1899 / 93 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Aus j autet

3) der Allerb8{ste Grlaß vom 18. Januar 1899, beireffend die Nerleihung des Enteignungörehts au den Verschönerungsverein für das Siebengebirge zu Bonn zum Grwerbe des zur Erboltung der landshaftlihen Schönheit des Siebengebirges erforderlihen Grund- eigenthums, dur< das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Köln Nr. 13 S. 121, ausgezeben am 29. März 1899;

4) das am 18. Januar 1899 Allerhöchst voklzogene Statut für die Wiesen- Genossenschaft zu Spangdahlem im Kreise Wittlich durch das Amtéblatt der Königlichen Regierung zu Trier Nr. 8 S. 71, ausgegeben am 24. Februar 1899;

5) das am 30. Januar 1899 Allerhö vollzogene Statut für die Drainage-Genofsenschaft zu Bachem ‘im Kreife Merzia dur< das Amtéblatt der Königlichen Regierung zu Trier Nr. 9 S. 90, aus- gegeben am 3. März 1899;

s) der am 6. Februar 1899 Allerhöch vollzogene Nachtrag zu dem Statut des Entwässerungs-Verbandes des großen und kleinen Wons-Sees und des Niedlizer Bruches in den Kreisen Johannisburg und Löten vom 23. März 13864 (Gesey-Samml. S. 338 ff.) dur das Amtéblatt der Königlichen Regierung zu Gumbinnen Nr. 14 S. 113, ausgegeben am 5. April 1899;

7) das am 13. Februar 1899 Allerhöchst vollzogene Statut für die Ent- und Bewässerungs-Gezossenshaft zu Zilsdorf im Kreise Daun dur das Amtsblatt der Königlichen Negierung zu Trier Nr. 10 S. 101, ausgegeben am 10. März 1899;

8) der Allerbö&%ste Erlaß vom 13. Februar 1839, betreffend die Genebmigung eines Nachtrages zu den reglementaris<hen Be- stimmungen des Kur- und Neumärkishen RitterschaftliGzen Kredit- instituts, dur< die Amtsblätter

der Königlichen Regierung zu Potsdam und der Stadt Berlin Nr. 19 S. 101, auagegeben am 10. März 1899,

der Königlichen Regierung ¡u Frankfurt a. O. Nr. 10 S. 87, auêgegeben am 8. März 1899,

der Königlichen Regierung zu Stettin Nr. 10 S. 65, aus- gegeben am 10. März 1899,

der Königlichen Regierung zu Marienwerder Nr. 10 S. 87, au8gegeben am 9. März 1899,

der Königlichen Regi-rung zu Köslin Nr. 10 S. 53, aus- gegeben am 9. Värz 1899,

der Königlichen Regierung zu Magdeburg Nr. 10 S. 139, ausgegeben am 11, März 1899,

der Königlichen Regierung ¡u Liegniß Nr. 10 S. 73, aus3- gegeben am 11. März 1899;

9) der Allerböcste E:laß vom 20. Februar 1899, betreffend eine Abänderung des der Stadt Naumburg a. S. unter dem 19. August 1897 ertheilten Allerhöchsten Privilegiums zur Ausgabe von Anleihe- seiner, dur das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Merse- burg Nr. 13 S. 141, ausgegeben am 1. Avril 1899;

10) das am 20. Februar 1899 Allerhö vollzogene Statut für die Entwässerungs-Genofsenschaft des Hahnenknoop-Hetthorner Voores in Habnenknoop, Kreis Geestemünde, dur< das Amtsblatt der König- in Regierung zu Stade Nr. 13 S. 197, ausgegeben am 31. März 11) das am 27. Februar 1899 Allerböhst voll¡ogene Statut für die Eniwäfsserungs-Genosscnschaft zu Coesfeld im Kreise Coesfeld durd) das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Münster Nr. 11 S. 93, ausgegeben am 16. März 1899;

12) das am 27. Februar 1899 Allerbö<hst vollzogene Siatut für die Drainage- und Entæwässerungé-Genossenschaft Kl.-Schönau im Kreise Friedland dur< tas Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Königsberg Nr. 13 S. 273, ausgegeben am 30. März 1899;

13) das _am 27. Februar 1899 Allerbö<st vollzogene Statut für dic Genossenschaft zur Entwässerung von Grundstücken der Feld- mark Eititdorf im Kreise Namslau dur< das Amtsblatt der König- lien Regierung zu Breslau Nr. 13 S. 125, ausgegeben am 1. Aptil 1899:

14) das Allerböchs\te Privilegium vom 6. März 1899 wegen Aus83- fertigung auf den Inhaber lautender Anleibescheine der Stadt Weßlar im Betrage von 1 142 209 4 dur< das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Koblenz Nr. 14 S. 97, ausgegeben am 6. April 1899;

15) der Allerbö<{ste Erlaß vom 6. Dèärz 1899, betreffend die Anwendung der dem Chaussecg:ldtarif vom 29. Februar 1840 an- gehärgten Bestimmungen wegen der Chausseepolizeivergehen auf die im Mansfelder Gebirgékreise neu erbauten Chausseen: 1) von Harkerode nah Wieserode, 2) von Oberwiederstedt nah Arnfstedt, 3) von Blumerode bis zur Kreis-Chaussee Mansfeld —Gorenzen und 4) von Dankerote nah Königerode, durh das Amteblatt der Königlichen Regierung zu Merse- burg Nr. 13 S. 142, auêgegeben am 1. April 1899;

