1899 / 90 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

erlaubt, in den einleitenden Worten für die erste Lesung bereits darauf hinzuweifen, daß diese Ausführung eine irrthümliche ist. Auch hat Herr Graf Strahwiy in Zweifel gezogen und ebenso ift das von einigen früheren Rednern gesehen daß die Garantien, wenn es nun wirkli< mit dem Kanal \{<ief gehen sollte, realisiert würden. Meine Herren, in der Beziehung bestehen bei der Staatsregierung gar keine Zweifel; es sind bündige, rehtkräftige Verträge mit leistungs- fähigen Garanten abges{lossen worden, und es ist gar nicht einzusehen, warum wir in dieser Beziehung anders verfahren sollten, als wir ¿. B. verfahren, wenn die Kreise für den Eisenbahnbau den Grund- erwerb versprehen. Dann bestehen wir auf unserm Schein und wir werden auch in diesem Fall auf unserm Schein bestehen. Wir haben den Garanten klar und deutlih gesagt, daß sie sih selber überzeugen müssen, ob sie die Garantie übernehmen wollen. Wir lieferten ihnen das Material, aber unsererseits eine Garantie für das Material zu übernehmen, seien wir außer stande; sie müssen selbst prüfen und sih s{lüssig ma<?n über die zu erwartenden Erträge. Das ist dann auch geschehen, Es ist {hon darauf hingewiesen worden, daß der Staat Bremen ja wahrli<h im Verhältniß zu seiner Einwohnerzahl, zu seiner Leistungsfähigkeit ein fkolossales Nisiko übernimmt, wenn er die Kosten für die Kanalisierung der Weser von Hameln bis Bremen mit 42 Millionen übernimmt. Die klugen und sharf re<hnenden Bremer Kaufleute und Rheder haben fich nit umsonst zu diesem Opfer entshlossen, sondern in dem vollen Bewußtsein, daß sie niht nur direkt Neinerträge von dem Kanal baben würden, die die Verzinsung und Amortisation der hohen Summe de>en, sondern daß der indirekte Vortheil noh größer sein wird.

Der Herr Graf Strahwiyz hat gemeint, daß von Eisenbahn- Autoritäten und vielen anderen Leuten bestritten würde ih glaube, er hat fich zu den andern ebenfalls gerehnet (Heiterkeit), erstens, daß es noth- wendig sei, die Eisenbahnen zu entlasten, und zweitens, daß dieses Mittel, welches die Staatsregierung in Ausficht genommen habe, geeignet sei, den Erfolg herbeizuführen. Die Entlastung der Eifenbahnen solle in erster Linie bewirkt werden im fogenanuten ntederrheinish-weftfälishen Industriegebiet. Diejenigen Herren, wel<e mit den dortigen Verhält- nissen näher bekannt sind, wie z. B. der Herr Abg. Schwarz°, der beute die Verhältnisse näher geschildert bat, cder der Herr Abg. Schmieding und auch viele andere von den Herren hier, können gar- nicht darüber zweifelhaft sein, daß unfehlbar cine Zeit kommen wird in dem niederrbeinish-westfälishen Industriegebict, wo die Eisenbahnen nit mehr im stande sein werden, den Verkehr allein zu bewältigen. (Sehr richtig!) Wer das bestreitet, den möchte ih bitten, sih mit den Verbältnifsen etwas näher vertraut zu machen. Ich bedauere fehr, daß ih nit das ganze hohe Haus mal auf einen Tag in das Kohlen- revier binfahren kann (Heiterkeit), um ihm zu zzigen, in welher Be- drängniß wir dort sind. Von den Herren, die das bestreiten, behaupte ih, sie wissen überhaupt gar nicht, worin diese Bedrängniß eigentlich besteht; sie haben feine Ahnung davon, wie der Betrieb si dort vollzieht; wenn sie das wüßten, könnten sie die Bedrängniß absolut nicht bestreiten. Wie es uns geht in den Sturm- und Drangperioden des Spâätherbstes, in welher Noth und Sorge wir von Tag zu Tag dann leben, will ih ni<t weiter ausführen. Und wie wird es kommen, wenn der Verkehr weiter wä<hsst? Daß das niht ewig in dem Ver- hältniß der leßten Jahre so weitergeht, davon bin ih ja au über- zeugt. In allen wirthschaftlihen Verhältnissen wehselt Ebbe und Fluth, aber es kommt nah der Ebbe immer wieder eine Fluth, und ¿war meist eine arke Welle. Vor der Hand is no< gar nicht abzusehen, ob wir auf den Punkt gekommen sind, wo die Tiden wefeln ; einstweilen sogar, glaute ih, müssen wir annehmen, daß wir für die nä<hsten Jahre no< mit cinem sehr viel höheren Verkehrs- ¿uwas prozentual zu rehnen haben, als das in den leßten Jahren der Fall gewesen ist. Man spricht jeyt hon von Roheisennoth; es wird nicht lange dauern, dann spri<t man au< von Kohlen- noth, und daß man davon spriht, if ja im allge- meinen als ein Zeichen aufzufassen dafür, daß unser wirth- schastlihes Leben in einem Aufblühen und in einer Erftarkung be- griffen ist, wie wir es früher niemals gekannt haben.

Herr Graf Strahwiy glaubt also nit nur, daß die Entlastung nicht nothwendig sei, sondern er glaubt ferner, daß die Entlastung wirksam au<h ni<t dur< den Kanal herb-igeführt werden kann. Ich nehme an er hat es zwar niht ausgesprohen, aber es ift ja die nothwendige Ergänzunz —, daß er glaubt, die Ent- lastung würde viel zwe>mäßiger dur< Eisenbahnanlagen ausge- führt werden köanen. Er hat offenbar immer nur den großen Durch- \nittsverkehr im Lande im Auge gehabt, aber niht den speziellen Verkehr im Industrierevier. Im Durchschnitt können wir noh sehr viel mebr leisten i< will mal sagen von Dortmund oder von Hamm nah Hannover oder nah Magdeburg, und wenn der Verkehr mit den vorhandenen Geleisen einmal niht mehr geleiftet werden fann, dann legen wir no< zwei Geleise daneben, dann werden wir ungefähr das Doppelte noH leisten. Ob das einschließli<h der Ausrüstung viel weniger kosten wird als der Kanal, ift mir zweifelhaft. Aber darum geht es bei diesem Motive für den Bau der Kanäle niht, sondern es geht um die Entlastung des eng begrenzten Reviers.

