1874 / 219 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Frl. Lehmann. Valentine: Fr. v. Voggenhuber. Page: Frl. Seechofer. St. Bris: Hr. Krolop. Nevers: Hr. Schmidt. Raoul : Hr. Niemann. Marcel: Hr. Frie. Anfang halb 7 Uhr.

Mittel-Preise. Schauspielhaus. (176. Vorstellung.) Auf

Die BRELMHRIST E WeRTtdesammlung,

(Vergl. Nr. 208 d. Bl.)

Nicht minder glänzend als das Genre ist die niederländische Landschaftsmalerei in ihren verschiedenen Richtungen in der Ausstellung vertreten, und zwar niht blos durch hervorragende Werke von Meistera der besten Blüthezeit, sondern auch dur werthvolle und bezeichnende Proben aus der ihr unmittelbar vorangehenden Entwickelungsperiode. Unter diesen gebührt dem Bilde von Hans Bol der erste Plaß. In dem kleinsten Raume entfaltet sich hier das reiste und verschiedenartigste Leben, und in der hingebend liebevollen Treue der Behandlung, die den gleihen Fleiß auf das Größte und Bedeutendste, wie auf das geringste Detail, auf jedes einzelne Spürchen der Staffage, auf jedes Moos, jedes Blatt und jede Ranke verwendet, offenbart

Begehren :

sih jene naive Luft und Freude an den mannigfachen Erschei-

nungsformen der Natur, aus welcher in allmähliher Entwicke- lung die seltene Blüthe der niederländishen Landschaft erwächst. Von dem Hause im Vördergrund, vor dessen Thür eine bunt- gemischte Gesellschaft fsißzt und aus dessen Fenstern die Köpfe noch anderer Figuren heraus\hauen, blickt man rechts und links auf Gebäude, die in freundlih grüner Umgebung daliegen, hier hoh auf einemHügel, dort am Rande eines Wassers, dessen klare Fläche ihr Bild wiederspiegelt. Dazwischen is das Terrain überall mit lebendiger Staffage erfüllt. Spaziergänger und Arbeiter, Bür- ger und Soldaten bieten sih den Blicken dar, und höchst ergößz- lih find die zahlreichen Episoden, die sh hier und dort abspielen, um jedem Fleckchen des Bildes sein besonderes Interesse zu ver- leihen. Dabei ist freilich die Landschaft noch überwiegend nur Scenerie für das, was fie umschließt, keineswegs bereits aus- \ch{ließlich um ihrer selbft willen da und in dem in einer charak- teriftishen Stimmung \sich aus\prechenden, ihr selber eigenthüm- lihen inneren Leben erfaßt.

Einen wesentlihen Fortschritt zu diesem Ziele bezeichnen die beiden Bilder von Adrian van de Venne, ein „Winter* und ein „Sommer.“ In ihrer Staffage erinnert noch mancher Zug an die in zahlreichen kleinen Episoden \sich ergehende Erfin- dung des vorigen Bildes; doch liegt im Ganzen bereits der Nachdruck auf der Schilderung der Natur in einer bestimmten einheitlichen Stimmung, neben welcher die im kleinsten Maaßstabe meisterhaft vollendete Staffage an selbständiger Bedeutung. ver- liert. Namentlih das Bild des „Sommers“, das überhaupt zu den anziehendsten und liebenswürdigsten der Ausstellung gehört, ist mit seinem Wald und Wasser, mit seiner Fernsiht über eine hügelige Gegend, mit der lebendigen Abfstufung seiner Gründe und dem s{chönen Zuge seiner Linien in dieser Hinsicht von nicht geringer fünftlerisher Bedeutung.

Wiederum eine höhere Stufe der Entwickelung erkennt man in einem fleinen vorzüglihen Bilde von Esaias van de Velde, und in zwei unter dessen Einfluß entstandenen Iugend- arbeiten des Jan van Goyen, der als erster Meister der

_Blüthezeit in drei größeren Bildern charakteristish vertreten ift. Eine Landschaft, in deren flacher, grüner Ebene die Stadt Arn- Heim fich ausdehnt und an ihr vorüber der Rhein zwischen flacen Ufern fih hinwindet, und eine „Ansicht der Stadt Nim- wegen“, deren Befestigungen von den vorüberfließenden und fch meithin in die zart verschwimmende Ferne dehnenden Wasser be- \pült werden, find von echter Wahrheit der Stimmung und namentlich das zuleßt genannte Bild von überaus feiner und harmonisher Abftufung des Tons. Ebenso vortrefflich is die trübe winterlihe Luft bei einem von Schneewolken umdüsterten Himmel in einer Winterlandschaft wiedergegeben, deren Eisfläche dur eine reihbewegte, meisterhaft gezeichnete Staffage charakteristish belebt erscheint.

Sliht und anspruchëlos und im denkbar höchsten Grade gewissenhaft und fleißig in der Ausführung des Details erscheint der „Auszug des Prinzen von Oranien zur Jagd“ von Paul Potter, dem berühmtesten holländishen Meister der Thierma- lerei. Die tre beobachtete einfahe Landschaft, ein Gehölz des Haag, fteht in vollstem Einklang mit der Staffage, den weiden- den Kühen auf der einen, der \echs\pännigen Equipage, den Pferden und Hunden des Iagdzuges auf der anderen Seite des \pätsommerlih gestimmten Bildes. Mit gleiher Sorgfalt \cil- dert der Maler den moosbewachsenen hohlen Stamm mit jeinen faft ganz entlaubten Zweigen und die im fkleinften Maßstabe dargestellten Thierfiguren, deren jede in Form und Bewegung das frischeste und echteste Leben bewundern läßt.