[6) der Allerés<fte Erlaß vom 6. März 1899, betreffend die Herabsetzung des Zinsfußes der von der Stadt Weßlar auf Grund des Allerhöchsten Privilegiums vom 12. Juni 1882 azfgenommenen Anleihe von 4 auf 3# °/, dur das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Koblenz Nr. 13 S. 90, ausgegeben am 30. März 1899;

17) der Allerbö(ste Erlaß vom 6. März 1899, betreffend die Anwendung der dem Chaufseegeldtarif vom 29. Februar 1840 an- gebängten Bestimmungen wegen der Chausseepolizeivergehen auf die von dem Kreise Vohrungen ausgebaute Chaussee von Mobrungen -bis ¿zur Grenze des Krei!es Pr Holland in der Richtung auf Quittainen, dur< das Amtsblatt der Könialihen Regierung zu Königsberg Nr. 13 S. 277, au®egegeben am 30. März 1899.

ZQichiamtliches. Deutsches Neich.

Preußen. Berlin, 20. April,

_ Seine Majestät der Kaiser und König trafen, wie „W. T. B.“ meldet, gestern Nachmittag um 21/5 Uhr in Weimar ein und wurden am Bahnhofe von Seiner König- lihen Hoheit dem Großherzog von Sachen empfang:n. Nach einstündigem Aufenthalt daselbst seßten Scine Majestät mit Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog die Fahrt nah Eisenach fort, wo die Ankunft gegen 5 Uhr erfolgte. Seine Majestät der Kaiscr fuhren hierauf vom Bahnhof mit Jhren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und dem Erbgroßherzog na< der Wartburg. Um 101/ Uhr Abends begaben Sich Seine Majestät in das Jagdrevier bei Wasungen.

Auf der Fahrt nah Eisenach hörten Seine Majesiät der Kaiser außer dem gestern bereits gemeldeten Vortrage au noch denjenigen des Vertreters des Auswärtigen Amts, Ge- sandten Grafen Wolff-Metternich.

__ Der Bundesrath versammelte sih heute zu einer Plenar- sizung. Vorher beriethen der Ausshuß für Justizwesen sowie die vereinigten Ausschüsse für Justizwesex und für Handel und Verkehr.

Der Kaiserliche Gesandte in Belgrad, Wirkliche Geheime Nath Freiherr von Wae>ker-Gotter hat einen ihm Aller- höchst bewilligten kurzen Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit desselben fungiert der etatsmäßige Legations- Sekretär der Gesandtschaft Graf von Schwerin als Ge- shäftsträger.

Laut telegraphis<her Melduzig .an den Admiralstab der Marine ist S. M. S. „Cormoran“, Kommandant: Kor- vetten-Kapitän Emsmann, am 19. April in Sydney an- gekommen.

Köln, 19. April. Das langjährige Leiden, von welhem der Kardinal-Erzbischof Kremeny heimgesucht ist, hat sich, der „Köln. Ztg.“ afolas, in den legen Tagen verschlimmert, sodaß der Zustand des Kardinals zu Besorgnissen Veranlassung giebt. Derselbe ließ sih gestern Abend die Sterbesakramente reichen.

Bayern.

Ueber das Befinden Jhrer Königlichen Hoheit der Prin- essin Adelgunde ist, wie die „Allg. Ztg.“ mittheilt, gestern F laendes Bulletin ausgegeben worden:

Ihre Königliche Hoheit die Prinzesfin hat eine ziemlih ruhige Nat verbracht, ca. zwei Stunden gef{lafen ; av<h die Schwäche- anfâlle waren weniger häufig und weniger bedrohli<h. Heute Morgen ift der Gesammteindro> der hohen Patientin unter den gegebenen Verhältnissen befriedigend.

München, 19. April 1899, Morzens 9 Uhr.

Professor J. Bauer. Dr. Kastner.

Baden. Jhre Majestäten die Königin und die Königin-Mutter der Niederlande sind, wie die „Karlsr. Ztg.“ meldet, vor- gestern Mittag in „Haus Baden“ bei Badenweiler eingetroffen.

Hessen.

Die Zweite Kammer hat heute, wie „W. T. B.“ be- rihtet, nah dreitägiger Verhandlung in namentlicher Ab- stimmung mit allen gegen a<ht Stimmen den Antrag an- genommen: die Regierung zu ersuchen, bei den Landtags- wahlen das direkte Wahlrecht einzuführen. Ein an die Negierung gerichtetes Ersuchen um Beseitigung der bestehenden Beschränkungen des Wahlrechts sowie um Einführung von ge- \hlossenen Briefumschlägen bei der Wahl wurde ebenfalls an- genommen. Ein Antrag des Abgeordneten David, die Wahlen am Sonntag vorzunehmen, wurde abgelehnt.

Der Präsident des Ministeriums der Finanzen Dr. Küchler, welcher sich vor mehreren Wochen in Charlotten- burg einer {weren Operation unterzog, ist gestern nah Darmstadt zurückgekehrt und hat seine Dienstgeschäfte wieder aufgenommen.

Elsaß-Lothringen.

Der Landesaus\<uß erledigte vorgestern die erste Lesung des Geseßentwurfs, betreffend die Ausführung des Ge- seßes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichts- barkeit. Der Entwurf wurde einer Spezialklommission von 21 Mitgliedern überwiesen.

Oefterrei<-Ungarn.

