1830 / 197 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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mer. Ju der Session im Haag pflegt sie auf einen Hol- länder, in Brüssel auf einen Belgier zu fallen. Unter den drei von der Kammer vorgeschlagenen Kandidaten gab der König dem ersten, Herrn Corver-Hooft, der sih schon in der früheren Sibung in Brüssel, bei der Diskussion über die Petitionen der Belgier, als gemäßigt denfender Mann ge- zeigt hatte, den Vorzug. So schien gleich der erste Aft der Kammer den Belgiern günstig zu seyn, und diese Hossnung wurde noch dadurch erhöht, daß Herr v. Brouckere in der Dank- Adresse der Kammer an den König einige Klauseln durchseßte. Schon am 24. Oft. legte der Finanz-Minister das zehn- unv das einjährige Budget mit mehreren darauf Bezug habenden Finanz-Gesezen und einen neuen Entrourf der Krimtiuab-Ge- richtsordnung vor. Die Sectionen (dasseibe, was in Frank- rei die Büreaux sind) fonstituirten sich zur Prüfung diejer Aktenstücke, als sich in der Kammer eine Jucidenz- Debatte úber die Zulassung des vou den Provinzialständen Hollands neu gewählten Herrn Brugmans erhob. Dieser konnte als Mitglied des Syadifats oder der Staats|chulden - Tilgungs- Kominission nicht sogleich zugelassen werden, da, den Grund- gesebe zufolge , fein Beamter , den seine Stellung zur Rech- nungsablage gegen den Staat verpflichtet, wähldar ist. Es wurde daher viel herüber und hinüber gestritten, ob Herr Brugmans zu einer solchen Rechnungsablage verpsiichtet jey. Die Kommission, die an die Kammer daruber Bericht zu er-

statteiï hatte, war getheilter Ansicht. Die Belgischen Depu- i 6 | derjeiben, durchseßten. Dagegen ward ihr Antrag auf Ueber-

des Justiz -Ministèrs abgeneigt waren , legten es darauf an, | weisung an den Minister, welchérm Verfahren der Königl. Be-

tirten, die dem Herrn Brugmans schon als cinem Freunde ihn auszuschließen. Bei. der ersten Diskusion kam es zu kei- nem Resultate, man verlangte Belege über die amtliche Stel- sung bes Hrn. Brugmans, und so verzog sich die Sache vom 27, Oft. bis zum 12. Nov., wo, trolz beigebrachter Zeugnisse der Behörden , die Kammer dennoch mit 45 gegen 41 Stimmen

entschied , daß der neue Deputirte nichr zuzulassen sey. Die | Frage war feinesweges leicht zu entscheiden; denn die BDe- | hôrde, deren Mitglied Herr Brugmans ijt, leitet das sehr bedeutende Schulden - Tilgungs - Geschäft und ijt daher, als | moralische Person, verantwortlich, während der Präjident |

und der Secretair, welche die Gelder in Händen haben, im eigentlichen Sinne dem Staate Rechnungs - Ablage schuldig sind. Die Majorität der Kammer nahm jene morali]che Verantwortlichkeit ebenfalls für Comptabilitär, und jo fiel

Herr Brugmans durch. Juzwischen hatte der König diejen

bereits als Deputirten beeidigen lassen, also seine Erwählung als gültig anerfannt. “Herr Brugmans verlangte nunmehr, von jeinem Eide eutbunden zu werden, und da er sich jeldst fúr gültig erwählt hielt, seine Entlassung als Deputirter. Dies veranlaßte cinen Königl. Beschluß, worin jeine Cutia}- sung mit dem Hinzusägen bewilligt wurde, daß Se. Maje|\tät,

trol der entgegengeseßten Meiaung ver Kammer, Heirn

Brugmans als Deputirten betrachte und jeine. Dimijsion also verweigern föônne. Gleich im Anfange der Regierung hatte nämlich der Köniz, mittelst eines erlassenen Besczlusses, sich das Recht vorbehalten, den Mitgliedern der zweiteu Kammer ihre Entlassung zu ertheilen , welche in Frankreich jeder Deputirte, nah Belieben, und ohne der Zustimmung einer Behörde zu bedürfen, nehmen-fann. Die Belgier sa- hen diese Ausschließung des Herrn Brugmans als einen

neuen Sieg über das Ministerium an. Von zwei Geseß- Entwürfen, deren Prüfung die Kammer unterdessen begon- | nen hatte, wurde der eine, über die Salzsteuer, angeuom- ;

