1830 / 179 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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| dé, ‘womit am 8. Züni der große Rath des Kan- 1 tressen dürfte. Unter diesen steht der frühere Hospodar Fürst E O in Chur durch den Herrn Bundes-Präsi- | Ghifa oben an, und Viele wollen sogar mit Bestimmtheit denten Gaudenz von Planta erdifnet ward, entheben wir die | behaupten , daß er’ der Fürst unsers Landes (Wallachei) wer- nachfolgende Stelle : „Ueber die Verhältnisse der sämmtlichen | den wird. Wie man erfährt, sind jedem der beiden künftigen

Eidgenossenschaft und unsers Standes insbesondere mit den Regenten der Füustenthümer, nach dem Ausdruck unsexer -

uswártigen Staaten , erhält unser Vaterland fortwährend | neuen Constitutions-Afte, „„als ersten Staatsbeamten‘/ jährlich die wohlwollendsten Zusicherungen der freundschaftlichsten Ge- 1,200,000 Türkische Piaster (etwa 172,000 Fl. C. M. im 20 sinnungen derselben, und der fortdauernde Friede unter den | Fl. Fuß) ausgeseßt, was im Verhältniß zu dem Einfommen, westlichen Europäischen Staaten scheint uns aller Besorgnisse | das die frühern Hospodare erpreßten, die der Pforte abzu- zu Überheben. Die stattgefundene Anwerbung von Untertha- | liefernden Summen ungerechnet , zwar gering ist , aber dur< nen mehrerer Deutscher Staaten unter die fapitulirten Schwei- | viele andere Vortheile überwogen wird, weshalb auch die zer - Regimenter in auswärtigen Kriegsdiensten veranlaßte be- Zahl der Bewerber um die Hospodarenwürden größer und denkliche Reclamationen ihrer Regierungen ; mehrere eidge- ansehnlicher ist, als bei jeder frühern Erledigung derselben. —— nôssische Stände haben in deren Berücksichtigung bestimmte Seit dem Schlusse der Unterhandlungen -mit Halil - Pascha und definitive Verordnungen erlassen, wodur<h die Anwer- | in St. Petersburg, und dessen Abreise von dort, hôren bung von Nichtschweizern untersagt wurde. Auch der fleine | wir, daß die Occupation der beiden Fürstenthümer durch Rath, unter Mitberathung der wohltöbl. Standes - Kommi|- | die Russen nur noch ein Jahr lang dauern wird, wonach sion, hat für angemessen erachtet, jene Anwerbungen bis zum | die srüher gemeldeten Gerüchte gegründet erscheinen. Ru- Eintritt des hoch!dbl. großen Rathes zu verbieten, um diejer melien ist bereits von den Russischen Truppen geräumt, und obersten Kantonal-Behörde die endliche Entschließung hierüber | au< Bulgarien soll, mit Ausnahme von Silistria, noch im vorzubéhalten. Ebenso haben si bezüglich des Avancements | Laufe disses Jahres geräumt werden ; dagegen wird, wie es im Königl. Sicilignischen Schiveizer - Regiment, an welchem heißt, Erzerum, so wie Silistria , bis zu geschehener vollfom- unser Kanton Theil genommen hat, Anstände erhoben, welche | mencr Bezahlung der Kriegs-Contributions-Summe, an wel- dieser hohen Versammlung vorgelegt werden sollen. Von be- | cher jedoch die Großmuth des Kaisers Nikolaus drei Millio- deutenderer und in seinen Folgen wichtigerer Natur war der | nen Dukaten nachzulassen bewilligte, beseht bleiben. Die Anstand, der sih bei der Vollziehung des im vorigen Jahr | durch unsere Verfassung begründeten neuen Einrichtungen in von der hohen Tagsaßung, mit Zustimmung der Stände, ge- | der Administration äußern nun erst nach und nach ihre wohl- nehmigten Straf - Codex für die fapitulirten Regimenter er- | thätigen Wirkungen, welche namentlich bei der a>erbauenden hoben hat, dessen Vollziehung von der Französischen Regie- | Klasse der Bewohner bemerfbar sind. und uns zu der ange- rung eingestellt wurde. Zur Beilegung dieses erhobenen An- | nehmen Hossnung berechtigen, daß mit dem Gedeihen des standes wurden Unterhandlungen in Bern gepflogen, die nun } Handelsverkehrs auch Ackerbau und Viehzucht im gleichen zu einem endlichen Resultate gediehen seyn sollen. Sobald | Maaße vorwärts schreiten und somit das Wohl unseres Lan- dasselbe zur Kenntniß der Stände gelangt seyn wird, was | des immer mehr gesichert werde.‘

