1830 / 261 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2000

Dem Journal du Commerce zufolge hat die Regie- rung vorgestern durch den Telegraphen den Befehl nach Ba- yonne geschickt, die Versammlungen ausgewanderter Spanier, die sih an der Gränze etwa bilden möchten, und deren Schritte die Eintracht zwischen Frankreih und Spanien. kompromitti- ren fônnten, zu zerstreuen. :

Dasselbe Blatt macht die Bemerkung, daß gestern der Moniteur zum ersten Male seit der lekten Revolution ohne amtlichen Theil erschienen sey.

Dem Vernehmen nach hat der Kriegs-Minister den Plan, die bereits bei der Armee bestehenden Kriegsschulen in zwei Klassen zu theilen, so. daß in den Schulen der ersten Klasse

der Unterricht in den Elementen und in den für den Unter- -

Offiziers-Rang erforderlichen Kenntnissen ertheilt, in der zroei- ten Klasse aber alle für den Jnfanterie- und Kavallerie- Offizier nôthigen Wissenschaften gelehrt würden.

Der Präsident und der Secretair der Gesellschaft der Volksfreunde, Herr Hubert und Thierry, sind gegen Caution auf freien Fuß gesezt worden. ;

Am Zten d. hat der Kdnigl. Gerichtshof. in Bordeaux den neuen Eid geleistét.

Der Constitutionnel hat den General-Lieutenant Gra- fen Despinois in einem früheren Artikel angeklagt, er habe die in Rochefort entlassenen Marine-Truppen beschimpft, hàäbe auf die Einwohner von Nantes schießen lassen, habe dem Steuer - Einnehmer von Ancenis die Kasse abgenommen und

_ sey nach der Vendée gegangen, um dort einen Aufstand zu

organisiren. Der General erklärt jeßt in einem aus Rochelle vom 6ten d. datirten Schreiben an die Redaction des Con- stitutionnel, er habe in dieser Angelegenheit beim Kriegs-Mi- ae die Vergünstigung einer gerichtlichen Untersuchung nach- gesucht. s Acht Mitgliéder einer Koinmission der Buchdrucker - Ge- hülfen sind vorgestern als Theilnehmer an einer“ geseßwidri- gen Verbindung verhaftet worden. * General Carbonnel und

r. Agier werden in dieser Sache als Zeugen auftreten.

er Advokat Lucas ist der Anwalt der Angeklagten.

Der bekannte Herr Jacotot hat hier eine Freischule er- richtet, die er eine école d’émancipation intellectuelle nennt.

Jm Pallaste des kleinen Luxemburg werden die für die Exminister beftimmten Zimmer in Bereitschaft geseßt ; zwi- schen diesem Gebäude und dem Garten des großen Luxem- burg wird cine Mauer aufgeführt, und die Fenster werden mit Gittern versehen. h :

Wie das Nouveau Journal de Paris wissen will, wird in dem Budget für das nächste Jahr die Getreidesteuer um 25 Millionen vermindert und dieser Ausfall dur<h Erhdö- hung der Personal - Jmmobiliar- und Thür- und Fenster- Steuer gede>t werden. M 6

Aus Toulon meldetman unterm 6.'September : „Die Fre- gatte „„Themis‘/, die Algier am 29. August verlassen hat, ist

estern mit 3 Stabs - Offizieren und 175 kranken Soldaten hier angekommen. Die ¡von ihr mitgebrachten Briefe ent-

alten folgende Nachrichten : Zahlreiche Haufen von Arabern

und Kabailen {wärmen noch immer in der Gegend von Al-

gier umher, aber ohne anzugreifen. Unsere Truppen bleiben

ruhig in ihren Stellungen und inden Gärten und Landhäusern vor der Stadt. Jn Algier selb herrscht die- vollkommenste Ruhe. Nur bei der Wahl der Civil-Behörden bemerkte man einige Bewegungen , die aber nur dur<h Juntriguen herbeige- führt waren. [Die Civil -Verwaltung wird bald gänzlich or- ganisirt seyn, aber schon nah einigen Monaten wird man das ‘Personal verändern müssen, da sich viele unfähige Beamte darunter finden. Seitdem die Ruhr mic ihren Verheerungen nathgelassen hat und die Nachricht von der baldigen Ankunft eines neuen Befehlshabers bekannt geworden ist, hat sich auch- die Mannszucht unter den Truppen wieder verbessert. Ad- miral Duperré wird wahrscheinlich na< der Rückkehr des Contre-Admiral Rosamel von Tripölis nah Frankreich zu- rückfehren. Der Capitain der Englischen Fregatte „„Maäda- eres hat die dreifarbige Flagge 'am großen Maste seines

chifes aufziehen lassen, worauf das auf der Rhede liegende .