Mit Thierfiguren staffiren auch Adrian van de Velde und Albert Cuyp ihre Landschaften. Von dem Ersteren sehen wir eine Flußlandshaft unter ruhig klarem, von leichten weißen Wölkchen gestreiften Himmel, der ih sammt der s{hmalen, gestreckten Landzunge mit den auf ihr weidenden beiden Pferde1 und dem jenseitigen Ufer, seinem ländlihen Schlößchen, feinen vereinzelten Hütten und Bäumen in dem hellen Wasser wieder- spiegelt und im Verein mit der stillen, warmen Luft dem Bilde eine Stimmung friedlicher, wohlig erquickender und anheimelnder Ruhe verleiht, wie fie kein Maler anziehender zu \{hildern ver- mag. Durch eine in lihter, sonniger Tönung beinahe einfarbig ausgeführte Dünenlandschaft if der geniale Cuyp vertreten, und noch vorzügliher durch ein zweites fleineres Bild, ein ¿wischen felsige Ufer eingeschlossenes Waffer mit duftig vershwimmender Ferne und von warmem, goldigen Sonnenliht durchleuchteten Luft. Unübertrefflih fem und zart isst die Farbe und der Ton, von hinreißend bezaubernder Poesie die Stimmung dieses Bildes, der fich eine rechts im“ Vordergrunde, am Rande des steilen Ufers fihtbare Staffage zweier Hirten und ihrer Kühe harmonis{h einfügt.

Aart van der Neer begegnet uns nicht allein mit zwei Bränden und drei Mondscheinbildern auf denjenigen Gebieten, auf denen er den größten Ruhm erworben hat, sondern außer- dem auch noch mit einer durch vorzügliche Luftperspektive aus- gezeihneten reichbelebten Eislandschaft. Von jenen fünf Ge- mälden heben wir zunächst die „Feuersbrunst in Amsterdam“ als ein Meisterwerk der ganzen Gattung hervor. . Mit feinem Gefühl ift die Brandstätte mit ihren lodernden Flammen und den qualmend fich fortwälzenden Rauhwolken ganz in die Tiefe des Bildes verlegt und zu dem näthtlihen Dunkel der breiten Wasserflähe des Vordergrundes und der Häuser und Baum- reihen auf beiden Ufern derselben in einen effektvollen Gegensaß geftelli, durch den die unheimlihe Poefie der dargestellten Scene in großartiger Weise gesteigert und der höchste Grad malerischer Wirkung erzielt wird. Die ungewisse traulihe Dämmerung des Mondscheins, die fich über einen Kanal, über die Hütten an seinen Ufern, über die Kähne, Brücken und

Pfähle am | Rande des Wassers breitet, und das geheimnißvoll stille |

Nathan. der Weise. Dramatisches Gedicht in 5 Abtheilungen von G. E. Lessing. Anfang halb 7 Uhr. -Mittel-Preise.

Sonntag, den 20. September. Opernhaus. (174. Vorstel- lung.) Die Zauberflöte. Oper in 3 Abtheilungen. Musik von

Mozart. Königin der Nacht: Frl. Groffi. Pamina: Fr. Kupfer-

und klare Licht, das der Mond, aus Wolken hervortretend, über ein weites Wasser und über die romantishen Thürme am fernen Ufer ausgießt, {hildern zwei Bilder des Malers, denen fihch als drittes und bedeutendstes dieser Art eine Mondscheinlandschast größeren Formates anschließt, ein Bild von unbeschreiblih tiefer Poefie der Stimmung und von unübertreffliher Meisterschaft der malerishen Behandlung. Die landschaftlihe Scenerie ist einfach genug: links am Ufer eines breiten Kanals liegen, halb von dunklen Bäumen versteckt, einzelne Häuser; rehts erhebt fich auf hügeligem Boden in der Ferne eine Mühle. Einen wunderbar poetischen Reiz aber gewinnt diese \{chweigende. Land- schaft durch den Mondschein, der das nähtlihe Gewölk durh- bricht, über den Spiegel des Wassers hinzittert, hier und da mit ungewissem Licht die Schatten erhellt und vor dem Helldunkel der Luft die Staffagefigur eines Reiters, der ein Boot das Wasser hinaufzieht , in charaktervollem Umriß hervortreten läßt.