Jn der gestrigen Sitzung des ungarischen Unter- hauses erörterte der Abg. Ugron die Lage des Landes. Derselbe verwarf die prinzipielle Basis, auf welcher die Re- gierung st:he, da der Dualismus als bloßes Auskunftsmittel zu betrahten sci, welhes den Ausbau organisher Ein- rihtungen nit gestatte. Redner forderte, das Ministerium möge si< völlig von dem Geiste jenes Systems losfagen, welches seit der Aera Tisza dur<h Wahlbceinflussung und parteiishe Verwaltung das Land geschädigt habe. Er lehne das Budgctgeseß ab. Hierauf erwiderte der Minister-Präsident von Szell: die Entwi>kelung des Landes seit 30 Jahren beweise klar, daß die dualistishe Verfassung den Aufschwung des Landes in der allgemeinen Kultur und in wirthschaftliher Bezirhung ermögliche. Die Regierung werde stets bemüht scin, dur<h Anregung und Erwe>kung aller Kräfte darzuthun, daß der Zusammcnhang mit Oesterreih, wie er dur<h den Aus- glei<h vom Jahre 1867 festgesezt sei, die“ Entwi>klung nicht in Fesseln schlage. Was die retrospektiven Bemerkungen über den Geist der früheren Regierungen betreffe, so wolle er ni<ht auf das Gebi-t des Geistersechens und des Spiritiémus übergehen. Das Programm seines Kabinets sei gegenscitige Verständigung und Achtung des Stand- punktes der Gegner, wenngleich er selbst weder die staatsrechtliche Auffassung der Unabhängigkeitspartei, welhe der Abg. Ugron dargelegt habe, no<h die der flerikalen Volkspartei, welche die Revision des Zivilehegeseßes fordere, zu theilen vermöge. An diésem Punkt endige fein Streben nach Pazifizierung. Die Forderung der Revision, welhe von dem Abg. Grafen Johann Zichy vertreten worden sei, werde von ihm stets entschieden zurü>- gewiesen werden, nicht bloß aus libcraler Gesinnung, sondern weil sie den hergestcllten konfessionellen Frieden gefährden würde. Hierauf wurde das Budgetgesch mit großer Majorität in zweiter Lesung angenommen.

Großbritannien und Frland.

Prinz Albrecht von Preußen, Regent des Herzog- thums Braunschweig, is, wie „W. T. B.“ berichtet, gestern mit dem Prinzen Friedrih Wilhelm, seinem Sohne, in Bude (Cornwallis) eingetroffen.

Bei dem gestrigen YJahresbankett der Londoner Handelskammer bielt dcr Herzog von Devonshire eine Rede, in welcher er, dem „W. T. B.“ zufolge, ausführte: die britishe Regierung sei bestrebt, na<h den Prinzipien zu handeln, welche die Politik Großbritanniens in China stets geleitet hätten. Er zweifle sehr, ob die öffentliche Meinung jet auf Seiten der Regierung sein würde bei irgend einem Abweichen von diesen Prinzipien, dur< welches das Hereinbrechen einer Krisis in China beschleunigt werden würde, einer Krisis, welhe weit entfernt, aber au<h unmittelbar bevorstchend sein könne, die zu beschleunigen jedo< Groß- britannien kein Jnteresse habe. Hinsichtlih der no< nicht in P genommenen Theile der Erde sei die Regierung bemüht, sich ihren vollen Antheil zu sichern. Die Regierung sei bestrebt, die Bande enger zu knüpfen, welche die Kolonien mit Großbritannien verbänden; zu diesem Zwe>e bemühe sie sich, das Heer und die Flotte so stark zu machen, daß Großbritannien im stande sei, seine Kolonien und Besißungen in allen Theilen der Erde zu vertheidigen. Es sei mögli<h, daß die Ansichten einiger Gruppen des britischen Handelsstandes niht auf Seiten des Friedens ständen; dessen ungeachtet gehe die allgemeine Ucber- zeugung dahin, daß die Interessen des britishen Reichs in der Aufrechterhaltung des Friedens lägen. Er (Redner) glaube, daß fein Staat der Erde mit größerem Eifer in die Friedens- konferenz eintrete als Großbritannien.

Fraukreic<,

_ Die vereinigten Kammern des Kassationshofg hielten, dem „W. T. B.“ zufolge, gestern Nachmittag unter dem

Vorsitz des Präsidènten Mazeau eine Sizung ab und prüften $ unter Ausschluß der Oeffentlichkeit vershiedene Fragen hin- sichtlih des Verfahrens in der Dreyfus-Angelegenheit.

Das Zuchtpolizeigericht sezte gestern die Verhandlung gegen die Liga „La Patrie française“ fort. Die Angeklagten wurden unter Anwendung des Geseßes Bérenger zu je 16 Fr. Geldbuße verurtheilt.

Ftalieu.

Die Kaiserin Friedrich hat sih, wie „W. T. B.“ meldet, gestern von Venedig nah Verona begeben.

_ Der König und die Königin wohnten gestern Vor- mittag in Sassakri der Einweihung des Denkmals für den König Viktor Emanuel bei. An der Feier nahmen die Behörden, viele Arbeiter- und Krieger-Vereine, Studenten und alte Garibaldianer theil. Die Volksmenge begrüßte den König und die Königin mit jubelnden Zurufen.

