1874 / 261 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

EFisenberz. SBefanntmahung. .

Im Handelsregifter für den Bezirk des biefigen Herzoglichen Gerichtsamts sind am heutigen Tage folgende Einträge bewirkt worden :

1) zu Fel. 5: Die Firma Iulins Krumbholz

in Eisenberg ift erloshen, Beschluß vom 30. Ofk-

tober 1874.

2) auf Fol 63:

a. Firma: Clemens Kretschmann in Eisen- bera, Beschluß vom 30. Oktober 1874.

b. Inhaber: Der Kaufmann Clemens Kretsch- mann in Eisenberg, Beschluß vom 30. Ok- tober 1874.

Eisenberg, den 30. Oktober 1874. Henoglih Sächs. Gerichtsamt. Dr. Hesse.

Eisfeld. Zu Nr. 23 Blatt 42 des hiefigen Han- delêregisters ift eingetragen worden : Aus dem unter der Firma:

„Kempf und Trinks in Eisfeld“ bestebenden Handelsgesch{äft ist der Mitinhaber, Pharmazeut Julius Trinks ausgeschieden, und wird mit defjen Einwilligung das Geschäft unter der biéherigen Firma von dem andern Gefellschafter, Kaufmann Julius Kempf hier, allein fortgefübrt.

Eisfeld, den 28. Oktober 1874. Herzoglih S. Landgericht. Oskar Müller, i. A.

Elher feld,

In das Handelsregister | bei Handelsgerichte dahier ist beute eingetragen werden:

ir. &97 des P-ofkurenregisters. Die von dem Kaumann Nobert Pfeiffer in Elberfeld für seine Firma Pfeiffer-Thiel daselbst, dem Sebulon Ben- ningboven ebendort, ertheilte Prokura.

Elberfeld, den 18. Mai 1874.

Das Handelsgerihts-Sekretariat.

Bekanntmathung. dem Königlichen auf Anmeldung

Elberfeld. In das Handelsregifter bei dem Königlichen Handelsgerichte hierselbst ist heute auf Anmeldung ragen worden :

Nr. 2285 des Firmenregisters, daß der Kaufmann Friedri Wilhelm Rafflenbeul in Elberfeld den Siß jeines Handelegeschäfts unier der Firma Rafflen- beul et Comp. von Görtscheid bei Vohwinkel nach j Elberfeld verlegt hat.

Elberfeld, den 20. Mai 1874.

Das Handelsgerichts-Sekretariat.

L on ot TLHICE

Elberfeld. In das Handelsregister bei dem Königlichen Handelsgerichte dahier ist Heute auf Anmeidung eingetragen worden :

Nr. 898 des Prokurenregifters. Die von dem Kauf- mann Hermann Gottfried Havermann in Elberfeld, für seine Firma H._G. Havermaun daselbst, der Emma Plaßmann ebendort ertheilté Prokura.

Elberjelo, den 21. Maî 1574.

Das Handelsgerichts-Sekretariat.

Elberfeld. STn das Handelsregister bei dem Königlichen Handelsgerichte hierselbst ist heute auf Anmeldung eingetragen worden:

Nr. 1436 des Gesellshaftêregisters. Die Handels- gesellshaft unter der Firma Krah & Heldberg zu Engelsberg bei Ohligs, welche am 20, Mai 1874 begonnen hat; die Gesellschafter sind die Fabrikanten August Krah und Wilhelm Heldberg zu Engelsberg, Gemeinde Mer eid, von denen Jeder befugt ist, die Gesellschaft zu vertreten und die Firma zu zeichnen

Elberfeld, den 29, Mai 1874.

Das Handelsgerichts-Sefkretariat.

Flberfeld. In das Handelsregifter bei dem Königlichen Handelsgerihte dahier ist heute auf Anmeldung eingetragen worden:

1) Nr. 2385 des Firmenregisters. Die Firma Frau I. Fraukenberger zu Ohligs, deren Jn- haberin die Kaufhändlerin Ida Pauline Lütges, Ehegattin des Kaufmanns Julius Bernhard Franken- berger in Ohligs ift.

2) Nr. 899 des Prokurenregisters. Die von der vorgenannten Ida Pauline Lütges, für ihre Firma Frau I. Fraukenbverger, ihrem Ehegatten Julius Bernhard Frankenberger zu Ohligs ectheilte Prekura.

Elberfeld, den 30. Mai 1874.

Das Handelsgerichts-Sekretariat. Elberfeld. In das Handels Königlichen Handelsgerichte hierselb Anmeldung eingetragen worden:

Nr. 2386 des Firmenregisters. Die Firma JIohs. Lindner jum. in Elberfeld, deren Juhaber der Appreteur Johannes Lindner jun. daselbst ist.

Elberfeld, den 1. Juni 1874.

Q

Das Handelsgericht¿-Sekretariat.

register bei dem t 1st beute auf

FlensÞhursg, Sefanntmahung. In unjer Firmenregister is unter Nr. 1052 die

Firma:

„I. C. Overbeck“ zu Apenrade und als deren Inhaber der Kalkbren- nereibesißer und Holzhändler Johann Christian Over- beck bei Apenradé zufolge Verfügung vom 2, No- vember d. J. heute eingetragen.

Flensburg, den 3. November 1874.

Königliches Kreisgericht. I. Abteilung. Gleiwitz. Befanntmäachung.

