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dem Minister des Junnern vorgestellt, um dazu die nöthige Erlaubniß zu erlangen... Dem Moniteur zufolge hat der Miktister den Abgeordneten freundlih U ERREN so daß ‘dieser hoffte, die Genchmigung der Regierung werde nicht lange ausbleiben. y Das Manuskript des vor einigen Tagen zum ersten Mal

hter aufgeführten Drama’'s Jeaune la folle, von dem be:

kannten Schriftsteller Fontan, ist vom Buchhändler Boul- land fár 6000 Fr. gefauft rvorden.

Großbritanien und Jrland.

London, 31. August. Ihre Majestäten verließen ges fltern Vormittags den Pallast von Windsor und kamen um 65 Uhr Nachmittags in Brighton an, wo Sie mit ungeheurem Jubel empfangen wurden. Seit mehreren Tagen schon hatte sich dieser Badeort von "Fremden angefüllt, die alle den Kö- uig und die Königin zu sehen wänsHeen; die Landstraße, auf der die hohen Herrschafcen ankamen, war daher gedrängt

voll von Wagen, Tribünen für Zuschauer ivaren an beiden |

Seiten errichtet, und vor der Einfahrt in dea Pavillon von Brighton befand sich eine v verzierte Ehrenpforte, wo 400 Waijenkinder und die Behörden des Oëtes aufgestellt

waren. Der freudige und glänzende Empfang, der Jhren Ma- |

jestäten hier zu Theil wurde, machte augensceinlih einen sehr günstigen Eindru> auf Höchsidieselben. Abeuds war die ganze Stadt brillant erleuchtet, und auch die in der Bucht liegenden Schiffe trugen durch ihre Jllumination zu dem pracht- vollen Schauspiele das Zhrige bei. i

Der Königl. Sächsische Kammerherr Graf von Vißthum ist in einem besondern diylomatisczen Auscrage Sx. Majestät des Königs von Sachsen hier angelangt.

Der Russische und der Spanische Gesandte, so wie der Französische Geschäftsträger, hatten gestern Unterredungen mit dem Grafen v. Abektdeen. |

Graf von Moltke ist na< Dänemark abgereist und läßt Horn Jourke als Königl.- Dänischen Geschäfcsträger hier zurü,

General Baudrand is erst vorgestern Morgens nach Paris zurückgekehrt.

Hr. Charles Grant ist von der Grafschaft Jnverneß in Schottland: wiederum zum Parlamentsgliede erwählt worden. Man hatte sich bekanntlich viele Mühe, gegeben, idi von die- ser Vertretung zu entfernen; die Majorität, mit der er ge- Ln wurde, zählte au< blos 9 Stimmen mehr, als seine

pposition,

Bie Calvert hat s wie man vernimmt, durch eine Deputation der Wähler Mn Southrwark, die ihm eine ko- stenfreie Erwählung versprochen haben, bewegen laßen, neuer-

dings als Wahl- Kandidat für dissen Theil von Londow auf-

zutreten.

Dem Vernehmen nach, haben bie Lords Kormmissarien der Admiralität Anordnung zur Veränderuug der gegenwärtigen prächtigen Uniform der See - Dffiziere erlassen , în ähnlicher bah n solches hinsichtlich der Uniform der Land-Offiziere geschehen ist.

as die meisten hiesigen Zeltungen, die s< fräher zu Gunsten der Ereignisse in Frankreich vernehmen lteßen, spre- chen sih jeßt, mit wenigen Ausnahmen, gegon die aufrúh- rerischen Bewegungen iu den Niederlanden aus.

Aus Kiddérminster erfahren wir, daß die unruhigen Be- wegungen der dortigen Fabrik-Arbeiter bereits wieder gedämpft worden sind. Ein Theil der Mouterer ist uuter militairischer Eskorte nah Worcester gebracht wordenz die meisten Leute befinden sich wieder bei ihrer Arbeit, und sind, wie man ver- sichert, keine neuen Frevelthaten méhr zu befürchten.