_ Der große Jacob*van Ruysdael is in fünf Bildern nah den verschiedensten Seiten hin vertreten, die ihm eigene düstere Melancholie - der Stimmung athmet ein Waldinterieur, ein \{chweigend daliegendes Gewässer, das auf der einen Seite von sumpfigem Ufer, auf der anderen von dichten, dunkel shattenden Bäumen ums(hlofsen is. Zwei kahle Birkenstämme, von denen der eine in der Mitte gebrochen ift, heben sich am Rande der Waldung von deren tiefgetönten Laubmassen ab und bereichern die ernste Scenerie noch um einen fein empfundenen und für ihre poetishe Stimmung bedeutungsvollen Zug. Ein geheimnißvoll träumerisher Ton charakterifirl die Stimmung eines zweiten Bildes, eines alten verwilderten Parks, zwischen desen Tannengrün in der Tiefe ein Landhaus und auf dem freien Plate vor demselben eine fich im Freien ergehende Gesellschaft von Serren und Damen sichtbar wird. Deren Belustigung aber verkflingt in der Ferne, während vorn nur das einförmige Plätschern einer Fontäne die abendliche Stille melancholish unter- briht. Zu den ergreifendsten Schilderungen des vom Sturm er- regten Meeres zählt das dritte Bild des Meisters, eine Marine mit dunkel bewölftem Himmel, der nur hier und da einen matten Lichtstrahl hindurhläßt und über den mähtige tief- hangende Wolken dahingetrieben werden. Ia der Ferne heben fih vor dem finsteren Himmel die Umrisse eines am Ufer stehenden Thurmes ab; auf den \{chwärzlihen Wegen, die im Vordergrunde über ein Bollwerk hinwegshäumen, ist ein Schiff mit ausgespannten Segeln dem entfesselten Ungestüm der Ele- mente preisgegeben. Zu der Großartigkeit diefer Darstellung steht in eigenthümlihem Gegensaß eine jener vorzüglichen Ruysdaelshen Fernsichten, ein Blick von dem Dorfe Overveen mit seinen Bleichen und seinen im Gebüsch versteckten Häusern auf die Stadt Haarlem, deren Thürme und Gebäude \ich fern in der flachen, in meifterhafter Perspektive wiedergegebenen Ebene erheben. In ihren zahlreihen kleinen Details ift diese ebenso vollendet geschildert, wie die über sie ausgebreitete leihtverhüllte Luft mit den hier und da die Gründe streifenden Sonnenbliten. In dem leßten Bilde, einer Ansicht des Domplatzes von Amster- dam mit der alten Stadtwaage, tritt uns Ruysdael endlih au noch als vortreffliher Architekturmaler entgegen, während die über den Plas vertheilten, fein gezeihneten und meisterlih in den Ton des Bildes sich einfügenden Staffagegruppen zuglei die Kunft des Eglon van der Neer repräfentiren, der übri- gens außerdem noch dur “ein gefälliges Bild des „Tobias mit dem Engel in eîner Landschaft“ vertreten ift.

Zu den genännten großen Meistern gesellen sch ferner noch Aldert van Everdingen mit einem norwegishen Motiv, einer* harakteriftisch aufgefaßten felsigen Gebirgspartie, Ian Both ebenfalls mit einer kleinen Gebirgslandschaft, die aber von \üdlich fonniger Luft erfüllt ift, und besonders auch der ältere Jan van der Meer von Haarlem, von dem zwei Bilder vorhanden find. - Eine Anficht der Stadt Haarlem zeigt ein mit Mühlen und Wohnhäusern beseßtes und mit Bäumen bepflanz- tes Kanalufer und erreicht in der Wiedergabe des eben die feuchte Luft durhbrechenden, die Baumkronen und die rothen Ziegeldächer streifenden Sonnenlichts eine ebenso wahre und carakteristishe Wirkung, wie das meisterlich vollendete kleinere Bild, eine in hellem \{charfen Sonnenschein till daliegende Dünenlandschaft mit mäßig ansteigendem fandigen Boden, dessen gelbliher Ton effeftvoll gegen das dunkle Grün einer breithingelagerten Kiefern- waldung fkontrastirt und \sich, mannigfah belebt, bis zum fernen Horizont hin ausdehnt.

Für eine ganze Reihe von Landschaften möge an dieser Stelle die Anführung der Künstler genügen, von denen fie her- rühren. Wir treffen noch Avercamp mit einer von Schlitt- \huhläufern angefüllten Eislandschaft, Shoevardts mit einem dur reihe Staffage belebten Marktplaz eines Dorfes, Isa ck van Ruysdael und-Pieter Molyn mit je einem ebenso anspruhslosen wie anziehenden Bilde, Segers mit dem ein- zigen von ihm nachweisbaren Bilde, einer trefflichen, energish getönten Flahlandschaft, Vries und Hulf|t mit je einer Ansicht alten, theilweis verwitterten und von vorüberfließendem Wasser bespülten Gemäuers, Rombouts mit einem Waldinterieur im Charakter des Jacob van Ruysdael, Jacob van der Ulft mit einem von römischen Ruinen umgebenen und von charakteristisczen Staffagegruppen erfüllten Marktplaz, Berkheyde mit einer freundlichen Ansicht des Vyverberg, eines Stadttheils des Haag. Den Leßteren reihen wir die drei Architekturmaler Saenredam, Vliet und Emanuel de Wit an, von deren jedem ein Kirchen- interieur vorhanden ift, und dazu kommen \{ließlich noch die Marinemaler Artvelt mit zwei, Peeters, Zeeman und Willem van de Velde mit je einem Bilde, von denen na- mentlich das feingezeihnete Strandbild von Zeeman und die lebendige und in allen Theilen sorgfältig studirte Marine von W. van de Velde hervorzuheben sind.

Eine besondere Beachtung aber verdienen noch die Bilder von Wouvermän und von dem jüngeren (Delfter) Jan van der Meer. Von Wouverman find zwei jener geistreichen Bilder vorhanden, in denen die landschaftlihe Scenerie und die genre- hafte Staffage gleihwerthig auftreten oder vielmehr gänzli in- einander aufgegangen find und die sauberste Vollendung der Zeichnung mit zarter Feinheit des Tons verbindén. Eine „Scene vor der Shmiede“ bei düsterer Stimmung des bewölkften Him- mels und mehr noch ein sonnenbeleuchteter, in goldigem Ton gemalter „Aufvruch zur Jagd“ mit zahlreihen kleinen Figuren von Menschen, Pferden und Hunden sind zwei Meisterwerke die- ser Gattung, zu denen fich noch ein früheres Bild des Malers, eine bergige Winterlandschaft gesellt, die sich durch außerordent- lih flare Stimmung der fühlen, frischen Luft auszeihnet. Gleichfalls durch drei Arbeiten if der erst in neuester Zeit wieder zu verdienter Würdigung gelangte Delfter Jan van

Berger. Sarastro: Hr. Fricke. Tamino: Hr. Schott. Papageno: Hr. Schmidt. Anfeng halb 7 Uhr. c-Secie