In unser Gesellschaftsregister, woselbst unter Nr. 75 die offene Handelsgesellschaft „A. Leinveber & Co. zu Petersdorf v. W.* vermerkt steht, ift zufolge Verfügung vom 28. Oktober 1874 an demselben Tage Folgendes eingetragen worden:

Der Gesellschafter Moriß Silbergleit is ge- storben; in Gemäßheit der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages ist dessen Universalerbin, Wittwe Antonie Silbergleit, geb. Poppelauer, zu Gleiwiß an seine Stelle getreten.

Gleiwiß, den 28. Oktober 1874.

è Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

Goldap. Bekanntmachung. In das hiefige Firmenregister iff| gemäß Ver- fügung von heute eingetragen: Nr. 92. Destillateur und Gastwirth Heinrich Julius Brandstaedter aus Goldap. Firma: I. Brandstaedter. Ort der Niederlassung: Goldap.

Goldap, den 31. Oktober 1874. Königliches Kreisgericht.

Grünberg. SBefanntmahung.

Nach Verfügung vom Cas C ist eingetra-

gen worden in unserem Gesellschaftsregister :

1) bei Nr. 49: A..W. Berger & Co. Co- lonne 4: -

Die Gesellschaft ist aufgelöst.

2) sob Nr. 69: Die Kommanditgesellschaft A. W. Berger & Co., deren Sig in Walden- burg, ift mit einer Zweigniederlaffung in Grünberg, und deren persönlich haftende Ge- sellshafter find:

a, der Kaufmam Augustin Wilhelm Berger und b, der Kaufmann Gustav Heinrih Schiebel, Beide zu Waldenburg.

Die Gesellschaft hat am 15. August 1874 begonnen.

Grünberg, den 30. Oktober 1874.

Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

Hanau. Zufélge Verfügung vom 2. November 1874, ist auf Anzeige vem 31. Oktober 1874 beute in das Handelsregister eingetragen worden, daß das unter der Firma „Dorothea Müller“ bisher dabier bestandene* Handelsgeschäft nah dem Tode der Inu- haberin auf Marie Friedericke Johannette, geborene Müller, abgeschiedene Ehefrau des- Handelsmanns Johann Sebastian Keßler dahier übergegangen ift, welche dafselbe unter der Firma: rijriederickde Keßler“ fortfübßren wird. Hanau, den 3. November 1874. Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung. Wolf. HWildesheim. SBefauntmahung.

Es ift zum Zwecke der Errichtung einer Zweig- niederlassuug bei Sarstedt, hiefigen Amtsgerichts, zum hiesigen Haändelêregister angenzeldet und auf Fol. 643 eingetragen :

Siß und Firma der Gesellschaft: Actien-Zuck&er- fabrit Neuwerï bei Sannover.

Vorstand der Gesellschaft: Fabrikant Friß Hurtig in Linden als- alleiniger Direktor, welcher für die Gesellschaft zeihnet. In Bebinderungéfällen defsel- ben ist der Senator Adolph Brande in Hannover vom Auffichtsrathe im Voraus zu desen Stellver- treter ernannt, eventuell tritt für Leßteren ein an- deres Auffichtsmitglied ein.

Datum des Gesellschaftsvertrages und der Genehb- 14. März 1859 u. 30. Novbr. 1865 22. DezbL. 24. Februar 1866 und resp. 1. Oktober 1872.

Höhe des Grundkapitals und der einzelnen Aktien : 300,000 Thlr. Couraut in 600 auf den Inhaber lautende Aktien über 500 Thlr., jeßt erhöhet auf 200,000 Thlr. in 1000 Thlr. auf den Inhaber lautende Aktien. von je 500 Thkr.

Das Grundkapital beträgt daher jet 500,000 Ttlr.

Bemerkungen: Die Bekanntmachungen erfolgen durch die Neue Hannoversche Zeitung, Hanno- vers{en Courier und das Hannoversche Tageblatt.

Die prinzipale Eintragung ist durch einen Extrakt des Amtsgerichts Hannover aus dem Handels- register de dato 12. Oftober 1874 nachgewiesen und ist diescr mit dem zugleih überreichten Statut hinterlegt.

Hildesheim, den 3. November 1874.

Köntgliches Amtsgericht. Abtheilung V. Bßsrner. Kempen. SBefanntmaHung.

In Gesellschaftsregister des

Gerichts ist die Firma: „Gebrüder Driatowskti“,

welche die Corditor Joseph und Hermann Driatowski

hierselbst für ihr Conditorei-, Konfefturen- und

Zudckerwaaren-Geschäft eröffnet, zufolge Verfügung

vom 2. November 1874 an demselben Tage unter

Nummer 18 eingetragen worden.

Die Gesellschaft hat am 1. November 1874 be- egonnen.

Zur Vertretung der Gesellichaft sind beide Gesell- schafter berechtigt.

Kempen, den 2. November 1874.

Königliches Kreisgeriht. I. Abtbeilung.

migungsurkunde :

Don

j Li

unterzeihneten

Landeslkut. Die in unserm Firmenregifter unter Nr. 232 eingetragene Firma Gustav Werner zu Liebau ift erloschen und heut gel8\{cht worden. Landeshut, den 28. Oktober 1874, Königliches Kreisgericht. T. Abtheilung.

Liegnitz, Sefanntmadzung.

Unter Nr. 505 unseres Firmenregisters ist zufolge Verfügung vom 27. Oktober 1874 der Kaufmann Ernst Julius Beckter zu Liegniß als Inhaber der Firma E. I. Becker zu Liegniß eingetragen worden.