Wenn uns da vorgeworfen wird: ihr müßt mit eurem Eisenbahn- betriebe dasselbe leisten können, was die Engländer und Amerikaner können, so antworte ih: zeigt uns do< in England oder Amerika ein ebiet, das auch nur annähernd den Verkehr hat. . In England erxistiert es niht und in Amerika noh viel weniger. Die Dichtigkeit ift eben viel größer in diesem engbegrenzten Gebiet als in irgend einem der anderen Länder, und darum if dort die Bedrängniß fo groß geworden.

Die Gefahr, daß dur< den Kanal die Induftrie bis zum Ab- {luß der neuen Handelsverträge so groß würde, taß der Abschluß dadur ungünstig beeinflußt werden würde, ift, glaube ih, niht sehr nabe liegend. Es is dem Herrn Grafen Strahwii wohl im Augen- bli nit erinnerli< gewesen, daß wir ja den Kanal erft nah zehn Jahren haben, daß wir aber an die Handelsverträge fast möôöhte ih sagen, Gott sei Dank! in viel kürzerer Zeit heranireten werden, Also die dur<h den Kanal bervorgerufene Vermehrung der Industrieftätten kann auf den Ab- {luß neuer Handelsverträge no< nicht einwirken.

Dann sind von dem Herrn Grafen Strahwiy no< mehrere Be- merkungen gemaht worden, die si< im großen Ganzen aber wohl beser zur Erörterung in der Kommission eignen. Er hat namentli< auf s\<lesis{e landwirthschaftliche Verhältnisse hin- gewiesen, auf die Gefahren, die für die hlesishe Gerste und für das s<lesis he Malz aus dem Kanal sih ergeben würden,

Diese Artikel gingen in großen Mengen nah Süddeutschland und nah Sahsen. Gerste und Malz sind allerdings auf kurze Zeit in ziemlih großer Menge nah diesen Gegenden gegangen, und zwar als wir die Staffeltarife hatten; na<hdem die aufgehoben find, ist der Versand von \<lesisher Gerste nah diesen Gegenden fast ganz ver- \{wunden, und der Versand von s{<lesishem Malz ist ebenfalls sehr Ueberdies eignet si< Malz zum Wasser- transport nur sehr weaig; Malz wird der Hauptsahe2 nah immer auf den Eisenbahnen bleiben, ist au< ein Artikel von so hohem Werth, daß man das Risiko der verlängerten Fahrt und der klimatishen Gin- Alfo auf diese Artikel wird der. Kanal,

viel geringer geworden.

flüfse nit läufen darf. glaube ih, einen Einfluß ni<t haben.

Meine Herren, die Einnahmeausfälle, die bere<hnet worden find, bilden jedenfalls einen der Hauptfaktoren, die in der Kommisston erörtert werden müssen. Die Staalsregierung muß eingehendste Aus- kunft ertheilen, welches Bild sie sih von den Verkehrsverhältnissen auf der Eisenbahn macht, nahdem der Kanal eröffnet worden ift, und inwiefern sie glaubt, daß dur< den Kanal in Zukunft der Eisenbahn- bau in engeren Grenzen gehalten werden kann. In leßterer Beziehung kann i< nur wiederholen, was ih {hon bei der Lesung des Eisenbahn- Etats gesagt habe: es kann nur parallel vorgegangen werden, wir bedürfen des Zusammenschlusses der Wasserstraßen und des weiteren Ausbaues der Eisenbahnen, und ih bin überzeugt, daß Sie nah dieser Richtung bin der Staatsregierung die Mittel nie versagen (Bravo! links.) i

Ober-Baudirektor Kummer geht auf die wasserbautehnishen Einzelheiten ein, die von den Rednern berührt worden sind, nament- bezeichnet er die Befürchtung, daß die Wasserentnahme aus der Weser u. \. w. für die Anlieger der betreffenden Flüsse und für die Landes- meliorationen im allgemeinen bedenklich sein könne, als völlig unbe- aründet. Der Kanal, führt der Redner aus, wird gerade die Möglich- feit geben, den Segen, den der Regcn an verschiedenen Stellen ver-

schieden bringt, rihtig zu vertheilen. beeinträchtigt

Bon dem Bergbau wird dec Mergelshiht über den Kohlenlagern wird eine sol<e Beeinträchtigung fern- Bezüglich der Gothein bemängelt worden ist, muß alles aufre<t erhalten werden, Der kichrift die Angaben beruben auf amtlichen Quellen. Die Kosten des [ls sind richtig veranshlagt, und es liegt durhaus kein Grund vor, den Wasserbastechnikern nah dieser Richtung hin irgendwelchen _Die Kosten für diesen Kanal sind se eine Ueberschreitung derselben zu den Dortmand-Ems-Kanal verwiesen wird, der immer no< ein Durchsfi>kern des Wassers zeige, so sind das eben ( __ Die lokale Schiffahrt auf dem Dortmunad-Ems- Kanal ist son länast eröffnet ; die dur<hzehende Schiffahrt wird wohl au demnächst eröffnet werden können.

Abg. Dr. van der Borght (nl.): Es geschehen in diesem Hause Zeichen und Wunder : Graf Strachwiy bält eine lange Nede gegen den Kanal und {ließt mit Ausführungen, die eigentli<h für den Kanal sprechen ; Herr Herold spricht für den Kanal, und man frazt ih nah seinen Auétübrungen erstaunt, welhen Standpunkt er eigent- li einnimmt. Auch der Finanz-Minister hat sih so ausgesrrochen, daß man fragen muß, ob er im Grunde seines Herzens für den Kanal ist. Es ist von der militäris<hen Bedeutung des Kanals nur kurz die Wenn der Kanal nur während eines Krieges dem privaten Gütertransport und dem Transport der Verwundeten so würde damit {hon etwas Bedeutendes geleistet fein. Man glaubt #i< in die Zeiten zurü>verse : den Eisenbahnen und von den Wasserstraßen nihts erwartete. in Geschenk der Natur, mit dem wir rechnen < niemals ein Land seine Wasserstraßen un- Da unfere Küste keine tiefen Einbuchtungen Binnenwasserverbindungen Eisenbahnen können Wir baben den Telegraphen und das Telephon ein-

Briefverkehr nicht entbehren, Eisenbahnen die Form des

der Frosttage,

allgemeinen Vorwurf zu machen. fo veranschlagt, daß in ke! erwarten it. Wenn auf

Kinderkrankheiten

Rede gewesen.