Schauspielhaus. (177. Vorstellung.) Auf - Begehren: Die Journalisten. Lustspiel in 4 Akten von G. Freitag. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.

der Meer vertreten. Ein rein landschaftlihes Motiv be handelt nur eines dieser Bilder, eine abgeschieden daliegende ländliche Niederlafsung, in welcher die weiße Front eines Hauses die Mitte einnimmt, während daneben noh eine von Weinlauß berankte ‘auer und ein Brunnen sichtbar wird. Dieser ein- fachen S-enerie aber ift ein hoher und origineller malerisher Reiz dadurch abgewonnen, daß auf das sfonnenbeleuhtete Wei des Hauses zwei seitwärts davor stehende Linden die hin- un herzitternden Schatten ihrer breiten, lockÆeren und leihtbeweglihen Laubmafsen werfen und dadurch einen Wesel im Spiel des Lichtes und Schatten hervorrufen, wie er reizvoller niht gedacht und mit entzückenderer Zartheit niht 1iedergegeben werden kann, Gleich meisterhaft ift die Beleuhtung in einem zweiten Bilde be- handelt, dem Interieur eines alten, engen und verbauten Hofes mit der Staffagefigur eines Jungen, der Seifenblasen mat. Sei- nen hohen poetishen Reiz gewinnt dieses Bild dur einen in feltenem Maße malerish wirksamen Kontrast, durch den Gegen- saß des durchsihtigen, warmen Helldunkels, in das der Innen- raum des Hofes gehüllt ift, und des entschiedenen Sonnenlihts, das von der Seite her auf eine hohe weiße Mauer und auf die rothen Ziegel des anstoßenden Daches auffällt, Zugleih fesselt hier die sihere Breite des Vortrags, der fest und bestimmt die einzelnen Töne nebeneinander hinsezt und damit die Dinge zu einer unübertrefflich lebendigen und wahren körperlihen und fstofflihen Erscheinung heraus- arbeitet. Nicht geringer ist diese Wirkung endlih in dem leßten Bilde, hier aber durch einen zarter vershmolzenen Vortrag erreiht, wie er dem Motiv der Darstellung entspricht. Diese zeigt ein junges, in helle Stoffe gekleidetes Mädchen, das, eine Perlenkette um den Hals -knüpfend, vor dem Spiegel steht und sh in duftiger Färbung von der lihtgrauen Wand des Zimmers abhebt, durch dessen leichtverhülltes Fenster das Sonnenlicht in reicher Fülle hereinftrömt. Eigenartig pikant ist diese Beleuchtung, das die Gestalt umfließende volle Licht mit seinen \{hirmenden Reflexen, in dessen Wiedergabe die feinste Töônung fich mit voll- endeter Wahrheit des malerishen Effekts verbindet.

Wie die bisher besprochenen Zweige der Malerei, \o find endlih auch noch das Stillleben, die Blumen- und Thiermaleréi in der Suermondtshen Sammlung dur eine ansehnliche Reihe bedeutender Arbeiten vertreten. Es genüge hier, auf das große

„Grühstücksbild“ von BPierson, auf die aus mannigfachen |

Geräth fomponirte Stillleben von Peter von dem jüngeren Frans Hals, auf die aus Blumen und Früchten gebildeten von Beyeren, von Cornelis und David de Heem und von Als, fowie auf den Blumenstrauß von der Rachel Ruisch und besonders auf die beiden prahtvollen Blumenstücke von Jan van Huysum aufmerksam zu machen, die, in ihrem entzückenden, tiefgesättigten und harmonischen Kolorit durhaus unversehrt erhalten, zu den Perlen der Sammlung und zu den erlesensten Arbeiten der ganzen Gattung zählen. Auch von Snyders if ein trefflihes Fruhtftück vorhanden und von demselben Meister ein: flott ge- malte Studie von vier Hundeköpfen, denen sich zwei Thierstücke des Jan Fyt anreihen. Namentlih das größere dieser beiden Bilder, das einen erlegten Rehbock mit anderem Wildpret, mit vershiedenem Iagdgeräth und zwei zusammengekoppelten Hunden in glückliher Gruppirung zeigt, is ebenso durch lebendige Charakteristik wie durch meisterhafte Formengebung und dur foloristishe Schönheit ausgezeihnet. Ein an einem blauen Bande aufgehängtes, zart behandeltes Rebhuhn von A cker und ein kleines Bildhen von Angel, das verschiedenes todtes Ge- flügel darstellt, machen fich ebenso vortheilhaft bemerkbar wie eine Gruppe von Seefishen von van Duynen und eine an- dere Gruppe an einer Wand aufgehängter Fische von Gillig, ein Bild, das in seiner Art ebenso bedeutend ist wie die beiden oben erwähnten Blumenstücke von van Huysum. Ein Hühnerhof von A. van Utrecht und endlich ein Teich mit verschiedenen ausländischen Entenarten und einem majestätishem Pelikan -von Hondecoeter, dem berühmtesten Maler lebenden Geflügels, mögen diese kurze Uebersicht beschließen.