ehestens geschehen soll, wird es Euch, hochgeachtete Herren, zu : Griechenland

fernerer Würdigung vorgelegt werden.““ i " ; s Man. erhäît je länger, je mehrere Beweise, daß ehemals Die Florentiner Zeitung giebt nachstehendes Schreí-

in der Gegend zwischen Landeron, Grissah und Neuenstadt | ben aus Ancona vom 13. Juni: „„¿Vorgestera lief nah am Bielersee ein bedeutender Ort, unstreitig eine Stadt, ge- | 54 ständiger Fahrt das Dampfschiff „„Adams“/ mit 57 Passa- standen haben müsse; denn“ nicht nur findet man in den dasi- | gieren am Bord, unter denen sih der jüngere Bruder des gen Reben bisweilen Römische Münzen, wie z. B, Anfangs | Präsidenten Capodistrias befindet , von Korfu hier ein. dieses Monats eine freilich nicht am besten erhaltene Kup- | Hier eiagegangenen Briefen aus Aegina vom 18. Mai zu- fermúnze von Konstantin dem Großen, von der dritten | folge, war der Präsident am 1. Mai auf einer Russischen Größe, sondern der Strich, innerhalb dessen so viele Spuren } Korvette von Syra dort angekommen, hatte“ sich am Item des Alterthums gefunden werden, beträgt, nah der Angabe | desselben Monats auf dem Dampfschifse „„Merkur‘/ nach dem des Hrn. Frochaux, wenigstens 5000 Fuß in der Länge, und Meerbusen von Kenchreae eingeschisst, um von da über man sieht noch wirklich ein Stúct Mauer, welches zu dieser | Korinth nah Nauplia zu gehen. Der Präsident besuchte alten Stadt gehört haben mag. Genauere Nachforschungen, | während seines Aufenthaltes in Aegina die dortigen Unter- von der Kantons - Regierung hinlänglich unterstüßt, müßcen rihts-Anstalten, welche gegenwärtig von 1042 Zöglingen be- unstreitig auf wichtige Entde>ungen führen, deren sich die | sucht werden. Am 14. Mai war der Vice - Admiral. v, vaterländische Geschichte allerdings zu erfreuen haben würde. | Rigny auf dem Linienschiffe „„le Conquerant‘//, von einer Kor- | C üefei = | vette und zwei Briggs seiner Division begleitet, von Smyrna R 0M i : in Aegina angekommomi und am 17ten nach Nauplia weiter Ein von der Allgemeinen Zeitung mitgetheiltes | gesegelt. Der Französische Resident, Baron v. Rouen, hatte Schreiben von der Servi]chen Gränze vom 6. Juni \ si gleichfalls auf dem „„Conguerant'/ eingeschis}t.“‘ meldet: „„JIn Bulgarien und Macedonien herrschen große J L ; Bewegungen, und darf man den hier“ verbreiteten Gerüchten | Süd-Amerika. “trauen, so haben die Albaneser die gegen sie ausgeschicten In Berichten, die aus Valparaiso in England einge- Türkischen Truppen aufs Haupt geschlagen. Man hält den | laufen sind, heiße es: ¿Der politische Zustand Chili's .und Pascha von Skutari für den Haupt - Anstifter dieser Jusur- | Peru's ist hôchst beflagenswerth; jeder entschlossene schlecht- rection; er soll si Fus gegen die Pforte aufgelehnt ha- | gesinnte Mensch, der über 5,000 Dollars zu verfügen hat, ben und ihr gefährlichster Feind seyn, da es ihm weder an | bringt zu seinen Privatzwecken eine Revolution zu Wege ; Muth no< an Klugheit und Mitteln zur Erreichung seiner | Raub und Mord ist davon jeden Tag die Folge; aller Han- Absichten fehlt; er steht bei vielen Pascha’'s des Reichs in | del stot, und. sogar Britisches Eigenthum is nicht sicher. großer Achtung und hat besondere Berbindungen nach Außen. | Die in Valparaiso liegenden Britischen Schisfe sind gend- Daß es in Albanien gefährlich aussehen muß, beweist unter | thigt ihre Boote jede Nacht zu bewachen, und haben mit dem Anderm die Absendung von 1500 Mann Milizen aus Bel- | Konsulat und den ersten Kaufleuten Signale verabredet, um grad, deren Bestimmung zwar geheim gehalten wird, die | nöthigenfalls sogleich Beistand leisten zu können. Jn Peru aber, wie es allgemein heißt, zur Armee des Groß-Wesirs, | steht eine neue Revolution zu erwarten, in deren Folge die Frem- die si< an der Albanesischen Gränze versammelt, stoßen sollen. | den aus dem Lande werden gewiesen werden. Der Französische Auch viele Munition wurde in der verflossenen Woche von | General-Konsul wurde vor Kurzen mit seiner Familie aus Belgrad zu dieser Armee abgeführt. Man fragt sich nun, | St. Jago vertrieben; obgleich geplündert und verwundet, was die Pforte in dem Falle thun werde, daß es ihr nicht | gelang es ihm, nah Europa zu entfommen.‘/ gelingt, Albanien zu unterwerfen ? Manche sind der Meinung, | i daß sie Rußlands Beistand in Anspruch nehmen werde. Al- lein es is wohl gleich unwahrscheinlich , daß die Pforte ein a Z.n la 1D. so befremdlihes Ansuchen an die Russische Regierung machen,