Liegnis, den 27. Oktober 1874.

Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung. Liegnitz. Bekanntmachung.

Unter Nr. 504 unseres Firmenregisters ist zufolge Verfügung vom 27. Oktober 1874 der Kaufmann Robert Jaeckel zu Liegniß als Jnhaber der Firma Robert Iaceckel zu Liegniß eingetragen worden.

Liegnit, den 27. Oftober 1874.

Königliches Kreisgeriht. I. Abtheilung.

Liegnitz. Befanntmahung.

Unter Nr. 513 unseres Firmenregisters ist zufolge Verfügung vom 31. Oktober 1874 der Brauerei- besißer Carl Kunke zu Liegniß als Inhaber der Firma C. Kunke zu Liegnitz eingetragen worden.

Liegnitz, den 31. Oktober 1874.

Königliches Kreisgeriht. I. Abtheilung.

Marienburg. Betfanntmaung.

Zufolge Verfügung vom 2. November 1874 ist in unser Firmenregister bei der Firma Iohaun Hoelke zu Sommerau Nr. 233 Col. 6 eingetragen worden, daß; diese Firma erloschen ift.

Maricunburg, den 2. November 1874,

Königliches Kreisgericht. I. Abtheilung.

Osterode. SBetfanntmahung. i In unsere Handelsregister find zufolge Verfügung von heute folgende Eintragungen bewirkt worden und zwar: a. in das Gesellshaftsregister:

Col, 1. Nummer 7.

Col. 2, Firma: Incobsohun und Samulon,

Col. 3, Siß der Gesellschaft: Osterode.

Col. 4. Recbtsverbältnisse der Gesellschaft : Die Gesellschafter sind:

a. der Kaufmann Samuel Jacob Jacobfohn,

b. der Kaufmann Siegfried Samulon, Beide in Osterode. 1. Oftober 1874 begonnen. Die Vertretung der- selben steht jedem der beiden Gesellschafter zu.

b, in das Firmenreaister loschen.

Osterode, den 29. Oktober 1874.

Königliches Kreisgericht. I. Abtbeilung.

Paderhorn.

Stünkek et Ebert unterm 1. dieses Paderborn von den Gescllschzftern: a. Kaufmann Georg Ebert zu Neuhaus, und b. Kaufmann Wilhelm Stünkel zu Hörter, errichtete offene Handelsgesellschaft eingetragen. Paderborn, den 2. Nevember 1874. Königliches Kreisgericht. Sa ck. Saarbriiekezn. Secinnntmahung. Eemäß Verhandlung der

Genossenschaft, vom 18.

Stelle des ausgeschiedenen Kaufmanns

13 des Genofsenschaftäregisters vermerkt worden. Saarbrüden, den 2. Novemb-:cr 1874. Der Landgerichts-Sekretär. Koster.

Saarbrücken. Befanntmaung. Auf Armeldung wurde beute die Firma „Carl

gabe des Geschäfts Seitens des brauer Carl Witt daselbst, unter Nr. 408 des del8- (Firmea-) Registers gelêfcht. Saarbrücken, den 3, November 1874. Der Landgerichts - Sekretär Kost ex.

Saarbriiecken, Sefanntmahung. Ochsner“ mit dem Siße in Aufgabe des Geschäfts Seitens Weinhändler Carl Ochsner daselbst, unter Nr. des Handels- (Firmen-) Registers gelöscht. Saarbrüdcken, den 3. Niovembter 1874. Der Landgerichts-Sekretär. Koster.

267

Sehweidcknitz, BVefanntmahung, 362 die Firma:

Ehrenwerth & Sas zu Schweidnitz und mann Simon Ehrenwerth eingetragen worden.

Schweidnitz, den 3. November 1874. Königliches Kreisgericht. Abtheilung T.

Stendal. Befanrntmachung,. In unfer Firmenregister ist heute unter Nr. die Löschung der Firma:

C. Zierau zu Arneburg zufolge Verfügung vom 30. d. Mts. worden.

Stendal, den 31. Oktober 1874. Königliches Kreisgericht. Abtheilung I.

aus Schweidnitz heut

eingetragen

StuTaznz, Bekanntmachung. In unser Genofsenschaftsregister ift Colonne 4 folgender Vermerk eir getragen: Der Vorstand des Borschuß-Bereins zu Stuhm „Eingetragene Genossenschaft“ dbe- steht für die Zeit vom 1. November 1874 bis dabin 1877 aus folgenden in Stuhm wo!;nhaften Personen: 1) dem Sanitäts-Rath Dr. Hesse als Direktor, 2) dem Apotheker Schulz als Kaffirer, 3) dem Domänen-Rath Hippke als Controleur. Stuhm, den 2. November 1874. Königliche Kreisgerihts-Deputation.

bei Nr. 1

Wiesbaden. Heute ift in das Gefellschafts- register für das Amt Wiesbaden sub Nr. 145 ein- getragen worden, daß die seither zu Wiesbaden be- standene Zweigniederlassung der unter der Firma: P. A. Tacchi's Nachfolger zu Frankfurt a. M. bestchende Handelsgesellschaft aufgehoben ift. Wiesbaden, den 31. Oftober 1874, Königliches Kreisgericht. L. Abtheilung.