Wollmärfkte :

men, der andere aber, die Grundsteuer betressend, verworfen. Unmittelbar daraus, in den lebten Tagen des November, er- hob sich eine heftige Debatte über die Bittschrift des Pari- ser Journalisten Fontán. Dieser, wegen eines den König von Frankreich im höchsten Grade verleßeuden Artikels im ;¡Ancien Album‘, vom Pariser Zuchtpolizei- Gerichte mit 5- jährigem- Gefängniß und einer Geldbuße von 10,000 Fr. ver- urtheilt, war als Flüchtling ohne Paß iu Brüssel angefom- men und hatte, da die Polizei ihm den Aufenthalt in dieser Stadt nicht gestatten wollte, sich mit der Bitte an den Kö- nig gewendet, im Königreiche bleiben zu dürfen. Diese Er- laubniß wurde ihm, da man, bei seinen freundschaftlichen

Verhältnissen zu den Redacteuren der Oppositionsblätter, von seinem längeren. Verweilen in Brüssel, und in den südlichen

Provinzen überhaupt, mit Grund nur Störung dec Ruhe erwarten durfte, nur -unter' der Bedingung ertheilt, seinen Wohnsiß in einer der Holländischen Provinzen zu wählen, und als er, undanfbar genug, im Courrier des ‘Pays - Bas

gegen diese Beschränkung protestirte, wurde er dur<h Gendar- | L Tauít, 2857 Stein eingesest und 7835 Stein unverkauft zu-

men über die Gränze. ins Hannöversche abgêführc. Von hier

schicfte er an die zweite Kammer der Generalstaaten eine Pe-

tition, in der er den Justiz-Minister, welcher, im Namen des

Königs, das Gesuch Fontans beantwortet hatte, anfiagte, in-

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dem er für sich den Art. 4, des Grundgesebes citirte, der den auf Niederländischem Territorium befindlichen Fremden gleichen Schus mit den Jnländeri gewährt. Ueber den Sinn dieses offenbar zu ausgedehnt abgefaßten Artikels war schon früher zu wiederholtenmalen viel hin- und hergestricten worden. Auch giebt derselbe in der That zu mehreren {wer zu lôsen- den Rechtsfragen Veranlassung. Der Wortverstand hat eine so große Ausdehnung, daß, wenn man si< nur an diesen hâlt, die Verbrecher von ganz Europa ein erworbenes Recht hätten, ein Asyl in den Niederlanden, selbs gegen den 2tilen der gejeßgebenden Behörde, zu finden. Ja, eine in Niederländisches Gebiet einrücende Armee müßte zugelassen werden, und jede Kartel- Convention mit andern Staaten, wegen Auslieferung agusgetretener Militairpflichtigen, wäre un- möglich. Wenn also einer}eits der Sinn dieses Artikels beschränkt verden muß, [0 fragt sih auf der andern, von wem diese Beschränkung ausgehen und wie weit sie si< in Ermange- lung eines näher bestimmenden Geseßbes erstre>en soll? Die Debatte in der Kammer war äußerst lebhaft. Die Belgischen Deputirten, an deren Spiße die Herren v. Gerlache und v. Broucfere standen, waren für Fontan , die Holländer, deren Vockämpfer die Herren van Reenen und Doncker- Curtius waren, gegen denselben. Von beiden Seiten wur- den tressliche Reden gehalten, bis bei der Abstimmung die Belgier init 62 gegen 36 Stimmen die Niederlegung der Bittschrift aujs Nachweis-Büreau, d. h. die Berücksichtigung

schluß vom 20, Dezember 1820 entgegensteht, verworfen. Die Opposition sah hierin abermals einen Sieg gegen das Ministerium, und man erwartete nichts Geringeres, als die

Verwerfu1g des Budgets und damit einen vollständigen

Triumph über die Minister. Die Folgezeit hat indeß gelehrt, ivie sehr die Opposition sich täuschte. (Fort)ebßung folgt.)

De Ut ban

Müänchen, 11. Juli. Wie es heißt, werden. Se. Ma- jestät der König am 25sten d. von Brückenau hierher zurü>- fommen und sich sodann na Berchtesgaden begeben. Der Oesterreichische Major und Fregatten- Kommandant Rit-

ter von Prote\sch, dessen Name in den Ereignissen, deren

Schauplatz die Gewässer der Levante seit Ausbruch) der Grie- chischen Revolution gewesen, eine n’<t unbedeutende Rolle spielte, definder sich derinalen hierselbst. Í

Dem Vernehmen nach, wird Se. Durchlaucht der Für von ODettingen-Wallerstein nach London abgehen, um dem Köô- nig Wilhelm die Kondolenz- und Glückwünschungs-Schreiben unsers Monarchen zu überbringen. -

Zur bevorstehenden Mejje treffen bereits Kaufleute ein, und dieïelbe scheint dieemal ziemlich bedeutend zu werden.