Große Manöver werden in diesem Jahre in Piemon stattfinden. Es nehmen dem „Esercito italiano“ zufolge daran theil: das I. Armee - Korps (Turin), das 11. Armee - Korps (Alessandria), eine Mobilmiliz - Division uyd eine zu- sammengestellte Kavallerice-Division. Dcn Schluß bildet eine Parade dieser Truppen bei Turin im ersten Drittel des September. Vorher finden bei allen Truppentheilen Uebungen im kriegsmäßigen Schießen, bei den nicht an den großen Manövern betheiligten Truppen im Divisionsverbande, und außerdem bei einigen Belagerungsübungen statt; zu diesen Uebungen werden im Ganzen etwa 92000 Reser- visten einberufen. Nach der Entlassung des ältesten Jahrgangs zur Reserve sollen von jeßt ab alljährlih, in Abänderung der im vorigen Jahre erlassenen Bestimmungen, folgende Uebungen stattfinden: Feld- manöver mit markierten Truppen ( adremanöver), und zwar in den ungeraden Jahren beim I., TIL., VI., VIIL, IX. und X1. Armee-Korps, in den geraden bei den se<s übrigen, ferner Belagerungsübungen mit markierten Truppen, Kavallerie- übungen mit markierten Truppen, eine Kavallerie-Uebungs- reise und eine Generalsiabsreise.

Spanien.

Jn Tortosa fand gestern, wie „W. T. B." berichtet, das Begräbniß eines der Opfer der Unruhen vom legten Montag unter starker Betheiligung der Bevölkerung statt. 38 Ans gestellte der Munizipalität wurden verhaftet.

Belgien.

Wie „W. T. B.“ aus Brüssel meldet, tritt heute daselbst eine internationale Konferenz zur Regelung verschiedener Ren gels namentlich derjenigea, betreffend die Einfuhr von Alkohol enthaltenden Flüssigkeiten nah Afrika, zusammen. Die diplomatischen Vertreter von Deutschland, dem Congostaat, Rate, Großbritannien, Portugal, Spanien, Schweden und

A sowie Ztalien werden im Auftrage ihrer Regierungen an derselben theilnehmen; ebenso werden ein Vertreter Belgiens YeD Sachverständige der genannten Staaten der Konferenz bei- wohnen.

Die Regierung brachte in der Kammer einen Geseß- entwurf, betreffend die Abänderung des Wahlrechts für die Kammer und den Senat, mit theilweiser Anwendung des Systems der proportionalen Vertretung der Parteien, ein.

Türkei.

Aus Konstantinopel meldet das Wiener „Telegr.- Korresp.-Bureau“, der serbische Gesandte Nowakowits<h habe der Pforte am 18. d. M. eine Note überreicht, in welcher an die Note Serbiens vom 30. Juli 1898, betreffend eine Bahnverbindung zwishen dem Schwarzen und dem Adriatischen Meere, erinnert und mitgetheilt werde, daßdie rumänische Linie be- reits vollendet sei und nunmehr die Vorarbeiten für die Donaubrü>ke beginnen sollten. Gleichzeitig werde in der Note der Wunsch Serbiens ausgesprochen, vor der bevorstehenden Vergebung des Baues der serbischen Eisenbahnlinie den türkfishen Anschlußpunkt kennen zu lernen.

Amerika,

Wie „W. T. B.“ aus Washington berichtet, sind der deuishe und der amerifkanishe Kommissar für Samoa, Legations-Rath Freiherr Spe> von Sternburg und Bart- lett Tripp gestern von New York nah San Francisco abgereist.

Asien.

Der „Times“ wird aus Peking vom gestrigen Tage gemeldet, daß infolge des von Mralbriiamiien ausgeübten Drucks die monatliche Rate für den Zinsendienst der Anleihe der nördlichen Eisenbahn, welhe am 15. Februar fällig ge- wesen, gestern gezahlt. worden sei. Es seien Schriite gethan worden, um die Zahlung des Zinsensaldos zu beschleunigen. Im übrig-n sei die Saguage unvcrändert.

Einer Meldung des „Reuter'shen Bureaus“ aus Hong- kong zufolge, ist vorgestern Abend noch eine Kompagnie des Hongkong-Regiments nah Taipufu gesandt worden. Dieselbe ijt gestern bereits nah Hongkong zurü>gekehrt, mit der Mel- dung, daß die meisten Orisdaften von den Bewohnern ver- lassen seien. Von den Ausständischen, welche sich wahrscheinlih in nördlicher Richtung zurü>gezogen hätten, sei ihnen niemand zu Gesicht getonimen

Dasselbe Bureau erfährt ferner, daß der Ausshuß der

tagalischen Jnsurgenten in Europa ein Telegramm aus Manila vom 14. d. Vé. empfangen habe, welches besage: eine Kolonne der Brigade des Generals Lawton, aus 140 Offizieren und Mannschaften bestehend, sci von eingeborenen Wegweisern irre geführt worden und bei Binangonam, halbwec,s zwischen der Laguna de Bay und Baler in einen Hinterhalt gerathen. Alle Amerikaner seren gefangen genommen worden. General Lawton habe si<h auf diese Nachricht hin auf Manila zurü>- gezogen. In Madrid isst aus Manila die Nachricht eingetroffen : ein aus der Gefangenschaft der Tagalen entwihener Spanier habe erzählt, daf die Aufständishen 50 000 Gewehre, 200 Kanonen und genügende Munition zu ihrer Verfügung hätten. Jm Innern des Landes sei alles ruhig, die Feld- arbeiten würden besorgt, und Lebensmittel seien in reihlihem Maße vorhanden.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die gestrigen Sißungen des Reichs- tages und tes der Abgeordneten befinden sih in

der Ersten Beilage.

Jn der heutigen (70.) Sißung des Reichstages, welcher e D aekcziär des Jnnern, Staats - Minister Dr. Graf von Posadowsky beiwohnte, wurde zunächst mit- getheilt, daß der Abg. Eßlinger (b. k. F.) sein Mandat niedergelegt habe.