t, in denen man alles von W-fserstraßen sind e

gestraft vernachlässigt. nachhelfean,

geführt, aber wir können troßdem den Landstraßen entbehren fönnen. Wir müssen die fehrs in modernisierter Form wieder nuykar machen. Als Friedrich List für ein nationales Cisenbahnsyst:m eintrat, wurde er ausgelaht, und zwei Jabrzehnte später hatte man sein Sy dem System nationaler

st m kereits ausgeführt. Wasserstraßen, welches hat durchaus Unrecht, wenn er be: hauptet, daß in Frankreich der Verkehr auf den Wasserstraßen nicht uf den französischen Eisenbahnen. 20 Jahren hat auf den französisch Verkehrs stattgefunden, und namentlich bat sich die Zähl der Tonnenkilometec auf den Kanälen schneller vermehrt, als auf den Eisenbahnen. Uasere Vorfahren habon die Bedeutung der Wafferstraßea richtig erkannt; sie haben die Wasserverbindung zwis<hen Elbe un Havel, zwischen Havel und Spree, zwis zwishen Oder und Weichsel f Elbe liegen die Dinge allerdings f welhe zu überwinden sind, größer sind als öftlih der Elbe. dernifse können jeßt von der modernen Technik leiht über- Die Landwirthe verlangen eine Verbilligung ihrer und dazu gehört Wir ftehea in

So geht es j:yt mit dem t hier verlangt wird. Graf Kani fo gewachsen sei, wie a n en Wasserstraßen eine Verdoppelung des

hen Spree und Oder und on frühzeitig auëgebaut. Westlih der

<wierizer, weil die Landstre>en,

wunden werden. Produktion, ebenso wie alle anderen Erwerkbskreife, in allererster Linie die Erleichterung des Verkehrs. dieser Beziehung binter England und Belgien no< erhebli<h zurü> in Bezug auf Eisenbahnen und Kanäte. so bequemen Seeverkebr \| ; uns nicht, wie in Gugland, Kohlen und Eifen bei etnander. < die Eisenbahnen nicht das ecreihen fönnen, eiht werden soll. Jh bedauere wirkli, daß der Minister nit in der Lage ist, den Extrazug gehen zu lassen ; das wäre für sehr viele Herren aus dem Os kennen, sehr inftruftiv. Kanal® in günstiger Lage. von fkleineren Flüssen, die ihn ergänzen Anlagekosten vinzen garantiert ,

Wir haben ni<t einen

überzeugt, daß wir duc was durch den Kanal err

Osten, die den Westen nicht Wir befinden uns bz2züglih des Rhein-Elbe- Der Kanal schneidet eine ganze Reihe von Norden nah Süden gehen und De>ung der betheiligten

mit Wasser

Staat legt das Geld also nur aus und erhält es zurü>; ebenso liegt es mit den Verwaltungs- und Unterbaltungsfosten. Man matht gegen den Kanal geltend, daß er nur einem kleinen Gebietstheile zn gute komme. _ denn wenn er Koble und Eisen verbilligt, so kommt das ute, und wenn man bedenkt, daß Ruhrrevier und der Verkehr dort ur<schnitt des Landes, fo kommt der roßen Theile der Bevölkerung zu Man sagt, daß die Nutzen fei, wel<h?s no< nicht

zum theil

Das ift nicht

s<ließzli< dem ganzen Verkehr zu g die Dichtigkeit der Bevölkerung im viel größer find als font im Kanal immerhin noch einem fehr ute, wenn der Bezirk au nur se E rahtermäßigunz nir für das Kohlensyndikat welhes {on bestehe, und für das Eisensyndikat, bestehe. Die Syndikate baben niht auf hohe Preise gehalten, nur auf regelmäßige Preise; und daß die Bäume nicht in den wachsen, dafür sorgt {on die benahbarte auésländishe Konkurrenz, Wegen eines noch nicht bestehenden Eisen wobl den Kanalbau nit zu unterlassen, Eisenbahnfanatismus bemerkbar, der Kanal wird als Luxus bezeichnet. Glauben Sie denn, daß die betbeiligten Provinzen für einen sich zu solhen Opfern bereit erklärt hätten? die man für die Eisenbahnen in Ausficht nehmen mödhte, fommen nur einzelnen Bezirken zu gute; sie shädigen andere Bezirke ; ebenso wie bei den Kanälen, giebt es au bei den Eisenbahnen Adjazenten, die den Hauptvortheil von einer Eifenbahn- Der Kanal wird niht zum Schaden der Landwirthschaft

r tlein ift.

ndifats brau<t man aber s macht si ein förmlicher

Luxusgegenstand, Die Tarifermäßigungen,

linie haben.

dienen, Für die Jmporte ausländischer landwirthschaftliher Pro- dukte benußt man hauptsählih die E und den Rhetn, weil in den dortigen Gegenden die Landwirth[haft nidt genügend Getreide bauen kann. Wenn die Landwirthe dur Anlage von Korn- häusern 2c. darauf hinarbeiten, daß die Preise steigen, \9 müssen sie gerade Werth darauf legen, daß sie Hege Ver- kehr8mittel erbalten, um im Inland etnen weiteren Markt zu schaffen. Die Landwirthe schädigen fh felbffft, wenn sie die Vorlage ablehnen. Wenn jede Vorlage abgelehnt werden müßte, die den einen oder anderen Bezirk igs wenn immer sofort Kompensationen ges schaffen werden müßten, dann würde \{ließli< gar keine Vorlage mehr du stande kommen. Vorläufig find aber die Schädigungen gar vit ficher festzustellen ; treten die Nachtheile ein, so wird es Aufgabe der Regierung sein, Abbilfe zu schaffen.

Um 41/2 Uhr wird die weitere Berathung bis Montag 11 Uhr vertagt.

Verdingungen im Auslande.

Spanien.

10 Mai, 12# Uhr. Arsenal Ferrol : Lieferung de3 bis zun 30. Juni 1901 für das Arsenal benöthigten Hanftauwerks u. dgl. Kaution vorläufig 1500 Peset2s, endgültig 5000 Pesetas. Wes dingungen liegen aus im Sekretarixt des General-Kommandos des Arsenals in Ferrol und im Martine-Ministerium in Madrid.

i Niederlande.