Franfkfurt, 12. Juli. Se. Königl. Hoheit der Groß-

herzog vou Hessen und bei Rhein ist in verwichener Nacht hier durch nah Darmstadr gereist. Jhre Königl. Hoheit> die Frau Großherzogin und der Herr Erbgroßherzog träfen hier INittags ein und begaben sich nach aufgehobener Mittagsta- je! nah Darmstadt, wo die höchsten“ Herrschaften heut Nachmittag ihten feierlichen Einzug gehalten haben. Leipzig, 15. Juli, Folgendes sind, nach der heutigen Leipziger Zeitung, die haguptsächlichen Ergebnisse der in diesein Jahre zu Leipzig, Dresden und Baußen gehaltenen „Jn Leipzig wurden ungefähr 15,000 Stein, die zu 2 in mitteln und ordinairen Wollen, zu > in feinen Wollen bestanden haben mögen, zu Marête gebracht 7745 Stein weniger als im vergangenen Jahre. Davon sind gegen 14,000 Stein auf dem Plabe abgeseßt und hur 1000 Stein unverkauft wieder ausgeführt worden. Von den verkauften Wollen gingen 9625 Stein an inländische, 4375 Stein an ausländishe Käufer über. Die Preise standen zwischen 14 bis 15 Thlr. pro Stein für feine, zwischen 11 bis 13- Thlr. für die mittlere und 9 bis 19 Thlr. für die geringe Wolle. Nur für wenige der vorzüglichsten Wollen wurden 18 Thlr. bezahlt. Die verminderte Wollzufuhr scheint hauptsächlich in der dur<h Witterungsverhältnisse an mehreren Orten unge- wöhnlich verzögerten Schur ihren Grund gehabt zu haben.‘ „Jn Drésden kamen 23,621 Stein 2200- Stein mehr als im vorigen Jahre, zu Markte, wovon der bei wei- tem größte Theil den feinen und Mittelwollen angehörte. És wurden von diesen Vorräthen 19,979 Stein sofort ver-

rückgenommen. Die Preise wgren etwas höher als in

Beilage

1507 Beilage zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung Æ 197.

E I S S R C R S R A A I En D R; AGESII E INS L E ZIEC S S E I D C N C L I N T I T

Leipzig, 16—18 Rthlr. pro Stein für feine, 12—14 Rthlr. |

für mittel, 10—11 Rthlr. für ordinaire Sorten, eine kleine Quantität Prima Wolle wurde mit 2275 Rthlr. bezahlt.“ „Nach Bauen sind 3186 Stein in Mittel - Wollen, 125 Stein weniger als voriges Jahr gebracht und größ- tentheils zu dên vorjährigen Preisen, d. i. 11—14 Rthlr.

ro Stein, abgeseßt worden.“ G „Die Preise waren, mit Ausnahme der oben erwähnten

zu Bauken, in; den feinen und- Mittel-Sorten gegen die vor- jährigen um 1—2 Kthlr. pro Stein gefallen, was wohl zu- nächst daraus zu erflären seyn dürfte, daß nur wenig fremde Einkäufer anwesend waren, und daß dann überhaupt die Preise aller Fabrifate zu niedrig sind, um nicht auch die rohen

Stoffe herabzudrücken./ Aren '

Róm, 3. Juli. Der Papst hat den Kardinal Pedicini zum Präfekten der Congregation de’ Sacri Riti, den Kardinal Fransoni zum Präfekten der Congregation dell’ Jmmunità ecclesiastica und den Kardinal Zurla zum Präfekten der Con- gregation der Studien ernannt.

Ancona, 30. Juni, Vorgestern kam der Schooner ¿Lord Castlereagh‘/, mit dem General Wuldfordt am Bord, hiex an und kehrte gestern, mit eben eingetroffenen Depe- schen, nach Korfu zurück. Der General hat hier seine Qua- rantaine begonnen. Briefe melden, daß Albanièn noch immer in einer unglüc>k- lichen Lage ist. : x / I-08 0:6: i.