als daß diese es gewähren sollte.‘ : Berlin, 29. Juni. Aus Breslau vom 25sten d. wird

Q F | gemeldet: Der Allerhöchsten Anordnung gemäß, wurde heute Der Nürnberger Correspondent giebt folgendes | das dritte Säfkularfest der Uebergabe der Augsburgischen Con- Schreiben aus Buchare s vom 4. Sie „Obgleich es noch | fession in allen evangelisch-lutherischen. Kirchen unserer Stadt, immer nicht entschieden is, wer an die Spike der Regierun- | so wie auch in der evangelisch-reformirten Kirche, dur Got- gen der beiden Fürstenthümer Moldau und Wallachei gestellt | tesdienst und durch die Feier des heiligen Abendmahls fest- werden wird, so kann man nun doch eher. mit Wahrschein- | lih begangen. Zugleich wurde an dem heufigen Tage die lichkeit auf diejenigen Personen schließen, welche die Wahl | längst gewünschte Vereinigung der reformirten und lutheri-

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schen Confession zu einer einigen evangelischen Kirche vollzo- | Bekenntniß als die Vollendung der Ki J gen. Um diese Einigung vollständig zu machen haben beide | durch die in ihm gewonnene Büfestigung gen l besseruva Confessionen die neue Allerhôchst für Schlesien angeordnete | Evangelischen Kirche, durch seinen bisher Ad EEA Einfluß Liturgie angenommen, so daß von nun an die Ordnung und | auf das segensreiche Bestehen derselben und durch die in Feier des sonntäglichen Gottesdienstes in den Kirchen beider | seinem Geiste liegende Gewähr ihre Unvérgänglichkeit dar- Confessionen dieselbe seyn wird. Jn der Aula der hiesigen Uni |- stellte, Als hierauf zwei Primaner die Cramerschen Oden versität fand Mittags um 12 Uhr zur Feier des Säfular-Fe- | auf Luther und Melanchthon deklamirt hatten, entwickelte stes ein solenner Aft statt, zu welchem Herr Konsistorialrath | der Direftor Dr. Meineke aus dem Leben und den Schrif- E n E Lu L R Ln Os von Hutten dessen Antheil an Verbereitung und ung der wichtig c on’schen und Zwing- | Entwickelung der Refo ón. , j

ischen Y 8s t D A e g een E g R f rmation Zum Schluß : Te Deum hatte. Zu demselben Zwe> haben auch die drei evangelischen Der im vorigen Jahre verstorbene katholi ; Gymnasien unserer Stadt für morgen ähuliche Feierlichkeiten rer Haas in Groß- H E E E Pfar veranstatrel. A i jat folgende Legate ausgeseßt: 1) 1000 Rthlr. i ¿

Aus Potsdam schreibt man: Am 26. Juni Vor- | lichen Unterricht der Sbuttiidet des S H 100 Rie mittags beging das hiesige Gymnasium die dreihundertjährige zum Ankauf eines Hauses zum Wohnsiß der Witwen des Gedächtnißfeier der Uebergabe des Augsburgischen Glaubens- | fatholischen oder evangelischen Schullehrers daselbst, 3) 200 befenntnisses durch einen öffentlichen Redeakr, zu welchem | Rthlr. zu Schulbüchern fúr die katholische Kirche daselbst,

der Direftor mittelst eines lateinischen Anschlags eingeladen. | und 4) 100 Rthlr. zu Schulbächern für“ die evangelische

Be Den G verzierte Ne K edem Be Ortsschule.

