1830 / 226 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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der Mühe. Vekabscheuungswerthe Minisier haben dic Krone besudelt unddie Verlezüng von Treu und’ Glauben noch durch den Mord vertheidigt; mit den dem Himmel gelcisieten Eiden, mit ‘den der Erde beschworenen Geseßen- haben sie. ihr Spicl_ge- tricben. Ausländer, die Jhr zwei Mal ohne ‘Widerstand in

aris ein ezogen seyd, wisset, was- die wahre Ursache Eures gün-

Sei Erfo ges war: Jhr stelltet Euch uns ‘im Namen der: gésch- m

der Tyrannei zu Hülfe kämet/ die Thore der Haupt| adt der childeten“ Welt sich eben #0 leiht Euch dfnen würden? Das SFranzdsische Volk ist, seitdem e es verlassen habt, utt- tex der Herrschaft confiitutionneller Geseße groß geworden; Riesen sind unsere vierzchniährigen Knaben; unsere Conscribt-ten in Algier, unsere Schüler in Paris zeigten Euch eben, daß ste die Sdhne dev Sieger bei Austerliß, Marengo und Jena schen, jedo<h Sdhne, die von Allem erstarft sind, was die Freiheit dem Ruhme noch hinzufügt. Rie war cine Vertheidigung gerechter

und heldenmüthiger, als die des Pariscr Volkes; nicht gege |

das Geseß, sondern für dasselbe hat es sich erhoben; fo lange der gesellschaftliche Vertrag geachtet wurde, blieb das Volk auch ruhig; ohne sich zu beklagen, duldete es Kränkungetn, Herausfor- derungen. und Drohungen; scin Geld und scin Blut war es. der Charte schuldig, und beide hat es verschwendecrish hingegeben. Als Jene jedoch, nachdem sie bis zur leßten Stunde thr lügen- haftes Spiel getrieben, plöhlich an der Glocke der Sklaverct 40- gen, als mit einem Male die Verschwörung der Dummheit und der Heuchelei ausbrach, als ein im Schlosse durh Ennuchent or- ganisirter Terrorismus den der Republik und das etserne Foch des Kaiserthumes erseßen zu fönnen glaubte, da waffnete sich das Bolë mit seiner Fntelligenz und scinem Muthe, und es fand fich, daß die Krämer den Pulverdampf gar leicht vertragen konnten, und daß es ihrer mehr als 400 Soldaten Und cines, Korvgrals bedurfte, um sie zu zähmen. Ein Fahrhundert hätte das Geschi> eines Volkes nicht so sehr zur Reife bringen können, als dîe drei Sonnen es gethan , die cben Über Frankreich thren Glanz verbret- tet haben. Ein großes Verbrechen war begangen worden, es hat den energischen Durchbruch eines Prinzips zur Folge gchabt: darf nun aber wohl, wegen dieses Verbrechens, so wie des movalischen und politischen Triumphes, den es hervorrief, dic bisher befian- dene Ordnung der Dinge umgesiürzt werden? Dies "wollen wit nüterfuchen. Karl X. und scin Sohn sind abgeseßt oder ha- ben abgedankt, wie Sie es nehmen wollen, doch der Thron ist dar- um nicht erledigt. Nach ihnen kommt cin Kind. Sollen wir die Unschuld dieses Kindes verdammen"? Melches Blue ruft ctwa wider dasselbe um Rache? Wer wagt es, an das Blut \et- nes Vaters zu exinnern? Diese Waise, die in den