28. April, Vormittags 11 Uhr. Pr dbinztad Pettog e gane ene in Middelburg: O ffentlihe Vergebung der Lieferung von drei eisern?zn \<wimmenden Anlegeplägen mit Zuleitungsbrü>en, ferner von vier eisernen Laternenpfählen zum Gebrauh für die Pferdebahndepots an der Zype, in Verbindung mit der im Bau begriffenen Dampfstraßenbahn von Zype nah Brouw?rshaven und von dem Willempolder na Steenbergen. Anschlag] 44 700 Fl. Verdingungsheft Nr. 59 liegt nah dem 14. April 1899 zur Einsicht im Ministerium für Wasserbau, Handel und Gewerbe und im Provinzialgebäude und is ferner auf a e und Einsendung des Preises von den Buhhändlern

ebrüder van Cleef, Haag, Spui Nr. 28 a, zu beziehen. Am 21. April 1899 erfolgt Anweisung an Ort und Stelle; ferner sind nähere Auf- \{lüsse beim Haupt-Ingenieur des 11. Distrikts zu Middelburg, dem Arrondifsements-Ingenieur zu Gons und dem Ingenieur-Adjunkten Ravenek in Zierikzen erhältli<.

8. Mai, Vormittags 114 Uhr. Provinzial-Verwaltunasgebäude im Haag: Oeffentliche Vergebung der Lieferung von Steinkohlen für 1899 zum Gebrauch der Dampfwassermühlen am Arkels<hendam und zu Ameide. Verdingungsheft Nr. 69 liegt nah dem 24. April zur Einsicht im Ministerium für Wafierbau, Handel und Gewerbe und im Provinzialgebäuze und i ferner auf Franko- anfrage und Einsendung des Preises von den Buchhändlern Gebrüder van Cleef, Haag, Spui Nr. 28a, zu beziehen. Am 1. Mai 1899 erfolgt Anweisung an Ort und Stelle; ferner find nähere Auf- s{lüsse beim Haupt-Zngenieur des 10. Distrikts im Haag, bei dem Fngenieur des nördlichen Arrondissements des 10. Distrikts und dem Aufseher la Fontyn, beide in Gorinchem, sowie bei dem betreffenden Neichs- Maschinisten zu Are Mena und zu Ameide erhältlich.

elgien.

24. April, 4 Uhr. St. Peter - Hospital in Löwen, Rue de é fori Kleidungsstücke, Halbitiefel, Schuhe, Holzshuhe und Müßen, 34 Loofe.

26. April, 12 Uhr. Börse in Brüssel: Materialien für die Unterhaltung der Hauyt- und Nebengebäude des Eisenbahnneÿes Brüssel—Nord (Kalk, Zement, Steinfliesen, Ziegelsteine, Glas, Glas- ziegel, Farben, Pinsel, Schiefer, öhren, Dachziegel, Bleiweiß, Bürsten, Kitt, Quadersteine). 15 Loose. Kaution: 4770 Fr. Kosten- anshlag: 47 738,82 Fr. Speziallastenheft Nr. 52. Eingeschriebene Angebote bis zum 22. April.

26. April, 11 Uhr. Bureau der Société Nationale des chemins de fer vicinaux in Brüffel, rue de la Science No. 26 : Us von 20 Eisenbahn-Hohwagen mit einer Tragfähigkeit von je M

15. September, 10 Uhr. Bureau der Société anonyme du canal et des installations maritimes in Brüffel, rue du Canal 47: Auéführung der Arbeiten vom Kai Quenast bis zur Höhe der Avenue Van Praet. Kaution: 700 000 Fr., Speziallastenhest Nr. 4. Ein- geschriebene Angebote bis zum 12. September. Kostenanschlag etwa 14 Milltonen Francs.

Verkehrs-Anstalten.

Der Fahrplan des Eisenbahn - Direktionsbezirks Magdeburg vom 1. Mai d. I. enthält außer den Sommer- änderungen folgende erheblih-n Abweichungen aegen den Winter- Fahrplan : Zug 84, bisher 1,19 ab Magdeburg, 3,52 in Uelzen, wird, um in Hamburg Anschluß an einen Schnellzug nah Kiel zu erreichen, 8 Min. früher von Magdeburg abgelassea und 14 Min. früher in Uelzen angebracht. Bug 436, Magdeburg Wittenberge, bisher 6,22 ab Magdeburg, wird 7 Min. später abgelassen, um den Anschluß des Sommer-Schnellzuges 37 von Thale, welher gegen das Vorjahr 95 Min. früher in Magdeburg eintreffen wird, aufzunehmen, Hterdur<h wind für die Dauer des Sommer-Fahrplans eine neue Ber- bindung von den Harzstationen Thale, Ballenstedt, Flsenburg 2c. nah Hamburg geshaffen. Der Sommer-Schnellzuz 101 (Bremen)—Uelzen— ‘Stendal— (Berkin), bisher 5,% ab Uelzen, wird eine Stunde später verkehren. S

Der Fahrplan der Königlichen Eisenbahn-Direktton Erfurt vom 1. Mai d. J. enthält gegenüber dem ge enwärtigen Winter-Fahrplan folgeade wesentliheren Aenderungen: teue Züge: Züge 308, 311 und 312 zwischen Erfurt und Neudietendorf, ise 9 und 184 zwishen Eisenah und Bebra, Züge 213 und 214 zwi <en Korbetha und Eisena, Zug 36 Ecfurt—Neudietendorf (— Kissingen) vom 1. Juni bis 31. August, Zug 39 (Kissingen—)Ritschenhausen—Halle (— Berlin) vom 1. Juli bis 15. September, Züge 94 Korbetha—Bebra, 13 Erfurt—Leipzig und 93 Bebra Erfurt vom 15 Juni bis 15 Sep- tember. Zug 36 (Erfurt —)Neudietezdorf—Nitschenhausen (Kissingen) vom 1. Juni bis 31. August. Zug 35 (Kissingen—)Ritschenhausen— Neudietendorf(—Berlin): vom 1.gJuli bis 15.- September. Andere Aenderungen: Zug D 2 hält in Apolda ni<t mehr. Zug D 6 hbâlt in Neudietendorf. Zug 461 verkehrt ab Eisenah 24 Minuten, an Libtenfels 21 Minuten später zur Sicherung des Anschlusses vom Schnellzuge 189 aus Aawen. Zug 470 fährt deshalb 30 Minuten früher ab Meiningen, trifft 40 Vèinuten früher in Eisena ein und erreicht dort Anschluß an den Zug 211 nah Nichtung Erfurt,

Bremen, 15. April. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Mainz“ 14. April Reise v. Antwerpen n, Brasilien fortges. „Preußen“, n. Ost-Asien best., 14. April in Aden angek. „Trave“ 14. April v. New Vork in Bremerhaven angek. „Ems“, v, NewYork fommend, 14. April v. Neapel n. Genua abgeg. „Gera*, n. Australien best, 14. April Gibraltar passiert. z \ l