Wiesbaden. Heute ift in das Firmenregister für das Amt Höchst folgender Eintrag gemacht worden : Col, E Nr. 91, 2. Firmeninhaber: Wilhelm Simeons zu Höchst, 3. Siß: Höchst, 4, Firma: Wilhelm Simeons. aden, den 2. November 1874. Königliches Kreisgericht. L, Abtheilung.

Wiesb

Wilhelmshaven. Befauntmaäung. Auf Fo]. 21 des hiefigen Handelsregisters ist heute

die Firma: : Th. Dinälage hierselbst und als deren Jnhaber der Avotheker Carl Wilhelm Theodor Dincklage allhier eingetragen. Wilhelmshaven, den 28. Oftober 1874. Königliches Amtsgericht. Lauenstein.

Konkur fíe.

(5270) Koukurs-Eröffnung.

| Königliches Kreisgeriht zy Soldin.

j Erste Abtheilung.

| Soldin, den 4. November 1874, Vormittags 9 Ubr. | Ueber das Vermögen des Forstbeamten a, D.

Die Gesellschaft hat am | ( | gefordert, in dem auf

| dea 16. November d. I., Börmittags 11 Uhr, | vor dem Kommi}sar Herrn Kreisrichter von Pa- Die Firma S. I. Iacobsohun (Nr. 29) ift er- | | anberaumten Termine ihre Erklärungen und Vor- | läge

Unter Nr. 51 unseres Gefellschafts- | registers ist am heutigen Tage die unter der Firma | Monats zu | © : l

“schulden, wird aufgegeben, | verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Befiß | der Gegenstände

Witt“ mit dem Siße in St. Johann nach Auf: ; Inhabers, Bier- |

Hans !

Auf Anmeldung wurde heute die Firma „N. ! Í Saarbrücken nah | walter vorgesch{lagen. des Inhabers, !

| [4979] | Königliches Kreisgericht zu Osterode, erste Abtheilung.

als deren Inhaber der Kauf- 1

| raumten Termine | läge r | oder die Bestellung eines anderen einstweiligen Ver-

64 2 L: E | Perionen in denfclben zu berufen seien.

; Bruno Karihbky hicrsclbf| ist der gemeine Kon- | kurs eröffnet worden.

__Zum einstweiligen Verwalter der Masse ijt der Herr Rechtsanwalt Selcke hierselbft bestellt. Die Gläubiger des Gemeinschuldners werden auf-

tow in unserm Gerichtslokale Sißungézimmer T.

über die Beibehaltung diejes Verwalters odcr die Bestellung eines anderen einstweiligen Ver- walters abzugeben.

Allen, weiche von dem Gemeinschuldner etwas an Geid, Papieren oder anderen Sachen in Besiß oder Gewahr}jam haben, oder welche ihm eiwas ver- nihts an denselben zu

bis zum 20, November d. I. einschließlich

| dem Gericht oder dem Verwalter der Masse Änzeige | zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer ‘etwat-

gen Rechte, ebendahin zur Konkursmasse abzuliefern.

| Pfandinhaber und andere mit denselben gleichberechs- | tigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den 1 L | in ibrem Besiß b-findlicven Pfandstü f Generalversammlung | ihrem Besiß befindlichen Pfandstücken nur Anzeige des Credit-Bereins des Wamdts, eingetragene | Oktober 1874 ist an i Rudolph | 7= E t E V | bierdurch Schreiber zu Ludweiler der Bürgermeister Carl Pe- } bierdurd termann daselbst vom 1. November 1874 ab auf j daf ce: i L c - i dafür verlangten Vorret unbestimmte Dauer zum Vorsitzenden des Vorstandes verlangten Vorred gewählt und dies auf Anmeldung heute unter Nr. |

zu machen.

Zugleich werden alle Diejenigen, welche an die Masse Ansprüche als Konkurêgläubiger machen wollen, aufgefordert, ihre Ansprüche, dieselben mögen bereits rechtsbängig sein oder nicht, mit dem

bis zum 15. Dezember d. I. einschließlih bei rns s{riftlich oder zu Pretokfoll anzumelden

¡ und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, inner- : halb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen, | sowie nach Befinden zur Bestellung des definitiven | Verwaltungspersonals

| auf den 4. Iannar 1875, Vormittags 11 Uhr,

in unserm Gerichtslokal Zimmer Nr. 1, vor dem genannten Kommissar zu ersceinen. Wer seine Anmeldung schriftli einreicht, hat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen beizufügen. Jeder Gläubiger, welcher nicht in unferm Amtsbezirke seinen Wohnsiß hat, muß bei der Anmeldung seiner

| Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften oder | zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Be- | vollmächtigten bestellen und zu den Akten anzeigen. ¡ Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt,

wird der Rechtsanwalt Nefemann hier zum Sach- Konkurs-Eröffnung.

Den 15. Oktober 1874, Mittags 12 Uhr. Ueber den Wachlaß des Kaufmauus Rudolph

; Czerwonfka und das Vermögen der Frau Charlotte | Czerwonfa, jebßt wieder verehelihte Kaufmann

Q : ck: ‘T - c : Q if e i S3 erôfne In unser Firmenregister ist sub laufende Nr. | Lemke, ist der gemeine Konkurs eröffnet worden.