Schulen des Vaterlandes , in der Liebe der constitutionellen Regieruug und in den Fdeen des Fahrhunderts erzogen worden, hâtte cin Köntg werden “können, der den Bedürfnissen der Zukunft ganz cnl- sorah. Seiten Vormund hâtte man die Erëlärung können be- schwören lassen, Úber die Sie icbt eben abstimmen - wollen : zur Volljährigfeit gelangt, hätte der junge Monarch den Schwur ertieuert. Gegenwärtiger König, König für jeßt würde, als Re- gent des Réäiches , der Herzog von Orleans gewesen scyn, citt Prinz, der in der Nähe des Bolkes gelcbt hat, und der schr gut 4veiß, daß cine Monarchie heutzutage nur eine Monarchie des Einfklangs und der Vernunft: seyn kann. Dicse natürliche Com- bination würde ih als cin großes Mittel zur Versdhnung ange- schen haben; cs hâtte Frankreich vielleicht dic Aufregungen er- svart, welche die Folgen gewältsamer Staats - Veränderungett sind: Sagen wollen, daß jenes Kind, von scinen bisherigett Leh- rern getrennt, keine Zeit haben werde / sie bis auf ihre Namen sogar zu vergessen, che cs Mann geworden is; sagen wollen, daß es in ‘gewissen angebornen Dogmen, selbst nach einer langen populären Erzichung und nach der s<hre>lichen Lehre, dic zwei @dnige in zweien Nächten geslürzt hat, befangen bleiben werde, iff dies wohl vernünftig? Weder cittc gewisse scntimentale Hingebung, noch eine Ammen-Licbc vôtr der Wiege des heiligett Ludwtg bis zu der des jungen Heinrich, von Windcl auf Windel fort- gevflati t, ist es, was mich bewegt, eine Sache zu vertheidigen, die, wen fle siegte, nur Alles vott Neuem wiede: gegen mich auf- bringen würde. Fch habe weder das Rômer- noch das Ritter- oder das Máärtykerthum dabei iin Sinne. Jch glaube att fein dttliches Recht des Königthumes: ader att dte Macht der Revo=- utionen und der Thatsachen glaube ich. Jch rufe nicht einmal die Charte an, ich nehme meine Jden aus ciner hôhern , aus der philosophischen Sphäre, aus der Zeit, da mein Leben nicht mehr diescr Welt angehört. Jch {lage den Herzog von Bordeaux ganz einfach als eine Nothwendigkeit vor, die dringender ist, als die- jenige, welche man arguinentirt. Fch weiß, daß man, indem man dieses Kind gusschlicßt, den Grundsaß der Volks- Souverainetät festsiellen will cine Albernheit der alten Schule / welche be- vei, daß in politischer Hinsicht unsere alten Demokratén auch nicht mehr Fortschritte gemacht haben, als die Veteranen des Kd nigthums. Es giebt nirgends eine absolute Souverainetät : die Freiheit hat nicht, wie man im lten Fahrhundert glaubte, im politischen Rechkethre Begründung; sie komnit vielmehr vom natürlichen Rechte her, und darum kaun die Freiheit auch uttter allen Regicrungs- Formen. bestehen; ‘ja, es kann sogar eine Motarchie nicht blos ehen frei, sondern noch freier als eine Republik seyn. Fnzwi- schen is jiept weder die Zeit, noch hier der Ort, um eine BVorle- sung úber Politik zu halten. Jch will mich mit dex Bemer-