Französische Linienschiff. die Englische Flagge aufzog. Gestern wurde die Thronbesteigung Ludwig Pop dur<h Gottes- dienst, große Revúe über die hiesigen. Truppen und Abends durch allgemeine Erleuchtung der Stadt gefeiert.“

Briefen aus Lissabon vom 28. August zufolge sollen auf mehreren Punkten Portugals, und namentlich in Ebora, Unruhen statt gefunden haben. |

Niederlande.

Aus dem Haag, 13. Sept. Se. Majestät der König verfügte sich heute unte? dem Jubelrufe der Menge nach der

/ Meine

Versammlung der Generalstaaten und eröffnete dieselbe mit folgender Rede : E d ¡„Edelmdgende Herren ! Die außerordentliche: Versammlung Ewr. Edelmdgenden, die Jch heute eröffne, ist duch den Drang trauriger Eretg- nisse gebieterish nothwendig geworden. Jn Frieden und

"Freundschaft mit allen Vdlkern unseres Welttheils sahen die

Niederlande unlängst auch den Krieg in den Besißungen jen- seits des Meeres glücklich beendigt. Ruhig blühte das Land dur< Ordnung, Handel und Gewerbfleißk. J< war mit der Sorge beschäftigt, die Lasten des Volkes zu erleichtern und allmälig in die innere Verwaltung diejenigen Verbesserungen einzuführen, welche die Erfahrung anrieth, als pidbli< in Brüssel und nach diesem Vorbilde bald auch in einigen an- deren Pläßen des Reiches ein Aufruhr ausbrach, der sich durch Scenen der Brandstiftung und der Plünderung kund gab, Scenen, deren Schilderung vor dieser Versammlung Meinem Herzen sowohl als dem National - Gefühle und der Menschheit allzu betrübend seyn würde.

In Erwartung des Mitwirkens Ewr. Edelmögenden, de- ren Zusammenberufung Mein erster Gedanke gewesen ist, sind unverweilt auch alle Maaßregeln getroffen worden „- die von Mir abhingen , um die weitere Verbreitung des Uebels

zu hemmea, die Wohlmeinenden ‘gegen die Schlechtgesinnten

W beshirmen und die Gtäuel eines Bürgerkrieges von den iederlanden abzuwenden.

Die Art und den Ursprung des Geschehenen zu unte?- suchen, das Ziel und die Folgen davon mit Ew. Edelmögen- den zu ergrúnden, ist im Jnteresse des Vaterlandes augen- bli>lih minder nöthig, als die Mittel aufzufinden, wodurch Ruhe und- Ordnung, die Autorität und das Geseß nicht blos für jeßt hergestellt, sondern au<h dauernd befestigt werden föônnen. Inzwischen, Edelmdgende Herren, ist es bei dem Streite der Meinungen, in dem Gewühle der Leidenschaften und bei dem gleichzeitigen Bestehen verschiebenartiger Trich- federn und Leidenschaften eine shwierige Aufgabe, Mein in- niges Verlangen nah dem Wohlseyn aller Meiner Untertha- nen mit den Pflichten zu vereinbaren, die Jch Allen schuldig bin und gegen Alle beshworen habe. Darum rufe Jch Jhre Weisheit, Besonnenheit und Festigkeit zu Hülfe, um, ge- fräftigt dur< Uebereinstimmung mit den Vertretern des Vol-

fes, in gemeinsamer Erwägung festzuseßen, was unter diesen

traurigen Umständen für das Wohl der Niederlande gethan

‘werden muß.