Ein von der A llgemeinen Zeitung mitgetheiltes Schreiben aus Triest, . vom 6. Juli, enthält Folgendes : ¿„Handelsbricfe aus Ragusa melden, daß die nevlich erwähnte Expedition gegen die Bosnischen Räuber einen, wie sich ver- muthen ließ, günstigen Erfolg gehabt habe. Die Räuber sol- len theils zerstreut, theils gefangen, die Bosnischen Ayans aber zur Ordnung zurückgekehrt seyn. Der Ferman des Großherrn, welher den auf Kandien und Samos lebenden Griechen nicht nur volle Amnestie, sondern auch manche Be- günstigung zugesichert, ist shon in Griechenland bekannt, wo der Präfident, Graf Capodistrias, ‘gegenwärtig auf einer Nundreise begriffen seyn soll. Schiffernachrichten zufolge, sollen zwei Französische Kriegsschiffe nah Alexandrien abge- gangen seyn, was aber ihre Bestimmung sey, darber fonn- ten die Berichterstatter keine Auskunft geben, wenn man nicht annehmen will, daß sie ein Theil jener Unterstüßung zur See sind, von der in den Unterhandlungen des Vice- Königs von Aegypten mit dem Französischen Geschäftsrräger die Nede war.‘ . |

Smyrna, 13. Juni. Jm heutigen Courrier liest man nachstehenden Artikel: „Seit einigen Tagen verbreiteten sich in der Stadt Ungluck verkündende Gerüchte über nächt- liche Hinrichtungen, die auf Befehl des Gouverneurs Yus- suf-Pascha geschehen seyn sollten. Man versicherte, nahe an hundert Personen seyen -ohne vorgängige Erklärung, ohne Ur- theil und beinahe in dem Augenblicfe, wo man sie auf den Quais der Stadt ergriffen, ersäufe worden. Wir haben ge- naue Erkundigungen über diese Gerüchte eingezogen und er- fannt, daß nicht. nur Niemand ein bestimmtes Faktum ange- ben oder den Namen eines Hingerichteten nennen fonnte, sondern daß die Kanzlei des Französischen Konsulats, unter dessen Schub die Griechen aus dem neuen Hellas gestellt

sind, weder vom Verschwinden auch nur eines Einzigen et--

was wußte, no<h eine Klage in dieser Hinsicht empfangen hatte. Diese Gerüchte, die schon einige Konsistenz gewon- nen hatten, sind also nur s<ändlihe von Feinden der Ruhe verbreitete Verläumdungen gegen Yussuf-Pascha.““

Am verwichenen Sonntage (den 6ten d. M.) besuchte Mazlum-Bey, Schwiegersohn und Stellvertreter Omer-Efen- di’s, des General-Einnehmers der Thorzólle, ein junger unterrich- teter Mann, die im Dorfe Burnabat errichtete Schulanstalt der Herren Calderbanck und Sacchetti. Er besichtigte das Haus

auf's genaueste, unterrichtete sich über die Art des Unterrichts,

der den Kindern ertheilt wird, und licß keine Gelegenheit un- benußt vorübergehen, um die ausführlihsten Erkundigungen über die ganze innere Verwaltung dieser Pensions --Anstalt einzuziehen. WMazlum- Bey eutfernte sich, nachdem er den Direktoren über die in ihrer Anstalt herrschende Reinlichkeit und Ordnung einige Artigfeiten gesagt hatte. Man legt die-

sem Besuche allgemein die Absicht unter, einige Türkische |

Kinder in diese Anstalt zu bringen.

Die durh das Schiff mitgebrachten |

_ Briefe aus Samos: vom 31. Mai destätigen die früher mitgetheilte Nachricht , daß achtzehn von dieser Insel gekom- mene Griechische Räuber an der Klein - Asiatischen Küste bei Scala-Nuova verhaftet wurden. Man weiß in Samos, daß drei solcher Räuberbanden bestehen, die sich in die Küste g2- theilt haben. Die Maaßregeln der Tärkischen Behörden vi ben ihien aber ihr Handwerk sehr ershwert , und eine An- zahl von Räubern der zweiten Bande, die sich auf dem Fest- lande hart bedrängt sah, hat fein anderes Rettungsmit- tel gefunden, als nah Samos zurüczufehren und sich den dortigen Behörden zu überliefern.