16, Avril. (W. T. B.) Dampfer „Kaiser Wilhelm 11. 15. April v. Genua n. New York abgeg. „Babelsberg“ 14. April in Hiogo angek. „Stolberg“ 14 April in Tientsin angek. _„Nürn- berg“ 15. April Reise v. Hongkong n. Singapore fortges. „München“, na< Baltimore bestimmt, 15. April Lizard passiert. j

Hamburg, 15. April. (W. T. B.) Hamburg-Amerika-Linie, Dampfer „Valdivia“ gestern in Port Said, „Sa-oia* in Yokohama, „Serbia“ 1n Shanghai angekommen. „Auguste Nictoria“ gestern Dover passiert. „Graf Waldersee“ heute in New York angek. „Auguste Victoria“ heute in Cuxhaven ángekommen., ,

# Tou) 00 15, April. (W, N E Hi „Gascon“ heute auf Heimreise in Southampton ange , E Linie, Gehrefer „Pembroke Castle“ heute auf Heim-

reife Canarishe Inseln pássiert. A U T E: April. (W. T. B.) Holland-Amerika-

Linie. Dampfer „Spaarntam“, von Rotterdam nah New York, heute Vorm. Scilly passiert.

Dritte Beilage hen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußi)

Berlin, Montag, den 17. April

hen Staats-Anzeiger.

19D.

" zum Deuli M 90.

Statistik und Volkswirthschaft.

Die deutsche überseeis<he Auswanderung im März 1899 und in dem gleihen Zeitraum des Vorjahres.

Es wurden befördert deutliche Autwande)

Bestimmung für Haus und Familie dienen die als Lektüre Jugend werthvollen Biographien vorbildlicher großer Männer der wissenschaftlichen Forshung und T:chrik. Lehensabrifte

Literatur.

ungen zur Brandenburgischen und Preußi- Herausgegeben von Otto Hintze. 12. Band, erste umblot, 1899. Dieses Heft wird er- "s über des Fürjten Bismar> d Bedeutung. Reichskanzlers.

ff. Fors< So findet man in dem

schen Geschichte. Hälfte. Leipzig, Dun>ker u. öffnet dur vier Briefe Gustav Shmoller volksmirtbs>aftli&e und sozialpolitishe Stellung un Der Verfasser geht aus vou der Persönlichkeit des erften Er erkennt als die bhervorstehendsten Eigenshaften Bismarl's eheure Willenskraft und einen impulsiven Drang zum praktischen ferner den s{arfen Verstand, der ihn überall in politischen kt herausfinten ließ, auf den er dann seine daß ihm bei seinem allein auf die Erfahrung die beste

vorliegenden rer im Monat März

Humboldt , MVieler!:i Anregendes der mannigfahften Art, den Haushalt enthalten entli® die „Neue Entde>ungen“, mente und Beobachtungen“ und ative und typographis%be Aus- In Anbetracht dieses Umstandes renden Inhalts is der Preis von 30 in fehr mäßiger zu nennen und dem Unter-

Helmholt, Heinri von Siemens u. A. 2 Nathschläge Erfindungen“, „Interessante Experi Die illufir

deutshe Häfen zusammen .

fremde Häfen (soweit ermittelt) 287 Nüglichkeiten“,

„Schnitzel und Spähne“. staitung ift sorgf sowie des reihen, beleh wöchentliche Lieferung e nehmen guter Grfolg zu

Die Reihe der 3 zu Leipzig und Wien erschienenen zoologischen Bilder-Aitla „Bilder-Atlas 1 Beschreibung Marshall (Preis, in Leinwand gebunden, worden. Er bietet mit seinen 292 Hol,schnitten, die dur inter fsanten dieser zum großen Theil dem Einzelnen niemals kommenden niederen Thiere.

n den wesentlicen Pun Kraft konzentrierte. Es ist natürlich, atsächliche gerichteten Geist d damit seine Anschauungen auf allen Gebieten wiederholt we<seln mußten; gerade in dieser Vorausseßu des Beobachtens und Erkennens sieht Schwoller Bismark's nerzogenen und angeborenen Vorurtheilen frei machte Doktrin fallen ließ. daß er auf volkswirthschaftlihem und sozialem Theorien und Systemen fern stand und fi ägte: es zeigt sich hier der natürliche Gegensaß zwischen den bitrakten Wissenschaft und der praktischen Thätigkeit, der in keiner geistig beweaten Zeit auébleiben darf, ta beide Theile belebendsten Impulse und befruchtendsten materiellen Resultate der Bismar>’schen

im März 1899 neben den 1694 ältig und gediegen. Angehörige fremder Staaten be- Bremen 6622, Hamburg 4738.

das Praktische und Th

Aus deuts<hen Häfen wurden Lehrmeisterin w ehrmeisterin war un

deutshen Auswanderern noh 1

fördert. Davon gingen über im Verlage des Bibliozrapbishen Instituts nten ist jeßt

William 2 M. 50 A)

sie ihn von a l 1 und nie unter die Herrschaft einer einseitigen Hiermit hängt zusammen, Gebiet den verschiedenen nug unters> ertrete1in der a

Die Geisteskranken in den Irrenanstalten Preußens 1897,

(Stat. Korr.) Seit 1875 wird die Irrenbeil- und Pflegeanstaltzn mittels dem Königlichen Statistishen Bureau ridten aus 118 Anstalten zugingen, gestieaen, von welhen sich 4 und Halle a. d. S Strafanstalt vinzial-, Bezirks- anstalten und 4 Anstalten Armenhäusern; 15 Städte besafen gleichfalls anstalten, und 14 Städte brahten ihre Getsics von Krarfen-, Siechen- oder Armenhäusern unter. 38 Woßbltbätigkeitzanstalten im und ¿war vorzugéweise Idioten auf. 2 de Irrenaustalten errichtet; im Bericht jahre gab von denen nur 40 Aerzie zu Besitzern Anstalten anderen Privatpersonen

durch einen zur Zooloaie Frrenstatifstik in den preußischen Zählkarten erhoben. Während uun im genannten Jahre Nach- war deren Zahl 1897 auf 231 fen zu Berlin, Greifawald B Frrenabtheilung in d2x Köatglichen oabit) im Besiße tes Staats bef und Kreisverbände unterhielten 609 selb als Abtheilungen von Kranken- und selbständige Abtheilungen Außerdem nahmen Besiße von Orden und Auch zum Er-

vier Bogen find, einen lebend zu Gesicht vyter dieser Bezeihnunz niht nur die Weichthiere, Shne>en, Shwämme, Würmer 2c, sondern auch die Schmetter!linge und Käfer zu verstehen sind, fo wird au<h mancher junge Sammler darin willkommene Belehrung finden. \hienen bereits die drei Bilder-Atlanten zur Zoologie der Säuge- thiere, der Vögel, der Fische, Lurhe und Kriechthiere, die in der Schule wie im Hause eine gute Aufnahme und weite Verbreitung gefunden haben, und auf welde Freunde der Thierwelt hiermit no<- mals hingewiesen seien.

