfohlen worden sey. Herr Hume habe damals sogar gesagt, daß feine aus den öffentlichen Ein- fünften zu nehmende Summe zu groß sey, um Konsuln zu bezählen, wenn sie ihre Functionen pflichtmäßig verrichteten.

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Was die Herabseßung der Konsular-Gehalte betreffe, so habe sein edler an der Spike dieses Departements stehender Freund (Lord Aberdeen ) alles Mögliche schon gethan, was mit den Jnteressen des Publikums und einer wirksamen Ver- schung des. Staats - Dienstes sich nur irgend vereinigen lasse. Das Gehalt des Konsuls von Rio-Janeiro sey von 2500 auf 1500 Pfd., das des Konsuls von Pernambuco von 1200 auf 1000 Pfd. herabzuseßen beschlossen worden; in gleichem Verhältniß wolle man die Gehalte der Konsuln von Ma- deira, Ostende, Bogota, Havana und Lima herabseßen, so daß die ganze Reduction 12,400 Pfd. oder 40 pCt. vom Ganzen beträgen werde. Diese Veränderungen - dürf- ten nicht blos das Haus zufriedenstellen, sondern auch dem ehrenwerthen Baronet gegenüber (Sir J. Graham ) die. Sarkasmen sparen, die er bei einer früheren Gelegenheit (als die Kesten der Missionen nach den neuen Staaten Ame- rifa’s bewilligt wurden) so reihlich in Anwendung gebracht, - und zwar mit Unrecht gegen die jesige Verwaltung, die mit den Ausgaben des Jahres 1825 noch gar nichts zu schaffen gehabt habe. Bei dieser Gelegenheit bemerke er noch, die Regierung habe’ jeßt die Anordnung getroffen, daß Konsuln, die sich von ihrem Aufenthalts-Orte entfernen, während der Zeit ihrer Entfernung nur die Hälfte ihres Gehaltes genießen jollen, auch sey“ hinsichtlih der Bonification für die Konsu- lats-Wohnung eine veränderte Bestimmung erlassen worden (Hört!) Sir J. Graham nahm das Wort und lehnte zunächst die Beschuldigung ab, daß er sich neulich bloße Sar- kasmen erlaubt, vielmehr habe er gar nichts anders als die Gedanken des ganzen Landes ausgedrückt und zu erkennen gegeben. Er - wünschte übrigens dem Hause und dem Lande Glück, daß die Regierung auf den so glücklichen Nachgedanken gekommen sey, daß die Konsulats - Ausgaben _bedeuten- der Ersparnisse fähig wären. Er drückte einige Zwéi- fel darüber “aus, daß sein ehrenwerther Freund, das Mitglied . für Aberdeen (Herr Hume) jemals gesagt

habe, feine Kosten dürfe man scheuen, um die Konsuln gut zu bezahlen; denn dies würde mit dessen gewohnten Raison-

nements gar nicht übereinstimmen (Gelächter). Der Rednér -

suchte-übrigens nachzuweisen, daß Herr Canning nchG- zur Zeit widerseßt habe, als die Konsular - Sporteln abgeschafft und feste Gehalte eingeführt worden ; dadurch habe Niemand soust als der Kaufmann etwas gewonnen, der nach fremden Län- dern handle, während alle einheimischen Abgaben-Zahler dar- unter leiden müßten. Er führte sodann die Konsuln von Chili und Peru an, welche für respect. 17 und 2jährige Dienste jeder über 13,000 Pfd. von ‘der Regierung bezogen hätten, und sagte: „Dies ist noch im vorigen Jahre erst, unter der goldenen Verwaltung jenés allerdkonomischsten und wie er selbst sih rühmt allerfähigsten aller Minister der auswär- tigen Angelegenheiten, Lord Aberdeen, geschehen, dem ich, ohne darum für sarfkastisch gelten zu wollen, das umgekehrte Epitheton von „„skonomisch‘/ beilegen möchte.‘ Andere Fälle anführend, nannte er Haiti, wo ein Britscher Konsul und ein Vicé-Konsul bezahlt werden, die beide abwesend seyen, während ein Hr. Thompson, der dafür 500 Pfo. erhalte, ihrè Ge- [häfte besorge. Er machte auf die Zunahme der Pensionen aufmerksam, die sih besonders unter der Verwaltung des Lord Aberdeen , die er fortwährend die „„goldene‘/ nannte, vermehrt hätten. „, Welcher Handel ,‘/ fragte er, „ist wohl mehr in der Welt beshüßt, als der der Vereinigten Stag- ten? Und wie gering sind doch die Kosten, die darauf ver- wandt werden! Merkwürdig ist berhaupt das Budget je- ner Staaten, und gehört es auch ‘zum Theil nicht hierher, so will ih doch, der Curiosität wegen, Sie hier mit einigen ihrer Ausgaben , nach amtlichen Nachweisen, bekannt machen. Wes Präsident erhält jährlich 25,000 Dollars (Hört!); der Vicè - Präsident 5000; die Staats - Secretaire für dié Finan- zen, den Krieg und die Flotte 6000 Doll. Jeder; der Ge- neral-Postmeister und der Flotten-Kommissarius 5000 Jeder ; der Oberrichter 4500, jeder andere Richter 3000, und der Beneral-Anwalt 2000 Dollars. (Man lacht.) Jn Summa Helaufen sih die Ausgaben aller Civil - und Zustiz- Departe- ments in Washington auf 92,500 - Dollars, / oder etwa 20,812 Pfd. Sterling. (Hört, hört!) Rechnet man hierzu noch einiges, das ich nicht in bschlag gebracht, so möchte die Ausgabe der gänzen Civil - Verwaltung der Vereinigten Staaten in, keiñem Falle die Summe von 25,000 Pfò. über- steigen. Um auf ihre Konsular - Verfassung zu kommen, be-

merke ich, daß die Vereinigten Staaten nur dreien ihrer sehr zahlreichen Konsuln Gehalte (von 2000 Dollars) bewillige, . nämlich denen in London, Paris und Madrid. Der Ameri-

kanische Konsul in Algier erhält zwar 4500 Dollars., doch

nicht als Konsul, sondern weil er außerdem noch diplomati-

sche Functionen zu verrichten hat. Aus denselben Grund er-

hält der Amerifanische Konsul in Tripolis 2000 Doll. jährlich.