úste Sr. Maj. des Königs , des erhabenen Beschüßers der Nach offiziellen Nachrichten (im Amtsblatt - / evangelischen Kirche, nebst den Büsten Jhrer Königl. Hohei- | nigl. Regierung Daf s A betrat das e N Ande ten des Kronprinzen und der Kronprinzessin, aufgestellc und, | rungs - Kapital der Bergischen Feuer - Versicherungs - Anstalt, so wie auch die Bildnisse Luthers und Melanchthons, mit | welches im Jahre 1829 einen Zuwachs von 4,171,250. Rthlr. Blumen befränzt und dur< Festons verbunden waren, faßte | erhalten hat, jekt 96,094,570 Rthlr. Die hierauf zu ver- eine sehr zahlreiche und glänzende Versammlung. Der Rede- | theilenden Ausgaben belaufen si< auf 127,569 Rehlr. 9% aft selbst wurde eingeleitet dur< einen historischen Vortrag | Sgr., und der Beitragssaß würde hierna<h von 100 Rthlr. des Herrn Professor Schmidt über die Reformation und | 3 Sgr. 1153857775 Pf. betragen. Da dieser Sas aber we-

insbesondere úber den Einfluß, den die Uebergabe | gen der weitläufigen Berechnung nicht hat zur Anwendung.

des Augsburgischen Glaubensbefenntnisses auf | kommen können, so ist der vorjährige Beitragssaß von 4 Sgr.

die Entwickelung der evangelischen Lehre und | 2 Pf. von 100 Rthlr., welcher nur unbedeutend höher, als.

Kirche gehabt hat. Es folgten einige Reden und Defla- | der erstere, ist, angenommen ‘den. E, S E A Ae in peucver und eres m E ateinischer prache. en machte die Rede des i j Herrn Direktor Dr Blume über ‘den eigenthümlichen Vermischte Nachrichten. Beruf unseres Königs und Staates zum Schub Die T ifliser Zeitung enthält folgenden Artikel über und Schirm der evangelishen Kirche. Feierlicher | die dffentlihen Spiele der alten Georgier: „Der Gebrauch, Choralgesang unter volltönender Instrumentalbegleitung , be- | die vorzüglichsten Festtage des Jahres ganz besonders zu sonders das Schußlied: Eine feste Burg 2c. verstärkte den | feiern, hat in Georgien seit der ältesten Zeit bis zur Regieo Eindruck der Feier , welche allgemein als würdevoll und er- | rung Herafklius 11. bestanden. Da dieser Souverain in seie hebend anerfannt wurde: : Aud nen Unterthanen eine zu heftige Leidenschaft für diese Ver- Aus Halle wird gemeldet: Die Gedächtnißseier der | gnügungen bemerkte, schafste er sie. ab, um die Aufmerfsam-