Kate<hismus der Freimaurerei von Dr. weite, verbesserte Auflage.

(die Irrentlirä diesem Kampf Sozialpolitik

19. Jahrhunderts in dieser Richtung, Leistungen, wie sie eben nur in Norher er- ciner festgefugten legitimen Monarie möglich sind, wo die Krone ¿mus innerbalb der Bevölkerung überwinden und einen enden Klasseninteressen {hafen kann.

<te des Großen Kurfürsten“

{tändige Irren-

den Klafsen-Egei Ausgleich der fic gegenüber stet l Unter dem Titel „Analekten zur Geschic veröffentliht sodann Hans Pruß einige Studien, die vornehmli< auf Mit Ret betont er, daß zum V isen Politik der Schlüssel vielfa in der Brandenburg bei europäis<en Stellung vcn Ludwig XIV. Wandlungen Rü>ksiht nehmen mußte.

ariser Arcivalicn beru tändniß der brandenb französischen

Geisteskrauke, werbe wurden zahlrei es 96 Privat-Irrenanstalten, hatten, während die übrigen 6

tsprehend der Steigerang der Zahl ter Anstalten ift ft au die Anzahl der Insassen derselven erheblich gero rend damals 18 761 Fälle von Geisteskrankheit in den Irren waren es 1897 deren bereits 66 888.

heit ist inteß nit gleich

Verlag von J. J. Weber in Origina!leinenband Pr. 2 46. Dieser Katechismus ist zunächst für das nihtmaureris<he Publikum einen Einbli> in die Geschichte, die äußere Zwre>ke des Freimaurerbundes eröffnen will. Auh dem Freimaurer aber wird die Schrift sh als Leitfaden nüßli< ecwoeiten.

Monatsschrift für Gemüth F, E. Freiherr von Grotthufß. Preis vierteljährlich Greiner u. Pfeiffer.) Aus dem reien Inhalt „Frühlings-

militärischen exponiecten er Organisation und die dessen politische Handlung Friedrih Wilhelms, @Entsczluß entstanden aufgeiaßt hat, bervorgerufen tur< - einen iner auétwärttgen Macht.

als aus selbständigem erscheint so kei näherem Zusehen Anstoß ron außen, mitunter sogar im Ein Vorspiel aus der Ge- iebenjährigen Krieges behandelt G. Künyel mit der Ent- ¿ Nivernais an den preußishen Hof im Jahre Fervor, daß Franfrei, das damals im Bunde mit Preußen stand, sih Okt sterreih zuwandte, weil Friedrich der Große Friedrih glaubte, durch zu England au<h Rußland, das als abhängig , zum Stillsißen zwingen zu können. Nuf Grund der Materialien des Ge- bespriht endlih Ernst Friedländer den Aus- tritt Blücher?s aus dem preußischen Heère, an den sih mannigfache Friedri der Große war mit dem Husaren- und benachtheiligte

Der Türmer. und Geist. Herausgeber : (Stuttgart, d28 Aprilheftes seien folgende Beiträge hervorgehoben : Symphonie“ von Jeannot Emil Freiherrn von Srotthuß; „Das Necht der Persönlichkeit“ von Peter Rosegger; von Professor Pol de Mont (Antwerpen); „Genrebilder von Felix Poppenberg; „Peter Unt's Brautwer Bolfksleben“ „Theatersvekulanien“ von Erih Schlaikjer;

zur Behandlung gelangten,

Die Zahl der Fälle vou Geisteskrank mit der Anzabl der Personen, wel&e den Irrenanstaltcn Heilung und Pflege übergeben werden, die Geistesfranfheiten innerhalb eines Ja So befanden si im Jahrz 1875 unter ven Aufgenommenen Ta D: männliche und 8,87 v. H. weiblihe Icre, weile bereits in im Berichtsjahre stieg dieses 25,29 für weiblihe Geistes-

Interesse eine! \chi<hte des S sendung dcs Herzogs po

weil es häufig vorkommt, daß e Un h Es geht daraus

hres die Unstalten wechseln. „Anton van ODy>“

mit Frankrei<s Rivalen England ankaüpfte. bung, Bild «n gutes Verhältniß von den englischen Suksidien galt Diese Hcffnung trog ihn r

heimen Staats-Archivs

Anstalten gewesen roaren ; vertältniß auf 25,24 für männliche uvd kranfe. Ünter Berücksichtigung des Wechsels ih demnah die Anzahl der Geisteskranfen in ten Irre Preußens 1897 auf 61482 (3 während 1875 nur 18267 (9856 männlihe Geistesfranke in Irrenanstalten si<h befanden. ift von 5479 Personen im Jahre 1875 auf 21402 im Jahre

„Vem jungen Eichen-

Sfkizzenbuch Rundschau : katholischen von C. M. „Tam-Tam (Von den des' In- und

{Amyntor), 3312 männliche und 28 170 w und 8411 wciblice) Der Zugang allein

Stimmungsbild Leben® von Siegfried Zeitlers; „Allerlei Musik“ von Osfar Bie; Berliner Bühnen)“ von Rudolf Presber. Stimmen Auslandes: „Ein Modephilosoph aus der römischen Kaiserzeit" von „Das Zeichen des Kreuzes“ ; Drama und im modernen Roman“ Tagebuch: Goethe als „Fefiredner“ und fein mälern im allgemeinen ;

Legenten geknüpft baben. Regiment, dem seine Offiziere im forderte und erhielt,

Blücher angehörte, unzufrieden „Nudyaro Kipling* Nyoncement, weshalb Blücher seinen Abschied Dec Groll des Königs gegen Blücher blieb unüberwindlih; mehrere andere Offiziere, die ebenfalis den Abschied erhalten batten, wurden wieder angestellt, allein Blücher's Gesuche wurden abgelehnt, und ers nah Friedrih?s Tode fand er wieder Auf- Wodur< sid Blücher den besonderen Zorn des Königs zugezogen hatte, ist nicht zu erkennen, Außer den üblichen Bücher- bespre<zungen entbält dieses Heft nod Mittheilungen über die Statuten- reform des Märkiszen Geschichtsvereins.