Alsdann wurde die erste Berathung des Gese gentwurfs, betreffend die Abänderung der ewerbeordnung, in Verbindung mit den bereits mitgetheilten Anträgen der Abgg. Freiherr Heyl zu Herrnsheim (nl.) und Genossen und Bassermann (nl.) fortgeseßt.

Bis zum Schluß des Blattes nahmen die Abgg. Dr. Hitze (Zentr.) und Lenzmann (fr. Volksp.) das Wort.

Kunft und Wissenschaft.

em Fahre is ein Jahrhundert verflofsen, seitdem area M V A auf die eigenartigen Beobacbtun en Galvani?s8 ftünend, vie nah thm benannte elektri <e Säule erfand und dadur< die Bewunderung dec fa Welt erregte. Das „Archiv für ost und Telegraphie" macht hierauf iz einem Artikel aufmerksam, A wir Folgendes entnehmen: ] l H G utgi Galvani, Profefsor der Medizin und Anatomie an der vcuds 2 in gadoz O irepa berühmten Universität Bologna, beobachtete (1789) auf der Suche nah dem thierishen Lebens- fluidum, daß präparierte Froschshenkel in der Nähe einer Elektrisier- maschine jedesmal bei Grtladung des Konduktors heftig zu>ten, was Galxvani, y tra als Bestätigung seiner Meinung von dem Borhandenfein verschieden- artiger, in den Muskeln und Nerven befindlichen Elektrizitäten auf- faßte. Dabei gerietb er allerdings in einen argen Irrthum, indem er annahm, daß diese Elektrizitäten durch die kupfernen Haken, mittels deren die Froshshenkel an einem eisernen Gitter aufge.ängt waren, si entluden. j : :

Während Galvani si< mit dieser Erscheinung ni<t weiter be- faßte, nahm Alexander Volta geboren am 18. Februar 1745 zu Como, 1774 Rektor des Gymnasiums und Prafeses der Physik in Como, später Direktor der philosopbis>en akultät an der Universität in Pavia die Experimente Galvani's mit den Frosch- \{enkeln (1792) wieder auf und erkannte dessen grundfäßlichen Irrthum, indem er darlegte, daß die Zu>ungen der Frof fchenkel Teine8« weas dur< einen elektrischen Nervenstrom hervorgerufen wurden, sondern dur< Elektrizität, die bei Berührung zweier ungleichartigen Metalle (Kupferbaken und Eisengitter) entsteht und sih dur Ver- mittelung des Fros<hscenkels ausgleicht. Hiermit war die Kontakt- oder Berührungselektrizität gefunden und das Fundament für alle weiteren epohemahenden Erscheinungen auf elektrishem Gebiet geshafen. Auf Grund seiner Wahrnehmungen konstruierte Volta nunmehr (1799) seine „Säule“, eine Anzahl von Platten aus Kupfer und Zink, mit Zwischenlagen aus Pappe oder Tuch, die mit ver- dünnter Schwefelsäure getränkt sind,

Mit der Entte>ung dieser ersten konstanten Elefktrizitätequelle betrat Nolta ein neues und unabsehbar fruhtkares Gebiet. Er felbst gelangte bald zu dem Geseß der elektrischen Spannungsreihe und ent- de>te die physiologishen und chemis<hen Wirkungen des elektrischen Strcmes. Das „galyanishe“ Element, wie die Volta’|he Säule, ¡war ni<t mit Recht, in Anknüpfung an Galvyani's zu- fällizes Fros<s<(enkel - Experiment no< jeßt genannt wird, war das erste Glied von zahlreichen anderen wichtigen Entde>ungen und E: findungen, die einer ganzen Reihe hervorragender Männer unsterblihen Ruhm eingetragen und dem jeßt zur Neige gehenden Jabrhundert seinen cigenartigen Charakter aufgeprägt haben. Die Möglichkeit der Erzeugung kräftiger und andauernder elektrischer Ströme fand zunächst Benußung in der Chemie. Nicholfon und Ca: liéle zerlegten damit no< im Jahre 1800 das Wasser in setneElemente, Wafser- toff und Sauerstoff, und in der Folge wurden auf demselben Wege no< viele andere Elemente entde>t. Die Volta’she Säule is der Aus- gangsvunkt aller späteren eleftrisden Elemente und die Mutter der Entde>ungen und Erfindungen, die si< an Namen wie Derstedt, Ampdie, Ob, Faraday, Gauß und Weber, Morse, Steinheil, Hughes, Siemens und vieler Anderen knüpfen; ibr verdanken wir im Grunde alles, was die Elektrizität der Menschheit bis jet geleistet hat und in den kommenden Zeiten noh leisten wird.

Volta’'s Entde>ung, die in den Kreisen der zeitgenöfsishen Ge- lehrten und Gebildeten gere<tes Aufsehen erregte, fand {on bei dessen Lebzeiten die gebührende äußere Anerkennung. Napoleon „I. ernannte Volta zum Grafen und Senator des Königreichs Italiens und machte ihm ein Geschenk von 6000 Fr.; der Kaiser Franz ernannie ibn 1815 zum Direktor der philosophis<en Fakultät bei der Universität Pavia. Volta starb, 82 Jahre alt, am 5. März 1827 in seiner Vaterstadt Como, die ihm ein würdiges Derkmal setzte. :