Die Einwohner von Brighton haben den Redacteur ei- nes daselbst erscheinenden Blattes, der sich nicht gescheut hatte, in seiner Zeitung über den vorigen Aufenthalt des Königs in unschilichen Ausdrücken zu reden, dadur bestraft, daß sie fast sämmtlich sein Blatt, den „Brighton Guardian“/ abge: {a} haben. Damit noch nicht zufrieden, beriefen einige Einwohner eine dffentliche Versammlung, um einen Beschluß gen jenen Zeitungsschreiber zu fassen, und der Pöbel ver-

rannte sogar sein Bildniß auf dffentlicher Straße, und zwar vor seinem eignen Hause. Min

Das Ostindische Compagnieschiff „Bridgewater“/ ist end- lih am 10. März in Madras aus China angelangt und sollte am 13. April weiter na< Bengalen segeln, wo man nicht zweifelte, daß es für unfähig zum weiteren Dienst erklärt E rid York °

ever Jeew - orf (vom Iten d.) haben wir Nachrichten aus' Lima bis zum 4. Mai. Es dee Sils ruhig. Y Y

Es ist endlich beschlossen, daß die Felleisen na< Ostende

fünftig von Döver, anstatt bisher von Margate, und zwar

e n Dampf-Paketbooten „„Spitfire// 4d „„Fury“/, abge- n sollen.

__ Die Nachrichten aus Brüssel verursachten Hier gestern einen Fall in Cons. auf 904. 7. Russische und Dänisehe Fonds fonnten nicht ohnx bedeutende Prets - Erniedrigung unterge- bracht toerden, i

Niedvurlaände.

Aus dent Haag, 1. Sept. Geßern haben Se. Mas- jestät der König der Deputation aus Brüssel eine Audienz

1 zu ertheilen geruhet. Dieselbe verfligte sch um 12 Uhr Mits-

tags nach dem Königlichen Pallast und if erst um 2 Uhr wieder zurückgekehrt. Man hat bemerkt, daß sämmtliche Mit Zlieder der Deputation sich mit der Königl. Farbe (Orange) A hatten, welche jeßt von allen Einwohnern der hie- igen Residenz getragen wird.

Auch die Lütticher Deputation ist bereits von Sr. Ma- jestät dem Könige empfangen worden. :

Der Minister - Rath, der, (wie bereits erwähnt) unter dem Vorsiße Sr. Majestät am vorigen Sonnabend im :Kd- nigl. Pallast gehalten worden und wobei die Prinzen von Oranien und Friedlich der Niederlande anwesend waren, hat von 8 Uhr des Abends bis zum andern Mittag um 1 Uhr edauert. Abends um 7 Uhr fand wiederum cin Ministere

ath statt.

Durch Königl. Beschluß vom 2W8sten v. M. sind alle Beurlaubten der Naxional-Miliz ohne Unterschied, und Dey auch die, welche eine besondere Erlaubniß erhalten ha- en, mit alleiniger Ausnahme der Reserve, einberufen wor- den, um den bevorstehenden Herbst-Uebungen beizuwohnen.

Das Ite Kürassier-Regiment, unter dem Befehle des Obers fien de Gallières, das gefteru in Rotrerdam ankam, hat heute veseae Marsch von dort nach den súdlichen Provinzen fort- geseßt. |

- Antwerpen, 30. Angusk. Jhre Königl. Hoheiten dex Prinz von Oranien und Prinz Friedrih der Niederlande sind hier angefommen und habén im hiesigen Pallaste dis städtischen Behörden, so wie die Offiziere der Bürgor-Garde, zu empfangea geruht. : 7 :

Heute haben ZJhre Königl. Hoheiten folgende Procla- mation erlassen : i ,

“(Wir Wilhelm, Prinz von Oranien, und Frie- brich, S der Niederlande. n BefeRen Seiner Majestät gemäß in hiesiger Stadk angelangt, unr auf die Mictel bada@ht zu seyn, dasjenige zu thun, was wirksam zu dem Gutên beitragen dürfte, welches in einem Theile des Königreichs der Niederlands Os bewirkt werden kann, daß_ man überall die geeigneten Maaßrogeln zur mßgli<} S Erreichung dieses Zwecks trifft, haben wir füt dien- ich erachtet, damit zu beginnen, daß wir im Namen Sr. Majestät die Zufriedenheit ausdrücken, die dem Könige die Eintracht und der Erfolg verursacht haben, mit welchen dies gesammte Bevölkerung von Antwerpen si< zu benehmen und eins Ordnung und Ruhe aufrehv-zu halten gewußt hat, die einige der Stadt Antwerpen fremde Personen oder herge- laufene Menschen zu stdren gesucht hatten.“/