Zum einstweiligen Verwalter der Masse ist der Rechtsanwalt Schulze hier bestellt, Die Gläubiger des Gemeins@uldners werden aufgefordert, in dem auf den 29. d. Mts, ror dem Kommissar, Kreis- cihter Willenbücher, im Terminszimmer 7 anbe- ihre Erklärungen und Vor- Über die Beibehaltung dieses Verwalters walters, so wie darüber abzugeben, ob ein einft- weiliger Verwaltungsrath zu bestellen, und welche

Allen, welche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sachen in Besiß oder Gewahrj{am haben, oder welche ibm etwas vershul- den, wird aufgegeben, nichts an denselben zu verab- folgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Besiß der Gegenstände bis zum 20. November cr. eins{ließlich dem (Gerichte oder dem Verwalter der Mafsse An- zeige zu machen und Alles, mit Vorbehalt ihrer etwaigen Rechte, ebendahin zur Konkurémasse abzu- liefern. Pfandinhaber und andere mit denselben gleihberechtigte Gläubiger des Gemeinschuldners haben von den in threm Besiß befindlichen Pfand- stücken nur Anzeige zu machen.

Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welcke an die Masse Ansprüche als Konkursgläubiger madcen wollen, bierdur aufgefordert, ihre Ansprüche, die- felben mögen bereits rechtshängig sein oder nit, mit dem dafür verlangten Vorrecht bis zum 21. November cr. cins{ließlich bei uns s\chriftlich oder zu Protokoll anzumelden und demnächst zur Prüfung der sämmtlichen, innerbalb der gedachten Frist angemeldeten Forderungen, sowie nach Be- finden zur Bestellung des definitiven Verwaltungs- personals auf den

12. Dezember cr., Vormittags 10 Uhr, vor dem Kommissar zu ersceinen.

Wer seine Anmeldung \chriftlich einreicht, hat eine Abisc&rift derselben und ihrer Anlagen beizufügen.

Ieder Gläubiger, welcher nicht in unserm Amts- bezirke seinen Wohnfiß 1 at, muß bei der Anmeldung seiner Forderung einen am hiesigen Orte wohnhaften oder zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Bevellmächtigten bestellen und zu den Aften an- zeigen. Denjenigen, welchen es hier an Bekanntschaft fehlt, wird der Rechtsanwalt Lange hier zum Sach- walter vorgesch{lagen.

[5276]

Bekanntmachung. Zu dem Konkurse über das Vermöcen des Kauf- maunus Herrmann Freund hierselbst haben:

1) die Handlung H. Rümenapp & Cemp. zu Berlin drei Wechselforderungen von 40 Thlr., 63 Thlr. 17 Sgr. 3 Pf. und 63 Thlr., sowie 4 Thlr. 10 Sgr. Protestkosten. 2) die Handlung Busse & Helm zu Groß-Tabarz cine Waarenforderung von 121 Thlr. 7 Sgr. ohne Vorrecht nachträglich angemeldet. Der Termin zur Prüfung dieser Forderungen ist auf deu 12. November 1874, Bormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Kommissar im Zimmer Nr. 47 im 2. Steck des Gerichtsgebäudes anbe- raumt, wovon die Gläubiger, welche ihre Forderungen angemeldet haben, in Kenntniß geseßt werden. Breslau, den 31. Oktober 1874. Königlicbes Stadtgericht. Abtheilung T. Kommissar des Konkurses. Engländer.

Redacteur: F. Prehm. Verlag der Erpedition (Kes} el). Druck: W. Eléner.

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Deutscher Reichs-Anzeiger

Königlich Preußischer

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Fe

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Staats-Anzeiger.

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Berlin, Freitag

Ee A

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht: Dem General-Major à la suite der Armee, Grafen von Kaniß, bisher Commandeur der 1. Garde-Infanterie-Brigade, das Kreuz der Komthure mit Schwertern am Ringe des König- ‘lichen Haus-Ordens von Hohenzollern zu verleihen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht:

Dem Ersten Präsidenten des Appellationsgerihts in Inster- burg, Dr. Beer, den Stern zum Rothen Adler-Orden zweiter Klasse mit Eichenlaub; dem Realshul-Oberlehrer a. D. Bader zu Berlin, dem Kreisgerihts-Sefretär und Kanzlei-Direktor, Kanzlei-Rath Spisky zu Schönlanke, Kreis Czarnikau, dem Kreisgerihts-Setretär, Kanzlei-Rath Bal zu Bochum, und dem Bürgermeister Ra zu Schubin den Rothen Adler-Orden vierter Klasse; dem Landrath a. D., Geheimen Regierungs-Rath Und „Kammerherrn von Breitenbauch auf Ludwigshof bei Ranis den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse; dem Raths- herrn, Kaufmann Zimmermann zu Pasewalk den Königlichen Kronen-Orden vierter Klasse; dem Lehrer Wiemuth zu Groß- bartloff, Kreis Heiligenstadt, den Adter der Inhaber des Köônig- lihen Hausordens- von Hohenzollern; dem Lehrer Deuts\ch- mann zu Neumwalde, Kreis Sagan, dem emeritirten Lehrer Heupel zu Donsbah im Dillkreise, dem Polizei-Sergeanten Przy bill zu Thorn, dem Steuer-Exekutor Franke zu Elber- feld, dem bisherigen Schulzen Lindé zu Brünken, Kreis Greifen- agen, dem bisherigen Schulzen Storm zu Glansee, Kreis Greiffenberg, und dem Chausseegeld-Erheber und Aufseher Iae- nicke zu Zedlinerberg, desselben Kreises, das Allgemeine Ehren- geihen; sowie dem Pedell und Schwimmlehrer Sommer zu Lippstadt und dem Gefreiten Friz Vick im Großherzogli Mecklenburgischen Füsilier-Regiment Nr. 90 die Rettungs-Medaille am Bande zu verleihen.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst gerußt : Dem General-Lieutenant z. D. Stockmarr zu Dessau die Erlaubniß zur Anlegung des ihm verliehenen Großkreuzes des E zoglih anhaltishen Hausordens Albrechts des Bären zu er-

eilen.