Die der niederländischen Malerei gewidmeten Abtheilung der Berliner Gemäldegallerie wird durch den Hinzutritt der Suermondtshen Sammlung eine wesentlih veränderte Physio- gnomie gewinnen und nunmehr wirklich im Stande sein, dem Beschauer diese bedeutende Periode der Kunstgeschichte in um- fassendster Weise zu illustriren. Aber au die anderen Abthei- lungen der Gallerie, namentlich die der deutshen und der \pa- nischen Malerei, werden durch die neue Erwerbung einen statt- lichen Zuwachs erhalten. Ueber defsen volle Bedeutung werden wir freilich ers dann zu urtheilen vermögen, wenn au die ge- genwärtig noch nicht ausgestellten Gemälde der Betrachtung zugänglih gemacht sein werden. In die jeßt eröffnete Aussftel- lung find nur einige wenige italienishe, franzöfishe und \pa- nische Bilder aufgenommen worden, und wir beschränken uns deshalb darauf, zum Shluß nur noch auf die beiden hervor- ragendsten derselben, auf zwei Porträts des Velasquez hin- zuweisen. Das eine derselben ist das Knieftück eines \{hwarz- gekleideten und mit den reihen Insignien des San Jago-Ordens geschmückten Mannes, der in ausdrucksvoller, siherer Haltung, die Linke gegen dic Hüfte stemmend, mit der Rechten einen hohen Stock auffstüßend, dem Beschauer gegenübersteht und dur die geschlossene Kube der gesammten Erscheinung eine bedeutende Wirkung erzielt. Doch wird dieses Porträt noch weit überboten durch das unvergleihlihe Bildniß der Königin Elisabeth, der ersten Gemahlin Philipps I1V. von Spanien. Vor einer rothen Portière, die den Hintergrund des Bildes ausfüllt, tritt die Ge- stalt der Königin dem Beschauer in ganzer Figur entgegen ; die reite Hand der aufrecht Daftehenden ruht bequem auf der Lehne eines Sefssel3, die Linke, deren Finger ein feines Taschentuh halten, fällt auf das Gewand von \{hwerem, grünlihem, mit Gold durhwirkten Seiden herab, das die zartgebaute, s{chmächtige Gestalt umschließt. Aber die meisterhafte Malerei dieser Robe, der hohe foloristishe Reiz des reichen Beiwerks vermag doch die Blicke niht von dem blassen, von krausem blondem Haar einge- faßten Geficht abzulenken, dessen Züge durch die vollendetste Feinheit des arafkteristishen Ausdruckes, einer Mischung zurück- haltender Vornehmheit und müder Abspannung, immer wieder von Neuem das Auge auf fich ziehen und mit so unwidersteh- liher Gemwalt festhalten, wie fie nur die seltenste Meisterschaft psychologisher Schilderung auszuüben vermag.

Redaktion und Rendantur: Schwieger.

Berlin: Verlag der Expedition (Keffel). Druck: W. Elsner. Drei Beilagen (einschliezlich Börsen- und Handelsregifter - Beilage Nr, 171),

Potter und

“wird am 4. Dezember 1874, Bormittags 11 Uhr,

2 219,

Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger uno Königlich Preußischen Skaals-Anuzeiger. Berlin, Freitag, den 18. September

4 l nserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Preuß. taats-Anzeiger, das Central-Handeléregister und das Postblait nimmt an: die Inseraten-Expedition des Dentschen Reihs- Anzeigers and Königlich

reußischen Staats-Anzeigers: Berliù, W W. Wilhelm-Straße Nr. 32. d

L SieEbriefe und Untersuhungê-Sachen.

2. Subhaftationen, Uufgebote, Vorladungen u. dergl.

3. Verkäufe, VerpzStungen, Submissionen 1c.

4. Berioosung, Amertijaticn, Zin3zahinng u. . w.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen u. dergl.

(36591) Subhastations-Pateut.

Das dem Maurermeister Theodor Reimann zu Berlin gehörige, in Stegliß am Neuen Wege be- legene, im Grundbuch von Stegliß Band V. Blatt Nr. 164 verzeichnete Grundstü nebst Zubehör foll den 23. November 1874, Bormittags 11 Uhr, im Wege der nothwendigen Subhastation öffentlich an den Meistbietenden versteigert, und demnächst das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags den 25, November 1874, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gcrichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zim- mer Nr. 12, verkündet werden i

Das zu versteigernde Grundflück ist zur Grund- steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammt- Flächenmaß von 10 Aren 8 Qu.-Metern mit einem Rein- ertrag von 1,07 Thlr. und zur Gebäudesteuer noch nicht veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle und Hypothekenschein, ingleichen etwaige Abshäßungen, andere das Grundstück betreffende Nachweisungen und bejondere Kaufbedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen. :

Alle Diejenigen, welhe Eigenthum oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Hypothekenbuch bedürfende, aber nicht einge- tragene Realrechte geltend zu machen haben, werden aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Präklusion spätestens im Verfteigerungstermin anzumelden.

Berlin, den 16. Juli 1874.

Königliches Kreisgericht. Der Subhastations-Richter.

(3661] Subhastations-Pateut.

Das dem Bauführer Albert Friedrich Wilhelm Feldmann gehörige, an der Blumeuthalstraße zu Tempelhof belegene, im Hypothekenbuch von Tem- pelhof Band V. Nr. 315 verzeihnete Gruudstück nebst Zubehör soll den 18. November 1874, Vormittags 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle, Zimmerstraße Nr. 25, Zimmer Nr. 12, im Wege der nothwendigen Sub- hastation sffentlich an den Meistbietenden verstei- gert, und LOE das Uriheil über die Erthei- lung des Zuschlags des 21. November 1874, Bormittags 11 Uhr, ebenda verfündet werden. E

Das zu verfsteigernde Grundstück ist zur Grund- steuer, bei einem derselben unterliegenden Gesammkt- Flächenmaß von 17 Aren 70 Qu.-Metern, mit einem Reinertrag von 2,74 Thlr. veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle und Hypothekenschein, ingleichen etwaige Abschäßungen, andere -das Grundstück be- treffende Nachweisungen und besondere Kaufbedingungen sind in unserm Bureau V. einzusehen.