Klaus Groth, sein Leben und seine Werke. deuts@cs Volisbuh von H. Sier>ks. 89, XI[, 452 Seiten. einem Kupferdcu>. Kiel, Livsius u. Tischer. Preis geh. 4 4 Am 94. Avril d. I. feiert Klaus Groth scinen ahtzigsten Geburtstag. Je lebhafter uad allgemeiner in tem legten Jahrzehnt die Werth- \chägung seiner Dichtungen geworden is und je me stebende Feier die Aufmeiksamkeit auf ihn lenkt,

Die seiner Zeit von MüUenhoff Vergessenheit gerathen, ibung des Dichtecs von Dr. I. C. Hansen in Antwerpen ist dem deutschen Volke unbekannt geblieten. Auch die 1891 von Professor G. Wolff herausgegebenen „Lebenserianerungen“, so ver- fönnen dem H darauf beschränken, die

welche 1897 in den preußishen Irren-

anstalten Aufnahme gefunden hatten, befanden sih wie 1875 68 Männer

und 42 Frauen. Welche Kran

Unter 100 Geisteskranken, Verbre<hen und Wahrsinn von E. Gagliardi kheitsformen es endli sind, die vorzugsweise bei den Männern oder den Frauen die Aufnahme in die Irren- anstalten veranlassen, zeit folgende Zusammenstellung. Unter je 100 in den Jahren 1875 bezw. 1897 rIL fe ad eo

S7

Freudiges Christenthum; Gedanken einer Künstlerstelz vor Laienurtheilen, Gedichte, Erzählung 2c. Als Kunstkeilage ist dem Hefte das Selbstbildniß Ä (Photogravüre) beigegeben.

Die Nomanwelt", Litezatur aller Völker, herausgegeben (Deutsches Verlaashaus sozben begonnene Vierteljahr ci

nton van Dy>?s

Felix Heinemann Berlin), verfpriht au für das ne Fülle fesselnder Unterhaltung. So wird ? u. a. Beiträae aus Rudyard Kipling?s zreeitem „Dschungelbuch“ einem legten Werk „The days w f berg's Roman „Die Sembrißty's“

Neumann-Hofer „Gräfin Sophie“ ] weiteren Beiträgen bekannter Autoren no< Olga Wohlbrücb's Militär- Humoresken von von Oppeln-Broni- dem türtis<-mohamedanishen Drient von Asrikafocs<hers Paul Reichard und eine Bezugspreis der

einfaher Seelenstörung paralytisWer Seelenstörung . Sezelenstôörung mit Epilepsie Imbecillität, Idiotie, Kretini8mus Säuferwahnsinn. . Í waren zur Beobach

die bevor- T i desto lebhafter ork“, ferner Hans von Kahlen- tung überwi:sen . und eine Erzählung von Annie Bioaraphie des Dichters empfunden. vlämische Lebensbeschre „Briefe an einen Todten“, kowski, Schilderungen aus Sierra, Skizzen des bekannten Reibe ausländischer Romane und Novellen. Wochenschift beträgt nah wie vor 3,75 4 für das Vierteljahr, oder 30 „1 für das einzelne H „Nerthus“,

freunde, Aguariens-, ; | neuen illustrierten Zeitschrift, weldl)e seit dem 1. Kommi sionsverlog der F. L. Mattig?shen Buchhandlung Ihr Zwe> ist, in allen Kreisen die Liebe zur Dieses Ziel will sie erreidea durh enschaftliher Grundlage beruhend, Der Inhalt der ersten

Zur Arbeiterbewegaun g.

In Frankfurt a. M, sind, der „Frankf. Ztg.“ zufolge, die Maler, Weißbinder und La>kicrer in eine Lohvubewegung ein- In vier am Sonnabend abgehaltenen wurde beschlossen, am beutigen Montag früh auf allen Werkstellen die Arbeit niederzulegen. Auch vie Zimmerer Frankfurts haben den Meistern eine Reihe von Forderungen unterbreitet und etwarten bis zum 1. Mai Antwort varauf.

Zum Auestand der Maurer in Brauns>{weig (vgl. Nr. 85 d. Bi.) wird dem „Hann. Cour.“ unter dem 15. d. M. voa bort gemeldet: Die Maurermeistec haben beschlossen, den Maurern dabur< cntgegen- zukommen, daß sie den Stundenlohn auf 43 - ftatt der beanspruchten 45 4 erßöhen, aber nur unter ter Bedingung, daß bis Dittrooch alle Arbeiten wieder aufgenommeä find, sons wollen die hiesizen Maurermeister tie Sperre über sämmtlihe Baustellen verhängen.

In Paris beschlossen heute, wie „W. T. B.“ nah dem „Journal du Peuple“ mittheilt, die Arbeiter der „Compagnie générale de construction des wagons-lits“, teren Anzahl 1200 beicägt, in den Ausftand ¿u treten.

Aus Charleroi wird dem „W. T. B." vom gestrigen Tage gemeldet: Die nationale Vercinigung der Grubenarò eiter bes<&loß, heute einen allgemeinen Ausftand in den vier Kohlenbe>en Belgiens Der Verein der Gruben von Charleroi batte bes<lc\sen, am 1. Mai in den Ausstand zu treten. Die Gruben- arbeiter verlangen eine 20 pro,entige Lohnerhöhung. Troy der Pro- flamierurg eines allgemeinen Ausstandes ist aber, einer neueren Nachricht zufolgz, in ven Gruben im Zentrum uirgends die A Unbedeutznd sind die Arbeitseinstellunzen im Steinkoßlen- bezirke Borinage, erheblicher in Lüttich, wo gegen 3000 Sruben- arbeiter auéständig sind. Ueberall herrs{<t Ruhe.