Deutsches Neich. Am 16. November cr. wird in Coldiß im Königreih Sachsen eine Telegraphen-Station mit beschränktem Tagesdienst eröffnet. Dresden, den 3. November 1874. Kaiserliche Telegraphen-D irektion.

Königreich Preufen. Se. Majestät der König haben Allergnädigsi gerußt: Den Kreisrichter Dr. Jahr zu Merseburg zum Regierungs- Rath zu érnennen.

Finanz-Minifterium.

__ Vei der heute fortgesezten Ziehung 4. Klasse 150. König- fat preußischen Klassen-Lotterie find nachstehende Gewinne ge- en:

1 Gewinn von 5000 Thlrn. auf Nr. 12,125.

7 Gewinne von 2000 Thlrn. auf Nr. 10402. 28,568. 29,192. 60,847. 61,868. 62,337 und 94,785.

40 Gewinne von 1000 Thlrn. auf Nr. 4501. 4822. 9212. 9218. 12,019. 15,372. 15,972. 25,264. 26,282. 28,725. 29,919. 32,439. 34,984. 40,084. 43,918. 45,827. 45,990. 50,693. 91,006. 52,034. 57,658. 59,037. 60,403. 64,353. 66,138. 67,757. 68,155. 71,440. 72,964. 76,785. 77,207. 78,800. 80,059. 82,361. 85,210. 85,345. 86,091. 90,035. 92115

und 92,340.

45 Gewinne von 500 Thlrn. auf Nr. 1980. 5146. 5636. 10,324. 11,470. 13,745. ‘15,027. 15,890. 18,434. 20,604. 20,948. 24,349. 27,037. 31,241. 34685. 42,004. 42,775. 45,927. 46,184. 55,668. 56,208. 57,151. 59,712. 63,622. 64,629. 67,779. 69,762. 70,147. 71,693. 74,683. 76,055. 76,992. - 17,495. 81,720. 82314. 84270. 86,755. 88,587. 89,839. 90,555. 91,139. 92,054. 93,787. 94,152 und 94,539.

70 Gewinne von 200 Thlrn. auf Nr. 87. 293. 468. 2640. 4425. 4712. 5487. 6609. 7602. 10,306. 12,507. 14,013. 14231. 17,094 17,4171 17,848.- 18,278. 18487. -18/,565. 2,088. 21,315. 24,348. 24,707. - 27,038. 27,383. 29,541. 29,781. 29,946. 30,810. 32,361. 35,743. 37,88. 37,888. 38,238. 41,298. 41,758. 42,142. 42,425. 43,319. 44,325. 47,834. 48401. 49751. 50407. 51,553. 52/906. - 55,812. 97,035. 57,851. 58,372. 59,119. 59,210. 59,238. 60,160. 62,199. 62,915. 65,406. 65,827. 70,585. 79,044. 79,194. 80,603. 81,584. 82,382. 82,605. 82,902. 883,033. 89,101. 93,781 und 94,167.

Berlin, den 6. November 1874.

Königlich preußische General-Lotterie-Direktion.

Minisierium der geifilihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Lehrer Högelund, bisher an der städtishen Schule zu Apenrade, is als erster Lehrer an der Präparanden-Anstalt zu Apenrade berufen.

| Bestellung an; für Berlia anßec den Poft-Anftalten | au die Expedition: Wilhelmstr. Nr. 32.

Æ

Ministerium für Handel, Gewerbe und offentliche Arbeiten.

_Die Lehrer Iessen zu Flensburg, Gronwald zu Grünen- deich, Holm zu Apenrade und der Navigations\{hul-Aspirant Krause zu Danzig, legzterer unter Beilegung des Titels Navi- gationsélehrer, sind zu Navigations\{hullehrern ernannt worden.

Dem Ingenieur P. Langbein zu Würzburg is ux dem 2. November d. I. ein Patent ß E a auf eine Kuppelung für Eisenbahnwagen in der durch Zeihnung und Beschreibung nachgewiesenen Zusammen- sezung und ohne Jemanden in der Anwendung bekannter

__ Theile zu behindern, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerehnet, uad für den Um- fang des preußischen Staats erthzilt worden,

Justiz-Ministerium.

Zu Kreisrihtern find ernannt: der Gerichts-Afsessor We i - mer bei dem Kreisgericht in Zielenzig, der Gerichts-Affsessor von “Roux bei dem Kreisgeriht in Oppeln, mit der Funkiüon als Gerichts-Kommifsarius zu Carlsruh, der Gerichts-Affefsor von Janowsky bei dem Kreisgeriht in Schönlanke, mit der Funktion als Gerihts-Kommissarius in Czarnikau, der Gerichts- Assessor Schmieding und der Gerichts-Assessor Rademacher bei dem Kreisgericht in Dortmund, der Gerihts-Assessor Kün- zel bei dem Kreisgeriht in Arnsberg, mit der Funktion - als Gerichts-Kommifsarius in Balve, und der Gerichts-Afessor Dr. Gardeife bei dem Kreisgeriht in Sangerhausen, mit der Funktion als Gerihts-Kommissarius in Heringen.