¿Nach diefer ersten Ergießung der Gefühle, die uns be- seelen, seitdem wir uns unter so vielen bürgerlihen und Mü- litair-Beamten, unter so vielen Eigenthümern und Kaufleuten, Obern von Werkstätten, Familienvätern aller Klassen besin- den, die dur< ihre Ergebenheit gleih hewunderungswürdig, bei der Aufrechthaltung der Ruhe, deren wir uns hier freuen gleih betheiligt sind, haben wir unsere ganz besondere Aufs merksamkeit auf die zu treffenden Maaßregeln gerichtet, um nicht Über die Nothwendigkeit hinaus die Mühseligkeiten und Nachtwachen zu verlängern, von denen nan ne s<werli< dur< Ruhe erholen kann, wenn Handels - Beschäftigungen e andere Pflichten fast jeden Augenblick des Tages ver-

ngen. ‘/_ i

zee Daher und indem wir uns der Gewalt, womit wir durch den König bekleidet sind, bedienen wollen, hat es uns

sehr erfreulich geschienen, die zur Sicherheit eines Kriegs-.

lagßes unerläßlihen und bei so ernsthaften Umständen ge- räuchlichen Maaßregeln mit jenen, die uns das Vertrauen, welches wir in die Familienväter aller Klassen seben, und das bisher dur die Civil-Autoritäten der Provinz Antwer- pen beobachtete Benehmen gestatten, vereinbar zu finden.‘

¡¡¿Demnach haben wir beschlossen, zu verfügen, wie solches durch nachstehende Bestimmungen geschieht :

1. Die zwischen dem General-Kommandanten der ten Mislitair-Division des Königreichs und der bürgerlichen und Lokal-Obrigkeit der Stadt Antwerpen zu verabredenden Maaß-