Zu den Arbeiterunruhen in Böhmen (vgl. Nr. 89 d. Bl.) erfährt „W. T B.“ vom Sonnabend aus P habe mit der Leitung der politis - administrativen Aktion in den Strikeangelegenheiten in den Gerichtébezirken GEipel, Poliy und Nachod sowie eventuell in den Nachbar mann von Trautenau Hergct, betraut, Nachod seinen Amtétsiÿ nimmt. a. d. Mettau meldet, in

Versammlungen mehr genügen, da sie im wesentlichen fi Skizze von Müllenboff um ein Jahrzehnt weiter zu führen. nt dahxr diese Biographie, die, von einem Lands- reunde des Dichters geschrieben, wie keine zweite geeignet ist, das Juteresse an bem Jubilar und seinen Dichtungen neu Getragen von begeisterter Verehrung für e ihm von Jugend auf vertraut sind, hat der Verfasser uns cin getreues Bild vom Leben und Wirken des Gingehend und charakteristis< ist namentli< der Entwi>kelungsgang des Dichters gechildert. Elternkause und auf der Schule, in der Schceibstube beim Kirchfpiel- feiner Thätigkeit als Lehrer ; nah Kiel und auf Reisen, duch Tage stillen Glü>ks und {weren Kummers, bis zu seinem trauten Heim am „Swanenwcg“.

Wochenschrift für Pflanzen- und Blumen- Torrarien- und Bogelliebhaber, ift der Titel einer April in Altona-

zu rechter Zeit erschei mann und intimen F

Hamburg ( in Altona) erscheint. Natur zu we>en und anzutegen. Aussäte und Beiträge, welche auf wissen] do< allgemein verständlich gehalten find. Nummer wird die Ziele der Zeitschrift am Besten k-nnzeichnen ; er lautet: Unser Programm; Freunde und Förderer de Spaziergang im Värz; leber das Vegießen; Unscre besten Zimmer- pflanzen; Cinfache Heizvorrihtung für Zimmertreibhäuêchen ; Blüßender Februar; Behandlung der Sämereien während Behandlung der Rosea im Garten; Zwe>- Verwendung der Nosenreiser im Frühjahr; Behandlung der llen bei Dracaenen 2c.; Rytow'iche Zimmergurke; Fort mit is<glas; Füc unsere kleinen Naturfreunde; Vogelleben im Wie muß ein Staaren- erscheint wöcentlih, an jedem Sonn- Postanstalten und Buchhand-

zu beleben und zu fördern. 1 die Schöpfungen des Dichters, di

Jubilars gegeben. 1 l ) sehen ihn im auf dem Seminar r Blumenpflege; Ein n3< Febmarn,

leberall zeigt uns der | Aprikosenbaum im na der Aussaat; haben, und schildert die Act ibrer Einwirkung. Nach dieser Seite hin sind die mehr crzählenden Lebenserinnerungen vertieft und ter es dihterishen Talents und die zarten Fasern, dur die es aus diesem Boden Kraft und Saft gesogen hat, aufgede>t. Einen besonderen Schmu> des Bus bildet cin wohlgelungenes Porträt des Dichters in Heliogravure. Werk in Format und Dru genau an Werke" au und bildet somit eine willkommene Ergänzung derselben.

Ein neves illustriertes weld)cs Techuik, Neisjea und Naturbetrachtung zum ericeint unter dem Titel „Mutter Erde“ scit 1898 1m Verlage von W. Spemann in Berlin und Stuttgart. Der and giebt mit seinem überaus mannig- sselades Bild von dem regen Leben auf

, der Chemie, Physik,

dem GBoldf Monat März; Jedes kasten hängen? Die „Nerthus" tage, und kostet bei allen Kaiseriichen lungen bis zum 1. Juli d. I. vierteljährlich 1,90 A, später jährlih 6 M oder halbjährli< 3 6

Handel und Gewerbe.

Auslande. i Galizien,

Konkurseröffnung über das WBermögen des Händlers Abraham Bescheides des K. K

für morgen zu proklamieren. Nährboden

Jahr ein neucs Neft;

Im übrigen ließt sich das „Klaus Groth’s G@esammelte

rbeit eingestellt und unentbehrlihe

E E E E E o E E

Lieferungéwerk für Haus und Familie, Programm h dem 1. Oktober

Konkurse rag, der Statthalter Wiedermann Strussów Kreisgerichts tn Tarnopol vom 10, April 1899 S. 1/99. Provi- forifher Konkursuasseverwalier Landesadyokat Dr. Josef Blaustein Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Die Forderungen find

vorliegende erste Halbjahréb faltigen Jnhalt ein buates, fe allen Gebieten der Technik und Naturwissenschaft Metrorclogie, Astronomie, der Zoologie, Botanik, Mineralogie und Geologie. Alle hei vorragenden neuen Erfindungen und Entde>kungen, die neuesten Errungenschaften auf wissenschaftlichem Gebiet werden in unterbhaltend und klar verständlih abgefaßten, dur< gute Abbildungen erläute:ten Aufsäßen dem Leser vorge}üh:t. Geographie und Völker- funde find in anziehend geschriebsnen, mit vielen ausgestatteten Reisebeshreibungen berüd>sihtigt ; in dem ersten

bezirken den Bezirkshaupt- welcher bis auf weiteres in Der Bezirkshauptmann von Neustadt Nachod heirie vollständige den Arbeitern auf Interventien des Unterhanblungen requirierten Militär drei Kompagnien in Nachod, eine in Hrono». Verhasteten beträgt 103. in Nothfosteley herr selbst nicht eingestellt. Bauten vollständig.

in Trembowla. Konkursmasseverwaliers) 24. April 1899. bis zum 15. Mai 1899 bei dem genannten Gecihte anzumelden; in der Anmeloung is ein in Tarnopol oder Tcembowla wohnhafter Zu- stellungsbevolimächtigter namhaft zu machen. (0 Ubr zur Feststellung der Ansprüche) 12. Juni 1899, Vormittags

Finland. : der Firma Heinrich Kröger zu Helsing- lher vor dem Rathhaus- den 11. Juli d. Js.

Hronov und

Gewerbe - Inspektors gepflogenen

Liquidierungstagtahrt Orciginal-Aufnahmcn besonders intere|sieren

Dr. Georg dem Himalaya, Woldemar Jogelson's Beschreibungen der wenig bekannten Völker Auch Land- und Forstwirthschaft und Fischerei, Gesundheitepflege sind dur< Artikel über 2. auf diesen Gebieten vertreten. Der

E E Die Zahl der bisher Fn Hronoy sind 1700 Arbeiter ausftändig ; ht vollkommene Ruhz; die Arbeit wurde da-

In Budweis ruhen die Arbeiten auf den

Schilderungen

In dem Konkurse ' fors ift der gerichtlihe Pcüfungstermin, wée geriht zu Helsingfors stat1findet, auf Vienstag,

der Polargegenden. ; 11 Uhr Vormittags, festgejeßt worden.

‘allgemeine und häusliche neue Erfindungen, Verbesserungen