_ Angekommen: Se. Excellenz der Staats-Minister und Minister für die landwirth\chaftlZen Angelegenheiten Dr. Frie- denthal von Halle a. S.

Nichtaintlizesck Deutsches Nei.

Preußen. Berlin, 6. November. Se. Majestät der Kaiser und König trafen gestern Abend um 9 Uhr 10 Mi- nuten in Breslau ein. Auf dem festilih geschmückten Bahnhofe waren die Spißen der Militär- 1nd Civilbehörden, \owie die Vertreter der Geistlichkeit, unter ihnen auch der Fürst- Bischof Dr. Förster, zur Begrüßung anwesend. Von dem zahlreih versammelten Publikum wurden Majestät mit enthufiastishen - Hochrufen empfangen. Nah kurzem Aufenhalte fuhr der Kaiserlihe Zug nah Ohlau weiter, wo die Ankunft um 9?/, Uhr erfolgte. Se. Majestät wurden von den versammelten Mitgliedern des Kreistages und den städtishen Behörden empfangen und von der Bevölkerung mit großem Enthufiasmus begrüßt. Die Stadt war festlich erleuchtet.“ :

Se, Kaiserlihe und Königlihe Hoheit der Kronprinz fam gestern Vormittag um 10 Uhr in Begleitung des persönlihen Adjutanten Hauptmann von Liebenau von Potsdam nah Berlin, empfing hier die Präfidenten des Reichs3- tags, ertheilte einige Audienzen und trat um 12x Uhr mit dem Extrazuge Sr. Majestät des Kaisers die Reise nach Ohlau an.

4 Ihre KönigliheHoheit die Prinzessin Albrecht ist am 5. d. M. von Altenburg nach Hannover zurückgekehrt.

ck Ee.

Se. Königlice Hoheit der Erbgroßherzog von Mecklenburg-Schwerin is heute früh aus Schwerin hier angekommen und hat im Hotel Windsor Wohnung genommen.

Der Bundesrath hielt vorgestern unter Vorfiß des Staats-Ministers Dr. Delbrück die 40. Plenarfißung.

Vorgelegt wurde ein Antrag, betreffend die Umrechnung der Uebergangssteuer-Säße aus Anlaß der Einführung der Markrechnung.

Es folgte eine Mittheilung, betreffend die Dauer der Zoll- &Freipäfse über inländishe Musterstüe.

Hierauf wurden Ausschußberichte erstattet über die Etats der Verwaltung des Reichsheeres, der Verwaltung der Kaiser- lihen Marine, des allgemeinen Pensionsfonds Anlage IX. und üb:r die Nahweisung der im Haushaltsetat angeseßten ver- schiedenen Einnahmen, sowie über die Vorlage, betreffend den Entwurf eines Gesetzes wegen Feststelung des Reihshaushalts- Etats für 1875.

Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Eisenbahnen, Poft und Telegraphen und für Rehnungswesen, \o- wie der Aus\huß für Eisenbahnen, Post und Telegraphen hielten heute Sizungen.

Im ferneren Verlaufe der gestrigen Sihung des Deutschen Reichstages ergriff in der ersten Berathung des Gesetzes über den Land fturm nachdem Abg. Duncker der Abg. Graf Bethusy-Huc das Wort und empfahl die Annahme des Entwurfs. Damit {loß die erfte Lesung, und wurde der Geseßzentwurf an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen, äbrend der Abg. bat Windthorst eine Kommisfion von 21 Mitgliedern beantragt

atte.

November, Abends.

1874.

___ Es folgte die erste Lesung des Gesezentwurfes, betreffend die Ausübung der militärishen Kontrole über die Personen des Beurlaubtenfstandes, die Uebungen der- selben, sowie die gegen fie zuläsfigen Disziplinarstrafmittel, welche von dem Bundesbevollmächtigten, Kriegs-Minister v. Kameke, mit einer kurzen Bemerkung eingeleitet wurde. Nachdem der Abgeordnete Richter (Hagen) einige Ausstellungen gegen das Geseg gemacht hatte, beantragte er die Verweisung an die eben beschlossene Kommisfion, welchem Antrage das Haus beistimmte.

Schluß 27 Uhr. Nächste Sizung Montag 11 Uhr. (Erste Lesung des Etats.)

Der Haushaltsetat des Deutschen Reichs für das Jahr 1875, wie derselbe aus den Beschlüssen des Bundes- raths hervorgegangen if, balancirt in Einnahme und Ausgabe mit 520,752,374 Mark (77,659,646 M. mehr als pro 1874). Von den Ausgaben sind 325,476,114 M. fortdauernde, 125,276,260 M. einmalige. Unter Einnahmen befinden fh 92,924,176 M. außerordentlihe Zuschüsse (aus der französischen Entschädigung, dem Reihs-Festungsbaufonds und dem Reichs- Eisenbahnfonds) zu den einmaligen Ausgaben und 92,761,504 Mark Matrikularbeiträge (25,575,253 M. mehr als für das Jahr 1874).