__ Von vielen Seiten ist man der Meinung, daß dàs Heil des Staates durch eine Revision des Grundgesebes und selbst dur< eine Trennung -von Provinzen, die dur<h Verträge und Grundgesc vereinigt sind, befördert werden würde. Allein ein solcher Fragpunkt läßt sicl nur auf.dem Wege in Erwägung zichen , den. dasselbe Grundgeseß vorschreibt, an Es Ir Wir Alle durch feierlichen Eid gebun- en nnd. / h

Es wtrd diese wichtige Frage den vornehmsten Gegen- stand Jhrer Berathungen ausmachen. Jch wünsche in dieser Hinsicht die Fdeen und Ansichten Jhrer Versammlung, und zwar mit der Offenheit und Ruhe, welche das Junteresse der Sache so ganz besonders erheischt, mitgetheilt zu haben ; wäh- rend Jch selbst, der Jch vor Allem das Glück der -Nieder- länder wünsche, .deren Interessen dur< Meine Sorgfalt zu

fördern von der gdttlichen Vorsehung Mir anvertraut wurde,

vollkommen bereit bin, mit Jhrer Versammlung zu den Maaßregeln zu wirken, die dahin führen fönnen. (

Außérdem hat diese außerordentliche Zusammenkunft den Zweck, Ewron. Edelmögenden davon Kenntniß zu geben, daß das Interesse des Reiches unter den statt findenden Umstän- den das Beisammenbleiben der Miliz über die ‘durch das

Grundgeseß zu den gewöhnlichen Waffen-Uebungen bestimmte

Zeit hinaus dringend erfordert.

Die Befriedigung der Geldbedürfnisse, die hieraus, so wie aus vielen anderen Folgen des Aufruhrs, entspringen, fann vorläufig aus den erôfsneten Krediten stätt finden, doch wird die nähere Anordnung derselben in Jhrer bevorstehen- den gewöhnlichen Versammlung ein“ Gegenstand . Jhrer Er- wägung werden müssen.

Edelmögende Herren! Jch re<hne auf Jhre Treue und Vaterlandsliebe. Eingedenk der Revolutions - Stürme, die auch über Meinem Haupte gewüthet haben , werde Jch den Muth , die Liebe und die Treue, welche die Gewalt abge- hüttelt, die Rechte des Volks befefügt und das Scepter in Hand gegeben haben, eben so wenig vergessen, als die Tapferkeit, welche auf dem Schlachtfelde den Thron er- halten und die Unabhängigkeit des Vaterlandes gesichert hat.

Beilage *

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2001 S tand a M G0 Beilage zur Allgemeinen Preußishen Staats-Zeitung Æ 261.

Vollkommen bereit, billigen Wünschen entgegen zu kom- men „werde Jch doch niemals dem Parteigyeiste nachgeben oder Maaßregeln Meine Beistimmung ertheilen, die das Jnt- teresse und die Wohlfahrt der Nation den Umtrieben der Gewalt zum. Opfer bringen würden. Alle Jnteressen wo möglich zu vereinigen, ist der Wunsch Meines Herzens.“/

Der König/ wak , begleitet vom Prinzen von Oranien,

_ erschienen. Prinz Friedrih der Niederlande ist im Huaupt- Quartiere der Armee geblieben und hat daher der Erdssnung

nicht beigewohnt. Die Söhne des Prinzen von Oranien, so wie die fremden hier anwesenden hohen súrstlihen Personen,

befanden si<h in der Loge der Königl. Familie. Die Gesand- ten Rußlands, Englands und Preußens haden ebenfalls der Erdffnungs-Sißung beigewohnt. y

Als Se. Majestät und der Prinz die Versammlung ver- lassen hatten , bestieg Herr Corver Hooft, als Prásident der zweiten Kammer in der vorigen Session, den Stuhl und eigte an, daß er von Seiten der Regierung eine Mitthei-

ung zu machen habe; diese bestand in ‘einer Königl. Bot- haft vom- selbigen Tage, in der es hieß: daß Se. Majestät na< Jnhalt Zhrer Eröffnungs Rede, so wie der Königl. Kundmachung vom 5ten d., von Jhren Edelm. verlangten, unverweilt in bestimmte und sorgfältige Erwägung zu neh- men: 1) Ob die Erfahrung die Nothwendigkeit einer Modi- fication ‘der National - Justitutionen gezeigt habe ? 2) Ob in diesem Falle die durch die Traktaten und das Grundgeseß zwischen den beiden großen Abtheilungen des Königreichs er- richteten Beziehungen zur Förderung des gemeinsamen Vortheils in Form und Weise zu ändern seyen? Es wird Sr. Maje- stät angenehm seyn, über diese wichtigen Fragpunkte so nell, als die Beschaffenheit der Sache es zuläßt, die freie und offenherzige Mittheilung . der Ansichten der Repräsentanten

zu erhalten, um na< Befinden mit ihnen Maaßregeln tref-

fen zu fônnen, die zur Verwirklichung ihrer Ansicht getrof- fen werden müßten. Da die Versammlung noch nicht fon- stituirt war, um einen Beschluß fassen zu kdnnen, so vertag- te sie sich auf den látén d.