Eine weitere außerordentliche Ehrung ift dem großen Phvsiker jeßt, zum 100 jährigen Gedächtniß seiner Eifindung, zugeda<ht. Die Stadt Como rüstet <, ibm dur<h die Veranstaltung einer Weltaus- stellung der Elektrizität, welhe am 1. Mai eröffnet und eine Reihe von Festlihkeiten und feierlihen Vorstellungen in zue {ließen wird, eine öffentlihe Huldigung darzubringen. lit der Auéstellung wird ein in der Zeit vom 31. Mai bis 3. Juni stattfindender internationaler Kongreß der Telegraphisten aller Länder verbunden sein, die an dem Monument Volta?s einen bronzenen Ehrenkranz niederlegen werden mit der Inschrift: „Die Telegraphisten der ganzen Welt dem großen Erfinder A. Volta“. Ein ber vorragender Gelehrter wird in einer Festrede das Andenken, das Wirken und die Verdienste des berühmten Mannes feiern, und eine Festichrift „La Pila“ („die Batterie") soll die Kunde von den Ehren- bezeugungen in alle Welttheile tragen.

Daë italienische Ministerium der Postea und Telegraphen hat der ganzen Feier feine Unterftüßung zugesagt und demgemäß auch die auswärtigen Telegraphenverwaltungen und Telegraphenbeamten zur Beiheiligung eingeladen. Die deutshe Reihs-Telegraphen- verwaltung hat darauf, um auch ihrerfeits der Anerkennung der großen Verdienste des italienis<hen Gelehrten Ausdru> zu verleihen, R Kosten für den Bronzekranz einen Beitrag zur Verfügung ge-

ellt,

Bei den umfangreihen Vorbereitungen, die für die Ausftellung urd den Kongreß getroffen sind, ift zu erwarten, daß die Feiterlihkeiten einen der Bedeutung Volta’s enisprehenden Verlauf nehmen und auch von deutscher Seite zahlreihen Zuspruh finden werden.

Bautwwvoesen.

Für den Entwurf zu einem neuen Rathhause in Köpeni> ift, wie das „Certralbl. d. Bauv.“ mittheilt, ein öffent- licher Wettbewerb mit Lieferfrist bis zum 1, Oktober d. J. unter den deutschen Architekten ausgeschrieben worden. Ausgeseyt find drei

reise im Betrage von 3000, 2000 und 1000 „4, über deren Ver- tihung eine aus sieben Mitgliedern bestehende städtishe Kommission unter Zuziehung etnes Königlichen Baubeamten Beschluß fassen wird. Die Unterlagen können gegea Einsendung von 3 4 vom Magistrat in

dpeni> bezogen werden.

der Ansicht damaliger Zeit Rechnung tragend, -

Laud- und Forstwirthschaft.

Ausstellung in St. Petersburg bis zum ausgedehnt worden.

Saatenstand in Belgien. Antwerpen, den 15. April 1899.

durchaus günstig. Saaten ni<t unerheblich gelitten zu haben seinen,

holen werden. ie Frühjahrsarbeiten Tonnten Provinz bereits Ende Februar begonnen werden und

Pn ges at feine Unterbrehung erfahren. geblieben fein.

In der

Die Weiden

Witterungsverbältnifsen cine reiche Ernte erwarten.

Nach einer Mittheilung des hiesigen russischen Botschafters ist die Anmeldefrist für die Internationale Gartenbau-

27. d. M.

Der Winter war bis

ungefähr Mitte März außerordentli milde und dem Wachtthum im allgemeinen re<t förderlich. Dementsprehend lauten die vorliegenden Nathrichten über den Stand der Winiersaaten, soweit deren Ent- widelung niht dur< das während der zweiten Hälfte des März vor- berrshend gewesene Frostwetter Beeinträchtigung erfahren hat,

Frostihäden sind aus der Provinz West-Flandern, wo die

und aus der Provinz Oft - Flandern gemeldet worden. In letzterer scheinen sie fih aber nur auf einzelne, befonders ungünstig gelegene Stellen zu erstreden und der Hoffnung Raum zu lassen, daß die betroffenen Saaten bei nachfolgender günstiger Witterung ih wieder ér-

in dieser haben einen

befriedigenden Verlauf genommen ; die tro>ene Witterung während des März kam namentli au< der “Bearbeitung des {weren Bodens zu statten. Die Gesawmtlage soll zu den besten Erwartungen berechtigen. Fn West-Flandern, wo die Aussaat jedoch infolge des tro>enen Herbstes Verspätung erlitten hat, soll das Wintergetreide, soweit. nit dur<

digt, im allgemeinen gut aussehen. Die S a, ollen j¡urü>-

Provinz Antwerpen lafsen die Getreide- und Klee- faaten, die hier ganz besonders s{ön stehen sollen, bei zuträglichen

Leßteres gilt au< für die Provinz Limburg, wo die Winter- faaten fh im allgemeinen außerordentli<h kräftig „entwidelt haben sollen. Der milde Winter war d:r A>erbestellung günstig, die nahezu

beendet is. Mit der Frübjabhr8aussaat ift kaum begonnen worden.

als im vergangenen angebaut.

überstanden, während die Frühjahrsaussaat unter

friedigend ift.

Antwerpener Getreidemarkt.

und

Weizen : aa Walla Walla . Kurrachee, weißer

Pl ¿ rother ata Donau . russischer N e Roggen : Donau und nordamerikanischer . inländischer . S Gerste: zu Futterzwe>en . E TAUCL 50 1E Sd Belt: russisher und nordamerikaniser ais: Odessa und Donau . Sa Plata und nordamerikanis{<er Weizenmehl: inländisches

400 0009 dz 30000 , 20 000

Weizen : Gerífte : Mais:

Hafer Im Laufe des Monats März wurden eingeführt Roggen: aus den Ver. Staaten von Amerika Nußland S

Weizen: aus den Ver. Staaten von Amerika Britisch-Indien . r Argentinien Rumänien .