Alle Diejenigen, welche Eigenthum oder ander- weite, zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Hypothekenbuch bedürfende, aber nicht ein- getragene Realrechte geltend zu machen haben, wer- den aufgefordert, dieselben zur Vermeidung der Prä- flufion spätestens im Versteigerungstermin anzu- melden.

Berlin, den 6. August 1874.

Königliches Kreiegericht. Der Subhastations-Richter.

[277] Nothwendiger Vexkauf.

Die dem Kaufmann Oëwald Moriß zu Liegniß gehörige Banernahrung Grundbuch Nr. 7_ zu Reichenbah soll im Wege der nothwendigen Sub- hastation am 2. Dezember 1874, Bormittags 11 Uhr, vor dem Subhastations-Richter in unserm Gerihtsgebüude Zimmer Nr. 1 hierselbst ver-

fauft den. A5 Ler ‘Grundstü gehören: 50 Hektar 80 Ar

60 Quadratmeter der Grundsteuer unterliegende Windereien, und ist dasselbe bei der Grundsteuer nah einem Reinertrage von 128,182 Thlx. bei der Ge- bäudesteuer nach einem Nußungswerthe von 44 Thlr. reraulagt. i

Der Auszug aus der Steuerrolle und die neueste beglaubigte Abschrift des Grundbuchvlattes fönnen in unserm Bureau 19.a, während der Amtéftunden eingesehen werden. : /

Akle Diejenigen, welbe Eigenthum oder anderweite zur Wirksamkeit gegen Dritte der Eintragung in das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrechte geltend zu machen haben, werden hiermit aufgeforder!, dieselben zur Bermeidung der Prä- Husion spätestens im Bersteigerungstermine

Iden. Das “Urtheil über Ertheilung des Zuschlages

in unserm Gerichts ilde hier von dem Sub- tations-Richter verkündet werden. E v 6. September 1874. (à. Cto. 4053/9 1V.) Königliches Kreisgericht. |

Der Subhastations-Richter.

22 Ediftalladung. E Käthner und Zie elmeister Andreas Rexin zu Okollo bei Poln. Crone hat gegen seine Ehefrau Florentine Rexin , geborne Bessert , wegen bôslicher Verlassung auf Ehescheidung geklagt. Zur Beantwortung dieser Klage und zur mündlichen * er- handlung is Termin in unserm Audienz-Saale

Nr. 18 auf

von öffentliGen Papieren.

Deffentliher Anzeiger.

1874,

6, Induftrielle Etablissements, Fabriken u.Großzandel,

6. Verschiedene Bekanr.tmahungen.

7. Literarische Anzeigen.

s. Familien-Nachrichten.

9. Central-Handels-Register (eins@l. Konkurse). Erscheizt in separater Beilage.

Amerika begeben haben soll, wird zu diesem Termin unter der Verwarnung vorgeladen, daß bei ihrem Nichterscheinen die Angaben. der Klage für anerkannt erachtet und die Ehescheidung durch Contumacial- Erkenntniß au?gesprochen, fie auch für den {huldigen Theil erklärt und in die geseßlihe Ehescheidungs- strafe und in die Kofien verurtheilt werden wird. Bromberg, den 4. Juli 1874. Königliches Kreisgeriht. I. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen, Submisfionen 2c.

Rittergutsveryachtung.

Die im Kreise Rothenburg, Oberlausiß, 1 Meile von der Bahnstation Uhsmansdorf und F Meile von der Bahnstation Rietschen belegene Domäne Quolêë- dorf mit deu Vorwerken Heinri{swalde und Ferdi- nandshof, 1000 Morgen Acker (Weizboden), 250 Mor- gen Wiesen, 200 Morgen Karpfenteihe enthaltend joll vom 1. Oftober oder 1. November 1874 auf 9 Jahre verpachtet werden. _ [4073] Pacbtlustige haben sich über den eigenthümlichen Besiß eines disponiblen Vermögens von 20,000 Thlrn. und über ihre Qualifikation als Landwirth auszu- weisen. ___(à Cto./ 416/9.) Die Verpachtungsbedingungen, sowie die Gutskarte liegen auf dem Dominium Quolsdorf zur Ein- ficht aus.

Der Besißer des Dominium Quolsdorf.

Die am 25. d. M. in Kyriß angescßte Pferde- Auktion findet nicht statt. M.-Q. Buch, den 16. September 1874, Königlich 2. Brandenburgisches Ulancn-Regiment Nr. 11.

“o E R Ei Der vom 1. Oktober 1874 bis 1. Oktober 1875 erforderliche Bedarf folgender Materialien : 25,000 Kilogr. raffinirtes Rüböl, 30,000 , Schnmiersl, e E “e harte Talgseife, grüne Seife, i 17,000 « Petroleum, E soll im Wege der Submission beschafft werden.

Die Bedingungen liegen in unserm Bureau zur Einsicht aus und können gegen 5 Sgr. Kopialien von dort bezogen werden. 1

Zur Oeffnung der eingegangenen Offerten steht auf Sonnabend, den 26, d. Mts.,, Vormittags 11 Uhr, in unserm Bureau, Schleusenstraße Nr. 4 in Königsberg i. Pr. Termin an. (Hp. 14079)

Die Direktion.

V , Bekanntmachung. Königliche Ostbahn.

[4183]

A

Die im Bereich der Köaiglich mission IL. und in deren Werkstätten angesammelten Mectall-Abgänge und sonstigen alten Materia- lieu, nämlich: 2 i:

Schienen, Schmiedeeisen, Eisenblech, Grßstahl, Radreifen, Gußeisen, Messing, Kupfer, Blech, Gummi, Leder c. S sollen im Weg? der öffentlihen Submission nach Gewicht verkauft werden. . ;

Die hierauf bezüglichen Bedingungen nebst spezieller Nachweisung sämmtliczer zum Verkauf gestellten al- ten Materialien nach Eigenschaft und Qualität wer- den jedem Kaufluftigen auf portofreie Requifition an die Haupt-Magazin-Berwaltung hier, Hintere Vors stadt Nr. 66, unentgeltlih übersandt werden.