fung begiügen, daß ei Volk, das über Throne verfügte, oft ? f

auch úber scine Freiheit verfügt hat, J will bemerklich ma-

gen Gewalt dax. Glaubt Fhr wohl, daß, wenn JFhr icht

cen, daßeder Grundsaß monarchischer Erblichkeit, #s uttgereîmk ‘er auch beim ersten Anbli>e etscheint, sich doch durch dié Erfah- rung für bei Weitem zwe>mäßiger crwicsen hat, als der Grund- saß..ciner Wahl-Monarchie. Die Gründe davon lind \o schr in die Augen springend, daß i< nicht ndthig habe, sie zu etrtibicketn Heute wählen Sie sich nun cinen König, wer wird Ste aber ver-

Es giebt noch eine einfachere Weise, die Frage zu etttscheiden, wenn man nämlich sagt : Wir wcllen den älteren Zweig der Bour- bonen nicht mehr. Und warum wollt Jhr ihn nicht mehr? Weil wir ftegreich sind; wir haben in ciner gerechten und heiligen Sache. den Skeg davon getragem; wir Üben cin doppeltes Erobe- rungsre<t. Gut; so proflamirt Fhr die Herrschaft der Gewalt. Beroahrt diese Gewalt sorgfältig, denn wenn ste Euch in einigen Monaten entschlüpft, so wird es Euch nichts helfen, wenn Ihr Euch beklagt. So ist die menschliche Natur. Die aufgeklär- testen und “gerechtcsen Männer können sich niht immer Über cinen Sieg erheben. Sie wgren die exsten, welche das Recht um Hülfe gegen die Gewalt anriefen - sie stüßten dieses Recht guf die gauze Ueberlegenhcit ihres Talents, und in demselben Augen- blicke, wo die Wahrheit dessen, was ste gesagt haben , durch den schmählichsten Mißbrauch der Gewalt und den Stuxz dieser Ge= walt dargethan wird, bemächtigen sich die Sieger dex Waffe- die sie selbs zerbrochen haber! Gefährliche Bruchstücke, die thre Hand verleßzen werden, ohne ihnen zu nügen! Jch habe den Kampf auf das Tercain meiner Gegnex gejpielt. Fch bin nicht in die Bergangenheit zurü>gegangen , um mich unter die alte Fahne der Todten zu siellen, eine Fahne, die nicht ohne Ruhm ist, die aber {la an der Stange, die sie trägt, herabhängt, weil kein Hauch des

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Lebens sie bewegt. Und wenn ih den Staub der fünf und dreißig

(Fapets agufschütteln wollte, ih würde nicht einen Bewetsgrund

| daraus entuchmen können, dem man “au<h nur Gehör leihen

"möchte. Dex Göpendienst vor einem Namen hat aufgehdrt , die Monarchie is nicht mehr eine Religionssache/ sondern eine poli= tische Form, die int diesem Augenbli>e jeder andern vorzuziehen ist, weil sie die Ordnungy besser mit der Freiheit zu vereinigen weiß. Gleich der Kassandra, habe ih den Thron und die Pairs vergebens mit meinen WarKungen ermüdet, und es bleibt mir nun nichts Anderes mehr Übrig, als mich guf dic Trummer eines Schiffbruchs nicderzulassen, ‘den ich so oft vorher verkündet habe. Fch jpreche dem Unglück jegliche Machr zu, nur nicht die, mich meines Eides der Treue zu entbinden. Auch muß ih mir int meinem Leben gleich bleiben; nach allem, was ich für die Bour-= bonen gethan, gesagt und geschrieben habe, würde ich ein Elen-

“wo fie zum dritten und leßten Male ins Exil wandern. Die Furcht überlasse ih jenen hochherzigen Royalisten, dic für thre Loyalität, niemals cine Obole, ges weige ein Amt, aufgeopfert haben, jenen Kämyen für Altar und Thron, die mich no< vor Kurzem einen Renegaten, cinen Apostaten und einen Revolu- cionnair nannten. Jhr frommen Libellenschreiber, der Renegat ruft Euch! Kommt doch und stammelt mit ihm auch nur cin einziges Wort für - deu unglücélichen Herrn, der Euch mit sci- nen Gaben übershüttete, und den Jhr ins Verderben gestürzt habt. Fhr Aufreizer zu Staatsstreichen , Fhr Verkündiger der konstituirenden Gewalt, wo seyd Jhr? Jhr verbergt Euch in dem Schlamm, aus dessen Tiefe Jhr fre< das Haupt crhobt, um die wahren Diener des Königs zu verläumden. Euer heutiges Still- schweigen if Eurer gestrigen Sprache wáärdig. Alle die Tapfern, deren Kriegspläne die Nachkommen Heinrichs T. vertrieben ha=

bein, zittern jest und bü>ken sich unter die dreifarbige Kokarde. Die edlen Farben, mit denen sie sich s{<müd>en , Beides ihre Personen beshüßen, aber nicht ihre Feigheit verde>en. Fndem ich mich auf dieser Rednerbühne mit Freimüthigkeit ausspreche, glaube ich feine Handlung des Heldenmuths zu thun: wir leben nicht mehr in den Zeiten, wo die Aeußerung einer Mcinung das Leben tostete; und lebten wir noch in einer solchen, so würde ich noch hundertmal lauter sprechen. Der beste Schild'ist eine Brust, die sich dem Feinde offen zcigt. Nein, meine Herren, wir haben nichts zu fürchten, weder von cinem Volke, das eben so verständig als muthig ist, noch von ciner hochherzigen Jugend, die ich bewun= dere, mit der ich gus allen Kräften meiner Seele sympathistre und der ich, wie meinem Vaterlande, Ehre, Ruhm und Freiheit wünsche. Fern von mir sey der Gedanke, Saamen der Zwietracht in Frank= reich guszustreuen; darum habe ih in meinem Vortrage den Tow der Leidenschaft zu vermeiden gesucht. Hätte ih die innere Ueberzeugung, daß cin Kind in cinem dunkeln und glücklichen Privatleben gelassen werden müsse, um die Ruhe von 53 Millio- nen Menschen zu sichert, so würde ich jedes Wort, das im Wis derspruch mit dem Bedürfnisse der Zeit stände, als cin Verbre= chen betrachtet haben. Ich hege aber diese Ueberzeugung nicht. Hâtte ich das Recht, Über eine Krone zu verfügen, so würde t< sie gern zu den Füßen des Herzogs von Orleans niederlegen; i