Beilage

1899 Beilage zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung H 248.

regeln sollen vor eine außerordentliche Kommission gebracht |

werden. 11. Zu Mitgliedern dieser Kommission werden er- nannt der Herr General-Lieutenant Baron Chassé, der Herr Gouverneur der Provinz und der Herr Bürgermeister von Antwerpen. Der Chef des Generalstabs des besagten hohen Kommando's wird zum Secretair der Kommission ernannt. IIT. Die -dur< diese Kommission zu verhandeinden Gegen- stände. sollen dur< den General-Lieutenant Baron Chassé Chef desáten hohen Kommando's, vorgeschlagen werden, der bei Vorfällen, die alle Geschwindigkeit erhcishen, auf seine Verantwortlichkeit die Vollziehung der unerläßlichen Maaßregeln übernehmen fann. IV. Hierdur<h werden die Verfügungen , die der - oberen Militair - Behörde dur< die Geseke und Verordnungen vorbehalten sind, in. nichts: abgeändert. V. Die Bekanntmachung des gegen- wärtigen Beschlusses soll dur< den Herrn Gouverneur der Provinz Antwerpen zur Kenntniß des Publikums und der Mitglieder der oben genannten Kommission gebra<t werden. Geschehen zu Antwerpen 30. August 1830. (Uncerz.) Wil- helm, Prinz von Oranien, Friedrich, Prinz der Nieder- lande. Für gleichlautende Abschrift: der Gouverneur der Provinz Antwerpen, van der Fossé.“ | ; Heute Nachmittags um 4 Uhr sind Jhre Königl. Hohei- ten, begleitet von einer aus der berittenen Bürgergarde ge- bildeten Ehrenwache, in zwei offenen Wagen von hier abgereist, Jm hiesigen Journal liest man: „Der gestrige Tag ist auf eine Weise vorübergegangen, wie wir es von dem vortrefflichen Geiste unserer Bevölkerung und von der be- wunderungswürdigen Uebereinstimmung unserer Autoritäten mit allen Bürgern dieser Stadt hossen mußten. Die Kom- munal-Garde: vorzüglich verdient den öffentlichen Dank wegen jener ordnungsvollen Wachsamkeit, wegen jener Cnergie, die sie seit drei Tagen unaufhörlich bewies, da sie sich in gewisser Hinsicht jede Rast versagte. Die Chefs diesér Garde haben sich um. das Vaterland und: ihre Mitbürger verdient gemacht. Eine auf das Zeichen der Obrigkeit in einem Augenbüick or- ganisirte- Bürger-Garde trat plöblich ins Leben und zeigte sich unermüúdlich in ihrer Thätigkeit. Die Truppen der Garni- son und ihre würdigen Chefs waren ebenfalls vertinigt, und Bürger und Soldaten hatten nur einen Willen, jenen, die Autorität der Gescße und des Königs, die Achtung des Ei- genthums und des öffentlichen Friedens um jeden ‘Preis auf- recht zu halten. —Die achtbare und thätige Klasse unserer Arbeiter Hat der Stimme ihrer Obrigkciten Gehör g ;sie ist übrigens mit jenem gesunden Sinne, mit jenem eurtheilungs - Gefühl begabt, die mehr, als Geist, gelten. Beiuns giebt es Vernunst in den Köpfen, aber keine Vulfkane. Man weiß hier, daß die Freiheit, deren Ursprung in der Tugend und in den Bürger- pflichten liegt, in Zügellosigfeit ausartet, wenn sie das Joch der Geseke: abschütteln will. Es kann wohl Gährung. vor- handen seyn; Mißbräuche und mehr oder minder begründete Klagen können bestehen; aber stets müssen die Grundsäße: der Moral den geselljchaftlichen -Körper leiten. Was die Klagen und das, was man Beschwerden nennt, betrifft, so mögen die: politischen Männer sie mit Ruhe vortragen ; dem Staats- Oberhaupte vorzüglich mögen sie nur annehmbare Dinge vor- stellen, die mit der Charte und der: Königl. Autorität, die in ihrer ganzen Unversehrtheit aufrecht gehalten werden müssen, vereinbar sind.‘ D Ferner heißt es in demselben Blatte: ¿Die am 28. August hier verwundeten Judividuen und jene, die gefalleti sind, 3-oder 4 an der Zahl, sind auf frischer That bestraft worden. Unglücklicher Weise hat auch einer unserer Bürger- ardisten eine: schwere Wunde èrhalten, und sein Zustand flößt ebhafte: Besorgnisse ein. Etwa 30- Meuterer sind, wie. es

heißt, verhaftet - worden. - Anreizungen - haben statt gehabt,

und Geld, ‘ist untex ‘die unwissende Klasse: vertheilt worden, die-so leicht zu täuschen-und- zu verführen ist. Ein Elender

ward am 28. Aug. in- dem Augenblick verhaftet, als er eine

Donnerbüchse auf die Wache abschoß. Man verlangte gegen:

diesen: Meuchelmörder - eine schleunige und schre>liche Gerech- tigkeit; doch: die Nothwendigkeit eines Beispiels ist der Herr- schast der Geseke gewichen, und: dieser Mensch wird vor die

Gerichte gestellt: werden.“ :

Die: früher: im Haag in Garnison - gelegenen Grenadier- Boibilade uad das r tis Lehr-Bataillon sind: heute auf 6

Dampfschiffen hier angekommen. U 1. Sept. Vorgestern „Abends sind Jhre

Königl. Hoheiten dex Prinz von Oranien und Prinz Frie- |

drich der Niederlande, auf dem Wege von Antwerpen hierher, in Vilvorden angekommen, wo sie sogleich den dort aufgestell- ten Artillerie, Park inspizirten.

Gestern fruh traf der Adjutant des Prinzen Friedrich, Herr von Cruquenbourg, hier ein und begab sich zunächst zu dem Kommandanten der Bürgergarde, Baron von Hooghvorst, dem er eine Depesche überbrachte, worin dieser eingeladen war, sich zu JJ. KK. HH. nah Vilvorden zu begeben, um mit denselben cinige zweckoienliche Maaßregeln zu verabreden. Es verfügte sich darauf eine Deputation , bestehend aus“ dem Baron v. Hooghvorst, Major v. d. Smissen, Grafen v. d. Burgh, Ritcer Hotton, Befehlshaber der berittenen Bütger- garde, Hrn. Rouppe, ehemaligem Maire von Brüssel, und dem Advokaten van de Weyer, nach Vilvorden, um die Kö- niglichen Prinzen nach Brüssel zu: geleiten und denseiben die Versicherungen von dem unter der hiesigen Bärgerschafc herrschenden guten Geiste zu wiederholen. Jhre Köntgl. Hoheiten wurden gestern Nachmittags in der hiesigen Haupt- stadt erwartet. '

Der Minister van Sobbelschroy ist gestern von hier ab- gereist und har den Weg nach Antwerpen eingeschlagen.