Jn den lebten Tagen kamen Türken aus Negroponte hier an und mietheten eine Anzahl von Schiffen, welche muselmännische Familien von diejer Jnsel abholen und hier- her bringen sollen. Jn Negroponte scheinen bereits die Be- fehle der Pforte zu ungefäumter Räumung der Jusel ange- fommen zu seyn. Ein Schreiben aus Nauplia vom 5. Zuníé meloet sogar, daß man mit der Räumung Athens und der genannten Jusel thätig beschäftigt ist, und daß dieselbe ohne Schwierigkeit und bald vor sich gehen wird.

In einem Schreiben aus Konstantinopel meldet der Courrier de Smyrne: „Auf Nachsuchen des Russischen Botschafters har die Pforte den Gesandtschaften von Spa- nien, Schweden und Dänemark Folgendes mitgetheilt :

¡Dokument vom 21. Schewal (15. April), das die hohe Pforte in einer beglaubigten Abschrift den dabei vetheiligren Gesandschaften am 0. Mai 1830 mitgetheilt hat.

An den Liman-Meemury (Hafen-Kommissacius).

Als die hohe Pforte den Handeis-Fahrzeugen von die Schifffahrt auf dem Schwarzen Meere bewilligte, war auf höhern Befehl eine offizielle Akte abgefaßt worden, fraft deren die aus dem Hafen dieser Kaiserlichen Residenz nah dem Schwarzen Meere segelnden Schiffe, unter der Benennung Durchfahrtzoll, eine der Admiralitäts-Kasse Îber- wicjene Summe entrichten sollten. Nachdem diese Afte vom Könige von genehmigt und ratifizirt worden, rwourden die ausgewechselten Exemplare in den Kanzlei-Archiven des Kaiserl. Divans niedergelegt, die darauf beialiGeg Junstruc- tionen den Büreaux der Admiralität in der Douane über- sandt, und dur ein Bujuruldi wurde befohlen, daß dieser Durchfahrtszoll dur<h den Hafen-Komtmissarius (Liman-Mee- mury) fär Rechnung der genannten Admiralitäts-Kasse erho- ben werden solle. Da dessenungeachtet Se. Kaiserl. Majestät, in Folge des zwischen der hohen Pforte und dem Könige von

bestehendeu guten Vernehmens, den Kauffahrteischif- fen der genannten Macht, die nach dem Schwarzen Meere segeln wollen, für die Zukunft Befreiung von dem Durch- fahrtszoll, den sie der frühern Convention zufolge zu entrich- ten hätten, bewilligt haben, und da dieser höchste durch ein - Kaiserl. Reskript bestätigte Entschluß, der edlen Sitte dieses Khat gemäß, in der Kanzlei des Kaiserl. Divans niederge- legt, und die darauf bezäglichen Instructionen den Büreaurx der Admiralitäc der Douane besonders übersandt worden sind, so wird Euch gleichfalls befohlen, darüber zu wachen, daß die Kauffahrteischiffe von , die in diejer Kaiserl. Residenz anfommen und die Erlaubniß zur Einfährt in das Schwarzo Meer erhalten, laut dem Jnhalte der Fermans, die ihnen ertheilt werden sollen, dem oben ausgesprochenen Allerhöchsten Willen gemäß, durchsegelu können, ohne daß ihnen ein Durchfahrtszoll abgefordert werden soll.“

Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.

New-York, 16. Juni. Durch eine im Kongreß durch- gegangene Bill ist die Summe von 851,000 Dollars für Festungswerke ausgeseßt und folgendermaßen vertheilt worden : súr die Feste Adams 100,000; für die Feste Hamilton 86,000: für Monroe 100,000; für Calhoun 100,000; fúr Macon in Nord-Karolina 60,000; fúr Oak- Jsland in Nord - Karolina 60,000; für die Befestigungen von Charleston in Súd-Karo- lína 25,000; fúr die Feste Jackson an der Spibe von Mo- bile 90,000; fúr Louisiana 85,000; für die Befestigungen von Pensacola 130,000; fúr unvorherzusehende Befestigungskosten 100,000; und zum Ankauf eines Gebietes für cine Feste auf der Jnsel Co>kspur 5000 Dollars.

Dem Jahresberichte des Staats-Setcretairs des Schabes zufolge, wurden im vorigen Jahre in den Vereinigten Staa- ten über 69 Millionen Dollars an Waaren in Amerifani- schen Schiffen eingeführt. Die Einfuhr in fremden Schiffen betrug mehr als 5 Millionen ,- und der Totalbetrag der Ein- fuhr war sonach mehr als 72 Millionen; dic Ausfuhr belief

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