Zur Sicherung eines gleihmäßigen Verfahrens bei der Vorbereitung der Pensionirung von Civil-=- beamten und bei der Verrechnung der Pensionen haben der

Minister des Innern, der Finanz- und der Kriegs-Minister durch__

Cirfular-Erlaß vom 24. September d. I. Nachstehendes an- geordnet :

1) Um der Bestimmung des al. 1 im $. 20 des Penfionégeseßzes vom 27. März 1872 zu genügen, sind die Berichte über Anträge von Beamten auf Pensionirung stets mit einer auêëdrücklicen Erklärung der denselben unmittelbar vorgeseßten Dienstbehörde darüber zu ver- sehen resp. zu begleiten, ob fie nach pflichtmäßigem Ermessen den Beamten für unfähig hält, seine Amtspflichten ferner zu erfüllen.

2) In allen Fällen ist thunli{st darauf zu halten, daß mit dem in den Ruhestand zu verseßenden Beamteu, sofern uit in dom An trage desselben auf Pénfiomrung {chon cin beftimmter Zätpunkt für deren Eintritt nachgesucht ist, über diesen Zeitpunkt eine ausdrü&liche Bereinbarung vor der Berichterstattung über den Píánsionsantrag herbeigeführt wird.

3) In die Vorshlags-Nachweisungen zur Bewilligung von Pet- sionen an Beamte, welche auf Anrechnung ciner Militärdtenftzeit An- spruch haben, ift eine Angabe darüber aufzunehmen, ob eine und event. welche Invalidenpension ihnen vor dem Eintritt in den Civildienft bewilligt ist ($. 107 des Militär-Pensionsgeseßes vom 27. Juni 1871).

4) Im Laufe des Jahres find die nah dem Alinea 2 des 8. 107 des Militär-Penfionsgeseßes vom 27. Juni 1871 bei dem Wieder-

| ausscheiden der im Civildienste angestellt gewesenen Militär-Pensionäre

denselben in Anrechnung auf die von ihnen erdienten böheren Civil« Penfionen wieder anzuweisenden Jnvaliden-Pensionen in gleicher Weise wie die Civil-Pensionen bei dem Civilbeamten-Pensionfonds zu verauêgaben. Am Jahress{lusse ist dann aber durch eine spezielle Nachweisung festzustellen, welher Betrag an folchen Invaliden-Pen- fionen unter den bei dem Civilfonds verausgabten Pensionen be- griffen ist. Der ermittelte Betrag ist vor dem Final-Abschlusse dem Civilfonds von dem Militär-Pensionsfonds in der Weise zu erstatten, daß die festgestellte Summe der bezeichneten Jnvaliden-Pensionen bei dem erstgedahten Fonds ron den Ausgaben abgeseßt, und bei dem leßt erwähnten Fonds in einer Summe als Ausgabe gebucht wird. Zur Justifikation der in der Rechnung über den Militär-Pensionsfonds naczuweisenden betreffenden Ausgabe wird dieser Rechnung die vor- erwähnte spzzielle, von dem bketreffenden Kaffen-Departementsrathe als richtig zu bescheinigende Nachweisung, sowie eine fernere Be}chet- nigung des leßteren, daß der veraus8gabte Betrag von den bei dem Civilfonds im Laufe des Jahres gebuchten Ausgaben wirklih abgeseßt ift, beigefügt. -

5) Die Konsftribirten in dem vormaligen Königreih Hannover standen regeimäßig nur 18 Monate (Geseß vom 23. Februar 1843 Ss. 66 und 71), später höchstens zwei Jahre (Geseß vom 14. Sep- tember 1856 S. 5) im aftiven Militärdienste; während der übrigen Zeit ihrer Mitlitärpflichtigkeit waren dieselben beurlaubt. Die leßtere Zeit ist nah S. 15 des Penfionsgeseßes ihrer Civildienstzeit nicht binzuzurechnen. Da vielfach in den Abschiedspäfsen dieser Konskri- birten die Zeit ihres aftiven Militärdienftes resp. ihres Urlaubs nit näher bezeichnet ist, so sind die hierauf bezüglichen thatsäclichen Verhältnisse immer mit möglichster Genauigkeit aufzuklären.

Der S. 11 Art. 14 der Forstordnung vom 3. Dezember 1775 bedroht das unberechtigte Weiden in den Königlichen Forsten mit Strafe. Im Anschlusse an diese Bestimmung entshied das Ober-Tribunal in seiner. Sißung vom 2. Of- tober cr., daß dieselbe durch kontrafkilihe Stipulationen zwischen dem Fiskus und einer anderen Person nur dann bedeutungslos wird, wenn aus dem Inhalte des Vertrags hervorgeht, daß die leßtere Person zu der in Rede fstehen- den Art der Nuzung berechtigt gewesen sei. Der Eigen- fäthner 3. haite im Königlichen Forst Grunwalde eine Wiese gepachtet und in dem Kontrakt mit dem Fiskus fich verpflichtet, sein Vieh auf dieser Wiese niht weiden zu lassen. In Folge einer Verleßung dieser kontraktlißhen Verpflihiung wurde gegen ihn auf Grund der erwähnten Bestimmung der Forstordnung die strafrehtlihe Untersuhung eingeleitet. In 2. Instanz wurde jedoch Angeklagter freigesprochen, weil aus der Ueberschreitung des vertragsmäßigen Rechts nur ein Civilanspruch für den Fiskus als Verpächter erwachsen könnte, zumal in dem Bertrage felbst die kon- traktwidrige Nußung des Pachtstüks mit Aufhebung des Vertrages und mit Exmission bedroht sei. Dieses Erkenntniß wurde jedoch vom Ober-Tribunal auf die Nichtigkeitsbeshwerde der Ober-