“Bei dem Zusamwmentreten „der êxrsten“ und zweiten“ Kamse r d Sr fr, die Daner

mer hat der von . Majestät dem Könige

der außerordentlichen Versammlung zum Präsidenten . der

ersten Kammer ernannte Fürst von Gavre den Vorsils ge- hrt. Beinahe alle Mitglieder der zweiten Kammer hatten si< zu der Versammlung“ eingefunden. G Diejenigen Mitglieder der- zweiten Kammer , welche die- ses Jahr anstatt Anderer gewählt worden sind, können erst am dritten Montage im Oftober ihre Sikße einnehmen, bis wohin ihre Vorgänger die ihrigen behalten. f / Se. Königl. Hoh. der Prinz Wilhelm von ‘Preußen ist

‘vorgestern hier angekommen.

Die Staats-Courant enthält einen sehr langen au- thentischen Bericht vom Aufenthalte des Prinzen von Ora» nièn in Brüssel. Aus demselben ersieht man unter Anderm, daß der Kaiserl. Oesterreichische Gesandte, Graf v. Mier, und det Königl. Spanische, Hr. Anduaga, zu ihm nah Vilvorden gekommen waren, um ihm deu Zustand Brüssels zu schildern.

Vorgestern Morgen um 3 Uhr if der Herzog von Braun- s<hweig, über Rotterdam nach O sich begebend, unter dem Namen eines Grafen v. Warberg+ Eberstein, durch Utrecht gereist. | ; s

Am 10ten kam der Britische Pair Lord Beresford in

Amsterdam an. i : Brássel, 14. Sept. Jn der Gazette des Pays-

Bas liest man: „„Die' General -Staaten sind in diesem Au-

genbli>e versammelt ; die Vertreter der Nation sind im Be- griff, die Lurzlih zum Vorschein gekommenen Wünsche zu prüfen und ein erstes Urtheil úber die Frage zu fällen, ob Grund vorhanden sey, in unsere politische Organisation, wie sie dur< Traftate und das Grundgeseß bestimmt worden, eine Aenderung einzuführen. Ein König, der, ungeachtet der Zeit-Ereignisse, fest in der ganz verfassungsmäßigen Stel- lung beharrt, die er bei seiner Gelangung auf den Thron an- genommen hat, und sich beeilt, die Vertreter des Volkes um sih zu berufen, um mit ihnen zu untersuchen, was unker so schroierigen Umständen zu thun sey; Prinzen/ von denen der Eine si< no< vor wenigen Tagen mitten unter uns befun- den ‘und’ dargethan hat, wie sehr seine Seele von Edelmuth, Herzhaftigkeit und besonders von Liebe zu den Belgiern er- fállt sey; die Elite der Nation, zum ersten Male durch die

nen, und es ist Grund zu der E, daß die er

Stimme des Monarchen außerordentlich zusammenberufen und unter Umständen versammelt, die für unsere jungen An-

nalen noch neu find; außerhalb dieses imposanten Schauspteles

ein Volk, das von Hoffnung und Furcht gleichsam in schwébendem Zustand gehalten wird; das pölitischeEuropa, das seine-Blicke auf diese Versammlung der General-Staaten gerichtet hält, wdò eine ungeheure Frage in Erwägung gezogen werden soll alles dies erfullt die Einbildungskraft mit großen Bildern und eröffnet dem Gedanfen ein weites mächtiges Feld. Von der ‘einen Seite zeigt “sich uns - die Fraction eines Volkes, welche der Ausdruck von ‘Grundsäßen ist, die unseren Jn- stitutionen- ganz fremd“ sind, und von Wünschen , welche un- glüliche Umstände erzeugt ‘haben; während wir von der an- deren Seite eine Bevölkerung erblicken, die ihrerseits der Ausdruck materieller dur eine ‘lange Erfahrung - geheiligter Interessen ist kurz der Ausdruck von Allem, was feit 15 Fahren uns mit wirklichen Wohlstand erfüllt hat. Theorie und Praxis sind mit einander im Kampfe; rein moralische und rein materielle Juteressen, spekulative: Jdeen und die Erfahrung, dies sind die Parteien, die in diesem Prozesse einander gegenüber stehen.‘/ | Von der Stadtverwaltung ist in Betracht: der mehr her- gestellten Ruhe angeordnet worden, daß die Bürgergloke, statt bisher Abends um 10 Uhr, nun érst um 11 Uhr geläu- tet werden foll. i : U) 4