Diese Bedingungen sind ferner zur Einsicht“ausge- legt in dem Bureau der Ostbahn Weikstatt zu Kö- nigsberg in Pr. und in den Stationstureaus der Königlichen Ostbahn zu Berlin, Bromberg, Dirschau, Danzig Lege-Thor, Elbing, Insterburg und Gum- a. Submissionstermin ist hierzu auf

er Submissio Dieustag, den 6. er 1874, Vormittags

V : im Bureau der atafhincn Bäipektib hierselbst an-

geseßt. : : Die nach Maßgabe der Submissionsbedingungen

¿Ee O C sind ies und versiegelt it der Aufschrift : L

„O erte aut Ankauf von Materialien-Abgünge“

an die Haupt-Magazinverwaltung hier, Hintere Vor-

stadt Nr. 66, zu übersenden. 7 ; Die Eröffnung der Offerten erfolgt zur bezeichne-

ten Terminsfstunde in Gegenwart der etwa er]ciene-

[3766]

einzusehen. C Dresden, den 7. August 1574.

l Hserate nehmenan: die autorisirte Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Berlia, Breslau, Chemniß, Cöln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a.M., Halle a.S., Hamburg, Leipzig, München, Nürnberg, Prag, Straß- burg i. E., Stuttgart, Wien, Zürich und deren Agenten,

| jowie alle übrigen größeren Aunoucezut-Bureaus,

Bauverein Groser Garten.

Nachdem*es uns gelungen, in diesem Jahre bereits eilf Baustellen, von denen zwei an der Thier- garten-, zwei an der ersten, drei an der zweiten, eine an der dritten Curvenstraße und drei an der ver- längerien Wiener-Straße gelegen sind, zu verkaufen und wir beschlofsen haben, nunmehr unverzüglich den Bau sämmtlicher Straßen in Angriff zu nehmen, bieten wir sömzmtiiehe Baustellen von ver- schiedenster Größe (ca. 3600 bis 10,079 Quadrat-Ellen) zu r äßigen Preisen (je nach der Lage 23 bis 47 Thlr.) zum Verkaufe aus. Pläne und Bedingungen find im Bureau des Vereins, VBaderzasse 1, IF., Auf Wunsch werden photolithographirte Pläne zugesendet.

Bauverein Großer Garten, Verlángerte Park- umd Wiener-Straße.

Adv. Georg SŸhubert, Vorsißender.

[4180] Submisfion.

Die LLNUennE des diesjährigen Brennholzbe- darfs für das hiesige Königliche Eihungs-Amt in dem ungefähren Quantum von 56 Kubikmetern fkie- fern-Klobenholz soll an den Mindestfordernden ver- geben werden. 5 i 0 Unternehmer werden aufgefordert, ihre Offerten versiegelt und portofrei bis Montag, den 28. d. M,, Mittags 12 Uhr, im Bureau des Königlichen Eichungs-Amts, Kleine Alexanderstraße Nr. 20, nie- derzulegen und sind die Lieferungsbedingungen da- selbft einzusehen.

Berlin, den 16. September 1874. E Der Königliche Eihungs-Inspektor für die Provinz Brandenburg, Dsz. KoSmaun,

4187] Bekfanutmahung. ;

i Von der unterzeihueten Kommission sind im Wege der offentlihen Submission: 44 Stück Beinleder,

485 „, Deckengurte, i Z 32 Paar Stangenkummigeschirre zu 4- und 6 spän- nigen Geschirrzügen mit Kammkifsen und kurzen Koppeln, È 8 dergleichen Geschirre mit kurzen Koppeln jedoch ohne Kammkissen, weil diese -vor- handen, i E NPorderkummtgeschicie zu 4spännigen Ge- schirrzügen, ohne Kammkissen, weil diese vorhanden E Mittelkummtgeschirre zu 6 spännigen Ge- schirrzügen, oyne Kammkissen, weil diefe vorhanden, A es 212 Stangenkummtgeschirre zu 2 spännigen Geschirrzügen ohne Kammkissen, 276 Stüdt s 16 Halfterriemen, f 292 7 Halftern, zuglei Kopfgestell der Trense, 44 Paar Hufeisentaschen für Handpferde, 122 Stück P von Bandgurt, 95. Paar Padckta\chen, x 44 Sine Peitschen mít Leder umflochten, 44 „, Sattelböckte mit Bekleidung für Fahrer, a S / 23 Obergurte mit Kreuz- und Zugriemen, 41 Paar Steigriemen, 4 Steigbügel, 43 Garnituren Packriemen, 44 Slück Kandarengebisse, 90 ,„ Hauptgeftelle mit Zügel, 1466 Lrensen für Handpferde, 108 L e, Sattelpferde, feschaft ee Submis s-Termin wird auf u beschaffen, Der Submissions-Termi den De Oftober cr., um 10 Uhr Bormittags, im: Train-Depot-Bureau anberaumt, woselbst die Lieferungs-Bedingungen, sowie die allein maßgeben- den Zeichnungen, Train-Material, Geschirr und Stall- sachen 1873 eingesehen werden können, auch werden die Bedingunaen gegen Einsendung der Kopial- gebübren (5 Ggr.) auf Verlangen übersandt. Die nur vorhandenen 2 Exemplare Zeichnungen gestatten eine Uebersendung nicht. Posen, den 17. September 1874. Die Material - Berwaltuugs - Kommission des Train-Depots V. Armee-Corps.