sehe aber nur cin Grab in Saînt-Denis und feinen Thron leer. Welche Bestimmung au< dem Statthalter des Königreichs zu Theil werden mäag- ich werde nie scin Feind scyn, wenn er das Glü> meines Vaterlandes vollbringt. Fch verlange nichts wei- ter, als die Freiheit meines Gewissens und das Recht zu bewah- ren, an dem Orte sterben zu können, wo ich Unabhängigkeit und Ruhe finden werde. F< stimme gegen den Entwurf der Erklä= rung.// Graf Andlau, einer der 1527 ernannten 76 Pairs, ent=- agte hierguf mit ciner kurzen Rede setner Pairswürde. Seinem

| Beispiele folgten die HH. v. Bouillé, Hocquart und Grosboîs.

pindern,“si{< morgen wieder einen andern zu-wählen?: Das Ge= : sch, sagen Sie.? Und sind Sie es nicht eben, di edas-Gesey- machen?!

der sen, wenn ich. sie in dem Augenbli>e_verläugnen wollte-

sabeth Hoh., Tochter des verewigten Herzogs Ludwig Hoheit,

Lau s /

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_ Dem National zufolge, haben die Zöglinge der poly- Karlsruße, 9. August. Se. Königl. Hohe technischen Schule die ihnen verliehenen zwdlf Kreuze der | herzog Sa GederE il einer Dees Gatte Ats Ehren-Legion abgelehnt, und zwar aus folgenden Gründen : | ßerordentlichen Abgeordneten Sr. Majestät des Königs von 1). Weil sie alle 300 mit gleicher Tapferkeit und gleichem Er- | Schweden, Herrn Kammerherrn Baron von Lagerheim, wel- folge gefochten hätten und also feine Wahl unter sich treffen | her die Ehre hatte, Höchsidenselben die Jnsignien des Kd- föônnten. 2) Weil sie ungern ein Kreuz tragen- würden, das“! nigl. Schwedischen Seraphinen-Ordens zu überbringen. sie an. eineu mit Französischem Blute „erkguften, Sieg “etin#| Zir gleichem Zwe> empfingen Se. Königl. Hoheit heute - nere. 3) Weil bei dem Eintritte in die Arméêèe, ‘gegen die | deii Königl. Dänischen Kammerherrn und bevollmächtigten ; sie gekämpft haben, ihr freundschaftliches Verhältniß zu ihren | Minister am Bundestag, Herrn Freiherrn von Pechlin, wel- Kameraden darunter leiden würde, wenn sie die Orden an- | her von Sr. Majestät dem Könige von Dänemark mét der nehmen wollten. Auch den ihnen bewilligten Lieutenants- | Ueberbringung des Königl. Dänischen Elephanten-Ordens be- Rang haben die Zöglinge der genannten Schule ausgeschla- | auftragt war. gen. Einen ähnlichen Beschluß haben die Mitglieder der med e T Bg bien M P S De Statthal- ter um die Erlaubniß bitten , díe ihnen ewilligten Decora- Madrid, 29. Juli. Ueber da tionen im Amphitheater der Anstalt aufzuhängen. Majestät des Königs erhält fin folgende Dr: Mag wen Die Zöglinge der polytechnischen so wie die der Rechts- | Ildefonso, 26. Juli. Der König, unser Herr, hat die verslos- Schule erklären dffentlih, in Bezug auf den während der jene Nacht geschlafen, die shmerzhafste Ge]chwulst am rechten vorgestrigen Sißung der Deputirten - Kammer im Vorhofe Fuß jedoch dauert noch fort, und auch der linfe Fuß fängt stattgehabten stôrenden Vorgänge, daß der Plan, gewalt- | an zu shmerzen.“/ „Den 27. Juli. Se. Majestät ha- samer Weise auf die Berathungen der Deputirten-Kammer | ben in der verflossenen Nacht ziemlich gut geschlafen, die Ge- cinen Einfluß auszuüben, ihnen fremd gewesen sey. schwulst und die Schmerzen an den Füßen dauern jedoch fort.