Die Herzogin Bernhard von Sachsen-Weimar ist von

Gent nach dem Haag abgereist, um der ‘Vermählung. Jhrer

K. H. der Prinzessin Mariane- beizuwohnen. Vorgestern wurde hier im Theater der Vortrag mehrerer Brabanter National - Lieder verlangt, die auch-gesungen wur- den; zwei Stimmen, die die Marseiller Hymne gefordert haben, sind -durh Zischen - zum Stillschweigen gebracht mor- den. Am Ende: mußten ‘sämmtliche Schauspieler , die -Mit- glieder der National/Garde sind, auf der Bühne erscheinen. Jn - Verviers is eine Bittschrift ‘an den ‘König zu Stande - gekommen, in der um Trennung Belgiens von Hol- land nachgesucht“ wird. , i gt Lüttich, 13. Sept. Es sind heute Morgen 700 Mann

‘der 13. Jufanterie-Division in die Citadelle gerút. Diese

Trüppen fühkten 4 fkkéine'Feldstütke mitsich„ die wieder: zu- rü>geschi>c sind. Der in ‘der Citadelle fommandirende Ge- neral Van Boecop , ‘hat äâber diesen Gegenstand * folgéndes Schreiben an dén Gouverneur der Provinz eklassên:

„Jch vernehme, daß ein Bataillon auf dem Matsche ist, um die Garnison“ der ‘Citadelle zu verstärken: und “ihr den Dienst zu erleichtern, indem viele Soldaten an Augeuschmer- zen leiden. Jch bitte Sie, zu versichern , daß ín dieser Be- wegung nichts Feindseliges liege, ynd daß die Einwöhtier ganz ruhig seyn können. Jch bitte Ew. Excellenz, den Kom- mañdanrten der bewaffneten Macht davon in ‘Kenntniß zu seben.“ / E i i Schweden und Norwegen.

Sto>holm, 10. Sept. Der Kaiserliche Brasiliänische Geschäftsträger. am Königl. Hofe hierselbst, Commahndeur da Silva Loureiro, is zuglei<h als General : Konsul für Schwe- den anerfannt worden. | : :

Aus Malms wird vom 2Wsten v. M. gemeldet: „„Die - Heringsfischerei, die hier in den leßten Jahren höchst unbe- deutend gewesen, hat diese Woche wieder A AS S:

er Ve- werbszweig wieder so einträglih" wie früher werden wird, ‘da sih in unsern Strandgegenden, wie in der Gothenburger Scheeren, ungeheure Schwärmne von“ dieser Fischart täglich eigen.‘ : | c d \ Nachrichten aus Oerebro zufolge, hat sich in der - soge- nannten Kringle-Grube auf dem Erzfelde des Dalkarls-Ber- és im dasigen Lehne am 8. Juni d. J. ein sehr starker ergsturz ereignet , der vier Menschen auf 90 Klafter Tiefe in_den Grund der Grube begrub. Bemerkenswerth ist es, daß, als der Sturz geschah, drei Personen auf einer Leiter mit dem Bestempeln des Metalls oben in der Grube béschäf- tigt waren ; von diesen kamen zwei um, und eine ward ge- rettet; von drei andern, die in dem Stollen des Berges auf dem Boden dér Grube das Gewonnene in Fässer sammelten, famen gleichfalls zwei um, die dritte aber ward auf eine Art, die nahe an ein Wunder gränzt,*" gerettet. Sowie nämlich das Gestein die Grubenwände hinunterschoß, {lug es ‘Feuer an einander und zundete einen Pulverkübel gn, wodurch' altes

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