Oesterreich Brasilien . Rußland

der Türkei Mexiko .

Ftalièn . Deutschland

E E den Ver. Staaten von Amerika Rumänien . O 4 Egypten . der Türkei .

Deutschland den Niederlanden Oesterreich . Spanien

Hafer: aus den Vereinigten Staaten von Amerika E e ar e S a

Frankrei .

Mais: aus den Vereinigten Staaten von Amerika Rußland . . . . . . . . . i Gas M aro 29 é den Niederlanden Deutschland

Kartoffeln : aus den Niederlanden . Me ex o m Gngland .„ «» « Spüniéi

Die Vorräthe wurden Ende des Monats ges<äßt auf :

Groggen in erster Hand nicht nennenêswertb.

Auch in der Provinz Brabant steht das Wintergetreide, das | dort dur den Frost kaum gelitten hat, {ön; ebenso Klee, der eine ergiebige Ernte verspricht. Schnee und, Regen haben aber die Hafer- aussaat, die infolgedessen erfl im April erfolgen kann, verhindert. Im Laufe des März sind Frühkartoffeln auf sandigem Boden gepflanzt worden. Zu>errüben werden in diefer Provinz in diesem Jahre mehr

In der Provinz Lüttich haben die Herbstsaaten den Winter gut günstigen Be- dingungen vor si< gegangen ist. Die Aussaat der Zu>kerrüben hat bereits begonnen und wird bei Fortdauer des günstigen i beendet sein. Ueberhaupt sind die Feldarbeiten ziemli vorgeschritten. Im allgemeinen gelten die Auésichten für gut, indessen wird na dem fro>enen Herbst und Winter reichlicher Regen als erwüns<t bezeichnet.

Die Nachri@ten aus der Provinz Luxemburg lafsen den Schluß zu, daß au< dert die Gesammtlage im Großen und Ganzen be-

Wetters früh

Antwerven, den 15. April 1899. Die Geschäfte waren wenig [ebhait, die Abnehmer für den Verbrau< nah wie vor zurückhaltend. Die Preise sind seit Anfang des Monats um ein Geringes gefallen fiellien si< am Monatss{luß ungefähr, wie folgt:

nordamerikanisher Red Winter. . . Fr. 164

152

164

16

155 15&—16 15t— 163 154— 16} 15&—16 145 —15 12$—12} 12}— 125 124—17 18 10{—12} 107—10è 20F—21,

V V-Q' D U U

in Antwerpen : 8570 dz DD4O

14110 dz

361180 dz 182 510 117 260 77 030 41 420 38 620 32 510 32 400 21 700 4 170

3 400

32550 dz 19 500 18 700 9 730 7 830 5 020 3 980 3 240 2 170

102 770 dz

560 dz 100: T0

670 dz

119500 dz 97780 ,„ 95 990

6 380 1 940 120

321 710 dz

290 dz 170: 1, HO 40

610 dz

Nusgeführt aus Antwerpen : nah den Niederlanden 13750 dz tot 24, 2120/8 3090 , Deutshlakb 5, 120 Hr 425 2000 , 18840 dz

nach Deutschland 113 870 dz den Niederlanden ta lei ilfe 29970 , SesierreiO. « . » Cl anat s 4:0705/4 Noumegeni a eilt Die t tals s 290 Gualand, 2, i O n Gols 2

145 220 dz

Deutsblänt: s ren DoL1 Gaerteso 9000 dz De: MITEDELIGND E eie idi epo tra® 2700 E GtO 21 see atel ax 15 M 11710 dz.

ni<ts.

na< Deutschland . R N E A 53 500 dz Lee ŒTRR R c o oe ee 19220 Schvédei, E e ats e 4E Sv ao D

80 600 âz.

Kartoffeln: na< England LAEBS N 2720 dz MNorivegen 2 t s 8 o 75 2230 den Niederlanden . « 1 390 Gibtallar L U E 73 230 bei Golgo n R alles 220 Sani T L E UL 59 190 Bräsilieèen «L081 L 170 Swe S T A A7 100 7250 ds.

Verdingungen im Auslande.

Belgien.

27. April, 11 Uhr. Rathhaus in Charleroi: Schwimmbassin, 75 000 Fr. Kaution : 3500 Fr. j 3. Mai, 11 Uhr. Börse in Brüssel: Beschläge und Isolatoren für den Telegraphendienst (Spezial-Lastenheft Nr. 13). 6 Loose. Kaution: 5025 Fr. _ Daselbst: Dru>kpapier für den Post- und Telegraphendienst (Spezial-Laftenheft Nr. 10). 7 Loose. Kaution: 6170 Fr. Daselbst: 2600 bis 3200 kg Papierstreifen, gummiert, auf Scheiben, für den Telegraphendienst (Spezial-Lastenheft Nr. 12). Kaution : 330 Fr.

Theater und Musik.

Konzerte.