Sämmtliche Konsulats - Kosten dieser Staaten belaufen \ich

demnach auf ‘3712 Pfd. Sterling. Alle unbesoldete Kon-

suln beziehen gewisse Sporteln von den Handelsschiffen, die

jedoch sehr mäßig sind, so daß z. B. der sehr beschäftigte

Amerikanische Konsul in Liverpool nicht mehr als etwa 1000

Pfd. ‘jährlihes Einkommen hat. Jch bin weit davon ent-

fernt, jene Republik unserer alten Monarchie als ein Muster

aufstellen zu wollen; ih weiß vielmehr die Vorzüge unserer

Einrichtungen zu schäßen, ih fenne die Segnungen

der liberalen monarchischen Justitutionen, an denen ih, als

Britischer Unterthan, keinen geringen Theil- habe, und möchte

um feinen Preis die Englische Constitution gegen die repu-

blifanischen Gebräuche Nord - Amerikas vertauschen; nichts-

destoweniger halte ih es jedoch für meine Pflicht, die Re-

gierung auf den gefährlichen Weg aufmerksam zu machen,

den sie befolgt. Die Minister haben erklärt, daß sie, rück-

sichtslos auf den Einfluß, den ihre amtliche Stellung ihnen

gewähre, nur“ auf den Beistand der öffentlichen Meltrung sich

verließen. Nun, ih warne sie vor den Folgen dieser Érklä-

rung. Nicht, daß ih es tadelte, wenn die Regierung mit der ôffentlihen Meinung sich verbände; aus einer solchen

Allianz könnte nur Gutes entspringen. Aber glückt es den

Ministern nicht, den Beistand jener öffentlichen Meinung zu

verdienen, so erheben sie eine Macht gegen sich, die über ih-

rer Kontrolle sih befindet, und zwar um so mehr, weil sie eben allen amtlichen Einfluß vershmäht haben. (Hört, hört!)

Wollen sie diesen wirklich unbeachtet lassen, so mögen sie doch ihre Handlungen mehr ihren Erklärungen gemäß ein- richten. Es haben es die Minister jeßt mit einem Publifum zu thun, das tägli gebildeter und aufgeklärter wird, täglich

mehr mit denjenigen Thatsachen sich vertraut macht, die es in den Stand sebten, die Tendenz aller Regierungs-Maaßre- geln richtig zu beurtheilen, das Gute und das Böse auf die Wagschale zu legen und danach zu verfahren (Hört, hört!) Mögen sich daher die Minister bei Zeiten noch warnen laf- sen! Der Redner machte sodann den Vorschlag, die Gehalte aller General-Konsuln nah dem Maaßstabe zu redu- zireit, wte das Gehalt des General-Konsuls für Rußland be- stimmt sey (auf 1000 Pfd.). Namentlich follten die Gene- ral-Könsuln in Hamburg, Frankrei, Spanien, Portugal und anderen Europäischen Staaten nicht mehr befommen , woge- gen die in Nord- und Süd - Amerika, Afrika úind anderèn entfernten Klimaten 1500 Pfd. erhalten sollten. Schließlich machte er das Amendement, daß bereits- die diesjährige Be- willigung um 8000 Pfd. reduzirt werde. Der Kanzler der Schaßkammer und Sir R. Peel widerseßten sich dem Amendement, das von vielen Mitgliedern unterstüßt wurde; namentlich rechtfertigte sih Herr Hume gegen ‘die von Herrn Dawson wider ihn vorgebrahte Beschuldigung. Bei der Abstimmung zeigten sich fúr das Amendement 98, gegen dasselbe 121 Mitglieder; es wurde mithin dur eine Majorität von 23 Stimmen verworfen.

London, 12. Juni. Die Nachrichten aus Windsor über das Befinden Sr. Maj. lauten fortdauernd günstig ; Folgendes ist das neueste Bülletin : 4

Schloß Winds\or, 12, Junk

Des Königs Athemholen war fortwährend minder be-

flemmt und haben Se. Maj. wiederum ‘eine gute Nacht

gehabt. : e dg d Halford. In. Tierney.‘‘

Der Herzog von Wellington hat sih heute früh nah Windsor begeben. ; l

Das Hof- Journal berichtigt die Angabe, als sey der Herzog von Cambridge vòm Herzoge von Wellington einge- laden worden, nah England zu kommen, dahin, daß diese Einladung _ vom Herzoge von Clarence Agegar en sey. Se.

K. H. , heißt es, habe es aus der Rücksicht gethan , daß der Herzog von Cambridge seinen Königlichen Bruder noch ein- mal Ges ein politischer Umstand liege also dem Besuche nicht zum Grunde. i ; 4 F

G Nachrichten aus China bis zum 1. Febr. zufolge, stand die Ostindische Kompagnie mit den Chinesen in Unterhandlung.

i 31. Jan, war der „¿„„Bridgewater“/ nah England abge- ¿ segelt. Me: Bo