‘ —— Die Schweizer - Regimenter sind verabschiedet und nach Ihre Majestät die Königin genießen des erwünschtesten Wohl- der Gränze in ihr Vaterland zurückgeschiét worden. Das | seyns. Der General - Konsul Tacon in den Bereinigten Journal des Débats fnüpft an diese Meldung den Staaten von Nord-Amerika hat der Königl. Spanischen Re- Wunsch, daß das Freiheitliebende Volk der Schweizer sh | gierung durch die Vermittelung des General-Lieutenant Vives, durch die leßten Ereignisse belehren lassen und fernerhin nicht General-Capitain der Jnsel Cuba, angezeigt, daß ein neuer den Muth und den Gehorsam seiner Kinder fremden Staa- Columbischer Korsar die Brigg „„Belon Palacio‘/, welche ten verkaufen möge. | i i in Philadelphia zum Schein Mehl und Branntwein geladen - Die große Revúe über die National-Garden ist auf hatte, und nah St. Thomas gesegelt war, die Gefahr für Befehl des Statthalters auf den 15ten d. M. verlegt worden. | die Spanische Flagge zwischen Cuba und Porto-Rico zu ver- Die Herren von Courville , Delvincourt und Clausel de | mehren drohe. Der genannte General - Konsul hat die hie- Coussergues haben ihren Abschied als Mitglieder des Rathes j sige Regierung ebenfalls von dem Umstande in Kenntniß ge- der öffentlichen Unterrichts genommen. Dagegen ist Professor seßt, daß in La Guayra viele Korsaren ausgerüstet würden, Cousin zum Mitgliede dieses Conseils ernannt worden. um gegen die Spanische Flagge zu freuzen, und daß- einer Auf den Bericht des în seinem Amte als provisorischer | derselben, „La Gran Maria‘/ genannt, und von einem Jta- General - Post Direktor vom Statthalter bestätigten Depu- liáner, Namens Serega, befehligt, den lesten Nachrichten tirten, Herrn Chardel, hat der Commissair für das Depar- zufolge, im Begriff stand, die Anker zu lichten. Der be- tement der Finanzen, Baron Louis, Behufs der Vereinfachung | rüchtigte Brigadier Latapie, cin geborner Franzose, seit 1323 des Geschäsrsganges , die hiesigen Post - Verwalter entlassen, | in Spanischen Diensten, welchen der General-Capitain der mit dem Bemerken, daß diejenigen unter ihnen, welche An- |/ Philippinischen Jujeln, zur Sicherheit und Ruhe des Ostin- sprüche auf eine Pension zu haben meinen, fich damit an disch ¿ Spanischen Archipelagus , nah Europa zurückgesandt ihn wenden sollen. | hatte, -ist von Valladolid, wohin er unter gerichtlicher Aufsicht Die Anzahl sämmtlicher von Karl X. ernannten Pairs gebracht worden war, unter Begleitung nach der Coruña ge- beträgt, dem Journal du Commerce zufolge, 94, worunter die | bracht und von da nah den Kanarischen Jnseln eingeschifft Erzbishdfe von Bourges, Bordeaux, Tours, Alby, Avignon, | worden, mit dem Befehl, den Willen des General-Capitains Amasia und Auch. j jener Jnseln in Allem zu erfúllen. Nach einem von dem Die für die Bildung der Professoren bestimmte Schule, Finanz-Minister erlassenen Dekret in Betreff der Einfuhr und welche seit einigen Jahren vorbereitende Schule hieß, hat | Ausfuhr von Kupfer, hat fremdes Kupfer, in Spanischen den Namen Normal -Schule wieder erhalten. Schiffen eingeführt, 34 Maravedis pro Pfund, und unter Herr Cottu ist nah England entflohen und bereits am | fremder Flagge 42 Maravedis de Vellon zu entrichten. Von 2ten d. M. in Dover angekommen. inländischem