Die geringe Zahl der in den leßten acht Tagen veranftalteten Konzerte weist auf das Herannahen des Saisonslu}es bin. Am Mittwoch v. W. gab Fräulein Sophie Schröter imBeethoven- Saal ihren wegen Indi8position mehrfah auf einen späteren Termin vershobenen Liederabend. Auch an diesem Tage war sie no<Þ nicht wieder im Vollbesig ihrer Mittel und sah sih genöthigt, um Nachsicht zu bitten. Daß die Sängerin eine {ôöne Stimme ihr eigen nennt, ist von früher her bekannt, weniger ansprehend ift dagegen ihr Vortrag mit seinen unvermittelten und sinnwidrigen Uebergängen vom Piano zum Forte und ihre unzulänglite Textaussprache. rfreuliher war der Liederabend, welhen Frau Marcella Lindh am Freitag in demselben Saale gab. Die Künstlerin verfügt über eine zwar niht große, aber umfangreihe und ausdru>s- fähige Sopranstimme von bedeutender Kehlfertigkeit. Sie sang deutsche, englishe und französishe Lieder, von denen fie, dem lebhaften Beifall der Zuhörer nachgebend, einzelne wiederkolen mußte. Auh gewährte sie am Schluß einige Zugaben. Die Bes aleitung führte Herr Coenraad V. Bos mii gewohntem eingefühl aus. Gine seltene Erscheinung im Konzertsaal ist eine lôtenvictuosin. Als solche stellte ih an demselben Abend im Saal Bechstein Fräulein Julie Petersen vor. Die Dame handhabt ihr Snstrument mit Anmuth und beherrsht dessen Technik? vollkommen ; wenig Anspruch auf Beachtung konnten dagegen die zum Vortrag aus- gewählten Stücke erheben. Ihr Konzertpartner, Herr Albert Simonsen, sang mit angenehmer, aber no< nih<t genügend ge- \hulter Tenorstimme einige Lieder. j E Im überfüllten Saale der Philharmonie fand am vorgestrigen Dienstag das vorlezte Symphonie-Konzert unter Kapellmeister Josef Nebiëek's Leitung statt. Eine besondere Anziehungskraft hatte dieémal die Me der ressishen Hofopernsängerin Frau Maria de Gorlenka-Dolina ausgeübt, die mit ihrer umfang- reichen und flangvollen Sopranftimme no<h größeren Erfolg gehabt haben würde, wenn nit ein unausgeseßtes Tremolieren denselben ges<hmälert bätte; immerhin war aber ihre Koloraturgewandtheit zu bewundern. Sie trug eine Kavatine aus der Oper „Prinz Igar“ von Borodine, das dritte Lied des Hirten aus der Oper „Sägorotshka*, bekanntere Gesänge von Wagner und Tschaikowski, sowie eine Nomanze von Solowioff unter leb- haftem Beifall vor, für den sie noh dar einige Zugaben dankte. Die instrumentalen Vorträge bestanden aus kleineren Stücken russischer Komponisten, denen am Schluß des Abends no< Beethoven?s 7, Symphonte folgte. Sämmtliche Werke wurden von der Kapelle exakt und s{<wungvoll ausgeführt. An demselben Tage veran- staltete im Saal Bechitein die bekannte Tonkünstler- Vereinigung „Fafnerbund* einen Novitäten-Abend. Ein Streichquariett von Arno Sellin eröffnete die Reihe der Vorträge. Das Werk zeichnet si< durch originelle Themen in stilgerehter Behandlung aus. Webmüthig dürfte dieses Werk auf diejenigen Hörer eingewirkt haben, welche wußten, daß sein zu den s{hönsten Hoffnungen berechtigender Scöpfer drei Tage zuvor plößlich verstorben war. Es folgten nun drei Lieder von M. von Kehiler: „Geh? vorüber“, „Spielmannélied“ und „Sonnenaufgang“, die mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurden. Eine Sonate für Klavier und Violine von Karl Kämpf ist die Arbeit ein:8 feinfühligen Musikers; sie gemahnt dur thren freien Periodenbau und dur ihre energischen rhythmishen Gestaltungen an die Art von Brahms. Einem Lied, „Mondnacht*, von B. Silber- berg reihten sich nc< zwei andere, „Still“ und „Im Wald an der Quelle*, von A. Perleberg an, die gefälligen Inhalts waren, sodaß diesen (“esängen, sowie einer Ballade für Klavier desfelben Komponisten eine günstige Aufnahme zu theil wurde. Auch ein Lied von Fritz Kirchner, „Frishe Brise“ betitelt, sowie „Mittagsstunde“ und „Entsagen“ von Karl Kämpf wurden ebenfalls mit lebhaftem und woblverdientem Beifall aufgenommen. Der durchweg günstige Erfolg der genannten Kompositionen war zum theil auch ihrer vor- trefflichen Ausjührung dur die betheiligten Künstler zu verdanken. Es wirkten mit: Fräulein Gertrud Heinrich (Birnand die Herren August L Cie Josef van Veen (Violine), Dr. Georg Lange (Violine), Gen Ura> (Viola), Paul Neu- mann (Violoncello), Coenraad V. Bos (Klavier), Arthur Perleberg (Klavier) und Henri Pusch, der die Begleitung am Klavier übernommen hatte.

Im Königlichen Opernhause wird morgen Meyerbeer's große Oper „Der Prophet“ in folgender Beseßung gegeben: Johann pen e: Herr Sylva; Fides: Frau Göge; Bertha: Fräulein

einl.

Im Königlichen Schauspielhause findet morgen eine Auf- führung von Schiller’ Schauspiel Wilbelm Tell“ stait. Die Be- seßung lautet: Reichsvogt Geßler: Herr Ludwig ; Attinghausen: Herr Kraußne>; Stauffacher: Herr Molenar; M-lchthal : Herr Christians; Wilhelm Tell: Herr Neeper; Gertrud: Frau Stolberg; N)

ham von Hochenburger; Bertha von Brune>: Fräulein Lindner ; rmgart: Fräulein Poppe.