vor dreihundert Jahren zu Augsburg erfolgten Uebergabe des | keit des Volkes auf wahrhaft gemeinnüßige Gegenstände zu Glaubensbefenntnisses evangelischer Reichsstände wurde: auch | lenken. Die Tradition hat indessen das Andenken an diese in unsrer Stadt auf eine der hohen Bedeutung jenes ewig | alten Gebräuche aufbehalten ; einige von ihnen sind ín der detikwürdigen Ereignisses entsprechende Weise festlich begangen. | Folge sogar wieder erneuert oder dur< andere erseßt wor- Außer dem in Folge Allerhöchster Bestimmung für diesen | den So begab sh z. B. noch in späteren Zeiten am er- Tag angeordneten Vor - und Nachmittags-Gottesdienste war | sten Tage dss Jahres der Katholifos, als Oberhaupt der von Seiten der hiesigen Friedrichs-Universität eine akademische | Georgischen Kirche, früh Morgens, in Begleitung der hohen Feier ‘veranstaltet worden, welche, durch einen geistlichen Vor- | Geistlichkeit, in die inneren Gemächer des Pallastes, um dem trag des Hrn. Professor Yr. Marfs in der Universitäts- | Könige und der Königin zum neuen Jahre Glück zu wünschen und Kirche eingeleitet, um 4 Uhr Nachmittags in dem großen | denselben ein Kreuz, ein Heiligenbild nnd einen Zuckerbrocen, als Versammlungs-Saale der Frankischen - Stiftungen stattfand. | Symbol eines lieblichen und angenehmenDaseyns, zu überreichen. Nachdem hier zuerst Hr. Konsistorialrath Professor Dr. Ge- | Dann wurdenalleCivil- undMilitair-Beamten, so wie dieTavadis senius über Geschichte und Bedeutung jenes großen Zeug- | oder Prinzen, die keine Aemter bekleideten, ihrem Range nach nisses wieder errungener Geistesfreiheit in ebén jo fraftvoller | zugelassen, um ihre Glückwünsche abzustatten und die ihren als ‘tief durchdachter Rede sich ausgesprochen , schloß | Aemtern angemessenen Geschenke zu überreichen. Den fol- Lie Professor Dr. Michael Weber, d. z. Senior und | genden Tag begab sich: der König mit dem ganzen Hofe und efan der theologischen Fakultät die Feier, indem er | den angesthensten Staats-Beamten auf die Jagd. Jun die Herren Wirklichen Geheimen Ober - Regierungsräthe Ni- | den Osterferien fanden in Tiflis Pferderennen _ statt. Jn der colovíus und Johannes Schulze in Berlin als auf Anlaß | Mitre eines dffentlichen Plaßes erhob sich eine steinerne äule, des heutigen Jubeltags ernannte Doktoren der Theologie | auf deren Spike eine silberne Vase gestellt war; die Söhne feierlich pponunciirte. Von der philosophischen Fakultät wa- | des Königs, die jungen Prinzen und der Adel mußten auf ren schon am Morgen des Festes zwei hiesigen verdienten prächtig geschmückten flüchtigen Rossen in möglichster Ge- Geistlichen, dem Herrn Domprediger Rienäcker und Herrn | shwindigfeit den Plaß umrennen und, indem sie der Säule Diakonus Hesekiel die Ehrendiplome als Doktoren der Phi- | vorbeiritten, sich bemühen, in vollem Galopp die Vase mic losophie überreicht worden. Auch von Seiten der Bür- | Pfeilen hinabzuschießen. Derjenige, dem es gelang , ' mußte gerschaft waren Festlichkeiten angeordnet, von welchen na- | die Vase, ohne vom Pferde zu: steigen, rasch von der Erde mentlich der feierliche Aufzug des Glaucha’schen Schüßenver- | aufheben und sie fnieend dem Sdnige überreichen, der sie als- eins und die in dem Lokale dieser Gesellschaft veranstaltete | dann dem gewandten Schüßen als Belohnung wieder ein?- Speisung sämmtlicher Schulkinder des Stadttheils Glaucha | händigte. ah dem Pferderennen theilten sich die ; grojen

Erwähnung verdient. Die allgemeinste und freudige Theil: | wesenen jungen Leute in zwei Parteien zu einem großen

nahme, welche sich auf Anlaß der heutigen erhebenden Feier Ballspiel, bei dessen Beendigung der König reiche Gold- ile

überall aussprach, bethätigte wiederum aufs Neue, wie dank- | ber: und Seidenstofse unter die jedesmaligen Sieger vertheilte./*

spr bar unsere Stadt der hohen Segnungen evangelischer Geistes- r freiheit eingedenk ist, deren sie sich schon so lange unter dem Statistische Notizen über China.

mächtigen Schuße weiser Herrscher zu erfreuen hat. China (im enger@æe Sinne ) ist gegenwärtig in 18 Pro-

_—Am 28. Juni um 9 Uhr beging das K. Joachimsthalsche | vinzen eingetheilt, von denen jede unter besonderer“ Verwal- Gymnasium hierselbst die dritte Sätular- Feier der Uebergabe | tung eht; y E : 8

der Augsburgischen Konfession. Nachdem sich das gesamte 1) Die Provinz Tschi-li mit der Hauptstadt Pecking. Lehrer-Kollegium ‘und alle Schüler versammelt hatten, wurde Sie gränzt im Norden an die Mongolei , von der sie dur<

die Feier mit Luthers: „Eine feste Burg ist unser Gott 2c.“ | die große Mauer getrennt ist. Sie zerfällt in 18 Departe-

begonnen. Darauf erôf}nete der Dr. Jlgen das Fest dur< | ments und zählt eine Bevölkerung von 3,504,038 Einwohnern. eine Rede, in ivelcher derselbe das Augsburgische Glaubens- 2 und 3) Die Provinzen Kiang - s und Ngan - hoei,

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