49 «5

t 7

Bekanntmachung.

Es sollen sämmtliche Arbeiten und Lieferungen

[4188]

ur Erweiterung des Nebengebäudes auf Bahnhof Dergbers im Wege der öffentlihen Submission ver- dungen werden. Hierzu wird Vermin auf Mittwoch, den 30. September cr-, Mittags 11 Uhr, in unserm Bureau hiesel®,st anberaumt. : Die Offerten sind ve”.jiegelt, portofrei und mit der Aufschrift: f „Submission guf Erweiterung des Nebeu- gebäudes ¿-, auf Bahnhof Herzberg“ versehen bis 3”, genanntem Termine an uns einzu- reihen. Bed°ngungen, Zeichnung und Kostenanshlag gen in *vem Bureau des Eisenbahn-Baumeisters Eilert zv, Nordhausen und auf den Bahnhöfen Göt- tingen,“ Northeim und Herzberg bei den Stations- Bor® ehern zur Einsicht aus, auch werden dieselben geo,en rstattung der Kopialien von dem Bureau-

nenen Oi He Bureau des Unterzeichneten Werkstatt der Ostbahn. daciaibee , den 13. September 1874.

den 20, November 1874, Vormittags 11 Uhr, cngtsehk: Die Verklagte, Florentine En ge- borne Bessert, welhe fich im Juni 1872 nah

Die Königliche Maschinen-Zuspektion, M ohn,

* orsteher der unterzeichneten Behörde auf Antrag verabfolgt. h

»

[4063]

Die Anfertigung und Lieferung von 3,690,000 Klgr. Eisenbahnschienen, e 181,5CI gewalzten schmiedeeisernen Sei*e tenlaschen, 62,400 , Hakennägeln, 57,500 Laschenshraubenbolzen und 160 Stück Schraubenschlüfseln dazu,

soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden.

Offerten hierauf find an uns portofrei und versie» geit und mit der Aufschrift : „Submission auf Lieferung von Eisenbahu- schienen resp. Oberbau-Befestigungsmate- rialien für die Königlihe Ostbahn“ versehen, bis zu dem auf Mittwoch, den 23. September d. I.. Bormittags 11 Uhr, | in unserm Centralbureau auf dem Bahnhofe hier=- selbst anberaumten Termine einzureichen, in welchem dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Sub- mittenten eröffnet werden. : i d Die Submissionsbedingungen liegen auf den Bör fen zu Berlin, Breslau und Cöln, sowie in unserm Centralbureau bierseibst zur Einsicht aus und wer- den au auf portofreie, an unsern Bureauvorsteher, R A total zu richtende An- träge unentgeltlich mitgetheilt. : : BroGikeoa, den 5. September 1874. Cto. 90/9.)

Königliche Direktion der Ostbahn.

4184] Oberschlesishe Eisenbahn.

Die Korbweidenuuhung auf der Eisen- bahnstrecke von Schebiß bis Posen, mit Ausnahme der Strecke Obernigk-Gellendorf und Trachenberg- Rawicz, soll für die Zeit vom 1. Dezember 1874 bis dahin eie im UREE oder in einzelnen Par- ellen verpahtet werden. s Zu diesem Zweck ist auf Mittwoch, den 7, Ok- tober cr., Vormittag 11 Uhr, ein Termin im diesseitigen Bureau anberaumt, zu welchem Offertéèn portofrei, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzusenden sind. Die Pachtbedingungen liegen auf sämmtlichen Stationen von Breélau bis Posen zur Einsicht aus, auch können Exemplare der- selben auf portofreie Anträge von hier aus bezogen werden. Poln. Lissa, den 14. September 1874. Königliche Betriebs-Inspektion.

der vit Bekauntmachung.

ür die Kaiserliche Werft sollen: G circa 8400 Kilogramm T Eisen beschafft werden. : E E A sind versiegelt mit der Aufschrift „Submission auf Lieferung von T Eisen bis zu dem am 2. Oktober cr., Mittags 12 Uhr, im Bureau der unterzeihnetea Behörde anbe- raumten Termine einzureichen. : Die Lieferungsbedingungen, welche auf portofreie Anträge gegen Erstattung der Kopialien abschriftlich mitgetheilt werden, liegen nebst den näheren Bes darfsangaben in der Registratur der unterzeichneten Werft zur Einsicht aus. Kiel, den 8. September 1874.

Kaiserliche Werft.

[4108] Befanutmachung. Verschiedene, für Marinezwecke" nicht - mehr ver] wendbare Materialien und Inventarien, als: Segeltuch - Abfälle, Säcke, Hängematteu, 1 Winde, 1 Feucrsprigtze, Daner rgenne 2c. sollen am Donnerstag, den 24. d. M., Bormit- tags von 9 Uhr ab, auf der Kaiserlichen Werft in Düsternbrook R e ai Auktion gegen gleih ablung verkauft werden. L A O gea liegen in unserem Bureau wäh=- rend der Dienststunden zur Einsicht aus, und können die zum Verkauf bestimmten Gegenstände täglich von. 11 bis 12 Uhr in najeren AussGuß-Magazin in ein genommen werden. e ri mi Vrn September 1874. Materialien- und I“cventarien-Magazin- Verwaltung der Kaiserlichen Werft.

Industrielle Et-"„lissements, Fabriken Und Großhandel.

0071 Tuch zu Damenkleidern

Cassel, den 15. September 1874. önigliche Eisenbahu-Kommission der Hannoverschen Staatsbghu,

in feiner Qualität und modernen Farben verse *illigst berechnet ; Proben kostenfrei. Cto. 42°, g C 4j Mom Bewiler, Somme” eld, )