Das Journal de la Belgique meldet: „Die höchste Ordnung herrscht noch immér. in unserer Stadt ; alle äußeren

- Zeichen der Aufregung und Unruhe sind verschwunden. Täg-

lih werden einige bejonders verdächtige Jndivibuen festgenom- men. Hr. von Wargny ist zurn Jnstructions-Richter ernannt worden, um die Untersuchung in Betreff der leßthin-- hier stattgefundenen Excesse zu leitenz mehr als 80 Personen waä-- ren zu diesem Zwecke schon festgenommen, doh hat man sie bis auf 12 oder 15 bereits wieder freigelassen. / Haussu-* ungen haben vorgestern Abends" in einigen der der Straße! Notre Dame aux Neiges zunächst gelegenen Gegenden statt- gefunden. Es sind dabei viele Shawls, Hüte und an-': dere Gegenstände, die aus den geplünderten Häusern ge- raubt wurden, aufgefunden worden. FJnzwischen hat diese“ Haussuchung ira Ganzen doch nur wenig ergeben, da nach der Aussage eines dabei festgenommenen bekannten Sträf- lings das gestohlene Gut meistens außerhalb der Stadt ge- bracht worden ist. Bisher ist das zwischen dem Befehls- haber des Militairs und dem Kommandanten der Bürger- Garde getroffene Uebereintfommen- streug gehalten worden, indem noch feine neuen Truppen na Brüssel gekommen sind. Die Garnison ist no< immer auf dem Schloßplabe aufge- stellt; Soldaten ohne Waffen verfügen sich von- dort auch in die übrigen Stadtrheile und finden dabei nicht die geritigste Belä|itigung. Juzwischen scheinen große Truppen-Massen int Anzuge auf Brüssel. zu seyn; von allen Seiten wird aus dein Norden gemeldet, daß sich die Regimenter nah Brabant in Bewegung gejeßt haben.“

Der hiesige Magistrat hat eine Bekanntmachung erlassen, der zufolge die unbeschäftigten in Brüssel einheimischen Ar- beiter bei dem städtischen Kanalbau zu festgesektem Tagelohn Arbeit finden können. J nicht einheimische Arbeiter sind ausdrücflih von dieser Bergünstigung ausgeschlossen.

Auch in ‘Namur’ ist: man mit Abfassung einer Bittschrift an den König" beschäftigt. Herr von Stassart if daselbst aus Paris angekommen.

Aus verschiedenen Orten, namentli<h Brügge, Roulers, Ath u. #. w. sind neuerdings Berichte: über die Jnftituirung städtischer Bürger-Garden eingegangen.

Deutschland. München, 30. August. - Dér Hr. Oberst von Heiddegè: ger ist aus Karlsbad wieder hier eitigetroffen. f © Die hiesige- protéstantishe Kirche wird allmälig: von ihren Gerüsten befreit.“ Dex Thurm-:soll demnächst die stattlis chen dci ged tirs Oi bald: auch ‘an dié innern Be- standtheile Hand angelegt werdem H N

Karlsruhe, 31 August. Jhre Königliche "Hoheiten der Großherzog und! die Frau Großherzogin sind mit den Durchlaguchtigsten Kitidern heute vom Sommer-Aufenthalt in

der’ Favorite nach hiesiger: Residenz: zurückgekommén.

Aus Baden vom29. Aug. schreibeman': „Gestern feierte die Stadt Baden das hohe Geburtsfest unsers geliebten und verehrten Großherzogs Leopold durchBeleuchtung ; heute aber wurde dieses Fest auf eine einfachere' und doch: würdige Art begangen. Hr. Hammer, Gastwirth: zum goldenen Stern hieëselbst, lud,neun der ältesten zum Theil“ ärmsten Bürger von Baden zu einem“ festlichen Gastmahßhle ein. Hr. Hammer: selbst,: ein Greis von