rohen Kupfer sind 4 Realen pro Centner Ausfuhrzoll Der Sémaphore de Marseille meldet unterm Z3ten | zu erlegen. Ein zweites Dekret seßt den Einfuhrzoll des August, daß General Partouneaux durch den Telegraphen | sremden Harzes, unter der Benennung Gummi elasticum Nachrichten über die Pariser Ereignisse und úber die Er- | bekannt, auf 15 pCt., wenn es unter Spanischer Flagge, und rihtung einer provijorischen Regierung erhalten habe, Der auf 25 pCt., wenn es unter fremder Flagge eingebrächt wird, dortige Präfekt , Marquis von Arbaud, hatte Tages zuvor fest. Das Pfund dieses Gummi wird zu diesem Endzweck eine telegraphische Depesche anschlagen lassen, worin die Er- | auf 20 Realen an Werth angeschlagen. Dem Vernehmen nennung des Herzogs von Orleans zum Statthalter , so wie | nah, wird in Kurzem. eine Königl. Verorduung erscheinen, die Abreise des Hofes von Saint-Cloud, angezeigt wird, und verde welcher die aus den Häfen von Marseille, Bordeaux die Deputirten schleunigst nah Paris berufen werden. Die | und Bayonne fommenden , mit fremden Waaren ' beladenen, National - Garde bildete sich in Marseille, wo übrigens Spanischen leichten Fahrzeuge, als Chasses-marées und an- Alles ruhig war. _ i dere, ni<ht mehr die Vorrechte der Spanischen Flagge inr Die National-Garde von Rouen versicht im Verein mit | Zoll genießen , sondern gleih fremden Schiffen bei Erlegung der Parijer den Dienst in den Höfen des Palais-Royal; der | im Zoll behandelt werden sollen. Damit die mit fremden Dienst im Innern des Pallasies wird ausschließlich von der Schiffen aller Nationen in jenen Häfen anlangenden Erzeug- leßteren versehen. nisse des Gewerbfleißes alle möglichen Privilegien bei Entrich- tung des Zolls genießen konnten, wurden solche in den leßten MESDELL S Jahren in gedachten drei Häfen in Spanische Fahrzeuge Brüssel, 10. August. Se. Majestät der König- und übergeladen und bezahlten daher nur den Zoll, als wenn sie Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich sind gestern aus dem unter Spanischer Flagge die Reise gemacht hätten. Diesem Haag hier eingetroffen. | soll vermittelst der gedachten Verordnung etn Ende gemacht : werden. Eine in der heutigen Madrider Zeitung ent- Deutschland.

haltene Verordnung untersagt den Verkauf einer gewissen | t R Art seidner Taschentücher, worauf grotesfe. und na>te Figu- ; Stuttgart, 9. August. Von Friedrichshafen, wo | ren gedruckt sind. - Der Vikarius hat alle Magazine, wo sich gegenwärtig Jhre Königl. Majestäten mit Hdöchstihrer | seidne Waaren verfaufr werden, durhsuht und dergleichen Familie aufhalten, ijt die Nachricht cingegangen, daß daselbst | feidne Tücher, 11 Stück an der Zahl, gefunden, weshalb de- am’7. d. M. mit Zustimmung Sr. Majestät des Königs | ren Eigenthúmer, obschon solcher den Cinsuhrzoll gehdrig ent- und Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs von Baden, die } richtet hatte, 300 Dukaten Strase hat erlegen müssen. Verlobung des Herrn Markgrafen Wilhelz1 von Badén Hoh., Sis | Bruder des regierenden Großherzogs, mit der Herzogin Eli- Vereinigte Staaten von Nord-Amerika. New-York, 10. Juli. Im Natiotal - Juntelli-

gencer heißt es: . „Wir haben in mehreren -unserer Tages-

S P.d 0.4 6.1.

stattgefunden hat.